Skyrim ein Killerspiel?! Danke BILD

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    • Skyrim ein Killerspiel?! Danke BILD

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      Et voilà, wir haben einen neuen Fall der Killerspiel-Thematik.

      Ich finde es echt erschreckend, dass bei einer solchen Vorgeschichte eines jungen Mannes, der zweifelsohne eine schreckliche Tat begangen hat und dafür auch seine gerechte Strafe verdient hat, der Strohhalm der Killerspiele genutzt wird. Ich lass es mir ja bei Shootern eingehen. Auch wenn es hier Humbug ist, kann man die verqueren und traditioenellen Denkweisen der älteren Generation beim Thema Videospiele irgendwo ein kleines Stück weit nachvollziehen. Wir sehen Schusswaffen, Gewalt gegen Menschen, Freigaben ab 18 Jahren. Aber das nun Skyrim ein Killerspiel sein soll, bei dem es darum geht, Monstern gezielt die Augen auszustechen und ihre Trophäen zu erbeuten, finde ich absurd. "Noch nie hatte man in einem Videospiel das Gefühl, durch eine derart lebendige, in sich stimmige und glaubwürdige Welt zu streifen" Von wem stammt dieses Zitat? Richtig, von "Bild.de". Diejenigen, die im Print nun behaupten, dass das hier hochgelobte Spiel ein Killerspiel sei. Dann noch anzubringen, der Täter hätte seine Opfer gelootet, wie er es in Skyrim tut... Nein, dazu fällt mir nichts mehr ein. Vor allem, dass die BILD nichts von anderen Gründen anspricht und nur den Aspekt des "Killerspiels" nennt, macht mich sauer. Der Münchner Merkur nennt alle anderen Gründe und die Entwicklung des Täters. Hier wird die Aussage der Kripo zusätzlich erwähnt. Aber was die BILD macht, dazu fehlen mir die Worte. Ich dachte, wir wären über dieses engstirnige und intolerante Denken hinweg. Ich habe mich wohl getäuscht...

      youtu.be/gfzeXH_2nso
    • Oh Gott :D ich bin ein riesen Fan von TES, und vorallem Skyrim ist ein wunderschön gestaltetes Spiel! Und sowas zulesen(von Bild noch dazu) ist einfach nur albern.Nix, aber auch absolut rein gar nichts gibt es in Skyrim, dass jemanden animiert einen Menschen zu töten. Ach nein warte, das macht ja gar kein Spiel? Die Spiele sind nicht für die Taten der Menschen verantwortlich, wann lernen die das endlich :/ ich meine ein Spiel hat eine Story und einen Charakter mit dem kam sich entweder identifizieren kann, oder von dem man sich distanzieren kann. Genau das gleiche gibt es bei Büchern auch. Das Heisst doch, alle die irgendwelche thriller lesen, rennen nächsten Tag rum und bringen leute um?! Also ich verstehe dass das eine andere Generation ist, aber ich bin ein Vertreter von Leuten, die hinter solchen Games nicht nur das reine Spiel sehent, sondern auch die Arbeit, kreative Leistung, Erfindungsreichtum der Storywriter, und das alles was da so drum ist. Es ist einfach eine Art Entertainment und eine Kunst/Kulturform, genau wie Bücher und sonste was...
    • Mir fehlen die Worte nicht, ich spar sie mir, weil mir die Thematik keinen ausschweifenden Text wert ist. Die Medien, die diesen Umstand unreflektiert aufgreifen und das Rollenspiel als "Hauptursache" für die Tat beschreiben (zum Glück sind das kaum welche), verspielen selbst ihre Glaubwürdigkeit, wenn's da noch was zu verspielen gibt. Und das - so mein Eindruck - nicht nur bei den "Gamern", sondern mittlerweile auch in etwas breiteren Kreisen.

      Und die Leute, die die Texte des Schandblattes für bare Münze nehmen, sind ohnehin zu doof zum scheißen - der Darm wird irgendwann reißen und der ganze Mist strömt in den Organismus. Bis der Körper explodiert dauert's zwar - etwas Mist wird bei diesen Mutanten auch über den Oralbereich ausgeschieden und genug Platz zum Aufstauen ist wegen des Vakuums in der Birne auch vorhanden, aber dass es eintritt ist unvermeidbar. Will damit sagen: Diejenigen, die das wirklich glauben, sind meistens zu beschränkt für eine Diskussion und dementsprechend meiner Zeit nicht würdig.

