[Text] Rayman (1995) PC-Review | Das Dark Souls der Jump'n'Runs

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    • [Text] Rayman (1995) PC-Review | Das Dark Souls der Jump'n'Runs

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      Rayman ist ein zeitloser Klassiker. Fans der Reihe nennen den ersten Rayman-Teil, welcher 1995 erschienen ist, das Dark Souls der Jump'n'Runs. Doch, dürfen die das, 2 Spiele miteinander vergleichen die auf dem ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten?

      Rayman ist schwere, hat einen hohen Frustration-Faktor und Rage-Potential. Daher nennen es Fans oft das Dark Souls der Jump'n'Runs. Rayman ist aber zu keinem Zeitpunkt unfair. Durch öfters wiederholen der Level lernt man es nach jeden Tod aufs neue besser kennen bis man es schließlich meistern kann. Und dann merkt man, dass das Level noch gar nicht zu Ende ist. Denn jedes Level besteht aus unterschiedlich vielen Abschnitten. Jeder Abschnitt endet mit einem Holzschilder. Und unterscheidet sich ein Level-Ende mit einem Abschnitt-Ende? Nein, das tut es nicht.

      Und bei Dark Souls ist das sehr ähnlich (also nicht das mit dem Holzschildern und dem Abschnitten, sonder mit dem Rage, Frust, und so weiter). Man verliert so oft gegen einen Gegner bis man seine Angriffe kennt. Wenn man ihn dann besiegt hat, ist man einfach nur erleichtert. Genau so ist es auch in Rayman, man spielt den Abschnitt sooft bist man in kann.

      Damit hören aber eigentlich auch schon die Gemeinsamkeiten auf. Rayman hat ein viel fröhlicheres Setting. Ich meine, schaut euch doch mal diesen Pixelart an. Er ist detailreich, sowohl die Gegner als auch die Hintergründe. Sie sind dazu noch schon abwechslungsreich gestaltet. Mal schwingen wir uns von Liane zu Liane, dann finden wir uns zwischen düsteren Bergen wider und springen sogar zwischen den Notenlinien hin und her. Das macht Laune auf mehr!

      Selbst der Gameover Screen ist niedlich und 'gameoverrisch' zu gleich. Wenn man eine seiner 'Uhren' benutzen, startet man beim letzten Abschnitt erneut mit drei neuen Leben. Wenn man sich aber dagegen entscheidet, landet man im Home-Screen und darf den Spielstand neu laden. Wie man neue Uhren bekommt, fragt ihr euch? Ich hab keine Ahnung. Ich habe aber das Gefühlt, dass diese fliegenden 'O's was damit zu tuen haben.


      Im PC-Port von Rayman wird leider keine Story erzählt. Das einzige was man auf dem PC kennen lernt ist: Eine Fee gibt Rayman neue Kräfte und hilft ihm beim befreien der Electoons. Das ist sehr schade. In der PS1-Version gibt es eine tolle Eröffnungssequenz und am PC erhalten wir einen Rayman, der ins Bild läuft.

      "Was sind das den für Kräfte die uns die Fee gibt?", gute Frage kleiner Timmy, die Fee, auch Betilla genannt, gibt einen die Kraft sich an Kanten festzuhalten, zu sprinten, zu gleiten, wodurch die Haare zu Helikopterrotoren werden, das ist aber leider nur für begrenzte Zeit möglich. Doch das wichtigste was sie einen gibt, ist die Kraft des Schlagens. Den zuschlagen ohne Arme zu besitzen ist unmöglich. Dafür bracht man magische Feenkräfte.

      Der Schlag lässt sich aufladen und je länger man ihn auflädt desto weiter und stärker ist der Schlag. Dazu gibt es noch 2 verschieden temporäre Power-Ups, die wir während den Leveln einsammeln können und unseren Schlag verbessern. Es gibt die S-Faust, die die Geschwindigkeit und die Reichweite des Schlags erhöhen und die Goldene Faust, die jeden Gegner one-hit erledigt! Die Power-Ups bleiben solange aktive, bis man stirbt. Sie bleiben sogar über die verschiedenen Level hinweg erhalten. Dadurch lassen sich beide miteinander kombinieren, indem man das eine aufsammelt während man das andere bereits besitzt. So gelangt man an einen schnellen, weiten One-Hit Schlag!

