Allgemeiner Politik Thread

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  • Allgemeiner Politik Thread

    Welche Partei würdest Du wählen, wenn am Sonntag der Bundestag gewählt werden würde. 17
    1.  
      Die Linke (8) 47%
    2.  
      Die Grünen (5) 29%
    3.  
      SPD (3) 18%
    4.  
      Die Piraten (2) 12%
    5.  
      CDU/CSU (1) 6%
    6.  
      AfD (1) 6%
    7.  
      Tierschutzpartei (1) 6%
    8.  
      FDP (0) 0%
    9.  
      NPD (0) 0%
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    Hallo zusammen,
    ich weiß, ich weiß, ist Alles nur kein Politik Forum, dieses LPF, da ich aber, wenn ich nicht hier herrumhüpfe auf allerlei Politik Foren rumhüpfe, bin ich einfach immer voll in der Materie, deshalb würde ich gerne auch hier einen allgemeinen Politik Thread etablieren.

    Dieser Thread soll kein Politiker-Gebashe beinhalten. Kritik kann natürlich immer geäußert werden, aber bitte auf einem anständigen Niveau, dass auf Argumenten basiert und keine Verallgemeinerungen wie sowas wie "Diese Politiker ..." oder "Politik im Allgemeinen ist ...". Auch bitte ich darum NWO Theorien, oder Zentralsteuerungshypothesen bitte in einen Verschwörungstheorie Thread zu posten.

    Hier soll es vornehmlich um konkrete Themen gehen - muss auch nicht unbedingt eine aktuelle Pressesau seien, sondern gerne etwas, dass euch persönlich am Herzen liegt. Dazu gibt's dann noch ne Umfrage für ein aktuelles Stimmungsbild, bei dem jeder seine Stimme im Nachhinein ändern darf. (Falls Jemand die Violetten oder so wählen will, bitte im Thread posten - sonst sind aber alle Parteien mit 1% der Stimmen drin)

    (Ich will jetzt auch nicht direkt ein Thema in den Raum werfen, vielleicht gibt es ja Jemanden, der eine Idee hat, falls Niemand was einwirft kann ich ja immernoch Jederzeit hier rein schreiben.)

    Planescape: Torment, Dark Souls 2, Civ5 LPT, System Shock 2 LPT
    "Sei Du selbst der Wandel, den Du dir für diese Welt wünschst." - Frei nach Ghandi

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von DaveInc ()

  • Willst du die Meinung von Nicht-Wählern nicht hören? Es gibt jedenfalls keine Option "keine" - weil ich der Meinung bin das alle, das was sie versprechen, eh nie einhalten werden.
    Außerdem gibt es auch irgendwo immer Grenzen wo sie nichts tun können, auch wenn sie es versprechen.
  • Nein, dass mit dem "Fehlen" der Keine Option ist schon so gewollt. Gibt ohnehin schon genug Nichtwähler im Land. Und wenn man keine Partei wählt, muss ja auch keine Partei in der Umfrage gewählt werden. Außerdem finde ich es etwas schade, dass schon im ersten Beitrag gleich eine Verallgemeinerung stattfindet. Ich kann durchaus an dem Punkt des "Können" zustimmen, aber an dem das Alle ihre Versprechen nicht halten, da möchte ich gerne drüber diskutieren. Und auch das Thema "Nicht wählen - die bessere Alternative?" können wir gerne diskutieren.
    Edit: Die Frage der Umfrage ist ja auch so gestellt: "Welche Partei würdest Du wählen, wenn am Sonntag der Bundestag gewählt werden würde?" Nicht, welche Partei würdest Du nicht wählen ...

