Sexismus in Videospielen

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    • Sexismus in Videospielen

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      Haltet eure Hände zurück - Brav, schreibt gerne aber nicht bei der Hälfte schon aufgeben ich habe mir dabei was gedacht.


      Wie definiere ich Sexismus?


      Mir ist es wichtig folgendes zu wissen, Sexismus hat, wie zB auch
      Rassismus, immer eine Machtkomponente, zB indem ich jemanden bevormunde.
      Ich kann in bestimmten Situationen nicht vollwertig sexistisch sein ,
      nämlich dann wenn meine Aussage keinen Einfluss auf den anderen hat,
      dann ist es zwar immer noch auf eine Art sexistisch, im sinne von
      diffamierend, aber es fehlt einfach ein wichtiger Teil. Bitte im
      Hinterkopf behalten.

      „Als Sexismus wird die auf das Geschlecht (lat. sexus) bezogene Diskriminierung bezeichnet. Unter dem Begriff werden Geschlechterstereotype, Affekte
      und Verhaltensweisen gefasst, die einen ungleichen sozialen Status von
      Frauen und Männern zur Folge haben oder darauf hinwirken. Sexismus ist
      in vielen westlichen Ländern Gegenstand von Gesetzgebung und Sozialforschung, insbesondere der Gender Studies und der Vorurteilsforschung. „ -de.wikipedia.org/wiki/Sexismus



      Sind Videospiele nun sexistisch. Ja und Nein. Warum? Wichtig ist immer
      die Herangehensweise. Ich werde immer Sexismus finden. Allerdings auch
      das Gegenteil, es geht mir darum wie wir es angehen. Nehmen wir ein
      einfaches Beispiel. Das Spiel X-Blades


      Und oh Mann, das Spiel ist so ein richtiger Klogriff. Aber das nur am
      Rande, ich werde nun eine Argumentation aufführen. Und bevor ihr dann
      Wütend zum Kommentar greif, denkt bitte daran, dass ich ein Ziel
      verfolge und ihr deshalb bis zur Endaussage warten solltet. Gut
      Argumentieren wir dafür, warum X-Blades nicht nur schlecht, das wissen
      wir eh, sondern aus Sexistisch gegenüber Frauen ist.



      Ich möchte mich hierauf die Ajumi beziehen. Als erstes das
      ersichtlichste: Ihr Modell: Etwas kleiner, knappe Kleidung, knackiger
      Hintern, größere Brüste, lange Blonde Haare, blaue Augen. Wer das Wort
      kennt, weiß welches ihr jetzt denken solltet. Diese Darstellung der Frau
      im Spiel ist einfach nicht richtig, es ist eine Darstellung die so
      nicht erfüllt werden kann und ein „Idealbild“ darstellt, welches Real so
      nicht existent ist. Weiterhin ist sie, in der Geschichte zumindest,
      intelligent und stark. Sie ist quasi ein „Held“ im Frauenkörper. Durch
      diese Darstellung messe ich andere an ihr und setzte sie ins Verhältnis.
      Du bist nicht so schön wie Ajumi, schade für dich. Du bist nicht so
      schlau, das tut mir Leid. Da Geschichten auch immer einen gewissen
      zeitgeist widerspiegeln haben wir damit eine Rolle für Frauen definiert
      hier. Und das ist Sexistisch, in meinem Sinne.

      Contain you Comments! Warte auf die Auflösung.



      Drehen wir den Spieß um für Männer



      Wer kennt sie nicht, die Astartes. Die ultimativen Männer, ich meine
      Krieger des Universums. Aber warum kann ich, und wie im groben, sie als
      sexistisch gegenüber Männern stellen? Ganz einfach. Wir legen die
      gleiche Standards an.


      Zuerst der Körperbau, ein Spacemarine ist riesig, muskelbepackt, ein
      Krieger, furchtlos, kennt keine Angst oder Schmerz er ist der Über Mann.
      Etwas dem wir niemals gerecht werden können. Er sterilisiert die
      Rollengebung des Mannes, die Essenz davon, so extrem, dass wir wie
      Mickerlinge daneben wirken. Wir sollen so sein. Sein Charakter: In
      seiner Welt ist er unerschütterlich. Es gibt fast nichts was ihn bricht.
      Du bist kein Mann, wenn du nicht diese Rolle erfüllst, schade für dich,
      wenn du nicht so schlau bist, blöd für dich, wenn du nicht so stark
      bist.