      Sheesh.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von RealLiVe ()

    • Es ist halt immer der gleiche Unfug. Natürlich ist es für die Suche nach dem Motiv wichtig, was er in den Stunden vor der Tat getan hat. Und es gibt auch bestimmte interessante Aspekte. Zum Beispiel soll er Passanten gesagt haben, er sei ein "Nachtwanderer", und so heißt er angeblich auch im Spiel (schreibt bgland24.de/bgland/bad-reichen…spiel-skyrim-4908914.html).

      Der entscheidende Punkt ist, dass dann immer Kausalität unterstellt wird. Aber nur weil zwei Dinge hintereinander passieren heißt das nicht, dass eines davon das andere verursacht hat. Was man aber bei solchen Mördern oft findet, sind mediale Verarbeitungen von Fantasien. Entweder fertige "Werke" (z. B. Filme, Gewaltpornos etc.), oder sie fertigen selbst Medien an, mit denen sie ihre Fantasien ausleben. Zum Beispiel Gedichte, Geschichten, selbst gedrehte einfache Filmchen usw. Ein Amokläufer hatte mal in Counterstrike seine schule nachgebaut (angeblich), aber ohne Counterstrike hätte er halt Bilder davon gemalt, wie er Leute in seiner Schule abschießt. Und ja, es kann auch sein, dass der Mann (oder Junge?) in dem Fall seine Fantasien in Skyrim ausgelebt hat. Aber das macht Skyrim nicht zur Ursache. Wer so etwas tut, hat ein großes Problem mit sich und der Welt und selbst wenn er durch das Spiel Ideen entwickelt hat, ist das Spiel nicht Schuld. Hätte er etwas anderes gemacht, wäre ihm wahrscheinlich etwas anderes eingefallen. Dass Täter "Trophäen" mitnehmen, ist übrigens auch nichts Ungewöhnliches. Gab es schon immer.

      Nicht zu vergessen ist, dass trotz dieses Avatar-Namens die Verbindung weit hergeholt ist, wie jedem klar ist, der das Spiel kennt. Von "Auge ausstechen" weiß ich nichts (außer es ist gemeint, dass man irgendeinem Viech ein Auge looten kann, aber selbst diese Verbindung wäre absurd), man nimmt in aller Regel keine "Trophäen" von getöteten Gegnern mit, sondern brauchbare Items (was etwas völlig anderes ist) und das Looten steht nicht einmal im Vordergrund des Spiels. Außer natürlich der Mörder hat es so gespielt, in dem Fall ist es aber wieder die eigene Fantasie des Täters...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Octavian ()

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      Wie sagte die Professorin so schön am Mittwoch:
      Einstellungen ändern sich nur schwer. Und sind nicht immer rational.

      Die Eisntellung (ich muss mir angewöhnen korrekte Begrifflichkeiten zu nutzen lol) ist einfach: Wenn eine Person in einem Spiel Leute über den Haufen schlägt, dann wird er das auch in echt tut. Die Faktenlage, dass es keinen EInfluss hat, oder eher marginal maximal, dass personen, welche schon sexistisch sind nicht durch unsexistische SPiele ihre eisntellung ändern zb, ist erwiesen. Die Krux ist aber, wie bei Pediga: Das ist egal. Es passt nciht zu dem, was man glaube will, also wird es als unwahr aufgenommen und abgestempelt (etwas, was jeder macht btw) - Daher: Man kann da nichts ändern. Auch die Falschdarstellung hier ist normal leider, denn sie entspricht hier dem Klientel, deren Eistellung angesprochen werden soll. Das Augenaustechen ist mir nicht bekannt. Nicht im geringsten
    • Wir reden hier halt auch von der Bild. Die Zeitung Nummer eins, wenns um hirnloses, unreflektiertes Gesabbel geht. Meinungsmache, Sensationsgier und Titten, das ist alles, worauf sich dieses Drecksblatt stützt. "Dieses engstirnige und intolerante Denken" ist es, worauf die Bild setzt und für das die sensationsgeile Masse aus unerfindlichen Gründen abfährt. Allein vor dem Hintergrund, sollte man gar nicht versuchen da vernünftig gegen zu argumentieren - verschwendete Lebenszeit.... dass Skyrim kein Killerspiel ist, sollte wohl jeder wissen, der das Spiel schonmal gesehen hat... davon abgesehen dass es "Killerspiele" in meinen Augen genauso wenig gibt, wie den Weihnachtsmann.
      Tolerare heißt "ertragen, erdulden, aushalten", das hat mit "toll finden" nichts zu tun.

