Krebs: Die beste Art zu sterben?

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    • Krebs: Die beste Art zu sterben?

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      Ein britischer Professor löst eine Kontroverse zum Thema Krebs aus: Der Tod durch Krebs sei die beste Art zu sterben, argumentiert Richard Smith. Deshalb solle man aufhören, Milliarden für die Suche nach einem Heilmittel zu "verschwenden".

      Bei Vorträgen fragt der Honorarprofessor die Menschen im Publikum häufig, wie sie sterben wollten. Die meisten entschieden sich für den plötzlichen Tod. Smith sagt dann: „Das mag für Sie okay sein, aber es kann sehr hart für die Menschen um sie herum sein, besonders wenn man eine wichtige Beziehung verletzt und ungekittet zurücklässt.“

      Smith schreibt, es gebe im Wesentlichen vier Arten, zu sterben: erstens der plötzliche Tod, zweitens der langsame Tod durch Demenz, drittens der Auf-und-ab-Tod durch Organversagen und viertens der Krebstod.

      focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/er-will-suche-nach-heilmittel-einstellen-forscher-krebs-ist-die-beste-art-zu-sterben

      Ist Krebs der beste Weg zu sterben? Auf welche der 4 genannten Arten würdet ihr am liebsten sterben?
    • Gewagte Aussage. Krebs ist eine zerstörende Diagnose, dann kommen die Ängste, die Krankheit und oft ein verzweifelter Kampf.
      Ich glaube nicht das es die beste Art ist zu sterben, da kann man jeden Krebspatienten fragen.
      Was sein kann ist das man sich eben mit so einer Diagnose der eigenen Sterblichkeit bewusst wird und sich intensiv mit seinen Zielen im Leben noch auseinandersetzen kann bevor man stirbt. Manche können sich noch selbst verwirklichen, viele aber nicht.
      Aber es ist eine interessante Art sich mit dem Thema Tod mal auseinanderzusetzen.
    • Plötzlicher Tod!
      Da bin ich egoistisch. Auch wenn es für die Hinterbliebenen am Schlimmsten sein mag, ich hätte keinen Bock zu leiden.
      Außerdem wieviel Prozent der Leute, die an Krebs sterben, tun dies ohne Diagnose und dann ohne Behandlung?
      Wenn ich da an Chemotherapien denke, bei denen du ständig über der Kloschüssel hängst, SO die letzten Wochen oder Monate zu verbringen ist sicher auch nicht angenehm.
      Außerdem ist Heilung immer besser als an einer Krankheit zu sterben. Mag sein, dass ich danach an etwas "Schlimmerem" sterbe als an Krebs, aber wenn ich dafür 20 Jahre länger leben konnte, mehr von der Welt sehen konnte, neue Freundschaften schließen konnte und (OH JA, das ist mein voller Ernst!!!!) noch die Entwicklung der Videospiele in diesen 20 Jahren miterleben durfte, dann ist das verdammt nochmal ein guter Grund weiterzuleben und danach dann vielleicht elendiger zu sterben.
      Außerdem zeigt meine Erfahrung, dass auch bei "angekündigtem Tod" durch eine langwierige Krankheit, viele Menschen in meinem Umfeld sehr unvorbereitet sind und genauso hart kämpfen wie bei einem plötzlichen Todesfall.
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      Ich bin auch der Meinung,dass der plötzliche Tod der beste ist.

      Krebs ist einfach nur ein langsames Geqäle bis zum Tod. Ich sehe es gerade wieder an meiner Oma, die im Oktober die Diagnose für Magenkrebs bekommen hat. Man leidet nur noch und zwar an allem man hat keine Lust mehr, man hat kein Apetit mehr, da man immmer weniger schmeckt und hungert immer weiter vor sich her bis man fast verhungert.
    • Das ist wirklich sehr gewagt. Wir könnte ja mal zu ein paar Krebsüberlenden gehen und fragen: "Wärt ihr gerne an der Krankheit gestorben?" Meine Vorgesetzte auf der Arbeit hat Brustkrebs gehabt und überlebt und wir Angestellten haben das natürlich mitbekommen. Sie wirkt nicht wie eine Person, die gern daran gestorben wäre.

