Eure Gedanken über das Universum

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    • Eure Gedanken über das Universum

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      Hallo Leute,

      da ich hobbymäßig sehr viel über Astronomie und Kosmologie aufsauge und immer wieder darüber stolpere, dass man da sitzt und denkt "Wow, wie kann das nur alles sein? Das ist alles so unbegreiflich!", wollte ich mal wissen, wie ihr da so drüber denkt. Denkt ihr überhaupt darüber nach, wo wir stehen im Universum und welcher winzige Punkt wir sind?
      Ich finde es bemerkenswert, dass wir hier auf einem Ort kleiner als ein Staubkorn, kosmologisch gesehen, sitzen und uns darüber Gedanken machen können. Und noch viel spannender: wir besitzen die Intelligenz diese ganzen Dinge, die wir da beobachten mathematisch, physikalisch zu beschreiben und zu verstehen. Ich meine, alleine das Hubble Ultra Deep Field zeigt eine Aufnahme, die von uns aus gesehen einen Ausschnitt des Universums zeigt, der so groß ist wie der Radiergummi auf einem Bleistift. Und alleine in diesem Ausschnitt befinden sich mehrere tausend Galaxien, mit jeweils mehreren Millionen Sternen. Und alleine Proxima Centauri, unser nächstgelegener Nachbarstern liegt 4 Lichtjahre entfern (also das Licht braucht vier Jahre, bis es von dort bei uns ankommt). Und die nächstgelegene Galaxie, die Andromedagalaxie, ist 2,5 MILLIONEN Lichtjahre entfernt. Das heißt, das Licht braucht 2,5 Millionen Jahre, um von dort zu uns zu gelangen und Licht bewegt sich mit knapp 300 tausend Kilometern in der Sekunde. Was ich auch bemerkenswert finde, ist dass wenn die kosmische Konstante auch nur ein kleinw enig abweichen würde, hätten sich weder Galaxien, noch Sterne, noch Planeten oder wir gebildet. Das ist schon irgendwie alles extrem faszinierend.
      Wie seht ihr das?

      *tschiep* Fallout 4 / Dragon Age: Inquisition (Hakkons Fänge) *tschiep*
    • Ja, das Universum ist halt eine tolle Sache ^^. Denke da auch immer wieder drüber nach.. u.a. für neuen Input in irgendeinem meiner Sci-Fi Romane :D

      Faszinierender als die bloßen Entfernungen finde ich einfach die Tatsache... gucke ich nach oben, sehe ich die Vergangenheit. Wir können Explosionen von Sternen sehen, die eigentlich Stand heute längst erloschen sind... wir sind Zeuge davon, wie sich ein neuer Stern bildet... der vielleicht schon längst leuchtet.

      Eigentlich wissen wir ja gar nicht, wie es HEUTE da draußen aussieht... das ist so extrem spannend ;)
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    • Ja, das stimmt. Wir sehen nur die Momentaufnahmen von vor Millionen oder Milliarden Jahren. Ich bin mal gespannt, wie nah sie mit den neuen Teleskopen an den Urknall rankommen. Wobei das irgendwann schwierig wird, da die Photonen ja nicht durchdringen konnten, wird man nicht alles sehen können

      *tschiep* Fallout 4 / Dragon Age: Inquisition (Hakkons Fänge) *tschiep*
    • Ich sitze im Sommer gerne nachts auf dem Balkon, höre Sci-Fi Metal und seh mir die Sterne an und philosophier vor mich hin. :)

      Die Grössenverhältnisse im Universum sind auch gigantisch. Generell bin ich sehr interessiert was Astronomie anbelangt. Jetzt nicht unbedingt im Sinne von: Mit einem Teleskop beobachten, aber ich habe z.B. jede Menge Fakten über Sterne nachgelesen und es interessiert mich auch, wie z.B. aus einem Hauptreihenstern wie unserer Sonne ein Roter Riese wird.