    Zunächst einmal kann man durchaus Wahlversprechen nenne, die durchaus gehalten werden. Ich gehe mal kurz durch die Parteien. Die CDU/CSU haben zwar im Bundestagswahlkampf keine wirklichen Versprechen genannt (war ja die Masche zur Wiederwahl), aber immerhin die CSU ist berrüchtigt, dass was sie vor der Landeswahl sagt, vehement durchzusetzen. Vielleicht nicht Alles, aber doch große Punkte ihres Programmes - was nun in Bayern mit absoluter Mehrheit nicht unbedingt schwer ist - Stichwort Pickerlstreit. Die SPD hat sogar in einer Koalition mit der CDU/CSU geschafft, schnell einen (nicht ganz) Flächendeckenden Mindestlohn durch zu bringen, womit sie auf jeden Fall bei mir gepunktet haben. Die FDP hat ihre berühmt berüchtigte "Mövenpicksteuer" direkt nach der Wahl durchgepeischt - die stand genau so auch im Wahlprogramm. Die Grünen haben in BW wirklich großeses geleistet. Innerhalb weniger Woche waren die Studiengebühren passe und wir haben tatsächlich einen Volksentscheid zu Stuttgart 21 bekommen - er ist zwar nicht zugunsten der Grünenwähler ausgegangen, aber was politische truee zu den Wahlversprechen angeht, haben sie sich genau an das gehalten, was sie vor der Wahl sagten. Und auch das wirken der realpolitischen Linken im Osten sollte man nicht verkennen. Wenn auch hauptsächlich von [´solid] getragen, schafft die Linke auf der Regionalebene mehr für den sozialen Zusammenhalt, als es der Bund könnte.

    Zum Thema nicht-wählen würde mich aber auch interessieren, warum? Klar der Deutschlandtrend hat immer wieder mal auf dieses Thema gedeutet. Vertrauen in die Politiker schwindet, der Glaube daran, dass sich aufgrund der Wahlentscheidung ehh nie etwas ändert, nicht-wählen als Mahnung für die Politiker. Das sind alles legitime Gründe, dann aber die Gegenfrage, womit könnte man euch noch an die Wahlurne treiben? Es gehen ja immerhin 2/3 doch zur Wahl. Besonders bedrückend für mich ist auch, dass gerade bildungsferne Schichten den Gang zur Urne oft meiden, wo doch gerade ihre Meinung zählt, um Änderungen herbei zu führen. Hier in BW ist die Wählerschaft oft älteren und gutbürgerlichen (reichen) Schichten und hier ist der Nicht-Wähler-Anteil immer relativ niedrig im Durchschnitt. Und von hier kommen auch die ganzen Stimmen für die CDU. Nun frage ich mich, wenn bei den letzten 3 Wahlen die CDU immer nur dazu gewinnt und man sich im Gegenzug dann aber über gebrochene Versprechen und politischen Stillstand mokiert, hat dann nicht eben jeder Nicht-Wähler einen umso höhreren Anreiz dazu, sich gegen eben diese CDU auszusprechen? Und trägt nicht jeder Nicht-Wähler zum Fortbestand dieses Stillstandes bei?

    Und ja, auch die Politik kann in einer Demokratie nicht an jeder Schraube drehen, nicht jede Maßnahme durchsetzen, sondern muss Kompromisse schließen und auf Mehrheiten zugehen. Aber das Jemand sagt: So ein Putin würde Deutschland auch mal gut tuen, sagt dann auch Niemand im Gegenzug ...

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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von DaveInc ()

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    Kann mir mal jemand die Frage beantworten, was es bringen soll, nicht zu wählen? Weil, jetzt mal ganz ehrlich: Ihr "Nicht-Wähler" habt eure Chance vermasselt, am politischen Prozess teil zu haben. Die Möglichkeiten dazu in Deutschland sind leider wirklich viel zu gering, aber ich kann mich doch nicht über ein System beschweren, wenn ich meine Möglichkeiten zur Teilnahme nicht genutzt habe...?
  • DaveInc schrieb:

    dann aber die Gegenfrage, womit könnte man euch noch an die Wahlurne treiben?

    Mit garnichts - oder vlt das Leute ohne Ahnung nicht wählen dürfen. Wählen ja fast alle einfach nur CDU weil die eltern oder freunde die auch wählen. Und für Merkel hab ich nichtsmehr übrig .. die Frau ist einfach das allerletzte - ich interessiere mich ja mehr für die IT Themen die anstehen, statt Autobahnen etc. und als die alte Schachtel sich aufgeregt hat das sie abgehört wurde von der NSA hat sie direkt n Aufstand gemacht, das aber die Bürger Deutschlands die ganze Zeit abgehört wurden hat die nich gejuckt? Einfach nur peinlich .. sowas gehört nicht an die Spitze.

