Die häufige Ablehnung gegen E-Sport - Eure Meinung

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  • Die häufige Ablehnung gegen E-Sport - Eure Meinung

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    Hallo,
    Ich möchte heute zu einer Diskussion bzgl. Esport (und Sport) aufrufen. Warum wird Esport häufig noch nicht als "Sport" akzeptiert? Man teilt die selben Emotionen, es geht ebenfalls um Geschick und Können... Und WARUM wird Esport häufig auch noch als lächerlich betrachtet? Selbst wenn man es nicht als Sport akzeptiert. Warum akzeptieren manche Leute auch nicht, dass Esportfans die Spiele eben auch Live u.a. Am Fernseher schauen? Bei nem Fußballspiel bezweifelt das auch keiner. Ich bin selber Fußballfan und ebenfalls Esportfan. Kann da manche Leute einfach nicht verstehen..
    Dieses Video
    Spoiler anzeigen
    http://www.youtube.com/watch?v=RAtASyxWTNM
    (keine Eigenwerbung, bitte nicht entfernen) hat mir dir Anregung zu dieser Diskussion als auch zum Nachdenken gegeben.

    Lg,
    Xomoda
  • Würde behaupten, das kommt daher, dass Zocken Allgemein keinen guten Ruf hat. Warum sollte Zocken dann ein besseren Ruf haben, wenn man es Sport nennt?
    Zumal ich den Namen auch schlecht gewählt finde...Sport heißt für mich halt Körperliche Anstrengung^^

    Ich persönlich kann weder mit esport noch sonstigem Sport wat anfangen...als zugugn mein ich jetzt. Da mach ich dann lieber selber Sport oder lern stattdessen. Da is mir meine Zeit einfach zu schade. Aber ich mein, wenn jemand gefallen dran hat,mag ich ihm das nicht auch schlecht reden

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von IAdmiralAwesomeI ()

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    IAdmiralAwesomeI schrieb:

    Würde behaupten, das kommt daher, dass Zocken Allgemein keinen guten Ruf hat. Warum sollte Zocken dann ein besseren Ruf haben, wenn man es Sport nennt?
    Zumal ich den Namen auch schlecht gewählt finde...Sport heißt für mich halt Körperliche Anstrengung^^

    Ich persönlich kann weder mit esport noch sonstigem Sport wat anfangen...als zugugn mein ich jetzt. Da mach ich dann lieber selber Sport oder lern stattdessen. Da is mir meine Zeit einfach zu schade. Aber ich mein, wenn jemand gefallen dran hat,mag ich ihm das nicht auch schlecht reden


    Ich sehe Sport eher als Wettstreit an,sonst wäre Schach ja auch kein Sport.
    Ich finde es gut dass es diese Sportart gibt und gucke sie mir manchmal an,ist mir aber auch egal wer es sich anguckt und wer nicht

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  • Normaler Sport wurde eben als DAS Non+S...Ultra Synonym für akzeptable, körperliche Aktivität festgelegt. Und zocken ist in diesem Fall DAS Non+S...Ultra Synonym für Faulheit, ungesunde Lebensweise, geitige Verdummung etc etc. Sei es durch einen Großteil der Eltern oder durch Medien, die ja sowieso immer die Allwissenden sind..

    Wieso sollte da jetzt E-Sport besser dastehen? Ist ja ansich auch nichts weiter als zocken. Zumal man ja beim intensiven Spielen auch Kalorien verbrennt, was ja letzlich minimal gesund ist, würde ich jetzt sagen. Und dennoch wird es noch für eine laaaaaange Zeit den Status als billige Ausrede innehaben, um einen großen Bogen um richtige, sportliche Aktivität zu machen.

    Und zu dem Ding mit Turnieren und Respekt:
    Ich könnte dasselbe zu Leuten sagen, die sich immer Fußballspiele von ihren Mannschaften angucken, mitfiebern, sich dann zu sehr reinsteigern, diese anbrüllen und irgendwelche Möchtegernsprüche ablassen, obwohl mindestens 85% davon nichtmal im Ansatz die Leistung erbringen könnten, die diese Mannschaften da abgeben. Zumal dieses Brüllen und sich aufspielen über die ach so schlechten Leistungen der Spieler eine Dreistigkeit und Frechheit ist, da dies weder den Spielern hilft, noch sie damit irgendwie das Spielgeschehen ändern können, nur weil sie ihren Fernseher mit 200 Hectoliter Speichel vollspritzen... Hachja dieser Fußballpatriotismus...naja jedem das Seine^^'

    Und NEIN ich bin KEIN Fan von Fußball und/oder diesem ganzen Hype darum!

