beyerdynamic MMX 300 und das Mischpult

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  • beyerdynamic MMX 300 und das Mischpult

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    Hallo zusammen,

    ich liebäugle nun schon eine ganze Weile damit, mir das MMX 300 von beyerdynamic zu kaufen.

    Mein "Problem" damit ist:

    Ich würde das zu gerne an meine vorhandene Hardware anschließen. Heißt: Audio-Interface mit XLR-Eingängen. Das wichtige dabei ist mir, dass ich das Mikrofonsignal direkt auf dem Kopfhörer hören kann. Ich weiß, dass Windows das selbst durchschleifen kann, allerdings durchläuft das Signal dann die gesamte Windows-Sound-Kette, was zu einer unbrauchbaren Verzögerung führt (das Mikrofon höre ich dann verspätet auf dem Kopfhörer und das ist schlimmer als das Mikro gar nicht zu hören).

    beyerdynamic schreiben in der FAQ selbst, dass es nicht möglich ist, das Headset an einen XLR-Eingang anzuschließen. Aber warum nicht? Meine Mikrofoneingänge liefern 48V Phantomspeisung. Das Mikro des MMX 300 braucht 1,5 bis 9V. Meine Elektronikkenntnisse sind nun schon einige Jahrzehnte alt, aber so etwas wie ein Spannungsteiler ist mir noch geläufig.

    Gegen die Profi-Serie von beyerdynamic spricht für mich, dass das alles Kondensator-Mikros sind, die dort verbaut sind. Ich möchte aber wegen der Nebengeräusche lieber ein dynamisches Mikro nutzen.

    Gibt es hier vielleicht einen fähigen Elektro-Bastler, der eine Idee hat, wie man das zum Laufen bekommt?

    LG huuemei
    "Es wird Tote geben." Ein Rechtschreibfehler, der dazu führte, dass damals niemand zu meinem 8. Geburtstag gekommen ist.

    YouTube: huuemei
  • Ich verweise auf einen meiner älteren Beiträge: PC-Kaufberatung & Bewertung

    Kurzgefasst:
    Generell nicht möglich, außer mit einigen Umbauarbeiten.
    Über das Audio-Interface kannst du das MMX300 nicht mit Strom versorgen, es müsste irgendwie extern versorgt werden.
    Desweiteren musst du das asymmetrische Signal des MMX300 in ein symmetrisches Signal umwandeln, oder so misshandeln, dass es als symmetrisches Signal verwendet werden kann.
    Ich habe irgendwann mal im Netz dazu eine Anleitung gesehen, aber ob der Aufwand es wert ist?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kayten ()

  • So ist ja meine aktuelle Konfiguration (mit dem DT770 pro). Und mich nervt dieses riesige Mikro, das mir die Sicht versperrt. :)

    Und ich sehe gerade: Das MMX 300 hat ja auch ein Kondensator-Mikro (was ja eigentlich logisch ist, wenn es eine Speisung braucht).

    Mir geht es da vorrangig um den eigenen Komfort bei der Aufnahme als um den Mikro-Sound, den ich ehrlich gesagt bei Let's Plays für völlig überbewertet halte.
    "Es wird Tote geben." Ein Rechtschreibfehler, der dazu führte, dass damals niemand zu meinem 8. Geburtstag gekommen ist.

    YouTube: huuemei
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    huuemei schrieb:

    Und ich sehe gerade: Das MMX 300 hat ja auch ein Kondensator-Mikro (was ja eigentlich logisch ist, wenn es eine Speisung braucht).

    Wird ganz normal an die SK angeschlossen.

    huuemei schrieb:

    Mir geht es da vorrangig um den eigenen Komfort bei der Aufnahme als um den Mikro-Sound, den ich ehrlich gesagt bei Let's Plays für völlig überbewertet halte.


    Naja nicht wirklich. Gerade das geht ja ins Gehör des Zuschauers. Und das MMX 300 Beispiel von mir find ich ehrlich gesagt nicht so prickelnd, wenn ich im Vergleich den Großmembran höre (welcher im Übrigen meine Stimme authentisch aufnimmt, das MMX 300 find ich kling ich da wie ein kleiner Junge und völlig verfremdet. Viel zu mittenlastig ohne Höhen. Du bezahlst quasi 150 € für das Mikrofon. Denn den DT770 Pro gibts für die Hälfte. Und besseres ist in dem MMX300 nicht drin.

    Es versperrt dir nicht die Sicht, wenn du den Monitor höher machst. In meinem Falle kann ich den Popschutz weglassen.
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  • Kayten schrieb:

    Über das Audio-Interface kannst du das MMX300 nicht mit Strom versorgen, es müsste irgendwie extern versorgt werden.


    Auch wenn ich mich damit ein wenig aus dem Fenster lehne, aber eigentlich müsste es doch möglich sein, aus den 48V bspw. 5V zu machen (andersrum geht es ja auch, gibt ja einige Interfaces, die nur USB ohne externe Stromzufuhr haben und trotzdem 48V Phantomspeisung liefern).

