Die Werte unserer "Interessengemeinschaft"

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  • Die Werte unserer "Interessengemeinschaft"

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    Hallo liebe Mitglieder dieser Community.

    Heute möchte ich einmal eine Diskussion starten, die mich stark beschäftigt. Betrachten wir uns Let's Player als Interessengemeinschaft, so frage ich mich doch immer wieder, ob es in dieser Gemeinschaft tatsächlich noch Werte gibt, oder besser noch: ob es sie jemals gab. Es ist genau diese Frage, die mich gar aus dieser Community trieb, bis mir die Neugier zu Kopf stieg und nun dieser Thread darauf folgt. Ich denke ich habe eine eigene Vorstellung davon, was das Erstellen von Let's Plays so großartig macht, doch scheine ich mit meiner Vorstellung geradezu alleine gelassen zu sein.

    Let's Plays, die macht ja fast jeder in diesem Forum oder hat - logischerweise - zumindest irgendwie damit zu tun. Die Frage ist vielmehr: Warum Let's Plays?
    Der Naive mag nun mit der Begründung - er strebe den Erfolg an - antworten. Doch der Großteil wird ein Motiv teilen, dass auch in meinen Augen den Kern begründet: Das Motiv des Wohlgefallens oder der Begeisterung für die Gaming-Szene.

    Doch stellt sich mir nun die Frage, ob dies bei einem Großteil nicht vielmehr Farce ist?
    Wir sehen tagtäglich Diskussionen, bei denen es um Probleme geht, die bei meinem Verständnis für Let's Plays nicht existent sein müssen.
    Doch worauf will ich eigentlich hinaus?

    Diese Szene erfuhr einen Wandel, der niemanden unbekannt ist, doch dessen Problematik auch niemals wirklich angesprochen wurde.
    Wenn heute ein Kanal erstellt wird, so reden wir über Marketing, Abonenntenzahlen oder andererer Faktoren die sich meinem Verständnis von Begeisterung über ein bestimmtes Thema entziehen.

    All dies entfremdet doch lediglich das Ursprungsmotiv. Das Motiv, das nun sogar durch wirtschafltiche Faktoren ersetzt wird.
    Natürlich ist es Yotubern wichtig eine Zielgruppe anzusprechen um letztlich auch an Publikum zu kommen - das ist ein realistischer Motivationsfaktor.
    Doch sieht man sich das ganze Gefüge an, so geht damit auch große Verantwortung einher.

    Wir haben mit Let's Plays eine neue Form von Kunst. Wir benutzen Bild und Ton, können also in alle möglichen Richtungen Einfluss ausüben. Dabei ist es egal wie groß nun dieser sein mag - Einfluss ist eine große Macht.

    Wollen wir den Leuten etwa zeigen, wie wir lediglich Erfolg anstreben, wo doch unser Grundmotiv ein derart Positives ist? Ist dies die Art von Einfluss die wir auf unsere Zuhörerschaft ausüben wollen?
    Nein, denn die Verantwortung - vorallem gegenüber der jüngeren Zuhörerschaft - verbietet uns dies im Generellen.

    Der Erfolg ist kein edles Motiv, vielmehr ist es ein nahezu zufälliger Faktor, dessen Cofaktoren man zwar beeinflussen, niemals aber kontrollieren kann. Weshalb also diese Diskussion?

    Bevor das geradezu exponentielle Wachstum dieser Gemeinschaft den hier angesprochenen Wandel vollführte denke ich, dass jenes Grundmotiv des Spaßes stärker verinnerlicht war, alls dies nun der Fall ist.
    Der Let's Player der Vergangenheit erstellte seine Werke - egal welche Strapazen er dafür auf sich nehmen musste - weil es seine Leidenschaft war. Er war nicht auf Erfolg aus und inspirierte seine Zuschauer mit eben jener Leidenschaft.

    Dies ging verloren und das ist mein Aufruf etwas daran zu ändern.

    Auch meine Leidenschaft gilt zweifelsohne meinem Kanal. Auch wenn es bisher nicht immer einfach war, weil ich viel mit meinem Privatleben vereinbaren muss - so handelte ich doch immer aufgrund meiner Leidenschaft zu dieser Kunstform. Ich lernte viel dazu und erfreute mich daran, wie ich sogar im Alltag meine neuen Erfahrungswerte durch Let's Plays geltend machen konnte. Mir fällt heute das Betonen einfacher, ich lernte viele neue Leute kennen mit denen ich gerne Zeit verbringe und habe mehr Spaß am Spielen weil ich weiß, dass sich Menschen für eine Tätigkeit interessieren die meist sozial weniger interaktiv ist - dem Spielen von Computerspielen.

    Ja, mich treibt defintiv das Motiv des Spaßes an weiterzumachen und ich hoffe, dass meine Zuschauer durch diesen Spaß nur positiv beeinflusst werden.


    So, nun ist es Zeit für eure Meinung. Denkt ihr, dass diese Gemeinschaft Werte hat, die es zu erhalten gibt?
    Was sind eure Motive für eure Let's Plays? Ich bin auch sämtliche Antworten gespannt.
  • Ich finde schon das du recht hast =)

    Man sollte Let's Plays oder auch andere Videos machen weil es einem Spaß macht und nicht des Erfolges wegen!
    Aber natürlich holt man sich Feedback von anderen, um sich weiter zu verbessern etc.

    Nur wenn dann kritisiert wird, das Thumbnails nicht so anspruchsvoll sind oder das die Sparte "Über uns" nicht sorgsam gepflegt ausgefüllt ist, dafür aber Video und Audio Quailität stimmt, wo ist dann das Problem?!

