Was ist nur mit Triple-A Titel los und wieso sind Indiegames oft reizvoller?

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  • Was ist nur mit Triple-A Titel los und wieso sind Indiegames oft reizvoller?

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    Servus Leute und Hallo,

    ich bin recht neu hier im Forum, habe aber schon ein Thema, was ich nur zu gerne mal einem größeren Publikum vor den Latz knallen möchte.
    Meine Frage: Was ist nur mit diesen Triple-A Titeln los?

    Um etwas spezifischer zu sein: Wie kommt es, das die Indieszene so am BOOMen ist, während immer mehr BigBudget-Games wie lauwarmes Wasser schmecken?
    Vielleicht liege ich ja falsch mit dieser Annahme und sollte nicht gleich generalisieren, aber geht es euch denn nicht auch so, dass ihr mit kleinen unscheinbaren Indieperlen weitaus mehr und deutlich länger euren Spaß habt, als mit diesen "großen" Spielen? Ein "Hitman: Absolution", ein "Tomb Raider", ein "Call of Duty: XY" oder auch ein "Final Fantasy XXVII" lassen mich in letzter Zeit recht kalt und reißen mich einfach nicht mehr mit, während ich bei Spielen wie "Super Meat Boy", "FTL", "Terraria", "Eldritch" oder "Delver" echte Spielfreude empfinde.

    Vielleicht stehe ich einfach auf den falschen Kram, aber der Erfolg der Indieszene und die Probleme der großen Spieleschmieden scheinen das Bestehen dieser Gleichgewichtsstörung ja zu bestätigen.

    Was meint ihr, wieso sind Spiele, welche mit einem weitaus größerem Budget/Produktionsaufwand hergestellt wurden oft so halbgar?
    Mein erster Anstoß: verliert man vielleicht das Wesentliche aus den Augen?

    Oder seht ihr das vielleicht ganz anders?
  • da muss ich dir Recht geben bei mir zum Beispiel sind die Spiele die du aufgezählt hast auch so hmm joa zock ich mal ist ja sehr bekannt wie Assassins Creed für mich war
    Teil 2 hammer danach immer weiter am sinken aber noch am spaß machen. So ein Spiel wie Of Orcs and Man waren geil :D ka worans liegt vllt an der Luft
  • Es liegt größtenteils daran, dass man mit der Zeit mehr in Grafik und einzelne Zusatzelemente steckt und dabei die Gamer mit Informationen überfüllt, und man somit zu vielen Reizen zugleich ausgeliefert ist. Somit liegt nichtmehr die Story eines Spieles im Vordergrund sondern andere Faktoren. Was ich persönlich schade finde, denn ich muss zugeben, dass mir ältere Spiele mehr zusagen, als die neueren. Und dabei ist es egal wie die Grafik ist, denn ist das Spiel selber gut, taucht man eh hinein, ohne an die schlechte Grafik wahrzunehmen. Im übrigen ist das auch mit der Grund warum ich eher Letsplays von älteren Spielen in Angriff nehmen werde. :)
  • Es ist so wie mit allen Medien.
    Mal abgesehen davon dass wir quasi abstumpfen.
    Wenn man zu allererst an die Materie geführt wird ist alles aufregend.
    Umso mehr Spiele man spielt umso schwerer fällt es uns objektiv zu urteilen bzw. etwas wirklich gut zu finden weil wir stets mit unserer Erinnerung vergleichen.

    Viele AAA Titel die sehrwohl gut angekommen sind werden weniger wahrgenommen wie diejenigen, welche gehyped wurden und dann einfach diesen Hype nicht gewachsen waren.
    Bei Indiegames ist es umgekehrt, man ist nachsichtig mit neuen Entwicklern und versucht ihnen eher eine Chance zu geben.

    Ist natürlich nur Meinung.
    Und dieses Grafik Dilemma ist auch so eine Sache.
    Ganz ehrlich ich habe Super Mario nicht wegen der guten Story gespielt, sondern weil es ein gutes J&R war.
    Es gibt Spiele die brauchen keine gute Story, es gibt Spiele die brauchen keine gute Grafik und es gibt Spiele die beides haben und die ich trotzdem nicht mag weil halt das Gameplay so schlecht ist dass man sich immer nur denkt WIESO?
    Das ist aber natürlich bei jedem Unterschiedlich und ich empfinde nichts verwerfliches dabei wenn jemand heute sagt er könne Gothic nicht zocken weil er die Grafik nicht aushält. Dann halt nicht.
    ;)
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    Ich stimme den vorherigen Posts zu, gibt aber noch einen Punkt, den ich hier dazuzählen würde.