      Aktuell: ARK - Survival Evolved


    • Bei Bild kann man definitiv nicht auf Qualität oder Seriösität hoffen. Wer die Aussagen dieser "Zeitschrift" ernst nimmt, ist dann auch einfach selber Schuld. Nichts was dieses Blatt schreibt ist vollständig wahr, egal welches Thema. Bild lebt halb von Übertreibung und Klatsch und darauf sollte man dann nicht wirklich was geben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SrockJohnny ()

    • ElPolloDiablo schrieb:

      Ist auf jeden Fall eher ein Killerspiel als Fifa und ja das hatten sie auch schon als Beispiel.


      Oo Fifa? Wie das denn?
      Ich weiß schon, warum ich keine Bild lese.
      Aber alles auf Spiele zu schieben ist halt einfach. Auch wenn man mit ein bisschen gesundem Menschenverstand schnell darauf kommt, dass bei dem Kerl im Kopf irgendwas nicht ganz in Ordnung war, aber das ist halt die alte Leier die immer mal wieder kommt und Leute diskutieren drüber.

      Aber über Fifa als Killerspiel werde ich echt nicht fertig...
    • Man kann es sich einfach machen, von den Problemen innerhalb der Gesellschaft, der Betreuung "schwieriger" Jungendlicher/junger Erwachsener abzusehen und zu sagen: "Aber Hey, der hat Skyrim gespielt. Und ja. Das ist ein Videospiel. Skyrim schuld!" Die BILD lässt die anderen Aspekte aber außen vor und da frage ich mich, warum ich dann überhaupt darüber berichte? Wenn sie ernsthaft über den Fall berichten wollen, sollen sie das ausführlich machen. So ist das ganze reiner Humbug.
    • Das die Bild sowas schreibt war klar. Die schreiben meiner Meinung nach nur Müll ohne Ende. Skyrim ein Killerspiel... Dann muss man aber auch Secret of Evermore rügen, denn da baller man auch mit einer Bazooka rum. Das lag eindeutig an der Psyche von dem Typen. Sowas macht einen kaputt.
      Aber wenn es nach einigen Leuten geht, gehören wir Let's Player eh in die Klapse. Ich muss hier raus, ich rage mich grad hoch.
    • Man macht es sich zu leicht, wenn man einfach sagt, dass das egal ist, weil die Bildzeitung eben ist, wie sie ist. Erstens wurde diese Frage auch in anderen Medien behandelt, und zwar genau mit der gleichen "Recherche" über das Spiel. Zweitens werden diese Medien nun eben doch von vielen Leuten gelesen und wer keine Ahnung hat, glaubt das vielleicht. Selbst wenn Leute es nur mal überfliegen und sich nichts dabei denken, kann unbewusst ein negativer Eindruck von dem Spiel haften bleiben. Die Leidtragenden sind dann die Spieler, die sich Vorurteilen ausgesetzt sehen.

      Deshalb finde ich es schon wichtig, auf solche Berichte aufmerksam zu machen und dann sachlich, durchdacht und in gutem Deutsch dagegen zu argumentieren. Das alleine kann so manches Vorurteil entkräften. Wir sollten nicht vergessen, dass es vor einigen Jahren noch deutlich schlimmer war. Es hat sich also schon viel gebessert und da muss man am Ball bleiben.
    • Hab ich mal bei Skyrim mal irgendwas die Glubscher ausgepiekst? Kann mich nich dran erinnern,
      hab ich aber auch nur etwa 60 Stunden gespielt.

      Ich halte von sowas nix, das ist für mich persönich nicht so viele Worte wert, den Atem spare ich mir.
      "Killerspiele" werden wohl immer wieder für solche Taten verantwortlich gemacht werden, ist ja auch
      am einfachsten. Die BILD schreibt meiner Meinung nach Müll, hatten hier aber schon genug Leute erwähnt.
      Ich spare mir mittlerweile jegliche Diskussionen mit Leuten, die was gegen mein "Hobby" haben.
      Für viele Leute bleiben wir halt sozialversagende Kellerkinder, die keine Freunde haben. Man denke mal an
      die Berichterstattung von RTL 2 (?) von der Gamescom.