    Und leider wählen die meisten einfach nur CDU "klappt ja" "meine eltern wählen die auch" pah - das Wahlergebnis ist sowas von Nichtsaussagend, wenn die Leute sich damit null beschäftigen und einfach nur sporadisch das wählen, was die Mehrheit wählt
  • Luzifer schrieb:

    Politik...viele Worte keinen Sinn^^ Ich wähle selber auch nicht, aber wenn ich wählen würde, würde ich die SVP nehmen :)

    Kein Wunder, dass deine Meinung über Politik so negativ ist, wenn sie von der SVP geprägt wurde. :D

    DarkHunterRPGx schrieb:

    ...
    Und leider wählen die meisten einfach nur CDU "klappt ja" "meine eltern wählen die auch" pah - das Wahlergebnis ist sowas von Nichtsaussagend, wenn die Leute sich damit null beschäftigen und einfach nur sporadisch das wählen, was die Mehrheit wählt

    Ich verstehe das schon, dass 43 % aller Wähler für die CDU gestimmt haben. Ich meine: Wenn man die restlichen 1460 Tage der Legislaturperiode schon als Verlierer dasteht, dann hat man wenigstens am Wahlsonntag mal das Gefühl, gewonnen zu haben.
    "If class warfare is being waged in America, my class is clearly winning."
    Warren Buffet

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von DoMonRai ()

  • Müsstest du dann nicht eher eine bessere politischen Bildung fordern und genau so wählen? Du wählst nicht mit der Begründung, die anderen wählen dumm. Aber dir könnte man nun auch Vorwürfe machen, dass du genau so handelst, indem du es einfach lässt.

    Was mich auch wundert... Autobahnen und die ganze Politik dahinter ist für Deutschland definitiv ein Thema. Das sag ich jetzt mal nicht als Autofahrer. Wieso so wenig Interesse für ein Thema? Weils dich nicht betrifft? Damit stehst du ebenso wenig besser als Frau Merkel da, wenn sie sich erst für ein Thema (also die Abhörung) interessiert, wenn es sie betrifft (was nicht heißen soll, dass ich die Politik, die in Richtung Spionage & Verbindungen mit den USA geht, gut heißen würde, im Gegenteil).
  • Ich würde die Linke wählen! Zwar stimme ich nicht immer ein, aber sie vertritt meine Interessen.
    Ihr Nicht-Wähler macht mit eurem Nichtwählen keine Eeminstration. Es zeigt nur die Schüchternheit und Arroganz! Nichtwählen heißt Nichtprotestieren
    Falls ihr was ändern wollt, dann wählt die Partei die für eure Intressen eintritt
  • Oh COOL! Mein ganzer Beitrag ist weg... Darf ich endlich mal posten, liebes Forum? 20 Minuten schon damit vergeudet, cool.

    DaveInc schrieb:

    Besonders bedrückend für mich ist auch, dass gerade bildungsferne Schichten den Gang zur Urne oft meiden, wo doch gerade ihre Meinung zählt, um Änderungen herbei zu führen.

    Schon mal miterlebt, wie die bildungsfernen Schichten teilweise behandelt werden? Wie Dreck. Geh mal zum Arbeitsamt und beantrage Hartz-IV, weil du nicht arbeiten kannst oder aber Zuschüsse, weil du unter dem Existenzniveau verdienst. Sie spucken dich schon quasi an, treten einen mit Füßen und schauen nur auf einen hinunter. Und was machen die Politiker? Erhöhen ihren eigenen Lohn, der eh schon unglaublich hoch ist. Dass da das Vertrauen schwindet, ist ja irgendwo dann kein Wunder, oder?

    Ich wähle übrigens nicht, weil ich nicht wählen will, sondern weil ich nicht weiß, wen ich wählen soll. Und zum Informieren hatte ich in den letzten Jahren weder Zeit noch Kopf. Wenn man wie ich damit beschäftigt ist, sein Abitur zu retten oder irgendwie sein Leben in Griff zu kriegen, damit es nicht ganz den Bach runter geht, weil man einfach keine Ausbildung findet, dann hat man weder Zeit noch Kopf noch wirklich Lust sich mit Politik zu beschäftigen.
    Meiner Mutter geht es nicht anders. Sie ist alleinerziehend und ackert sich den Hintern ab, damit sie die Miete zahlen kann und für Essen sorgen kann. Tja, die Zeit, sich dann noch mit dem Wahlprogramm zu beschäftigen oder den Kopf hat sie nicht. Und wie gesagt, wenn man dann Zuschüsse beantragt, wird man noch erniedrigt.

