YouTube-Musik zukünftig kostenpflichtig?

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    • YouTube-Musik zukünftig kostenpflichtig?

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      Zu später Stunde melde ich mich mal zu Wort.
      Beim surfen bin ich auf einen interessanten Link gestoßen. Darin wird beschrieben, das YouTube in Zukunft Musik Abos anbieten wird. Das geistreiche Geschäftsmodell von Google wird es unter anderem vorerst in den USA, Großbritannien und Frankreich geben. Der Preis soll zukünftig 10 US-Dollar betragen. Auch wenn die GEMA meist die Firma ist, die in der Schule immer das Essensgeld gestohlen bekommen hat, rettet sie uns nun. Da momentan keine Einigung seitens der GEMA und YouTube in Sicht ist, wird dieses spitzen Abo-Modell nicht zu Mord und Totschlag in Deutschland führen. Dennoch wollte ich euch mal befragen wie ihr zu der ganzen Sache steht und wie ihr denkt, wie das in Zukunft weiter laufen wird. Wird die GEMA sich auf den Schoss der Google-Tochtergesellschaft setzen und schön brav Hund spielen oder wird es zu keiner Einigung kommen? Denkt ihr das das Abo-Modell Sinn macht und würdet ihr dafür bezahlen, auf YouTube Musik zu hören und zu downloaden?

      Nachlesen könnt ihr hier heise.de/newsticker/meldung/Yo…t-fuer-Musik-2454897.html

      Watch RTL, they said. It will be fun, they said.
    • Du hast anscheinend das Wichtigste direkt aus der Überschrift überlesen..

      Ich zitiere
      Neben dem Gratis-Angebot mit Werbung gibt es künftig auch einen bezahlten Abo-Dienst, bei dem auf Anzeigen verzichtet wird.
      .

      Du kannst weiterhin wie gehabt gratis Musik anhören und bekommst dafür weiterhin wie gehabt werbung...es ändert sich für Leute die kein Abo wollen exakt NICHTS.

    • Wäre sicherlich nichts das man sich holen müsste.
      Die paar Sekunden Werbung kann man ertragen oder auch gleich so ein hinterlistiges Wiesel sein und Adblocker anschalten, damit keiner Geld verdient.
      Frage mich ob es wirklich welche geben wird die es sich holen, weil es definitiv bessere Dienste gibt für Musik als jetzt Youtube.
    • Was mir nicht in den Kopf geht: Warum wollen manche Leute mit Youtube Geld verdienen und regen sich über Adblocker auf - wollen im Gegenzug aber kein Geld für Musik ausgeben? Musik zu komponieren und einzuspielen ist unglaublich aufwendig. Ich kenne ein paar Jungs aus Paderborn, die Musik für Freizeitparks, Filme und Fernsehen produzieren. Die sitzen mal locker ein halbes Jahr an 800 Minuten Musik.

      Ihr wollt doch auch für Eure Arbeit entlohnt werden!


    • Egal wie - die GEMA wird wieder versuchen, den meisten Profit aus der Sache zu schlagen und damit uns Normalbürger entweder zur Kasse bitten oder eben Musik sperren lassen. Ist eben leider so ein Drecksverein. :/
      Kostenpflichtige Modelle kämen schon allein deswegen für mich nicht in Frage, weil ich keine Lust habe, den Vorständen der GEMA die Autos zu finanzieren, während kleine Künstler am Hungertuch nagen.
    • Wieso nagen kleine Künstler wegen der GEMA am Hungertuch? Ich kenne mich nicht in allen Einzelheiten mit der GEMA aus, aber ist es nicht so, dass der Künstler bzw. das Plattenlabel selbst entscheiden kann, ob es mit der GEMA kooperiert oder nicht? Es ist doch ganz einfach, die GEMA sorgt dafür, dass der Künstler und das Label immer dann Geld bekommt, wenn seine Lieder in Deutschland gespielt werden. Dafür bekommt die GEMA ihren Anteil und der Künstler gibt einen Teil seiner Autorität auf. Wer das nicht will, lässt eben die Finger davon.

