Bundeswehr - Was glaubt ihr wer wir sind?

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  • Bundeswehr - Was glaubt ihr wer wir sind?

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    Was glaubt ihr wer wir sind?

    DIE ZEIT vom 21.11.2013 / Politik
    Was glaubt ihr eigentlich, wer wir sind?
    Ich habe es satt. Immer wieder bin ich mit Beleidigungen, dummen Sprüchen und Diskriminierungen konfrontiert. Nicht weil ich halb schwarz, sondern weil ich Offizier bin. Das regt mich als Bürger auf. Ich kann nicht hinnehmen, dass Menschen, die sich dem Dienst an der Allgemeinheit verschrieben haben, dafür beschimpft werden.Gerade in diesem Moment muss ich mich wieder zurückhalten, keine schneidende Antwort auf eine dieser E-Mails zu verfassen: Ja, echt klasse, was ich für die Integration in Deutschland leiste, aber mit diesem "Verein", bitte, wolle man doch nichts zu tun haben. Ich bin ein Soldat. I ...



    Hallo LPF,
    Als ich heute morgen in der Zeitung "Die Zeit" einen Artikel eines Bundeswehroffiziers gelesen habe
    Spoiler anzeigen
    http://www.genios.de/presse-archiv/artikel/ZEIT/20131121/was-glaubt-ihr-eigentlich-wer-wir-s/64A7194FBDD09FFEBD6D383166ED5AD6.html
    , war ich doch sehr schockiert.
    Wer "Die Zeit" vom 21.11. selber zuhause hat oder kaufen möchte, der kann den Artikel ganz lesen, für alle anderen hier eine Zusammenfassung:
    Er berichtet davon, wie sehr die Bundeswehr von uns Deutschen verachtet wird, wie eine Gewerkschaft mit dem Name "GEW" einen Aachner Friendspreis bekommt, weil sie sich dafür eingesetzt hat, dass Soldaten keine Schulen mehr besuchen dürfen, um die Schüler über die Sicherheitspolitik aufzuklären. Er berichtet davon, dass unseren Soldaten größtenteils nur Verachtung wiederfährt und sie als rassistisch, faschistisch und kriegsverherrlichend dargestellt werden, was sie kommentarlos hinnehmen müssen.
    Er gesteht ein, dass die Armee in den Weltkriegen große Schuld auf sich geladen hat. Aber sie faschistische Armee von damals hat nichts mehr mit der heutigen Bundeswehr zu tun.

    Wir leben im hier und jetzt! Ich bin vielleicht erst 16 Jahre, aber ich war schockiert wie über unsere Bundeswehr gedacht wird.
    In den USA und GB wird die Army auf Händen getragen. Ihr Dienst wird hochgradig anerkannt und gewürdigt. Auch andere Länder respektieren ihre Armee! Nur wir Deutschen kommen anscheinend nicht damit klar, dass sich die Zeiten geändert haben!
    Warum sollten unsere Soldaten, ob schwarz oder weiß, ob Christ oder Muslim nicht genauso geachtet werden? Sie sind es die uns bei Überflutungen helfen, SIE sind es, die unsere Demokratie, unser Recht und unser Leben mit dem ihren verteidigen! Ganz sicher sind die konsequenzentragenden nicht die Abgeordneten, die den Aufbruch in den Krieg beschließen. Es sind unsere Soldaten, die sich für UNS und unser Wohl opfern. SIE sind es auch, die im Osten hilflose Kinder und Familien vor Radikalen Terroristen schützen, während bei uns darüber geschimpft wird, was unsere Soldaten denn immer noch dort zu suchen haben.
    SIE VERDIENEN UNSEREN RESPEKT!

    Soweit zu meiner Meinung!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Xomoda ()

  • Abend,
    über den Alltag bei der Bundeswehr kann ich zwar nichts persönliches sagen da ich es "damals" abgelehnt habe. Der Ruf der Bundeswehr würde nicht so schlecht da stehen wenn unsere Politik nicht so selten dämlich wäre...den warum wird den die Bundeswehr u.a als kriegsverherrlichend angesehen? weil unsere Politik die Jungs doch überall hinschickt wie n Sack Reis umfällt. Hat den einer die Bundeswehr in Afghanistan oder am Kundus oder in Syrien gebraucht? Nein! aber warum werden sie dort hingeschickt? Weil wir immer noch die bösen bösen Nazis sind und wir noch zum Sankt Nimmerleinstag was gut zu machen haben egal ob es überhaupt deutsche Interessen anspricht oder nicht da muss nur der heimliche verehrer unserer Angela der Barack nur einmal traurig guggn und Mutti wird aktiv...

