Blind LP's - Wann sind sie wirklich sinnvoll?

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  • Blind LP's - Wann sind sie wirklich sinnvoll?

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    Als Antwort zur Diskussion, warum es im LPf keine richtigen Diskussionen gibt, eröffne ich somit dieses Thema, welches sogar mal was mit Let's Plays zu tun hat und über welches man hoffentlich auch diskutieren kann.

    Dem Titel ist zu entnehmen, dass ich bereits öfters über denn Sinn, ein Spiel blind zu spielen, nachgedacht habe. Leider kam ich dabei nur auf begrenzt viele Pro-Argumente, im Vergleich zum möglichen Contra, welche ich aus meiner Sicht gerne auflisten werde:


    Pro:

    • Die mögliche Gefahr, ausversehen zu spoilern, fällt in der Regel komplett weg. Wie will man auch etwas spoilern, was man noch nicht kennt?
    • Überraschungen und Schreckmomente sind beim ersten Mal (im Regelfall) "authentischer", was manchmal sicherlich hilfreich ist.
    • Im dunkeln zu tappen kann bei manchen Genres zur Atmosphäre beitragen
    • Zuschauer, die das Spiel ebenfalls nicht kennen, können sich leichter in den Spieler hineinversetzen
    • [...] (Wird im Laufe der Diskussion evtl. noch erweitert)
    Contra:

    • Wer nichts über das Spiel weiß, ist meist relativ un-informativ. Darunter kann das Commentary stark leiden, gerade wenn man nicht viel Gesprächsstoff hat, schlimmstenfalls endet dass im "Lauten Denken"
    • Der Ablauf der Folge ist im Vorraus nicht planbar. Dies führt zu einer gewissen Zufälligkeit, was das Vorankommen betrifft, was positiv sein kann, aber dies mit einer recht hohen Chance nicht ist.
    • Die Aufnahmen können sich in die Länge ziehen. Kennt man sich nicht aus, so kann man sich in vielen Spielen verlaufen oder durch fehlende Übung (es ist ja ein Blind) an manchen Stellen aufhängen, was den Spielfluss stört, ganz zu schweigen von der nach aller Wahrscheinlichkeit abnehmenden Kommentars-qualität, was relativ klar sein sollte. Lässt sich vermeiden, indem notfalls geschnitten wird.
    • Man kann schlecht abschätzen, ob es eine gute Idee ist, dieses Spiel überhaupt aufzunehmen. Manche Spiele benötigen einfach einen erhöhten Aufwand, um auf lange Sicht als Let's Play unterhaltsam zu sein, was man im Vorraus nicht ahnen kann.
    • [...](Wird im Laufe der Diskussion evtl. noch erweitert)

    Mit diesen Punkten als Exposition würde ich gerne die Diskussion einleiten. Welche Vor/Nachteile seht ihr in einem Blind? Sind meine Ansätze überhaupt so unterschreibbar?
    Man konnte wahrscheinlich herauslesen, dass ich Blinds eher negativ gegenüber eingestellt bin, das sollte ich eventuell noch anmerken, was auch ein Grund für dieses Thema ist. Ich würde nämlich gerne verstehen lernen, was viele Leute dazu bewegt, eben diese anzufangen.

    Edit:

    Brei führte die Möglichkeit eines informierten Blinds an. Ich zitiere ihn lieber:

    Ich mag auch "Blind, aber Informationen", also ein Spiel, dass der Spieler höchsten angezockt hat, aber aus gleich welcher Quelle informationen Bezieht (sowohl am Anfang als auch mittendrin)
    Vorteil:
    • der Entdeckerfaktor bleibt
    • der Spieler kann Detailiertes fachwissen geben, und seinen Nutzen am eigenen Leib erfahren (^.^)
    • Probleme, der Klasse "Was nun?!", sind selten, da der Spieler schnell mal cutten und nachfragen/recherchieren kann
    • Es ist witzig, wenn der LPer ebend noch den genaue Einblicke in die Gameengine gibt, und dann die einfachsten Sachen verpatzt (ist halt doch n Anfänger^^)
    • der LPer kann seine Spoiler be-und auswerten
    • es spart Zeit (Spiel muss nicht erst durchgespielt werden)