      Bei Autoren ist es doch nicht anders. Wenn sie ihre Bücher verlegen lassen, dann dürfen sie auch nicht mehr beliebig ihr eigenes Werk verschenken.

      Man kann über die GEMA und deren Sinn, denken, was man will. Aber sie ist nicht schuld daran, wenn Künstler verhungern. Und sie ist nicht dafür da, damit wir in unseren Videos deren Musik nutzen können. Beschwert euch also lieber bei Youtube, dass es nicht an einer Einigung mit der GEMA interessiert ist, mit der alle Seiten - YT, Künstler, GEMA, Zuschauer und Youtuber - leben können.
      Mein Youtube Channel:
      youtube.com/ak131554
    • Na hier geht ja auch wieder die rhetorische Post ab. Halbwissen, Suggestivfragen ... alles prallt aufeinander und bildet einen netten Brei.

      Nabuo schrieb:

      Auch wenn die GEMA meist die Firma ist, die in der Schule immer das Essensgeld gestohlen bekommen hat, rettet sie uns nun.


      Die böse Gema rettet uns also...wovor? Vor einem freiwilligen Angebot? Von der Möglichkeit, Musik werbefrei für Geld zu hören? Na ein Glück ich weiß schon garnicht mehr wohin mit all den freiwilligen Angeboten.

      Nabuo schrieb:

      Da momentan keine Einigung seitens der GEMA und YouTube in Sicht ist


      Woher nimmst du diese Information? Selbstverständlich ist eine Einigung in Sicht. Für sowas gibt es eine Schiedsstelle. Gema und Youtube können garnicht anders, als sich dazu zu einigen. Mehr dazu unten.

      Nabuo schrieb:

      wird dieses spitzen Abo-Modell nicht zu Mord und Totschlag in Deutschland führen.


      Dieses geistreiche spitzen Abo-Modell....wo ist jetzt eigentlich genau dein Problem, was stößt dir so sauer auf? Das ist doch nichts neues oder ungewöhnliches. Überall werden werbefreie Premiummodelle angeboten, warum sollte Google das nicht dürfen? Und warum bedarf es plötzlich diesem Sarkasmus, dass es solche Angebote gibt.

      Nabuo schrieb:

      Wird die GEMA sich auf den Schoss der Google-Tochtergesellschaft setzen und schön brav Hund spielen oder wird es zu keiner Einigung kommen?


      Ich weiß nicht ob du die Gema richtig verstanden hast. Sie unterliegt dem Kontrahierungszwang. Sie MUSS die Rechte für die Musiknutzung jedem ermöglichen der danach fragt und dafür bezahlt. Einzig und allein die Höhe des Entgeldes ist zwischen beiden Parteien das Thema. Sollte mittelfristig keine Einigung erzielt werden, landet der Streit bei einer Schiedsstelle, das ist das Marken- und Patentamt, da wird die Sache dann geklärt. Und dann kann sich Youtube am Ende überlegen, ob es den Dienst anbietet oder nicht, ob sich das lohnt und zu welchen Konditionen es sich lohnt. Daher dass es jede Menge Musik Streaming-Dienste gibt, die Flatrates für 10 Euro anbieten können wir wohl erahnen, dass es sich sehr wohl lohnt, auch wenn man einen Betrag entrichtet bei dem die Gema einschlägt. Denn wie man mittlerweile weiß ist das garnicht so besonders viel. Künstler können auch durchaus für eine Million Klicks noch unter 20$ verdienen auf so einem Streaming Dienst.
      Selbstverständlich behauptet Google jedoch etwas völlig anderes, eben um Druck auf die Gema auszuüben. Daher auch der komische Warnhinweis, den Google mittlerweile entfernen musste. Die Gema konnte gerichtlich erwirken, dass google die völlig verzerrende Meldung "die Gema hat uns die Rechte nicht eingeräumt"- verändern musste. Nun steht dort, man hätte sich nicht einigen können, was der Realität deutlich näher kommt.

      Nabuo schrieb:

      Denkt ihr das das Abo-Modell Sinn macht und würdet ihr dafür bezahlen, auf YouTube Musik zu hören und zu downloaden?