      Gleiche Argumentation oder? Aber jetzt wird es interessant. X-Blade
      lasse ich nun weg, da es sexistisch ist, es glorifiziert einfach nur
      einen Smexy Pappaufsteller der Jigglybones in den Brüsten hat. Daher
      konzentrieren wir uns nun auf Space Marine, denn jetzt will ich darin
      kurz Sexismus gegen Frauen, aka Opferrolle, vorstellen. Wartet dann auf
      den letzten Schritt!




      Die Space Marine Story im groben – Orks greifen eine Welt an, die Über
      Männer kommen um die Welt zu retten, doch dahinter steckt natürlich viel
      mehr, denn die bösen Über Männer sind auch da und machen Ärger. Auf dem
      Weg zum ersten Plotpunkt treffen wir auf Leutnant Mira, eine junge Frau
      in höchster Not. Selbstverständlich retten wir sie und dann den
      Planeten. Ach diese Rollenklischees. Sexistisch nicht wahr? Ich spreche
      ihnen die „Wahl“ ab, Mann ist Held, Frau ist Opfer.




      „ Unter dem Begriff werden Geschlechterstereotype, Affekte
      und Verhaltensweisen gefasst, die einen ungleichen sozialen Status von
      Frauen und Männern zur Folge haben oder darauf hinwirken.“ - s.o



      Und jetzt kommt endlich der Knackpunkt. Nein, das Spiel ist zwar von
      der Story her einfach gestrickt. Aber es ist nicht rein sexistisch.
      Sowohl Titus als auch Mira wachsen während der Geschichte aus ihrer
      Rolle heraus. So entwickelt Titus Gefühle und Zweifel, was seinem Bild
      als Über Mann widerspricht auch wenn er sich allem Stellt, er ist ein
      Held ja, aber er ist nicht nur ein Held – ist er doch ein Astartes,
      daraus ergeben sich innerhalb des Universums gewisse Grenzen. Mira
      ebenfalls. Ja wir retten sie aber auch sie trägt nun mit zum „Sieg“ bei.
      Sie ist nicht mehr Opfer, nein sie war es sogar nie richtig. In der
      Story wird die Führungsriege vernichtet und sie bleibt als letzte
      höchste Instanz zurück. Anstatt zu verzweifeln und ein „Opfer“ zu
      werden, was sie als Frau müsste nach einigen Aussagen bestimmter
      Personen online, versucht sie sich zu behaupten. Sie wird quasi genau
      wie Titus zu einem Helden, welcher sein möglichstes tut. Somit kann
      Space Marine nicht, nach meiner Auffassung, richtigen Sexismus ausüben,
      denn der Welt, in der es Spiel, ist es in der Situation egal ob
      Mira/Titus Mann oder Frau ist. Die Story würde mit einem Austauschen der
      Geschlechter immer noch funktionieren. Fazit: Ist Space Marine
      sexistisch, ja es hat Rollenklischees die Geschlecht spezifisch sind und
      nein, es bricht eben jene Klischees auch.



      Gut mein nächster Teil ist kurz. Ich sah ein Video worum es darum geht,
      dass Watch_Dogs sexsistisch ist, da Frauen nur Opfer sind. Stickpunkte.
      Frauenhandel, männliche Antagonisten. Aber lasst mich den Spieß kurz
      umdrehen: Es ist Sexistisch gegenüber Männern, da ihnen die Opferrolle
      abgesprochen wird, so bevormunde ich sie und schaffe ein soziales
      Ungleichgewicht. Also, wenn etwas sexistisch gegen Frauen ist, ist es
      meist auch Sexistisch gegen Männer, vorallem sobald beide Geschlechter
      involviert sind. Jetzt die Keraussage dazu: Wenn ich mich auf den
      Sexismus, welcher gegen Frauen gerichtet ist, fixiere, so schaffe ich
      gleichzeitig eine Art Sexismus gegen Männer. Warum? Sobald ich mich nur
      auf eine Seite fixiere, spreche ich den Anderen Seite die Notwendigkeit
      von Hilfe ab, und schaffe so ein Ungleichgewicht.