    Ein AAA-Titel kann heute keine Risiken mehr eingehen, die sind zum Teil so teuer bei der Produktion, dass Entwickler/Publisher lieber eine Nummer sicher gehen und das Spiel massentauglich machen.
    Viele Indiegame-Entwickler dagegen wissen genau, wo sie hinwollen und setzen es auch genau so um. Das kommt natürlich bei den Spielern, die solche Games kaufen, sehr gut an.

    Eine Frage dazu noch: Ab wann definiert man denn ein Spiel als AAA? Wo liegt hier die Grenze?
  • MrMarbod schrieb:

    Es ist so wie mit allen Medien.
    Mal abgesehen davon dass wir quasi abstumpfen.
    Wenn man zu allererst an die Materie geführt wird ist alles aufregend.
    Umso mehr Spiele man spielt umso schwerer fällt es uns objektiv zu urteilen bzw. etwas wirklich gut zu finden weil wir stets mit unserer Erinnerung vergleichen.

    Viele AAA Titel die sehrwohl gut angekommen sind werden weniger wahrgenommen wie diejenigen, welche gehyped wurden und dann einfach diesen Hype nicht gewachsen waren.
    Bei Indiegames ist es umgekehrt, man ist nachsichtig mit neuen Entwicklern und versucht ihnen eher eine Chance zu geben.

    Ist natürlich nur Meinung.
    Und dieses Grafik Dilemma ist auch so eine Sache.
    Ganz ehrlich ich habe Super Mario nicht wegen der guten Story gespielt, sondern weil es ein gutes J&R war.
    Es gibt Spiele die brauchen keine gute Story, es gibt Spiele die brauchen keine gute Grafik und es gibt Spiele die beides haben und die ich trotzdem nicht mag weil halt das Gameplay so schlecht ist dass man sich immer nur denkt WIESO?
    Das ist aber natürlich bei jedem Unterschiedlich und ich empfinde nichts verwerfliches dabei wenn jemand heute sagt er könne Gothic nicht zocken weil er die Grafik nicht aushält. Dann halt nicht.
    ;)

    Gothic nicht zocken? WTF? :D
    Nein im ernst. Du hast zwar recht was die Abnutzungscherscheinungen und das generelle Problem des hypes angeht, aber ich rede hier von Spielspaß.
    Klar, Spielspaß ist ein extrem subjektives Gefühl, denn auch die CoD-Gemeinde empfindet riesigen Spaß beim Spielen (zumindest ist gewissen Teilen).
    Was mich wurmt, sind Beispiele wie "Tomb Raider".
    Die alten Ableger der Serie sind genial, aus mehreren Gründen aber sehr sehr schlecht gealtert. Dann schickt man sich an, einen Reboot zu entwickeln, der Lara in ihrer Entstehung zeigen soll und den Beginn ihrer "Karriere" inszenieren will. Aber was war das Ergebnis? -> "Uncharted: Laras Turn"

    Ich hatte mich auf ein Spiel gefreut, in dem Abenteuer, Erkundung, Survival und Grabräuberei an der Tagesordnung stehen. Aber nein, Spiele brauchen heute ja einen Plot, der den Spieler ohne Pause durch die Level treibt, weil so angeblich Spannung und Action entsteht. Aber ich sehe das anders. Meiner Meinung nach verliert die Branche das Wesentliche aus den Augen. Tomb Raider hätte nicht dieses tempo vorlegen müssen. Es hätte gereicht die Story während eines Großteils des Spiels in Fetzen zu erzählen um sie erst am Ende zuspitzen zu lassen. Stattdessen haben wir eine bombastische MichealBay-Szene nach der anderen und können kaum erkennen, wann Lara in den letzten 10 Minuten aufgehört hat, mit dem Töten von menschlichen Wesen ein Problem zu haben.

    [EDIT]: Vielleicht definiere ich Spielspaß auch zu eng, aber diese ständigen Actionsequenzen, die nur von kurzen Ruhemomenten aufgebrochen werden, bereiten mir kaum Spaß. Skyrim hat mir, von all seinen Fehlern mal abgesehen, deswegen so gut gefallen, weil ich dort dazu in der Lage war, mein eigenes Tempo zu bestimmen. So individuell muss es zwar auch nicht immer sein. Aber Games à la "Uncharted" und "Tomb Raider" gibt es einfach zu oft. Ähnlich wie bei "God of War" scheint sich hier ein neues Sub-Genre zu entwickeln.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeadzFull ()