      Außerdem ist diese Krankheit nicht mit schrecklichen Schmerzen verbunden, wenn man sie unbehandelt lässt? Also Schmerzmittel brauchen die Krebspatienten sicher alle...

      Zum plötzlichen Tod: Meine Arbeitskollegin hat mir erzählt, wie ihr Vater gestorben ist. Er ging nach einem Fußballspiel in die Kneipe und fiel um und war tot. Ich habe zu ihr letztens mal gesagt: "Sicher, für euch mag es schrecklich gewesen sein, aber dein Vater hat einen sehr glücklichen Tod gehabt." Daraufhin hat sie gelächelt und gesagt: "Ja, er ist umgeben von seinen Freunden gestorben."

      Vorletztes Jahr ist mein Opa gestorben, er hatte einen Herzinfarkt und wurde zuerst operiert, aber dann hat er 6 Monate vor sich hingesiecht, das war sehr schlimm für alle Beteiligten. Ich denke oft, es wäre besser gewesen, wenn der erste Herzinfarkt es beendet hätte. Es hat echt wehgetan, meinen OP so siechend an den Schläuchen herumliegen zu sehen...

      Was mich selbst angeht... ein plötzlicher Tod wäre das schönste für mich. Am besten im hohen Alter. Ich hoffe, ich bekomme keine tödliche Krankheit, denn ich stelle es mir furchtbar vor, zu wissen, man stirbt und kann nichts dagegen tun...
    • Plötzlicher Tod (natürlich in hohem Alter, nachdem ich nicht mehr so vital bin) - die Wartezeit ist für jeden eh das schlimmste, sei es auf die Bahn, auf irgendeinen Termin, im Supermarkt .. und natürlich auch auf den Tod

      Wenn ich höchst dement werden sollte, will ich so nicht weiterleben. Was ist das bitte für ein Leben? Eine Belastung für Familie, Umfeld etc.
      Sozusagen jeden Tag das Leben neu beginnen, nur bestimmte Evolutionsschritte übersprungen .. naja
    • Im Grunde schließe ich mich den Anderen an. Wenn Krebs die beste Art zu sterben sein soll, dann möge mich bitte sofort jemand erschießen.

      Wenn ab einem gewissen Punkt feststeht, dass der Patient es ohnehin nicht schaffen wird, ist es für alle Beteiligten nur noch eine Frage des Wann. Es kann recht schnell und ohne langes Leiden gehen, es kann aber auch passieren, dass der Patient einige Wochen lang von Morphium benebelt vor sich hin vegetiert, kaum bis gar nicht mehr ansprechbar ist, kaum etwas wahrnimmt und trotz allem unter starken Schmerzen leidet. Soetwas wünscht auch seinen ärgsten Feinden nicht.

      Und für die Angehörigen ist das auch nicht einfach. Jemanden mit Krebs im Endstadium zu sehen finde ich persönlich schlimmer als mich damit abzufinden, dass er nicht mehr da ist. Persönlich Abschied nehmen hin oder her.
    • Ich hab jetzt mal den Blogtext von Smith gelesen. Ich verstehe, was er grundsätzlich sagen möchte, und tatsächlich klingt die Möglichkeit, alles Angefangene zu beenden und sein Leben tatsächlich abzuschließen, recht verlockend. Sollte ich irgendwann so alt werden, dass ich mein Ende nahen fühle und es für mich akzeptieren kann, fände ich es auch klasse, wenn ich zu all dem noch die Gelegenheit hätte.
      Davon ab denke ich, dass dieser Mensch erst mal ein paar Schläge auf den Hinterkopf vertragen könnte, obwohl er davon wohl schon zu viel hatte. Würde aber meinen Ärger über diesen Text etwas mildern. Wobei ich im Moment nicht mal weiß, worüber ich mich mehr aufrege: Das aus dem auf die Betrachtung des Themas angewandten Tunnelblick resultierende Fehlen von Logik, oder aber die wahnsinnige Idee, einfach mal sämtliche Forschungen nach einem Heilmittel einzustellen, weil der Tod durch Krebs eigentlich jedem ein innerer Reichsparteitag sein sollte.