      Fazit:

      Spiele sind Geschichten und irgendwo spiegeln sich in Geschichten immer
      Stereotypen wieder. Aber wir sollten endlich aufhören nur mit dem
      Linken Auge umzuschauen, wir sollten beide Aufmachen. Wenn wir
      Spiele/Filme/Bücher Sexismus gegen Frauen vorwerfen müssen wir es auch
      für Männer untersuchen. Eine einseitige Argumentation führt immer in
      eine Sackgasse und ist, meiner Meinung nach nur für einen Zweck zu
      gebrauchen: Anregung über etwas nachzudenken. Ich hoffe man versteht
      nun, warum ich einige sehr plakativ gestaltet habe, ich wollte euch dazu
      bringen zu sagen. „Nein, das stimmt doch gar nicht!“ Ich hätte für
      meine Argumentation auch Star Craft hernehmen können, auch hier wäre es
      ohne Probleme möglich die Argumentation gleich aufzuziehen, aber da
      kochen die Gemüter sicher schneller hoch als bei Astartes. Gut kommen
      wir zum Ende: Wir müssen die fixierung auf eine Seite beenden, denn die
      „Damsel in Distress“ ist auch eine Art Sexismus gegenüber den Männern,
      das sollten wir uns deutlich machen. Andererseits müssen wir uns auch
      eingestehen, dass Spiele Spiele sind und Geschichten Geschichten.

      jetzt, jetzt darfst du mich alles um die Ohren Klatschen, denn wenn du das jetzt tust, habe ich mein Ziel erreicht.
    • Ähm... was soll dieser Thread bewirken? Du fragst keine Frage, stellst nur Behauptungen auf um sie direkt zu wiederlegen...

      Dir ist bewusst das ein Spiel nur eine Momentaufnahme von etwas ist, wie ein Film, eine Serie oder ein Musikstück, alles kann in dieser Momentaufnahme sexistisch wirken weil man nicht universell alles beleuchten und darstellen kann, die Welt besteht nun mal aus mehreren Facetten und wenn in einem Spiel nicht alle davon beleuchtet werden kann (und darf) man das ganze nicht gleich in eine Ecke stellen.

      Zudem ist ein Spiel immer an eine bestimmte Zielgruppe gerichtet, da wird dann eben (um dieser Zielgruppe zu gefallen) extremst übertrieben. Kampfspiele mit eigener Brust-Physik zB.

      Wer mich in den Kommentaren hört denkt von mir auch ich wär Sexistisch, das kommt aber ganz aufs Spiel drauf an, in Wimmelbildspielen die sich im Frauengehirn abspielen spreche ich halt häufiger von komischen Dildoähnlichen Dingen die (typisch Frau) natürlich nur in deren Gehirn existieren, wär ich in einem Männergehirn würde ich umgekehrt sexistisch über Männer Witze machen (zB. über Dildoähnliche Dinge), betrachtet man nur ein Spiel könnte man davon ausgehen ich wär Frauenfeindlich, sieht man andere Spiele merkt man das dies eben nur ein Teil von mir ist.

      Wie Gronkh so schön sagt: Ist es nicht schon diskriminierend über eine bestimmte "Minderheit" (wie zB. Frauen, haha) keine Witze zu machen? Wenn schon dann sollte man sich über alle Lustig machen, inkl. Minderheiten.
      ——YouTube————————————————————————————————————————————
      — Endlos-Projekte: Minecraft (SinglePlayer), Craft The World, Banished, Besiege, Sims4
      — ..Abgeschlossen: Leisure Suit Larry 6+7, Dishonored, Surface 2+3, Mirrors Edge, uvm
      — . Kurz- Projekte: The Tower, Fighting Is Magic, Euro Truck Simulator 2, uvm
      — ......Retro-Ecke: Day Of The Tentacle, Flight Of The Amazon Queen, NFS: HP2, uvm
      ————————————————————————————————————————————TbMzockt.de—
    • Ich finde es fatal, dass solche Debatten in die Video-Spielkultur getragen werden. Ich hatte gehofft, man ist reifer: Die Debatte nicht darüber zu führen, wie "Sexismus" zu unterbinden oder "gerecht" zu gestalten ist, sondern darüber, wie der einzelne damit umgehen sollte und wo dabei die Grenzen des Zumutbaren liegen.

      Es ist nicht so, dass ich die Gefühle anderer Menschen nicht respektiere und achte: Aber ein wenig sollte man sich auch zusammenreißen können, anstatt anderenfalls bestimmte Kulturgüter - etwa Duke Nukem, The Witcher oder Tomb Raider - abzuwerten oder unterbinden zu wollen.

