Der Papst ist ein linker Spinner!

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  • Der Papst ist ein linker Spinner!

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    Grüß Dich,

    Papst Franziskus hat sein erstes apostolischen Schreiben, Evangelii Gaudium, veröffentlicht. Die der Link.

    Das ganze ist sehr kapitalismuskritisch und ich habe ein paar Zitate aus dem Schreiben.

    Ebenso wie das Gebot „du sollst nicht töten“ eine deutliche Grenze setzt, um den Wert des menschlichen Lebens zu sichern, müssen wir heute ein „Nein zu einer Wirtschaft der Ausschließung und der Disparität der Einkommen“ sagen. Diese Wirtschaft tötet. Es ist unglaublich, dass es kein Aufsehen erregt, wenn ein alter Mann, der gezwungen ist, auf der Straße zu leben, erfriert, während eine Baisse um zwei Punkte in der Börse Schlagzeilen macht.


    Heute spielt sich alles nach den Kriterien der Konkurrenzfähigkeit und nach dem Gesetz des Stärkeren ab, wo der Mächtigere den Schwächeren zunichte macht. Als Folge dieser Situation sehen sich große Massen der Bevölkerung ausgeschlossen und an den Rand gedrängt: ohne Arbeit, ohne Aussichten, ohne Ausweg. Der Mensch an sich wird wie ein Konsumgut betrachtet, das man gebrauchen und dann wegwerfen kann. Wir haben die „Wegwerfkultur“ eingeführt, die sogar gefördert wird.


    Während die Einkommen einiger weniger exponentiell steigen, sind die der Mehrheit immer weiter entfernt vom Wohlstand dieser glücklichen Minderheit. Dieses Ungleichgewicht geht auf Ideologien zurück, die die absolute Autonomie der Märkte und die Finanzspekulation verteidigen.


    Erste Frage: Was hälst Du davon? Ist es gut, dass der Papst die katholische Kirche weiter nach links ausrichten will? Und wird das funktionieren?

    Zweite Frage: Ist das der Rettungswurf der katholischen Kirche? Eine Überlebensstategie?
    Mit Themen wie Sex, Verhütung, Abtreibung, Homoehe verliert die katholische Kirche vor allem junge Menschen wie uns. Da ist eine Mehrheit von uns schon längst (aus gutem Grund) anderer Meinung. Im Gegensatz dazu haben wir europäische Länder mit 30, 40 oder auch 50 Prozent Jugendarbeitslosigkeit. Viele junge Menschen, die sich vom wirtschaftlichen System verlassen und ausgegrenzt fühlen.

    Ich persönlich bin zum ersten Mal gespannt darauf und interssiert daran, was der Vatikan sagt. ;)
  • Brakhet schrieb:

    Erste Frage: Was hälst Du davon? Ist es gut, dass der Papst die katholische Kirche weiter nach links ausrichten will? Und wird das funktionieren?


    Es ist keine Linksausrichtung, sondern stetes befolgen des neuen Testaments. Jesus war in dem Sinne "linksextrem". Aber dann sollte sich auch die Kirche, die auf eben diesem Mann bzw. Geschichten über diesen Mann - den es so und mit diesen Taten möglicherweise nicht einmal gegeben hat - baut. Anders gesagt: Die kath. Kirche war die letzten 1500 Jahre eher ein bürokratisches Etwas und keine neutestamentliche Einrichtung. Ich hoffe, das ändert sich. Geld und Macht hat Franziskus genug, um der Worte Taten folgen zu lassen. Aber er möchte die Veränderung von innen, intrinsisch motiviert erzeugen. Und das klappt nicht von heute auf morgen. Das wird noch einige Päpste dauern. Hoffentlich sind diese auch seiner Ansicht.
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    KubilayLP schrieb:

    Habe mit dem Papst oder dem Christentum direkt nichts zu tun, aber ich finde diese Ansätze (Ansätze!) einer Kapitalismuskritik und einer allgemeinen Kritik der heutigen Gesellschaftsform sehr angebracht und denke, dass dies der Kirche durchaus guttun könnte.

    Ich denke ähnlich. Ich arbeite seit fast 6 Jahren (inklusive 3 J. Ausbildung) - auf dem Papier - in einem Familienunternehmen der 5ten Generation, allerdings handelt es sich um eine ganz klassische Aktiengesellschaft, da gehts ausschließlich um die Kohle und wenn es mal auf dem Dach brennt dürfen unsere Leiharbeiter (welche noch nicht mal im Ansatz an die 1000 Euro dran kommen und auch zu keiner Weihnachtsfeier eingeladen werden, obwohl einige schon seit 10/15 Jahren+ bei uns beschäftigt sind!) auch noch weiter arbeiten laut der Aussage unseres Betriebsleiters zu meinem Abteilungsleiter, als unsere Photovoltaikanlage gebrannt hat im Frühsommer. Vielleicht gibts da noch andere Firmen hier in Deutschland, aber davon wird man wahrscheinlich immer weniger zu sehen bekommen.