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    • D4rn4S schrieb:

      @Northgate der vergleich mit den sonnen ist so krass, hab gestern noch n beitrag mit den bildern gelesen


      Vor allem auch, wenn man bedenkt, dass wenn anstatt unserer Sonne, einer der grösseren Sterne hier wären, dann gäbs die ganze Erde nicht, weil deren Durchmesser so riesig ist.
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    • Manchmal, wenn ich wieder einmal über die Dummheit und Ignoranz mancher Menschen sinniere, stelle ich mir gerne vor, dass weit oben ein Raumschiff kreist, in dem sich zwei Aliens unterhalten, etwa in folgendem Wortlaut: "Schau mal, wie die da unten sich alle an ihrem kleinlichen Scheiß aufreiben." - "Stimmt, diese lustigen kleinen Spinner haben echt KEINE Ahnung." :P

      Tatsächlich habe ich grundsätzlich eine recht wissenschaftliche / nüchterne Sichtweise auf die meisten Dinge, und wie du schon richtig sagst, kennen wir bis heute lediglich einen kleinen Ausschnitt des "großen Ganzen" - sowohl räumlich als auch zeitlich, aber vor allem vom Gesamtverständnis her. Der Mensch hat schon immer Erklärungen gesucht für die teilweise einfachsten (aber auch ultrakomplizierten) Dinge, und von Gott / Göttern über die reine, kalte Wissenschaft an sich bis hin zu nihilistischen Hardlinern ist ja so ziemlich alles vertreten.

      Für mich persönlich wichtig ist Fortschritt, und zwar im eigentlichen Sinne des Wortes, nämlich, dass man sich bewegt, nicht stehen bleibt, neue Wege und Möglichkeiten erkundet - im technologischen, aber auch im gesamtgesellschaftlichen sowie persönlichen Bereich. Deswegen kann ich mit Religion auch nicht viel anfangen - die ist mir einfach zu statisch.

      Das geht jetzt hart Richtung Metaphysik ;) Aber ich denke, trotz aller Bemühungen werden wir immer nur einen kleinen Teilausschnitt erfahren (können).
      Ich bewundere Leute, die einen Traum bzw. den Wunsch danach haben, den (eigenen) Horizont zu erweitern. Vermutlich wird an diesem zwar "nur" ein weiterer Horizont warten, jedoch hat man immerhin einen weiteren Schritt nach vorne getan.

      Aber genau werden wir es vermutlich erst wissen, wenn wahlweise der Computer die 42 ausspuckt, ein Q auftaucht, der liebe Mann mit dem weißen Rauschebart von seiner Wolke heruntersteigt oder die Evolution uns Menschen in die Omnipotenz katapultiert hat.
      Bis dahin werde ich weiter an dem festhalten, was uns momentan zur Verfügung steht :)
      I´m selling these fine leather jackets.
    • Also wenn wir mal so weit wären das KI so soweit selbst weiterentwickelt das des schon was bringt, dann werden wir wahrscheinlich auch relativ schnell relativ viele neue infos a la 42 bekommen ^^
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      Arten von Menschen:
      Jene, die Binärcode verstehen
      und Jene, die es nicht tun.


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    • Ich bin eher gespalten was das Universum angeht.

      Einerseits ist es natürlich wunderschön und faszinierend.

      Andererseits kann ich es teilweise kaum ertragen, wie "schrecklich" das Universum ist. Ich meine damit... nach heutigem Stand könnten wir, selbst wenn es da draußen anderes Leben gäbe, dieses höchstwahrscheinlich niemals erreichen, weil es einfach zu weit entfernt wäre.
      Könnten wir es dann doch, weil wir angemessene Antriebe hätten, könnten die Astronauten am Ende niemandem mehr von einem Besuch des fremden Lebens berichten, da auf der Erde aufgrund der unterschiedlich vergehenden Zeit keiner mehr leben würde, den die Astronauten bei Abreise kannten.

      Phu! Außerdem finde ich es schwer zu ertragen, dass scheinbar alles völlig ohne Grund existiert. Von Religion bin ich auch weit entfernt mittlerweile und eher an der Wissenschaft orientiert.
      Aber die Konsequenzen daraus, nämlich die völlige Bedeutungslosigkeit von einfach allem, machen mich fertig.

