Global verbunden - welche Probleme?

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  • Global verbunden - welche Probleme?

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    Guten Tag, ich habe gerade das Thema "Saving The Planet" (=Rette den Planeten) im Englisch Unterricht, dabei geht es um global issues (= globale Probleme) und wir haben auch die globale Verbundenheit (kann man das so nennen? "Globally connected world") als ein globales Problem gekennzeichnet. Gesagt dazu haben wir ziemlich wenig, weil dazu noch Präsentationen folgen werden.

    Wie seht ihr denn das? Ist es tatsächlich ein globales Problem, dass wir alle miteinander verbunden sind? Welche Probleme gibt es konkret? Welche Vorteile gibt es?

    All das sind so Fragen, die mir im Kopf ein bisschen herum schwirren. Und ich möchte mich jetzt eben schon darauf vorbereiten.
    Meine Erwartungen sind bisher so:
    - NSA
    - Fair Trade
    - Entwicklungsländer und entwickelte Länder
    - Social Networks

    Also ich denke mal, dass sowas dann in der Präsentation zu sehen/hören sein wird.
    Allerdings habe ich bisher nicht so viel Wissen über das was die oben genannten Erwartungen meinerseits angeht, vielleicht könnt ihr dazu ja noch was schreiben.

    Ich hoffe, hier entsteht eine angenehm ruhige Diskussion, denn es betrifft uns ja alle irgendwo ;).
  • Nunja, die Globalisierung bietet halt nicht nur Vorteile, aber sowas ist ja normal. Nehmen wir mal das aktuelle Beispiel mit Deutschland als Exportweltmeister, wo jetzt Länder wie die USA rumheulen wir müssen teurer werden und das Lohnniveau weiter anheben, da sie sonst keine Chance haben. ^^

    Oder man nimmt die Konflikte der letzten Jahre,
    Kriege wie jene gegen Afghanistan und dem Irak beruhren ja auch nur auf globale Verknüpfungen wo eine Nation viele andere in eine eher schlechte Situation drängt...wobei zumindest der Afghanistankonflikt für den globalen Zusammenhalt eine gewisse Notwendigkeit hatte, die Ausführung sei mal dahin gestellt.
    Terrorismus wird über die Globalisierung gefördert, man muss ja nur sehen wie verzweigt die Netzwerke arbeiten.
    Ebenso sind viele Länder dadurch auch anfällig geworden. Ein kleiner Hacker aus Fernost könnte mit genug Wissen das Stromnetz in Europa lahmlegen, Internet sei dank.

    Dazu käme ich noch auf die sozialen Netzwerke, ein unglaublich nerviges soziales Problem (nicht wegen G+ ^^), da richtige soziale Kontakte damit eher abgebaut statt gefördert werden usw...

    Aber ich glaub im Größen und ganzen ist die Globalisierung eher ein Vor- statt Nachteil.
    Alte Spiele neu verfilmt:
    Let's Plays von 1991 - 2014, hier ist für Jeden was dabei.
  • Entwicklungsländer ham dafür dann einfach die Arschkarte gezogen, die beutet man lieber aus, statt wirklich versuchen zu helfen, Produktionsstätten verlegen für Billigstarbeiter usw ist ja kein Hinderniss sein Zeug 5 mal quer über die Welt zu schippern
    Für Konsumenten aus reicheren Ländern aufjedenfall ein Vorteil, aber irgendwer muss halt immer drunter leiden.

    Also eig einfach nur ne Sache ob du das Privileg hast am richtigen Ende sitzen zu können.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von IAdmiralAwesomeI ()

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    Also erstmal vorwerg: In der heutigen Zeit solltest du, wenn du gute Noten haben möchtest, den Teufel tun und irgendwelche ausschweifenden und unangenehmen Themen in der Schule behandeln geschweige denn ansprechen. Auch auf den Gymnasien ist es heute normal, wie es eigentlich nur auf der Hauptschule sein sollte, dass die Schüler bei der Behandlung eines Themas außerhalb der wissenschaftlichen Fächer zu einer vorbestimmten, meißt idelogisch gefärbten, Erkenntnis gelangen sollen. Daher solltest du nicht im Internet nach Themen für deine Aufsätze oder Präsentationen suchen sondern dich an den Lehrplan halten. Was du selber denkst, solltest du in den meisten Fällen für dich behalten.