  • ISt aber nicht nur mit den Spielen so. Das selbe kann man auch auf die Filmbranche beziehen. Ergo finde ich kaum noch einen guten Film, der nicht nur aufgrund Spezieleffekten und viel Krach profitiert. Wenn ich mir die alten Scince fiction Filme anschaue: Star wars, V - die ausserirdischen Besucher kommen, etc. Finde ich sie definitv sehenswerter, als das was heute produziert wird. Man versucht gezwungen soviel in etwas reinzupacken, ohne dass es dabei noch authentisch wirkt.
  • Ja das Gefühl kenne ich, *hust* Silent Hille *hust*.
    Nur wie gesagt, jemand der die alten Teile gar nicht kennt, wird vielleicht weniger Probleme damit haben.
    Nun ist es nunmal so dass es die sogenannten "Cash Cows" gibt, sprich Titel wo der Publisher damit rechenen kann, das eine gewisse Menge verkafut wird.
    Gleichzeitig gibt es einen "relativ" kleinen Teil an echten Hardcore Fans der Serie, welche das Spiel kaufen egal was passiert und einen wesentlich größeren Teil die einfach ein Spiel zocken möchten in dem was abgeht.
    Wie im Fernsehen halt auch gibt es dann Firmen die für absolute Top Unterhaltung bekannt sind und dann gibt es "Mein Fernsehsender".
    Und dann werden leider Namen ausgeschlachtet, im Fernsehen zum Beispiel "Wetten dass...?", einmal eine Top Sendung (kann man sich gar nicht vorstellen).

    Und ja, wie gerade geschrieben wurde, bei Filmen, Büchern etc. also bei jedem Medium passiert das.
    Aber auch der Umkehrschluss ist gefährlich, ergo nicht jeder hardcore Kunstfilm mit super Rezensionen gefällt mir.
    Man wird nicht umherkommen Spiele zu spielen und man wird immer wieder enttäsucht werden aber auch immer wieder nen richtigen Glücksgriff machen.

    Edit: Mal abgesehen davon dass durch das Internet viel schneller etwas bekannt werden kann (was für Indies sehr wichtig und gut ist).

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MrMarbod ()

  • Wenn ich mir überlege, dass es noch die Gruppe gibt, die denken das neuste ist das geilste, kommt mir das Schaudern. Da habe ich meinen 11 Jährigen Bruder, doch Tatsache mit seinen Kumpels gehört wie sie alle über GTA5 geschwärmt haben. Dabei hat keiner von denen eine Ahnung von dem Spiel. Nie gesehen, oder gar ein trailer angeschaut, aber einfach mal geil finden, weil es so gehypet wird und somit geil sein muss.
  • NightHawk910 schrieb:

    Ich stimme den vorherigen Posts zu, gibt aber noch einen Punkt, den ich hier dazuzählen würde.

    Ein AAA-Titel kann heute keine Risiken mehr eingehen, die sind zum Teil so teuer bei der Produktion, dass Entwickler/Publisher lieber eine Nummer sicher gehen und das Spiel massentauglich machen.
    Viele Indiegame-Entwickler dagegen wissen genau, wo sie hinwollen und setzen es auch genau so um. Das kommt natürlich bei den Spielern, die solche Games kaufen, sehr gut an.

    Eine Frage dazu noch: Ab wann definiert man denn ein Spiel als AAA? Wo liegt hier die Grenze?

    NightHawk910 schrieb:

    Ich stimme den vorherigen Posts zu, gibt aber noch einen Punkt, den ich hier dazuzählen würde.

    Ein AAA-Titel kann heute keine Risiken mehr eingehen, die sind zum Teil so teuer bei der Produktion, dass Entwickler/Publisher lieber eine Nummer sicher gehen und das Spiel massentauglich machen.
    Viele Indiegame-Entwickler dagegen wissen genau, wo sie hinwollen und setzen es auch genau so um. Das kommt natürlich bei den Spielern, die solche Games kaufen, sehr gut an.

    Eine Frage dazu noch: Ab wann definiert man denn ein Spiel als AAA? Wo liegt hier die Grenze?

    NightHawk910 schrieb:

    Ich stimme den vorherigen Posts zu, gibt aber noch einen Punkt, den ich hier dazuzählen würde.

    Ein AAA-Titel kann heute keine Risiken mehr eingehen, die sind zum Teil so teuer bei der Produktion, dass Entwickler/Publisher lieber eine Nummer sicher gehen und das Spiel massentauglich machen.
    Viele Indiegame-Entwickler dagegen wissen genau, wo sie hinwollen und setzen es auch genau so um. Das kommt natürlich bei den Spielern, die solche Games kaufen, sehr gut an.

    Eine Frage dazu noch: Ab wann definiert man denn ein Spiel als AAA? Wo liegt hier die Grenze?

    NightHawk910 schrieb:

    Ich stimme den vorherigen Posts zu, gibt aber noch einen Punkt, den ich hier dazuzählen würde.