      Allein die Unterteilung des Todes in vier Arten ist doch schon beliebig konstruiert. Es gibt den plötzlichen Tod, der langsame Tod existiert aber erst mal nur in Form von Demenz, Organversagen ist weder das Eine noch das Andere, obwohl es zu beidem passen kann, und Krebs ist nochmal ein Sonderfall, obwohl man den eigentlich auch woanders unterbringen könnte. Selbstmord oder Mord möchte der gute Mann dann auch zu keiner der vier Arten dazuzählen, und die ganzen anderen Todesarten werden außer Acht gelassen (mag sein, dass er die zu Organversagen dazuzählt, aber davon würde ich nur sprechen, wenn ein Organ unter normalen äußeren Umständen den Dienst verweigert).

      Der Hammerschlag für mich war dann aber, dass er selbst darum weiß, wie er den Krebstod romantisiert, aber dann im gleichen Satz versucht, aus dieser verklärten Weltsicht -die ihm bewusst ist- heraus ein Mandat für die Forschung zu formulieren. Aber gut, wer glaubt, dass Krebs sich mit "Liebe, Morphium und Whiskey" super aushalten lässt, von dem erwarte ich auch keinen anderen Schluss.
      Dass der Rest der Familie dann unter Umständen, sollten sie diese Dreieinigkeit des Blödsinns zu sich nehmen, mit starken Suchtproblemen zu kämpfen hat, was aber nicht egal ist, weil sie eben keinen Krebs haben, beachtet Smith nicht. Gut, das war jetzt eine Spitze. Aber tatsächlich beachtet er überhaupt nicht, was für ein Stress auf eine Familie zukommen kann, wenn die Krebsdiagnose eintrifft. Ob die Therapie nun gewählt wird, oder nicht. Und egal, ob man nun Zeit zum Verabschieden hatte oder nicht: Der Tod eines geliebten Menschen ist immer ein sehr belastendes Ereignis. Ob man den Schock eines Unfalltodes überhaupt gegen die Belastungen des Wissens darum, dass bald jemand Nahes stirbt, aufwiegen sollte, darf jeder für sich entscheiden. Ich halte keins von beidem für eine besonders schöne Alternative, und deshalb halte ich es auch für verachtenswert, Krebs als etwas ganz Tolles für die Angehörigen darzustellen.

      Ein Kommentar unter dem Text hat noch einen sehr interessanten Aspekt hervorgebracht: Smith differenziert überhaupt nicht, wann der Tod eintritt. Wenn jemand um die 90 ist, mag der schnelle Tod durch Krebs, bei dem nur die Schmerzen mit Drogen unterdrückt werden, einer langwierigen Therapie tatsächlich vorzuziehen sein. Aber was ist mit einem Menschen Mitte 20? Was ist, wenn jemand kleine Kinder hat?

      Davon ab halte ich es generell für bedenklich, so allgemein über das "bestmögliche Sterben" zu sprechen. Unzählige Variablen können das beeinflussen. Sicherlich kann auch Krebs mitunter anderen Arten zu sterben vorzuziehen sein. Für manche Angehörige wird das tatsächlich besser sein, als wenn jemand unvorhergesehen ablebt, weil sie so die Zeit finden, sich mit dem Gedanken zu arrangieren (während andere, wie erwähnt, dadurch nur über einen langen Zeitraum hinweg belastet werden). Das ist ein so individuelles Thema, dass am Ende jeder seine eigene Antwort finden muss.

