[PSX] Resident Evil

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    • [PSX] Resident Evil

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      Resident Evil


      (Das Cover der deutschen Version)

      Vorwort

      Als damals der Vorreiter des "Horror - Survival" Genres "Alone in the Dark" das Licht der Welt auf der Playstation erblickte, war die Freude eher gering. Das erkannte auch Capcom und versuchte das "Horror - Survival" Genre zu retten. Ihr Kandidat für diese Aufgabe hieß "Resident Evil". Es wurde überall auf der Welt mit Freude entgegengenommen, sogar in Deutschland, obwohl damals fast alle jugendgefährdende Spiele auf dem Index landeten. Dies geschah jedoch nicht und somit haben wir es Capcom zu verdanken, dass das "Horror - Survival" Genre noch heute existiert, wie wir es kennen. Also versetzen wir uns gedanklich in das Jahr 1996 und spielen etwas "Resident Evil".

      Story
      Unsere Geschichte spielt in Colorado in den U.S.A.. In dem ländlichen, kleinen Städtchen "Racoon City" geschehen seltsame Dinge. Opfer berichten von auferstandenen Toten mit einem Heißhunger auf frischem Menschenfleisch. Die Anzahl der Opfer steigt rapide an und es wird schnell klar, dass es sich um eine Epidemie handeln muss. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, wird das sogenannte S.T.A.R.S. (Special Tactics and Rescue Service) - Team in die Stadt geschickt. Jedoch kurz vor der Stadt, auf dem Grundstück eines verlassenen Herrenhauses bemerken sie, dass etwas nicht stimmt.
      Wie aus dem Nichts greifen sich ein paar Hunde eines der Teammitglieder und zerreißen es in Stücke. Letzten Endes schaffen es nur noch 3 der 6 Mitglieder in das sichere Anwesen. Ob dieses Anwesen wirklich so sicher ist, wird sich noch zeigen. Das Team besteht aus Berry Burton, Albert Wesker und Chris Redfield/Jill Valentine. Wenn man sich entschieden hat, welche Person man gerne spielen möchte (man kann nur zwischen Chris oder Jill wählen.), ist die Hauptaufgabe die Situation zu analysieren und eine Flucht aus diesem Alptraum zu planen. Jedoch ist dies leichter gesagt als getan, denn die ehemaligen Bewohner des Anwesens leben nicht mehr oder nicht mehr ganz soviel. Denn sie sind als hungrige, gewalttätige Zombies wiederauferstanden. Nebenbei haben diese noch all ihre Freunde und Verwandten, sowie ihre infizierten Haustiere mitgebracht.
      Jetzt liegt es also an euch, ob ihr dem Virus und dem Alptraum entkommen könnt...

      (Allein die Eingangshalle ist riesig)

      Gameplay

      Egal für welchen Protagonisten ihr euch auch entscheidet, das Spiel strapaziert eure Nerven bis auf das Letzte. Immer mit der lauernden Gefahr und Angst im Nacken, müsst ihr euch durch die riesige Villa kämpfen. Zu eurem Waffenarsenal zählen Messer, Pistole, Shotgun und vieles mehr. Jedoch habt ihr nicht sehr viel Munition, sodass ihr im besten Fall die Zombies mit gezielten Kopfschüssen niederstrecken müsst. Wie im Intro gezeigt, sind Zombies nicht die einzigen Gegner in "Resident Evil". Es erwarten euch Hunde,Fische,Pflanzen und komisch aussehende Fischmenschen. Auch gibt es wie in vielen anderen Spielen, sogenannte "Zwischenbosse". Hier ist es mal ein Hai oder auch eine riesige Schlange, die euer Können herausfordern.
      Um sich nach all den Zombieattacken zu erholen, mampft man gemütlich allerlei Pflanzen, die im Anwesen wachsen.
      Speichern kann man auch nicht nach Lust und Laune. Es gibt festgelegte Orte (Schreibmaschinen) und es ist auch nur begrenzt möglich, da man Farbbänder finden muss, um diese Schreibmaschinen zu benutzen.
      Dieser Aspekt erzeugt eine frustrierende und zugleich bedrückende Atmosphäre, sodass der Spieler lieber ganz langsam vorgeht.
      Man kann aber sagen, dass "Resident Evil" nicht einfach nur ein Shooter ist, nein es sind auch jede Menge Rätsel vorhanden. So muss man Schalter bedienen, Steintafeln richtig anordnen oder auch eine Falle deaktivieren. Es waren ein paar Rätsel dabei, an denen ich mir die Zähne ausgebissen habe.