      Besonders interessant finde ich es darüber nachzudenken, was hinter/ bzw. "um das Universum herum" ist.

      Jaja, ich weiß... jeder Physiker würde jetzt sagen "nix", weil allein die Definition von "Universum" etwas außerhalb/ anderes unmöglich macht, denn das Universum ist ja "alles".

      Ach man müsste einfach länger leben. ICH BRAUCH ANTWORTEEEN :)
    • Ob es ohne Grund existiert, keine Ahnung. Denke aber eher nicht, dass es keinen Grund hat, da ziemlich viel exakt aufeinander abgestimmt ist und das bei recht simplen Naturgesetzen. Aber das ist schon eher Metaphysik, da kenne ich mich nicht so mit aus.
      Und ob wir irgendwo hinreisen müssen, bezweifel ich. Kommunizieren reicht auch schon. Immerhin können wir kaum untereinander ohne Streit kommunizieren. Wobei das aufgrund der langen Zeit, mit der die Signale unterwegs wären, auch schwierig würde. Aber das Ohio-Wow-Signal macht ja Hoffnung.

      *tschiep* Fallout 4 / Dragon Age: Inquisition (Hakkons Fänge) *tschiep*
    • Das Ohio-Wow-Signal ist ein Radiosignal, das in den 70ern vom SETI-Institut empfangen wurde. Dabei handelt es sich um ein Signal, das meines Wissens ca. 30mal stärker war als das Hintergrundrauschen im All und sehr lange andauerte, ich glaube mindestens über eine Minute (gibt's in Youtube anzuhören). Dabei wurde das Signal auf der Frquenz des Wasserstoffes gesendet, was man von einem Kommunikationsversuch einer fortgeschrittenen Zivilisation erwarten würde, da der Wasserstoff am häufigsten vorhanden ist im Universum und das Signal demnach am weitesten getragen werden kann. Außerdem war es so signifikant, wie man es als Mensch auch machen würde, um Aufsehen zu erregen. Das Problem ist nur, dass man danach nichts mehr aus dieser Richtung empfangen konnte und sich deshalb nicht sicher ist, ob es ein kosmisches oder ein intelligentes Signal war, vor allem auch, weil man keine Botschaft oder Nachricht daraus entschlüsseln konnte. Aber es hat so gut wie alle Anzeichen, die Wissenschaftler von einem Kommunikationsversuch erwarten würden.

      *tschiep* Fallout 4 / Dragon Age: Inquisition (Hakkons Fänge) *tschiep*
    • Spieluin schrieb:

      Denkt ihr überhaupt darüber nach, wo wir stehen im Universum und welcher winzige Punkt wir sind?

      Ja.

      Spieluin schrieb:

      Ich finde es bemerkenswert, dass wir hier auf einem Ort kleiner als ein Staubkorn, kosmologisch gesehen, sitzen und uns darüber Gedanken machen können.

      Wenn dann vergleichsweise, kosmologisch sitzen wir auf einem Ort, der so groß ist, wie die Erde. Woran das wohl liegt?

      Spieluin schrieb:

      wir besitzen die Intelligenz diese ganzen Dinge, die wir da beobachten mathematisch, physikalisch zu beschreiben und zu verstehen.

      Wir könnens beobachten, allerdings wissen wir nicht, ob das stimmt, oder ob die Theoretiker totalen Quatsch schreiben. Aber dafür gibts ja Aushilfen in Genf.

      Spieluin schrieb:

      (also das Licht braucht vier Jahre, bis es von dort bei uns ankommt)

      Also wer das nicht weiß, beziehungsweise direkt versteht, wenn er das Wort liest.
    • Deepstar schrieb:

      Faszinierender als die bloßen Entfernungen finde ich einfach die Tatsache... gucke ich nach oben, sehe ich die Vergangenheit. Wir können Explosionen von Sternen sehen, die eigentlich Stand heute längst erloschen sind... wir sind Zeuge davon, wie sich ein neuer Stern bildet... der vielleicht schon längst leuchtet.