    Ich würde das in zwei wesentliche Cluster einteilen. Soziale und wirtschaftliche Globalisierung.

    Die soziale Globalisierung ist etwas absolut positives aus meiner Sicht, die durch das Internet ermöglicht wird. Kaum ein junger Mensch hat heute keinen Kontakt zu Menschen aus anderen Staaten. Sowas ist noch sehr jung und ist etwas wirklich positives. Das beschränkt sich allerdings hauptsächlich auf die westliche Welt. Wirtschaftlich getriebene internationale, soziale Globalisierung gibt es natürlich auch. Auslandsjahre in der Schule oder Auslandssemester im Studium sind auch etwas normales geworden. Der Austausch und die Vernetzung der jungen Menschen ist so groß wie nie. Was mich aber wundert ist, dass außer meist wirtschaftlichen Kontakten wenig übrig bleibt. Eine Form der politischen und gesellschaftlichen Vision junger Menschen ist für mich völlig abwesend. Das wundert mich zunehmend.

    Die wirtschaftliche Globalisierung hat wenige Gewinner und viele verlierer. Der Wettbewerb unter den Staaten hat enorm zugenommen, wessen sich viele Menschen in den Industrieländern gar nicht bewusst sind. Die lange Zeit ohne Kriege in den eigenen Regionen hat Spuren hinterlassen. Kaum einer ist sich bewusst, dass der wirtschaftliche Erfolg ähnlich hart umkämpft ist wie ein Stück Land. Die Folge davon sind bizarre Auswüchse wie, dass die völlig überschuldeten und wirtschaftlich brach liegenden Griechen Tomtaten aus Holland kaufen, anstatt sie selbst zu produzieren. Was für sie nur Vorteile hätte. Die Zusammenhänge die dazu führen sind etwas zu komplex um das hier mal eben zu behandeln. Ich bin ein Freund von freier Marktwirtschaft aber die Globalisierung und der übertriebene Export einiger Nationen führt zu massiven Ungleichgewichten. Nicht nur der jeweiligen Staaten untereinander sonder auch innerhalb der jeweiligen Bevölkerungen bezüglich des Einkommens.

    Es ist schwer abzusehen, ob die soziale Globaliserung die Gewinne weniger gegenüber den vielen Verlieren ausgleichen wird. So hat diese Welt schon immer funktioniert. Was mich daran zweifeln lässt ist der Umstand, dass die Völker in denen die globale Sozialisierung stattfindet, keine idealistischen Visionen haben und formulieren und angesichts der Population keine 100 Jahre mehr bestand haben werden.
  • Dankeschön dafür, dass sind auf jeden Fall schonmal einige Global Issues ^^.
    Gibt es zu den Hackern aus Fernost Quellen etc :D?
    Was sagt ihr zu Anonymous? Könnte man sowas auch erwarten? Ist sowas auch ein Global Issue oder eher ein Versuch diese Probleme zu lösen? Rein sachlich betrachtet natürlich.

    SarphierOne, was meinst du mit idealistischen Visionen?! Ein politisches System, welches mit der Globalisierung geht quasi? Also eine Art globale Politik, oder Regierung im Netzwerk etc?
  • Nicht zwingend. Früher hatte Musik z.B. eine wichtige Rolle in der Verständigung der Völker wenn man die Nachkriegszeit betrachtet. Da wurden einfache Botschaften transportiert denen sich viele angeschlossen haben. Sowas gibt es nicht mehr, obwohl die Leute heute kostenlos miteinander Reden können.