    Best regards,
    Exorion
    Stupidity Is Inexcusable...

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  • Xomoda schrieb:

    Warum wird Esport häufig noch nicht als "Sport" akzeptiert? Man teilt die selben Emotionen, es geht ebenfalls um Geschick und Können...

    Weil es Zocken ist. Und zocken hat kein Ansehen. Niemals. Sport hat viel Ansehen. Und damit können diese beiden Dinge nichts miteinander zu tun haben.

    Xomoda schrieb:

    Und WARUM wird Esport häufig auch noch als lächerlich betrachtet?

    Weil dem Sport noch nicht genug Zeit gegeben wurde, um sich zu etablieren. Eines Tages wird das normal sein. Woran das liegt, dass es braucht kann ich allerdings nur vermuten. Ich denke mal, es liegt einfach daran, dass die einflussreichsten Menschen in der Geschichte immer schon etwas älter waren. Und um es gleich mal klar zu stellen: Ich bin NICHT der Meinung, alle alten Leute seien zurückgeblieben und würden niemals mit den jungen mithalten können, was moderne Dinge angeht. Aber schaut euch doch mal die einflussreichen Leute an: Blatter, Beckenbauer, was weiß ich wie sie alle heißen im Fussball, Ecclestone (so hieß der doch, oder?) in der F1, Yvan Mainini als Präsident der Fiba (Weltbasketballverband) ist da mit seinem Geburtsjahr '44 ja fast noch jung. Und wie modern unsere Politiker sind, muss ich ja gar nicht sagen. Die Tatsache, dass Deutschland internettechnisch von allen anderen Ländern komplett platt gemacht und ausspioniert wird, spricht wohl für sich. Und wer jetzt sagt, dass ja auch die Politiker nicht alles wissen müssen: Ja, das stimmt, aber wenn man noch glaubt, dass eMails von Bonn nach München verschickt werden, der muss sich dringend informieren, denn zumindest die Grundlagen sollte man in dem Gebiet kennen, wenn man ein halbwegs bedeutender Politiker sein soll. Und diese Aussage kam nicht von einem Praktikanten, die kam von unserem geschätzten Kanzlerkandidaten. Gerade in dem Kontext einfach nur *facepalm*. Wenn also die eMails von direktem Weg von Bonn nach München gehen, wie kann es dann sein, dass Amerika die lesen kann. Die unterliegen doch vermutlich auch noch dem Postgeheimnis..! Versteht ihr, was ich meine?
    Jedenfalls wird es einfach noch dauern. eSport wird als Sport gesehen werden. Aber nicht jetzt, sondern später. Bestes Beispiel bin ich selbst. Ich habe lange überlegt, ob ich das "Sport" am Anfang des gerade geschriebenen Absatz in Anführungszeichen setzen sollte. Das lag daran, dass ich selbst eigentlich noch eher ablehnend gegenüber der Haltung, dass Zocken und Professionell (Sport wird immer auch irgendwo professionell betrieben, aber professionell zocken, seriously?) zusammenpassen sollen. Aber ich habe mich dann doch dagegen entschieden. Per Definition ist eSports Sport. Und damit gehört es nunmal nicht in Anführungszeichen. In ein paar Jahren wird das für mich vermutlich kein Problem mehr sein. Dann hat es sich eingebürgert, und dann wird es normal sein.

    Xomoda schrieb:

    Warum akzeptieren manche Leute auch nicht, dass Esportfans die Spiele eben auch Live u.a. Am Fernseher schauen?

    Es gibt Leute, die eSports am Fernsehen schauen? Von mir aus, aber ich dachte immer, eSports wäre im PC-Bereich.. 8|
    Vermutlich, weil Zocken eher dem PC zugeordnet wird. Vom ausüben bis zum anschaun hin..