    Ein AAA-Titel kann heute keine Risiken mehr eingehen, die sind zum Teil so teuer bei der Produktion, dass Entwickler/Publisher lieber eine Nummer sicher gehen und das Spiel massentauglich machen.
    Viele Indiegame-Entwickler dagegen wissen genau, wo sie hinwollen und setzen es auch genau so um. Das kommt natürlich bei den Spielern, die solche Games kaufen, sehr gut an.

    Eine Frage dazu noch: Ab wann definiert man denn ein Spiel als AAA? Wo liegt hier die Grenze?

    A - Letter schrieb:

    ISt aber nicht nur mit den Spielen so. Das selbe kann man auch auf die Filmbranche beziehen. Ergo finde ich kaum noch einen guten Film, der nicht nur aufgrund Spezieleffekten und viel Krach profitiert. Wenn ich mir die alten Scince fiction Filme anschaue: Star wars, V - die ausserirdischen Besucher kommen, etc. Finde ich sie definitv sehenswerter, als das was heute produziert wird. Man versucht gezwungen soviel in etwas reinzupacken, ohne dass es dabei noch authentisch wirkt.

    Völlig richtig. Zum Glück gibt es noch das gute alte Printmedium, welches sich wacker hält.
    Aber sowohl in Filmen aus auch in Videospielen sind wir in einer Zeit angekommen, in der Narrative und Konzeption der Inszenierung weichen müssen.
    Ich bin ja der festen Überzeugung, dass es an einem Wechselspiel von aufwachsenden Generationen und den Medien selbst liegt. Heutige Dreizehnjährige wachsen mit Call of Duty: Ghosts und Prometheus auf. Aus meiner persönlichen und subjektiven Sichtweise beides Schmand an der Wand. Aber sie können ja nichts dafür. Das ist ihr Pokemon, ihr Tenchu, ihr Metal Gear und ihr Star Wars. Sie befinden sich bereits in einer Zeit des Bombasts und haben kaum Möglichkeiten etwas anderes kennenzulernen. Zeige ich einem Dreizehnjährigen Links Awakening, so kann ich mir vorstellen, wie ihn diese reizlose Darstellung "abturnt" :pinch:
    Aber es gibt genug Indiegames dort draußen, die ein ähnliches, episches und meisterhaftes Erlebnis bieten und weitaus besser aussehen, als dieser alte Gameboy Schinken.
    Doch weil die Bombastoiden unter den Medien durch ihre totale Präsenz stets universell gespielt und gehyped sind, besteht gar kein Grund, kein Anreiz etwas anderes kennzulernen.

    Daher bin ich der Meinung, die Industrie muss ihre Prioritäten mal wieder verlagen. Das Bombastzeitalter geht zuende (zumindest das vom reinen Bombast à la CoD) und der BOOm der Indieszene beweist das. Ein gutes Beispiel für den Spagat zwischen angemessenem Bombast (gute graphische darstellung und riesige Bosse) und einem besonnenen und fordernden Spielfluss ist Dark Souls. Warum also kein neues Splinter Cell mit hyperealistischer Graphik und einem Spielprinzip wie in Chaos Theory? Ich wette hiermit hätten wir einen fetten Marktabräumer.

    Oder ein neues Silent Hill auf dem aktuellen Stand der Technik und Möglichkeiten, aber mit der Mentalität der ersten zwei Teile? Angesichts des Erfolgs von Spielen wie Amnesia und Outlast kann ich mir nicht vorstellen, dass ein solches Spiel nur von einer eingeschworenen Fangemeinde gekauft würde. Und selbst wenn, es würde sich herumsprechen und zumindest mit der Zeit einen herheblichen Einfluss generien. Ungefähr so war es auch mit Demon Souls. Die Souls Spiele gehen heute noch gut weg, wohingegen Hitmans, Laras und generischer Soldat XY meist nur in den Releasequartalen wirklich Erfolge erzielen.

    [EDIT]: Oh Gott, ich wollte nicht euch alle zitieren 8|

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von HeadzFull ()

  • Vielleicht hats schon jemand geschrieben, ich hab jetzt nicht alles gelesen.

    Es ist ganz einfach so dass große Publisher feste Marken haben die eine sichere Einnahmequelle bieten. Warum sollten sie das riskieren? Nur um die Spieler zufrieden zu stellen? Sind ja immer noch Unternehmen. Die sind logischerweise auf den größtmöglichen Gewinn aus. Ich kann schon nachvollziehen warum Publisher nicht unmengen an Geld in wirklich neue und andere Ideen stecken. Das Risiko ist viel zu hoch dass es bei den Spielern schlecht ankommt. Indie Entwickler haben das Problem nicht. Die setzen nicht unmengen an Geld aufs Spiel und sehen in den meisten Fällen auch den Spaß und die Fortbildung in ihrem Projekt und ihrer neuen Idee. Wenn es schief geht dann können sie mit ihrem Leben ohne Probleme weiter machen. Aber was passiert wenn ein Publisher eine big budget Produktion mit neuen Ideen voll in den Sand setzt? Einmal ist das ja vielleicht noch verkraftbar, aber was passiert wenn so was 2,3 oder 4 mal schief geht. Ich würde als Publisher auch lieber auf sichere Einnahmequellen setzen.
  • tortelini66 schrieb:

    Vielleicht hats schon jemand geschrieben, ich hab jetzt nicht alles gelesen.