      Das sind Welten und Geschichten, die ich so erleben will, wie sie sind. (Oder auch nicht.) Die Grenzen künstlerischen Schaffens - seitens der Entwickler - will ich auch gewahrt wissen; und bewusst: "Grenzen" - die dort liegen, wo eine bewusste und eindeutige Hetze gegen bestimmte Gruppen stattfindet, die den Kontext, in dem sie steht, überschreitet.
    • TbMzockt schrieb:

      Ähm... was soll dieser Thread bewirken?

      Genau das was du gemacht hast. Drüber nachdenken.

      letheia schrieb:

      Tomb Raider

      Tombraider ist super, daknn man so ewig von rechts nach links Diskutieren, du glaubst nich was ich da alles bekloppte schon drüber gelesen habe. Da fässt man sich an den Kopf

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Achon ()

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      Habe über ganz ähnliche Thematiken schon einen Blogartikel geschrieben und ein Video erstellt. Daher nur kurz, da ich des Themas überdrüssig geworden bin: Sexismus in Videospielen ist ein mEn aufgebauschtes Thema. Es fußt zudem auf "uralten" Mechanismen (Starker Held vs. schwache/wunderschöne Damsel in Distress. Es ist längst m Begriff, sich entgegen Sexismus zu entwickeln. Man darf nur keine 180°-Wende von heute auf morgen erwarten.
    • letheia schrieb:

      Aber ein wenig sollte man sich auch zusammenreißen können, anstatt anderenfalls bestimmte Kulturgüter - etwa Duke Nukem, The Witcher oder Tomb Raider - abzuwerten oder unterbinden zu wollen.
      Das sind Welten und Geschichten, die ich so erleben will, wie sie sind. (Oder auch nicht.) Die Grenzen künstlerischen Schaffens - seitens der Entwickler - will ich auch gewahrt wissen; und bewusst: "Grenzen" - die dort liegen, wo eine bewusste und eindeutige Hetze gegen bestimmte Gruppen stattfindet, die den Kontext, in dem sie steht, überschreitet.

      Sehr wichtiger Gedanke. Man kann Stereotype nicht abschaffen. Das muss auch gar nicht das Ziel sein, kann sogar dem Ziel entgegen wirken. Wichtig ist, dass man im ansprechenden Rahmen sensibilisiert wird und versteht, was man sich da grad anschaut. Hat alles mit der Disposition zu tun. Ich selbst nehme Formate wie "Mitten im Leben" z.B. ganz anders auf als manche Kommilitonen, die nicht wissen, dass dort mit Skripten und Castings gearbeitet wird.

      Ansonsten ist mir im Eingangspost aufgefallen, dass die Verwendung von Stereotypen scheinbar mit Sexismus gleichgesetzt wird, wenn diese nicht auch kritisch behandelt oder gar umgekehrt werden. Das halte ich für den falschen Ansatz. Dass eine Frau gerettet werden muss, ist nicht gleich sexistisch. Das könnte es sein, wenn die Intention war, Frauen als das schwache Geschlecht darzustellen und das männliche Geschlecht aufzuwerten. Kann man meist nicht wissen, ist aber eigentlich der zentrale Aspekt beim Sexismus: Auf- und Abwertung. Wir müssen hier aufpassen, dass wir nicht zu sensibel auf diese bekannten Rollenverteilungen reagieren, denn sie sind für sich genommen völlig in Ordnung. Wie letheia schon schrieb, müssen wir uns nur immer bewusst sein, was wir da grade gucken / lesen / spielen.
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    • Außerdem kommt noch der Kapital Gedanke dazu, denn man beim Eingangspost aufgezählten Beispielen ganz gut ablesen kann. X-Blades ist fürwahr keine Perle des Spieldesigns, deswegen denkt sich der Publisher eben, machen wir ein hübsches leicht bekleidetes Mangamädel auf die Packung dann haben wir zumindest einige geile Säcke als Käufer, die sich für das Spiel vielleicht garnicht so interessieren. Nicht zu vergessen dabei auch, dass die aller Meisten Spieler immernoch männlich sind.
      Das Beispiel aus dem W40K Universum ist auch nicht so toll gewählt, weil die Hauptzielgruppe W40K Fans sind, und da muss die Lore dann einfach stimmen. Ein schmächtiger SpaceMarine gibt es halt einfach nicht. Da wäre dann ein StreetFIghter oder so besser gewesen.
      Es gibt aber auch Spiele, die durch ihre Qualitäten so überzeugen, dass ein Publisher nie reinreden würden. Denken wir da zB an Skyrim schon in FLußwald finden wir kleine Mädchen, die bösen Buben das Fürchten lehren. Und auch das Vanilla Art Design ist ja nicht sehr stereotypisch gehalten, da müssen dann schon Modder kommen und diese Komponente einfügen.
      Und damit sind wir dann auch wieder am Anfang angekommen. Wenn Du auf den skyrim Mod Nexus kuckst, sind diese ganzen Adult Mods die mit am beliebtesten. Ergo: Wollen die meistens männlichen Spieler, gerne leicht bekleidete Frauen sehn. Und daran ist ja auch nicht's auszusetzen und auch verständlich, dass Firmen den Spieler bieten, was sie am liebsten wollen. Wollen ja auch Geld verdienen ...

