Klärt mich mal auf: Wieso ist Halo so beliebt.

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  • Klärt mich mal auf: Wieso ist Halo so beliebt.

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    Moin,
    könnten mich die "Fans" mal aufklären, was jemand an Halo findet? Ich habe bis jetzt jeden Teil der Serie angespielt und konnte mich damit irgendwie nie anfreunden.
    Das Spielprinzip hat sich seit Jahren nicht verändert und besteht eigentlich und wirklich nur daraus von "Arena" zu "Arena" zu laufen und 2-3 Wellen von Feinden umzunieten um dann weiterzumachen - ich fühle mich geistig unterfordert.
    Von dem Totalausfall ODST reden wir mal gar nicht - das war noch eine ganze Klasse unter allen anderen Teilen - die gleichen Gegner wie immer, dafür keine "Superkräfte" des MasterChiefs.
    Los, los - ich will Argumente hören :D
    Ihr nennt es Let's Play, ich nenne es: Podcast mit Assoziationsbeschleuniger.

    Neuer, alter Kanal: Robert Ongrui

  • Bin jetzt kein Fan, aber hab einen Podcast darüber mal gehört.
    Es wurde besonders die zusammenhängende Story hervorgehoben. Dieses Universum, was sie Macher da aufgebaut haben.

    Die Rassen mit ihrer Geschichte, Absichten, Politik und Eigenheiten. Also allgemein dieses ganze Konstrukt.

    Und zuletzt natürlich dieses besondere Shooter-Gameplay auf Konsolen, was Halo erst etabliert hat.
  • Halo war glaube ich der erste Shooter auf Konsolen (Xbox), der eine vernünftige Steuerung hatte. Man konnte sich mit dem linken Stick bewegen und mit dem rechten Stick drehen. Dazu kam ein genialer und spaßiger, lokaler Coop und ein Multiplayer, der uns stundenlang an die Konsole gefesselt hat.
    Dazu gab es eine geile Story, einen Publisher, der das Spiel gut beworben hat und eben die damals nicht vorhandene Konkurrenz. Das hat das Spiel groß raus gebracht. Heute hat das Spiel zwar eine große Konkurrenz, aber da die Spiele immer noch aufeinander aufbauen und die Story weiter treiben, werden die Spiele auch weiter Erfolgreich bleiben.
    Ist ja bei Mass Effect nicht anders, nur das sie das Genre nicht neu erfunden haben mit Mass Effect :)

    /OT: 1000.er Post ;)


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  • Ongrui schrieb:


    Das Spielprinzip hat sich seit Jahren nicht verändert und besteht eigentlich und wirklich nur daraus von "Arena" zu "Arena" zu laufen und 2-3 Wellen von Feinden umzunieten um dann weiterzumachen - ich fühle mich geistig unterfordert.


    Du willst geistig gefordert werden ? Dann spiel keinen Shooter sondern ein Strategie Spiel?

    Aber um dir mal auf die Sprünge zu helfen.

    Halo ist nicht nur ein Spiel unter vielen. Klar, wenn man es heute zum ersten mal in den Hand bekommt ist es ein Shooter unter vielen.
    Damals war er aber einfach neu und vor allem der erste "richtige" Shooter mit einem Protagonisten der einem persönlich ans Herz gewachsen ist.
    Diese Story rund um den Chief ist einfach so herrlich in Szene gesetzt und hat auch verdammt traurige Momente.
    Man muss sich aber darauf einlassen. Wenn ich jetzt nur ein Spiel haben will in dem ich rum laufe und allg auf die Story kacke, dann kann ich auch CoD Teile spielen. (zumindest die Teile nach cod4)

    Du kannst dir auf Youtube eine Zusammenstellung der Cutscenes ansehen. Also mich bringt dieses Video jedes mal wieder an meine Grenzen dat ein paar Tränen übers Gesicht kullern :D
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    NoggxFPS schrieb:

    Du willst geistig gefordert werden ? Dann spiel keinen Shooter sondern ein Strategie Spiel?

    Auch ein Film kann mich geistig fordern, da schau ich sogar nur zu.

    NoggxFPS schrieb:

    Damals war er aber einfach neu und vor allem der erste "richtige" Shooter mit einem Protagonisten der einem persönlich ans Herz gewachsen ist.

    Max Payne, NOLF, Deus Ex, System Shock 2, Jedi Knight erschienen alle VOR Halo und bieten eine deutlich bessere Charakterzeichnung, wenn auch teilweise etwas anders.