    Xomoda schrieb:

    Dieses Video

    habe ich nicht gesehen, weil ich ins Bett gehe. Falls also jetzt irgendeiner antwortet und das mit dem Video, das ich ja gesehen haben müsste, begründet, so möge er dies bei der Antwort berücksichtigen. Danke.
    You like music? I like pissing.
    ~Corey Taylor
  • Ich denke, daß es an der fehlenden Kontinuität liegt. Heute ist es Spiel X, mit dem eSport betrieben wird, morgen Spiel Y. eSport steckt halt noch in den Babyschühchen und muß erst beweisen, daß es es wert ist als ernstzunehmender Sport bezeichnet zu werden.

    Es ist ja nun nicht so, daß akzeptierte Sportarten immer mit körperlicher Betätigung zu tun haben, wie uns der Schachsport zeigt, der aber eben diese Kontinuität vorweisen kann, die es beim eSport (noch) nicht gibt.

    Sheratan
    ◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆◆

    ◆ Meine Empfehlung: FarCry ◆ Laufendes Projekt: World of Tanks

    ◆ Meine Streams findet ihr auf der Gamerplattform: Hitbox.tv ◆



  • SheratanLP schrieb:

    Ich denke, daß es an der fehlenden Kontinuität liegt. Heute ist es Spiel X, mit dem eSport betrieben wird, morgen Spiel Y. eSport steckt halt noch in den Babyschühchen und muß erst beweisen, daß es es wert ist als ernstzunehmender Sport bezeichnet zu werden.

    Es ist ja nun nicht so, daß akzeptierte Sportarten immer mit körperlicher Betätigung zu tun haben, wie uns der Schachsport zeigt, der aber eben diese Kontinuität vorweisen kann, die es beim eSport (noch) nicht gibt.

    Sheratan


    Das Problem ist nur in Deutschland so. Nimm Asien. Da ist und bleibt Starcraft DER Titel überhaupt. Alles andere ist nur ne nette Nebenshow. Gut und LoL noch aber das war klar das die Asiaten drauf anspringen. Selbst in den USA gibt es aber seit Jahren die gleichen Titel. Nur Deutschland...besser gesagt die ESL versucht mit allem was Professionelles zu machen. Ich warte ja immernoch auf die Tetris EPS in der ESL
  • Ich berufe mich bei so etwas immer gerne auf ein Zitat:


    Und ich muss dem werten Herren auch recht geben. Ich meine, was hört man gutes von Gamern? Dass sie sich gegenseitig wegen Konsolen umbringen? Ich werde nicht abstreiten, dass es keine Wohltätigkeitsveranstaltungen gibt, aber schaut euch doch mal große E-Sports Event an? Da geht es doch nicht zum das Spiel, da geht es um Werbung, Firmen, Doritos, Mountain Dew. Man setzt zwei Schwachköpfe vors Mikrofon die keine Ahnung haben und das ganze wird einfach nur eine peinliche Qual zum anschauen. Ich per-se schaffe es nicht, mir das länger als 10 minuten reinzuziehen.

    Sheratan muss ich - wie immer - wiedersprechen. Wir hatten Titel wie Starcraft und CS1.6 ewig in den E-Sports, noch bevor es überhaupt diese großen Veranstaltungen gab, die ins groß ins öffentliche Fernsehen übertragen würden. Damals, als es noch Giga gab. Das gut. Heutezutage ist es halt Starcraft 2. Macht nicht viel unterschied.

    Ja, ich gebe wohl in einem Punkt recht - viele Leute können halt mit dem Medium Videospiel nicht viel anfangen. Ist mir auch irgendwie klar, wenn ständig nur schlechte Nachrichten darüber in den Massenmedien kommen. Kann man ihnen ja schließlich nicht verübeln - nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten.
  • Ich empfinde E-Sport auch nicht als Sport. Als Wettkampf, den man sich durchaus gönnen kann, ja, aber als Sport? Ich akzeptiere auch Schach nicht als Sport. Sport hat für mich einen anderen Reiz als das Spielen am Computer, daher empfinde ich beides anders. Das ist meine Meinung. Ob ESport Olympisch werden sollte, darüber lässt sich streiten, aber dass es ebenso wie im Fußball (nur als Beispiel) Vereine, Mannschaften, Wettbewerbe, Preisgelder und natürlich Fans gibt, steht außer Frage.