      Planescape: Torment, Dark Souls 2, Civ5 LPT, System Shock 2 LPT
      "Sei Du selbst der Wandel, den Du dir für diese Welt wünschst." - Frei nach Ghandi
    • Zu dem Thema Space Marine:

      wh40k.lexicanum.de/wiki/Space_Marines#Beschreibung

      Das sind Typen, die durch zig Prüfungen mussten, ein Implantat eingepflanzt bekommen und ne Rüstung tragen, die ne Rüstung die zig Kilo wiegen dürfte.

      Ebenso wirst du vermutlich niemanden schwaches bei den Eliteeinheiten der Welt finden, einfach weil die Anforderungen es nicht zulassen und die Prüfungen dafür hart genug sind.

      Dazu würde ich als netten Vergleich mal die Ausbildung beim KSK angucken, was man da so leisten muss.

      Zu der Rettung (ich selbst habs net gespielt): Ich verstehe nicht, weshalb es als Sexismus angesehen wird. Es geht, aus meiner Sicht, eig. nur darum jmd. mit einem hohen Dienstrang zu retten. Wenn man sich die Beschreibung der Space Marines durchliest, dann wird man am Ende darauf kommen, dass es schon ziemlich schwer sein dürfte überhaupt ein Space Marine zu werden. Noch schwerer ist es gegen andere dann im Dienstrang aufzusteigen. Alleine die Tatsache, dass diese Frau es geschafft hat, sollte einen bei näherer Betrachtung darauf bringen, dass sie nicht das Klischee des schwachen Opfers erfüllen kann. Das würde dann auch zum weiter beschriebenen Verlauf der Story passen.

      Optional kann ich noch empfehlen die Geschichte zu ihr auf dem Wahrhammer 40k Wiki nachzulesen.

      Zu X-Blades:

      Man macht immer Werbung entsprechend der Zielgruppe.
    • Ich finde Spielehersteller treffen teilweise idiotische Entscheidungen. Sagen wir Assassins Creed 5 wird mit Coop angekündigt und alle spielbaren Charaktere sind ohne guten Grund weiblich. Warum? Wollen die mich nicht als Spieler?

      Mit Space Marines und Warhammer Spielen kenne ich mich nicht aus. Aber sowohl Spiele mit geilen Stripperinnen als NPC als Spiele mit supermaskulienen Helden sind mit dem fünfzehnjährigen Brakhet im Hinterkopf entwickelt worden. Die einen schaue ich gerne an, in die anderen versetze ich mich gerne hinein. Rollenspiele wie Skyrim machen eine Gleichbehandlung gut, aber welches AAA-Spiel in letzter Zeit hatte einen weiblichen Hauptcharakter?
    • Brakhet schrieb:

      Ich finde Spielehersteller treffen teilweise idiotische Entscheidungen. Sagen wir Assassins Creed 5 wird mit Coop angekündigt und alle spielbaren Charaktere sind ohne guten Grund weiblich. Warum? Wollen die mich nicht als Spieler?