    Ich schätze mal, dass es so einfach vielen Nichtwählern und vielen Gewohnheitswählern geht. Sie haben andere Sachen im Kopf, wählen deshalb entweder nur das, was sie schon immer wählen oder einfach gar nicht, weil sie sowieso nicht dran denken.



  • SeelenQual schrieb:

    Oh COOL! Mein ganzer Beitrag ist weg... Darf ich endlich mal posten, liebes Forum? 20 Minuten schon damit vergeudet, cool.

    DaveInc schrieb:

    Besonders bedrückend für mich ist auch, dass gerade bildungsferne Schichten den Gang zur Urne oft meiden, wo doch gerade ihre Meinung zählt, um Änderungen herbei zu führen.

    Schon mal miterlebt, wie die bildungsfernen Schichten teilweise behandelt werden? Wie Dreck. Geh mal zum Arbeitsamt und beantrage Hartz-IV, weil du nicht arbeiten kannst oder aber Zuschüsse, weil du unter dem Existenzniveau verdienst. Sie spucken dich schon quasi an, treten einen mit Füßen und schauen nur auf einen hinunter. Und was machen die Politiker? Erhöhen ihren eigenen Lohn, der eh schon unglaublich hoch ist. Dass da das Vertrauen schwindet, ist ja irgendwo dann kein Wunder, oder?

    Ich wähle übrigens nicht, weil ich nicht wählen will, sondern weil ich nicht weiß, wen ich wählen soll. Und zum Informieren hatte ich in den letzten Jahren weder Zeit noch Kopf. Wenn man wie ich damit beschäftigt ist, sein Abitur zu retten oder irgendwie sein Leben in Griff zu kriegen, damit es nicht ganz den Bach runter geht, weil man einfach keine Ausbildung findet, dann hat man weder Zeit noch Kopf noch wirklich Lust sich mit Politik zu beschäftigen.
    Meiner Mutter geht es nicht anders. Sie ist alleinerziehend und ackert sich den Hintern ab, damit sie die Miete zahlen kann und für Essen sorgen kann. Tja, die Zeit, sich dann noch mit dem Wahlprogramm zu beschäftigen oder den Kopf hat sie nicht. Und wie gesagt, wenn man dann Zuschüsse beantragt, wird man noch erniedrigt.

    Ich schätze mal, dass es so einfach vielen Nichtwählern und vielen Gewohnheitswählern geht. Sie haben andere Sachen im Kopf, wählen deshalb entweder nur das, was sie schon immer wählen oder einfach gar nicht, weil sie sowieso nicht dran denken.


    Du hast recht! Die Bundesregi meint Arbeitsamt und so wären familienfreundlich! Sind sie nicht! Ist es freundlich, dass Leute mit 2€ Stundenlohn werken? Ist es freundlich , wenn Familien abgeschoben werden?
    Wenn ja, dann will ich hier nicht leben!
  • Luzifer schrieb:

    DoMonRai schrieb:

    Luzifer schrieb:

    ...
    Warum? Was empfindest du an der SVP denn negativ?

    So ziemlich alles. Beantwortet das deine Frage? ^^

    Naja ohne Begründung nicht mein Guter :)

    Davon abgesehen, dass du erst jetzt nach einer Begründung fragst, müsste ich ja ein Buch darüber schreiben.

    Einer der Hauptgründe ist sicher schon einmal, dass sie den Rassismustatbestand lockern möchten und dies als Gewinn für die "Meinungsfreiheit" bewerben - typisch konservative Rhetorik halt. *edit* Ich korrigiere: Die SVP möchte den Antirassismus-Artikel gar nicht lockern, sondern gleich ganz streichen.
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    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von DoMonRai ()

  • Maerlyns schrieb:

    Was mich auch wundert... Autobahnen und die ganze Politik dahinter ist für Deutschland definitiv ein Thema. Das sag ich jetzt mal nicht als Autofahrer. Wieso so wenig Interesse für ein Thema? Weils dich nicht betrifft? Damit stehst du ebenso wenig besser als Frau Merkel da, wenn sie sich erst für ein Thema (also die Abhörung) interessiert, wenn es sie betrifft (was nicht heißen soll, dass ich die Politik, die in Richtung Spionage & Verbindungen mit den USA geht, gut heißen würde, im Gegenteil).