    Es ist ganz einfach so dass große Publisher feste Marken haben die eine sichere Einnahmequelle bieten. Warum sollten sie das riskieren? Nur um die Spieler zufrieden zu stellen? Sind ja immer noch Unternehmen. Die sind logischerweise auf den größtmöglichen Gewinn aus. Ich kann schon nachvollziehen warum Publisher nicht unmengen an Geld in wirklich neue und andere Ideen stecken. Das Risiko ist viel zu hoch dass es bei den Spielern schlecht ankommt. Indie Entwickler haben das Problem nicht. Die setzen nicht unmengen an Geld aufs Spiel und sehen in den meisten Fällen auch den Spaß und die Fortbildung in ihrem Projekt und ihrer neuen Idee. Wenn es schief geht dann können sie mit ihrem Leben ohne Probleme weiter machen. Aber was passiert wenn ein Publisher eine big budget Produktion mit neuen Ideen voll in den Sand setzt? Einmal ist das ja vielleicht noch verkraftbar, aber was passiert wenn so was 2,3 oder 4 mal schief geht. Ich würde als Publisher auch lieber auf sichere Einnahmequellen setzen.

    Gut, das mag für gut laufende Marken ja stimmen. Never change a running concept usw. Aber wieso man einen Reboot einer alten und fast toten Marke in den Einheitsbrei einreiht, ohne die Chance zu nutzen sich mit einem neuen (oder alten und ungenutzen) Konzept von der Masser abzuheben, erklärt sich so nicht.
    Außerdem würde ich gerne noch einmal auf einen Aspekt meiner ursprünglichen Frage zurückkommen: Wieso sind Indiegames oder kleiner Produzierte Spieler oft viel Spaßiger? Wenn da eine einfach erkennbare Formel dahinter steckt, so würden sich große Publisher und Entwicklerstudios doch sicherlich auch daran orientieren...
  • Wie schon geschrieben, "COD", "Assassins Creed", "Battlefield" usw. sind eine sichere Sache, das wird definitiv die Kosten wieder einspielen, auch wenn die Singleplayer-Kampagne bei letzterem in der aktuellen Form (ohne Updates) total für die Grütze ist (haufenweise echt miese Bugs, Scripting-Fehler, Textur- und Modeling-Bugs die ich alle bei einem AAA-Titel nicht erwarte), mal abgesehen davon das ohne die Grafik und den Multiplayer das Spiel 08/15 kost ist die nicht wirklich irgendwas bietet.

    Indie-Entwickler hingegen haben keinen großen Publisher im Rücken der sagt "Dies, Das und Jenes müsst ihr noch einbauen oder ändern, sonst gibts kein Geld", die können auch experimentieren und bringen eher selten Fortsetzungen sondern oft neue Konzepte die sich eben die großen aufgrund des Geldes nicht trauen. Zudem kostet kein Indie-Titel mehrere Millionen.

    GTA5 zB. ist ein großartiges Spiel, Story usw. echt Top aber mittlerweile wird die Serie auch irgendwie recht Innovationsarm... kaum neues wird ausprobiert (abgesehen vom Online-Part, der jedoch schon bei den vorherigen Teilen durch eine aktive Community hineingemodded wurde), es ist im Endeffekt immer das gleiche, man fährt von A nach B und liefert etwas ab oder bringt Person X um, eskortiert Person Y usw...

    Aber wie man sieht hat das Spiel in den ersten Wochen ein vielfaches des Geldes wieder eingespielt was es gekostet hat, das ist wohl einer der Hauptgründe wieso Publisher und AAA-Entwickler die Kuh melken bis es nicht mehr geht. Ein Fifa56 wird definitiv gekauft wenn man schon Teil 55 hatte, schließlich gibts die neuen Spieler nur mit dem neuen Spiel, das alte lässt sich nicht so einfach kostenlos Updaten.