    Diese Kriegseinsätze wollen viele Bürger nicht in der Politik steht nur die LINKE dazu und ja die NPD muss ja auch mit irgendwas werben aber im Ende steht die LINKE als einzige Partei da die dagegen sind..

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SachsenLetsPlayer () aus folgendem Grund: Rechtschreibung,Leerzeichen,Komma,Punkt & Sonstiges halt gelle

  • Eine Münze hat immer zwei Seiten. Kannmir auch vorstellen das die usa es sehr begrüßt gat, Deutschland auch in afg. Zu sehen.

    Und um jetzt mal vom schlimmsten auszugehen...bei einem weiteren weltkrieg die usa auf meiner/unseren aeite zu wissen, ist sicherlich nicht schlecht.

    Zum Thema allg finde ich schon das die Soldaten zu wenig Achtung bekommen.
    Bin persönlich aberso und so wieder für die wehrpflicht

    Sry bei fehlern, Handy getipptert
  • Also mich stört nicht die Bundeswehr, mich nervt nur der Pathos in USA/GB, anderen Ländern und wie von dir vertreten ziemlich. Wenn bei uns geschimpft wird, was irgendwelche Soldaten sonst wo zu suchen haben, ging das, soweit ich das verstanden habe, auch immer an die Politik. Wie du schon sagst, die Soldaten bestimmen ja nicht, wo sie eingesetzt werden.

    Respekt erhalten sie von mir genauso viel wie jeder andere Fremde, aber nicht mehr oder weniger, weil es Soldaten sind. Wär ja auch völliger Schwachsinn, zumindest meinen Respekt verdient man sich nicht mit einem Beruf.

    THC schrieb:

    In einer Toilette kann man auch situationsbedingt Kartoffeln kochen. Kann ja eine besonders geeignete, sterile Toilette sein.
  • NoggxFPS schrieb:

    Und um jetzt mal vom schlimmsten auszugehen...bei einem weiteren weltkrieg die usa auf meiner/unseren aeite zu wissen, ist sicherlich nicht schlecht.
    Schließlich haben wir ja auch Atomwaffen von denen im Land, da wärs nicht schlecht sie als Verbündete zu haben. :P

    Mir wär bisher nichts negatives aufgefallen, bin aber auch kein Soldat. Das Einzige das ich in letzter Zeit mitbekommen habe, ist das die Politik von sehr vielen Neonazis im Bund ausgeht, was ich aber eigentlich nicht glauben kann. Außerdem wird ja in unserem Land schon sehr gekürzt was die Bundeswehr angeht, ein paar Schiffe der Marine gehen zum Beispiel nächstes Jahr in "Rente" und nur 3 dieses Schiffstyps kommen nach, leider hab ich gerade nicht im Kopf welche.

  • Sie sind es die uns bei Überflutungen helfen, SIE sind es, die unsere Demokratie, unser Recht und unser Leben mit dem ihren verteidigen!


    Wennse helfen wollen, könnense auch zum THW oder Feuerwehr gehn.
    Mein Leben/Die Demokratie/Mein Recht seh ich auch nicht als sonderlich bedroht an. Höchstens von innen, aber dafür hab ich ja Polizei und Gericht.

    Die Bundeswehr ist nunmal ein Arm der Politik, wenn die Politik scheiße baut, steckt die BW halt mit drin. Entweder ich miez dann net rum und steh darüber, oder ich hab bei der BW sowieso nix verloren. Ist bei der Polizei ja auch net anderst.

