Aktuelle Politik

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    • Ist ja auch kein Wunder wenn du 2 von 4 Großmächten nennst ;) Die 3. wäre Europa und die 4. China

      Die Länder im nahen Osten sind einfach im desolaten zustand, es gibt selten eine funktionierende Regierung, sehr schlechte Infrastruktur und für den größten Teil der Bevölkerung keine Perspektive.
      Diese Perspektivlosigkeit führt doch zu den heutigen Problemen, die eine Gruppe flieht in den Westen um dort glücklicher zu leben, die andere Gruppe greift den Westen als Schuldigen an(bzw. zerstört ihr eigenes und umliegende Länder), auch in unserem Land gibt es Korruption, das ist klar, aber bei weitem nicht in dem Ausmaß der Länder im nahen Osten.

      Da in weiten teilen so gut wie alles zerstört wurde, gibt es nur noch die Ölförderung als legale Geldquelle und diese wird entweder von korrupten Staatsoberhäupten oder kiregswütigen Despoten/Warlords kontrolliert, die mit allen Mitteln an der Macht bleiben wollen.

      Für mich hat die USA/Nato einen großen Fehler gemacht und dieser war der zu frühe Rückzug aus dem nahen Osten, die Soldaten hätten dort nicht mehr länger als Kämpfer sondern als Beschützer/Lehrer/Helfer bleiben sollen.
      Diese Aufgaben hätten auch zivile Leute erledigen können, sobald es die Sicherheitslage zu lässt.
      Für mich hat dies einfach nur Vorteile, die Menschen die dort leben sehen dadurch, dass die Soldaten nicht in ihr Land kamen um alles zu zerstören und ihnen ihren Glauben zu nehmen, sondern auch bereit sind der zivilen Bevölkerung zu helfen und neue Perspektiven aufzuzeigen.
      Bleiben die immer mehr zivil werdenden Truppen 30-40 Jahre, dann leben in dem Land schon 1-2 Generation die ihr ganzes Leben Kontakt zur westlichen Welt hatten und dies im positiven Sinne und genau in diesem Punkt sehe ich die größte Angriffsfläche radikaler Angstmacher, funktioniert doch hier genauso mit den Nazis oh Entschuldigung ich meinte "besorgten Bürger", man hat halt Angst vor dem unbekannten.
      (Kleine Info schaut euch mal den Anstieg des BIP in Afghanistan an, in der Zeit mit den meisten Ausländische soldaten im Land (2010-2012 danach langsamer Abzug) stieg das BIP um fast 75% von ca 12 auf 21 Milliarden, jetzt stagniert diese Entwicklung wieder)

      Auch zu dem TTIP habe ich eine andere Meinung, so lange nicht genau bekannt ist welche Bedingungen dort ausgehandelt werden, kann man dies nicht endgültig bewerten, allerdings sind Freihandelsabkommen eigentlich immer gut für alle Beteiligten Länder da die meisten Leute aber eh kein halbwegs brauchbares Wissen über die Volkswirtschaft/Weltwirtschaft haben wird wieder mit dem unbekannten Angst gemacht.

      Was mich gerade extrem stört sind die ganzen Leute die immer meckern warum gerade jetzt getrauert wird und nicht bei Anschlägen im Ausland.
      Stellen wir uns mal vor wir Leben in einem Mehrfamilienhaus (Europa), brennt es bei meinem Nachbar so versuche ich alles um das Feuer noch klein zu halten um meine eigene Wohnung zu schützen, benötigt der Nachbar danach Hilfe, ist er mir nicht fremd oder ist sogar mit mir befreundet, brennt aber am anderen Ende der Stadt ein Haus, so werde ich dort auch nicht das gleiche Engagement zeigen wie in Fall 1.
      Ich selber sehe mich schon mehr als Europäer als Deutscher und Frankreich als direktes Nachbarland ist mit dem Auto nur ca. 2-3h von mir entfernt, da zeigt man natürlich mehr Mtigefühl als wenn in einem Land was passiert welches ich noch nicht einmal auf der Weltkarte zeigen könnte.
      Dies bewertet aber in keiner Art und Weise den Wert eines Menschenleben, witzig finde ich auch, dass gerade die Leute die sich darüber beschweren, die USA/Nato mischt sich überall ein dann sagen ja warum macht ihr erst jetzt was.
    • Zebo schrieb:

      Für mich hat die USA/Nato einen großen Fehler gemacht und dieser war der zu frühe Rückzug aus dem nahen Osten, die Soldaten hätten dort nicht mehr länger als Kämpfer sondern als Beschützer/Lehrer/Helfer bleiben sollen.
      Diese Aufgaben hätten auch zivile Leute erledigen können, sobald es die Sicherheitslage zu lässt.
      Für mich hat dies einfach nur Vorteile, die Menschen die dort leben sehen dadurch, dass die Soldaten nicht in ihr Land kamen um alles zu zerstören und ihnen ihren Glauben zu nehmen, sondern auch bereit sind der zivilen Bevölkerung zu helfen und neue Perspektiven aufzuzeigen.
      Bleiben die immer mehr zivil werdenden Truppen 30-40 Jahre, dann leben in dem Land schon 1-2 Generation die ihr ganzes Leben Kontakt zur westlichen Welt hatten und dies im positiven Sinne und genau in diesem Punkt sehe ich die größte Angriffsfläche radikaler Angstmacher, funktioniert doch hier genauso mit den Nazis oh Entschuldigung ich meinte "besorgten Bürger", man hat halt Angst vor dem unbekannten.
      (Kleine Info schaut euch mal den Anstieg des BIP in Afghanistan an, in der Zeit mit den meisten Ausländische soldaten im Land (2010-2012 danach langsamer Abzug) stieg das BIP um fast 75% von ca 12 auf 21 Milliarden, jetzt stagniert diese Entwicklung wieder)


      Ja und die Soldaten oder Helfer würden in einer solchen Gesellschaft als Fremdkörper angesehen. Dann labert irgendein Imam noch seine verdrehte Version des Islam und schon gibts nen Widerstand. Außerdem müsste man sich dafür entsprechende gesellschaftliche Programme herausarbeiten um das alles an ein anderes Kulturelles Umfeld anzupassen. Und auf welcher Grundlage willst du den Menschen dort eigentlich vorschreiben was sie zu tun haben? Das würde auch wieder zu Widerstand führen.

      Zebo schrieb:

      Auch zu dem TTIP habe ich eine andere Meinung, so lange nicht genau bekannt ist welche Bedingungen dort ausgehandelt werden, kann man dies nicht endgültig bewerten, allerdings sind Freihandelsabkommen eigentlich immer gut für alle Beteiligten Länder da die meisten Leute aber eh kein halbwegs brauchbares Wissen über die Volkswirtschaft/Weltwirtschaft haben wird wieder mit dem unbekannten Angst gemacht.


      Ein Abkommen das so weitreichende Folgen haben kann und hinter verschlossenen Türen von Lobbyisten(!) verhandelt wird, kann nicht besonders toll sein ^^ Vorallem wenn dies die Rechtsstaatlichkeit untergräbt, nur um einige noch reicher und mächtiger zu machen. Und auch andere Abkommen die in ähnliche Richtungen gehen (z.B. CETA) sollten gründlich geprüft werden, bevor ihnen zustimmt wird.
      „Kein Plan überlebt die erste Feindberührung.“ Helmuth von Moltke (1800-1891)
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      Zebo schrieb:

      Auch zu dem TTIP habe ich eine andere Meinung, so lange nicht genau bekannt ist welche Bedingungen dort ausgehandelt werden, kann man dies nicht endgültig bewerten, allerdings sind Freihandelsabkommen eigentlich immer gut für alle Beteiligten Länder da die meisten Leute aber eh kein halbwegs brauchbares Wissen über die Volkswirtschaft/Weltwirtschaft haben wird wieder mit dem unbekannten Angst gemacht.

      TTIP hat das Problem, dass es zwischen Konzernen und Staaten ausgehandelt wird. Profitieren werden vorallem diese durch das Abkommen, im Gegensatz zu den ganzen lokalen Unternehmen. Darunter wird vor allem die Lebensmittelindustrie zu leiden haben, denn unsere lokalen Lebensmittelhersteller (aber auch die in den Vereinigten Staaten) können von dem Wachstum der internationalen Wettbewerber nicht bzw. kaum profitieren. Das ist zumindest das, was ich bisher so mitbekommen habe.

