Wie mit mehrstündigen Rohaufnahmen umgehen?

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  • Wie mit mehrstündigen Rohaufnahmen umgehen?

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    Hi,

    ich hab da mal eine Frage. Derzeit plane ich ein neues Projekt auf meinem Kanal, doch stellt mich dort meine Festplattenkapazität vor ein größeres Problem.

    Ich möchte gern mit Hilfe eines Spiels eine Geschichte erzählen, also etwas abseits vom eigentlichen Let's Play. Das Problem ist, dass ich dafür das Spiel so 30-40h spielen muss um zu schauen ob sich eine Geschichte entwickelt die erzählbar wäre. Erst dann kann ich die eigentliche Story ausarbeiten und mit dem Schnitt anfangen. Da aber für 30-40h bei den Rohdateien ungefähr 2.5 - 4.0TB anfallen würden, würde ich dies gern irgendwie verkleinern. Ich habe jetzt überlegt es über MeGUI einfach zu encoden, ohne irgendetwas zu bearbeiten, nur damit die Dateigröße auf dann ~100 - 150GB fällt. Das Problem ist nur, dass es ja später nochmal bearbeitet werden muss. Ist da der Qualitätsverlust zu groß, oder kann ich auf diese Art arbeiten? Oder habt ihr vielleicht eine andere Idee wie ich mit der Datenmenge umgehen kann, ohne mir für viel Geld weitere Platten zulegen zu müssen, die Qualität aber nicht zu sehr leidet?

    MfG
    Haali
    Alte Spiele neu verfilmt:
    Let's Plays von 1991 - 2014, hier ist für Jeden was dabei.
  • AMV3 ist zB. ein Codec (den man kaufen muss) der bis zu 10x Komprimieren kann, jedoch mit Keyframes, dafür aber visuell Verlustfrei und schnell, Lossless komprimiert er nur maximal 4x...

    Wobei ich hier schon mit dem Fraps-Codec bei 1080p auf rund 420GB bei nur 3 Stunden komme, das würde bedeuten auf eine 3TB Platte passen 21 Stunden Material... und du bist dir sicher das du unter 30-40h nicht merkst ob das ganze Sinn ergibt?!

    Ich mein, ein Spielfilm ergibt nach 30 Minuten Sinn und bei einem Spiel erwarte ich das eigentlich auch relativ früh... ich spiel ja nicht 10 Stunden ohne zu wissen ob es sich lohnt...
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    TbMzockt schrieb:

    und du bist dir sicher das du unter 30-40h nicht merkst ob das ganze Sinn ergibt?!

    Ich mein, ein Spielfilm ergibt nach 30 Minuten Sinn und bei einem Spiel erwarte ich das eigentlich auch relativ früh... ich spiel ja nicht 10 Stunden ohne zu wissen ob es sich lohnt...

    Das Projekt besteht ja dann später nicht aus 40h Video, sondern wird durch den Schnitt sehr gekürzt. Laut Planung wird später eine 15-20min Folge aus 2-3h Videomaterial zusammengeschnitten, da der gesamte Aufbau, das Mikromanagement des Spiels usw nicht in den Videos landen wird, sondern nur die eigentliche Story transportiert werden soll. Da das Spiel selbst einem aber gern mal Steine in den Weg wirft, oder eher riesige Felsbrocken kann man nie genau sagen ob es sich in die Richtung entwickelt in die ich es gern hätte. Leider passiert auch ständig irgendetwas, so dass ich nicht sagen kann "Ich bau ja jetzt nur, ich stell die Aufnahme aus". Was ich da vorhabe läßt sich halt schwer erklären.
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  • Wenn es die Quellen an Videos nicht sprengt, dann kannste so ein Projekt mit dem SSM zusammensetzen und schneiden lassen damit es später auf dises 20 - 15 Minuten kommt.
    Weil Avisynth stört es nicht wenn die Aufnahme unter 255 Stunden bleibt. Mehr könnte Probleme geben.

    Da du ja von so vielen Stunden dann erst etwas wegschneidest um auf 15 - 20 Minuten zu kommen, lohnt es sich nur Spielsound aufzunehmen ohne Mikro. Weil Mikrofon wirst du wahrscheinlich für diese 15 - 20 Minuten nur machen wollen so wie die Geschichte sich ergibt.

    Das würde auf jedenfall klappen so.

    Um Speicher zu sparen bei der Rohaufnahme würde ich Trick17 anwenden indem man später via PointResize dan ganze um Faktor 2 vergrößert.