    ICH bin nich der gottverdammte Chef von Deutschland - heißt ich muss mich für den scheiß nicht interessieren, sie hingegen kriegt Kohle ohne Ende und hat zeit auch mal direkt zu obama zu fliegen oder nach griechenland oder sonstwohin - auf Steuerkosten natürlich.
  • SeelenQual schrieb:

    Schon mal miterlebt, wie die bildungsfernen Schichten teilweise behandelt werden? Wie Dreck. Geh mal zum Arbeitsamt und beantrage Hartz-IV, weil du nicht arbeiten kannst oder aber Zuschüsse, weil du unter dem Existenzniveau verdienst. Sie spucken dich schon quasi an, treten einen mit Füßen und schauen nur auf einen hinunter. Und was machen die Politiker? Erhöhen ihren eigenen Lohn, der eh schon unglaublich hoch ist. Dass da das Vertrauen schwindet, ist ja irgendwo dann kein Wunder, oder?

    Also, ist zwar etwas persönlich, aber ich musste vor ein paar Jahren auch H4 beantragen, aber ehrlich gesagt habe ich mich durchaus gut beraten gefühlt und bin auch schnell aus der Arbeitslosigkeit gekommen. Habe mich nicht so gefühlt als würde man auf mich spucken, sondern schon so, als ob mich das soziale Netz auffangen würde, auch wenn es mir nicht gut geht - Das ist ja auch eine große soziale Errungenschaft in weiten Teilen der westlichen Welt. Und zum Lohn der Politiker, im Vergleich zur Aufgabe, die sie haben, verdienen sie doch nicht annährend genug - oder ist ein Herr Ackermann etwa wichtiger als unsere Bundeskanzlerin? Ich finde sowas sagt sich immer leichter, als es dann im Vergleich wirklich ist.

    SeelenQual schrieb:

    Ich wähle übrigens nicht, weil ich nicht wählen will, sondern weil ich nicht weiß, wen ich wählen soll. Und zum Informieren hatte ich in den letzten Jahren weder Zeit noch Kopf.

    Da hab ich einen Tipp für dich, einfach mal am Wochenende vor einer größeren Wahl die nächste Fußgängerzone ansteuern. Da stehen immer nette Menschen wie ich selbst, die dir gerne erklären werden, in welchen Punkten sich die Parteien unterscheiden, wenn auch mit konnotation der eigenen politischen Farbe - heißt ja nicht umsonst Wahlkampf. Und ansonsten kann man auch den Wahlautomaten zB bedienen oder einfach nach eigener politischen Orientierung wählen. Ist man liberal gefärbt, lohnt vielleicht das Häckchen bei der SPD oder den Grünen. Ist man eher konservativ oder unternehmerfreundlich ist sicher die CDU oder die FDP die richtige Wahl. Ich verstehe ja, dass man nicht unbedingt ein 100 Seiten starkes Wahlprogramm durchschmöckern will, aber etwas einfacher ist es dann doch, sich zu informieren.

    DarkHunterRPGx schrieb:

    ICH bin nich der gottverdammte Chef von Deutschland - heißt ich muss mich für den scheiß nicht interessieren, sie hingegen kriegt Kohle ohne Ende und hat zeit auch mal direkt zu obama zu fliegen oder nach griechenland oder sonstwohin - auf Steuerkosten natürlich.


    Der Bundeskanzler ist ja auch nicht der Chef von Deutschland, sondern der oberste Diener. Jeder Vorstandschef verdient in Deutschland mehr als unsere Frau Bundeskanzlerin und leistet in den meisten Fällen wahrscheinlich nicht einmal die Hälfte. Und diese Reisen sind im Übrigen auch mit Arbeit verbunden, unter der ich und Du wahrscheinlich zusammenbrechen würden ... Ich bin auch kein Freund von ihr, im Gegenteil, ich sehe in der CDU/CSU und in der FDP meinen politischen Gegner - was aber nicht heißt, dass Frau Merkel meinen Respekt nicht verdient hätte - genau so wie jeder andere Mensch im übrigen, ganz egal welcher politischen Couleur.