    Ich seh kein Grund, warum ich Soldaten auf Händen tragen sollte, weils Soldaten sind. Die bekommen von mir sicherlich nicht mehr oder weniger Respekt als andere(zumindestens als Mensch, nicht als Offizier/Whatever).
    Wenns sichs Berufsgruppen verdient haben, Bonus-Respekt von mir zu kriegen dann wie schon erwähnt Feuerwehr und THW. Naja und vllt Krankenschwestern ^^
  • Auch andere Länder respektieren ihre Armee! Nur wir Deutschen kommen anscheinend nicht damit klar, dass sich die Zeiten geändert haben!


    ksta.de/archiv,16592382,12043482.html

    handelsblatt.com/panorama/aus-…d-tote/7847000.html#image

    Die größeren Sachen wurden ja schon im ersten Link genannt.

    Der "einfache" Soldat bzw. die meisten Soldaten werden wahrscheinlich nichts dafür können, aber das Image korrigiert sich entsprechend der Berichte. Was schätzt du, was ich für ne Ansicht habe, wenn ich lese, dass Soldaten mit einem Totenschädel rumspielen?

    Sie sind es die uns bei Überflutungen helfen, SIE sind es, die unsere Demokratie, unser Recht und unser Leben mit dem ihren verteidigen!


    Und das in einem Land in dem ich nicht lebe und mit dem ich nichts zu tun habe.

    Sie verdienen meinerseits genausoviel Respekt, wie jeder andere. Einen Bonus haben nur Krankenschwester, Altenpflege, THW und Feuerwehr.
  • Das Problem, dass ich dabei sehe ist das viele Leute die beim Bund sind (und die meisten die mir begegnet sind) geradezu schon krankhaft stolz auf ihren "Dienst an der Waffe" waren und auch wollten, dass man sie dafür gefälligts respektiert und wertschätzt. Das die Armee bei den Amis auf Händen getragen wird, ist bei deren überschäumenden Patriotismus aber auch klar.
    Dennoch ist für mich der Bund ein Zweischneidiges Schwert - denn momentan haben wir nunmal keinen Krieg mit dem wir etwas zu tun haben und doch werden unsere Jungs dahin geschickt. Das ist Entscheidung der Politik - aber die Leute, die jetzt zum Bund gehen wissen ja was auf sie zukommt und daher sind sie dahingehend mit verantwortlich, weil sie das ja auch noch unterstützen. Außerdem und das darf man nicht vergessen: Die Leute werden ausgebildet um andere Leute zu töten.

    Lassen wir das mal so stehen - deine Hauptaufgabe als Soldat ist war und wird immer sein - andere Soldaten zu töten.
    Wir haben momentan Gott sie dank keinen Krieg der sich gegen Deutschland wendet und wenn doch, ja dann brauchen wir natürlich Soldaten, da wir sonst absolut dem Erdboden gleich gemacht werden.
    Dummerweise ist es aber auch so, dass unsere Politik den Jungs eine echt undankbare Aufgabe gibt. Dies müssen sie nunmal ausbaden. Aber sie haben sich ja auch dafür entschieden, weil einen ja niemand zwingt zum Bund zu gehen.

    Desweiteren stören mich die momentanen Werbevideos vom Bund, welche diesen so darstellen, als wäre das Soldatenleben ein Abenteuerurlaub mit super Zukunftsaussicht und nicht etwa ein Job bei dem das eigene Leben gefährdet ist.

    Naja, lange Rede kurzer Sinn: Viele Soldaten hören nur noch auf Befehle, machen sich keine eigenen Gedanken, da ihnen das Denken abgenommen wird und folgen blind jedem der mehr Sterne hat als er selbst. Desweiteren sind sie dazu da um andere zu töten (Dammbau usw. übernimmt nämlich eig. die Feuerwehr und als das Hochwasser war, haben auch verdammt viele Zivilisten geholfen - da ist einfach jeder gefragt). Es mag ehrenhaft sein das Land zu verteidigen, aber momentan nimmt die Bundeswehr nur eine Alibistellung ein und dient an vielen Stellen nur als Proxyarmee der Amis.
  • Seid ihr Deutschen nicht diejenigen die generell alles schlecht sehn? =)

    gibt genug Punkte der deutschen Bundeswehr die für euch deutschen schlecht sind (zB Sonnencreme selbst produzieren kostet euch steuerzahler 20 Mille im Jahr) Würde man die einfach kaufen, müsstet ihr keine 20 Mille im Jahr zahlen...aber im groben und ganzen sollten wir alle..auch wir Österreicher froh sein, dass wir Soldaten haben bei Katastrophen.
  • Also ich würde mich schämen, wenn wir unsere Bundeswehr so fanatisch blind lieben wie der Großteil der Amerikaner.