      Ich hatte jetzt noch einen langen Text geschrieben, der Inhaltlich an den letzten Teil des Kommentars anknüpft, dann ist mir aber eingefallen, dass ich mich einer politischen Debatte um das Thema Flüchtlinge/Terrorismus/Anschläge/Frankreich entziehen wollte und somit fällt das flach. Ich les aber trotzdem mit und vielleicht kommentiere ich auch mal was, aber ich hab derzeit keine Lust in eine Debatte einzusteigen.
      Grüße, GLaDOS

      "Do you know who I am? I'm the man whose gonna burn your house down - with the lemons! I'm gonna get my engineers to invent a combustible lemon that'll burn your house down!" - Cave Johnson, CEO of Aperture Science

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      Rechtschreibung und Grammatik sind eine Tugend, aber jeder macht mal Fehler...
    • CptNico schrieb:

      Ein Abkommen das so weitreichende Folgen haben kann und hinter verschlossenen Türen von Lobbyisten(!) verhandelt wird, kann nicht besonders toll sein Vorallem wenn dies die Rechtsstaatlichkeit untergräbt, nur um einige noch reicher und mächtiger zu machen. Und auch andere Abkommen die in ähnliche Richtungen gehen (z.B. CETA) sollten gründlich geprüft werden, bevor ihnen zustimmt wird.


      So was ähnliches wurde ja auch immer bei der EU gesagt, sie schmälert die Rechte der Länder, benachteiligt die aremn Länder usw. Heute sehen wir ja wie gut es uns in der EU geht.
      Dies meine ich nicht nur wirtschaftlich. Natürlich hat die EU auch Schwächen wie die Witschaftskrise gezeigt hat, aber ob die Länder einzeln in einer besseren Lage als jetzt wären, wage ich mal zu bezweifeln.
      Auch ermöglicht doch der Zusammenschluss der Länder überhaupt erst auf Augenhöhe mit den USA zu verhandeln, so dass ich glaube, das bisherige EU-Richtlinien was Umweltschutz, Verbraucherschutz usw. angeht nicht gekippt werden, bzw. weniger stark angepasst werden als gedacht.

      CptNico schrieb:

      Ja und die Soldaten oder Helfer würden in einer solchen Gesellschaft als Fremdkörper angesehen. Dann labert irgendein Imam noch seine verdrehte Version des Islam und schon gibts nen Widerstand. Außerdem müsste man sich dafür entsprechende gesellschaftliche Programme herausarbeiten um das alles an ein anderes Kulturelles Umfeld anzupassen. Und auf welcher Grundlage willst du den Menschen dort eigentlich vorschreiben was sie zu tun haben? Das würde auch wieder zu Widerstand führen.

      Natürlich gibt es einige Schwierigkeiten bei dieser Version allerdings würden die Soldaten bei weitem besser da stehen als wenn sie wie ein Haufen Heuschrecken über das Land herfallen alles zerstören und dann verschwinden.
      Kurzfristig wird der Widerstand wahrscheinlich genauso aussehen wie heute, aber langfistig denke ich, dass sich die Einstellung positiv verändert.
      Beispiel: Eine Schule wird durch Spendengelder kostenlos für die dortigen Kinder aufgebaut und diese dann auch beschützt, die Kinder können dort sicher lernen und haben nun wieder neue Perspektiven.
      Diese Kinder und ihr Familien werden wohl kaum die Truppen als böse ansehen.
      Es könnte kontrolliert werden, dass das Spendengeld nicht einfach verschwindet.
      Da wir eine bessere Planung besitzen was den Aufbau und der Sanierung von Städten angeht, könnte man dies auch mit qualifizierten Fachleuten besser steuern, so dass mit gleichen Mittel mehr erreicht wird.
      Ist alles sehr aufwändig und langfristig, aber ohne solche Maßnahmen wird der westen im Nahen Osten immer nur als zerstörer Angesehen.
      Langfristig kann dann immer mehr Verantwortung der dortigen Bevölkerung übergeben werden, dass diese Regierung bisher wohl eher völlig überfordert war bzw. einfach zu korrupt, zeigt ja zum Beispiel die schon immer hohe Analphabetenquote, ohne grundlegende Bildung, wird es einem Volk auch schwer fallen sich sozial und wirtschaftlich zu verbessern, dies ist aber auch gar nicht das Interesse der meisten Regierungen mit ÖL als Geldquelle.
    • CptNico schrieb:

      Ja und die Soldaten oder Helfer würden in einer solchen Gesellschaft als Fremdkörper angesehen. Dann labert irgendein Imam noch seine verdrehte Version des Islam und schon gibts nen Widerstand.