    Was mich persönlich etwas an der Community stört, ist folgendes :

    - Junge Let's Player die Minecraft machen (Minecraft kann nicht jedem Spaß machen oder?;))
    - Auch junge Let's Player, wo man sofort hört "Ey yo meine Spackos" oder ähnliches.

    Nur das diejenigen auch noch mehr Zuschauer haben als jemand der sich gesittet vor den PC setzt und Videos macht.

    Die Let's Player Community muss weg von Standarts finde ich, jeder sollte seine Videos und seinen Kanal so gestalten wie er es mag, Punkt!

    Ich finde es sehr gut das du dieses Thema angeschnitten hast :D
  • Werte in einer Interessensgemeinschaft.. Was genau sollen das für Werte sein? Kannst du mir da Beispiele für nennen?

    Ich mache Let's Plays, weil ich es einfach liebe. Ich mag es, Spiele aufzunehmen und einen Teil von dem zu zeigen, was ich mag und was mich fasziniert. Ich kann durch Youtube einen großen Teil meiner Interessen mit anderen Menschen teilen, somit oft auch andere Menschen kennen lernen und vor allem viel dazu lernen. Und ich muss sagen, es macht mich selbstsicherer, selbstbewusster und fördert größtenteils sogar meine Kreativität und meine Fähigkeit, aus mir herauszukommen. Ich bin schon immer ein eher zurückhaltender, ruhiger Mensch gewesen, sehr schüchtern gegenüber fremden Menschen und durch die LPs schaffe ich es immer mehr mit der Konfrontation mit fremden Menschen umzugehen. Auch versuche ich dadurch mit Stresssituationen umgehen zu können, wenn beispielsweise ein Bosskampf bevorsteht und ich kopflos umherrenne, gleichzeitig reagieren, nachdenken und reden soll. Oft gelingt es mir nämlich nicht, ordentliche Sätze oder Wörter auszusprechen, wenn ich nervös oder gestresst bin.

    Auch die Kanalpflege kann unheimlich Spaß machen und ich tobe mich gerne beim Banner, bei den Thumbnails oder anderen Dingen aus und will das auch immer verbessern. Ich bin schon immer sehr kreativ gewesen, aber auch sehr selbstkritisch, wenn ich etwas mache. Es wirkt in meinen Augen nie gut genug. ich finde Mäkel, Störungen und Dinge, die ich ausbessern will. Auf Youtube sehe ich das überall. Bei meinen Videos, bei meinem Banner, bei meinen Thumbnails... und es treibt mich weiter an, immer an mir zu arbeiten. Indem ich das zeige, was ich als unperfekt einstufe, zeige ich eine Seite, die sonst nur wenige Menschen zu Gesicht bekommen und erschaffe gleichzeitig einen Antrieb, weiterzumachen. Ich mach mir Gedanken und probiere aus, wie ich alles immer besser hin bekomme und wie ich gleichzeitig Persönlichkeit mit einbringe.

    Aus diesem Grund ist mir auch der Kontakt zur Community sehr wichtig. Damit meine ich vor allem meine kleine Youtube-Community, die aus den Menschen besteht, die immer wieder meine Videos gucken. Ich möchte schließlich mit ihnen spielen und auch darüber was erfahren, was sie mögen. Dazu möchte ich unterhalten, zum Nachdenken anregen oder aber auch nur zu kleinen Diskussionen sowie netten Gesprächen.

    Jeder freut sich darüber, wenn seine Abonnentenzahl wächst, wenn er viele Views bekommt und so weiter. Aber will ich damit Geld verdienen? Will ich Werbung schalten? Will ich das Ganze zu einem Zwang machen? Will ich dauernd die Verpflichtung haben, Content zu liefern, obwohl ich nicht mehr Lust drauf habe oder mir die Muse fehlt? Ich kann mir das für mich nicht so recht vorstellen. Ich verurteile niemanden, der das macht oder verlange, dass er damit aufhört. Schließlich muss man selber wissen, was man im Leben will und macht. Aber ich kann mir im Augenblick nichts in der Richtung Netzwerke, Partnerschaften, etc. vorstellen, denn Let's Plays sind für mich lediglich ein Hobby. Sowie z.B. Theater spielen. Will ich deshalb sofort berühmte Schauspielerin werden? Nein, weil ich zu große Angst habe, dass mir dann der Spaß an diesem Hobby vergeht. Wenn ich keine Lust habe, Videos zu schneiden, dann mach ich es nicht. Wenn ich keine Lust zum Aufnehmen habe, tue ich es nicht.

    So, das reicht denke ich. Liest sich vielleicht sehr konfus, das liegt aber an der Uhrzeit. Man möge mir verzeihen. Und es sei nochmals betont, dass das lediglich meine Sicht der Dinge ist.



  • Irgendwie hat mich der Einstiegspost eher verwirrt, als iwie gefördert.

    Zum einen würde ich nieeeeemals alle Let's Player zu einer "Interessengemeinschaft" befördern. Ich zweifel auch dran, dass es eine Gaming-Szene gibt! Zumindest fühle ich mich da zu kaum etwas angehörig.

    Und warum sollen Angehörige (irgend)einer Interessengemeinschaft irgendwelche besondere Werte beschätzen. Oder ist man dann auf der Strasse nicht der alten Oma behilflich, weil sie offensichtlich keine Gamerin ist?

    Ich wäre ja schon froh, wenn die Menschen die grundlegende Werte und Charaktereigenchaften sich zum Herzen nehmen: Hilfbereitschaft, Ehrlichkeit, Vertrauen, Treue,... . Aber das bleibt leider nur ein Traum.

