Videokodierung - CUDA ja oder besser nein

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  • Videokodierung - CUDA ja oder besser nein

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    Hallo, liebe Community,

    erneut melde ich mich mit einer eher technischen Frage zurück und hoffe, die Experten können mir hier ein weiteres Mal weiterhelfen.

    Mein Anliegen:
    Rein zufällig oder besser aus Testzwecken hatte ich vor kurzem ein Projekt einmal mit der CPU und dasselbe Projekt ein weiteres Mal mittels Nvidia's CUDA-Technologie bei exakt gleichen Einstellungen kodiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass das CUDA-Video mit weniger Datenrate kodiert wurde und etwas kleiner ist, als das CPU-kodierte Video. In den Projekteinstellungen wurde eine variable Durchschnittsbitrate von 8 Mbit/s angegeben. Das Audiomaterial liegt bei konstanten 192 Kbit/s. Als Codec wurde H.264 gewählt und ausgegeben wurde es natürlich dann in .mp4. Meine Frage: Als Puffer könnte man nun ja vielleicht einen Mbit/s mehr auf's VBR-Konto packen und man würde so trotzdem von der schnelleren Bearbeitungszeit profitieren können. Aber geht generell immer etwas Datenrate flöten, sollte man den Weg über's GPU-gestützte CUDA wählen?

    Tobey



    Hier unten ein Bild aus den Eigenschaften:

  • Hachja, die erotischsten Chicks im Forum :D Gehören ja schon irgendwie dazu :D :D :D

    --

    Vielleicht wär's für dich interessant, dir mal anzuschauen, wie du andere Encoder - genauer den x.264 - in Premiere nachrüsten könntest. Der ist effizienter als das integrierte Ding und lässt sich feiner einstellen. Um den einzubauen gibt's wahlweise kostenpflichtige Plug-Ins, die sich sehr gut integrieren, oder kostenfreie, aber dafür etwas aufwändigere Lösungen. Kostenlos wahlweise x264vfw, wofür es im Forum ein Tutorial gibt, oder über Frameserver und meGUI. Kostenpflichtig ... phew, gibt's glaube ich zwei verschiedene, deren Namen ich gerade nicht auswendig weiß.
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  • Yep, hab schon viel Gutes zum x.264 gehört. Wollte dies eh mal angehen, denn ich glaube, dann werden die Videos gegenüber dem h.264 sogar etwas kleiner bei gleicher Qualität. Zumindest glaube ich, das ich das so mal gehört habe. Und da in unseren ländlichen Gefilden eine 16.000er Leitung hier nach wie vor das Maximum mimt, wäre dieser Punkt nicht weniger interessant. :)
  • Tobey schrieb:

    Yep, hab schon viel Gutes zum x.264 gehört. Wollte dies eh mal angehen, denn ich glaube, dann werden die Videos gegenüber dem h.264 sogar etwas kleiner bei gleicher Qualität. Zumindest glaube ich, das ich das so mal gehört habe.

    x264 ist ja nur ein Encoder und produziert ebenso H.264 Videos, allerdings eben sehr viel effizienter kodiert. Im Vergleich hast du mit x264 eben deutlich kleinere Dateien bei gleicher Qualität - oder bessere Qualität bei gleicher Dateigröße. Kannst du dir aussuchen. ;)

    Oder wenn du lustig bist, kannst du x264 auch so einstellen, dass es genau so schnell ist wie CUDA und selbst dann sieht es noch besser aus.
  • Julien schrieb:

    Eines ist auf jeden Fall x264Pro, was aber auch ziemlich dürftig ist, vor allem für den Preis.
    Das andere ist von den TMPGEnc-Machern und schimpft sich Movie Plug-In AVC for Premiere Pro. Läuft unter Premiere Pro CC soweit ich weiß und ist ein paar Ecken günstiger. Genutzt habe ich aber beide nicht, hab selbst kein Premiere Pro. Ich erwähne das eigentlich nur, damit er weiß, welche Möglichkeiten es gibt, um x.264 zu integrieren.