      Nicht unbedingt.
      Als Beispiel kann man hier die Besetzung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg sehen.

      Wenn ein Staat am Rande der völligen Zerstörung steht, dann wird das Volk Soldaten, die ihnen Nahrung, Schutz und Bildung bieten, wohl mehr vertrauen als irgendwelchen Religionen.
      Religionen profitieren nur dann, wenn reale Vorteile nicht existieren und man sich nur an die geistigen Vorteile klammern kann.

      Ist ja auch ziemlich einleuchtend.

      Stell dir vor dein Land ist völlig zerstört, du hast nichts.
      Dann kommt ein Priester an und sagt: "Hier, wenn du dich in die Luft sprengst, erwarten dich Reichtum, Frauen und sonstwas im Himmel"
      Ist erstmal unwahrscheinlich, aber für viele dann immer noch besser, als im Wüstensand rumzusitzen und zu warten, dass sie auf eine Mine treten.

      Wenn die Person sich aber entscheiden kann zwischen dem Priester, oder jemand der sagt: "Hier, wir können dein Leben hier und jetzt verbessern"
      Ist wahrscheinlicher, als der Reichtum im Himmel, oder? :D

      =================================

      Zu der allgemeinen Situation im nahmen Osten:
      • Schuld an der Ausgangssituation ist die Kolonialmacht England, die um völlig verschiedene Kulturen und etnischen Gruppen einen Strich mit dem Lineal gezogen hat und sagte: "Das ist Syrien"
      • Schuld an dem Bürgerkrieg ist Assad und seine Staatspartei, die das Land verarmen ließen und nur aus Alawiten bestehen (ein paar % der Gesamtbevölkerung). Wenn man dann andere Volksgruppen unterdrückt und die Opposition zerbombt muss man sich über ein Bürgerkrieg nicht wundern.
      • Das gleiche gilt für den Irak. Selbe Ausgangssituation, jedoch eine liberalerer Regierung, die sich aus mehreren Volksgruppen zusammensetzt (und dank den Amerikanern, ohne Diktator existiert [und nein liebe Anti-Amerikaner: Hussein hätte den Bürgerkrieg nicht verhindert, höchstens verschlimmert]). Deswegen steht der Staat noch nicht komplett vor dem Zusammenbruch.
      • Schuld an der langen Hinauszögerung des Bürgerkrieges ist 1. Russland, die ihrem verbündetem Diktator den Hintern retten wollen indem sie die Opposition zerbomben und 2. die Türkei und die arabischen Staaten, die so schlau waren und den IS finanzierten. Ganz toll. Da sieht man mal wieder, wie sehr Nationen in die Zukunft denken können. Ohne Russland, Türkei und CO. wäre Assad schon längst beseitigt und der IS gar nicht erst an die Macht gekommen.
      • Schuld an der jetzigen Ausdehnung des IS sind alle beteiligten Großmächte (NATO und Russland). Wenn man zu dämlich ist, zu begreifen, dass man mit Luftschlägen allein keinen Krieg gewinnt (siehe 2. Weltkrieg) dann hätte ich schon längst ein paar aus den Regierungen entlassen. Ein paar Divisionen + die Kurden / Opposition und der IS wäre in ein paar Wochen Geschichte. Aber nein, wir gucken uns lieber schön die Folterszenen und Anschläge im Fernsehen an und beruhigen uns mit "Krieg ist keine Lösung" , im Wissen, das wir schon längst im Krieg sind, ohne es wahr haben zu wollen.
      ~ Let's plays, Animes, Cinematics, Zeichnungen ~ :D
    • GrandFiredust schrieb:

      Als Beispiel kann man hier die Besetzung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg sehen.


      Die Krisenherde im Nahen Osten besitzen eine gänzlich andere Kultur. Außerdem heißt das ja nicht, dass nicht weiterhin jemand die Menschen gegen diese Besatzer aufhetzt. Dies könnten Radikale sein die den helfenden Staat und seine Lebensweise ablehnen oder Leute die an Macht verloren haben und sich nicht anpassen wollen. Man kann diesen Leuten dort unten schlecht das Christentum oder die eigene Sichtweise aufzwingen.

