PCIe-Capturekarte (war: Avermedia ExtremeCap U3 oder LGX?)

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  • PCIe-Capturekarte (war: Avermedia ExtremeCap U3 oder LGX?)

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    Hallo zusammen,

    meine Frage ist eigentlich kurz und schmerzlos:

    Wenn man von dem HDMI-Ausgang der LGX absieht, was sind die Unterschiede der beiden Kästchen auf die Videofähigkeiten bezogen? Aus den Datenblättern kann ich keine Unterschiede erkennen oder hab ich etwa Tomaten auf den Augen? 8)

    Sinn und Zweck ist, das Problem mit dem Hooking zu umgehen. Das Spielbild soll also in den selben Rechner zurückgespielt werden, um es dort per Software lossless zu kodieren. Der HDMI-Ausgang des LGX ist dabei nur nice to have, da ich das Spielbild einfach auf einen freien HDMI-Ausgang der Grafikkarte dupliziere und darüber abgreife. Das Bild kommt dann ja sowieso per USB in den Rechner.

    Das Forum hab ich schon auf Unterschiede hin abgeklopft, aber nichts gefunden. Wenn nichts weiter dagegen spricht, würde ich der LGX den Vorzug geben, denn man weiß ja nie, wozu man den HDMI-Ausgang nicht doch mal brauchen kann. Ne Konsole hab ich bislang nicht.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mett ()

  • Mett schrieb:

    Das Spielbild soll also in den selben Rechner zurückgespielt werden, um es dort per Software lossless zu kodieren
    Lossless? Bei USB Übertragung bei einer Capture Box? Guter Witz ^^

    Die Avermedia ExtremeCap U3 kann meines Wissens nur 30MBit/s. Das sind 3.75MB/s die das Teil an Schreibrate hergibt. Sprich die Qualität wird sich schon bemerkbar machen in Blöcken und da ist es egal ob du auf dem Rechner Lossless aufnimmst oder nicht. Gegen den 30MBit/s Cap wirst du nix ausrichten können, da es vom Gerät fest vordefiniert worden ist.

    Die Avermedia Live Gamer Extrem kann da schon mit max. 60MBit/s arbeiten. Das sind 7.5MB/s und liefert somit schon eine bessere Qualität. Ist zwars auch kein Lossless, aber immerhin schon besser als die ExtremeCap U3. Und das wirst du auch im Bild sehen können.

    Lossless können beide nicht, sondern sind auf bestimmte Bitraten beschränkt. Wenn es dir um Qualität geht, kann ich dir zur LGX raten, sofern nur diese beiden in Frage kommen sollen.
  • Zwei mal falsch @Sagaras :D

    Beide laufen über usb3 und können lossless, solange man sie mit virtualdub oder ähnlicher Software aufnimmt, lediglich die mitgelieferte Software kann das nicht. :) allerdings können halt beide nur 4:2:2, aber das soll jetzt mal nicht das große Problem sein.

    Viel Unterschied wird zwischen beiden nicht sein, ich persönlich hatte wegen dem hdmi-ausgang die LGX bevorzugt und das scheint in deiner Situation auch Sinn zu machen. Ach ja, und die LGX kann man mit der neuen Version 2 von recentral benutzten, ob das auch mit der u3 geht, weiß ich nicht. Aber da recentral kein lossless kann, wirds wohl egal sein.


    Weiterhin hat die LGX noch zwei Audioeingänge, sodass du theoretisch dein Mikro und sogar noch ne Anlage gleichzeitig an die Box anschließen könntest, sofern die galt per 3,5er klinkekabel angeschlossen werden können. Audio aber über die LGX aufnehmen würde ich eher nicht, sondern das Mikro separat aufnehmen.
    You like music? I like pissing.
    ~Corey Taylor
  • strohi schrieb:

    Beide laufen über usb3 und können lossless, solange man sie mit virtualdub oder ähnlicher Software aufnimmt
    Jein. Du kannst sie zwars Lossless aufnehmen lassen über VirtualDub, aber es ist kein natives Lossless, denn der Verlust entsteht bereits in der Capture Box selbst. Sprich das Bild entspricht immer dem maximum den die Box liefern kann und das ist kein Lossless was übertragen wird. Das ist bereits heruntergeschraubtes Material. Das würde man bei der U3 z.B. schon ersehen können.
  • Das sieht man dann doch schon an den Frames selbst das diese Lossy Artefakte aufweisen. lol

    Du kannst nicht mehr von einem Gerät verlangen wofür es konzipiert wurde. Wenn es für 30MBit/s konzipiert wurde, wird das Gerät das gewiss auch so maximal liefern.