      Smith schließt hier einem Einzelfall, in dem Krebs tatsächlich die bestmögliche Art zu sterben war, auf die Allgemeinheit. Leitet daraus eine Kausalität ab, die nicht existiert. Das finde ich schade, denn er schreibt auch davon, dass Ärzte häufig Leute am Leben zu erhalten suchen, um ihnen etwas Gutes zu tun, sie damit letztlich aber nur immer weiter quälen. Das ist ein nicht unwichtiger Gedanke, der durchaus Substanz hat und immer wieder eine Diskussion wert ist. Aber das alles verbaut er sich durch seine Romantik, die einen eingefahrenen Tunnelblick auf das Thema erzeugt und dafür sorgt, dass seine Position anstatt von großer Sensibilität vom genauen Gegenteil zeugt.
      It doesn't really matter if there is no hope
      As the madness of the system grows
    • Was zur hölle?
      In meiner familie gabs mehrere todesfälle durch Krebs. Meine Mutter als ich 5 war und vor ein paar jahren auch meine Stiefmutter.
      Unterleibs und Schwarzer Hautkrebs.
      An Krebs zu verrecken ist nicht wirklich geil. Chemo ist auch nicht geil.
      Das ist alles Qual und Schmerzhaft, Unschön für Familie und Verwandte. Und der Schmerz am ende bleibt gleichgroß, ganz egal wie kurz oder lang der leidensweg war, egal wie gut man sich darauf vorbereitet haben will. Ich für meinen Teil werde, Solange ich keinen Unfall o.ä. erleide, den Todeszeitpunkt von mir Selbst entscheiden. Ich will nicht mit Krebs oder sosntigem im bett vergammeln, Hoffen das die Chemo anschlägt und die ganze zeit nur Kotzen. Vorallem wenn ich weiss das es mich am ende Eh zerreist.

      Wenn ich merke das ich nicht mehr kann wie ich will besorg ich mir ein paar in Deutschland nicht legale Substanzen, Mache Party, Fresse wie ein König, Werde noch ein letztes mal richtig guten Sex mit meiner Freundin haben, Verabschiede mich von jedem der mir wichtig ist und BLAM. Ende im Gelände. Biomasse im Grab. Klappe zu - Affe tot.

      Alte Videospiele und Randomstuff.
    • Jaffar Anjuhal schrieb:

      Davon ab halte ich es generell für bedenklich, so allgemein über das "bestmögliche Sterben" zu sprechen. Unzählige Variablen können das beeinflussen. Sicherlich kann auch Krebs mitunter anderen Arten zu sterben vorzuziehen sein. Für manche Angehörige wird das tatsächlich besser sein, als wenn jemand unvorhergesehen ablebt, weil sie so die Zeit finden, sich mit dem Gedanken zu arrangieren (während andere, wie erwähnt, dadurch nur über einen langen Zeitraum hinweg belastet werden). Das ist ein so individuelles Thema, dass am Ende jeder seine eigene Antwort finden muss.

      Smith schließt hier einem Einzelfall, in dem Krebs tatsächlich die bestmögliche Art zu sterben war, auf die Allgemeinheit. Leitet daraus eine Kausalität ab, die nicht existiert. Das finde ich schade, denn er schreibt auch davon, dass Ärzte häufig Leute am Leben zu erhalten suchen, um ihnen etwas Gutes zu tun, sie damit letztlich aber nur immer weiter quälen. Das ist ein nicht unwichtiger Gedanke, der durchaus Substanz hat und immer wieder eine Diskussion wert ist. Aber das alles verbaut er sich durch seine Romantik, die einen eingefahrenen Tunnelblick auf das Thema erzeugt und dafür sorgt, dass seine Position anstatt von großer Sensibilität vom genauen Gegenteil zeugt.