    Ich finde es daher schon richtig, bei all dem was ich in meinem bisherigen Berufleben in dieser Firma erlebt habe, das wir in Deutschland und allgemein auf der Welt halt mal die Menschen mehr in den "wertvollen Fokus" rücken sollten, anstatt wie oben schon geschrieben nur als Verbrauchsgut zu betrachten. Erinnert mich so ein klein wenig an The Matrix wo Menschen nur plumpe Batterien sind, die weg geschmissen werden sobald diese leer sind...nur das wir Menschen uns das ganze selbst an tun. In diesem Sinne mach ich mich mal auf den Weg zu meinem Arbeitsplatz frohes schaffen an alle weiteren Schichtarbeiter und schönen Tag euch allen... :thumbsup:

    MfG

    Van

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von VanTheDragonslayer ()

  • An sich finde ich gibt Papst Franziskus einen angenehmen neuen Wind mit in die katholische Kirche. Überholte Anschauungen werden zur Seite gelegt und sinnvolle Verbesserungen durchgeführt. Aber was ich jetzt davon halten soll, dass mehrere tausend Jahre alte Missstände in der Wirtschaft aufgegriffen werden, da möchte ich mir ehrlich gesagt nicht so den Kopf drum machen. Ich bin der Meinung, dass seit je her es schon ähnliche Probleme, wenn nicht sogar identische Probleme gibt und diese nur dank der Mediengesellschaft nun so offen da liegen. Es ist für die Kirche gut durch den Paps Stellung zu beziehen, aber dann sollten auch taten Folgen. Ich bin gespannt, ob unser aktive Veränderung suchender Papst Franziskus auch etwas in dieser Richtung unternimmt. Mit dem Geld von der Residenz vom Tebartz van Elst hätte man ja ne Kleinstadt ein paar Jährchen anstellen und ein angenehmes Gehalt versichern können. Dabei schienen das ja auch Peanuts für die Kirche zu sein.

    Fazit für mich ist: Abwarten, was die zu einem schon lang bekannten Problem weiterhin sagen oder machen. Denn auch wenn der Papst die führende Person der Kirche ist, so bringt es nichts, wenn der Rest nicht nach zieht.
    Beispiel Pferdekostüm: Der Kopf will nach links, die Beine interessieren sich nicht dafür.

  • An sich begrüße ich diesen Rutsch nach Links, momentan wird ja immer deutlicher, dass der Kapitalismus (Zumindest in der derzeitigen Form) die Menschheit in verschiedenster Art und Weise zu Grunde richtet.
    Dass dieser Linksruck gerade von der Kirche kommt überrascht mich schon sehr deutlich, wäre einer der wenigen Punkte, in denen ich mit dem Vatikan übereinstimme, ich hoffe nur dass diesen Worten auch Taten folgen und die Kirche ihre Anhänger ebenfalls zu einem Linksruck, zumindest im wirtschaftlichen Sinne, überreden kann.
    Allerdings glaube ich auch, dass das einfach totaler Populismus ist, die kath. Kirche verliert viele Anhänger, hat Ansehensprobleme. Da ist es verständlich dass die Kirche eine Position bezieht in diesen Zeiten, in denen die Gesellschaft immer kapitalismusfeindlicher wird, eine Position die weiter links steht und solidarisch zum Volke hält.
    Nunja, man darf gespannt sein.
  • Wen juckt es, was der Papst von sich gibt. Das ist für niemanden bindend geschweige denn erfreut sich die Kirche wachsendem Einfluss. Ganz im Gegenteil. Und von den 30% Katholiken auf dem Papier in z.B. Deutschland werden sich vielleicht die Hälfte also 15% der Bevölkerung etwas daraus machen. Ob sie dem dann auch folge leisten steht nochmal ganz woanders geschrieben.

    Da ist ein Zinsverbot im Islam schon etwas ganz anderes, da stehen nämlich sehr unangenehme Strafen drauf. Kein Wunder also, dass der ein oder andere Linksextreme mit dieser Religion eher liebäugelt als mit dem ach so linken Papst 8o

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SarphierOne ()

  • Die Aussagen , welche du mit dem Zitat genannt hast, sind ziemlich aussagekräftig wie ich finde.
    Ich denke sogar das er damit mehr als recht hat.
    Allerdings kein Grund an das Christentum zu glauben.
    Das ist die Meinung eines einzelnen (wenn er den wirklich so denkt) und nicht mehr.
    Aber abgesehen davon glaube ich nicht weil sie dort homo ehe verbieten, sondern weil ich den sinn nicht sehen.
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