    Nachteil:
    • während Spezielinformationen vorliegen, könnte Grundwissen fehlen
    • schlechte Informationsquellen sind der Tod
    • es ist recht schwer zu machen (Infos einhohlen, merken, zur richtigen Zeit geben, ... ); Bewerten der Infos darf nicht übertrieben werden etc.
    • neue Infos sind nur zwischen den Sessions einhohlbar (Problem Unwissen am Anfang einer 3-Stunden-aufnahme kann nichtmehr behoben werden, bis es gebraucht wird)
    • braucht weit mehr Zeit(Vorbereitung) als Fullblind
    Es ist also alles in allem sehr Fehleanfällig, und grade bei schwerer zu durchsteigenden Spielen, wesendlich stressiger als normal oder fullblind.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von FriendlyFireKuh ()

  • Meiner Meinung nach fehlen da zwischenzustände...
    Es gibt ja ne Menge zwischen "Ich weis genau nichts" und "Ich hab das game schon 3 mal durch".

    Ein Spiel, ich nenns mal "Fullblind" spielen macht natürlich nicht immer Sinn (wie du bei Kontra gut bemerkt hast^^).
    Hat man jedoch ein Spiel, dass man gut "Fullblind" spielen kann, ist das ne gute Option, weils(von Spieler abhängig) durchaus sein kann, das man ihm den Spass an der Sache viel mehr anmerkt (Entdeckerdrang, Überraschungen, "Lass das mal austesten"-Situationen)

    Ich mag auch "Blind, aber Informationen", also ein Spiel, dass der Spieler höchsten angezockt hat, aber aus gleich welcher Quelle informationen Bezieht (sowohl am Anfang als auch mittendrin)
    Vorteil: - der Entdeckerfaktor bleibt
    - der Spieler kann Detailiertes fachwissen geben, und seinen Nutzen am eigenen Leib erfahren (^.^)
    - Probleme, der Klasse "Was nun?!", sind selten, da der Spieler schnell mal cutten und nachfragen/recherchieren kann
    - Es ist witzig, wenn der LPer ebend noch den genaue Einblicke in die Gameengine gibt, und dann die einfachsten Sachen verpatzt (ist halt doch n Anfänger^^)
    - der LPer kann seine Spoiler be-und auswerten
    - es spart Zeit (Spiel muss nicht erst durchgespielt werden)

    Nachteil: - während Spezielinformationen vorliegen, könnte Grundwissen fehlen
    - schlechte Informationsquellen sind der Tod
    - es ist recht schwer zu machen (Infos einhohlen, merken, zur richtigen Zeit geben, ... ); Bewerten der Infos darf nicht übertrieben werden etc.
    - neue Infos sind nur zwischen den Sessions einhohlbar (Problem Unwissen am Anfang einer 3-Stunden-aufnahme kann nichtmehr behoben werden, bis es gebraucht wird)
    - braucht weit mehr Zeit(Vorbereitung) als Fullblind
    Es ist also alles in allem sehr Fehleanfällig, und grade bei schwerer zu durchsteigenden Spielen, wesendlich stressiger als normal oder fullblind.