      Das war wirklich eine unglückliche Entscheidung, die vermutlich vor allem aus Faulheit entstanden ist. Wobei es doch eigentlich völlig egal ist. Wird ja keine Frau diskriminiert, man kann nur keine weibliche Figur spielen (die, wie die männlichen Figuren, im MP vermutlich eh keinen Charakter haben wird, was es umso unwichtiger macht). Ich finde es eigentlich absurd, dass wegen eines Modus, in dem die Spielfiguren wirklich nur als optische Repräsentation des Spielers dienen, so ein Tohuwabohu gemacht wird, aber im SP, in dem man bislang immer nur einen Mann spielen konnte, interessiert es keinen. Also, mich auch nicht. Aber warum man grad hier anfängt... Aber das ist halt die Gaming-Community.

      Weibliche Protagonisten in AAA gibt es echt nicht so viel. Wobei dieses Jahr z.B. noch Bayonetta 2 rauskommt.
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    • MrJonasTheJay schrieb:

      Videospiele-Entwickler wollen nun mal Aufmerksamkeit erregen, was natürlich nicht immer gut ist! Btw kennst du zufällig Anita Sarkeesian? Die macht echt gute Videos auf YT zum Thema Sexismus in Videospielen.


      Und die nennt ihren Kanal "feministfrequency". - Ich habe mir das Kanalintro angesehen und bevor man ihre Videos zum Thema "gut" nennt, sollte man ebenso darauf hinweisen, dass ihre Darstellung dort natürlich einem gewissen politischen Muster folgt. - Also lieber Achtung!
    • Die Frau kenne ich auch. Hatte mir damals die 3 Videos über Frauen in Videospielen angesehen, als sie grad rausgekommen waren. So richtig angetan war ich davon nicht, wenn ich mich recht erinnere. Sie hatte, glaube ich, nicht mit allem Unrecht, aber man sollte sich das wirklich mit zwei wachen Augen zu Gemüte führen. Ist mir jetzt aber auch zu lang, um es mir nochmal komplett zu geben.

      Aber Aufmerksamkeit wollten Ubisoft so bestimmt nicht erregen. Da muss man sich nur mal diese Texte vor jedem AC ansehen, dass da aus jedem Kulturkreis und jeder Religion mindestens ein Mensch irgendwo an der Entwicklung beteiligt war. Nicht, dass sich irgendjemand auf den Schlips getreten fühlt. Find ich auch immer etwas albern. Aber nein, die haben einfach nicht dran gedacht, weibliche Figuren einzubauen, und jetzt ist es wohl zu spät. Muss ja jedes Jahr ein AC raus kommen.
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    • Sie wär eine Lügnerin, weil sie ja angeblich gar keine Spiele selber spielen würde und nur wild auf den Controller rumdrücken würde. So was finde ich total dumm: selbst wenn das stimmt, kann das doch egal sein, ich mein die Videos sind gut recherchiert und erklärt, da kann es den Zuschauern doch egal sein, ob sie wirklich zockt oder nicht. Jemand deswegen als Betrügerin oder noch schlimmeres abzustempeln finde ich schon sehr extrem! Und dann bekommt sie noch dutzende Videoantworten, von die Leuten die die Videos von ihr eindeutig nur 2 Minuten geguckt haben, sich aber 20 Minuten darüber auslassen, wie wenig Sinn doch ihre Videos machen.
    • Gut, sicherlich, die Frau bekommt auch sehr unfaire Reaktionen. Hat inzwischen ja auch Kommentare etc. deaktiviert (was ich nicht gut finde, aber ich weiß auch nicht, wie groß der Anteil der Shitstorms war).
      Dass sie niemals gespielt hat, würde ich auch erst mal als Unterstellung bezeichnen. Ich gehe mal davon aus, dass sie irgendwann in ihrem leben mal nen Controller in der Hand hatte. Ist ein schlechtes Argument, weil man es nicht wissen kann.
      Aber wenn sie tatsächlich noch nie gespielt hätte, würde ich das als Argument gegen sie verwenden. Wenn ich öffentlich über eine Stunde ein Thema bespreche, muss ich mich auch mal direkt damit auseinandergesetzt haben. Vor allem, wenn man so einfach an Material kommt wie bei Videospielen. Ich würde auch niemanden ernst nehmen, der -meinetwegen- über die Darstellung weiblicher Figuren bei Shakespeare spricht, aber alles nur aus zweiter Hand (wissenschaftl. Arbeiten, Zusammenfassungen, etc.) hat, anstatt selber mal ein paar Stücke zu lesen und sich auch mal die eine oder andere Vorführung anzusehen. Und das ist, glaube ich, gerade bei Videospielen unheimlich wichtig.

