Menschen und ihr Wert

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  • Menschen und ihr Wert

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    Ich begrüße euch alle zu einem Thema, welches auf Abneigung stoßen wird. Ein Thema welches eigentlich moralisch verwerflich ist.
    Die Frage die dieses Thema leitet: Gibt es Menschen die wertvoller sind als andere?

    Zunächst möchte ich allen Personen die nun mit materiellen Dingen argumentieren wollen sagen, dass es nicht um den Besitz geht. Es geht mir praktisch darum, ob man Menschen in Gold aufwiegen kann und ob einige einen höheren Preis erzielen würden als andere.
    Dazu möchte ich noch anmerken, dass ich die Meinung vertrete, dass Menschen unbezahlbar sind. Egal mit welchen materiellen Gütern man versucht sie zu kaufen, ich finde nicht einmal das Universum wäre genug.

    Trotz allem bin ich der Meinung, dass es Menschen gibt die mehr Wert sind als andere. Es gibt in meiner Welt Menschen, welche eher eine Daseinsberechtigung haben als andere. Es gibt Menschen die eher das Leben verdienen. Es gibt allerdings im Rückschluss auch Menschen, welche minderwertig sind.

    Ich definiere den Wert eines Menschen anhand von zwei Dingen. Zunächst einmal an ihren Taten. Meiner Meinung nach hat ein Kinderschänder, der sie danach auch umbringt, einen geringeren Wert als ein Altruist. In diesem Fall kann man also sagen, dass die Handlungen mehr sagen, als andere Faktoren.
    Des Weiteren behaupte ich, dass der Wert eines Menschen auch anhand seines Charakters sowie seinen Talenten festgemacht werden kann. Für mich ist eine Person mit gutem Charakter, herausragenden Taten und unglaublichen Talenten um einiges mehr Wert als ein Vollidiot der nichts kann und nur weiß, wie man Menschen misshandelt. Ich spreche des Weiteren Menschen, welche einen klaren Gedanken fassen können und auch in der Lage sind anderen zu helfen, einen höheren Wert zu. Auf der anderen Seite sage ich auch ganz klar, dass Menschen die minderbemittelt sind, wobei ich mich auf ihren Charakter, die Intelligenz und ihre Fähigkeiten beziehe, einen geringeren Wert haben.

    Ich weigere mich zu glauben, dass ich so viel Wert sein soll wie ein geistig umnachtetes Arschloch. Ich weigere mich zu glauben, dass ihr so viel Wert seid wie ein mordender Kinderschänder. Ich weigere mich zu glauben, dass ihr diesen Gedanken nicht nachvollziehen könnt.

    Versteht mich nicht falsch, ich würde niemals behaupten, dass ein Mensch der in meinen Augen weniger Wert ist, auch den Tod verdient. Das Leben ist zu kostbar für solche Gedanken, allerdings ändert es nichts an meiner Meinung.
    Ich werde auch nicht verschweigen, dass dieser Gedanke vermutlich nur daher rührt, dass ich Narzisst bin. Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, fällt es mir schwer zu akzeptieren, dass ich nicht mehr Wert sein kann als jemand anderes. Ich weiß, dass ich dadurch wie ein Arschloch rüberkomme, allerdings stört es mich weniger.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Shandal27
  • Es gibt in meiner Welt Menschen, welche eher eine Daseinsberechtigung haben als andere (...) Auf der anderen Seite sage ich auch ganz klar, dass Menschen die minderbemittelt sind, wobei ich mich auf ihren Charakter, die Intelligenz und ihre Fähigkeiten beziehe, einen geringeren Wert haben


    Sowas gabs schonmal vor ca 70 jahren. Stichwort: Euthanasie.
    Du sagst in deinem Beitrag, das Menschenleben unbezahlbar sind, fragst aber einen Satz darüber ob ein Mensch wertvoller ist als der andere.

    Für mich ist eine Person mit gutem Charakter, herausragenden Taten und unglaublichen Talenten um einiges mehr Wert als ein Vollidiot der nichts kann und nur weiß, wie man Menschen misshandelt


    Du siehst schwarz und weiß. Es gibt für dich den "guten" Menschen und den "schlechten" Menschen. Ich kenne einige Schwerbehinderte, die wahrscheinlich einiges mehr können als du oder ich. Mach mal eine ein Abbild von jemandem aus Holz das perfekt mit der Vorlage übereinstimmt. Er hat allerdings mehrere Katzen getötet bzw lebend verbrannt. In gewisser Weise ist also der Mann, der schnitzen kann, aber auch gleichzeitig sabbert , redet wie ein Kleinkind und Katzen aus Spass verbrennt ein talentierter Vollidiot. Was sagst du dazu? Ist er jetzt mehr Wert als du ? Empfindest du ihn als schlecht? Er geht jeden Tag in eine "Behinderten Werkstatt" sind jetzt die Leute mehr wert als Hatz IV Empfänger? Oder weniger weil sie geistig minderbemittelt sind ?

