Testbericht Taern - Blut. Tod. Vergeltung.

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Testbericht Taern - Blut. Tod. Vergeltung.

      Anzeige
      Hallo ihr,

      ich hab mich auch mal getraut, einen kleinen Test, Bericht oder Review, wie auch immer man es nennen möge, zu meinem Lieblingsspiel zu schreiben.

      Es heißt Taern und spielt in einer Fantasywelt im Mittelalter. Der Aufmacher des Spiels ist eine der klassischen Stories: Heimatland (Taern) des Helden wird von Nachbarland (Utor) angegeriffen und kann sich nicht verteidigen. Held versucht mit Familie zu fliehen, landet schlussendlich aber allein und fernab der Heimat in einem anderen Nachbarland (Haligard). Ab jetzt geht es darum, weitere Taernier zu finden und zu sammeln, um sich an den bösen Utorianern zu rächen und sie aus Taern zu verteiben. So viel zur Story.

      Das Spiel selbst beginnt direkt nach der Charatererstellung immer mit einem kleinen Tutorial, das bei den ersten Schitten in Taern hilft. Inventar, Interface und Interaktion mit NPCs wird in wenigen Schritten vorgestellt.

      Da man sich während des Tutorials noch auf der Flucht befinet, kommt es recht schnell zum ersten Kampf, den man natürlich gewinnt. Ungewohnt ist der rundenbasierte Kampfstil, und vor allem zu Beginn gar nicht so einfach. Der erste Kampf läuft noch Schritt für Schritt und in anfängerfreundlicher Zeit ab, doch schon beim nächsten muss man zeigen, was man gelernt hat. Ganze 15 Sekunden bleiben einem zum Studium des Gegners und dem Festlegen der eigenen Kampfstrategie, bevors auch schon losgeht und Pfeile, Äxte und Steine zwischen den Parteien hin und her fliegen!

      Aber keine Sorge, im Tutorial muss man nicht damit rechnen, direkt umgehauen zu werden. Hat man dieses erfolgreich beendet, landet man direkt in Haligard. Hier bekommt man noch den Start der sehr umfangreichen Hauptquestreihe an die Hand und darf nun ganz allein durch die Welten streifen. Dabei stolpert man auch ganz automatisch über die zahlreichen Nebenquest oder wiederholbaren Aufgaben.

      Bei den Questen fällt auf: sie sind im unteren Levelbereich sehr zahlreich, oft weiß man gar nicht, welche man zuerst machen soll. Später lichtet sich das etwas. Und man sollte die Texte aufmerksam lesen, sonst verpasst man die eine oder andre wichtige Info, die manchmal stundenlanges Suchen vermeidet. Taern ist also nichts für Lesefaule :D

      Die Hauptquest wird noch immer weiter entwickelt, erst vor relativ kurzer Zeit kam ein Update und damit eine Forsetzung auf den Server. Sehr beeindruckend finde ich, dass man den Questverlauf oft selbst mit eigenen Entcheidungen bestimmen kann. Das kann natrlich positive, wie auch negative Folgen haben. Für die "richtige" Entscheidung gibts bei mancher Quest einige EXP mehr, für die "falsche" verbaut man sich im späteren Level womöglich eine Questreihe. Wobei man hier sagen kann, dass sich dann aber meist andere Questwege öffnen. Dann hat man sich halt mal für die dunkle Seite entschieden und wird Bandit. Kann doch mal vorkommen!

      Man steuert seinen Charakter in Taern per Mausklick über die zahlreichen Maps. Diese sind teils übrigens wirklich sehr schön und mit viel, viel Liebe zum Detail gestaltet. Manchmal bereist man ein neues Land schon lange bevor man es sollte, einfach nur um zu sehen, wie es wohl in diesem Land ist :D

      Neben der Welt von Taern und dem Questen, bietet es natürlich noch einige andre Elemente. Diese sind wohl jedem MMORPG in irgendeiner Form eigen: ein Gruppensystem für kurzfristige Zusammenschlüsse. So kann man einem mächtigen Gegner auch mal mit Freunden zusammen gegenüber treten.
      Für alle, die etwas Dauerhafteres als Gruppen bevorzugen, ist sicher das komplette Gildensystem zu empfehlen. Hierbei gründet man nicht einfach nur eine Gilde und sammelt Mitglieder, sondern kann sich auch ein eigenes Grundstück im Spiel kaufen und dort dann quasi die eigne Gildenstadt aufbauen. Bestimmte Gebäude bringen den Gildenmitgliedern natürlich auch gewisse Vorteile, die einem das Leben durchaus erleichtern können.



      Um so ein Gildendorf aufbauen zu können, braucht es natürlich Rohstoffe, soll ja kein Luftschloss werden. Diese Rohstoffe lassen sich an allen Ecke und Enden in Taern abbauen. Egal ob man damit wirklich Gebäude baut oder doch lieber Schmiedeöle für die Aufwertung der eigenen Ausrüstung herstellt.

      Und bevor eine Gilde Gebäude im großen Stil bauen kann, benötigt sie Ansehen und zwar sehr viel! Aber auch das lässt sich an allen Ecken und Enden sammeln: via wiederholbarer Aufgabe, per Kampf gegen andre Spieler im Gildenkrieg oder indem man Bossmonster besiegt.
      Bosse zu verprügeln hat natürlich noch den Vorteil, dass man seltene epische Ausrüstungteile abstauben kann. Diese sind, wie fast alle Items in Taern, nicht an Charakterklassen gebunden und können quasi von allen getragen werden.

      So rennt ein Feuermagier dann halt auch mal mit Schild und Kampfhammer in den Krieg, wenn das der Wunsch des Spielers ist. Generell kann man sagen, dass unter den Charakteren eine große Vielfalt herrscht, sowohl spielerisch, wie auch optisch.
      Die Charakterklassen sind gut ausbalanciert und es gibt eigentlich keine, gegen die alle anderen chancenlos sind. Dazu kommt noch, dass es zwar eine grobe Richtung gibt, wie man eine Klasse spielen könnte, das ist aber kein Muss. Wie bereits erwähnt ... Feuermagier mit Schild und Hammer ist nur eine Variante von vielen.
      Das macht das PvP natürlich noch spannender, denn man muss sich echt mit seinem Gegenüber befassen und wird es in den seltensten Fällen einfach so vom Schlachtfeld fegen. Aber anders herum: ein gut eingestellter Charakter mit geringem Level hat auch eine Chance gegen einen unaufmerksamen mit höherem Level!

      In Taern kann man sicher viel, viel Zeit verbringen. Vermutlich muss man das sogar, wenn man ganz schnell das Maximallevel 140 erreichen will. Aber selbst das ist nicht von heute auf morgen zu schaffen, also bietet Taern so oder so Langzeitspaß.
      Ich für meinen Teil habe festgestellt, dass man nicht 15 Stunden am Tag zocken muss, um weiter zu kommen. Nein, man kann auch einfach so mal einloggen, ne kleine Aufgabe machen und irgendwann kommt das nächste Levelup bestimmt :D