Fantasy Life [3DS]

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    • Fantasy Life [3DS]

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      Ihr seid große Fans von J-RPGs und im Besitz eines Nintendo 3DS? Dann dürfte das heutige Spiel genau richtig für euch sein.


      Text-Review:

      Kommen euch Titel wie Dragon Quest, Nin no Kuni oder Professor Layton bekannt vor? Hinter diesen großen Titeln stecken die Entwickler von Level 5 die auch Fantasy Life für den Nintendo 3DS entwickelten. Hinter all diesen Titeln steckt eine recht ähnliche Ästhetik die man dem Studio hoch anrechnen kann. Prächtig animierte Sequenzen leiten bereits den Einstieg ein und neben den schönen 3D-Sequenzen entpuppt sich auch die Spielegrafik als farbenfroh und wirkt dank dem Comic-Look sehr erfrischend. Der 3D-Effekt entfaltet sich sehr gut und lässt die Framerate nicht einbrechen.

      Neben der feinen Gestaltung wirkt auch der Soundtrack mit meist recht ruhigen Tönen geradezu verzaubernd, es gibt sehr viele Stücke für eine Vielzahl an Gebieten, Minispielen etc. die nicht nur abwechslungsreich sind, sondern auch das Potenzial haben, richtige Ohrwürmer zu werden. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn an der Musik war der renommierte Komponist Nobuo Uematsu beteiligt, der schon für Final Fantasy und Super Smash Bros Musik komponierte und mit zu den fähigsten Spielekomponisten gehört.

      Kommen wir nach den ästhetischen Elementen zur Story:

      "Wir sind ein noch unbeschriebenes Blatt und in Kastell, der Hauptstadt des Reiches Reveria aufgewachsen. Für jeden Bürger kommt eines Tages ein Brief des Königs, mit dem es ihnen gestattet ist, endlich ein Leben anzufangen."Das klingt zunächst ein wenig seltsam, aber unter einem "Leben" versteht man in Fantasy Life einen Beruf. Nach einer Audienz beim König und dem Abholen einer Lizenz für das erste Leben, lernen wir auch unseren ersten Gefährten kennen - Flatterling, ein sprechender Schmetterling, der gerade in Bedrängnis gelang. Nach einer Hilfsaktion reisen wir zusammen mit unseren neuen Freund durch das ganze Reich und erleben viele Abenteuer. Storymäßig darf man hierbei jedoch nicht zuviel von Fantasy Life erwarten, denn darauf liegt nicht der Fokus. Der Plot ist vorhersehbar und Charaktertiefe ist nichts, dass man in Reveria ausfindig machen kann. Wie bei so etwas ein gutes Rollenspiel herauskommen kann? Das erklärt sich durch das vielfältige Gameplay des Spiels, dass diese Schwäche nichtsdestotrotz nur teilweise ausbügelt.



      Wie bereits erwähnt gibt es die Berufswahl im Spiel, die euer Erlebnis ganz entscheidend beeinflusst. Ihr könnt hierbei aus 12 jederzeit kombinier- und wechselbaren Berufen wählen, die euch bestimmte Fertigkeiten verleihen. Dabei handelt es sich entweder um Freischaltungen für den Kampf, oder um neue Möglichkeiten der Herstellung von Items. Es gibt also sehr viel zum Freischalten. Fantasy Life ist gewiss kein klassisches J-RPG, sondern mehr eine Kombination aus RPG und Simulation. So kann man neben den vielen Crafting-Möglichkeiten auch ein eigenes Haus gestalten, Haustiere halten, Läden ausbauen und noch viel mehr. Dabei ist das System nie besonders komplex, wirkt aber unglaublich motivierend. Die Vielfalt spiegelt sich auch in der Größe der Spielewelt wieder, die mit vielen sehr unterschiedlichen Gebieten auf sich aufmerksam macht. Hier kristallisiert sich allerdings auch ein primäres Problem von Fantasy Life heraus: Die schiere Anzahl an Möglichkeiten in Kombination mit den schwachen Charakteren macht den Einzelspieler-Modus sehr zäh und das Spiel eher zu einem netten Zeitvertreib.


      Schon in Vorab-Trailer wurde gezeigt, dass den Entwicklern vielmehr ein guter Mehrspieler-Modus wichtig war und genau das wurde auch realisiert. Ihr könnt zusammen mit bis zu 3 Spielern sowohl lokal, als auch über das Internet spielen. Dazu gibt es einen Ingame-Chat und noch einige weitere Mehrspieler-Funktionen die ein unkompliziertes Gameplay ermöglichen. Hier spielt das Spiel seine Stärken aus, da ihr euch dank des gut ausgearbeiteten Berufssystems gegenseitig unterstützen könnt, ohne jeden Beruf in einem langen Prozess zu lernen, der auf Dauer ermüdend sein kann. So kann z. B. ein Charakter als Holzfäller und Schürfer unterwegs allerlei Hölzer und Erze einsammeln, die ein Schmied und ein Schreiner anschließend weiterverarbeiten kann und der Gruppe zur Verfügung stellt. Das sorgt dafür, dass ihr die Zeit für Fantasy Life kürzen könnt und das Erlebnis intensiver wird. Dieses wird lediglich durch den recht unübersichtlichen Questlog geschmälert.

      Auch die Steuerung wurde gut umgesetzt, wobei anzumerken ist, dass das Action-Kampfsystem keine Combos zulässt und man somit größtenteils nur auf die A-Taste und das Circle-Pad angewiesen ist.Der Fokus im Kampf gegen mehrere Gegner muss dabei mit Y gewechselt werden, was nicht direkt aus dem Interface hervorgeht. Ansonsten liefert es sich Fantasy-Life jedoch keine weitere Schwäche.




      Fazit:
      Wenn ihr Fans von Spielen wie Dragon Quest und Animal Crossing seid, macht ihr mit Fantasy Life nichts verkehrt. Der Singleplayer ist aber leider eher etwas für Liebhaber.
      Wenn ihr jedoch zusammen mit Freunden spielen wollt, dann vermittelt Fantasy Life derzeit eines der besten Mehrspieler-Erlebnisse für den Nintendo 3DS. Der Spielspaß ist langanhaltend und für jede Altersgruppe gegeben.