      Es gibt auch noch 2 weitere Power-Ups, die in einem guten Jump'n'Run nicht fehlen dürfen. Das sind die Level-Ups und die HP-Ups. Die Level-Ups sehen aus wie der namens-gebende Held Rayman und erhöhen die Anzahl der Versuche bis zum Gameover. Die HP-Ups, oder auch KP-Ups genannt, entgegen, erhöhen die Anzahl der Treffer, die du erleiden kannst, bis du Gameover wirst. Man kann die beiden Power-Ups mit denen aus Mario Galaxy vergleichen. Es gibt den 1-Up-Pilz, der deine Leben erhöht und den Maxi-Pilz, der deine Ausdauerleiste erhöht.

      Das Spiel führt einen auch sehr gut an feindliche Objekte heran. Anstatt ein Dialog erscheinen zulassen, dass uns Objekt "X" schaden macht, lässt es einen einfach dagegen laufen. Wir, als Spieler, merken schon, dass er einem wehtut. So wird der Spielfluss nicht gestört und zerstört. Wenn man dann doch mal sterben sollten, muss man nicht zwangsweise den ganzen Abschnitt wiederholen. Hin und Wider findet man einen Fotografen. Dieser dient dann als Checkpoint, sofern er ein Foto von Rayman gemacht hat.

      Die Steuerung ist gut. Ich, für meinen Teil, habe aber Probleme mit der Sprungtaste. Sie ist beim Xbox-Gamepad auf der 'B' Taste ist und das Schlagen auf der 'A'-Taste ist. Ich bin das aber anders gewönnt und leider kann man die Tasten nicht frei belegen wie man es möchte.

      Betilla's Kräfte bekommt man ja nicht alle auf einmal, somit gibt es einige Electoons, die wir erst nach erneutem abschließen des Levels retten können. Dadurch erhöht sich Wiederspielwert der einzelnen Level enorm. Um die Electoons aber alle ausfindig zu machen, braucht man teils mehr als nur Betillas Kräfte. Manchmal muss man erst einen bestimmt Bereich erreichen oder bestimmte Gegner besiegen damit die Käfige, in denen sie gefangen sind, zu erscheint.

      Apropo Kräfte: Hin und Wider gibt es auch Abschnitte oder ganze Level wo man temporäre Fähigkeiten bekommen, die nicht von der Fee stammen. Zum Beispiel: Anstatt eine Grimasse zu schneiden, bekommt man Wundersamen. Die pflanzt man ein und wachsen dann in Windeseile. Damit muss man sich dann einen Weg nach oben bannen um der gewaltigen Wassermasse zu entkommen.

      Sidescroller dürfen natürlich in keinen Jump'n'Run fehlen. Nur bei Rayman ist das irgendwie doof umgesetzt. Anstatt dass der Bildschirmrand einen wegschiebt, wie man es von neueren Jump'n'Runs heutzutage gewönnt ist, tötet er den Spieler lieber sofort. Dieses 'Feature' lässt Rayman etwas veraltet wirken
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      Zusammenfassend ist Rayman aber trotzdem modern. Der PC-Port wirkt mangelhaft wegen der fehlenden Story und dem Fehlen der freien Tastenbelegung. Das ändert aber nichts am spaßigen Spielprinzip. Die abwechslungsreichen Level und vielen verschiedenen Secrets geben Rayman einen guten Wiederspielwert. Dazu kommt noch die zeitlose Grafik, die mit dem Alter immer schöner wird. Der Vergleich mit Dark Souls ist durchaus berechtigt. Beide Spiele sind zwar von Grund her verschieden, aber faszinieren doch mit dem selben Prinzip: Schwere, aber nie Unfair. Weder das Gameplay noch die Steuerung war an einer meiner Tode schuld. Nur meine Unwissenheit und Fehlerbereitschaft war dafür verantwortlich und ich wurde nach jeden Versuch besser und besser.


      Kleine Anmerkung: Diese Review war mal ein Skript von meiner Video-Rayman-Review. Die Idee hab ich aber verworfen und anstatt das Skript verrotten zulassen, dachte ich mir, teile ich es einfach.