    Und Let's Plays sind ein fortgeschrittenes Hobby eines Daddels. Nun sitzt derjenige nicht nur allein vorm Bildschirm, sondern quasi mit vielen! (Yeeeey). Dank unseren LP- Vorbildern wissen nun auch alle, dass man selbst mit leeren Birne berühmt werden kann. Dass man Kohle verdienen kann ohne den Fingern zu krümmen. Und mit 7-10 Folgen am Tag sind die Armen Kindern nur damit beschäftigt anderen beim Zoclen zuzuschauen. Deutschland, das Akademikerland, was wird bloß aus dir?
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    Ich grusel mir einen ab bei F.E.A.R. 1 [Blind+Facecam]
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    Naja man kann sehen wie man es will. Entweder haben wir einfach nur alle das selbe hobby oder wir sind eine "interessengemeinschaft", ob man sich da nun zugehörig fühlt oder nicht ist was anderes. Gibt in den weiten des Youtubelandes ja genug Leute die Let's Plays machen sich aber einen feuchten Kericht um andere Leute kümmert die ebenfalls Let's Plays machen. Naja, aber wie gut das Wort "interessengemeinschaft" jetzt gewählt ist, ist ja nicht sache dieser Disskussion.

    Zur eigentlich Disskussion möchte ich sagen, dass ich persönlich finde das es eine kombination aus "weil es mir spass macht" und "ich will erfolg haben" ist. Weil man einfach beides haben muss sonst macht es keinen Sinn. Es muss einem ja sicherlich schonmal spass machen let's plays zu machen, das ganze zu verarbeiten und hochzuladen ist geschmackssache ob einem das "spass" macht oder nicht, aber aufjedenfall muss man spass an der Grundidee haben. Zum Erfolg, naja natürlich macht man es auch wegen des Erfloges. Ich bezeichne jeden als Lügner der sagt, er macht let's plays nur für sich selbst. Wenn man es nur für sich selbst macht, warum macht man sich dann die mühe und läd es hoch? Jeder der Videos hochlädt, will eine feedback haben und im besten Falle Lob um sich selbst zu sagen das es keine Zeitverschwendung ist, das man gut in etwas ist. Die frage hier ist aber wie genau definiert man Erfolg? 10k Abos? Geld verdienen? 100 Regelmässige Zuschauer? Ich denke es liegt bei jedem persönlich was sein Ziel ist. Ein paar machens weil sie Geld machen wollen, ein paar machens weil sie einfach ihre Gamingerlebnisse mit anderen Teilen möchten.

    Ich beispielsweise mache es weil ich Videospiele einfach liebe und und meine Erlebnisse mit anderen Teilen möchte. Ich möchte anderen zeigen wieviel Spass man mit Games haben kann. Zusätzlich liebe ich es über Games zu reden, zu schreiben, zu lesen, ich liebe es sie zu sammlen, ich liebe die es von erfahrung anderer zu hören. Ich möchte ein Teil der Gamingcommunity sein. Ich nehme und ich gebe.

    Das traurige ist nur, wenn man sich mühe gibt und etwas erstellt und es dann einfach niemanden interessiert oder im schlechtesten Falle noch negativ beurteilt wird.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Xoneris ()

  • Ein interessanter Ansatz... mir ist auch schon aufgefallen, dass manche Leute nur über ihren eigenen Vorteil nachdenken in der LP-Szene...

    Meine Motive für LPs sind einfach: Ich möchte Leuten Spiele näherbringen, die ich selber mag und sie dazu bringen, diese auch mal auszuprobieren. Ich möchte außerdem zeigen, dass ich die Spiele weitestgehend ohne Hilfestellung löse (nur bei fiesen Sachen schaue ich nach, schwer versteckte Boni usw.). Es soll einfach unverfälscht sein. Hier, das ist ein Spiel, das ich mag und schau, ich spiel es ohne mir alle fünf Sekunden helfen zu lassen.
    Außerdem wollte ich die ganzen Sachen, die ich beim Spielen immer zu sagen habe, loswerde. Mein Mann war vorher immer mein einziger Zuhörer und der hat irgendwann aufgehört, auf mein Gelaber zu achten... dürfen halt die Handvoll Zuschauer mein Gelaber ertragen ^^

    Auf jeden Fall habe ich durch dieses Hobby schon Leute kennengelernt. Mit einem habe ich ein Together angefangen, von anderen Angebote erhalten, die ich aber wegen Zeitmangel verschieben bzw. ablehnen musste. Durch diese Anfragen wurde ich auch auf deren Kanäle aufmerksam und habe angefangen, dort reinzuschauen oder auch Skypenummern auszutauschen, um ein wenig abseits der LPs miteinander zu plaudern.
    Ich lese oft, dass Leute, die LPs machen, keine mehr anschauen... Das könnte ich mir nicht vorstellen! Ich finde es so toll, sie anzuschauen. Würden sie mir nicht gefallen, hätte ich selbst gar nicht damit angefangen! Ich sehe sie mir fleißig an und schreibe Kommentare. Dabei muss ich bemerken, dass große LPer zwar oft besser kommentieren und bessere Qualität abliefern, aber die Nähe zu den Zuschauern fehlt. Bei den kleineren kriegt man dafür aber Antworten, Angebote was zusammen zu machen und man weiß, dass sie sich richtig richtig über deinen View und dein Kommentar und deinen Like freuen.