      GrandFiredust schrieb:

      Ein paar Divisionen + die Kurden / Opposition und der IS wäre in ein paar Wochen Geschichte. Aber nein, wir gucken uns lieber schön die Folterszenen und Anschläge im Fernsehen an und beruhigen uns mit "Krieg ist keine Lösung" , im Wissen, das wir schon längst im Krieg sind, ohne es wahr haben zu wollen.


      Das würde wahrscheinlich wie in Afhanistan ausgehen. Massig Anschläge und Guerilliakrieg, das will kein Politker riskieren.
      „Kein Plan überlebt die erste Feindberührung.“ Helmuth von Moltke (1800-1891)
    • CptNico schrieb:

      Man kann diesen Leuten dort unten schlecht das Christentum oder die eigene Sichtweise aufzwingen.

      Aber den nächsten Generationen. Man muss nur die Kinder und Studenten richtig ausbilden und ihnen die liberalen Werte vermitteln. Irgendwann stirbt die alte Generation dann aus.

      Klar, möglicherweise gibt es Anschläge, aber nicht so viele wie jetzt. denn dann fehlt ihnen die militärwirtschaftliche Infrastruktur.

      Guerilla macht in Wüstenstaaten wenig Sinn, da gibt es zu wenig geeignetes Terrain.

      Aber klar, die Politiker würden das nicht riskieren
      ~ Let's plays, Animes, Cinematics, Zeichnungen ~ :D
    • GrandFiredust schrieb:

      Guerilla macht in Wüstenstaaten wenig Sinn, da gibt es zu wenig geeignetes Terrain.


      Einen Guerillakrieg kann man eigentlich überall führen ^^
      Die libanesische Organisation Hisbollah führte, wie z. B. im Libanonkrieg 2006, dem Guerilla-Krieg nahestehende, paramilitärische Kampfhandlungen aus.
      Die kurdische Guerilla-Bewegung, auch bekannt als PKK, kämpft gegen die türkische Armee.

      Ob es jetzt ein Guerilliakrieg wäre käme auf die Sichtweise der bewertenden Person an.
      Du willst also eine Region (die teils sehr gläubig ist) zum Christentum bzw. unseren Werten bringen?
      Kein Wunder wenn die sich dann dagegen wehren, das sind ja die Vorwürfe die uns dort teils schon gemacht werden. Die die dort ein anderes Weltbild besitzen und dieses nicht aufgeben wollen, würden sich wahrscheinlich auflehnen.

      GrandFiredust schrieb:

      militärwirtschaftliche Infrastruktur.


      Länder wie Saudi Arabien würden dies verhindern wollen und diese haben Geld und Öl. Davon kann man sich Waffen kaufen^^ Siehe Terrororganisationen... Die haben auch reiche Gönner in der Hinterhand, dies sind dann teilweise genau die Leute, denen wir das Öl abkaufen.
      „Kein Plan überlebt die erste Feindberührung.“ Helmuth von Moltke (1800-1891)

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    • CptNico schrieb:

      Du willst also eine Region (die teils sehr gläubig ist) zum Christentum bzw. unseren Werten bringen?

      Naja, ich weiß nicht, ob freiheitliche Werte allein dem Christentum zuzuordnen sind. ;)
      Und wenn man bedenkt, dass Länder wie Syrien der UNO beigetreten sind, wo liberale Werte sozusagen vorgeschrieben sind, dann sollte das eigentlich selbstverständlich sein....

      CptNico schrieb:

      Einen Guerillakrieg kann man eigentlich überall führen

      Überall schon, aber überall effektiv? :D

      Die asymmetrische Kriegsführung braucht:
      1. Getarnte Rückzugsgebiete (Großstädte, Wälder, Dschungel, bewaldetes Gebirge,...)
      2. Unübersichtliche Operationsgebiete (same)
      3. gute Finanzierung
      4. hohe Moral
      Letztere wird schon mal nach dem Bürgerkrieg und dem Terror nicht hoch sein.

      Außerdem fehlen 1 und 2. Wie sollen sie denn vernünftige Angriffe führen?
      Das ist nicht Vietnam, wo alles voller Bäume war. Es gibt dort ein paar kleine Städte entlang der Flüsse und ansonsten Wüste und Steppe. Die wichtigste Einnahmequelle (Öl) und die Industrie liegt mitten in der Wüste.
      Das alles ist extrem gut für die symmetrische Kriegsführung ausgelegt. Hubschrauber, Jets und ein paar Bodentruppen in den Städten und effektive Angriffe werden schnell verhindert. ^^
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    • GrandFiredust schrieb:

      Naja, ich weiß nicht, ob freiheitliche Werte allein dem Christentum zuzuordnen sind.


