Experimente

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      Was für Experimente habt ihr bei euren Let's Plays schon versucht? Wie würdet ihr das Ergebnis bewerten?

      Zum Beispiel nackt aufnehmen, in Winterklamotten aufnehmen, eine Folge im Stehen/Sitzen/Liegen..
      Mit einem Highlight am Anfang des Videos, dann Intro und dann erst Beginn des eigentlichen Videos, Outro (dürfte inzwischen nicht mehr so experimentell sein).
      Kurz vor der Aufnahme nochmal 30 Liegestütze, vorher nochmal fett gegessen, oder 2 Tage gehungert, volle Blase (letzteres kann ich empfehlen, dann ist man sehr viel leistungsfähiger).
      Auto-Duck, um den Ingame Sound hervorzuheben, der nur dann leiser wird, wenn man am sprechen ist, Entspannungskommentar oder Flüsterton.

      Vielleicht hat ja auch schon jemand einen Ernährungsplan erstellt, den er mit uns teilen mag, für optimale Aufnahmeverhältnisse.

      Ich bin nun schon seit ein paar Jahren auf YouTube und würde mich wohl doch etwas langweilen, wenn ich immer nur nach Schema F (vgl. LPer Fibel Abs. 3b) meine Videos produzieren würde.
      Vielleicht hilft es, sich öfter neu auszuprobieren, um die Lust nicht bald zu verlieren. Gefühlt 90% hören ja nach ein paar Jahren spätestens auf und gucken wieder RTL. ;)
    • Ich probier gern Sachen aus, sofern sie dem angestrebten Unterhaltungsfaktor meiner Videos dienlich sind.

      Bei Einteilern generell und in der ersten Folge eines Projektes, baue ich einen kleinen witzigen Sketch ein, den ich mir vorher meist mehr oder weniger skripte, hat manchmal was mit dem Game zu tun, teilweise sind es aber auch einfach aufgenommene aufwendigere Szenen mit Trashfaktor (ich im Kostüm/Auto, mit Sonnenbrille, irgendeinen Blödsinn erzählend, bla). Halt nicht ernst gemeinter Random-Humor.
      Die Leute feiern das :)

      Dann natürlich Schnitt und Videobearbeitung, wo sich mein Stil auch deutlich verändert hat. Von früher eingebauten Bildern/Memes/PNGs, zu momentan eher aufwendiger bearbeiteten Intros und das Aufleben lassen des Videos durch simplen Jumpcut und Situationskomik/Sarkasmus.
      Da natürlich dann Spiel mit Stimmen, Running-Gags, Umdrehen der Emotionen usw usf. also möglichst Entwicklung meines Kommentierstils.

      Bei einem Projekt habe ich viel im Stil von H0llyLP kommentiert, versucht "wunderlich" und Atempausen beim Sprechen erst nach Beginn des Anfangs des nächsten Satzes zu machen um einen ständigen Sprachflow aufrecht zu erhalten. Auch habe ich da kleine Gedichts-Intros mit Szenen zur Folge vorangestellt. Das Projekt ist gefühlt eines meiner Beliebtesten.

      Generell arbeite ich seit Tag X an meiner Kommentierweise. Da Horror mein Maincontent ist, wusste ich von Beginn an, dass mit der Grusel irgendwann nicht mehr wirklich packt (es sei denn das Spiel hats drauf). So habe ich mir versucht von Anfang eine Schlagfertigkeit durch YouTube aufzubauen, die in meine Videos in Form von Sarkasmus und eben Situationskomik einfließen soll. So ersetze ich einfach den fehlenden Ekel/Grusel durch diese Form meines Humors. Mögen sicher einige nicht, weil ich damit gezielt und bewusst die Stimmung der Spiele ruiniere. Aber genau das ist das, was die Leute (dem Feedback nach zu urteilen) bei mir mögen. Gruseln können sich die Anderen, ich möchte etwas eigenes machen. Sofern es ein Spiel schafft, eine gewisse Stimmung aufzubauen, dann nehme ich mich natürlich zurück und lasse mich drauf ein.

      Daneben natürlich noch weitere Tests mit bestimmten Stilen und Bearbeitung, von Richtig schnellen Sekundenschnitten und Bearbeitung jeder einzelnen Szene, hin zu "völlig genervt" und Trashfaktoren bestimmter Indiegames kommentarlos für sich wirken gelassen, Spiel mit Mimik/Gestik usw usf. Sind auch scheinbar stilgleiche Videos recht abwechslungsreich gehalten, was bis jetzt immer auf Interesse gestoßen ist.

