South Park: Der Stab der Wahrheit

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    • South Park: Der Stab der Wahrheit

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      Zum Video:

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      1. https://www.youtube.com/watch?v=tBFDliwEIKA


      Schwierigkeit: 2/10

      Zeitaufwand: ~ 15h

      Spielbewertung: 8.5/10

      Für Fans von: Klassischen Rollspielen, schwarzem Humor und Southpark.

      Von
      den Machern von South Park, Trey Parker und Matt Stone, kommt ein
      episches Abenteuer - auf der Suche nach ... Coolness. South Park: Der
      Stab der Wahrheit. So wird das Spiel zumindest auf offizieller Seite
      beworben. Und das, wie wir meinen, zurecht.

      Review

      Wir sind der Neue in der Stadt. Und als solcher wird uns gleich zu Beginn von unserem Vater aufgetragen Freunde zu finden.

      Während unserer Erkundungstour durch
      die Stadt treffen wir auf ein Lager, welches dem großen Zauberer
      Cartman unterstellt ist. Er erklärt uns, dass er und sein Volk sich
      inmitten einer erbitterten Schlacht gegen dei Elfen befindet. Sich
      kämfen um Leben und Tod um den Stab der Wahrheit zu erlangen. Dieser, so
      besagt die Legende, gebe demjenigen, der ihn kontrolliert die Macht
      über das Universum. Deshalb werden wir auch kurzerhand als Mitstreiter
      rekrutiert und die erste von vielen Quests nimmt ihren Lauf.

      Das Gameplay entspricht dem eines
      typisch klassischen Rollenspiels. Vergleichbar mit Final Fantasy 10 oder
      auch Dragon Quest 8. Doch davon später mehr. Ihr entscheidet euch
      zunächst beim großen Zauberer Cartman für eine von vier möglichen
      Klassen. Zur Auswahl stehen der Krieger, der Magier, der Dieb oder der
      Jude. Diese variieren allerdings nur in den Spezialfähigkeiten. Bei den
      Ausrüstungsgegenständen spielt eure Klasse keine Rolle. Sofern das
      erledigt ist, nehmt ihr großteils frei wählbare Quests entgegen,
      erhaltet für abgeschlossene Aufträge Erfahrungspunke, duch die ihr
      aufsteigt, neue Items benutzen könnt, und eure Fähigkeiten ausbaut.

      Der Ausbau eures Charakters erfolgt
      gerade zu Beginn des Spiels relativ langsam, sodass ihr weise wählen
      solltet auf was ihr im Kampf setzen wollt. Was das Ausrüsten angeht,
      sind euch keinerlei Grenzen gesetzt aufgrund der enormen
      Individualisierbarkeit. Beispielsweise könnt ihr eure Rüstungen und
      Waffen mit zuvor erworbenen Stickern und den damit verbundenen
      Zusatzeffekten aufbessern. Aber auch optischer Natur ist für jeden
      Geschmack etwas dabei. Diverse Frisuren, Brillen, Make-Up und
      Gesichtsbehaarungen warten darauf von euch getragen zu werden.

      Abgesehen davon sind im Menü noch
      unsere Facebook Freunde, welche ganz offensichtlich als
      Story-Zusammenfassung in Blog-Form gesehen werden können, die
      Quest-Übersicht. Die Karte ist jederzeit einsehbar, was uns hilft uns im
      South Park Universum zu orientieren. Sofern ihr nun noch bestimmte
      Punkte – besser gesagt Flaggen - passiert habt, ist es euch möglich die
      Stadt per Schnellreise zu durchqueren.

      Auf eurer Reise erlernt ihr diverse
      Fertigkeiten, die sich sowohl im, als auch außerhalb des Kampfes als
      nützlich erweisen. Dadurch erschließen sich sogar nach und nach neue
      Stadteile South Parks.

      Das Kampfsystem ist wie schon
      Anfangs erwähnt individuell gestaltet, aufgrund der
      Geschicklichkeitskomponente um die es werweitert wurde, doch es bleibt
      im Grunde ein rundenbasiertes. Besagte Komponente bedarf dem Knöpfchen
      drücken im perfekten Moment, egal ob ihr angreift oder abwehrt. Beim
      Angriff hat dies höheren Schaden und beim erfolgreichen Blocken
      verminderten Schaden zur Folge.

      Dass wir deutsche oft benachteiligt,
      gar bevormundet werden, wenn es um Zensur in Videospielen geht ist
      schon ein alter Stiefel, doch dass nun ganz Europa dran glauben musste
      ist an Dreisigkeit kaum zu überbieten. Im Spiel fehlen demnach glech
      mehrere Minispiele, welche für unangebracht gehalten wurden. So könnt in
      einer, von mehreren geschnittenen Szenen, in der amerikanischen Version
      selbst eine Abtreibung vornehmen, während man in der europäischen
      Version mit dem hier gezeigten Bild samt Beschreibung, was ihr hättet
      machen dürfen, vertröstet wird. Ebenfalls sind sämtliche Hakenkreuze mit
      schwarzen Balken „überklebt“ und schlimme Ausrufe wurden schlichtweg
      ausgepiept.

      Audiotechnisch ist South Park: Der
      Stab der Wahrheit das höchste der Gefühle. Zumindest für South Park
      Fans. Es wurden neben der Vertonung durch die amerikanischen
      Origialsprechern auch nahezu alle serienspezifischen Songs und Sounds
      mit eingebaut. Leider fehlt die deutsche Vertonung jedoch völlig.

      So ertönt im Kino der Kinotrailer zu
      Rob Schneiders neuesten Filmen und diversen Neuauflagen, unter anderem
      von Star Wars und in der plastischen Chirurgie dürft ihr den rassigen
      Klängen „Chennifer Lopez“ lauschen.

      Technisch gibt es leider etwas
      auszusetzen. Zwar sieht South Park eins zu eins wie die Vorlage aus der
      Serie aus, bei den Zwischensequenzen mehr denn je, jedoch geht gerne mal
      die Bildrate für mehrere Sekunden in den Keller. Davon aber mal
      abgesehen kann man South Park als hübsche Serienkopie betrachten.



      Fazit

      Das
      wichtigste vorneweg. South Park: Der Stab der Wahrheit ist gelungen.
      Kenner der Serie werden an allen Ecken und Enden Anspielungen, Witze und
      Rückbezüge zur Vorlage herstellen können. Gerade deswegen waren wir
      enttäuscht, dass trotz vieler bekannter Items aus der Serie diese
      keinerlei weiteren Zweck erfüllen, wie etwa das erschaffen eigener
      Ausrüstungsgegenstände und Waffen. Sie sind schlichtweg Schrottitems.

      Als Rollenspiel schlägt sich South
      Park dank seines interessanten Kampfsystems gut, auch wenn
      Rollenspielpuristen die simplen Eingaben Leid haben könnten.

      Für South Park Kenner und Liebhaber
      schwarzen und Fäkalhumores definitiv ein Muss. Alle anderen dürfen ruhig
      mal einen Blick riskieren, müssen sich allerdings auf ein
      Rollenspielarmes, dafür aber urkomisches Spiel einstellen, das gerne mal
      das ein oder andere Tabu bricht.

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