    Ich denk Späten noch mal drüber nach und ordne gegebenenfalls die Liste mal Logischer.
    Bin atm in der Schule. :/
    (wollt den Post raust haben, befor die Diskussion richtig anläuft)

    mfg Brei

    Edit1: Ergänzungen und etwas Rechtschreibung

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Brei ()

  • Ich sehe bei einem Blind-LP's eher negative statt positive Aspekte (mache selbst auch ein blind.. ^^)

    Also ich sehe es so:

    Pro:

    - Man achtet als "blind-LP'er" mehr auf die Umgebung und findet womöglich neue Schätze/Items/etc.
    - Man rennt nicht stur durch sondern erforscht auch mal die Umgebung und findet vlt ein Easteregg
    - Bei "Schreckmomenten" (wie gesagt) sind die Schocker echter.
    - Bei Dialogen liest man sie auch mal, statt sie nur durchzuskipen

    Kontra:

    - Man weiss nichts/sehr wenig über das Spiel (ausser man informiert sich)
    - Einmal verirrt kommt man womöglich nicht so schnell wieder auf den "richtigen Weg"
    - Man kennt die Schwächen der Gegner nicht.
    - (für Leute die nicht mehr als 15 Minuten aufnehmen) man kann nicht einschätzen, wie lange ein Part dauert. Da ja jede Minute etwas passieren kann.
    - Einige Rätsel lassen sich vlt nicht lösen, da man es nicht versteht.


    Ich finde Blind-LP's unterscheiden sich auch untereinander!
    Ein Blind-LP von einem 2D-Jump & Run aka Super Mario World etc. ist nicht so schwer, da der Sinn einfach ist.
    Ein Blind-LP von einem 3d-RPG (zB) aka Golden Sun ist da komplizierter. "Wo muss ich hin" "Wie lös ich dieses Rätsel?" etc.

    Ich finde Blind-LP's solala. Bei Games die doch "viel" bieten ist es schwer, als Let's Player zu kommentieren, wenn er nichts weiss und nicht weiss ob er richtig spielt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zorrby ()

  • @Brei:
    Den Ansatz finde ich sehr gut, ehrlich gesagt! Das größte Contra bei einem informierten Blind währe wohl oder übel der von dir erwähnte Aufwand durch schneiden, informieren und eventuell anderes. Fehlinformationen wären auch ein Problempunkt, auf den man achten sollte, wie du bereits erwähntest... eigentlich kann ich dir bei den Argumenten für- und gegen ein, ich nenns mal "Halb-Blind"es Spielen zustimmen.
    Der Ansatz wird in Startpost erwähnt.

    @Zorro:
    Ich nehme mir kurz heraus, die Punkte zu bewerten:

    -Es mag sein, dass man die Umgebung genauer unter die Lupe nimmt, wenn man sich nicht gut auskennt, was natürlich dazu führen kann, dass man Schätze findet, etc. Der, der das Spiel hingegen kennt weiß ohnehin schon, wo die sind, oder er könnte/sollte es wissen.

    -Naja, das hängt auch von der Spielweise ab. Ein Durchlauf zu einem Spiel, welches man kennt ist ja nicht gleich ein Speedrun, wenn ich das so deuten darf. Wie oben: Die Eastereggs sind womöglich bekannt und können gerade deswegen gezeigt werden;

    -Hatte ich ja bereits, darauf muss ich also nicht eingehen,

    -Man muss die Texte ja nicht unbedingt skippen. Hängt davon ab, ob man sie den Zuschauern präsentiern will oder nicht, aber bei einem Blind ist die Chance natürlich größer, dass man sie auch selbst nochmal durchlesen will, das kann man wohl so sagen.

    Zu den Contras:

    Das meiste erwähnte ich sinngemäß, aber die Schwächen der Gegner und die Rätsel sind ein gutes Argument.

    Jump'n' Runs (Beispiel) bieten sich für einen Blind meist an, wie du sagst, RPG's eher... naja. stimme dir zu.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von FriendlyFireKuh ()

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    Also ich schaue lieber Blind-LP's.
    Mal ehrlich ich will keinen run/walkthrough sehen, wenn ich bei Youtube Let's Play eingebe. Wenn ich die schnellstmögliche Lösung sehen will, oder eine Anleitung will, dann gebe ich das direkt ein.
    Man sollte den Authentitätsfaktor definitiv nicht unterschätzen. Und wenn der LPler mal nicht weiter weiß..na und? Dann regt er sich auf. Das ist doch nur menschlich. Oder analysiert die Lage usw. Da sieht man die unterschiedlichsten Charaktere. Was will ich mit 9876545678 gleichen LP's die einfach durchrennen?