    Die einzige sinnvolle Erklärung: Vorher gab es auf den Konsolen nur Mist.

    Bis jetzt hat mich kein Argument überzeugt :D
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  • Es geht da soweit um die Geschichte von diesem Universum. Die Atmosphäre die in den Spielen aufgebaut wird und durch die Bücher auch eine übergeordnete Kontinuität aufgebaut wird, an die sich gehalten wird und es wird nicht bei jeder Gelegenheit irgendwie in anderen Büchern oder Spielen widersprochen.

    Und bei Halo spielt natürlich auch mit, weil es vor allem im Multiplayer für Shooter, vor allem auf Konsolen, wegweisend war. Dazu gab es diese Multiplayerkarten, wo äußerst penibel aufs Balancing geachtet wurde, wo also kein Team irgendeinen Vorteil hat. Das war 2001, nicht nur bei Shootern, alles andere als alltäglich.
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  • Dann störst du dich zu sehr an der Mechanik.

    Quake und UT waren eigentlich nur auf Deathmatchkarten ausgeglichen. Aber definitiv nicht bei den Teamkarten, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Da die Karte komplett individuell designt wurde gab es immer ein Ungleichgewicht was bessere Positionen, Deckungen etc. gab. Da gab es nur wenige Karten die wirklich ausgeglichen waren, das kam erst mit den späteren Teilen, die aber erst nach Halo erschienen sind. Halo hat das einfach damals geschickt gemacht, ab der Mitte der Karte einfach gespiegelt. Auch wenn man zugeben muss, dass das so von Bungie nie geplant war und nur aufgrund von Hardwarebeschränkungen gemacht wurde.
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  • Ja ich sag ja, einzelne Karten haben das auch schon gemacht.

    Aber tatsächlich war das eben nicht die Regel, auch weil es aus Designsicht eben etwas "billig" wirkt. Sollte auch nicht so klingen als hätte Halo das erfunden. Die haben das halt nur konsequenter durchgezogen und gnadenlos bei jeder Karte eingesetzt, was halt aus spielerischer Sicht eben besser ist, auch wenn es vom Design halt eintönig ist.

    Ob das nun zwei Jahre vor Halo erschienen ist, ist da vielleicht gar nicht mal so wichtig, Halo war ja auch seit '96 in Entwicklung.
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  • Ist das Balancing denn im Multiplayer anders?

    Also bei Halo 1 Single Player PC, ist die Pistole ja hoffnungslos overpowered und das maschinengewehr der größte Abfall :D
    __

    Für Quake 3 sollte man sich mal das Alliance CTF ansehen. Soooo dermaßen geile CTF Maps. Ein Traum *---*

    Konnte sie nur leider immer nur mit Bots spielen, weil die wohl keiner kennt :(
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  • Halo war einer der Shooter seiner Zeit die einfach im Storytelling viele Gamer damals begeisterten. Die Mechaniken waren vielleicht nichts neues, aber das Design der Gegner, die generelle Atmosphäre, die Story und einfach das gesamte drumherum waren einfach unglaublich schön und fast schon revolutionär für diese Zeit. Vor allem ist es wahrscheinlich ausschließlich wegen dem ersten Teil so bekannt.
  • @Ongrui, du bist aber schon ein ganz schöner Pessimist, oder? Du blockst alles direkt ab... Quake 3 und UT gab es damals halt nicht auf Konsolen. Halo nur auf Konsolen, deshalb ist es so eingeschlagen. Der Coop war auch einfach gut.
    Klar gab es besseres und auch schon vorher, aber eben halt auch nicht auf Konsolen. Und Story mäßig würde ich von den dir genannten auch nur Deus Ex auf das Niveau von Halo packen.


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  • Reden glaube ich sowieso zu sehr über Kleinigkeiten wie Mapdesign, wenn man ehrlich ist.

    Die wesentliche Stärke von Halo in Sachen Multiplayer war ja sowieso schon immer der Coop-Modus, wo man jederzeit einfach nen zweiten Spieler dazu holen konnte, heute als "Drop-In" bekannt. Und den gab es in dieser Form tatsächlich vorher nicht. Vor allem auch ohne Einbußen in Sachen Zwischensequenzen, Geschichte etc. und das nicht nur lokal per Split-Screen sondern eben auch per Internet.
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  • Utgardus schrieb:

    @Ongrui, du bist aber schon ein ganz schöner Pessimist, oder? Du blockst alles direkt ab... Quake 3 und UT gab es damals halt nicht auf Konsolen. Halo nur auf Konsolen, deshalb ist es so eingeschlagen. Der Coop war auch einfach gut.
    Klar gab es besseres und auch schon vorher, aber eben halt auch nicht auf Konsolen. Und Story mäßig würde ich von den dir genannten auch nur Deus Ex auf das Niveau von Halo packen.