      (Ein Zombie den wir beim Naschen stören)

      Grafik
      Man muss beachten, dass das Spiel 1996 erschienen ist und mit den heutigen "Grafikbomben" natürlich nicht mithalten kann. Jedoch finde ich, dass "Resident Evil" auch noch heute einen gewissen Charme versprüht. Die gerenderten Türen, Treppen und Fenster sahen für damalige Verhältnisse besonders realistisch aus. Auch das getroffene Gegner eine Blutspur hinterlassen, ist ein grandioses Detail (was man in den heutigen Spielen häufig vermisst).
      Gut, die Protagonisten sehen aus wie die Figuren aus "Minecraft" ( wer "Minecraft" nicht kennt, es sind quadratische,verpixelte, polygone Figuren), dies schadet aber keineswegs der Atmosphäre des Spiels. Die Zwischensequenzen mit echten Schauspielern sahen top aus, jedoch fand ich die Synchronsprecher eher lachhaft. Dazu später aber mehr.

      (Einer der "Zwischenbosse")

      Sound
      Die Schritte klingen auf jedem Untergrund anders, man hört überall ein stöhnen, bellen und sogar die Patronenhülsen hört man auf den Boden prasseln. Durch diesen präzisen Sound konnte man sehr gut die Gegner orten und man war in der Lage zu erahnen, was auf einen zukommt.
      Die Sounds der Waffen hätten zwar etwas besser sein können, aber es liegt noch alles im vertretbaren Bereich.
      Das einzige Manko meinerseits war die Synchronisation der Charaktere.
      Ich musste oft lachen, weil die Charaktere entweder total überreagiert haben oder alles monoton hinnahmen. Dies zerstörte etwas die Atmosphäre des Spiels, jedoch wurde das sofort durch die perfekte Sounduntermalung beseitigt.

      Steuerung
      Die Steuerung ist, naja sagen wir mal sehr gewöhnungsbedürftig. Man muss den Protagonisten immer in Blickrichtung steuern, egal ob die Kamera oben oder hinten ist. Somit bleibt man oft in Stresssituation an Ecken hängen oder man läuft panisch im Kreis. Ein gefundenes Fressen für die Zombies also.
      Nach kurzer zeit geht aber auch diese Steuerung ins Blut über und man stirbt nur noch selten wegen der Steuerung.

      Fazit
      Alles in allem kann man sagen, "Resident Evil" war der Vorreiter in Sachen "Horror - Survival" und hat sich diesen Titel auch verdient. Die Spielzeit ist leider meiner Meinung nach mit 6 bis 8 Stunden etwas zu kurz, ist jedoch auch vollgepackt mit Nervenkitzel. Einen "Wiederspielwert" besitzt "Resident Evil", da es in dem Spiel insgesamt 4 "Endings" gibt, welche sich je nach Handlung der Protagonisten verändern.
      Ich kann jedem Liebhaber von alten Klassikern nur dieses Spiel ans Herz legen. Auch noch heute lege ich es mindestens 1 mal im Jahr in meine Playstation und grusel mich.

      Da es sich hier um meine erste Review handelt, hoffe ich auf ein "mildes Urteil" ;)
      Bin für jede Kritik offen^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von ScrewSkills ()

    • Sers,
      da dies dein erstes Review ist, wird es auch, wie von dir gewünscht, ein "mildes" UIrteil geben.

      Für die erste Review fand ich es gut. Kurze, knappe Erklärungen deiner Unterpunkte. Auch kein Umfangsmonster einer Tiefenanalyse und für das, was du dir rausgepickt hast, war es gut argumentiert bzw. beschrieben. Mit ein paar persönlichen Eindrücken hast du den Text davor bewahrt, zum monotonen Runtergerede mutieren zu lassen, Lob dafür.

      Ich habe beim ersten Drübergucken mir meine Erwartungen gebildet und diese wurden erfüllt, mehr gibt es dazu nicht viel zu sagen.

      Insgesamt also kein schlechtes Endergebnis. Jedoch, so muss ich das leider ausdrücken, wird es sich von anderen Reviews erfahrener Experten niemals hervorheben. Dazu mangelt es einfach an persönlicher, einzigartiger Präsentation und Charme.

      Nimm dir dies jedoch nicht zu sehr zu Herzen. As said war es gut und darauf solltest du deine nächsten Texte aufbauen und, wie bei so vielem im Leben, dich daran machen, immer nach Verbesserung und Perfektion zu streben.

      Hoffe das Feedback hat sowohl gefallen als auch geholfen.

      Best regards,
      Exorion
      Stupidity Is Inexcusable...