    Kayten schrieb:

    Desweiteren musst du das asymmetrische Signal des MMX300 in ein symmetrisches Signal umwandeln


    Ok, da habe ich jetzt gar nicht dran gedacht. Auch das wäre ja mit einem Symmetrierverstärker machbar.

    Da stellt sich dann aber wirklich die Frage, wie du schon sagst, ob das den Aufwand lohnt. :/

    Oder ist hier jemand so bewandert, dass er weiß, welches Headset das professionelle Pendant mit XLR zum MMX 300 darstellt?
    "Es wird Tote geben." Ein Rechtschreibfehler, der dazu führte, dass damals niemand zu meinem 8. Geburtstag gekommen ist.

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  • De-M-oN schrieb:

    Naja nicht wirklich.


    Ach, komm! Selbst Gronkh ist mit einem (damals) beschissenen Sound zum größten LPer geworden! ;)

    Ich setze da einfach die Prioritäten anders.

    Und seien wir doch mal ehrlich: Guckt man sich nicht lieber die Leute an, die eine gute Moderation machen, als die, die den "perfekten Sound" haben?
    "Es wird Tote geben." Ein Rechtschreibfehler, der dazu führte, dass damals niemand zu meinem 8. Geburtstag gekommen ist.

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  • huuemei schrieb:

    Und seien wir doch mal ehrlich: Guckt man sich nicht lieber die Leute an, die eine gute Moderation machen, als die, die den "perfekten Sound" haben?


    Beides. Mir bringt die beste Moderation nichts, wenn das Mikrofon mir aufn Zeiger geht.

    huuemei schrieb:

    Ach, komm! Selbst Gronkh ist mit einem (damals) beschissenen Sound zum größten LPer geworden!

    okay. und jetzt?
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  • De-M-oN schrieb:

    okay. und jetzt?


    ...sagt mir das, dass Persönlichkeit und PR viel wichtiger ist als das verwendete Equipment. Glück gehört natürlich auch ein wenig dazu.

    Mein bisheriges Fazit: Zweckmäßigkeit ist wichtiger als technische Perfektion.
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  • Anstatt unnötig zu diskutieren, könnte man lieber das Verhältnis verdeutlichen von dem wir hier sprechen.

    Es ist bereits ein DT770 Pro samt Interface und Mikro vorhanden!
    Mit dem MMX300 werden also quasi nochmals die gleichen Kopfhörer besorgt, also ~140€ für etwas ausgegeben, was man bereits besitzt.
    Zusätzlich dazu werden weitere 150 für das Mikro fällig. Nun müssen noch die Kosten für die Umbauarbeiten eingerechnet werden.
    So viel Geld für schlechtere Audioqualität, aber etwas mehr Komfort?
  • Kayten schrieb:

    So viel Geld für schlechtere Audioqualität, aber etwas mehr Komfort?


    Wie bereits gesagt, liegen meine Prioritäten anders als bei anderen. :)

    Wenn ich mal meine Abos angucke: Bei flashorLP stört mich der Sound überhaupt nicht. Bruugar würde ich auch gucken, wenn er kein >200€ Nackenbügelmikro benutzen würde.

    Und ich gehe außerdem nicht davon aus, dass ich einer der bedeutenden LPer werde. Wenn ich überhaupt nennenswerte Abozahlen erreiche, dann eher dadurch, dass ich mich bei der Aufnahme wohlfühle (was die Moderation entscheidend beeinflusst).

    EDIT: Ach ja; und die Finanzen. :) Die sind ja mein persönliches Ding, wofür ich mein Geld ausgebe. ;)
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  • Preislich nehmen sich alle meine bisherigen Überlegungen zum Umrüsten nicht viel:

    Rode Procaster + Spinne: 230€
    MMX 300: 260€ (+ Umbau also die ungünstigste Lösung)
    Shure SH30XLR: 240€ (auch die Alternativen bewegen sich in einem ähnlichen Rahmen)
    "Es wird Tote geben." Ein Rechtschreibfehler, der dazu führte, dass damals niemand zu meinem 8. Geburtstag gekommen ist.

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  • Es ist übrigens sehr wohl möglich, ein Mikro mit Standard-Klinke über XLR anzuschließen. Dafür gibt es extra Speise-Adapter, die die 48V anpassen. Kostet aber auch etwas:
    thomann.de/de/the_tbone_ppa_200.htm

    Der Sennheiser EW-Anschluss ist im Prinzip bloß eine Klinke mit zusätzlichem Schraubanschluss. Ich hab so einen um normale Funkstreckenmikros an Mischpulte zu stöpseln, dabei hab ich auch mal verschiedene Headsets durchprobiert.
  • Den Adapter habe ich mittlerweile auch entdeckt. Und in den Rezensionen wird direkt erwähnt, dass das MMX 300 damit läuft.

    Da das ganze Gebastel aber preislich keinen Unterschied macht, werde ich mir wohl das Beyerdynamic DT-797 PV zu Weihnachten schenken.

    Allmählich verursacht dieses Hobby dann aber doch irgendwie kosten, mit denen ich am Anfang mal so gar nicht gerechnet habe. 8o
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