    Ich blocke nicht ab, ich lege meinen Standpunkt dar - man nennt es Diskussion.
    Die Story von Halo ist interessant, aber gegen eine erwachsene Geschichte wie bei Max Payne, kann sie nicht anstinken.
    Ich versuche nur herauszufinden, was Halo so besonders machen soll - die Frage schleppe ich schon ne Weile mit mir rum. Da es, wenn man es plattformübergreifend betrachtet, irgendwie nichts besonderes war - allein der Soundtrack stach meiner Meinung nach heraus.
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  • Ongrui schrieb:

    Die Story von Halo ist interessant, aber gegen eine erwachsene Geschichte wie bei Max Payne, kann sie nicht anstinken.


    Für mich als jahrezehnterlanger Sci-Fi Fan ist Halo in Sachen Geschichte und Tiefe vielfach interessanter als Max Payne ^^. Aber das liegt wohl einfach an der persönliche Präferenz.
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  • Ich will es in einer einzigen Mission verdeutlichen: Der schweigende Kartograph.

    Diese Mission war das Glanzstück des Spiels und ist heute auch noch absolut vorzeigbar! Daran haben sich Far Cry, Crysis und sogar Half Life 2 orientiert.
    Warum? Es ist eine einzige, riesengroße "Sandbox". Die Karte ist zwar nicht groß, aber sie ist wie eine Doom-Karte auf Steroiden. Groß, frei begehbar, es gab eine Suche nach Schlüsseln - in diesem Fall Terminals - und ma nkonnte frei durch das ganze Gebiet fahren.
    Dazu noch das taktische Spiel mit den KI-Kollegen zu Beginn und während der Fahrten. Wähle ich den Sniper oder lieber einen mit Maschinengewehr?
    Eine besondere Gameplaymechanik, die in dieser Form erst Halo eingeführt hat, war der Waffenwechsel bzw. die Beschränkung auf zwei Waffen. Klar, die Geißel der Shooter und von Grund auf Böse.
    Aber: Es hat funktioniert! Das Spiel wurde sinnvoll um diese Mechanik herum gebaut. An einzelnen Punkten lagen nachvollziehbar bestimmte Waffen herum und jede Waffe hatte Vor- und Nachteile.
    Man konnte Gegner heimlich angreifen und sie somit ohne Waffengewalt ausknocken - etwas, das bisher nur "Sonderlinge" wie Dark Project ausgemacht hat und keinen reinen Shooter.
    Fahrzeuge konnten benutzt werden. Die Missionsziele sind stetig und häufig variiert.

    Das ist jetzt alles relativ oberflächlich und ich bin gerne bereit, auf Nachfragen einzugehen. Aber die Quintessenz: Es war verdammt abwechslungsreich, lies dem Spieler in einer Sandbox (ein Level) immer Freiheiten, welchen Weg man ging und forderte den Spieler der etwas ungenaueren Steuerung angemessen. Kurzum: Es machte Spaß.
    Zumindest die erste Hälfte. Danach fiel es stark ab, das gebe ich gerne zu. Die Bibliothek war der traurige Tiefpunkt.

    Halo 2 hat mich übrigens mindestens genau so enttäuscht wie viele andere. Kaum Weiterentwicklungen, relativ redundantes Leveldesign und ein Ende zum Heulen. Die Xbox 360 habe ich gar nicht erst gekauft deshalb.
    Aber Halo 1 war fantastisch. Bungies Grundkonzept wurde zu einem massentauglichen Shooter verkürzt und die Steuerung war ein Traum. Aber da das Leveldesign Hit-or-Miss war, ist es für mich nicht so zeitlos wie Doom.

    Achja: Die Story? Teil 1 interessant. Was ist ein Halo? Warum existiert er? Was will die Allianz? Teil 2 hat da eher den Haifisch übersprungen...
    CobraVerde. Spieleklassiker und untergegangene Juwelen schamlos beworben.
    Der beste Post des Forums!
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