      Deinem gesamten Text kann ich absolut zustimmen. Insbesondere finde ich es bedenklich, dass er das ganze Thema sehr stark zu pauschalisieren scheint.
      Man kann Krebs nicht über einen Kamm scheren. Es gibt gutartige Tumoren, bösartige, operable, inoperable, welche die auf Chemotherapie ansprechen, andere wiederum nicht, das gleiche gilt für die Strahlentherapie. Aktuell (sowie auch zuvor immer mal wieder) bin ich im Zuge meiner Ausbildung in der Strahlentherapie eingeteilt und dort sehe ich täglich Krebspatienten. Den einen geht es gut, den anderen weniger. Die meisten kommen, um den Krebs zu besiegen, manche zur palliativen Bestrahlung. Ich sehe sehr deutlich die Unterschiede.
      "Man stirbt nicht an einem Prostatakarzinom, sondern mit Prostatakarzinom“, heißt es in Großbritannien und Skandinavien. Das sehe ich tatsächlich auch im Praxisalltag. Während die Meisten Patienten mit einem Prostata-CA kaum Probleme haben, gibt es Patienten, die z.B. an der Speiseröhre bestrahlt werden und die leiden wirklich sehr, nicht nur an der Art des Tumors, sondern auch an der Behandlung. Und trotzdem geht es immer weiter.
      Manchmal sieht man auch Personen, bei denen man nicht glaubt, dass sie es schaffen können. Manche schaffen es glücklicherweise und manche leider nicht...

      Ebenfalls sehe ich es als gefährlich an zu sagen, dass eine Krebserkrankung (und der mögliche darauffolgende Tod) besser für Angehörige sei. Diese Erkrankung kann auch Familien "zerstören", um es einmal hart auszudrücken. Es ist nämlich nicht nur eine körperliche Geschichte, sondern auch eine große psychische Belastung für den Betroffenen und sein Umfeld.
      Bei als ich das letzte Mal in der Strahlentherapie eingeteilt war (etwa im Oktober), habe ich einen Mann kennen gelernt, der ein Bronchial-CA hatte und wirklich nicht gut dran war und bei dem es ungewiss war, ob er es schaffen könnte. Kurz nach der Diagnose hat seine Frau ihn verlassen und mit den gemeinsamen Kindern zurück gelassen.
      Das klingt vielleicht wie ein Einzelschicksal, aber das passiert häufiger als man glaubt. Es mag nicht immer an der Oberflächlichkeit vom Partner liegen. Manche Menschen verändern sich selbst im Zuge einer solchen Krankheit, dass der andere es nicht mehr erträgt mit einem zusammen zu bleiben.


      Retromann89 schrieb:

      Ich will nicht mit Krebs oder sosntigem im bett vergammeln, Hoffen das die Chemo anschlägt und die ganze zeit nur Kotzen. Vorallem wenn ich weiss das es mich am ende Eh zerreist.
      .


      Man weiß leider nie was einen am nächsten Tag des Lebens erwartet. Man kann nur hoffen, dass einen ein solches Schicksal nicht erleidet. Aber wie ich oben schon beschrieben habe, kann man eh nicht allgemein sagen, dass jeder, der die Diagnose Krebs hat im Bett liegt und vergammelt.
      Es gibt Krebsarten, bei denen keine Chemo eingesetzt wird (z.B. Prostata-CA). Es gibt welche, da bringt keine Strahlentherapie etwas (z.B. schwarzer Hautkrebs). Es gibt welche, die sind inoperabel.
      Aber man kann nicht im voraus wissen, ob es einen zerreißen wird, oder ob man es schafft.
      Zum Teil haben wir sogar Patienten, die noch nachdem sie bestrahlt wurden, arbeiten gehen.

      Und wenn es doch die Prognose gibt, dass man nichts mehr für einen Patienten tun kann, gibt es in Deutschland nur die Möglichkeit, dass Patienten palliativ behandelt werden. Wenn man teilweise sieht, wie es den Menschen körperlich und psychisch gehen kann, sollte die Regierung nochmal darüber nachdenken, ob es vielleicht legitim wäre Kriterien festzulegen, die für die Sterbehilfe erfüllt sein müssten, um Patienten ihr leiden nehmen zu können.
      Das jedoch ist ein anderes Thema.
    • Wow, sehr krasser Artiekl mit gewagter These. Vielleicht war aber genau das ein gewollter Nebeneffekt des Ganzen. Ich kann mir schwer vorstellen, dass dieser Text vollkommen ernst gemeint ist bzw. was einen Professor zu solchen Aussagen treibt.