    Überleg doch mal selbst. Du willst Lossless aufnehmen. Dieses Lossless ist aber bis hin zum PC in einem Rohen Zustand. Also Unkomprimiert.

    Und unkomprimiert muss es erst mal durch die Capture Box mit 248,832MB/s. Das schafft die nie ohne es runterzuregeln. Das schafft zwars USB 3. Aber niemals das Gerät. Weil das muss das RGB Signal das ankommt in YUV 4:2:2 runterregeln und es wird einige andere kleinen Sachen gemacht. Das wird meist schon in der CaptureBox runtergerechnet sodass diese unkomprimierten 248,832MB/s letzendlich nur einen Teil davon noch haben.

    Es kommen aber zu 100% nicht die vollen 248,832MB/s am Rechner an. Es sieht am Ende zwars Vernünftig aus. Ist aber nicht das was man glaubt zu haben. Nämlich Lossless ist es dann nicht ;D

    Das kannst du bei der U3 dann ja ausprobieren. Da wirst du das deutlich sehen können wenn du versuchst Lossless aufzunehmen. Da hast du dann immernoch Fragmente drin, obwohl das nicht sein dürfte. Du bist immer etwas abhängig davon was das Gerät leisten kann. Und die können oft nicht sehr viel.
  • Ja, aber wer sagt denn, dass sie für 30 Mbit konzipiert wurde?
    Diese Zahl musst du doch irgendwo her haben, oder?

    Und wieso kann Avermedia bei beiden boxen dann mit unkomprimiert werben, wenn sie es eh nicht einhalten? Das wäre dann ja Betrug und somit strafbar.

    Btw hab ich ne LGX, da kann ich nix mit der u3 testen...
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    ~Corey Taylor
  • Sagaras schrieb:

    Es kommen aber zu 100% nicht die vollen 248,832MB/s am Rechner an. Es sieht am Ende zwars Vernünftig aus. Ist aber nicht das was man glaubt zu haben. Nämlich Lossless ist es dann nicht ;D
    Also ich verstehe schon das die LGX das Signal beim Umrechnen auf YUV 4:2:2 schonmal komprimiert (sprich da ist lossless im eigentliche Sinne ja schonmal raus), aber habe gerade mal mit VDub geguckt was passiert wenn ich uncompressed mache:
    Media Info
    Spoiler anzeigen

    General
    Complete name : R:\LP Roh\test.avi
    Format : AVI
    Format/Info : Audio Video Interleave
    Format profile : OpenDML
    File size : 16.0 GiB
    Duration : 1mn 10s
    Overall bit rate : 1 953 Mbps

    Video
    ID : 0
    Format : YUV
    Codec ID : YUY2
    Codec ID/Info : YUV 4:2:2 as for UYVY but with different component ordering within the u_int32 macropixel
    Duration : 1mn 9s
    Bit rate : 1 965 Mbps
    Width : 1 920 pixels
    Height : 1 080 pixels
    Display aspect ratio : 16:9
    Frame rate : 60.000 fps
    Color space : YUV
    Chroma subsampling : 4:2:2
    Compression mode : Lossless
    Bits/(Pixel*Frame) : 15.790
    Stream size : 16.0 GiB (100%)


    Da wären wir bei 244 MB/s.

    Jetzt bin ich aber überzeugt das Sagaras sich nicht einfach was ausdenkt. Vor-allem da die LGX eine low end consumer Lösung ist würde ich erwarten das die Konvertierung auf YUV 4:2:2 das "lossless" stark einschränkt. Dabei geht es mir nicht um die Qualität auf Youtube am Ende, die sollte auf YT nicht zu unterscheiden sein zwischen LGX Yuv4:2:2 und einer z.B. DxTory Aufnahme mit dem selben codec.