    Klar können die Informationen die man dazu kriegt gut sein. Aber für so etwas kann man immernoch ein Let's Show machen. Bei LP's geht es meiner Meinung nach vor allem darum das zu spielen und nicht alle möglichen andinformationen zu geben, wie der Sohn, der Haushälterin des Entwicklers ist Sportler XYZ und beim Snooker ein Superstar oder sowas in der Art.
  • Also ich bin eher Pro-Blind.
    Ich selbst mache auch gern Blinds, allein weil ich dem Viewer zeigen will, wie ein Durchschnittsmensch wie ich mit dem Spiel klarkommt. Das ganze hat so einen gewissen Bewertungshintergrund, ob das Spiel Neuling-freundlich ist. Wenn man als Neuling zum Beispiel überfordert ist, dann merkt der Viewer das ja anhand der Commentary, wenn zum Beispiel gesagt wird: "woah, mein Interface explodiert ja gleich, so viele Balken fliegen hier rum"
    Hinzu kommt noch, dass man in einem Blindrun viel detailierter beschreibt, wie man alles findet und wie alles auf einen wirkt. Wer das Spiel in- und auswendig kennt, der erklärt vielleicht nicht unbedingt, ob die Steuerung leicht oder schwer ist, weil er es ja schon oft gespielt hat und sich daran gewöhnt hat und es deswegen als selbstverständlich sieht, wodurch er es nicht als erwähnenswert sieht...

    Und eine Frage zu dem Contra-Punkt:
    " Wer nichts über das Spiel weiß, ist meist relativ un-informativ. Darunter kann das Commentary stark leiden, gerade wenn man nicht viel Gesprächsstoff hat, schlimmstenfalls endet dass im "Lauten Denken" "

    Ich sehe im "Lauten Denken" nicht unbedingt einen Contra-Punkt. Denn, wenn der Viewer den Gedankengang des Players nachvollziehen kann, versteht er besser, wieso der Player so handelt oder wie er das Rätsel gelöst hat zum Beispiel.

    Wie seht ihr das?
  • Der Aspekt des "ersten Einblicks" ist erwähneswert, ebenso wie die Einsteigerfreundlichkeit. Die Beschreibung, wie alles auf die eigene Person wirkt würde ich persönlich zum Bereich des authentischen zählen, falls das erlaubt ist, das sollte etwa das selbe abdecken. Ich deute das mal so, dass der Blind-LP'er sich etwas mehr in der Rolle des nicht wissenden Zuschauers befindet und dieser sich somit besser damit identifizieren kann.

    Das Laute Denken sah ich für mich also Negativpunkt, vermutlich deswegen, da "Dann geh ich jetz dahin, tu dies, tu das, wundere mich über jenes" manchmal nicht wirklich viel beiträgt. Wobei das auch Geschmackssache sein mag, das will ich hier mal nicht ausschließen.

    @JayneSabbath: Die Infos zum Spiel sollten sich natürlich nicht völlig abseits entfernen, auch wenn ich weiß, dass dein Beispiel bewusst übertrieben gewählt war. Gut möglich, dass ich einfach von der Präferenz her drauf stehe, wenn jemand weiß, was er tut und wovon er redet, gewissermaßen. Ich bezweifle auch, dass der einzelne Charakter in einem Nicht-Blind verloren geht, auch dort gibt es mit Sicherheit unterschiede zwischen den einzelnen LP's.
  • Hm..also ich halte Let's Play's von Spielen die man schon kennt für langweilig..sorry o.o

    Ich spiele Grundsätzlich Blind, macht wesentlich mehr Spaß und gibt auch ein "authentischeres Feeling". Was bringt es den Zuschauern wenn sie wissen wie die Story aufgebaut ist usw. . Mir macht es auch viel mehr Spaß Blind-Lp's anzuschauen, auch kann man die Zuschauer schön einbinden (zumindest wenn man wie ich immer nur einen Part aufnimmt und dann hochlädt, also nicht auf Vorrat). Nach dem Motto: Geh ich jetzt da lang oder folge ich dem Panischen Schrei?