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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von DaveInc ()

  • Oh Mann, Politik kannste in dem Forum hier echt in die Tonne kloppen. :D

    @DaveInc - Erstmal kann ich an deiner Umfrage nicht teilnehmen. Nicht weil ich ein Nichtwähler bin (Gott bewahre, nein), sondern weil ich in keine der genannten Parteien mehr als 0% Vertrauen habe und daher welche wähle (-n würde), die hier nicht auftauchen. Ein Punkt "Sonstiges" fehlt mir hier ehrlich gesagt. Könntest du den bitte nacheditieren? Vielen Dank im Voraus. :)

    Trotzdem stimmt es schon - in Deutschland gibt es einige Dinge, die die Politikverdrossenheit deutlich steigern - Allen voran die unglaubliche "Correctness", die in der Politik mittlerweile vorherrscht, und die mir als Nachfahren zweier Bauernfamilien viel zu schnieke ist (wie man im Beitrag hier merken wird, drücke ich mich auch ziemlich umgangssprachlich aus). Ein Guttenberg ist heute 10 mal wichtiger als eine aufklaffende Schere zwischen Arm und Reich, dafür baut man eine Ewigkeit an einem Segelflughafen in Berlin, einer UBahn in Stuttgart und einem Theater in Hamburg (ja, diese abwertenden Begriffe sind extra so gewählt worden) und schleust dort gleich mal alle möglichen gescheiterten Politiker in den Aufsichtsrat, winkt jede "unerwartete" Kostenerhöhung durch und plant dann gleich noch mal eine Steuererhöhung (hab ich zumindest mal gehört, aber muss ja auch bezahlt werden, der Flughafen, der uns allen nützt), ist scheinbar absolut blind, was die USA angeht und erklärt diesen Skandal einfach mal für "beendet", obwohl sie munter weitermacht, denn die USA sieht uns schließlich bestimmt als Freund (und würde uns NIEMALS abhören, aber keine Sorge, die NSA hält auf deutschem Boden deutsches Recht ein, ist halt blöd dass sie ihren Sitz in Amerika hat), schleust Millarden in andere Länder (bzw. sichert sie zu), stellt gefühlt erstmal ALLES vor die Interessen des Volkes, egal ob Unternehmen, andere Länder oder sonstwas, unterstützt die EU sehr stark (und arbeitet evtl. auch auf die Vereinigten Staaten von Europa hin, aber das weiß ich grad nicht, was da geplant ist - Meine Arbeit beansprucht mich im Moment so stark, dass ich die Politik im Moment ebenfalls etwas schleifen lassen muss - Mehr als mal kurz informieren vor der Wahl ist nicht drin), was auch auf Kritik stößt, da die EU auch nicht immer die besten Entscheidungen zu treffen scheint. Dass Deutschland zukunftstechnisch nicht unbedingt gerüstet ist, was vor allem internettechnisch gemeint ist, da wir da absolut in der Steinzeit sind und dank unserer alten Politiker (Stichwort: "Wenn ich eine eMail von Bonn nach München schicke", was glaube ich sogar im Kanzlerduell gesagt wurde) auch nicht wirklich weiterkommen. Man kann nicht nur vom Autos bauen leben..! Weiterhin gibt es da noch so ein kleines Problemchen namens demographischer Wandel, der einen ordentlich unsicher macht usw usf. Noch ein bisschen von den Medien dramatisiert und die Welt sieht auf einmal verdammt schwarz aus.. 8|
