Einfach kein Glück mit der Audiobearbeitung in Audacity - Rode Podcaster

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  • Einfach kein Glück mit der Audiobearbeitung in Audacity - Rode Podcaster

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    Hallo liebes Forum!
    Ich habe schon vor ein paar Monaten mal hier das Problem gehabt, dass ich einfach nicht zufrieden war meinen Audioaufnahmen bzw. mit der Audiobearbeitung.
    Habe dann aber durch Hilfe von Julien eine einigermaßen akzeptable Kommentarspur hinbekommen die ich dann auch in meinen Let's Plays genutzt habe.

    Nun ist die Zeit aber wieder gekommen, wo ich am Verbessern bin. Genauer gesagt möchte ich meine Audioqualität enorm verbessern, natürlich in Richtung Professionalität.

    Da ich persönlich aber sehr wenig Ahnung mit Audiobearbeitung habe (ich weiß zwar die Grundeinstellungen beim EQ und Kompressor), hoffe ich hier im Forum ein bisschen Hilfe bekommen zu können.

    Konkret möchte ich eine professionell klingende Kommentarspur und nicht eine die klingt wie wenn man in ne Dose spricht.

    Hier ist meine Testaufnahme vom Omsi 2 dem Omnibussimulator: file-upload.net/download-11579917/125.wav.html
    Ist noch komplett unbearbeitet, sogar das 3...2...1 vor der Aufnahme hab ich noch drinnen gelassen.

    Wenn jemand Zeit findet und mal ein bisschen rumtesten/rumoptimieren will, bitte gerne!

    Übrigens: Mein Mikrofon ist das USB Rode Podcaster und mein Aufnahmeprogramm ist Audacity. Und bitte schreibt mir wenn möglich die Bearbeitungsschritte in Audacity, sodass ich diese dann auch in den weiteren Aufnahmen benutzen kann. :)
  • Hey Muki,

    eins vorweg: ich bin bei weitem kein Experte was Tonbearbeitung angeht und habe mir auch alles nur angelesen oder eben in Youtube Videos abgeschaut. Meine Bearbeitung soll daher kein allgemein gültiges Fazit darstellen.

    Deine Tonspur hab ich mir mal runtergeladen und mein EQ Template drüber gelegt welches ich für meine Audiodateien verwende und lediglich ein wenig an deine Stimme angepasst. Zusätzlich hab ich noch einen Limiter drüber gelegt den man beim hören der Datei alleine nicht bemerkt. Im direkten Vergleich jedoch (also mit/ohne Limiter) fällt auf, dass es so angenehmer klingt und die Ohren weniger belastet , da wir so all die kleinen Stellen abschneiden die sonst unverhältnismäßig laut sind.

    Hier die Datei: dropbox.com/s/z0dfnqy6oq0eonl/125%C3%BCberarbeitet.mp3?dl=0

    Hör einfach mal rein und wenn du es magst schau ich mal ob ich dir das Template irgendwie schicken kann.
  • Das sind meinerseits zwar keine konkreten, definierten Antworten, dennoch vorne weg - Was ist für Dich persönlich Professionalität? Wann klingt ein Voice-Over, ein Kommentar, oder eine Synchro für Dich gut? Hast Du Bespiele? ^^

    Des Weiteren muss man natürlich immer im Limit seiner Hardware bleiben, bzw. es geht nicht anders - In etwa so wie mit PostProcess Filtern bei Spielen - GTA SA kann man zwar nett aufhübschen, aber es ist dennoch keine Frostbite oder CryEngine :)
    Ansprüche sind natürlich auch immer verschieden (ich schaue mir z.B. auch gerne Headset Videos/Streams an, wenn sie mich unterhalten)
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    Ich habe auch mal ein bisschen rumgetestet und bin eigentlich mit diesen Einstellungen relativ gut gefahren:





    Damit könntest du noch mal ein bisschen experimentieren, ich habe wirklich nur mal so ganz grob reingehört und es klang schon wesentlich besser. ^^
  • Danke mal recht herzlich euch allen für eure Hilfe!

    Habe selber jetzt auch ein bisschen rumgetestet und hoffentlich auch eine halbwegs gute Qualität gefunden.
    Werde morgen auch mal eine andere Mikrofonposition versuchen, vielleicht dämpft das dann auch die Zisch bzw. S-Laute ein wenig.

    Hier ist meine fertig bearbeitete Tonspur: file-upload.net/download-11583515/1.wav.html

    Wünsche, Anregungen und Beschwerden/Verbesserungsvorschläge bitte sofort mitteilen, DANKE :)
  • Deine Aufnahme klingt immernoch blechern und Juliens Einstellungen sind meiner Meinung nach teilweise nicht gut gewählt.
    Ich hab leider gerade keine Zeit den Beitrag an dem ich hier eben schrieb fertigzustellen weil ich weg muss,
    werde aber später wenn ich wiederkomme die bearbeitete Audiodatei von dir hochladen, Screens anhängen und dann alles im Detail erklären. :)
    Mein Kanal:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Chron ()

  • Sooo. Ich bin auch kein Profi, hab mich aber da ich als Hobby auch Sounddesign "und sowas" mache viel mit EQ und Kompression beschäftigt.

    Erstmal mein Ergebnis deiner Aufnahme, mit Audacity bearbeitet: file-upload.net/download-11584867/125EQComp.wav.html

    Vor allem ist hier schön Bass drin, damit das ganze nicht mehr so dünn klingt.
    Zum Equalizer:



    Was hier für den schönen Bass sorgt ist der Frequenzbereich um 20-200Hz herum (links).
    Wenn man hier die unteren Frequenzen etwas anhebt, wird der Sound basslastiger, also fülliger. Als Richtwert gilt,
    nicht weiter als +/-6dB boosten oder rausnehmen, sofern man eine Frequenz nur verändern und nicht komplett entfernen will.

