Was denkt ihr über die "Religion"

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  • Was denkt ihr über die "Religion"

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    Hallo,
    Ich bin nicht sehr am Christentum interessiert, obwohl ich auf irgendeinem Blatt als Christ verzeichnet bin.
    Meiner Ansicht nach, kommt die Religion allgemein aus der "Mode" und spielt nicht mehr so eine große Rolle wie früher. Ich persöhnlich
    fühle mich freier ohne einer Religion anzugehören.


    Ich meine man kann Frieden und Freundschaft auch ohne Religion gut haben.
    Natürlich ist mir klar, wenn Menschen Hilfe brauchen, die Religion ein guter Zufluchtsort ist.


    Aber Religion wurde auch vielmals Missbraucht (IS, Templerkrieg, Scientology usw.)

    Wie seht ihr das? Wie wichtig ist euch die Religion noch?

    Ich freue mich auf eine spannende Diskussion ;)
  • Für mich ist Religion eine der größten Seuchen unserer Menschheit, auch vor dem Hintergrund diverser religiös motivierten Kriege.

    Auf dem Papier bin ich zwar katholisch, weil meine Eltern mich zur Kommunion "gezwungen" haben (als Kind war mir das relativ egal), letzten Endes hat aber genau diese Prozedur mich zum Atheisten gemacht. Ich werde nie begreifen, wie man Kraft aus Spiritualität schöpft, vielleicht bin ich dafür einfach zu pragmatisch. Oder eine "verlorene Seele", wie unser Pfarrer damals gesagt hätte.
    Projektportfolio
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    Infinite Undiscovery
    Kingdoms Of Amalur Lost Odyssey MagnaCarta Nier Terranigma The Last Remnant
  • Jeder soll an das glauben, was er für richtig hält. Allerdings sollte niemand einem anderen versuchen seinen Glauben aufzuzwingen (früher war es das Christentum, heute vorwiegend der Islam).

    Ich bin niemand, der in eine Kirche rennt und der Predigt zuhört, dennoch glaube ich an gewisse Dinge im Evangelium (bin selber evangelisch).

    Religion gibt es nur, weil die Menschen einen Halt brauchten. Die Zeiten früher waren nicht so einfach wie unsere Moderne. Religion diente außerdem als Abschreckung vor Gewaltverbrechen (wenn du Mord begehst, dann landest du in der Hölle und wirst für alle Zeiten Qualen erleiden), was ja auch Sinn macht. Heute haben wir Gesetze, früher war das nicht so einfach. Es gab keine geregelte Ordnung wie heute, daher gibt es ja auch die 10 Gebote, welche das Zusammenleben erleichtern sollten.

    Heute haben wir Gesetze, der Bildungsstand der (meisten) Menschen ist höher und man wird ohnehin nicht mehr so mit dem Thema "Religion" konfrontiert wie das früher der Fall war. Liegt auch daran, dass der Einfluss der Kirche stark zurückgegangen ist.

    Das wird sich irgendwann vielleicht wieder ändern (extremer Sonnensturm-> alle elektrischen Geräte nutzlos-> Menschheit wird ins Mittealter zurückgeworfen).
    Theoretisch ist da alles möglich^^

    Der Grundgedanke der Religion ist gut, was die Menschen daraus machen ist eine andere Sache.
  • Auf dem Christum basiert unser heutiges Rechtsystem, also einer der wenigen Dinge, die ich der Religion gut heißen kann.

    Die Religionen entstanden ja nur, weil die Leute einen Sinn für die ganzen Naturereignisse gesucht haben. Gleichzeitig konnten sie sich eben in Notzeiten trost und Hoffnung suchen, allerdings ist dieses denken mittlerweile veraltet. Höchstens letzteres findet man noch häufig.
  • Ich bin Atheist und Religion gegenüber kritisch eingestellt, auch wenn ich die Religionsfreiheit begrüße.

    Ich bin zwar katholisch getauft und habe alle nötigen Instanzen bis zur Kommunion durchlaufen, aber so wirklich geglaubt an einen Gott habe ich nie.