    Zurück zu den Zahlen :) Füllt Vdub das Material mit irgendwas wenn es mit 244 MB/s schreibt, oder spuckt die LGX dann doch 244 MB/s aus ?
  • MaxxPuzzles schrieb:

    aber habe gerade mal mit VDub geguckt was passiert wenn ich uncompressed mache

    MaxxPuzzles schrieb:

    Da wären wir bei 244 MB/s.
    Du sagst aber VDub das er unkomprimiert aufnehmen soll. Was aber tatsächlich durch die USB 3 Verbindung daherkommt, weißt du nicht. ^^


    MaxxPuzzles schrieb:

    Zurück zu den Zahlen Füllt Vdub das Material mit irgendwas wenn es mit 244 MB/s schreibt, oder spuckt die LGX dann doch 244 MB/s aus ?
    VDub, die Avermedia Software oder AmaRec bekommen von der USB 3 Verbindung ein Bildsignal. Das interpretieren aber die jeweiligen Aufnahmeprogramme als Unkomprimierte Bilder, denn das Signal wird bei der Ankunft am Rechner und Software dekodiert. Sprich es muss entschlüsselt werden. Und dann ist es unkomprimiert in der Vorschau. bzw. kommt es so in der Software an.

    Daher wird das Gesamtbild als YUY2 Unkomprimiert interpretiert. Wenn du nun Unkomprimiert aufnimmst, erhälst du natürlich die gesamte 244 MB/s.

    Was ist aber wenn ich dir sage das die Bitrate bereits in der Capture Box reduziert wird? Das ist eigentlich nicht unüblich für Capture Boxen das sie die Bitrate etwas drosseln. Wieviel kann ich nicht sagen, da sich das von Gerät zu Gerät unterschiedlich verhält.

    Ich weiß aber das der Umwandler der das HDMI Signal was ja RGB ist und in YUV 4:2:2 umwandelt auch gleich die Bitrate etwas stauchen tut.

    Das Bild kommt also schon Verlustbehaftet am PC an.

    Fällt erst mal nicht auf, da es immernoch eine beträchtliche Bitrate ist. Aber man sollte es nebenbei mal erwähnt haben.

    Unkomprimiert heißt nicht gleich Verlustfrei. Unkomprimiert kann ich auch Bilder mit 60Mb/s durch eine Leitung jagen.

    Ich kann ja auch Unkomprimiertes Material immer eine bestimmte Bitrate bzw. Dateigröße verweisen lassen. Das ist durchaus möglich und wird in der Praxis auch oft angewandt ohne das wir das mitbekommen.

    Also: Unkomprimiert nicht gleich Verlustfrei.

    Einige Beispielcodecs die Unkomprimiert speicheren aber dennoch nicht Verlustfrei sind:
    • Avid Meridien Uncompressed
    • Uncompressed 4:2:2 10-bit
    • Uncompressed packed MS 4:4:4:4
    • Uncompressed packed 4:4:4
    • Uncompressed packed QT 4:4:4:4
    • Uncompressed YUV 4:1:1 12-bit
    • Uncompressed packed 4:2:0
    Die nehmen alle Verlustbehaftet auf und man kann bei einigen von ihnen sogar die Bitrate angeben. Ausgabe ist eine Unkomprimierte Ausgabe.
  • Hi,

    sorry, mein OP war scheinbar etwas unpräzise. Das was @strohi schreibt hab ich vor. Ich möchte das Bild in einer Drittsoftware mit einem entsprechenden lossless-Codec speichern und damit das Problem des FPS-Einbruchs durch das Hooking umgehen.

    Dass die Box selbst schon den Farbraum reduziert und eine weitere Kompression vornimmt, ist interessant und gut zu wissen. Unter'm Strich kommt es ja auch drauf an, wofür das Material gedacht ist. Die lossless Festplattenaufnahme dienst ja sowieso nur dazu, das Geraffel nachher noch schneiden zu können und dann erst endgültig durch die Kompression zu jagen. Vielleicht hol ich mir das Ding einfach mal und schau, was da so rauskommt oder guck mich nach Alternativen wie den Blackmagic-Kisten um. Die Intensity Pro 4K sieht ganz interessant aus.