      Ich denke durchaus dass so ein Modell für den Benutzer sehr viel Sinn macht. Für den Konsumenten. Ich für meinen Teil zahle sehr gern dafür, Musik hören zu können, und das prinzipiell mit reinem gewissen, weil der Künstler von dem Geld etwas sieht. Theoretisch. Ich denke aber dass dieses Abo Modell für den Künstler deutlich weniger Sinn ergibt. Und auch ich als Konsument habe noch immer mehr davon, mir eine CD zu kaufen. Aktuell habe ich daher einen Dienst abonniert, von dem ich Musik beziehe, die ich mir dann bei Gefallen auf CD kaufe. Für mich ist wichtig dass die Band entlohnt wird und nicht von einem streaming Dienst über den Tisch gezogen wird. Aber ob ich den gestreamten Teil meiner Musik jetzt von Youtube beziehe, von Spotify oder Napster, das ist mir völlig Wurscht.

      Sven_Zockt schrieb:

      Die sitzen mal locker ein halbes Jahr an 800 Minuten Musik.


      Ein halbes Jahr an 800 Minuten? Das ist aber tüchtig. Es gibt Bands die brauchen für ein Album von 60 Minuten mehrere Jahre.

      Julien schrieb:

      uns Normalbürger entweder zur Kasse bitten oder eben Musik sperren lassen.


      Das ist nicht hundertprozentig korrekt. Versuch einfach mal, als Privatperson für die kommerzielle Nutzung eines Songs auf Youtube, die Rechte für den Song bei der Gema anzufragen. Die werden dir erzählen dass du nicht in der Zahlungspflicht bist, der Zahlungspflichtige nach Auffassung der Gema ist eindeutig Youtube, Privatpersonen werden hier eben nicht, und zwar absichtlich nicht zur Kasse gebeten. Das ist es, was die derzeitige Situation auf Youtube für Coverkünstler so wahnsinnig schwierig macht. Denn die Veröffentlichung ohne das Einverständnis der zuständigen Verwertungsgesellschaft ist illegal. Aber die Rechte dafür kann man sich als Privatperson nicht geben lassen, youtube will jedoch nicht zahlen was die Gema verlangt. Aus dieser Patt-Situation ergibt sich für den Künstler eigentlich eine absolute Sperre aus der man nicht herauskommt, denn jegliche Veröffentlichung von Coverversionen ist illegal und man kann nichts dagegen tun.
      In diesem Fall leider zu Recht könnte die Gema jedes einzelne Musikvideo und jeden einzelnen Coversong für Deutsche Nutzer sperren. Tut sie aber nicht. Wieso? Weil sie den kleinen Künstler nicht für den Streit mit Youtube bestrafen will. Es werden absichtlich keine kleinen Kanäle pönalisiert, das ist auch auf der Seite der Gema bzw. der Faq nachzulesen. Mir ist dazu auch derzeit kein Fall bekannt, in dem sowas mal passiert wäre, zumindest nicht aus diesem Grund.
      Wenn man über die Gema schimpft sollte man daher definitiv auch bedenken, dass es eben auch eine andere Seite gibt, und dass selbst die alte Gema andere Seiten hat. Dass sie umstrukturiert gehört und dass aufhören muss, dass sie z.b. die Künstler höchst effizient vor ihnen selbst beschätzt, geschenket, da brauchen wir uns nicht drüber untehalten. Als Cover Musiker bin ich auch nicht unbedingt ein Fan der Gema, aber man muss eben auch alles ein wenig differenziert sehen.


      Julien schrieb:

      Kostenpflichtige Modelle kämen schon allein deswegen für mich nicht in Frage, weil ich keine Lust habe, den Vorständen der GEMA die Autos zu finanzieren,


      Musik auf CD zu kaufen ist prinzipiell aber auch ein kostenpflichtiges Modell, und auch damit bezahlst du dem Vorstand der Gema anteilig die Autos. Bedeutet das, dass du prinzipiell kein Geld für Musik von Gema-Kunden ausgibst? Damit würdest du allerdings weder dem kleinen, noch dem großen Künstler helfen.
      Bye bye Let's Plays. Bei mir gibts nur noch Mucke. Damit kenn ich mich wenigstens aus.
    • DDGX1982 schrieb:

      Musik auf CD zu kaufen ist prinzipiell aber auch ein kostenpflichtiges Modell, und auch damit bezahlst du dem Vorstand der Gema anteilig die Autos.