    Man kann das je nach Fall natürlich anders machen, aber das kann man als gute Orientierung nehmen.
    Julien hat die Frequenzen im Bereich 5000-10.000Hz angehoben. Das ist aber der Frequenzbereich,
    in dem sich die ganzen S- und Zischlaute befinden, ebenso noch einige Obertöne der menschlichen Stimme also alles was hell und schrill ist. Um so einen Effekt deutlich zu hören kann man einfach den Bereich nach ganz oben auf +20dB anheben - der Sound wird in diesem Fall dabei wieder blechern.

    Hier würde ich wenn es um Stimmen geht definitiv eher nach unten reduzieren als nach oben anzuheben. Man muss hier selbst bisschen experimentieren, wieviel man rausnimmt und was für einen noch gut klingt.


    Dann kommen wir zum Kompressor:


    Ich erkläre mal kurz die Parameter, man sollte sich damit beschäftigen und nicht einfach auf gut Glück daran rumspielen, wenn das Ergebnis professionell und vor allem so klingen soll, wie man es sich auch wirklich vorgestellt/gewünscht hat.

    Grenzwert: Bestimmt welche Lautstärke überschritten werden muss, damit der Kompressor anfängt jeden Ton der diese Schwelle übertritt zu dämpfen.

    Nebengeräusche: Keine Ahnung, hab ich zum ersten Mal bei Audacity gesehen, in herkömmlichen EQs gibt's sowas nicht. Würde hier annehmen, dass Audacity alle sehr leisen Klänge die deutlich weit unter von der Durchschnittslautstärke der Tonspur als Nebengeräusche bewertet und diese dann sobald sie -40dB überschreiten ebenfalls dämpft.

    Verhältnis: Das hier ist das Ratio, also die härte der Kompression. 1:1 würde bedeuten, dass der Klang genau so rauskommt wie er vorher war. 2:1 bedeutet halb so laut, 4:1 vier mal softer als vorher und so weiter. Bei einem Ratio von 2:1 also und einer Schwelle von -12dB wird jeder Ton der lauter als -12dB ist um die Hälfte gedämpft. Aber nur der Abschnitt des Tons, der -12dB überschreitet, der rest bleibt unberührt.

    Ansprechzeit: Wie schnell der Kompressor anspringen soll
    Abklingzeit: Wie schnell der Kompressor "aufhören" soll zu dämpfen.

    Generell solltest du nicht wollen, dass deine Aufnahme bereits Roh bei 0dB peaked (anstößt), denn es soll ja noch Platz für die Audiospur des Spieles sein und beides zusammen würde dann unweigerlich übersteuern, also zu laut sein und an Qualität einbüßen.

    Daher nimmt man - wie du es bereits gemacht hast so auf, dass die Stimme irgendwo zwischen -10dB und -6dB im Pegel ankommt. Manchmal wenn man aber lacht, näher ans Mikrofon kommt oder lauter spricht, überschreiten einige Stellen diese Schwelle, gehen in Richtung -3dB oder gar auf 0 und höher. Das sind die Stellen, die der Kompressor runterdrücken soll damit sie nicht übersteuern.

    "Anhebung auf 0dB nach dem Komprimieren vornehmen", was Julien angehakt hat, ist in diesem Fall nicht das was wir wollen.
    Denn das sorgt am Ende dafür, dass die lautesten Stellen, also die die sowieso schon lauter sind als der normale Rest, bei 0dB ankommen,
    und was "Kurze Peaks berücksichtigen" im Detail macht weiß ich nicht, aber es pusht die gesamte Audiodatei ebenfalls - würde beides unangehakt lassen.

    So komprimierst du ausschließlich die zu hohen Peaks und veränderst nichts an der Gesamtlautstärke deiner Datei - das solltest du erst am Ende machen wenn du beispielweise in deiner DAW vor dem encodieren der Folge beide Audiospuren drin hast, einfach mit den integrierten Lautstärkereglern aneinander anpassen und darauf achten, dass der Gesamtsound im Pegel 0dB nicht überschreitet.

    Ansonsten sind -12dB als Schwelle und ein Ratio von 5:1 von Julien gut gewählt, das habe ich auch als optimal empfunden. Natürlich kann man da nach Geschmack noch dran rumschrauben. Normalerweise benutze ich FL-Studio dafür, da habe ich neben einem Kompressor auch den Parametic EQ 2:



    Dort kann man an den Farben im Hintergrund erkennen, in welche Frequenzbereichen sich das Audio befindet, was man gerade benutzt.
    Das ist sehr hilfreich um zu sehen, wo Änderungen bei einer bestimmten Datei überhaupt Sinn machen und auch die Bedienung ist 100 Mal besser.

    Falls man sich noch bisschen in Frequenzbereiche einlesen möchte, gibt es hilfreiche links wie hier.
    Mein Kanal:

    Dieser Beitrag wurde bereits 17 mal editiert, zuletzt von Chron ()

  • Du kannst dir da nur die FL-Studio demo runterladen, und dort ist es dann in den Plugins enthalten.
    In der Demoversion kannst du dir allerdings nicht dein eigenes Preset speichern, musst also jedes Mal
    neu einstellen.

    Wenn du noch Fragen haben solltest, einfach hier reinschreiben.
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