      Gibt Leute die diese Meinung vertreten.
      Allgemein würde das Problem die alte weltlich und geistliche Elite sein die dagegen aufbegehrt und die würden bestimmt ein paar Leute zusammenbekommen.

      Allgemein funktioniert asymetrische Kriegsführeng überall, auch dort. Städte eignen sich super in der heutigen Zeit (Anschläge, Hinterhalte, ...). Siehe Afgahnistan... Moderne Waffen helfen nicht viel und Bomber töten eher Zivilisten und bringen diese dann eher gegen dich auf.
      „Kein Plan überlebt die erste Feindberührung.“ Helmuth von Moltke (1800-1891)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von CptNico ()

    • GrandFiredust schrieb:

      Die asymmetrische Kriegsführung braucht:

      Getarnte Rückzugsgebiete (Großstädte, Wälder, Dschungel, bewaldetes Gebirge,...)
      Unübersichtliche Operationsgebiete (same)
      gute Finanzierung
      hohe Moral


      Auch wenn ich dir bei den anderen Punkten zu stimme, finde ich, dass Punkt 1 bedingt und der Rest vollkommen efüllt werden.

      1.Zwar keine Großstädte oder Wälder, aber Städte mit zivil Bevölkerung als Schutz.
      2.ergibt sich ja aus Punkt 1, möchte man das Leben eigener Truppen nicht gefährden und setzt auf Luftangriffe etc. leidet die zivlile Bevölkerung sehr.
      3. Gerade der IS hat keinerlei Geldprobleme
      4. Die Moral der Kämpfer ist wohl unermesslich hoch, sonst würden sie ja wohl nicht ihr eigenes Leben opfern.

      Dazu kann man ja auch noch sagen, dass der IS versucht den Krieg auch zu uns zu bringen, gegen geplante Anschläge sind wir wie letzte Woche gesehen nicht geschützt und gegen einzelne Attentäter sowieso nicht.

      CptNico schrieb:

      Gibt Leute die diese Meinung vertreten.
      Allgemein würde das Problem die alte weltlich und geistliche Elite sein die dagegen aufbegehrt und die würden bestimmt ein paar Leute zusammenbekommen.


      Gerade deswegen müssen Truppen länger da bleiben, je kürzer, desto weniger Machteverlust erleiden diese "Eliten".
      Die Kultur dieser Länder ist zwar unterschiedlich, aber ich glaub du vergisst, dass der Islam keine aggrsive Religion ist und die radikalen eine Minderheit sind, die aber mehr auffallen, ähnlich der Neo-Nazis/Pegida in Deutschland.
      Außerdem hindert ein gezielter Aufbau und eine gurndlegende Ausbildung in keinster Weise die Ausübung der eigenen Kultur, dass das natürlcih die Extremisten versuchen werden so darzustellen ist klar, aber einfach aufgeben hilft auch nichts, bzw. habe ich ja schon vorher geschrieben bin ich de Meinung, dass nur so langfristig ein friedlicher Naher Osten aufgebaut werden kann.
    • Das der IS keine Geldprobleme hat, ist mir klar :D
      Ich hatte nur aufgezählt, was man für asymmetrische Kriegsführung braucht ^^

      Die Moral der jetzt ausgebildeten Kämpfer ist hoch, ja. Aber nicht die der Zivilbevölkerung. Die würden sich nicht einem Guerillakrieg anschließen. Und wenn die Mehrheit der Bevölkerung nicht hinter ihnen steht, wird es schwierig werden.

      Zebo schrieb:

      1.Zwar keine Großstädte oder Wälder, aber Städte mit zivil Bevölkerung als Schutz.

      Ja das schon.
      Aber die Landschaft zwischen den Städten ist komplett frei.

      Wenn die Terroristen also in einer Stadt Angriffe startet, dann kann diese Gruppe durch Bodentruppen möglicherweise komplett vernichtet werden.
      Eine neue Gruppe kann dann aber nur in der Stadt neu gegründet werden. Ein Angriff über das Umland würde sofort auffallen.