    Neues IPhone? Kaufen, kann zwar kaum mehr als das alte, aber man muss ja mit der Zeit gehen... ;)
    ——YouTube————————————————————————————————————————————
    — Endlos-Projekte: Minecraft (SinglePlayer), Craft The World, Banished, Besiege, Sims4
    — ..Abgeschlossen: Leisure Suit Larry 6+7, Dishonored, Surface 2+3, Mirrors Edge, uvm
    — . Kurz- Projekte: The Tower, Fighting Is Magic, Euro Truck Simulator 2, uvm
    — ......Retro-Ecke: Day Of The Tentacle, Flight Of The Amazon Queen, NFS: HP2, uvm
    ————————————————————————————————————————————TbMzockt.de—
  • Ich unterstütze viel lieber kleinere Entwicklergruppen oder gar nur einzelne Entwickler, statt eine riesen Firma. Und ich empfinde Indiegames auch viel besser und vorallem mit viel mehr Liebe erstellt als diese Massenproduktion von Spielen großer Firmen.

    Denn Indieentwickler machen das Spiel nicht aus Geldgier, sondern weil sie es so wollen. Spiele wie Call of Duty werden massenfertig abgerichtet um damit größtmöglichst viel kohle zu scheffeln .. da spart man schonmal an einigen Enden ein, damit am ende noch mehr Gewinn rauskommt.
    Vielen Indieentwicklern ist der Profit komplett egal - was man auch in der Qualität des Spieles merkt.

    Triple A Titel haben schon lange ausgedient für mich - ab und zu kauf ich mir mal eins, dann muss die Werbung oder die Vorgeschichte aber schon richtig gut sein.
    Hab mir z.b. auch Tomb Raider Reboot gekauft - ich fand die 50€ warens wert.
  • Wie passend, habe erst am Freitag genau dazu ein Commentary hochgeladen. (Eigenwerbung, wuhu, schaut mal rein. ^^)

    Die "AAA-Titel" haben das Problem einfach zu unrecht gehyped zu werden und das obwohl es Spiele sind hinter denen Nichts steht: keine Liebe zum Produkt, kein wirklicher Inhalt und kein richtiges Gameplay. Dennoch werden gerade diese Spiele von den Spielern selbst immer in den Himmel gelobt. Ein "Beyond two Souls", dessen total abgedroschene, konstruierte Geschichte selbst von den Spielern als DAS SPIEL angesehen wird ohne auch nur in kleinster Form etwas zu bieten. Oder ein BF4, welches man ansich auf eine Stufe mit BF1942 stellen kann. Bei Shootern tut sich ja generell nichts, da geht es nur darum dass sich die Spieler im Multiplayer bei immer besserer Grafik den Kopf weg schießen. Auch GTA5 ist nichts Besonderes. Man nimmt das alte bekannte Gameplay, packt dieses in eine andere Umgebung mit besserer Grafik und dann hoffen wir darauf dass der Spieler so geblendet davon ist, dass ihm die Inovationslosigkeit beim Bullenschlachten nicht auffällt.

    Indie (und auch Retrogames) sind da anders. Klar war auch früher schon Komerz hinter den Produkten und auch Grafik war wichtig (sieht man heute nur nicht mehr ^^), dennoch haben die Spiele damals was geboten. Viele Spiele boten etwas Neues und eigentlich Jedes hatte zumindest ein Gameplay. ;)
    Die Indiespiele werden (meistens) noch mit Herz entwickelt, dennoch gibt es auch dort viel Mist. Aber wenn es mal ein Spiel schafft, dann vorallem weil es mit dem Inhalt überzeugen kann. Kein Indieentwickler kann mit der Top-Grafik aufwarten, bedeutet das Spiel kann nicht wie bei den AAA-Titeln mit Grafik blenden, sondern muss generell überzeugen. Schade ist nur, dass die heutige Spielerschaft sich viel zu leicht manipulieren lässt (ja, ich auch wenn ich schau was ich hier im Regal habe) und daher die AAAs sich locker verkaufen. :(

    In meinem Video dazu schwall ich mehr. (Eigenwerbung, wuhu ^^)
    Alte Spiele neu verfilmt:
    Let's Plays von 1991 - 2014, hier ist für Jeden was dabei.
  • Haaligaali schrieb:


    Ein "Beyond two Souls", dessen total abgedroschene, konstruierte Geschichte selbst von den Spielern als DAS SPIEL angesehen wird ohne auch nur in kleinster Form etwas zu bieten.

    Ich möchte eigentlich ganz gern Vermeiden dass es hier ausartet und wir uns vom Thema wegbewegen, aber ich würde doch ganz gerne wissen wollen in welcher Hinsicht du die Story abgedroschen findest in warum Beyond deiner Meinung nach nichts zu bieten hat. Ich sehe das nämlich komplett anders ^^. Also nur rein interessehalber.
  • Kommt darauf an auf was man steht.

    Bei Singleplayer Games mag deine Theorie vielleicht zustimmen aber bei Multiplayer Titeln auf keinen Fall.

    Ich spiele für mein Leben gern Multiplayer Shooter ala Battlefield, Planetside usw und da kommt kein Indie Game ran.