    Mehr oder weniger Respekt erhält schonmal niemand aufgrund seines Berufstandes.
    Es gibt solche und solche wie überall. Die einen sind Arschlöcher und nutzen ihren, von ihnen als ach so tollen Status angesehenen, Status aus.
    In Deutschland wird die Bundeswehr wirklich eher kritisch betrachtet und in diversen Städten auch sehr missbilligt, was schon etwas übertrieben ist.
    Sowas beruht immer auf persönlichen Meinungen und meist passt sich so etwas dann dem mehrheitlichen Denken an...
  • Wieso wundert ihr euch da? Seid ihr etwa nicht alle bedingungslose Pazifisten die sogar Gewalt zur Selbstverteidigung ablehnen? Die jubeln bei Parolen wie "Nie wieder Deutschland" usw.? Für die auch Bullen eben nur Schweine sind?

    Was erwartet ihr eigentlich von einer Gesellschaft, die ihren höchsten Nationalfeiertag mit nem Tag auf der Couch feiert? Wo soll der Respekt und die Anerkennung für unsere Streitkräfte herkommen, wenn wir uns nicht mal bewusst sind, dass sie gerade Krieg führen?
    Fragt mal eure Eltern, Freunde oder Lehrer, ob Deutschland sich grad im Krieg befindet. Auf die Antwort wär ich mal gespannt. Die meisten denken doch, sie sind die kuscheligsten Menschen auf diesem Planeten und wenn ihnen einer was böses will dann reißen sie schnell die Hände hoch und die Situation löst sich in Wohlgefallen auf.

    Wir sind beteiligt an einem Angriffskrieg und das nicht erst seit gestern. Es ist auch nicht der erste der Bundeswehr. Darüber hinaus haben wir in Truppen in diversen Teilen der Welt stationiert und die sind da nicht zum Brunnenbauen. Da könnt ihr alle noch hundert mal schreien, Krieg ist doof und Soldaten sind Mörder und der ganze Käse. Es wird die Zeit kommen, da sind die Konflikte die die Bundeswehr heute austrägt nicht mehr so weit weg von euch. Die Amerikaner werden uns nicht ewig beschützen und selber kämpfen wollt ihr ja nicht. Aber das den Leuten zu erzählen bringt eh nichts. Die sind so voller Selbsthass und blinder Ideologie, da bleibt einem nur die Schadenfreude als letzter Trost wenn es mal alles vorbei sein sollte.
  • Als ich 2009 ein Beischeid bekam, wegen Wehrpflicht und Musterung hatte ich schon Angst. Zu der Zeit wollte ich nicht zum Bund aber zum Glück wurde ich vor der Musterung ausgemustert.
    Ich habe von anderen im Internet gehört, dass die alles gemacht haben um ausgemustert zu werden. z.B. Kiffen, Betrunken zur Musterung gehen, (Frauenklamotten anziehen) usw.
    Die Wehrpflicht ist sehr unbeliebt gewesen.

    Aber als ich den Ausmusterungsbrief bekam war mir schon komisch, mir kam es vor als würde ich Deutschland in "Stich lassen".

    Seit 2013 habe ich mich sehr sehr viel über die Bundeswehr Informiert. Ich wollte nach meinem Bachelor mich neumustern lassen und dorthin. Die haben doch schon sehr interessante sachen.
    Man verdient dort Brutto + Zuschlägen, bessere Krankenversicherung (privat war das glaubig), etc.
    Man kann dort auch Bachlor, Master und Promotion machen. Also man kann sich dort weiterbilden, um nach den verpflichtung nicht allein da zu stehen.

    Leider Bieten die kein Master im Softwareentwicklungsbereich an.