    @ SeelenQual
    Ich kann dein Beispiel mit dem Theather gut verstehen... Ich gehe mit meinem Mann zum Tanzen, aber wir würden das nie professionell machen, also auf Auftritte gehen usw. Da müssten wir ja lernen, keine Fehler mehr zu machen!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MrsLittletall ()

  • Mir kommt der Startpost auch eher wie ein Zusammenwürfeln von unterschiedlichen Gedanken, die in etwas in die selbe Richtung gehen, vor. Aber die Grundfrage ist noch zu verstehen. Ich selbst habe keine Ahnung von der LP "Community", wenn es denn so eine gibt. Ich kenne praktisch nur 3 große LPer von denen ich 2 hinter mir gelassen habe und nur noch bei einem dieser 3 regelmäßig reinschaue. Hier in diesem Forum hingegen habe ich viel mehr Interesse daran bekommen auch andere LPer anzuschauen, um einfach deren Videos zu sehen und meistens Spaß dabei zu haben. Dabei ist mir oft aufgefallen, dass diejenigen, die sich oft und regelmäßig hier im Forum in irgendeiner Art und Weise austauschen, auch ähnliche Ansichten haben, was einen LPer und seine Videos aus macht. Natürlich nur im Ansatz, denn hier gibt es so extrem viele Eigenarten bei jedem LPer zu erkennen, dass man sich gar nicht satt sehen kann und immer neugieriger wird. Zumindest ist das bei mir so.

    Nun will ich aber genauer auf den Ansatz dieser Diskussion eingehen "Die Werte unserer "Interessengemeinschaft"". Zwei Begriffe muss man erst klären, bevor wir miteinander darüber diskutieren können. Was verstehen wir unter "Werte" und was verstehen wir unter einer "Interessengemeinschaft" und sind wir da überhaupt miteinander im Einklang bei dieser Bezeichnung?
    Fangen wir bei Letzterem an:

    Eine Interessengemeinschaft sollte im Idealfall eine Gemeinschaft sein, die das selbe Interesse verfolgt. Meistens sind solche Gemeinschaften jedoch aus jenen Interessen entstanden, aber du fragst hier teilweise auch nach den Interessen dieser Interessengemeinschaft, was dann schon wieder paradox wirkt, wobei ich mir einfach denke, dass du das fast schon mit den Werten gleich setzt - Zu den Werten später mehr.
    Gehen wir nach gängigen Definitionen von Gemeinschaft wären wir, das LPF eine Gruppe von Menschen, die sich freiwillig auf ein Wir-Gefühl einlässt. Da wir das aber nur aus einem bestimmten Interesse herausmachen, so kann man den Fakt, dass Gemeinschaften oftmals eine emotionalere Bindung haben nicht überbewerten. Sprich: Ein Interesse hat uns zueinander geführt und wir gingen freiwillig eine Art Beziehung miteinander ein, in der wir uns auch wirklich als "Wir" sehen. Wenn man sich etwas umschaut wird man wohl am ehesten sagen, dass dieses Interesse aus Let's Plays besteht. Warum wir wegen Let's Plays nun eine Gemeinschaft aufsuchen kann nur jeder für sich beantworten.
    Let's Plays lassen uns zu also einer Interessengemeinschaft werden.

    Nun kann man eigentlich davon ausgehen, dass jede Gemeinschaft auch Werte, Normen haben wird. Ja, wenn wir uns als Gemeinschaft sehen und auch eine sind, dann haben wir Normen, egal ob wir diese einsehen oder nicht. Und ob wir wirklich eine Gemeinschaft sind, kann man auf die Schnelle nicht klären und vor allem nicht effektiv-objektiv. Ich behaupte jetzt - Da bin ich mir zu 100% sicher - dass wir in diesem Forum mehrere Gemeinschaften haben. Aber gehen wir davon mal aus, dass wir wirklich eine große (Interessen-)Gemeinschaft bilden.
    In der Tat ist dann die Frage "Was sind unsere Werte?" schwer zu beantworten aber interessant zu beleuchten. Man kann sicher sagen, dass bei so vielen unterschiedlichen Personen es auch sehr viele unterschiedliche Vorstellungen gibt, was akzeptable Normen sind. Nehmen wir zum Beispiel diejenigen, die auf jeden Fall immer ein Intro oder Outro haben wollen und diejenigen, die sich dagegen wehren. Und dann gibt es noch eine kleinere Fraktion, die macht das hin und wieder. Können wir hier nun sagen, dass wir unterschiedliche Werte haben? Heißt das nicht auch, dass unsere Interessengemeinschaft an sich keine kristallisierbaren Werte hat? Sind wir dann noch eine Interessengemeinschaft? Dazu gleich mehr.

    Betrachten wir nun die gängigsten Vorstellungen zu Let's Plays im Forum merken wir, dass man diese Personen, die ähnliche Aussagen machen, fast schon zueinander Gruppieren kann. Erstaunlicherweise haben die Personen, die ich im Kopf habe, ähnliche Äußerungen gemacht und auch einen zueinander ähnlichen Stil was Verhalten im Forum und/oder im Let's Play betrifft. Nur aus diesem Grund würde ich diese Personen einander zuordnen. Ebenfalls würde ich mich selbst dann auch eher einer Gruppe zuordnen. Wenn nun noch zwischen diesen Personen untereinander und zu mir noch ein Austausch stattfinden würde, so könnte man uns fast schon wieder als Gemeinschaft betrachten, ohne dass wir das gleiche Interesse verfolgen - Was wir letztendlich durch Let's Plays tun. Um noch weiter zu verwirren möchte ich nun betrachten, warum wir unter diesen Umständen als Gemeinschaft betrachtet werden können, abseits der großen Interessengemeinschaft.
    Wir haben ähnliche Werte/Normen und betrachten Let's Plays ebenfalls ähnlich. Genauso haben wir einen ähnelnden Drang uns auszudrücken, wenn auch nicht auf die gleiche Weise. Es besteht einfach eine sofortige Symphatie zu dem Austausche, den die Personen in dieser Gemeinschaft betreiben. Mit einfachen Worten: Man mag sich. Genau aus diesem Grund würde ich sagen, dass zu 100% sehr viele kleine Gemeinschaften hier existieren, die die selben Werte teilen, während die Gemeinschaften zueinander mit ihren Normen abweichen können (wenn man es noch nicht gemerkt hat, bei mir heißt Werte=Normen).
    Und auch aus genau diesem Grund würde ich sagen, dass wir keine große Interessengemeinschaft sind. Aber warum, wenn wir doch das selbe Interesse - sprich Let's Plays - verfolgen? Aus einem einfachen Grund:

    Ich behaupte, dass wir unterschiedliche Arten von Let's Plays verstehen und deswegen auch ein unterschiedliches Interesse verfolgen, wenn wir über Let's Plays sprechen.

    Ich kann das ganze Forum nicht als eine Interessengemeinschaft sehen, da ich bei vielen nicht das selbe Interesse sehe, welches ich verfolge. Ebenfalls behaupte ich noch weiterhin aus den oben genannten Gründen, dass es im Fall Let's Plays es keine Interessengemeinschaft geben kann, die grobe Unterschiede in ihren Werten besitzt, anders wie in der Politik zum Beispiel. Dort ist es sehr wohl möglich. Um das nochmal in zwei Sätzen auszuführen und langsam zum Schluss zu kommen: Let's Plays machen an sich ist kein Interesse. Ob man unterhalten möchte, Geld verdienen möchte, Bekanntschaften machen möchte mit Let's Plays, das ist Interesse, aber sind keine Werte oder Normen.

    Ich finde deinen Ansatz gut, aber doch recht undurchdacht.



    Nun zum persönlichen Teil:
    Meine Normen sind hauptsächlich Spaß dabei haben und diesen auf das Publikum zu übertragen, damit diese ebenfalls Spaß haben und das auch, im Idealfall, mit mir teilen. Ich liebe es Menschen zum Lachen oder zum Lächeln zu bringen.
    Meine Interessen sind Unterhaltung damit zu betreiben, Bekanntschaften dadurch zu machen, auch etwas Anerkennung zu bekommen und in der utopischen Zukunft auch etwas Taschengeld zu verdienen, welches ich dann wohl dafür verwende, dass ich alle eben genannten Interessen weiterverfolgen kann.

    Gruß,
    RathZa

    P.S.: Wenn ich MrsLittletall's Beitrag nochmal betrachte, dann fällt mir das Wort LP-Szene auf. Würde man das Forum als LP-Szene betrachten, oder das Forum zu der "ganzen" LP-Szene hinzu betrachten, dann könnten wir behaupten, dass wir unterschiedliche Werte besitzen und einen Apell daran richten, dass doch alle eher deine Normen verfolgen sollten, statt ihre eigenen zu haben, die niemandem Schaden und die mich nicht interessieren. Aber auch hier wieder: Interesse =|= Werte.
    Wenn ich danach gehe, dann finde ich deinen (mit "du", "dein", usw. ist der Thread-Ersteller immernoch gemeint, wenn es jemandem entfallen ist) ersten Post relativ ... daneben und würde in guter alter Manier sagen: Wayne? Die schaden dir nicht, die haben keinen direkten Einfluss auf dich, also such dir welche mit ähnlichen Werten und ärger dich mit diesen zusammen über die anderen.

  • MrsLittletall schrieb:

    @ SeelenQual
    Ich kann dein Beispiel mit dem Theather gut verstehen... Ich gehe mit meinem Mann zum Tanzen, aber wir würden das nie professionell machen, also auf Auftritte gehen usw. Da müssten wir ja lernen, keine Fehler mehr zu machen!

    Genau und wenn man dann keine Fehler mehr hat oder sonstiges, da geht doch entweder der Spaß flöten oder der Ehrgeiz. Oder beides zusammen. Durch die Fehler lernt man und wirkt menschlich. Deswegen mag ich es übrigens auch, wenn in einem Let's Play Fehler passieren oder die Technik ein wenig rumspinnt. Man erkennt dann die Menschlichkeit in den Personen.

    RathZa schrieb:

    etrachten wir nun die gängigsten Vorstellungen zu Let's Plays im Forum merken wir, dass man diese Personen, die ähnliche Aussagen machen, fast schon zueinander Gruppieren kann. Erstaunlicherweise haben die Personen, die ich im Kopf habe, ähnliche Äußerungen gemacht und auch einen zueinander ähnlichen Stil was Verhalten im Forum und/oder im Let's Play betrifft. Nur aus diesem Grund würde ich diese Personen einander zuordnen. Ebenfalls würde ich mich selbst dann auch eher einer Gruppe zuordnen. Wenn nun noch zwischen diesen Personen untereinander und zu mir noch ein Austausch stattfinden würde, so könnte man uns fast schon wieder als Gemeinschaft betrachten, ohne dass wir das gleiche Interesse verfolgen - Was wir letztendlich durch Let's Plays tun.