    Zumal Hitman Absolution ein sehr gutes Spiel ist, dat selbe gilt für Tomb Raider. Klar sind gewisse Titel von früher besser aber diese Phrase hört man doch sehr oft dat früher vieles besser war -.-

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  • tortelini66 schrieb:


    Ich möchte eigentlich ganz gern Vermeiden dass es hier ausartet und wir uns vom Thema wegbewegen, aber ich würde doch ganz gerne wissen wollen in welcher Hinsicht du die Story abgedroschen findest in warum Beyond deiner Meinung nach nichts zu bieten hat. Ich sehe das nämlich komplett anders ^^. Also nur rein interessehalber.

    Vorweg, die schauspielerische Leistung der Protagonisten stelle ich nicht in Frage und die Grafik lasse ich aussen vor, da auch diese mich begeistert. ^^
    Aber mal ernsthaft (wer das Spiel noch nicht kennt und es noch spielen möchte, bitte erst beim nächsten Zitat weiter lesen, da Spoiler):
    - Die Geschichte eines "begabten Wesens" das zu Forschungszwecken der Mutter entrissen wird ist so alt wie das Medium Buch
    - Die Geschichte das Nathan seine Familie "zurückholen" möchte kann man sich schon denken ehe man weis das diese überhaupt tot ist
    - Die "Lovestorry" zwischen Jodie und Ryan schwebt auf dem Niveau von Twilight
    - Die "Schamanengeister" sind sowas von konstruiert, man sieht direkt dass einfach das "wir brauchen mystische Indianer"-Klischee bedient werden musste
    - Das Jodie als Medium die Toten sprechen lassen kann ist ja toll, aber warum reicht ein einfaches "Hallo" bei dem Obdachlosen aus das er ihr glaubt?
    - Jodie ist einen Tag(?) bei den Obdachlosen und schon finden Alle den Weg zurück in ein geordetes Leben mit Haus und Beruf :whistling:
    - Das irgendein asiatischer Staat die selbe Technologie entwickelt war auch am dem ersten Kondensatorabschnitt klar, auch dass es eher Chinesen als Russen werden (ist in den letzten Jahren generell modern geworden)
    - Das Militär möchte die Existenzen ausnutzen...nächste Vorraussage, kann man auch nach den ersten 5min im Spiel feststellen
    - Der General (?) nimmt Jodie fest, wunderte das wirklich Jemanden?
    - Generell jeder Charakter muss irgendwann mal mal weinen, schließlich ist der Spieler zu doof zu begreifen dass gerade etwas schlimmes passiert ist (bestes Beispiel das Kind in Afrika, ungewollt komisch da schrecklich gestellt)
    So, mal als kurzer Ausschnitt warum ich die Storry schrecklich finde, gibt noch mehr Klischees die bedient werden und Handlungsabläufe die sofort als "Schwachsinn" ins Auge springen, aber egal. Ich kann mich auch bei schlechten Filmen notfalls damit abfinden, nicht Alles muss logisch sein usw (wobei Beyond two Souls hier etwas über die Stränge schlägt), aber bei einem Spiel das in Sachen Gameplay nichts zu bieten hat ist es eine Frechheit. Es besteht doch nur daraus 3,4 Knöpfe zu drücken und selbst wenn man in den Kampfszenen versagt geht es dennoch weiter. Dem Spieler wird jeglicher Einfluss nur vorgegaukelt, bzw ist der generell absurd, da durch die ganzen Zeitsprünge jegliche Entscheidung absurd wird...man weis ja schon wie es in 10 Jahren aussieht. ;)

    NoggxFPS schrieb:

    Kommt darauf an auf was man steht.

    Bei Singleplayer Games mag deine Theorie vielleicht zustimmen aber bei Multiplayer Titeln auf keinen Fall.

    Ich spiele für mein Leben gern Multiplayer Shooter ala Battlefield, Planetside usw und da kommt kein Indie Game ran.