    Ich finde es aber echt krass wie viele Vorurteile es gibt. Vorallen, dass sich nach der Wehrpflicht vieles verbessert hat und ich finde schon, dass sie sich Mühe geben, mit Werbung usw.
    Sinkrate
  • Also ich sehe in der Bundeswehr definitiv kein missbrauchtes, indoktriniertes Mordinstrument, wie es die Wehrmacht war.
    Klar, auch bei der Bundeswehr gibt es eine gewisse Indoktrination, dass ist beim Militär quasi ein muss, aber im Vergleich zu den damaligen Faschos? Ein Witz.
    Ich persönlich war zwar nicht beim Bund, kenne aber gefühlt ein ganzes Regiment :D.
    Das sind/waren wirklich alles mögliche an Menschen, Nerds, Metaller, "Normalos", rechte, linke, politisch-neutrale, ach, was auch immer. Jeder hatte da seine eigenen Erfahrungen gemacht, seine eigene Art mit dem ganzen umzugehen.
    Auch weiß ich von genügend Leuten und auch Artikeln, Dokumentationen und anderen Quellen dass die Bundeswehr, wenn sie eingesetzt wird, nicht die direkt gleichen Vorgehensweisen nutzt, wie bspw. die USA die ich sehr, sehr kritisch sehe.
    Das Problem ist, die gute BRD steckt den USA so tief, naja ihr wisst schon wo, entsprechend dackelt die Bundeswehr treu doof hinterher und badet mit in der sozialen und politischen Misere die die USA bauen.

    Das einzige was mich an dem Artikel stört ist, dass er sich als Verteidiger Deutschlands sieht. Ich hätte es lieber, wenn ich in einem Land lebe in denen sich die Soldaten als Verteidiger der kompletten Menschheit sehen.
    Aber klar, dass ist die persönliche Ansicht von diesem Herren eben.
  • Genau, deutsche Soldaten sollten die Verteidiger der ganzen Menschheit sein :thumbsup: Gib mir mehr davon.

    Dir ist schon bewusst, dass der wesentlich größere Teil der Menscheit, also alles außerhalb der sogenannten westlichen Welt, überhaupt kein Interesse daran hat unseren Lebensstil zu pflegen und unsere gesellschaftlichen Werte zu leben? Darunter auch vielleicht, möööglicherweise das ein oder andere feindlich gesinnte Volk befindet was überhaupt nichts von Freiheit, Gleichheit und dem ganzen Sermon hält und das lieben gern von angesicht dieser Erde tilgen möchte? Die sollten wir unbedingt auch noch verteidigen. Waffen verkaufen wir ihnen ja schon. Warum nicht gleich Nägel mit Köpfen machen und uns selbst von der Bundeswehr vernichten lassen? Dann wären endlich alle glücklich.
  • *Augenroll*

    MAl abgesehen davon, dass man Dinge auch metaphorisch meinen kann (ich hätte es ja kenntlicher machen können....) Gibt es heutzutage selbstverständlich noch ganze Völkerheerscharen die genau Deutschland hassen, niederbrennen und plündern wollen. Beispielsweise die Hunnen die.....ach, scheiße, die gibts ja gar nicht mehr. ;P

    Als Verteidiger der gesamten Menschheit meinte ich eher, humane Interessen vertreten, im Zweifelsfall Menschenleben schützen statt die Interessen irgendwelcher Anzugträger durchzuführen und auf keinen Fall jemanden vorziehen, nur weil er die deutsche Staatsbürgerschaft hat.
    Im Grunde, wenn man jetzt mit einer mindestens halb-rosa Brille auf das ganze schaut, verteidigen die deutschen ja bereits afgahnische Bürger, die Menschen im Kosovo und wo die BW sonst noch hockt.
    Gerade die Länder die im Innern mehr oder weniger stabil sind (Auch wenns momentan [berechtigten] Unmut gibt, Deutschland ist im Innern stabil) und ein vernünftiges Militär auf die Beine stellen können, sind aus meiner Sicht verpflichtet, sich um andere zu kümmern. Das heißt nicht zwingend militärische Intervention oder den westlichen Lebensstil aufzwängen.
    Apropos Lebensstil.
    Viele Menschen, sicherlich auch in Völkern mit anderer Kultur, wollen in Wohlstand, Frieden und Freiheit leben. Der westliche Lebensstil verkörpert in der reinen Theorie das alles (Die Praxis sieht natürlich durchaus anders aus) und oft mangelt es eher an der Ausführung der westlichen Staaten dass die Menschen in Krisenregionen begreifen, dass ihr vorheriges politisches oder was auch immer System ein Krampf ist. Die USA setzen ehemalige Warlords in die Regierung Afghanistans und jeder wundert sich warum in dem Land immer noch kein Frieden herrscht? Iraker schreien auf offener Straße "Wir wollen keine Demokratie! Wir wollen unseren Herrscher selbst wählen!" Ähm, ok...... Es mangelt denke ich schlicht an vernünftiger Aufklärung und Einfühlungsvermögen vom Westen aus.