    (Irgendwie spiele ich auch nur Horrorspiele..vorallem DA macht nicht-Blind keinen Sinn xd)
    www.google.de

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Cedi ()

  • Ich sehe beide Seiten relativ gleich.
    Wenn ich die verschiedenen Argumente über mir lese, muss ich eigentlich den meisten Dingen zustimmen.
    Stellt man aber eine Pro und Contra Liste auf, so entsteht aus meinr Sicht auch die Frage, ob sich ein Spiel lohnt, das man schon durchgespielt hat.
    Ich persönlich wäre nun im Zwiespalt, da es für beide Seiten gleichstarke Argumente gibt. Gut, soweit so gut. Jetzt aber mal aus meiner ganz eigenen Sicht:

    Ich habe und werde immer ein Spiel Blind LPen. Dafür gibt es für mich ganz einfache Gründe:

    -Das Spiel ist für mich selber um einiges interessanter, da ich keinerlei Ahnung habe was mich erwartet
    -Schockmomente und andere Reaktionen kommen einfach glaubhafter rüber (Auch wenn man sich an total dummen Stellen erschreckt, nur weil ein Gegner neben einem Aufploppt Oo )
    -Man achtet einfach viel mehr auf seine Umgebung, wie die NPC's reagieren, wie die Umgebung gestaltet ist und und und. ( Gut, dadurch kann man zwar Zeit verschwenden, was viele als negativ ansehen würden, aber meiner Meinung nach gehört es einfach auch zum Spiel dazu )
    -Kleinigkeiten wie kurze Musikstücke und Gesten fallen einem viel deutlicher auf und man reagiert ganz automatisch darauf.
    -Spekulationen über verwirrende Ereignise dürfen natürlich auch nicht fehlen, nur um später festzustellen, dass man sich total geirrt hat und man mit offenem Mund dasitzt oder einfach nur ein WTF stammelt.

    So, das soll erstmal reichen. Ich liste hier nun extra nichts gegen Blind Spiele auf, da ich hier einfach mal die reine Pro-Seite vertrete und es seltsam aussieht, wenn ich als reiner Blindspieler etwas dagegen sage.

    Meine Erfahrungen mit den Abonnenten und meinen Blind spielen, waren bisher nur positiv und daher kann ich jedem nur empfehlen ein Spiel Blind zu spielen. ( Aber nicht als aller erstes Projekt^^, sonst sitzt ihr so ewig dran wie ich xD )
  • Serodis schrieb:

    Ich sehe beide Seiten relativ gleich.
    Wenn ich die verschiedenen Argumente über mir lese, muss ich eigentlich den meisten Dingen zustimmen.
    Stellt man aber eine Pro und Contra Liste auf, so entsteht aus meinr Sicht auch die Frage, ob sich ein Spiel lohnt, das man schon durchgespielt hat.
    Ich persönlich wäre nun im Zwiespalt, da es für beide Seiten gleichstarke Argumente gibt. Gut, soweit so gut. Jetzt aber mal aus meiner ganz eigenen Sicht:

    Ich habe und werde immer ein Spiel Blind LPen. Dafür gibt es für mich ganz einfache Gründe:

