Welcher Mischpult passt am besten zum Mikrofon RODE NT 1?

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  • Welcher Mischpult passt am besten zum Mikrofon RODE NT 1?

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    Hallöchen Leuts,

    Ich wollte hier mal fragen welches Mischpult am besten zum RODE NT 1 passt. Ich hab aktuell das Xenyx 302 USB und scheinbar war es die falsche Wahl.. Mein Mikro braucht nömlich 48 Volt und mein Pult kann nur 15 bereitstellen.. Kennt ihr gute Pulte, die gut zu diesem Mikro passen? Preis ist mir relativ schnurz ^^.

    MfG Gumbhi
  • Also wir haben hier ein Yamaha MG102 was eigentlich auch recht in Ordnung ist. Man hat viele Anschlussmöglichkeiten, der Sound ist auch in Ordnung, man kann die Stimme direkt mit ein wenig Kompressor bearbeiten (nur ein 1-Knob-Kompressor) und verschiedene Headsets bzw. Mikrofone mit nem Equalizer ein wenig anpassen.

    Mal ein Text (ich will die Vorteile eines Mischpults mal auffassen):

    Aktuell sieht unser Setup so aus, dass die Mikrofone ins Mischpult gehen (hat natürlich Phantomspeisung) und die Stimme leicht komprimiert wird. Über den Aux-Bus senden wir eine "Kopie" unserer Stimmen zu einem Kompressor mit einem Sidechain-Eingang hier auf dem Schreibtisch, der dann das Spiel immer etwas leiser macht wenn wir reden. Das gute an der Sache ist, dass wir durch die Pegelanzeigen den Kompressor genau so einstellen können, dass er das Spiel nur so weit leise macht, dass wir besser verstanden werden aber die Gesamtlautstärke vom Spiel (unsere Stimmen + laute Spielpassagen) immernoch zusammen auf 0 DB kommen. Wenn man einfach so spricht und auf 0 DB einpegelt, dazu dann eine laute Passage im Spiel kommt, dann mischen sich die Signale zusammen, werden Lauter und können Clippen. Der Kompressor regelt dann das Spiel so lange herunter bis es auf 0 DB kommt, wodurch man immer perfekt verstanden wird. Dadurch, dass nur das Spiel leiser gemacht wird, das Signal der Aufnahme aber stets bei 0DB bleibt, hat man als Zuhörer keine nervigen Lautstärkeänderungen, lediglich die Verständlichkeit wird stets gewährleistet. Mit dem Threshold-Regler kann man dann den Kompressor so einstellen, dass leise Spielpassagen nicht komprimiertwerden, wodurch das Spiel dann nur leiser geregelt wird, wenn es für die Verständlichkeit wirklich nötig ist.

    Durch das Mischpult wird also der bearbeite Ingamesound, unsere Stimmen und wenn gewünscht ne zusätzliche Quelle eingemischt, das Ausgangssignal geht dann an die Capture Card. Der Vorteil ist, dass man sich Nachbearbeitung spart, man selbst immer die Stimme hört und, dass man eingreifen kann, wenn es nötig ist. Alle Änderungen die wir am Mischpult live einstellen sind sofort in der Aufnahme zu hören. Schnauft der Julian wieder zu laut, dann drehe ich seinen Kompressor etwas runter, damit das Schnaufen nicht so krass verstärkt wird. Ist sein Signal im vergleich mit meinem zu laut, dann dreh ich ihn etwas leiser. Ist das Signal trotz Kompression des Ingamesounds zusammen zu laut, stelle ich den Kompressionsrate vom Kompressor für den Ingamesound ein wenig hoch - fertig. Das fertig bearbeitete Signal geht direkt zusammen mit dem Ingamesound in die Capture Card, dank der Pegelanzeige im Mischpult sehen wir auch sofort, wann es zu übersteuern droht. Da das Mischpult aber analog ist, kann man mit dem Ausgangssignal ruhig über 0 DB kommen, es knackst nicht sofort so ekelhaft wie bei digitaler Technik. Das analoge Audiosignal geht dann ebenfalls in den analogen Audioeingang der Capture Card, wodurch man dann ausgezeichnet auf 0 DB einpegeln kann. Der Vorteil wieder: Es clippt nicht sofort, wenn man über 0 DB kommt. Lediglich wenn das Mikrofon im Mischpult-Eingang schon clippt, dann hört man ein Knacksen. Pegelt man dort aber richtig ein, dann kann man mit den Reglern vom Mischpult wieder die Lautstärke ändern, ohne, dass es clippt.

    So ähnlich ist auch die Verkabelung im Radiostudio oder bei Podcastern, ist halt insgesamt schweineteuer. Hab die Geräte noch von früher aus Bandzeiten, wo wir die ganzen Lieder alle selbst aufgenommen haben.

    Eine menge Text, aber ich will nur erwähnen, dass Mischpulte durchaus Vorteile haben, wenn man denn ein Mischpult benötigt. In deinem Fall allerdings ist ein Mischpult Schwachsinn, außer du hast auch hier große Hardwareeffekte auf dem Schreibtisch stehen die verkabelt werden müssen. :)

    Also wie du siehst, je nach Einsatzgebiet kann ein Mischpult schon extrem nützlich sein - die Verkabelung oben wäre mit einem normalen Interface nie im Leben möglich.

    Im Endeffekt ist man mit nem Mischpult sehr flexibel, hat aber nicht so gute Mikrofonvorverstärker drin, außer man kauft ein extrem teures (Dein Behringer-Ding ist Schrott - ehrlich. Ich bin auch im Musikerforum unterwegs und die einzigen brauchbaren MIschpulter zwischen 100-200 Euro sind hauptsächlich die von Yamaha). Ich habe selbst zwei Focusrite Saffire 6 USB Interfaces, die in Tests von der Signalqualität gleichwertig mit Geräten für 1000 Euro und mehr abgeschlossen haben - an die Teile kommt nichts ran. Allerdings ist in der Signalqualität kein großer Unterschied zwischen dem Mischpult und der Saffire 6 USB's zu hören - darum habe ich die Dinger erst mal in den Schrank befördert.

    Aber im Endeffekt:
    Du brauchst kein Mischpult und das ist rausgeschmissenes Geld - kauf dir lieber für dasselbe Geld ein ordentliches Interface, da hast du dann mehr davon. :)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von JustPlayThemAll ()

  • So sieht's aus. Solang du nicht auf die Features angewiesen bist, bekommst du preisleistungsmäßig bei einem Interface mehr Sound fürs Geld. Aber mal eine andere Sache am Rande: Auch wenn das 302 USB kein überragendes Mischpult ist, die 15V reichen für den reinen Betrieb. Also funktionieren sollte das Ganze normal schon. Nur dass du eben wegen des Mixers vermutlich hörbares Grundrauschen mit in der Aufnahme hast.