    Aber jetzt frage ich mal zurück: ESport, das ist doch letztendlich das Spielen eines Spiels, oder? Was unterscheidet ESport von einer "richtigen" Sportart? Richtig: Die Leistungen bringt nicht der Spieler, sondern das Sportgerät, ähnlich, wie im Motorsport. Der Spieler lenkt lediglich das Verhalten des Sportgeräts. Aber Motorsport übt eine enorme Belastung auf den Körper aus, während ESport... naja... eigentlich gar keine direkte Belastung ausübt, außer, dass das Rumsitzen schlecht für den Rücken ist. Deswegen ist für mich Motorsport noch Sport, aber ESport eben nicht. Dann könnte man ja auch Kopfrechnen zum Sport deklarieren (und die Asiaten lägen schon wieder vorne...). Aber das ist nur meine Meinung.

    Da ich als Spieleentwickler keine Vorurteile gegenüber Computerspielen habe, fällt für mich die Tatsache flach, dass ich ESport aufgrund von Vorurteilen nicht zum Sport zähle. Aber eben diese Vorurteile sind es, die Nicht-Spieler dazu bringen, anzunehmen, das sportliche Aktivität nicht der Leistung der Spieler in den ESport-Meisterschaften entspricht, bzw. sie lächeln darüber. Um diese Menschen davon zu Überzeugen, ESport als Sport anzuerkennen, muss wohl noch etwas Zeit ins Land gehen.
    Grüße, GLaDOS

    "Do you know who I am? I'm the man whose gonna burn your house down - with the lemons! I'm gonna get my engineers to invent a combustible lemon that'll burn your house down!" - Cave Johnson, CEO of Aperture Science

    YouTube: Max Play

    Rechtschreibung und Grammatik sind eine Tugend, aber jeder macht mal Fehler...
  • GLaDOS schrieb:

    Aber jetzt frage ich mal zurück: ESport, das ist doch letztendlich das Spielen eines Spiels, oder? Was unterscheidet ESport von einer "richtigen" Sportart? Richtig: Die Leistungen bringt nicht der Spieler, sondern das Sportgerät, ähnlich, wie im Motorsport. Der Spieler lenkt lediglich das Verhalten des Sportgeräts. Aber Motorsport übt eine enorme Belastung auf den Körper aus, während ESport... naja... eigentlich gar keine direkte Belastung ausübt, außer, dass das Rumsitzen schlecht für den Rücken ist. Deswegen ist für mich Motorsport noch Sport, aber ESport eben nicht. Dann könnte man ja auch Kopfrechnen zum Sport deklarieren (und die Asiaten lägen schon wieder vorne...). Aber das ist nur meine Meinung.

    Die Leistung bringt das Gerät? Also ist prinzipiell jeder, der sich an einen PC setzt, ein Pro-Gamer? Schließlich muss man ja nix weiter machen als Klicken.
    Es ist doch gerade das "Lenken des Verhaltens des Sportgeräts", welches die erbrachte Leistung darstellt. Gleichzeitig mehrere Basen in StarCraft managen während man nebenbei eine Schlacht führt und zusätzlich dazu eine der Nebenbasen des Gegners angreift, wobei man schon wieder zwei Schritte im voraus plant, würde ich mal als etwas ansehen, dass die wenigsten auch nur annähernd so beherrschen wie ein sehr guter Spieler (für europäische Verhältnisse). Ich find es schon dreist, zu behaupten, dass wäre keine Leistung des Ausübenden. Fährt sich im Motorsport das Vehikel von alleine? Oder ist da nicht ein klitze-kleines-bisschen der Fahrer mit seinem fahrerischen Können für verantwortlich? Im Fußball fliegt der Ball auch nicht perfekt oben rechts in den Winkel weil er nett drum gebeten wurde, sondern weil er von einem Spieler mit Können getreten wurde (Glück mal außen vor gelassen). Das Ertragen körperlicher Belastung hat nichts mit Können zu tun. Im Fußball bringt ein Spieler keine gute Leistung nur weil er viel läuft, sondern weil dazu noch die richtigen taktischen Entscheidungen trifft, Können am Ball zeigt etc. Im ESport wird das Rumlaufen oder Rumspringen eben durch mentale Anstrengung ersetzt. Und wer meint, das wäre nich anstrengend, soll mal eine mehrstündige, extrem anspruchsvolle Klausur schreiben, bei der wirklich jede Minute mit Nachdenken verbracht wird. Danach ist man ausgelaugt wie sonst was.