    Das ist ein interessanter Gedankengang, dem ich zustimmen kann. Aber zum Rest... Kann man Intros/Outros, etc. wirklich als Normen bezeichnen? Mh, ich weiß nicht so recht. Für mich sind Normen Richtlinien für ein Verhalten. Dinge, die erwartet werden. Und die haben wir schließlich in diesem Forum durch die Boardregeln. Schließlich kann man hier folgende Definition benutzen, da es sich ja um eine Gemeinschaft handelt:
    Soziale Normen (Gesellschaftliche Normen, Soziale Skripte) sind konkrete Vorschriften, die das Sozialverhalten betreffen. Sie definieren mögliche Handlungsformen in einer sozialen Situation. Sie unterliegen immer dem sozialen Wandel, sind gesellschaftlich und kulturell bedingt und sind daher von Gesellschaft zu Gesellschaft verschieden. Normen sind (äußerliche) Erwartungen der Gesellschaft an das Verhalten von Individuen. Die Verbindlichkeit dieser Erwartungen variiert (siehe auch Tabu). Sie sind zu unterscheiden von (innerer) vernunftgemäßer Gewissensprüfung von Handlungen (siehe Moral, Ethik, kategorischer Imperativ).

    Die anderen Normdefinitionen würden hier weniger reinpassen.
    Da kann man diese Dinge schon eher mit Werten bezeichnen:
    Wertvorstellungen oder kurz Werte bezeichnen im allgemeinen Sprachgebrauch unter anderem als erstrebenswert, in sich wertvoll oder moralisch gut betrachtete Eigenschaften bzw. Qualitäten, die Objekten, Ideen, praktischen bzw. sittlichen Idealen, Sachverhalten, Handlungsmustern, Charaktereigenschaften und dergleichen beigelegt werden.

    Und damit wären wir wieder beim Gedankengang von RathZa, dass alle hier unterschiedliche Werte vertreten. Und dem stimme ich zu, schließlich macht jeder seine LPs anders, mag andere Spiele, andere Features... Jeder hat eine andere Persönlichkeit, die er in sein Hobby einbringt. Und ich finde, das sollte bleiben. Daran will ich nichts verändern.



  • Lokkregar schrieb:

    Die Let's Player Community muss weg von Standarts finde ich, jeder sollte seine Videos und seinen Kanal so gestalten wie er es mag, Punkt!

    Ergeben sich die Standarts denn nicht dadurch, dass viele Leute das gleiche mögen?

    RathZa schrieb:

    Ich behaupte, dass wir unterschiedliche Arten von Let's Plays verstehen und deswegen auch ein unterschiedliches Interesse verfolgen, wenn wir über Let's Plays sprechen.

    Genau so sehe ich das auch. Manche Menschen sehen in Let's Plays vor allem ein Comedy-Format, andere wollen wissen, ob ihnen ein Spiel gefallen könnte, wieder anderen geht es einzig um den Kommentator, und andere suchen nach Projekten, die sich stark mit der Trivia eines Spiels beschäftigen. Jeder hat also seine Vorstellung davon, wie ein LP aussehen sollte. Wichtig ist, diese Vorstellung nicht anderen aufdrücken zu wollen, und einfach die LPs zu genießen, die den eigenen Wunschvorstellungen entsprechen.
    It doesn't really matter if there is no hope
    As the madness of the system grows
  • Ich brauche nicht mehr viel zu sagen, da die anderen schon das geschrieben haben, was mir dazu auf der Seele lag.

    Für meinen Teil mache ich Let's Plays weil ich meine Begeisterung für bestimmte Spiele teilen möchte und freue mich, wenn es anderen gefällt.
    Leider muss ich momentan in meiner eigenen LP- Gruppe feststellen, dass der ein oder andere nur auf Abonnenten und Geld aus ist ... -.-

  • Xoneris schrieb:

    Zur eigentlich Disskussion möchte ich sagen, dass ich persönlich finde das es eine kombination aus "weil es mir spass macht" und "ich will erfolg haben" ist. Weil man einfach beides haben muss sonst macht es keinen Sinn.
    What if I told you, Erfolg kann auch Spaß machen.
    (@Mod: Der englische Teil ist ein stilistisches Mittel, welches durch Sarkasmus verdeutlichen soll, dass diese Erkenntnis eigentlich logisch sein sollte.)

    Solange man "Spaß" nicht spezifiziert, macht jeder alles Freiwillige, weil er Spaß dabei hat (oder als Folge daraus haben wird). Es kann durchaus auch Spaß machen, einfach nur zu wissen, was für geile Videos man produzieren kann. Das wäre dann Stolz.

    In diesem Sinne: Ich möchte niemandem vorschreiben, wie/wobei er Spaß zu haben hat, solange er meinen Spaß dabei nicht mindert.

    Offtopic

    Jaffar Anjuhal schrieb:

    Lokkregar schrieb:

    Die Let's Player Community muss weg von Standarts finde ich, jeder sollte seine Videos und seinen Kanal so gestalten wie er es mag, Punkt!

    Ergeben sich die Standarts denn nicht dadurch, dass viele Leute das gleiche mögen?
    Standarten* (Konnte ich mir wirklich nicht verkneifen, vor allem mit Gedenken an N's Korrektur vor einigen Tagen.)
  • Ich finde es im allgemeinen tragisch, dass so viele Leute sich extrem schnell ein Bild von anderen machen. Jeder vernünftig denkende Mensch der LPs macht, sollte dies eigentlich machen, weil er ein passionierter Gamer ist und weil er Spaß am Videoschnitt hat und weil er mit anderen Leuten in Kontakt treten möchte. So manch einer macht das wegen "schnellem Fame" und fällt auf die Nase, macht andere runter oder stempelt sie wegen ihrer Projektwahl ab.