      Ich merke das gerade am eigenen Leib, wie sehr Krebs den Krebspatienten und seine Umgebung belasten und schmerzen kann. Mein Großvater hatte vor jahren mal Krebs, hat ihn besiegt und bekommt letztes Jahr die scheiß Drecksdiagnose: Das Ding ist zurück und wenn sie nicht den kompletten Kehlkopf entfernen, erstickt er irgendwann einfach dran. So, ersticken: Scheiß Art zu sterben. Er also: Okay, machen wirs. Joa, das ganze war verdammt viel schwerer als gedacht. Ende der Geschichte ist, dass er seit Mai 2014 im Krankenbett liegt, daher mittlerweile auh nicht mehr laufen kann und die Zufuhr zum Gehirn gestört ist. Die erlösende OP (Zeug in Hals einbauen, damit er dadurch sprechen kann) wagen sie sich nun nicht mehr, da der Arzt Angst hat, dass er bei der OP stirbt. NUn wird er in ein 24h-Pflegeheim verlegt wo er liegt, bis es irgendwan vorbei ist.

      Den Prof will ich mal sehen, der nach dieser Story sagt: Krebs? Beste Art zu sterben! Nicht! UNd mich selbst macht es auch ganz kirre, die Psyche leidet. ich weiß, dass ich nur Grippe habe, aber weil die nur auf den Hals schlägt, sagt ein Teil von mir direkt: Super, jetzt erwischts dich. Du hast sicher Krebs und stirbst daran.
    • Kann mich Jaffar voll und ganz anschließen. Erst Mal ist es wichtig zu verstehen, dass der Original und ein BLOG Eintrag ist! Es ist KEINE wissenschaftliche Veröffentlichung, der Typ philosophiert nur vor sich hin was FÜR IHN vllh die angenehmste Methode zu sterben wäre. Dass Focus daraus ne Schlagzeile machen musste ist traurig.
      ... aber wenn Focus es nicht gemacht hätte, dann gäbe es meinen Studiengang nicht...



      Warum wollen denn so viele plötzlich sterben? Ist euer Leben denn wirklich so scheiße, dass ihr jeden Augenblick dazu bereit seid alles zu verlassen? oO NIEMALS! Ich hoffe wirklich sehr, dass ich nicht plötzlich sterbe. Es sind noch so viele Dinge ungetan und so viele Worte ungesagt...

      Im Grunde genommen sagt der Prof ja nichts anderes aus, als dass er bis zum letzten Augenblick Kontrolle über sein Leben haben will. Das klingt sehr gut, ist aber auch ziemlich unrealistisch. Vor allem was Krebs betrifft - wie schon einige oben erwähnt haben - die Chemo ist wirklich nichts worauf was sich freuen muss.

      Ich würde auch sehr gerne bis zum letzten Augenblick mein Leben unter Kontrolle haben wollen. Ich würde aber auch um mein Leben kämpfen, wenn Hoffnung besteht, dass ich noch paar Jahre leben könnte. Und ich würde mich auch sehr freuen, wenn mich zur Not auch jemand sofort reanimiert. Ich weiß nicht wie ich sterbe. Ich will aber auch nicht darüber nachdenken. Was bringt mir das jetzt auch? Das ist so ein bisschen wie drauf hoffen welche Note man am Ende des Semestern kriegen würde. Man kann zwar auf die Prüfung lernen / möglichst gesund leben - was am Ende raus kommt ist oft ne Überraschung.

      Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen...
      Rainbow Six Siege News | ARMA III
      Ich grusel mir einen ab bei F.E.A.R. 1 [Blind+Facecam]
    • Ich finde durch Krebs zu sterben nicht die "beste" Art, denn es ist meistens ein langer Prozess, der einen selbst und auch die Menschen um einen herum sehr mitnimmt.Ich finde es besser plötzlich zu sterben
      so nach dem Motto, ein Pflaster sollte man auch schnell abziehen. Ich habe schon Menschen durch Krebs aber auch durch einen plötzlichen Tod verloren und fand die 2. Variante aufjedenfall angenehmer.