    In einem Punkt muss ich dir aber zustimmen: Sport an sich ist schon ein schwammiger Begriff. Für manche beinhaltet Sport immer auch (extreme) körperliche Belastung/Ertüchtigung. Wenn schon beim Begriff "Sport" solch Uneinheit besteht, wie soll man dann vernünftig diskutieren können ob ESport richtiger Sport ist?
  • GLaDOS schrieb:

    Aber jetzt frage ich mal zurück: ESport, das ist doch letztendlich das Spielen eines Spiels, oder? Was unterscheidet ESport von einer "richtigen" Sportart? Richtig: Die Leistungen bringt nicht der Spieler, sondern das Sportgerät, ähnlich, wie im Motorsport. Der Spieler lenkt lediglich das Verhalten des Sportgeräts. Aber Motorsport übt eine enorme Belastung auf den Körper aus, während ESport... naja... eigentlich gar keine direkte Belastung ausübt, außer, dass das Rumsitzen schlecht für den Rücken ist. Deswegen ist für mich Motorsport noch Sport, aber ESport eben nicht. Dann könnte man ja auch Kopfrechnen zum Sport deklarieren (und die Asiaten lägen schon wieder vorne...). Aber das ist nur meine Meinung.
    Da muss ich mal hart zurück kontern ;)
    (Die folgende Ausführung ist lediglich auf Starcraft2 bezogen, da ich mich mit anderen nicht sonderlich gut auskenne .. jedoch vermute ich stark, dass es "gewisse" Paralellen gibt)

    Ein "professionell" gespieltes Spiel (hier wie o.a. auf das RTS Genre bezogen) verlangt den Spielern durchaus EINIGES an sowohl körperlicher als auch geistiger Leistung ab.
    Sieht man mal davon ab, dass diverse Turniere über etliche Stunden / Tag hinweg gespielt werden (=körperlicher Anteil), spielen in JEDEM einzelnen Match auch noch diverse andere Überlegungen eine Rolle (Stichwort "mindgames"). Soll heißen, nicht nur die üblichen Stein-Schere-Papier-Geschichten, sondern auch noch andere, auf höheren Ebenen stattfindenden Gedankengänge wie build orders, teils extremes multitasking, und nicht zuletzt auch das immer wieder angeführte "mindset", also sprich die rein psychologische Komponente: Denkt mein Gegner, dass ich denke, wie ich denke, dass er denkt etc." ;))

    Nicht umsonst sind die Koreaner hier weltweit federführend, denn abgesehen von einer unglaublichen (Spiel)Disziplin spielen hier mit Sicherheit auch die (Trainings)Umstände eine Rolle.
    In Korea ist es durchaus an der Tagesordnung, dass es spezielle Häuser gibt, in denen die Spieler - unter Ausschluss der Öffentlichkeit - Tag für Tag, Stunde um Stunde, NICHTS Anderes machen, als zu trainieren. Sogar eigene Köche sind dort angestellt, um zeitnah für deren leibliches Wohl zu sorgen.

    Blabla - ich könnte das noch sicherlich über diverse Zeilen ausführen ;)

    Mein Fazit:
    Es ist anerkennenswert.
    Und zwar in einem Maße, welches sich durchaus auf demselben Niveau bewegt wie "richtiger" Sport. Sei es nun vom Trainings-, als auch vom persönlichen Aufwand her.
    I´m selling these fine leather jackets.
  • ThunderRush schrieb:

    Sheratan muss ich - wie immer - wiedersprechen. Wir hatten Titel wie Starcraft und CS1.6 ewig in den E-Sports


    Maßlose Übertreibung. Ewig ? Schach gibt es schon ewig und selbst Schach hat es erst in den letzten 50 oder 100 Jahren geschafft, als Sport anerkannt zu werden. Dahingegen ist der eSport mit seinen lächerlichen ca. 15 Jahren noch nicht mal in den Kinderschuhen. wenn jamand in 100 Jahren noch CS oder SC spielt, dann kann man langsam mal darüber diskutieren, ob man den eSport als Sportart ansehen kann oder nicht. Jetzt ist die Zeit einfach noch nicht reif für eine derartige Diskussion.