      Ich erinnere mich daran, dass vor einigen Jahren im Rahmen eines School-Shootings ein Politiker Hand an Counter Strike gelegt hatte. Danach hatte er tatsächlich ein ganz anderes Bild davon und meinte, dass man damit nicht gleich jeden Jugendlichen zum Killer macht. Kann mich leider nicht mehr an den Namen oder anderes erinnern.
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    • Jaffar Anjuhal schrieb:

      Ich gehe mal davon aus, dass sie irgendwann in ihrem leben mal nen Controller in der Hand hatte. Ist ein schlechtes Argument, weil man es nicht wissen kann.
      Aber wenn sie tatsächlich noch nie gespielt hätte, würde ich das als Argument gegen sie verwenden. Wenn ich öffentlich über eine Stunde ein Thema bespreche, muss ich mich auch mal direkt damit auseinandergesetzt haben. Vor allem, wenn man so einfach an Material kommt wie bei Videospielen.

      Naja, also sie hatte mal einen SNES als sie klein war, aber mehr weiß man allerdings auch nicht.
    • Gut, geht jetzt langsam auch vom Thema weg. Ist, wie gesagt, auch nicht so wichtig, weil man es nicht weiß. Wichtig ist einfach, sich die Frau kritisch anzusehen. Gilt aber ohnehin für jede Quelle, und bedeutet nicht, dass sie nicht auch gute Argumente für ihre Seite vorbringt.

      Von mir noch drei Punkte:
      1. Es sind Videospiele. Und die haben nicht immer einen künstlerischen oder kritischen Anspruch. Manche davon wollen einfach nur Spaß machen. Und ich halte es nicht für gut, wenn wir überall wie bekloppt herumgendern. Damit versuchen ein paar Weltverbesserer momentan, unsere Sprache zu zerstören. Wenn die genug Gehör finden, schaffen sie das auch.

      2. Die Sache mit AC ist, als würde man sich bei Monopoly beschweren, dass es nur einen Zylinder, aber keine Schleife gibt.

      3.

      Zeitzeugin schrieb:

      Es ist längst m Begriff, sich entgegen Sexismus zu entwickeln. Man darf nur keine 180°-Wende von heute auf morgen erwarten.
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    • Ich gehe einfach mal dadurch aus, dass inzwischen jeder schon einmal den Namen Anita Sarkeesian gehört hat. Bei all der Übersättigung von Nachrichten welche die gute Dame inzwischen genießt, ist es auch schwierig nichts davon mit zu kriegen, wenn man sich in gewissen Kreisen befindet. Ich werde hier nicht meine Zeit damit verschwenden großartig über Anita zu reden – In meinen Augen ist sie eine manipulative, berechnende Frau die nicht auf Gleichberechtigung aus ist, sondern auf Ruhm und Geld. Mehr muss man über sie nicht wissen. Die Idee die ursprünglich hinter ihrer Kampagne steckt, wird jedoch spätestens seit dieses Thema eine derartig riesige Popularität gewonnen hat, alle 2 Wochen wieder aufgewärmt. Sexismus in Videospielen. Ich fange einfach mal damit an, indem ich behaupte die Aussage dass Frauen stellenweise nur als Sexobjekte in Videospielen genutzt werden ist nicht unbedingt unbegründet. Es wird sich darüber beschwert dass Frauen in Videospielen ein Schönheitsideal vorgeben, Stereotypen entsprechen und meistens entweder nur Trophäen, oder potentielle Mordopfer sind. Und schon stoßen wir auf die 3 größten Aspekte wenn es um das Thema „Feminismus“ geht.