      Das macht eine solche Kriegsführung sehr schwierig und würde langfristig zum Zusammenbruch eines Terrornetzwerkes führen.
      ~ Let's plays, Animes, Cinematics, Zeichnungen ~ :D
    • Zebo schrieb:

      Die Kultur dieser Länder ist zwar unterschiedlich, aber ich glaub du vergisst, dass der Islam keine aggrsive Religion ist und die radikalen eine Minderheit sind, die aber mehr auffallen, ähnlich der Neo-Nazis/Pegida in Deutschland.


      Sag ich auch nicht :D
      Auch Leute die weltliche Aufgaben innerhalb dieser Ordnung haben könnten sich gegen den Verlust ihrer Macht ("Politiker", Militärs, ...) auflehnen.

      Zebo schrieb:

      Auch wenn ich dir bei den anderen Punkten zu stimme, finde ich, dass Punkt 1 bedingt und der Rest vollkommen efüllt werden.

      1.Zwar keine Großstädte oder Wälder, aber Städte mit zivil Bevölkerung als Schutz.
      2.ergibt sich ja aus Punkt 1, möchte man das Leben eigener Truppen nicht gefährden und setzt auf Luftangriffe etc. leidet die zivlile Bevölkerung sehr.
      3. Gerade der IS hat keinerlei Geldprobleme
      4. Die Moral der Kämpfer ist wohl unermesslich hoch, sonst würden sie ja wohl nicht ihr eigenes Leben opfern.

      Dazu kann man ja auch noch sagen, dass der IS versucht den Krieg auch zu uns zu bringen, gegen geplante Anschläge sind wir wie letzte Woche gesehen nicht geschützt und gegen einzelne Attentäter sowieso nicht.


      So ungefähr. Jedoch würden Zivilopfer z.B. durch Luftschläge auch bei Leuten, die bei uns gegen diese Mission wären, zu einer noch größeren Überzeugung führen, dass dies allgemein ein Fehler war. Angesehen davon, dass der Feind dies natürlich auch gerne für Propaganda nutzen würde ("Schau mal die bösen Europäer / Amis, die töten euch...").

      GrandFiredust schrieb:

      Ja das schon.
      Aber die Landschaft zwischen den Städten ist komplett frei.

      Wenn die Terroristen also in einer Stadt Angriffe startet, dann kann diese Gruppe durch Bodentruppen möglicherweise komplett vernichtet werden.
      Eine neue Gruppe kann dann aber nur in der Stadt neu gegründet werden. Ein Angriff über das Umland würde sofort auffallen.

      Das macht eine solche Kriegsführung sehr schwierig und würde langfristig zum Zusammenbruch eines Terrornetzwerkes führen.


      Nein.
      Die Stadt ist für Hinterhalte ein ideales Terrain, du mischt dich einfach unter die Bevölkerung und die Soldaten werden auch in der Moral geschwächt wenn dauerhaft die Gefahr eines Hinterhalts besteht. Siehe Afgahnistan, du kannst auch Straßen verminen, ... Und natürlich Anschläge wie Zebo bereits sagte. Willst du wirklich die Bevölkerung, die du ausbildest, unter Generalverdacht stellen?

      Finde die Idee eigentlich gut aber sie ist mit unseren Politikern und ohne festen Plan, der auch mögliche negative Folgen einschließt nur sehr schlecht möglich. Außerdem muss man sich davor klar machen welche Folgen ein Handeln haben kann und ob du es dann noch willst.
      Allgemein gilt, so hart und fies das jetzt auch klingt und ist, es kann nicht jeder alles haben. Und wer würde dir dann deine billigen Klamotten oder dein IPhone (oder anderes Smartphone, obwohl Apple da schon extrem frech vorgeht) produzieren? Es gibt immer die Nationen die gerade mächtig sind und die anderen unterdrücken, und dass schon seit dem Beginn der Menschheit. Es wäre sehr schwer möglich dies zu tun, da die Länder, welche dann aufsteigen würden, vielleicht noch nach mehr streben. Und dann sind wir die am anderen Ende der Kette und ob diese dann etwas für uns tun würden ist nicht sicher. Wollen wir das wirklich? Und sind wir uns sicher dass unsere Pläne aufgehen und sich nicht irgendein Irrer zur Machtübernahme anschickt?
      „Kein Plan überlebt die erste Feindberührung.“ Helmuth von Moltke (1800-1891)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von CptNico ()

    • Ja, das mit den Anschlägen in den Städten ist schon richtig...
      Obwohl sie damit ihre eigene Bevölkerung treffen ...