    -Das Spiel ist für mich selber um einiges interessanter, da ich keinerlei Ahnung habe was mich erwartet
    -Schockmomente und andere Reaktionen kommen einfach glaubhafter rüber (Auch wenn man sich an total dummen Stellen erschreckt, nur weil ein Gegner neben einem Aufploppt Oo )
    -Man achtet einfach viel mehr auf seine Umgebung, wie die NPC's reagieren, wie die Umgebung gestaltet ist und und und. ( Gut, dadurch kann man zwar Zeit verschwenden, was viele als negativ ansehen würden, aber meiner Meinung nach gehört es einfach auch zum Spiel dazu )
    -Kleinigkeiten wie kurze Musikstücke und Gesten fallen einem viel deutlicher auf und man reagiert ganz automatisch darauf.
    -Spekulationen über verwirrende Ereignise dürfen natürlich auch nicht fehlen, nur um später festzustellen, dass man sich total geirrt hat und man mit offenem Mund dasitzt oder einfach nur ein WTF stammelt.

    So, das soll erstmal reichen. Ich liste hier nun extra nichts gegen Blind Spiele auf, da ich hier einfach mal die reine Pro-Seite vertrete und es seltsam aussieht, wenn ich als reiner Blindspieler etwas dagegen sage.

    Meine Erfahrungen mit den Abonnenten und meinen Blind spielen, waren bisher nur positiv und daher kann ich jedem nur empfehlen ein Spiel Blind zu spielen. ( Aber nicht als aller erstes Projekt^^, sonst sitzt ihr so ewig dran wie ich xD )


    /signed
    Da kann ich nichts hinzufügen. Absolut meine Meinung.
    Ich bewerte das Authentische sehr hoch. Durch die unterschiedliche Gewichtung der einzelnen Argumente entsteht ja auch letzendlich die Entscheidung, sprich: wer den Viewer schnell mal durch Spiel schleifen will, der wird sich gegen Blinds entscheiden. Ich selbst finde es einfach besser blind zu spielen, weil das Ganze liebevoller rüberkommt =)
    Naja so viel zu meiner Meinung. :P
  • Bei Blind-LPs kommt es ganz stark darauf an, welches Genre gespielt wird.
    Ein Jump'n'Run z.B. schaue ich mir lieber an, wenn der Let's Player noch wenig dar¨über weiss, dabei sollte er aber sich auch nicht zu doof anstellen und an jeder zweiten Stelle 30 mal sterben. Auch bei Horror-Spielen ist es meiner Meinung nach angebrachter, es blind zu spielen, da so, wie auch schon gesagt wurde, die Gefühle authentischer rüberkommen.
    Andererseits halte ich es bei gewisse Rollenspiele und Action-Adventures schrecklich, wenn man es blind spielt. Ich habe mal meine Zuschauer entscheiden lassen, was ich als nächstes Spielen soll. Die Wahl fiel auf "The Legend of Zelda A Link to the Past". Da hab ich einfach ewig gebraucht, um das Spiel durchzukriegen. Manchen zuschauern hat es zwar Freude gemacht, wie ich planlos umherirre, weil sie das Gefühl haben "Ha ich hätte das in 5 Sekunden geschafft", aber ich, wenn ich mir mal eine Folge angeschaut habe, fand es einfach nur peinlich. Das war mir auch eine Lehre, dass ich solche Spiele nie wieder blind spielen will.
    Um noch auf einen Punkt einzugehen:

    FriendlyFireKuh schrieb:

    Wer nichts über das Spiel weiß, ist meist relativ un-informativ. Darunter kann das Commentary stark leiden, gerade wenn man nicht viel Gesprächsstoff hat, schlimmstenfalls endet dass im "Lauten Denken"
    Wenn das Spiel Teil einer Reihe ist, kann man das Spiel mit anderen Teilen vergleichen, die man eventuell gespielt hat. "Lautes Denken" finde ich sogar passend bei manchen Spielen. So kann ich besser nachempfinden, wieso der LPer dies oder jenes gerade macht.

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Foka ()

  • Sehe sowie Blind wie Seen sehr gern.