    Aus meiner Sicht sind die Zeiten längst vorbei in dem ein Land sich gegenüber seinen Nachbarn krampfhaft beweisen muss, ständig in der Gefahr schwebt das jemand zum Plündern vorbei kommt oder nationale Interessen Internationale übersteigen.
    Ich hoffe ich konnte das jetzt etwas klarer ausdrücken.
  • Höhö die Hunnen zwinker zwinker .. meine Güte.

    Klar, die Afghanen sind die friedlichsten Menschen der Welt und Frauen köpfen oder in Säure ertränken weil sie vergewaltigt wurden machen sie nur, weil sie zu wenig Bildung oder Aufklärung oder wie ihr das nennt haben um zu erkennen, dass wir die Supermenschen sind und sie zu leben haben wie wir.

    Übrigens auch die Saudis und so viele weitere, die gern auch mal bei uns Studiert haben. Moment, welche Bildung fehlt denen denn nun? Du meinst die selbstzerstörerische, selbsthassende Ideologie unserer Längengrade? Da muss ich dich leider enttäuschen, dass sehen die nicht als Stärke an und ist auch wenig übernehmenswert. Sry, aber da hilft auch kein Krieg um denen so einen Müll einzutrichtern, so dumm sind die nicht :(

    Es ist wirklich immer wieder erschreckend, wie wenig viele Leute über den Rest der Welt wissen und davon ausgehen, alle Welt wartet nur darauf so zu leben wie wir. Das ist so lol. Man muss wirklich feststellen, dass wir nicht zu Unrecht aussterben. Dieser lächerliche Größenwahn ist wirklich nicht mehr zu ertragen.

    Ich finds auch klasse, dass du meinst, die Zeiten sind lääääängt vorbei wo man überhaupt noch ne Armee braucht und sich zur Wehr setzen können muss. Wirklich, total supi. Leider stehst du damit recht allein dar auf dieser Erde. Soweit ich weiß ist jeder Kontinent dieser Erde in irgend einer Form in Kriegshandlungen verstrickt. Aber sowas gibts ja nicht mehr. Nur weil bei uns davon nichts ankommt, außer den Flüchtlingen aus den Kriegsgebieten. Es ist sogar soweit, dass ganze Staaten schon von marrodierenden Gruppen überfallen werden, die nicht mal eine organisierte, staatliche Armee sind. Siehe Syrien, Mali usw. usw. Schöne heile Welt. Du meinst also, die sind alle total zurückgeblieben und du und deine zwei pazifisten Freunde aus dem örtlichen Jusoverein sind die spitze der Schöpfung? Haha. Diese Dumpfbackigkeit wird aussterben und dafür ist nicht mal ein Krieg nötig. Denn ihr wollt ja nicht mal ums eigene Überleben kämpfen, so überlegen seid ihr 8o

    Mir wäre auch wirklich neu, dass es sowas wie internationale Interessen gibt, die dann auch noch die Nationalen übersteigen. Könntest du mich mal bitte erleuchten und mir von diesen internationalen Interessen berichten, die alle Staaten mittragen? Man muss ich bescheuert sein, dass ich davon noch nie was gehört habe :S

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von SarphierOne ()

  • Offensichtlich habe ich meine Meinung nicht klar genug machen können.