    Ich wette es gibt Indiegames die vom Gameplay besser sind wie Battlefield usw. ;)
    Mit einem besser ausgearbeiteten Deckungssystem, mehr Waffen/Fahrzeugen, besserer Physik und zerstörbarer Gegend...doch sie haben keine Chance da das Shooter-Genre nur von der Grafik lebt und nicht vom Inhalt. Ebenso wie die MMOs...dort ist es nur der Sammelwahn der Spieler und nicht die Grafik. ;)
    Jedes Spiel "fängt" seine Spieler, entweder über Grafik (bspw. Shooter), Storry (bspw. "interaktive Filme"), Rarität (bspw. MMOs/RPGs) oder Druck (bspw. MMOs/BGs).
    Wenn man den Spielen das nimmt bleibt kaum etwas übrig.
    Der aktuellste Shooter ist ohne seine Grafik nicht mehr wie der erste Teil der Reihe, da gerade dieses Genre ohne Inovation auskommt, geht ja nur um den Multiplayer (gleiches bei FIFA usw).
    Der interaktive Film (siehe ersten Abschnitt des Posts) ist ohne seine Storry nichts weiter, als die Aufforderung im richtigen Moment die richtige Taste zu drücken...und wenn nicht...auch egal.
    Spiele wie WoW oder Diablo werden nach einem Mal durchspielen in der Ecke landen, wenn man nicht hundert Mal die Bosse hauen müsste um die guten Items zu bekommen.
    MMOs und Browsergames wäre nicht existent, würde nicht bei MMOs die Community einen hohen Druck aufbauen ("Mittwoch 18Uhr Raid, sonst fliegst du", "Wie du hast nur Itemlevel xyz?"), oder bei den BGs das Spiel selbst ("du must um 02:53Uhr online sein, sonst verschenkst du Rohstoffe", "denk dran die Truppen zu saven, nicht dass du um 04:22Uhr angegriffen wirst").
    Wenn man den Spielen diese "Alleinstellungsmerkmale" nimmt, bleibt nur ein leeres Gerüst über. Nimm einem Schachprogramm die "3D-Glasbrett-Animation" und du hast immer noch ein großartiges herausforderndes Spiel. Nimm BF4 die Grafik und Alle bekämen das Kotzen. ;)
    Indiegames bieten Inovation in Sachen Gameplay, bzw haben die Indieentwickler derzeit die wenigen Titel bei denen man überhaupt noch wirklich spielen muss, die AAAs kauen einem alles drei Mal vor und jegliche Herausforderung fehlt (im Multiplayer bestimmen die natürlich eher die Mitspieler). Klar gibt es auch bei den Indietiteln Mist, oft genug gesehen und es werden auch immer mehr werden. Aber man kann einer einzelnen Person, bzw einem Team von 5 Mann soetwas nachsehen, aber nicht einer riesigen Firma, die seit Jahrzehnten nichts anderes macht, massig Kohle verdient und einen riesigen Personalaufwand für aufgewärmten Müll betreibt.

    Ja, ich liebe die alten Spiele (sieht man an meinem Kanal), aber dennoch würde ich die Indie- und Retro-Spiele mal auf eine Stufe stellen. Es gab/gibt dort auch unglaublich viel Mist den man sich kaum vorstellen kann, aber halt auch viele Perlen die man erst entdecken muss. Die AAA-Titel haben derzeit keine Perlen, sondern werden einfach nur in den Himmel gelobt...die Lemminge (Spielerschaft) wird ihr Geld schon dafür ausgeben.
    Alte Spiele neu verfilmt:
    Let's Plays von 1991 - 2014, hier ist für Jeden was dabei.
  • Haaligaali schrieb:

    Die "AAA-Titel" haben das Problem einfach zu unrecht gehyped zu werden und das obwohl es Spiele sind hinter denen Nichts steht: keine Liebe zum Produkt, kein wirklicher Inhalt und kein richtiges Gameplay.

    Das stimmt doch null. Immer diese verallgemeinerungen. Skyrim zB ist genau das was wir wollten. Es ist quasi ein Spiel welches ein Reisbrett für alles ist. Ab Morrowind ging es in TES auch immer darum sich die Welt selber zu gestalten. Und das haben sie wieder getan. Skyrim ist AAA und macht genau das was wir wollten. Es ist Modbar bis zur Haarspitze.

    Es gibt noch mehr AAA Titel die gut sind, es gibt genauso viele Indietitel die Müll sind.

    Haaligaali schrieb:

    Nimm BF4 die Grafik und Alle bekämen das Kotzen.

    Das liegt aber an den Leuten. Und dieGrafik ist nocht so dolle. Weiterhin ist BF3 zumindest neben PS 2 eines der besten Shooter die ich gespielt habe. Gute Spielfluss ect pp. Es ist gut.

    Haaligaali schrieb:

    Indie (und auch Retrogames) sind da anders. Klar war auch früher schon Komerz hinter den Produkten und auch Grafik war wichtig (sieht man heute nur nicht mehr ^^), dennoch haben die Spiele damals was geboten. Viele Spiele boten etwas Neues und eigentlich Jedes hatte zumindest ein Gameplay.

    Die rosarote Retrobrille. Secret of Mana ist Hanebüchend. FF7 albern und Terranigma auch sehr merkwürdig. Gute SPiele aber das sind nur 3! Es gab mindestens genauso viel rotz wie es jetzt gibt.

    Kurze aussage: AAA ist nicht immer schlecht oder gut, indie ist nich immer schlecht oder gut.