      Ganz schön heftiges Thema
    • Es gibt ja den schönen Spruch "Besser ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende".

      In diesem Fall und meiner bescheidenen Meinung nach absolut anzuwenden, denn - wie auch bereits von Anderen erwähnt - ist ein langwieriger, unwürdiger, zermürbender und nicht zuletzt für die Angehörigen nicht minder schwerer Weg bei Krebs auf KEINEN Fall das "Optimum".
      Es stellt sich natürlich die Frage, was für die Angehörigen härter ist, jedoch vertrete ich die Meinung, dass ein plötzlicher Schicksalsschlag letztendlich besser zu verkraften ist als ein mitanzuschauendes / mitzuerleidendes Siechtum, welches sich im Zweifelsfall über Jahre hin zieht. Ganz zu schweigen vom Pflegeaufwand, der auch erheblich an der psychischen wie phsyischen wie Gesundheit nagt.

      Der gute Herr blendet übrigens (bewusst?) zwei weitere Auswege aus, die, zumindest hierzulande, gern tottabuisiert werden: (aktive) Sterbehilfe und Selbstmord. Bzw. Tötung auf Verlangen, wenn man so möchte.

      Das sind sicherlich beides für sich genommen wiederum extrem komplexe und heftige Themen (beispielhaftes Stichwort: potentielle Erbschleicherei etc.), jedoch denke ich, dass man sich auch mit so etwas auseinander setzen muss.

      Es gibt durchaus Länder, die sich damit befasst und mittlerweile entsprechende Möglichkeiten eröffnet haben. Die Niederlande, Belgien und (soviel ich weiß) auch Luxemburg sowie die Schweiz sind Vorreiter, was den offenen und dennoch kritischen Umgang damit angeht.
      Deutschland ist da - mal wieder - leicht hinterher, nicht zuletzt aufgrund der immer noch ach so gegenwärtigen Nazi-Vergangenheit und unschönen "Gleichsetzung" von Sterbehilfe und Euthanasie.

      Zum eigentlichen Thema: Plötzlicher Tod ist mMn nicht nur für mich persönlich, sondern auch für alle anderen Beteiligten das "Beste".
      I´m selling these fine leather jackets.
    • In meiner Familie sind schon viele an Krebs erkrankt und auch gestorben. Ich kann mir nur zu gut vorstellen, dass dies auch mal mein Tod sein wird, auch wenn ich ihn mir absolut nicht wünsche. Ich habe es gesehen, wie Menschen damit zu kämpfen haben und auch in meinem Beruf sehe ich, wie Menschen damit gekämpft haben und es ist definitiv nichts, was sich irgendwer wünschen sollte. Der Tod ist einfach etwas Beängstigendes und wenn man weiß, man wird sterben und siecht ganz ganz langsam vor sich hin, bis man die letzte Stufe erreicht, dann kann das doch nicht der schönste Weg sein zu sterben?
      Ich verstehe durchaus, wenn er sagt, dass man noch mit allem abschließen kann und man sich besser fühlt, wenn man aus dem Leben scheidet, vielleicht verträgt man sich sogar noch mit seiner Familie, die man lange nicht gesehen hat oder mit der besten Freudin usw. - aber er hat ganz klar eine absolut falsche Ansicht von Krebs. Krebs ist nicht das, was man im Fernsehen sieht. Die Menschen leiden ganz furchtbar. Teilweise haben sie schlimme Schmerzen, sie können nichts mehr essen und sich immer schwerer bewegen. Sie verlieren ihren Mut und ihre Lust am Leben und wünschen sich, dass sie endlich sterben dürfen. das ist zumindest das, was meine bisherigen Erfahrungen mit Krebs waren.
      Da soll der mir mal sagen, dass das ein schönes Tod wäre. Ganz klar Nein.
    • Tod durch Sex wär geil :D

      Nein... Spaß ^^

      Also ich seh das immer so: Egal was man für ein Leiden hat und noch Handlungsfähig ist kann man eventuell noch seinen Traum oder die von anderen helfen zu erfüllen.