    Du glaubst nicht ernsthaft, dass alle Afghanen dieses ihnen von Fanatikern aufgezwungene System, in dem diese grausamen Verbrechen, pardon, Strafen begangen werden, befürworten oder gar gut finden? Dass heißt natürlich nicht automatisch dass sie unser System, unsere Wertevorstellungen lieber haben wollten, zumindest nicht in genau dieser Form. Fakt ist einfach, dass freiheitliche, humane Wertevorstellung zuerst in Europa da waren. (Aufklärung, Humanismus, Emanzipation[Der Grundgedanke, das erste Land mit Frauenwahlrecht war wohl Neuseeland, wobei das kulturell ja europäisch ist], nur ein paar Beispiele) Natürlich gab es solche Vorstellungen auch woanders schon, aber nicht so geballt und nicht mit so einem großen Zuspruch. Ironischerweise haben diese Vorstellungen in Europa solch einen Zuspruch gefunden und gleichzeitig haben (und tun es immernoch) die Europäischen Mächte diese Grundsätze sehr missachtet.

    Auch die Saudis die du ansprichst, nehmen eher das mit, was in unserer Gesellschaft als Erfolgsmittel verehrt wird mit. Egoismus, Ellenbogengesellschaft, Narzissmus, Arroganz, Rücksichtslosigkeit, Effizienz ist das wichtigste. Selbsthass erkenne ich in unserer Gesellschaft nur da, wo sich Leute kaputt arbeiten, weil sie glauben dass sie dazu verpflichtet sind, oder dass es sie zu besseren Menschen macht. Was meinst du denn für einen Selbsthass? Wenn du das näher erläutern könntest?
    Die guten Ideologien, die ich oben schon genannt habe, nehmen sie leider nicht mit. Weil auch der Westen diese Dinge als "gutmenschentum" oder ähnliche Spinenreien abtut. (Tut dennoch kein Abbruch daran, dass diese Ideen hier den größten Zuspruch finden und mehr oder weniger ihren Ursprung hier haben)

    Ich habe mit meiner Aussage nicht ausdrücken wollen, dass man heutzutage kein Militär mehr braucht. Versuchs anders zu interpretieren, wenn du es nicht schaffst, erklär ichs gerne noch mal anders.^^

    Der letzte Absatz klingt stark sarkastisch/ironisch. Ich frag dich einfach mal naiv, möchtest du das wirklich erläutert haben und wolltest du mich damit als Captain Obvious hinstellen? :)
  • Also erstmal interpretiere ich nichts sondern nehme das so auf was du geschrieben hast.

    Ich glaube tatsächlich nicht, dass alle Afghanen, Pakistaner, Saudis, Tunesier, Ägypter, Somalier, Iraner, Iraker, Libanesen, Lybier, usw usw. das uneingeschrenkt gut finden. Allerdings sehe ich nicht den geringsten Hinweis darauf, dass sich dabei auch nur annähernd um Mehrheiten handeln würde. Nicht einmal in der Türkei. Da wird zwar (noch) nicht gesteinigt aber sie sind auf dem besten Wege dorthin und die Partei mit dieser Richtung hat die deutliche Mehrheit. Soviel mal dazu. Du kannst natürlich gerne den Mehrheiten in diesen Ländern deine Vorstellung von einer perfekten Welt aufzwingen, dafür bräuchtest du allerdings wieder Militär, nur irgendwas stimmt dann ja nicht mit deiner Ideologie.

    Was du da von den Saudis redest ist mir auch ein Rätsel. Effizienz und Arraber ist schon mal ein Gegensatz, den Rest den du da aufzählst gibt es in islamisch besonders wahabitisch geprägten Gesellschaften noch und nöcher. Das als Kopie von uns zu bezeichnen ist absolut hanebüchen.

    Mit Selbsthass beschreibe ich den krampfhaften Drang, alles nationale zu negieren, lächerlich zu machen und konsequent abzulehnen und alles Äußere irrational zu erhöhen. Die totale Aufgabe der Selbstverteidigung, der Erhaltung und der Wertschätzung der eigenen nationalen Identitäten bei gleichzeitigem irrationalen Pochen auf die Erhaltung der Wurzeln und Kultur allem Fremden. Das kann ich mir nicht anders erklären als mit Selbsthass.

    Nein, es war mein absoluter Ernst. Von welchen internationalen Interessen sprichst du, denen sich alle Staaten auf diesem Planeten verpflichtet fühlen? Es sind mir wirklich keine bekannt.