    Selbstredend gibt's wie gesagt auch den kostenfreien Weg, der halt etwas weniger komfortabel ist, weil er den ein oder anderen zusätzlichen Schritt im Workflow erfordert. Müsste aber nach einer kurzen Eingewöhnung nicht mehr ins Gewicht fallen ;) .
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  • Tobey schrieb:

    Ich glaub ich träume. 'S klingt zu gut um wahr zu sein. xDD

    Das war auch der Grund, wieso ich mich letztendlich für TMPGEnc Video Mastering Works entschieden habe. Da ist x264 schon integriert und es gibt halt zusätzlich noch ein Schnittprogramm, was definitiv intuitiver und auch komfortabler ist als dieses Skriptgebastel mit AviSynth, MeGUI und SSM. Es kostet zwar etwas, aber das Geld ist es definitiv wert.
  • Tobey schrieb:

    Ich werd mir das Tutorial bei Zeiten mal geben, es hört sich alles echt interessant an.
    Die Methode mit x264vfw ist im Forum beschrieben - sie ist m.M.n. recht leicht einzubinden und zu verstehen, hat aber den Nachteil, dass die Version von x264 etwas älter ist und ein paar nicht unpraktische Features fehlen. Das Relevanteste wäre wohl die 10 Bit - Variante. Das hier wäre der Link: x264vfw für Videoschnittprogramme

    Bei der Methode mit dem Frameserver kannst du die neueste Version nutzen und dir stünden noch ein paar Nachbearbeitungsmethoden über AVISynth zur Verfügung, was sich sehr präzise konfigurieren lässt. Das wird häufig genutzt, um das Video hochzuskallieren. Da kann ich dir bei Premiere leider nicht helfen, ein paar Schlagworte wären aber wohl:
    • Advanced Frameserver / Debugmode Frameserver
    • meGUI
    • Sagaras Scriptmaker
    Darunter müsstest du im Forum oder per Google eigentlich was finden - und sicher können dir hier auch ein paar Premiere-Nutzer bei spezifischen Problemen weiterhelfen ;)

    Julien schrieb:

    Das war auch der Grund, wieso ich mich letztendlich für TMPGEnc Video Mastering Works entschieden habe. Da ist x264 schon integriert und es gibt halt zusätzlich noch ein Schnittprogramm, was definitiv intuitiver und auch komfortabler ist als dieses Skriptgebastel mit AviSynth, MeGUI und SSM.
    Joah, bei Version 6 muss ich dir da nicht mal mehr widersprechen - die davor waren ja echt ne Katastrophe, was den Schnitt angeht :D
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  • Julien schrieb:

    Das war auch der Grund, wieso ich mich letztendlich für TMPGEnc Video Mastering Works entschieden habe.
    Musste es grad googlen, gesagt hat's mir nix, Julien. xD Ich hab einen Preis von 122$ dazu gefunden, bekommt man dafür dann quasi ein Komplettpaket, zu dem für Videoschnitt nichts anderes benötigt wird?

    Und was mich noch interessieren würde (und sorry dass ich so viel löchere ;D), gibt's 'ne Art Vergleich, zum Beispiel in Form zweier Youtube-Videos, dort wo man halt sehen kann, wieviel x.264 qualitativ bringt?
  • Mal aus der Sicht eines jemanden, der Videobearbeitung ausschließlich über AviSynth kennt:
    Möchte man vom Video lediglich vorne und hinten etwas weg schneiden, die Audiospuren anpassen oder andere einfache Dinge erledigen, benötigt man kein Videobearbeitungsprogramm wie Premiere, Vegas oder TMPEnc (auch kurz NLEs genannt).
    Wenn man natürlich viele Effekte einbauen und was weiß ich nicht alles mit seinem Video machen möchte, würde ich abhängig von der Komplexität und eigenem Können (Programmierfähigkeiten sind bei AviSynth zweifellos vorteilhaft) die Bearbeitung in eine NLE auslagern.
  • Tobey schrieb:

    Danke für's Verlinken des Tutorials, R. Muss dazu sagen, ich hab Premiere noch nicht so lange im Abo und bin gerade immer noch am Reinfuchsen. Denke, das braucht noch etwas Zeit, aber so langsam wird's denke ich.
    Sicher, dass du so ein derart krasses Schnittprogramm wie Premiere Pro überhaupt benötigst, oder schießt du vielleicht mit Kanonen auf Spatzen? Premiere Pro ist ein enorm geiles Schnittprogramm und sicherlich noch mächtiger als beispielsweise TMPGEnc VMW6, aber auf Dauer nicht gerade billig und es hat auch seine Defizite. Wenn du keinen wirklichen Grund dafür hast und es ohnehin nicht vernünftig ausnutzt, dann wiegen die Vorteile das nicht wirklich auf, finde ich.

    Tobey schrieb:

    Komplettpaket, zu dem für Videoschnitt nichts anderes benötigt wird?
    Es ist ein vollwertiges und ziemlich mächtiges Videoschnittprogramm, mit dem du jedenfalls nicht schlecht aufgestellt wärst, und x.264 ist auch bereits an Bord. Schau dir mal die Demo an - sie läuft lange genug, um sich einen Überblick zu verschaffen und dir selbst eine Meinung zu bilden. Ich empfand es bei einem kurzen Test jedenfalls als ordentliches Schnittprogramm, auch wenn ich selber lieber mit Vegas arbeite :D

    Tobey schrieb:

    Und was mich noch interessieren würde (und sorry dass ich so viel löchere ;D), gibt's 'ne Art Vergleich, zum Beispiel in Form zweier Youtube-Videos, dort wo man halt sehen kann, wieviel x.264 qualitativ bringt?
    Es gibt ein schönes Diagramm von 2012 ...

    ... und einen Report mit den genauen Codec-Einstellungen auf der Seite. Abgesehen davon ist mir jetzt nichts bekannt.

    Kayten schrieb:

    Möchte man vom Video lediglich vorne und hinten etwas weg schneiden, die Audiospuren anpassen oder andere einfache Dinge erledigen, benötigt man kein Videobearbeitungsprogramm wie Premiere, Vegas oder TMPEnc (auch kurz NLEs genannt).
    CrapSynth ist streng genommen auch ne NLE, wenn auch keine Grafische.
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    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von RealLiVe ()

  • @RealLiVe

    Danke für die Infos oben. Auch ich war früher "Vegasaner" und super zufrieden mit dem Programm. Die Upgradekosten und auch weil das Movie Studio 13 Platinum irgendwann mal auf Steam sehr günstig gewesen ist, haben mich dann zum kleineren Bruder wechseln lassen. Seitdem horste ich eigentlich "noch" alles ausschließlich mit dem Movie Studio zurecht, im Grunde isses ja ein Vegas Lite. Jüngst dann dachte ich mir: Okay, du testest Premiere Pro mal für 'nen Monat gratis und bei Gefallen schließt du halt für etwa 24 Öken im Monat ein Ein-Jahres-Abo ab. Das hab ich nun getan, auch weil ich gerne mit Effekten um mich schmeiße, dort Photoshop easy einbinden kann oder halt auch mal aus Cinema heraus was 3D-animiertes beimenge. Man, wenn ich so überlege, kommt's nicht selten vor, dass ich ein Video 4 bis 5 mal kodiere, nur weil mich beispielsweise der Schlagschatten eines Textes oder der Gleichen nicht gefällt. Aber genug dazu.

    Aber kann ich aus dem Diagramm denn oben auch entnehmen, dass gegenüber einem herkömmlichen h264-Video mein Video mit dem x264-Glätteisen etwa 10% kleiner wird? Und warum sind NLE's bei euch Profis scheinbar nicht so gern gesehen? Zumindest hat das bei mir den Anschein erweckt. xDD