    So kannst du in 720p aufnehmen und später ohne Sichtbaren unterschied die Pixel verdoppeln lassen. 720p -> 1440p oder 540p -> 1080p oder 900p -> 1800p

    So spart man sich bei Lossless Platz und hat später trotzdem diese Qualität. Nur mit dem Unterschied das jeder Pixel aus 4 Pixel bestehen würde. Sieht man später mit bloßem Auge kaum noch.

    Würde schon einiges sparen an Dateigröße.


    So könnteste die Schnitte ziemlich genau machen lassen aus den Rohmaterialien heraus und hättest später nur ein Encode.

    Die 2 Variante wurde hier schon genannt das man die Stücke schon vorher encoden lässt und später mit MKVMerge zusammensetzen lässt und dort rüber schneiden lässt auch. Nur empfiehlt sich da wärend des Encodes mehrere I-Frames reinschmeißen zu lassen, damit du in der Lage bist später genauer zu schneiden. Weil eine bereits encodierte Datei nur an I-Frames geschnitten werden kann und das ist dann schon ziehmlich ungenau.
    Auch dieser Weg hat keine Qualitätseinbußen. Hat aber den Nachteil das man keine Effekte weiter aufsetzen kann ohne erneut encodieren zu müssen.

    Die 3 Variante hätte ich versucht zu vermeiden. Das ist dann wie gesagt der mehrmalige Encode vom Material. Damit hast du natürlich mehr Qualitätseinbußen als die anderen beiden Varianten. Hast aber somit weniger Speicherplatz in Benutzung wegen den bereits encodierten Videos und somit mehr Restspeicher übrig auf deiner Festplatte.


    Als Idee so am Rande für solche Projekte: 2 oder 3 Festplatten von jeweils 2TB auf dem Rechner als ein Laufwerk formatieren und arbeiten lassen. Somit kommt man später auf die 4 bis 6TB die man bräuchte und kann in einem Stück aufnehmen. NTFS stört das nämlich nicht im Geringsten. Weil bei NTFS Datein von 16 TB erzeugen kann. Dazu das es AVISynth eh nicht stört solange es nicht 50 Quellen+ sind und es unter der 255h Marke liegt.

    Wäre jetzt mal so ein grober Gedanke


    Eine andere Taktik wäre die Aufnahme aufzutrennen. Sprich das du wärend des Spielens entscheidest was später reinkommt und was nicht. Dann müssteste nicht soviel aufnehmen und sparst dir somit jede Menge an Speicher.
    Wäre Sparsamer so. Muss man aber schon vorher so ungefähr wissen was man haben möchte daraus.

    Weil ich bin mir ziemlich sicher das du nicht am Stück aufnehmen wirst wenn du schreibst 20 - 30h Aufnahme. Und vor allem wirst du denke ich nicht alles benötigen davon wenn du von diesen 20 - 30h nur ein bis max. 15 Minuten Video machen willst. Da ist mehr unnötiges dann drin was du eh nicht verwendest. Daher kann man denke ich schon vorher sagen was man braucht und was nicht.
  • Julien schrieb:

    Wenn es nicht anders geht, würde ich auch die doppelte Kodierung in Kauf nehmen, auch wenn das hier im Forum so manche Fußnägel zum Kräuseln bringen würde.

    Und beim zweiten Encoding mit CRF0 zu encoden? Wäre doch ne Möglichkeit - dann müsste doch Theoretisch die Qualität gleichbleibend zum Eingangsmaterial sein oder etwa nicht?

    Ich würde keine 30-40h rohmaterial auf meiner Platte liegen lassen wollen - wer weiß ob die durch n Defekt nicht beschädigt wird und die ganzen Spieldateien weg :|
  • SimurLP schrieb:

    Bei CFR 0 wird die Datei größer als die Rohdatei. Die Idee hatte ich nämlich auch mal und hatte es versucht

    Na wie geht das denn? :D
    CRF0 = lossless - 1:1 sogesehen
    da kann das garnicht größer werden im Normalfall
    Hab jedenfalls schon paar verlustvideos mit CRF0 encodiert weil vlt noch gecroppt werden musste - unterschied zum normalen hab ich nie wirklich gesehen x)
  • Habe jetzt auch mal fix einen CS:GO Clip durchlaufen lassen, den ich noch auf der Platte hatte.
    Unkomprimiert knapp vor den drei Gigabyte, per Lagarith bei knapp einem Gigabyte und mit x264 CRF0 bei 450 MB.
    Man sieht ja schon an der Größe von Lagarith, dass dort kompressionspotential vorhanden ist, dementsprechend können andere Ergebnisse auch abweichen, aber das geht zumindest in eine realistische Richtung.

    Dass verlustfreies Material von x264 größere sein soll als das von verlustfreien VFW Codes bezweifle ich immer noch stark.