    Zu oft muss ich lesen, dass Minecraft unglaublich verpönt zu sein scheint. Warum? Weil Gronkh damit angefangen hat. Hätte Gronkh nicht Minecraft gemacht, würden heute nicht so viele Leute Vorurteile gegenüber Minecraft-LPern haben. Jeder mit Minecraft auf dem Kanal wird abgestempelt als jemand, der das nur macht, um schnell Views abzustauben, anstatt einfach daran zu glauben, dass sie dieses Spiel lieben und es deshalb zeigen wollen. Als ob ich persönlich jetzt durch Minecraft besonders viele Zuschauer hätte oder als ob ich dadurch extrem wenige Zuschauer habe. Es gibt Leute, die das toll finden aber es als hoffnungslos abzustempeln, ist einfach engstirnig. Sogar Cube World wurde gleich wieder als ein Spiel eingeordnet, welches die Kiddies (ich hasse dieses Wort!) nur spielen, weil es wie Minecraft ist. Ist es aber nicht. Es hat eine aus Würfeln bestehende Welt. Das war es mit den Ähnlichkeiten.

    Wir kümmern uns in unserer Community meiner Meinung nach zu wenig umeinander. Anstatt uns gegenseitig teilweise richtig runterzumachen, sollten wir uns freuen, dass es so viele Leute gibt, die unsere Begeisterung teilen. Anstatt gegen große Kanäle Hass oder Neid zu schieben, sollten wir uns über gute Vorlagen freuen, an denen wir uns Inspiration holen können. Die ganze Let's Play-Community ist unglaublich negativ gestimmt und in Interaktion mit anderen LPern stößt mir das unglaublich sauer auf. Ein perfektes Beispiel dafür ist Sub4Sub. Hauptsache mehr, hauptsache viel. Wozu?

    All das was wir hier machen und was uns verbindet, sollte jedem von uns ein Lächeln auf das Gesicht zaubern, wenn wir uns wieder zur Aufnahme hinsetzen oder ein paar tolle Videos von anderen Künstlern angucken. Es gibt so vieles, worüber man sich freuen kann - warum gegeneinander antreten? Dieser Konkurrenzkampf ist wirklich unschön. Und ich könnte jetzt schlimmere Wörter dafür verwenden.

    Das ist also für mich praktisch der größte Wert von allen: Leben und leben lassen.
    Shure SM7b :love:


  • Betrachten
    wir nun die gängigsten Vorstellungen zu Let's Plays im Forum merken
    wir, dass man diese Personen, die ähnliche Aussagen machen, fast schon
    zueinander Gruppieren kann. Erstaunlicherweise haben die Personen, die
    ich im Kopf habe, ähnliche Äußerungen gemacht und auch einen zueinander
    ähnlichen Stil was Verhalten im Forum und/oder im Let's
    Play betrifft. Nur aus diesem Grund würde ich diese Personen
    einander zuordnen. Ebenfalls würde ich mich selbst dann auch eher einer
    Gruppe zuordnen. Wenn nun noch zwischen diesen Personen untereinander
    und zu mir noch ein Austausch stattfinden würde, so könnte man uns fast
    schon wieder als Gemeinschaft betrachten, ohne dass wir das gleiche
    Interesse verfolgen - Was wir letztendlich durch Let's Plays tun.

    Das
    ist ein interessanter Gedankengang, dem ich zustimmen kann. Aber zum
    Rest... Kann man Intros/Outros, etc. wirklich als Normen bezeichnen? Mh,
    ich weiß nicht so recht. Für mich sind Normen Richtlinien für ein
    Verhalten. Dinge, die erwartet werden. Und die haben wir schließlich in
    diesem Forum durch die Boardregeln. Schließlich kann man hier folgende
    Definition benutzen, da es sich ja um eine Gemeinschaft handelt:
    Soziale
    Normen (Gesellschaftliche Normen, Soziale Skripte) sind konkrete
    Vorschriften, die das Sozialverhalten betreffen. Sie definieren mögliche
    Handlungsformen in einer sozialen Situation. Sie unterliegen immer dem
    sozialen Wandel, sind gesellschaftlich und kulturell bedingt und sind
    daher von Gesellschaft zu Gesellschaft verschieden. Normen sind
    (äußerliche) Erwartungen der Gesellschaft an das Verhalten von
    Individuen. Die Verbindlichkeit dieser Erwartungen variiert (siehe auch
    Tabu). Sie sind zu unterscheiden von (innerer) vernunftgemäßer
    Gewissensprüfung von Handlungen (siehe Moral, Ethik, kategorischer
    Imperativ).

    Die anderen Normdefinitionen würden hier weniger reinpassen.
    Da kann man diese Dinge schon eher mit Werten bezeichnen:
    Wertvorstellungen
    oder kurz Werte bezeichnen im allgemeinen Sprachgebrauch unter anderem
    als erstrebenswert, in sich wertvoll oder moralisch gut betrachtete
    Eigenschaften bzw. Qualitäten, die Objekten, Ideen, praktischen bzw.
    sittlichen Idealen, Sachverhalten, Handlungsmustern,
    Charaktereigenschaften und dergleichen beigelegt werden.