    Man kann nunmal nicht einfach irgendwo "Sport" dahinterschreiben und erwarten, daß das sofort jeder als Sport sieht. Oder meist du, daß das heruntertaumeln eines Woks im Eiskanal wirkliche eine Sportart ist, nur weil es Stefan Raab Wok-Sport nennt ? Diesen Unfug gibts immerhin auch schon seit 10 Jahren.

    Sheratan
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  • Ich finde professionelles Zocken auf jeden Fall "Sportwürdig".

    Habe gerade erst vor kurzem einen kleinen 5on5 ( Cs ) gezockt und muss sagen, dass es Mental auf jeden Fall anstrengend ist, vorallem als Captain, die Mates zu koordinieren, gegnerischen Taktiken sofort mit eigenen zu Kontern und dabei selbst nicht wie ein Afk´ler rumzustehen. Wenn man dann auch noch die erste Map verliert, kann einen das echt zermürben. Dennoch muss man auf der second Map weiterhin alles geben und weiter powern um das Team zum Sieg zu führen.

    Teamgeist, Anstrengung ( egal ob körperliche und/oder geistige ) und der Wettkampf an sich sind für mich Indikatoren für einen Sport.

    Warum der "e"Sport dennoch belächelt wird, wurde bereits oben beschrieben.
  • SheratanLP schrieb:

    ThunderRush schrieb:

    Sheratan muss ich - wie immer - wiedersprechen. Wir hatten Titel wie Starcraft und CS1.6 ewig in den E-Sports


    Maßlose Übertreibung. Ewig ? Schach gibt es schon ewig und selbst Schach hat es erst in den letzten 50 oder 100 Jahren geschafft, als Sport anerkannt zu werden. Dahingegen ist der eSport mit seinen lächerlichen ca. 15 Jahren noch nicht mal in den Kinderschuhen. wenn jamand in 100 Jahren noch CS oder SC spielt, dann kann man langsam mal darüber diskutieren, ob man den eSport als Sportart ansehen kann oder nicht. Jetzt ist die Zeit einfach noch nicht reif für eine derartige Diskussion.

    Man kann nunmal nicht einfach irgendwo "Sport" dahinterschreiben und erwarten, daß das sofort jeder als Sport sieht. Oder meist du, daß das heruntertaumeln eines Woks im Eiskanal wirkliche eine Sportart ist, nur weil es Stefan Raab Wok-Sport nennt ? Diesen Unfug gibts immerhin auch schon seit 10 Jahren.

    Sheratan

    Da muss ich dir leider widersprechen Sheratan. Genauso wie es auch ThunderRush schon getan hat.
    Schau dir mal die folgenden Bilder an.

    Sieht ganz gut gefüllt aus, oder?
    Das ist das Finale der Weltmeisterschaft in League of Legends, die jetzt im Oktober stattgefunden hat.
    Ich würde das nicht unbedingt "nicht in den Kinderschuhen" nennen.
    Zumal die professionellen Spieler inzwischen in Amerika als Athleten anerkannt werden und anhand dessen dort auch Visa und Arbeitsgenehmigungen bekommen.
    Wirklich etabliert hat es sich zwar noch nicht. Das ist mir auch bewusst. Aber das ganze dann so abzusprechen find ich auch nicht unbedingt passend.


    They weren't bad people, they were just... insignificant. And I wanted to be different. Special. I wanted to change. A new name; a new life.
    -Sylar

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Aras ()

  • KubilayLP schrieb:

    deshalb ist Schach ja auch kein Sport.

    Folgendes hab ich da mal aus der wunderschönen Wikipedia für dich:
    Schach gilt als Sportart.

    Ist auch in dieser Liste aufgeführt: de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Sportarten

    Da steht übrigens auch der E-Sport drin. Offiziell gilt E-Sport also als Sportart genauso wie Schach.
    Nur die gesellschaftliche Anerkennung ist aus den Gründen die schon genannt wurden nicht vorhanden.


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    -Sylar