    Bez. Blind:
    Blind-Lps sind authentischer, da stimme ich meinen Vorpostern vollkommen zu. Der Lper lernt das Spiel zusammen mit den Zuschauern kennen. Es macht (zumindest mir) Spaß zusehen, wie der Lper auf bestimmte Situationen rreagiert. Wie er sich erschreckt, überraschend angegriffen wird, sich neue Strategien zurechtlegt oder von der Story mitgerissen wird. Das "Laute Denken" sehe ich dabei sogar als Vorteil, da der Spieler hier zB. noch über mögliche Storyzusammenhänge sinnieren kann oder über die derzeitge Atmosphäre sprechen kann. Auch das verfluchen fies plazierter Gegner kann unterhaltsam sein. (Sehe selbst zB sehr gerne Megaman-Blind-Lps und liebe es wenn sie an den Devils verzweifeln^^)

    Klar, Blind-Lps sind schlecht planbar und man kann schonmal herumirren ohne zu wissen wos weitergeht. Aber: ich habe schon (sehr) oft mitbekommen, das wenn der Lper nicht mehr weiterweiß er von treuen Zuschauern schon mal Tipps zum weiterkommen bekommt (in den Kommentaren oder halt via PN). Blind-Lps können also auch das Band zu den Zuschauern festigen.

    Im Vorfeld geplante Parts in denen der Lper gengerische Stärken/Schwächen/Strategien und andere Informationen runterleiert empfinde ich selbt oft als einfach zu trocken. Man sollte es in Sachen Information nicht übertreiben und lieber auf die "persönliche Note" (so nenn ich das mal) achten - also schon mal daruf eingehen wie man bestimmte Situationen findet/wahrnimmt etc.

    Bez. Blind, aber Informationen
    An sich kein so schlechter Gedanke, jedoch ist die Gefahr sich selbst zu spoilern recht hoch (vorallem wenn man die Parts planen will). Darunter wird dann wiederum die Authentizität leiden.

    Was ich auch noch in den Raum stellen möchte sind HALB-BLIND-LPS!
    Der Lper kennt das Spiel hat es aber schon lange nicht mehr gespielt und kann sich nur noch zum Teil ans Geschehen erinnern. Das ist ein gutes Mittelmaß aus Blind und Seen. Man lernt das Spiel zum Teil neu kennen, hat aber duch alte Erinnerungen hier und da doch vorteile die einen schneller weiterbringen.
  • Mir gefallen Blinds auch am Besten.

    Es kommt mir doch nicht darauf an, das der LPer nun der oberPro ist, sondern ob mir das LP beim zusehen Spaß macht.
    -Ich kann mich oft in die Lage des LPers hineinversetzten, wie es halt war, als ich das erste mal das Spiel gespielt habe. Ob er die selben Überraschungsmomente hat, wie ich sie hatte.
    -Bei einem Blind gibt es weitaus mehr witzige Momente als wenn der Spiele das Spiel schon in- und auswendig kennt.
    -Allgemein ist der Unterhaltungswert natürlich Größer. Er freut sich auch am Anfang noch über die Kleinsten Sachen und tut nicht alles gelangweilt ab, wie wenn er alles schon tausend Mal gesehen hat.
    -In Blind - LP´s wird weder gerusht noch gespoilert.

    Es kommt natürlich alles auf den Persönlichen Geschmack an. Wenn ich so jemand bin, der sich dann in den Comments darüber aufregt, wie schlecht der LPer spielt, dann sind Blinds natürlich nichts für mich. Wenn ich aber gut unterhalten werden möchte oder einfach nur zum Selbsttest um zwischen sich und anderen zu vergleichen, wie man ein Spiel beim ersten Mal angeht, sind Blinds wirklich ideal.
  • wenn ich ehrlich bin, den unterschied zwischen blind und nicht blind fällt mir nicht so auf...
    blind spielen ist halt eine größere herausvorderung. Es kommt ja auch auf den schwierigkeitsgrad an. (vermute ich mal ^^, ich hab noch nicht das vergnügen ein spiel blind zu spielen)
    mfg Yeynick