      Ein Mensch der nicht mehr Handlungsfähig mehr ist, weil er z.B. eine eiserne Lunge bekommen hat, dann ist das nix weiter als ein ewiges langes herumvegetieren und auf den Tod zu warten. In diesem Falle sollte demjenigen die Freiheit gewährt sein Sterbehilfe zu geben.

      Genauso mit langsames Organversagen. An einem gewissen Punkt möchte man gewiss selbst sein Leiden ein Ende bereiten.

      Ansonsten ist der Mensch in der Regel gewillt zu überleben. Das ist ein innerer Urinstinkt auch den nur wenige Menschen überwinden können und den Tod vorziehen dann.

      Der Plötzliche Tod im Schlaf wird vermutlich wohl der angenehmste sein. Weil man das dann nicht mitbekommt wärend der Schlafphase.

      Herzinfarkt wärend man Auto fährt kann auch ein sehr schneller Tod sein. Wenn das noch ein Taxi- oder Busfahrer ist und noch Passagiere hat, dann kann sowas gleich mal zu einen kleinen Gruppentod führen bei schlechtem Glück.

      Selbstmord sollte man aus zwei Blickwinkeln betrachten. Einmal braucht sowas enorm viel Überwindung und man muss wirklich schon alles absolut abgeschlossen haben. Und zum anderen Blickwinkel kann sowas auch als sehr Feige ausgelegt werden der sich den Problemen nicht mehr stellen will, weil man vllt keinen Ausweg mehr sieht. Welcher Blickwinkel aber man vertritt liegt auch immer im Auge des Betrachters.

      Ein Selbstmörder den man Zwangshaft wegsperrt zu seiner eigenen Sicherheit, sollte man eventuell mal hinterfragen ob es besser ist einen Selbstmörder vor sich selbst zu schützen oder ob es besser wäre ihn eine Selbstmordgelegenheit zu geben wo kein anderer außer ihn zu Schaden kommt.

      Hmm... vllt denkt manch einer das diese Denkweise schon egoistisch klingt. Aber eigentlich sollte jeder Mensch der bei klarem Geiste ist oder zumindest weiß was Realität ist und nicht seine eigene Entscheidung zu überlassen.

      Schwieriger wird es bei Behinderten. Ich glaube ab ein bestimmten Grad darf kein Behinderte eine Entscheidung treffen ohne ein Vormund. Und diese Situation ist dann auch schon fast wie ein langsamer Tod. Wenn man sich vorstellt sein Umfeld nicht mehr klar zu erfassen oder Dinge vergisst etc. Ich meine... ein Leben ist das auch nicht mehr wirklich. Und genau bei solchen Punkten wird es schwer zu sagen Sterbehilfe oder nicht.

      Trauriger ist es dann schon wenn Leute einsam und alleine Zuhause sterben und nur noch Wochen oder Monate später durch Zufall von Nachbarn oder Besuchern der Leichnahm gefunden wird.

      Aber in so eine Situation steckt man ja nicht automatisch drin. Ich finde man sollte egal wie schlecht es einen Gesundheitlich geht das beste aus seinem Leben machen.

      Aber die Frage was nun die beste Art ist zu sterben wenn man Krebs hat ist die das beste aus der Zeit noch zu machen die man noch hat. Wenn es zu einem Punkt kommt wo man vor Schmerzen nicht mehr kann, dann sollte man das Recht haben ohne Schmerzen friedvoll zu sterben. Da sollten dann Familie, Freunde und vor allem der Beteiligte selbst die Entscheidung besitzen dies zu entscheiden zu dürfen.
    • Ich denke eigentlich, dass der Tod durch Krankheit immer schmerzhaft ist und ein langer weg. Da hier in Deutschland jeder Mensch lange leiden muss bis er überlebt oder stirbt. Ich bin auch der Meinung, dass der plötzliche Tod wenn man einschläft und nicht mehr aufwacht der angenehmste ist.
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