    Als die Wissenschaft noch nicht in dem Maße fortgeschritten war, wie sie es jetzt ist, hat man bis dato unerklärliche Phänomene eben durch übernatürliche Wesen erklärt. Die Erklärung war damals weit einleuchtender als die komplexen Zusammenhänge zwischen Physik, Chemie und Biologie. Heute ist man da schlauer: Nahezu alles ist durch naturwissenschaftliche Fakten beleg- und begründbar. Allerdings gibt es noch keinen einzigen belastbaren Beweis zur Existenz eines Gottes.

    Nun führen hier die meisten Gläubigen eben das Argument an, dass es sich ja hierbei um 'Glauben' handelt, das Gottes Wege nicht immer nachvollziehbar sind und man auch nicht beweisen könne, dass es Gott nicht gibt. Und das stimmt. Ich kann aber auch nicht beweisen, dass es Harry Potter nicht gibt.

    Ich richte mich nach meinem Verstand und halte es da mit John Lennon: 'Imagine no religion' ist eigentlich ein sehr guter Gedankengang. Ob historisch oder aktuell, unter dem Deckmantel der Religion wurden und werden immer noch tausende Menschen ermordet, gequält, ausgeraubt, vertrieben und diskriminiert.

    Mir ist klar, dass viele dieser Taten lediglich unter dem Deckmantel der Religion begangen wurden. Dennoch lassen sich Menschen für religiöse Ziele instrumentalisieren, Religion bedeutet Macht, die missbraucht werden kann. Die Geschichtsbücher sind voll mit Beispielen. Daher finde ich es wichtig, zwischen Glauben und Religion zu unterscheiden. Glauben kann etwas sehr individuelles, persönliches sein und daher auch etwas Positives und Kraftbringendes. Bei (organisierter) Religion steht immer eine Art 'Doktrin' oder ein 'Dogma' im Vordergrund, dem man sich zu fügen oder unterzuordnen hat.

    Besonders kritisch wird es dann, wenn die Trennung von Staat und Religion nicht gewährleistet ist. Und das ist nicht nur in den muslimischen Ländern ein Thema. Gerade in den U.S.A. nimmt das mittlerweile Besorgnis erregende Formen an. Jesus Camps, die Tea Party, Donald Trump und Kim Davis sind Symptome eines Landes, dass die Säkularisierung immer weiter aufhebt. Und das besorgt mich dann schon etwas.


    Aktuelle Projekte: The Legend of Zelda – Twilight Princess, Fallout 4, Destiny, Vampires Dawn: Reign of Blood
  • Your Waifu is shit schrieb:

    Auf dem Christum basiert unser heutiges Rechtsystem, also einer der wenigen Dinge, die ich der Religion gut heißen kann


    sorry, aber das ist falsch (oder zumindest nicht ganz richtig) ... unser (österreichisches) aber auch das Deutsche Rechtsystem basiert auf dem Römischen, und das aus einer Zeit lange bevor Mister Badeschlappen dort die ganzen Götter gegen den "One und Only" ausgetauscht/ersetzt hat ;)

    Selber bin ich am Papier Röm-Kath. aber ich finde, Religionen haben nach knapp 200 Jahren Aufklärung (die offenkundig leider nicht funktioniert hat) in der Öffentlichkeit einfach nichts verloren. Jeder soll für sich selbst glauben oder Trost dort suchen womit er am glücklichsten ist, aber ausschließlich Privat und in keinster Weise in der Öffentlichkeit ... just my 2 Cents ...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Freespirit77 ()

  • Tanuki schrieb:

    Dieser Thread ist für die Allgemeinen Dinge der Relligion.
    Also Glauben, Aktuelle Ereignisse usw.

    Bei diesem Thread wird aber nur speziell die Frage gestellt für was Relligion jemmanden Bedeutet.

    Ich dachte in einem allgemeinen Thread darf alles was mit dem Thema zu tun hat diskutieren? In dem Religions-Thread den ich aufgemacht hatte, wurde eh zu 99% nur das gepostet was auch hier steht.