    Nein ich meine damit, dass es für junge Menschen eigentlich nur noch um darum geht den Status Quo zu halten und innerhalb des ihnen bekannten möglichst viel abzugreifen. Darauf wurde lange hingearbeitet und nun haben wir es. Oder kennt ihr eine Jugendbewegung der letzten 15 Jahre die den Anspruch hatte gesellschaftlich etwas zu verändern?

    Wenn nicht könnte man daraus schließen, dass wir die perfekte bzw. bestmögliche Gesellschaft bereits haben. Ist dem so?
  • IAdmiralAwesomeI schrieb:

    Entwicklungsländer ham dafür dann einfach die Arschkarte gezogen, die beutet man lieber aus, statt wirklich versuchen zu helfen, Produktionsstätten verlegen für Billigstarbeiter usw ist ja kein Hinderniss sein Zeug 5 mal quer über die Welt zu schippern
    Für Konsumenten aus reicheren Ländern aufjedenfall ein Vorteil, aber irgendwer muss halt immer drunter leiden.

    Also eig einfach nur ne Sache ob du das Privileg hast am richtigen Ende sitzen zu können.
    ^This.

    Sehe ich sehr ähnlich. Nur wird sich das bald (erstmal) ausgewirtschaftet haben, denke ich. Irgendwann "knallt" es (mal wieder) - Inflation, Bankenkrise, Schulden etc.
    Mal sehen, wie sich das entwickelt.

    Im Großen und Ganzen sehe ich aber viel Gutes in der Globalisierung. Sagt sich wsl. aber einfach nur leicht, als Westeuropäer... :l
  • Chu schrieb:

    IAdmiralAwesomeI schrieb:

    Entwicklungsländer ham dafür dann einfach die Arschkarte gezogen, die beutet man lieber aus, statt wirklich versuchen zu helfen, Produktionsstätten verlegen für Billigstarbeiter usw ist ja kein Hinderniss sein Zeug 5 mal quer über die Welt zu schippern
    Für Konsumenten aus reicheren Ländern aufjedenfall ein Vorteil, aber irgendwer muss halt immer drunter leiden.

    Also eig einfach nur ne Sache ob du das Privileg hast am richtigen Ende sitzen zu können.
    ^This.

    Sehe ich sehr ähnlich. Nur wird sich das bald (erstmal) ausgewirtschaftet haben, denke ich. Irgendwann "knallt" es (mal wieder) - Inflation, Bankenkrise, Schulden etc.
    Mal sehen, wie sich das entwickelt.

    Im Großen und Ganzen sehe ich aber viel Gutes in der Globalisierung. Sagt sich wsl. aber einfach nur leicht, als Westeuropäer... :l


    Also was daran jetzt der Nachtteil sein soll, hätte ich gerne mal erklärt. Wenn ihr wollt, dass diese sogenannten Entwicklungsländer auf unseren Lebensstandard kommen, dann müssen sie sich das entweder selbst erarbeiten oder etwas dafür anbieten. Mit dem selbst erarbeiten hat es nicht geklappt, also müssen sie etwas anbieten um ein Auto zu fahren und fließend Wasser zu haben. Den sie waren nicht selbst in der Lage sich dies zu ermöglichen.

    Die Alternative dazu ist eben sie da zu lassen mit dem was sie sich selbst erarbeiten können. Und das war in vielen fällen sehr weit weg von allem, was Elektrizität benötigt. Das klingt hart, nur so sieht es aus. Ihr würdet doch jemanden der in einer Bambusshütte der zwei halb verhungerte Ziegen hat und paar alte Blätter seine Kleidung nennt als armes Schwein bezeichnen.
  • Ich denke aber, dass die Entwicklungsländer zu großen Teilen gar nichts dafür konnten, dass Sie sich diesen Lebensstandard nicht erarbeiten konnten. Immerhin war seinerzeit Europa und deren Kolonialisierung ja berühmt berüchtigt. Nur wurden einige Länder mehr ausgebeutet als die andere und einige Länder waren natürlich auch willensstärker als die andere. Paradebeispiel ist hier sicherlich die USA.
  • Ich denke eher das die globale Verbundenheit ansich überhaupt kein Problem ist, sondern ein riesengroßer Vorteil.
    Kultureller Austausch. Austausch von Wissen/Informationen. Flexible Planungs und Kommunikationsmöglichkeiten, usw.