    Und
    damit wären wir wieder beim Gedankengang von RathZa, dass alle hier
    unterschiedliche Werte vertreten. Und dem stimme ich zu, schließlich
    macht jeder seine LPs anders, mag andere Spiele, andere Features...
    Jeder hat eine andere Persönlichkeit, die er in sein Hobby einbringt.
    Und ich finde, das sollte bleiben. Daran will ich nichts verändern.
    Es kommt jetzt kleinkariert rüber, aber ich muss nochmal anfechten, dass du bestimmte Äußerungen meinerseits zu den Normen selbst nicht als solche wahr nimmst. Anfechten nicht wirklich, aber zumindest dir genauer erläutern, wie ich überhaupt dazu komme diese als Normen auch zu äußern. Und dazu möchte ich auf die Definition greifen, die du als erstes erwähnt hast:
    " [Normen] definieren mögliche Handlungsformen in einer sozialen Situation." und "Normen sind (äußerliche) Erwartungen der Gesellschaft an das Verhalten von Individuen." lassen mich wiederum neue Fragen aufwerfen. Was ist für ein Let's Player eine soziale Situation und desweiteren was definieren wir als Verhalten eines Let's Players, da wir ja als Norm definieren, dass wir an dieses Verhalten eine gewisse Erwartung legen.
    Eine soziale Situation als Let's Player wäre doch die interaktion mit den Leuten, für die das Let's Play bestimmt ist. Auch wenn wir auf das Forum schauen und uns die Normen, sprich Regeln, des Forums anschauen, würde ich da sagen, dass wir keine konkrete soziale Situation als Let's Player schaffen, sondern wieder stark abfallen in die Rolle eines Forum nutzers. Es ist ganz wichtig welche Rolle wir zu diesem Zeitpunkt einnehmen und das ist in diesem Fall nur zum Teil der Let's Player, der Gleichgesinnte sucht und/oder Werbung machen möchte. Aber die große Frage war, welche Werte wir als Interessengemeinschaft vertreten.
    Wenn ich nun nochmal betrachte, was ich als Interessengemeinschaft in unserem Fall sehe - Ein zusammenfinden von Leuten, die gleiche Werte bei den Let's Plays vertreten - dann darf man nicht die Forenregeln als Vergleich für Normen anführen, sondern muss betrachten, was alles ein Let's Play dieser Gemeinschaft ausmacht. Nun haben wir wieder eine Basis, mit der wir meine eigenen Fragen beantworten können:

    Soziale Situationen eines Let's Players auf Bezug der Let's Play Interessengemeinschaft sind Aktionen innerhalb eines Let's Play Videos. Was nun genau Aktionen sind und welche nicht, darüber liese sich ewig streiten, da muss jeder für sich ausmachen, was er als solches ansieht. Aber welche Erwartungen man an das Verhalten des Let's Players stellt, da kann ich noch einige Fragen auflegen:
    Wie startet der Let's Player sein Video, welche Erwartung habe ich dazu?
    Wie kommentiert der...
    Worauf legt der ... Wert?
    Spricht er flüssig, macht es Spaß zuzuhören, oder achte ich mehr auf das Spiel und lässt er das zu?

    Ich finde das sind sehr wohl Erwartungen an das Verhalten des Let's Players gestellt und dann kann ich auch behaupten, dass die Fragen nach Intro/Outro ebenfalls mit dazu gehört, als Inhalt einer Erwartung.

    Nun der große Bogen zurück: Nach der von dir genannten Definition würde ich nicht von meinen genannten Annahmen abweichen, aber kann sehen, dass wenn man die Betrachtung etwas verschiebt, man sich fragt, ob das selbst für einen auch so passt.


    Viel geschrieben, wegen so einer Kleinigkeit xD (4 mal editieren müssen, weil der das nach copy+paste auto formatiert hat xD)

    Gruß,
    RathZa

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von RathZa ()

  • Mir macht es Spaß zu spielen. Es macht sogar mehr Spaß, diese Spiele zu spielen und gleichzeitig dazu zu quatschen.
    Aber Lets Plays an sich mache ich eigentlich nur, weil ich Bestätigung haben möchte.
    Die Leute, die meine Videos schauen, kommentieren diese meist positiv und das steigert mein Selbstbewusstsein. Ich bin glücklich und stolz, wenn Leute Spaß an dem haben, was ich ihnen biete.
    Noch mehr freue ich mich, wenn unter meinen Videos über ein im Video angesprochenes Thema diskutiert wird.

    Ich mache LP's nicht um Geld zu verdienen, auch nicht, weil ich Menschen bestimmte Spiele unbedingt zeigen will. Ich mache LP's, weil ich Spaß dran habe und weil ich mich freue, wenn diese Zuschauer mich loben.
    Das klingt wohl jetzt ein wenig komisch, aber denke ich, dass jeder im Prinzip diese LP's zum großen Teil für sich macht. Sei es, um damit Geld zu verdienen oder wie in meinem Fall einfach Bestätigung zu bekommen.
    Deshalb habe ich gegen keine Form dieser Kunst etwas. Wenn jemand meint, er müsste den "größten Babo Azzlack des Todes" spielen, dann soll es so sein. Es gibt immer Menschen, denen das gefällt.

    Gruß, Sebo.
  • Nach dem Text bin ich erstmal geplättet.

    Übrigens den hast du gut geschrieben, da kann man nichts dran meckern.

    Außerdem gebe ich dir voll und ganz recht, LP's waren früher zur unterhaltung und man wollte die Leute vorallem gut unterhalte. Mitlerweile ist es in mittelmäßigkeit und noch schlimmerem untergegangen. Vorallem die Leute die keine ahnung haben und die die an das schnelle Geld glauben sind daran schuld den die liefern zumeist schlechte videos, die einem die lust auf lp's verderben können.

    Man sollte für sich selbst regeln auf stellen (für die aufnahmen) und sich über seine Ziele klar werden. Ales andere hat kinen zweck.
    "Wenn wir die Wahrheit sagen, dann sind wir schlecht, irgendwo zwischen hart und ungerecht."
    Wir Sind Keine Engel

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