      Das finde ich besonders interessant. Darüber habe ich mir auch schon oft Gedanken gemacht. Ein Blick in längst vergangene Zeiten :)

      Was im Zusammenhang mit dem Universum auch ein interessantes Thema ist, wäre die Technologische Singularität (die wohl auch ein eigenes Thema verdient hätte). Die Singularität beschreibt den Zeitpunkt, an denen sich Maschinen durch ihre künstliche Intelligenz selbst verbessern können, bis sie irgendwann die Intelligenz und den Horizont der Menschen überschreiten. Die künstliche Intelligenz muss also per se nicht mal intelligenter als "ein" Mensch sein, sondern sich einfach nur selbst verbessern können, und dazu lernen. Folglich würde sie irgendwann die Intelligenz des Menschen überschreiten. Laut dieser Theorie würden diese Superintelligenz irgendwann ein Verständnis vom Universum entwickeln, welches wir nicht verstehen können, da es eben zu weit über unserem intellektuellen Horizont liegen würde. Wir können uns auch nicht die 4, 5, 6 usw. Dimension vorstellen, da wir an die 3. Dimension gebunden sind. Wir können versuchen sie zu verstehen, wirklich vorstellen können wir uns diese einfach nicht. Genauso können wir uns nicht wirklich "die Unendlichkeit" oder "das Nichts" vorstellen. Definitiv ein sehr interessantes Thema.
      Viele sind ja Superintelligenzen kritisch gegenüber, da diese die Menschheit natürlich auch als unnütz ansehen könnte à la Terminator, Matrix usw.
      Das ganze hängt auch mit dem Transhumanismus und dem Posthumanismus zusammen. Viele sehen das als nächsten Schritt der Evolution, der schlussendlich kommen muss, da wir uns ohne diese Technologien nicht weiterentwickeln können, und es daher zwingend so kommen musste. Das ganze geht dann so weit, das sich Menschen mit Technologien ausstatten, bzw. das Bewusstsein einfach in einen Computer übertragen wird, wodurch die Unsterblichkeit erreicht wird.

      Einfach nur wahnsinnig interessant, aber vielleicht auch etwas unheimlich wenn man näher darüber nachdenkt.

      Ist jetzt vielleicht etwas vom Thema abgekommen, aber trotzdem wollte ich das unbedingt mal angemerkt haben.

      Das wir noch keine fremde Zivilisation getroffen haben, obwohl die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist das es noch unzählige andere Planeten gibt auf denen sich intelligentes Leben gebildet hat, fasst man unter dem Fermi-Paradoxon zusammen. Viele Wissenschaftler gehen davon aus das unser Verständnis oder unsere Beobachtungen einfach fehlerhaft oder unvollständig sind, und wir noch mehr Ressourcen aufwenden sollten um nach einer anderen Zivilisation zu suchen.

      Mit der Drake-Gleichung lässt sich theoretisch die Anzahl der intelligenten Zivilisationen in unserer Galaxie errechnen, jedoch fehlen von der Gleichung die meisten Faktoren.

      Zwei interessante Videos zum Fermi-Paradoxon wären:
      youtube.com/watch?v=sNhhvQGsME…tOH4ddCkIYs9SiaYfXSXb6Ndz
      youtube.com/watch?v=wdJvFMAbPF…tOH4ddCkIYs9SiaYfXSXb6Ndz
    • Ich hatte mal ein Seminar zu Technikphilosophie und da haben wir das Buch "Die Technologiefalle" von Stanislaw Lem gelesen. Durchaus ein sehr interessantes Buch. Falls du das noch nicht gelesen hast, würde ich dir das empfehlen. Da geht es nämlich genau um diesen Punkt, wann die Maschinen Überhand gewinnen und wie sie das schaffen können etc., also auf Fakten basiert.

      *tschiep* Fallout 4 / Dragon Age: Inquisition (Hakkons Fänge) *tschiep*
    • Ich kanns mir nicht vorstellen, auch wenns so ist, aber wenn man einen Spiegel an dem Mond aufstellen würde und via Teleskop sich selber im spiegel betrachten würde, schaut man in die vergangenheit(weiß nicht genau wie lange) ^^ Mitm Mars wärs wahrscheinlich interesannter
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      und Jene, die es nicht tun.


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