    Die Probleme entstehen erst durch Menschen die auch mit anderen Mitteln oder Methoden Probleme verursachen (würden, wenn sie könnten).
    Also Spionage, Hacking, Cybermobbing, Fehlinformationen und was weiß ich nicht alles. Das sind alles Probleme die mit dieser globalen Verbundenheit daher kommen, aber im Kern kein Problem der Verbundenheit sondern des Menschen sind.

    Die Frage ist, für mich, also viel eher:
    Wie löst man diese Probleme? Gibt diese globale Verbundenheit vielleicht sogar die Möglichkeiten dafür?
  • SarphierOne schrieb:

    Also was daran jetzt der Nachtteil sein soll, hätte ich gerne mal erklärt. Wenn ihr wollt, dass diese sogenannten Entwicklungsländer auf unseren Lebensstandard kommen, dann müssen sie sich das entweder selbst erarbeiten oder etwas dafür anbieten. Mit dem selbst erarbeiten hat es nicht geklappt, also müssen sie etwas anbieten um ein Auto zu fahren und fließend Wasser zu haben. Den sie waren nicht selbst in der Lage sich dies zu ermöglichen.

    Die Alternative dazu ist eben sie da zu lassen mit dem was sie sich selbst erarbeiten können. Und das war in vielen fällen sehr weit weg von allem, was Elektrizität benötigt. Das klingt hart, nur so sieht es aus. Ihr würdet doch jemanden der in einer Bambusshütte der zwei halb verhungerte Ziegen hat und paar alte Blätter seine Kleidung nennt als armes Schwein bezeichnen.
    Ja, das siehst du als Europäer so. "Konnten die hald nicht - Pech!" Sehr oberflächlich, imo.

    Sie hätten sehr wohl gekonnt, mussten sich aber Europa beugen, weil wir schlicht schneller waren - "Besser", wenn du so willst. Unser Lebensstandard funktioniert aber auch nur deshalb, weil "irgendwo" Jemand dafür den Kopf herhält. Zeig mir einen Deutschen der für 2 Cent die Stunde irgendwelche Shirts näht, nur damit du sie hier für 'n Appel und ein Ei kaufen kannst. Das funktioniert nur, wenn es einen gibt, der das macht. Und warum machen sie das? Weil sie keine Wahl haben. Und bitte sag mir jetzt nicht, dass sie doch einfach das Nähen und Teppich knüpfen sein lassen sollen und Konzerne aufmachen sollen - So einfach ist das nicht.

    Früher, als das "Wettrennen" noch ausgetragen wurde -denn heute ist es längst vorrüber!- hätte es vielleicht klappen können. Nur da konnten die heutigen armen Länder eben nicht mithalten und haben dann zum Großteil für große Konzerne gearbeitet statt mit ihnen, bzw. als Konkurrenz(-produkt). Und was dann passiert, ist offensichtlich und konnte auch nicht anders laufen. Sie wurden abhängig - Es ging nur noch darum, wer die Arbeit günstiger -für uns- macht.

    Das was du gesagt hast, SarphierOne, stimmt jetzt. Jetzt haben wir den Salat der armen Länder, jetzt können sie sich auch nichts mehr selbst erarbeiten - Zumindest nicht so einfach.


    Waren jetzt nur einpaar Gedanken dazu. Nicht böse nehmen. ^^

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Yumi ()