      Klar wird das kein Politiker machen.
      1. kostet das sehr viel Geld.
      2. würde viele Leute hier in Deutschland denken, das wäre Verschwendung.

      Die positiven Aspekte einer Liberalisierung und Neustrukturierung des Nahen Ostens würden dennoch überwiegen auch wenn sie erst später sichtbar wären.
      - Wirtschaftlicher Aufschwung durch die Stabilität
      - Lösung der Flüchtlingskrise und Verhinderung von zukünftigen
      - Bereitstellung von gebildeten Arbeitskräften, die gelernt haben mit anderen Kulturen friedlich zu leben (Brauchen wir in Europa eigentlich dringend)
      - Große Fläche für Solarstrom in der Wüste...

      Das würde uns in Europa viele Vorteile bringen

      CptNico schrieb:

      Und wer würde dir dann deine billigen Klamotten oder dein IPhone

      Die Chinesen, Inder und andere Ostasiaten :D
      Die Syrer haben das noch nie gemacht.

      Aber klar, das will hier niemand (obwohl wir uns darauf in Zukunft einstellen können, dass die auch etwas von dem Kuchen des Reichtums abhaben wollen....)
      ~ Let's plays, Animes, Cinematics, Zeichnungen ~ :D
    • GrandFiredust schrieb:

      Klar wird das kein Politiker machen.
      1. kostet das sehr viel Geld.
      2. würde viele Leute hier in Deutschland denken, das wäre Verschwendung.

      Die positiven Aspekte einer Liberalisierung und Neustrukturierung des Nahen Ostens würden dennoch überwiegen auch wenn sie erst später sichtbar wären.
      - Wirtschaftlicher Aufschwung durch die Stabilität
      - Lösung der Flüchtlingskrise und Verhinderung von zukünftigen
      - Bereitstellung von gebildeten Arbeitskräften, die gelernt haben mit anderen Kulturen friedlich zu leben (Brauchen wir in Europa eigentlich dringend)
      - Große Fläche für Solarstrom in der Wüste...

      Das würde uns in Europa viele Vorteile bringen


      Das stimmt aber eine Umsetzung würde die Politik nicht hinbekommen, da es nichts ist, was man bis zum nächsten Wahlkampf fertig hat. Außer die Bevölkerung würde dies anerkennen... (halte ich für äußerst unwahrscheinlich. Außerdem wären da noch die anderen Länder und deren Interessen :S ...)

      GrandFiredust schrieb:

      Die Chinesen, Inder und andere Ostasiaten
      Die Syrer haben das noch nie gemacht.

      Aber klar, das will hier niemand (obwohl wir uns darauf in Zukunft einstellen können, dass die auch etwas von dem Kuchen des Reichtums abhaben wollen....)


      War ja auch eher global bezogen ;)
      Die Syrer werden ihren Präsidenten (sofern der sich nicht mit den Russen verkracht) jedoch wohl noch eine Weile behalten, so wie es aussieht...
      „Kein Plan überlebt die erste Feindberührung.“ Helmuth von Moltke (1800-1891)
    • CptNico schrieb:

      Die Syrer werden ihren Präsidenten (sofern der sich nicht mit den Russen verkracht) jedoch wohl noch eine Weile behalten,

      Das ist echt lächerlich...
      Bei uns treten schon Politiker zurück, wenn sie vor 30 Jahren mal in einer Doktorarbeit vergessen haben zu zitieren und der bleibt im Amt, auch wenn er seine Bevölkerung umbringt....
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    • Es gibt Einheiten, die das Problem ganz sauber aus der Welt schaffen können...
      Ohne Spuren zu hinterlassen ;)

      Das beste wäre es, dass sich die NATO (und vielleicht auch Russland) auf eine Neuaufteilung und Neustrukturierung nach dem Krieg des Landes einigen könnten.
      Auch die Volksgruppen (Kurden, Sunniten, Schiiten, Alawiten) würden sich jeweils über einen eigenen Staat freuen.

      Dann bräuchte sich niemand mehr von einer Gruppe unterdrückt fühlen.
      Das hat bei Österreich-Ungarn und Jugoslawien auch geklappt.

      Meinetwegen kann ja Assad als Präsident des Alawiten-Staates bleiben.
      Das sind eh nur 5 % des heutigen Landes :)
      ~ Let's plays, Animes, Cinematics, Zeichnungen ~ :D