      Jedem Video eine eigene Endcard mit in Szene gesetzten Highlights/bestimmten Sprüche oder Sequenzen aus dem Video zu verpassen, habe ich inzwischen gelassen, weil der Aufwand weit über dem Nutzen steht. Wenn ich Bock drauf habe, mache ich das noch ab-und-zu. Momentan stecke ich den Aufwand aber eher in den Anfang des Videos und moderiere am Ende zuzüglich zu einem kleinen Overlay einfach nur ab und mache dort ggf manuelle Verweise auf bestimmte Videos oder Projekte (oft bloß mit Hilfe von Infokarten).

      Fakt ist.... und das ist interessante: Eine Unterschiedlichkeit der Ergebnisse ist momentan kaum zu erkennen. Relativ egal ob vielbearbeitete Einteiler oder Uncut-Projekte. Alles wird bei mir momentan ziemlich gleich geschaut und bewertet... Der einzige Schluss den ich daraus ziehen kann ist: Die Leute finden Abwechslung richtig dufte.

      sem schrieb:

      Auto-Duck, um den Ingame Sound hervorzuheben, der nur dann leiser wird, wenn man am sprechen ist,

      Was ich übrigens furchtbar finde. Da wird man Seekrank beim Zuhören...
      ye cry
    • Sev schrieb:

      Was ich übrigens furchtbar finde. Da wird man Seekrank beim Zuhören...
      Bin auch nicht so der Freund davon, hatte es mal ausprobiert und dann lieber weniger gesagt, damit die Musik nicht ständig unterdrückt wird. Eigentlich kennt mans ja von Radiomoderatoren.

      Ist besser so zu kommentieren, als wenn du dich ständig gekünstelt erschrecken würdest. Mich persönlich würde so ein Spiel aber gar nicht reizen, wenn die Atmosphäre mich nicht packt.
      Situationskomik ist ja meist das, was ein Let's Play ausmacht. Doch kann man die auch planen? Zum Beispiel das Level schonmal vorspielen und sich die passenden Gags zurechtlegen? Wenn einen das Spiel nicht so packt, kann man sich ja mehr auf alles andere konzentrieren.

      Der Kommentierstil fällt wohl mit am meisten ins Gewicht. Deswegen arbeite ich auch inzwischen an sowas wie Atmung und Vorbereitung: Stimmtraining
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      Danke, dass du den Thread wieder rausgekramt hast.

      sem schrieb:

      Ist besser so zu kommentieren, als wenn du dich ständig gekünstelt erschrecken würdest. Mich persönlich würde so ein Spiel aber gar nicht reizen, wenn die Atmosphäre mich nicht packt.
      Mit Erschrecken hat das wenig zu tun. Ich glaube, dass man eine gewisse Schreckhaftigkeit nur schwer verliert, aber Scares sind für mich [ungleich] grusel. Ich meinte das eher in Bezug auf die Stimmung. Das Konzept dazu ähnelt sich sehr oft. Nur wenige Spiele schaffen es (noch), mir wirklich Angst zu machen. Und das zeigt sich dann bei mir in einer teilweisen Überforderung. Wenn ich merke, die Stimmung kann für sich arbeiten, dann lasse ich das Game sein Werk zu tun, obwohl ich mittlerweile doch oft ziemlich viel rede.
      Im großen und ganzen ist da aber auch die Gewohnheit und der Anspruch meiner Zuschauerschaft ein Anderer. Und generell sind Games ja für mich in dem Fall ein Mittel zum Zweck.
      Habe letztens Outlast gespielt, nachdem ich es vor 1 (?) Jahr schonmal live gestreamt hatte und es hat eine große Lücke auf dem Kanal gefüllt. Ich kenne viele Szenen (nicht nur vom Selbst spielen), aber die Leute mittlerweile auch alle. Von daher sag ich mir dann: "Lass die Anderen sich vor 3 Jahren gegruselt haben, ich nehm das Game einfach mal auf die Schippe" und dreh die Emotionen um und es kam absolut großartig an. Wie sehr sich die Leute darauf gefreut haben, war unwahrscheinlich.

      sem schrieb:

      Situationskomik ist ja meist das, was ein Let's Play ausmacht. Doch kann man die auch planen? Zum Beispiel das Level schonmal vorspielen und sich die passenden Gags zurechtlegen? Wenn einen das Spiel nicht so packt, kann man sich ja mehr auf alles andere konzentrieren.
      Zurechtlegen oder Vorskripten ist eigentlich nicht der Anspruch und was ich meinte. Meine Sketche für die Intros usw. das ist natürlich nicht spontan, aber es soll auch nicht so rüber kommen, als würde mir das einfach so rausrutschen.
      Klar, es gibt einzelne Videos, die bieten so wenig (und aus diesem Grund hab ich sie gemacht), dass der Output von vorn bis hinten durchgeplant ist. Aber sind dann einzelne unheimlich schlechte Trashgames, die Experimenten hinsichtlich eines unterhaltsamen Videos meinerseits zum Opfer gefallen sind.
      Was ich halt meine, ist sich eine Schlagfertigkeit antrainieren, und ich kann das schlecht erklären, aber ein Auffassungs-Reaktions-Vermögen, was sich dann so wiederspiegelt, dass ich mich über das Gerade geschehene stelle, und darauf meinen eigenen kleinen verbalen Sketch baue. Zum Anfang war das mega Try-harden, zu den Sachen immer instant lustige Sprüche rauszuhauen, mittlerweile geht mir das leichter von der Hand. Man weiß, was man sagen muss, nicht weil man es wörtlich weiß, sondern weil man weiß, welche Emotionen man rüberbringen will und dementsprechend eine Auge dafür bekommt, das gesehene/gelesene schneller zu verarbeiten. Und das kann man sich antrainieren und das ist, worauf ich aufbauen will und was auch für mich, für meinen Anspruch an mich und meine Zuschauerschaft gut funktioniert.

      Klar konzentriert man sich dann maßgeblich auf sich, weil du dich von vornherein entscheiden musst, dich über das Game zu erheben und dementsprechend eine noch externere Perspektive einzunehmen. Der Nachteil ist halt, dass das unheimlich anstrengend ist und ich dann oft nicht mehr als 30-40min Maximum am Stück aufnehmen kann ohne den Fokus und die Lust zu verlieren.
      ye cry
    • Jetzt scheisse ich auch mal in den Thread.

      Experimente gehören irgendwie zur Selbstentwicklung.
      Das passiert auf vielen Ebenen bei mir, meist sind es jedoch sehr kleine Schritte.

      Mein persönlicher Eindruck ist mir dann genau so wichtig wie die Reaktion der Zuschauer.
      Habe immer den Drang irgendwie alles verstehen zu wollen; bei fast allem klappt das auch, nur bei YT irgendwie nicht, sprich, Dinge wo ich denke "Das kommt gut an, wird bestimmt der Kracher" sind eher mittelmäßig oder schlecht und Videos wo ich dachte (oder gar nicht die Absicht hatte damit was zu reißen) "Das wird nicht so gut ankommen" bekommt auf einmal 4x so viel klicks.

      Bestes Beispiel:
      The Guest ist ein Horror Rätsel spiel mit leider zu viel Rätsel... Sev hat es gespielt, Toxxi hat es gespielt - sie fanden es auch eher meh..
      Ich hatte nach Folge 2 schon eigentlich keine Lust mehr... dennoch hat das Ding super aufrufe, super watchtime und einige Abos generiert.
      Warum weiß ich bis heute nicht, es ist relativ uncut und ruhig, ja man könnte schon fast sagen langweilig... :D
      Ultimate Chicken Horse hingegen ist laut, wir lachen viel es hat super viel Spaß gemacht.
      Ich würde es als richtig gutes Video ansehen, das ich gerne selber angucken würde... kam nicht an - unterdurchschnittliche aufrufe und watchtime.

      Also dachte ich mir Okay, ruhig und uncut kommt gut... Everyodys Gone To The Rapure - super game hat mir viel spaß gemacht. Flopp.
      Vernons Legacy - spiel eher meh... ruhig, rätsel uncut -> kam wieder gut an

      Will damit sagen ich probiere schon viel aus: cut/uncut laut leise witzig/bedacht, experimentiere mit begrüßung/vorschau/facecam
      Ich kann einfach kein Muster erkennen.

      Mein neuestes "Experiment" sind Livestreams. Mach mir viel Spaß und die Aufnahme bringe ich dann als LiveLP oder BestOf
      Letztendlich ist es ja eh just fun and games.
    • Ich habe meine Videos auch schon zu jeder erdenklichen Zeit veröffentlicht.
      Täglich 15 Uhr scheint ja für die meisten Standard zu sein.

      Gelegentlich verbinde ich auch ASMR mit Let's Plays oder filme mich, wie ich im Stehen Zelda SS spiele.

      Im Stehen kann man zwar mehr mit der Stimme machen, aber auf Dauer wirds zu unbequem.
    • Ich habe mal ausprobiert bisschen was zu trinken vorher.
      Hilft nicht unbedingt beim Redefluss. Ist teilweise eher hinderlich. ( Konzentration)
      Man strengt sich so sehr an das Spiel gut zu spielen, das man das reden trotzdem vergisst.
      So ist das bei mir zumindest.

      Und vor paar Jahren mal ein Video über die Telekom gemacht, wo sie die scheiss Drosselung vorgestellt haben etc
      Extra nur in 240p hochgeladen und komplett die Vorteile dadurch in einer Satire artigen Form durch den Dreck gezogen.
      Klappte ganz gut, mit Absicht mal was schlechtes hochzuladen.
      LP = MC²