Telekomdrossel ungültig!

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  • Telekomdrossel ungültig!

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    @Mod Ich habe den alten Telekomthread nicht mehr gefunden. Daher mache ich einen neuen auf. Ich hoffe, dass macht nichts.

    n-tv.de/technik/Gericht-stoppt…lung-article11634581.html


    DIE TELEKOMDROSSEL IST UNGÜLTIG! Wir werden die volle Bandbreite immer erhalten können. ;) Ein hoch auf den Verbraucherschutz :)

    Was sagt ihr dazu?
  • Noch ist nichts sicher. Die Telekom kann a noch dagegen klagen noch ist es nicht richtig fest verankert. Es ist ein Teilerfolg.

    Ich persönlich find es gut dass ein Gericht mal nicht für die Telekom stimmt :D
    Signatur 3.0:

    Gamingkanal:
    -Derzeit Wartungsarbeiten da der Kanal zurückgesetzt wird

    iPractise:
    -Kochkurs Season 4
    -Wie wandert man richtig aus
    -Reviews, Tutorials und Unboxings
    -Rest
  • Dass so eine Drosselung rechtswidrig ist liegt doch klar auf der hand, denn es wäre glatter betrug gewesen.
    Man würde für einen Dienst zahlen den man letzten endes aber überhaupt nicht in Anspruch nehmen kann bzw bekommt.
    Das wäre genauso wenn ich für 10 Äpfel bezahle aber nur 5 bekomme.
    Mit sowas würde die Telekom nie durchkommen.
    Also super Ergebnis.
    Da können die berufen so viel die wollen.
  • Im noch nicht rechtskräftigen Urteil wurden die entsprechenden Vertragsklauseln der Telekom nur laut einer Mitteilung der Verbraucherzentrale NRW für unzulässig erklärt.
    Quelle: gamestar.de/hardware/news/inte…546/deutsche_telekom.html

    Sollte das aber der Fall sein, und ich persönlich gehe mal davon aus, dann könnte das Urteil doch auch Konsequenzen für andere Anbieter haben. Soweit mir bekannt drosselt zum Beispiel Kabel Deutschland auch beim Erreichen von 100 GB im Monat (oder waren es 10GB?), was aber nicht so ins Gewicht fällt und nicht Grundlage dieses Post ist. Jedoch wären dann sämtliche Flatrates von Einschränkungen befreit. Mit dem Urteil hat ja das Landgericht eine Definition über Flatrates gleich mitgeliefert: Der Kunde verbinde bei Internetzugängen über das Festnetz einen Festpreis für eine bestimmte Surfgeschwindigkeit und rechne nicht mit Einschränkungen. Würde ja bedeuten, dass alle Flatrates keine Einschränkungen (egal in welcher Form) mehr haben dürften. Wenn ich falsch liege, bitte ich um Korrektur.

    PS: Im Prinzip könnte man das ja sogar auf Handyflatrates usw. ausweiten.
    Schreibfehler besser ich morgen aus. Versprochen. Denn irgendwann ist immer morgen.
  • Soweit ich es verstanden habe, wird aber lediglich der Name "Flatrate" verurteilt.

    Wenn man es als "Volumentarif" angibt, ist das alles wieder legal. Das bedeutet wohl, dass die Drossel sehr wohl kommt, nur eben mit evtl. einem anderen Namen... Denn die Telekom ist ein rein Privatwirtschaftliches Unternehmen und kann sich ihre Tarife aussuchen. Es finden dann absprachen mit anderen riesen statt, die ebenfalls das Angebot begrenzen. Diese Absprachen gefährden Internetnutzers Geldbeutel extrem. Und im Endeffekt kann man nichts weiter tun, als sich den besten Tarif zu suchen...

    Was aber vorallem auf dem Land oder dort wo die Telekom Vectoring betreibt, extrem schwierig sein dürfte. Die Telekom ist ein Quasi Monopol und hat die Nutzer leider in der Hand. Immerhin sind viele (vorallem ländliche Gegenden) davon abhängig.
    Die Geschäftspraktiken dieser Firma sind unterm Strich unter aller Sau...


    Sollte das Urteil rechtskräftig sein haben jedenfalls alle Telekomkunden, die einen Vertrag ab Mai gemacht haben, ein Sonderkündigungsrecht! Das kann man schon mal sagen.
  • Performer schrieb:

    Soweit ich es verstanden habe, wird aber lediglich der Name "Flatrate" verurteilt.

