Erklärung von politischen Ausrichtungen

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  • Erklärung von politischen Ausrichtungen

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    Hallöchen zusammen,

    also, da im Thread "Rechtsextremist als Freund" die Diskussion schon kurz davor war aus dem Ruder zu laufen, verschiedene Leute als Faschisten, bildungsfern und ähnliches bezeichnet wurden, dachte ich mir;
    es wäre doch sinnvoll einen neuen Thread zu eröffnen, in dem genauer erläutert wird, welcher Begriff, was bedeutet.
    Hier soll es demnach NICHT um Meinungen gehen sondern um Definitionen, Fakten und ähnliches. Kurzum, seid neutral, haltet jede Wertung heraus und werdet nicht beleidigend ;) (Letzteres ist ja sowieso eine Regel hier im Forum)
    Falls sich mal Fakten widersprechen sollten, dann gewinnt auch nicht der, der am lautesten schreit, Quellenangaben wären in diesem Fall super! :)
    Wikipedia ist natürlich nicht die beste Quelle, da dort auch ein ziemlicher "Meinungskrieg" herrscht, aber besser das gelesen, als gar nichts.
    Dann kann ich noch den political compass empfehlen und auch "Die Zeit" ist aus meiner Sicht eine gute Quelle. (Gut, da könnten am Ende Streitereien entstehen, welche Quelle besser ist, juhu......)
    Gibt natürlich noch viele weitere Quellen, die ich jedoch jetzt nicht alle aufzählen werde

    So, nun zu meinem Wissen als interessierter Laie, daher mit Vorsicht zu genießen:

    Gleich Vorweg: Nationalisten sind nicht automatisch Nationalsozialisten (Kurz Nazis) Das ist ein Unterschied!

    Man sollte einerseits zwischen einer sozialen/politischen Einstellung und einer wirtschaftlichen Unterscheiden.
    Dabei kann man auch zwischen Links und Rechts, sowieso zwischen Autoritär und Liberal unterscheiden.
    Ein Faschist beispielsweise wäre politisch rechtsextrem und autoritär.
    Ein Stalinist (Eine Unterform des Kommunismus) wäre politisch linksextrem und autoritär. (Hier könnten nun einige den Zeigefinger heben "Aber, aber, es gibt auch den Begriff 'Linksfaschismus!' Und die Sowjetunion war gar nicht so Links!". Würde zumindest ich machen, jedoch sollte man hier ein Schritt nach dem anderen gehen, erstmal Grundlagen schaffen)
    Ein Anarchist wäre aufjedenfal extremliberal (Anarcholiberal), ob er dann mehr in die Linke oder Rechte Richtung geht, oder gar in der Mitte anzusiedeln ist, lässt sich aus "Anarchist" alleine nicht ableiten. Dies könnte man aus anderen Dingen ableiten, bspw. wäre er für das recht des Stärkeren? Tendenz rechts. Will er durch die Anarchie alle Menschen gleich machen? Tendenz Links. Sehr grob gesagt, aber für den Anfang.
    Wirtschaftlich ist jemand der für eine Planwirtschaft(Sozialismus) ist autoritär, jemand der für eine reine, freie Marktwirtschaft(Kapitalismus) ist liberal. Jemand der für eine soziale Marktwirtschaft ist (Wie wir sie in Deutschland haben) ist in der Mitte angesiedelt, mit möglicher Tendenz in beide Richtungen, je nachdem wie locker/streng man das will.

    Nazideutschland, also das Regime von Hitler, war wirtschaftlich autoritär, sie hatten also eine Planwirtschaft. Ideologischen waren sie ebenfalls rechtsextrem und totalitär. Im Falle Nazideutschland steht Nationalsozialismus im Grunde für eine Form des Faschismus, letzterer hat seinen Ursprung im Italien der 1920er Jahre, von Mussolini in die Welt gesetzt. Andere faschistische Länder dieser Zeit: Ungarn, Rumänien (Unter Zwang Deutschlands), Spanien, Portugal, Japan (Wobei Japan ein Sonderfall ist und extra erläutert werden müsste)
    Auch später gab es da weitere Länder, für eine bestimmte Zeit bspw. Griechenland oder Chile

    Die Sowjetunion war wirtschaftlich wie politisch autoritär. Zumindest offiziell war die Sowjetunion politisch linksextrem, es gibt jedoch auch Historiker die eher von einem "Linksfaschismus" sprechen, und die Sowjetunion eher als rechtsradikal ansehen. Da gehen die Meinungen von Experten jedoch auseinander! Ähnliches trifft auf die restlichen, kommunistischen Staaten zu (China, Nord Korea, Kuba, Weißrussland, waren da noch mehr?)