      1) Die gewünschte Gleichberechtigung wird nicht gefordert. Natürlich kann man sagen Frauen sind nur Trophäen, potentielle Mordopfer und Beauty Queens. Genauso kann man aber sagen dass die männlichen Vertreter alles chauvinistische, potentiell mordende Macho-Top Model sind. Ich für meinen Teil halte mich für recht gut aussehend, aber ich kann mit dem 08/15 Waschbrettbauch Helden aus Action-Videospielen optisch genauso wenig mithalten wie die Durchschnittsfrau mit Lara Croft und Co. Trotzdem beschwere ich mich nicht darüber, leide nicht unter Minderwertigkeitskomplexen oder starte wütende Kampagnen in denen ich fordere solche Geschichten abzuändern. Und warum? Weil ich weiß, dass

      2) Videospiele ein Unterhaltungsmedium sind. Ganz grob ausgedrückt, sind Spiele interaktive Filme. Und das ist etwas, was viele der vermeintlichen „Verteidiger der Frauenrechte“ nicht zu verstehen scheinen. Wenn ein Autor eine wohlgemerkt fiktive Geschichte erzählt, dann ist es allein seine Entscheidung was darin passiert. Ich schreibe gelegentlich selbst Kurzgeschichten, und wenn ich einen Roman verfassen möchte in dem alle Frauen Amazonen Proportionen haben und leicht bekleidet die Männerwelt verwöhnen, dann kann ich das auch tun. Vice versa kann ich genauso gut mir ein Universum ausdenken, in dem die Frauen die absolute Macht haben, Männer lediglich zur Nachwuchsproduktion benötigt werden und nicht einmal im Traum daran denken würden, dem schönen Geschlecht zu widersprechen. Das würde ich nicht tun weil ich Frauen sexualisiert oder Männer unterdrückt sehen möchte, ich würde es tun weil ich es so für die Geschichte die ich erzähle vorgesehen habe. Und jetzt kommt der springende Punkt: Jeder hat das Recht anschließend diese Geschichte nicht zu mögen. Aber niemand hat das Recht mir dass erzählen dieser Geschichte zu verbieten.

      3) Man unterscheidet nicht zwischen guten und schlechten Stereotypen. Ja, man vergisst schnell dass Stereotypen auch mit etwas positiven in Verbindung gebracht werden. Als Deutscher ist ein beliebtes Klischee, immer ernst zu sein, keinen Spaß zu verstehen und auf sozialer Ebene recht kühl zu sein. Natürlich nicht unbedingt die besten Eindrücke. Genauso sagt man uns aber auch nach Überpünktlich, ehrlich und hart arbeitend zu sein. Und genau wie man hier unterscheiden sollte, sollte man auch bei Videospiel-Klischees unterscheiden. Natürlich basiert Lara Crofts Design auf dem „Sex Sells“ Prinzip, das streitet niemand ab. Aber genauso ist sie auch mutig, intelligent, sportlich…Was wiederum nicht unbedingt schlechte „Rolemodel“ Eigenschaften sind. Immer wieder fällt mir auf dass die „Kämpfer für Frauenrechte“ sehr schnell darauf zurückgreifen ihre Argumente zu wiederholen, selbst wenn man diese bereits entkräftigt hat. „Es ist egal ob es nur eine Geschichte ist, es ist trotzdem sexistisch!“„Diese Stereotypen sind schlecht für aufwachsende!“ An dieser Stelle frage ich: Anstatt euch zu fragen ob dies und jenes nun gut oder schlecht ist, sexistisch oder nicht – Habt ihr euch jemals gefragt, nur für eine Sekunde…Ob ihr vielleicht einfach nicht zur Zielgruppe gehört?Als Beispiel, die ganzen Seifenopern. Oder wie wäre es mit den ganzen „Frauen-Romantik Romanen“? Ihr wisst schon, die auf denen man grundsätzlich einen sehr gut aussehenden, durchtrainierten nackten männlichen Oberkörper sieht. Man muss nicht Literatur studiert haben um zu wissen dass diese Serien und Bücher das Gegenstück zu den vor Adrenalin und Testosteron strotzenden Actionstreifen der Männerwelt sind. Absolute Traummänner sowohl in Charakter als auch Aussehen, Romanzen und in den meisten Fällen ein bewusst gesetzter erotischer Unterton. Gegen so einen Sunnyboy dürften die meisten Durchschnittsmänner ziemlich blass aussehen. (No pun intended) Ist das nicht mindestens genauso sexistisch? Und trotzdem habe ich noch niemanden gehört der sich darüber beschwert – Weil akzeptiert wird, dass Man(n) nicht zur Zielgruppe gehört.

      Und zum Schluss noch für die, denen der Text zu lang war, hier eine finale Meinung zu dem Thema: Den Vertretern von Anitas Meinung geht es nicht um Sexismus oder Gleichberechtigung. Es geht darum dass etwas populär ist, dass ihnen nicht gefällt. Und sie das verhindern wollen.