      Auch USB-Sticks zu kaufen bedeutet, der GEMA die Autos zu finanzieren...


      DDGX1982 schrieb:

      Bedeutet das, dass du prinzipiell kein Geld für Musik von Gema-Kunden ausgibst? Damit würdest du allerdings weder dem kleinen, noch dem großen Künstler helfen.

      Richtig. Vielleicht nicht prinzipiell, aber doch größtenteils. Ich helfe lieber kleinen Künstlern, die nicht bei der GEMA sind und kaufe ihre CDs direkt beim Konzert. Das finde ich ein sehr viel besseres Modell und bezahle dafür gern auch ein bisschen mehr.
      Ist klar, dass das ab einer gewissen Größe nicht mehr geht, aber dann haben die Künstler das ja meistens eh nicht mehr nötig...
    • DDGX1982 schrieb:

      Sven_Zockt schrieb:
      Die sitzen mal locker ein halbes Jahr an 800 Minuten Musik.


      Ein halbes Jahr an 800 Minuten? Das ist aber tüchtig. Es gibt Bands die brauchen für ein Album von 60 Minuten mehrere Jahre.


      Da wiederholt sich aber auch viel. Eine Achterbahn hat beispielsweise ein "Main-Theme" welches dann in der Warteschlange in 20 verschiedenen Versionen läuft - je näher man an den Einstieg in den Wagen kommt, desto intensiver wird mit der Musik Spannung aufgebaut. Trotzdem darf kein großer Bruch passieren - es muss zusammengehören.


      Zum Beispiel:

      Wartebereich Wervelwind
      Onride Wervelwind


    • Julien schrieb:

      DDGX1982 schrieb:

      Musik auf CD zu kaufen ist prinzipiell aber auch ein kostenpflichtiges Modell, und auch damit bezahlst du dem Vorstand der Gema anteilig die Autos.

      Auch USB-Sticks zu kaufen bedeutet, der GEMA die Autos zu finanzieren...

      Das ist doch reine Polemik. Egal, was du machst, irgendjemandem finanzierst du damit das Auto. Krankenkasse, Bank, deinem Chef. Es ist nunmal so, Geschäftsführer und Manager werden am Erfolg des Unternehmens gemessen, welches sie leiten. Und wenn sie die GEMA so gut führen, dass der Aufsichtsrat der Meinung ist, dass ein neuer Wagen angebracht ist, dann ist das doch nicht verwerflich. Und offensichtlich machen sie ihre Arbeit gut, denn es gibt die GEMA noch und eine Menge namhafte Künstler lassen ihre Rechte von der GEMA verwerten.
      Mein Youtube Channel:
      youtube.com/ak131554
    • ak131554 schrieb:

      Das ist doch reine Polemik. Egal, was du machst, irgendjemandem finanzierst du damit das Auto. Krankenkasse, Bank, deinem Chef.

      Die Krankenkasse, die Bank und mein Chef haben aber nichts davon, wenn ich mir einen USB-Stick kaufe. Die GEMA allerdings schon, indem sie einfach mal kackdreist behauptet, sie müsse am Verkauf von Datenträgern, die überhaupt nichts mit Musik zu tun haben, was verdienen. Klar ist das legal, aber trotzdem vollkommen bescheuert.


      ak131554 schrieb:

      Und offensichtlich machen sie ihre Arbeit gut, denn es gibt die GEMA noch und eine Menge namhafte Künstler lassen ihre Rechte von der GEMA verwerten.

      Aus Mangel an Alternativen. Das kann ich dir versichern. Kritik an der GEMA gibt es genug.



      Aber gut, das ist ja kein GEMA-Thread hier, also bin ich wieder raus.