    Die CDU/CSU kann man als Mitte rechts und Mitte autoritär einstufen, wirtschaftlich jedoch als Mitte liberal.
    Hier kommt auch der Begriff KONSERVATIV hinein, dieser Begriff bezieht sich auf eine Gesinnung die Geschichte, Erfahrungen, alte Lehren und Traditionen hoch hält. In Deutschland wäre da die CDU/CSU der beste Vertreter.
    In Dänemark ist meines Wissens nach jede Partei mehr oder weniger links gerichtet, so ist dort konservatives Denken auch eher linksgerichtet.
    Die SPD kann man als Mitte links und Mitte autoritär einstufen, wirtschaftlich ebenfalls.
    Die NPD ist umfasst den Bereich von "Irgendwo zwischen Mitte rechts und rechtsextrem" bis rechtsextrem.
    Die Linke hat diese Position auf genau der linken Seite.
    die FDP ist genau in der Mitte, Tendenzen Mitte rechts und Mitte liberal. Wirtschaftlich ist sie extrem liberal.

    Nun müsste man noch die Ideologien genauer beleuchten, dass setze ich aber ein andermal per Edit noch hinzu, im Moment hab ich da gerade keine Lust ;)
    Ich kann auch gerne in diesem Thread "erdiskutiertes" hier im ersten Posting einfügen :)

    So, ich hoffe ich habe keinen Schmarn erzählt und ich hoffe dass es vielleicht ein paar Unklarheiten beseitigt.
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  • Also der Versuch ist ja lobenswert aber du schmeißt hier alles wild durcheinander.

    Man sollte erstmal überhaupt verstehen was im klassischen politischen Spektrum als Links und Rechts bezeichnet wird.
    Wikipedia ist da eine halbwegs vernünftige Quelle de.wikipedia.org/wiki/Politisches_Spektrum ansonsten dürfte das wohl auch in jedem Lehrbuch vorhanden sein.

    Ich wehre mich jedoch wehement dagegen, dass auch Wikipedia den Faschismus als eine Art letzte Konsequenz eines antidemokarischen Rechtsextremismus bezeichnet. Natürlich ohne das irgendwie zu belegen, es wird einfach in einem Satz so geschrieben. Rechtsextremismus hat Totalitärismus nicht gepachtet und auch Sozialismus kann extrem totalitär und faschitisch sein wie die Geschichte bewiesen hat. Und zwar deutlich öfter als der Nationalsozialismus.

    Da auch der Threadersteller diese These aufstellt, der Faschismus wäre eine rechtsextreme Erscheinung möchte ich dies mal ideologisch belegt haben, warum der Faschismus an klassisch rechte Wertvorstellungen und Weltsicht gekoppelt ist und vor allem an welche. Da fällt mir nämlich keine Begründung für ein.
  • Ok, muss zugeben, mir fällt es oft schwer meine Gedanken zu ordnen. Aber es hätte ein wesentlich größeres Durcheinander sein können ;) Einen roten Faden hab ich ja immerhin.

    Zu deiner Frage, warum der Faschismus als Rechtsradikal zu bezeichnen ist, ich suche momentan nach einer wirklich aussagekräftigen Quelle, einen Link habe ich schon, ist aus meiner Sicht nicht die beste Erklärung ,Sinn macht sie dennoch. (Auch so ist der Text sehr interessant und zeigt die verschiedenen Strömungen auf)

    sezession.de/2396/faschismus-rechts.html
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    Habs hauptsächlich überflogen aufgrund der ersten Sätze und nur Bezug zu Hitler, dem 3. Reich, Mussolini etc. gelesen. Für mich sehr plumpe Propaganda, da diese Argumentation bedeuten würde der Faschismus war eine historische Epoche und gebunden an diese Persönlichkeiten und Bewegungen und kein eigenständiges Phänomen.

    Die Geschichte bietet deutlich mehr Beispiele aus der Sozialistisch/Kommunistischen Ecke die eindeutig faschistisch waren. Es also allein an einzelnen Staaten und Epochen festzumachen und einzuordnen ist meiner Meinung nach nicht nur grob fahrlässig sondern bewusste Propaganda.

    Sollte ich da eine wichtige Argumentation überlesen haben bitte drauf hinweisen, dann lese ich den Text nochmal in Ruhe.