    Wenn man dann mal was ändern will, dann hat man dank einer gewissen Hürde Pech gehabt (und bevor mir jetzt wieder irgendwelche Leute irgendwelche Vorträge halten, dass wir ohne 5%-Hürde automatisch zu Nazis mutieren und auf Dinosauriern Amok laufen (Nein, das hier meine ich definitiv ernst, das kann keine Übertreibung sein!), möchte ich darauf hinweisen, dass ich durchaus weiß, dass die Idee hinter dieser Hürde die Verhinderung einer "Pattsituation" (boah, mir fehlt der Begriff, ich denke man weiß was gemeint ist, sorry) im Bundestag, allerdings bin ich durch die 16% Nichtwähler mittlerweile der Meinung, dass wir etwas ändern müssen, und nicht nur die Hürde, sondern allgemein etwas an der Demokratie. Sie ist nicht individuell genug. Finde ich, wer das anders sieht, der darf das anders sehen), denn selbst wenn man etwas ändern will, dank gewisser Stammwähler (und natürlich auch dank einiger überzeugter) hat man keinerlei Chance, da irgendwie mitzumischen, denn man landet in der Hürde, egal wie. Und dann hat man im Endeffekt jahrelang nicht die geringste Einflussname auf die Politik in Deutschland. Wenn man dann noch vor jeder Wahl die Partei wechselt, weil sich die Interessen ändern, dann zieht auch das Argument mit "Jede Stimme bringt der Partei mehr Geld, sodass sie wachsen und irgendwann einmal ganz vielleicht eventuell auch mal in den Bundestag kommt" nicht mehr.
    Ganz ehrlich? Wenn meine Meinung im Endeffekt einfach mit den Füßen getreten werden würde (bzw. im Moment wird, ich bin aktuell nicht "im Bundestag vertreten" bzw. stimme ich mit keiner der vier Parteien auch nur ansatzweise überein), dann würde mich das ankotzen (an dieser Stelle möchte ich nebenbei erwähnt mal darum bitten, mir meine Wortwahl zu entschuldigen), und was mich ankotzt interessiert mich nicht. Und wenn mich Wählen nicht interessiert, dann wähle ich nicht. Natürlich stimmt es schon, keine Mehrheit wäre eine Katastrophe, aber dann wie hier (meines Wissens nach) schon gesagt wurde: Politik ist eben Kompromisssache. Und wenn man da sogar mit vier Parteien schon ewig lange für eine Koalition braucht, dann liegt es nicht nur daran, dass das Volk ungünstig gewählt hat, das glaube ich einfach nicht.
    Ob ich jetzt mit Wahl oder ohne ignoriert werde, das nimmt sich dann in den Augen der Betroffenen vermutlich nicht viel.
    Fazit: Die Welt wird scheisse und ich kann es nicht ändern. Also im Endeffekt eine schöne Machtlosigkeit. Was für ein schönes Gefühl. Würdest du da noch wählen wollen? Im Endeffekt sind diese Nichtwähler dann die, die sich allgemein nicht sehr mit Politik auseinandersetzen und dann logischerweise dann nur die Medien als Input haben, die genau das vermitteln. Ist dann ein Teufelskreis - man fühlt sich ausgeschlossen und macht sich nicht stark für diese Sache, da man sich ignoriert fühlt, was dazu führt, dass man sich ausgeschlossen fühlt usw..
    Zumindest denke ich mal, dass einige Nicht-Wähler so denken, ich weiß es nicht, ich gehe wählen, obwohl es mich verdrossen macht, dass ich im Endeffekt nicht so wirklich beachtet werde. :D

    Und jetzt darf man den Beitrag gerne zerreisen. Vor allem auf die Antworten "Ohne 5%-Hürde blablabla" freue ich mich schon extrem.


    Ansonsten nochmal nebenbei erwähnt: Schön, dass dieser Politik-Thread ganze 1 Seiten lange geworden ist, bis es eig. nur noch darum geht, dass einer alle aufklärt (bzw. das versucht) und alle dann gegen den schießen. :D
    You like music? I like pissing.
    ~Corey Taylor

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Strohi ()

  • Strohi schrieb:

    @DaveInc - Erstmal kann ich an deiner Umfrage nicht teilnehmen. Nicht weil ich ein Nichtwähler bin (Gott bewahre, nein), sondern weil ich in keine der genannten Parteien mehr als 0% Vertrauen habe und daher welche wähle (-n würde), die hier nicht auftauchen. Ein Punkt "Sonstiges" fehlt mir hier ehrlich gesagt. Könntest du den bitte nacheditieren? Vielen Dank im Voraus.


    Sonstiges ist mir aber zu wage, wenn Du aber die Partei sagst (deutsche Partei) nehme ich sie gerne auf.

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