    Und genau da liegt das Problem. Die Telekom (und diverse andere Anbieter) werden dann in Zukunft einfach keine Flatrates mehr anbieten oder verlängern, sondern auf andere Verträge umschwenken, die exakt den gleichen Inhalt haben, aber das Wort "Flatrate" nicht enthalten.
    Das einzige, was wirklich absolut illegal ist an der ganzen Sache ist der Versuch, eigene Dienste von dieser Drosselung auszunehmen, weil sich die Telekom da dann aufgrund ihrer Monopolstellung einen unlauteren Vorteil gegen ihre Mitbewerber "erschnorrt" (oder so ähnlich). Zumindest das wird nicht kommen. Die Drosselung aber schon. Und ab dann könnte es mit der Wirtschaft so langsam bergab gehen, wenn den ganzen Firmen das Internet nicht mehr reicht oder zu teuer ist. :whistling:
    Bin mal gespannt, ob man da Auswirkungen bemerken wird. :S
    You like music? I like pissing.
    ~Corey Taylor
  • Oh ihr Gutgläubigen. ;)

    Zitat:
    "Mit dem Begriff Flatrate verbinde der Kunde bei Internetzugängen über das Festnetz einen Festpreis für eine bestimmte Surfgeschwindigkeit und rechne nicht mit Einschränkungen, begründete die Zivilkammer des Landgerichts ihre Entscheidung."

    Das Gericht hat in der Begründung dafür gesorgt, daß das Urteil auf jeden Fall problemlos angefechtet werden kann. Ob Absich dahinter steckt, um bis 2016 für Ruhe zu sorgen, oder nicht, darüber mag sich jeder selbst ein Urteil bilden.

    Fakt jedoch ist, daß der Kunde bei Internet-Flatrate-Zugängen NICHT mit unbegrenzter Surfgeschwindigkeit rechnet, sondern nur mit der unbegrenzten Bereitstellung des Internetzugangs. Internetflatrate-Zugänge für Handys sind schon seit Ewigkeiten so angelegt, daß ab einer bestimmten Datenmenge gedrosselt wird, was den Unternehmen, die gern Drosseln wollen, nun ein unschlagbares Gegenargument zur Urteilsbegründung liefert.

    Wie gesagt, ob das Gericht mit Absicht soeine lapidare Begründung gewählt hat, oder nicht, darüber mag sich jeder für sich ein Urteil bilden. Für mich jedoch ist klar, daß das wiedermal so ein Schachzug ist, um bis 2016 Zeit zu schinden, in der die Gegner der Drosselung ja nun erstmal den Mund halten müssen, da das Urteil ja vermeintlich zu ihren Gunsten ausgefallen ist. Mich würde es echt wundern, wenn das Urteil nicht kurz vor der geplanten Umsetzung der Drosselung gekippt wird.

    Sheratan
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  • Solange das Internet für Deutschland Neuland ist, braucht doch eh keiner mehr als 70 GB im Monat?! Außerdem brauchen wir seit jeher keine neuen Dienste, die ihre Anfänge zu Hause nehmen - fuck off innovation.
    Es ist sehr tragisch, dass sowas in einem Land wie Deutschland überhaupt möglich ist, gerade, wenn man sich die Statistiken zu unserem Breitbandausbau und dem Gewinn der Telekom anschaut. Daher verstehe ich auch nicht, warum das Recht auf Telekommunikation nicht endlich mal diesem Jahrtausend angepasst wird und man der Telekom den Mittelfinger zeigt?! (Aber das würde einigen Parteien wahrscheinlich zu viele schwarze Koffer kosten, selbst wenn die Idioten sie weiter wählen.)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von DerET ()

  • SheratanLP schrieb:

    Fakt jedoch ist, daß der Kunde bei Internet-Flatrate-Zugängen NICHT mit unbegrenzter Surfgeschwindigkeit rechnet, sondern nur mit der unbegrenzten Bereitstellung des Internetzugangs. Internetflatrate-Zugänge für Handys sind schon seit Ewigkeiten so angelegt, daß ab einer bestimmten Datenmenge gedrosselt wird, was den Unternehmen, die gern Drosseln wollen, nun ein unschlagbares Gegenargument zur Urteilsbegründung liefert.


    So einfach ist es glaube ich nicht. Das Gericht hat ja explizit geschrieben beim Festnetz rechnet der Kunde mit einer ungedrosselten Geschwindigkeit. Somit ist der Vergleich mit dem Mobilfunk nicht passend. Allerdings liest es sich für mich eher so, als ob sich das Gericht mehr an dem Terminus "Flatrate" aufgehängt hat, als an der Tatsache das das rosa Elend diverse Dienste einfach priorisieren darf.

    Somit würde man dem Kind einfach einen neuen Namen geben, z.B. der "#Neuland Flexi Tarif" mit sensationellen 70GB Volumen und gleichzeitig eine "echte" Flatrate anbieten, welche dann aber leider 30€ mehr kostet.

    Wie ET schon schrieb, solange das #Neuland noch nicht etabliert ist und man den Leuten immernoch verkaufen kann, dass Traffic den Anbieter Geld kostet, kommen wir hier auf keinen grünen Zweig.
  • Das Problem ist halt, dass alle Verträge, die seit dem 02.05.13 geschlossen wurden damit quasi nichtig wären und die Telekom den Kunden dann entweder den Drosseltarif andrehen würde, oder halt mehr Geld verlangen.

    Trotzdem ist es natürlich schon mal ein Teilerfolg und ich würde mir auch eine gesetzliche Regelung wünschen, die diesem Treiben gleich einen Riegel vorschiebt. ^^