    Was ist von den Capturekarten eigentlich generell zu halten? Dass die Kodierung dann über ein separates Tool (OBS, Virtualdub, AmarecTV, etc.) am Rechner erfolgt, ist soweit klar. Ich kann mir vorstellen, dass es durchaus vorteilhaft ist, direkt über PCIe zu gehen und USB mitsamt Controller außen vor zu lassen. Es fällt halt der Vorteil der Mobilität weg.

    Hat hier schon jemand direkt konkrete Erfahrungen mit der Intensity Pro 4K oder der der Live Gamer HD? Die Blackmagic nimmt in FullHD halt keine Reduzierung des Farbraumes vor, so hätte man wenigstens über die Software alle Möglichkeiten während die Live Gamer HD den Farbraum selbst reduziert.

    Nachtrag: Das Thema hat sich eh erledigt. Mein Intel DH67GD-Mainboard hat nur 1x PCIe x16 und 2x PCIe x1. Damit ist die Blackmagic schon raus und es bleiben nur die Elgato HD60 Pro oder die Avermedia Live Gamer HD (<- fällt wegen fehlendem 1080p60 weg). Der neue PC steht auch erst Ende des Jahres an. Tja, das war ja einfach. :)

    Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von Mett ()

  • Sagaras schrieb:

    MaxxPuzzles schrieb:

    aber habe gerade mal mit VDub geguckt was passiert wenn ich uncompressed mache

    MaxxPuzzles schrieb:

    Da wären wir bei 244 MB/s.
    Du sagst aber VDub das er unkomprimiert aufnehmen soll. Was aber tatsächlich durch L die USB 3 Verbindung daherkommt, weißt du nicht. ^^
    USB 3.0 ist halt schon ausreichend für alles bis zu 390 MB/s real write und read. Man muss nur einen ordentlichen Controller haben.

    Davon abgesehen, ist die LGX jetzt tatsächlich bei 30 MB/s intern ausgelegt so wie du erwähnt hattest? Wo erfährt man das denn oder wie würde man das testen? Damit wäre die interne Bandbreite ja etwa bei 30% dessen was utvideo bei 1080p60 auswirft.
  • MaxxPuzzles schrieb:

    Davon abgesehen, ist die LGX jetzt tatsächlich bei 30 MB/s intern ausgelegt so wie du erwähnt hattest? Wo erfährt man das denn oder wie würde man das testen? Damit wäre die interne Bandbreite ja etwa bei 30% dessen was utvideo bei 1080p60 auswirft.
    Indem man die Übertragungsraten der USB Ports mal misst, während eine Übertragung stattfindet. Dazu kannste dir ja mal eines der unzähligen Speed Tester die es im Internet so gibt dafür runterladen und ausprobieren.
  • Finde da jetzt kein Tool das einem einfach anzeigt was die Transferrate auf einem USB port ist, Wireshark kann nut auf Linux USB sniffen (auf Linux geht ja USBmon vom Kernel aus). Die 60mbit die du erwähnt hattest sind halt nicht ganz deutliche in Verbindung mit Aufnahmen über RecCentral (also internen encode) oder über einen externen encode (Vdub) gebracht auf der Hersteller Seite. 60 Mbit wäre mit 7,75 MB/s halt um den Faktor 14 geringer als das was UTVideo veranschlagt. Da würde ich halt schon lokal eine Matsche erwarten. EposVox hatte wohl mal von Avermedia die Aussage bekommen das 60 mbit die Limitierung von RECentral zu sein. Mit Dritt-software soll da mehr rauskommen. :
    NOTE: Users should be able to pull higher bitrate video streams from the device through third-party recording software. The RECentral (first-party) software places the 60 Mbps H.264 (or NVIDIA NVEnc) encoding limit. I have not yet been able to test this." Hier

    Kannst du mich vlt. in die Richtung von einem zugänglichen Tool weisen um die USB port Transferrate zu testen ?