    Ich muss jeden Tag mit einem Bus zur Schule fahren, der voller 12- 15 Jähriger Förderschüler ist. Wenn man einen schlechten Tag hat, dann denkt man halt auch mal, "boah, ich könnte die jetzt alle totschlagen" allein weil die Gesellschaft sagt:" Jemand der 12- 15 ist darf nichtmehr "dumm" sein oder irgendwie ein Kleinkind sein" Ich sags mal so: von diesen Förderschülern sind die meisten freundlicher und angenehmer als ein Hauptschüler der den ganzen Tag brüllt:" Jo ich f*** deine Mudda !" Wobei wir wieder bei deiner Frage wären. Ist der freundliche, wenn auch minderbemittelte Förderschüler mehr Wert als der Hautschüler der kein Niveau hat ?
    Das fazit daraus: Nein, man kann den Wert eines Menschen nicht bestimmen. Der Mensch ist als solches unantastbar. Wenn man anfängt, Menschen nach Wert zu sortieren, ist für mich die Welt zuende, da jede Menschlichkeit dann aus dem Mensch verschwunden ist.

    Ich hoffe mal ich hab nicht zuweit dran vorbeigeredet,
    mfg. TheDeadMikey
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    Natürlich sind manche Menschen wertvoller als andere.

    Hört doch mal auf mit eurem moralischen Scheiß von wegen "alle Menschen sind was Besonderes und gleich wert". Wo zur Hölle seid ihr aufgewachsen?!
    Ein Obdachloser ist niemals soviel Wert wie beispielsweise ein Gemeinderat. Er wird auch nie von einem solchen Nutzen sein.
    Genauso wie mir mein eigenes Leben mehr Wert ist.

    Natürlich kommt ihr besser weg, wenn ihr sagt, dass niemand darüber urteilen sollte - ist ja ethisch korrekt. Aber leider alles andere als intelligent und vor allem ganz und gar nicht menschlich.

    Das einzige, was gesagt werden muss ist nur, dass egal wie wertlos ein Mensch ist, dass es dazu nicht berechtigt, ihn zu töten oder ihm nicht zu helfen. Außer man verfolgt größere Ziele.
    Damit kein Depp den Satz falsch verstehen kann: Damit mein ich keinen Holocaust, sondern beispielsweise einen Hobo opfern für eine größere Gruppe Menschen.

    Um auch die nächste Frage zu klären: Ja, ich würde über so einen Tod entscheiden (die werdende Mutter oder die kleine Lisa - wen würdest du sterben lassen? :/ ) und ich würde wahrscheinlich auch genau wissen, wen ich sterben und leben lasse. Da man aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in eine solche Situation kommen wird, steht das auch nicht zur Debatte.

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  • @Trollwut Nur... wo soll man dann die Grenze ziehen? Sollte die gesamte Menschheit für ein paar Staatsmänner geopfert werden mit dem Argument, die sind am ehesten geeignet, die Gesellschaft wieder aufzubauen?



    Zum eigentlichen Thema... Wie zum Henker soll ich den Wert einer Tat abschätzen? Klar war es furchtbar, dass mehrere Millionen Menschen einem verbrecherischen Regime in grausamster Weise zum Opfer gefallen sind... aber wer könnte schon sagen, wie die Welt aussehen würde, wenn es nicht passiert wäre? Tatsache ist, dass es schon immer Antisemitismus gab, wenn auch nciht in dieser Form. Jetzt, nach dem Holocaust, sind die Juden sozusagen "für alle Zeiten bestraft" (für Jesu Ermordung) und wer jetzt auch nur ansatzweise antisemitische Gedanken äussert, wird sofort verurteilt...

    Meiner Meinung nach richten sich da die Meisten nach den Werten der Gesellschaft, die wir seit jüngsten Jahren eingeflösst bekommen... Hat wer 300 gesehen? Für die war das völlig normal, dass behinderte Säuglinge auf die Halde kommen (bisschen krass ausgedrückt). Wir finden das abstossend, weil wir durch unsere christliche Vorgeschichte eben diese Werte in der Gesellschaft verankert haben.





    Edit: Mal ganz davon abgesehen... Der Körper ist nur Materie, verteilt sich also nach dem Tod sowieso im ganzen Universum... der Geist ist ein Energiefeld, welches, sobald es nicht mehr an den Körper gebunden ist, sich ebenfalls im Universum verteilt (Was wir dann Gott oder Zufall nennen, wobei der einzige Unterschied darin besteht, dass die einen glauben, dieses riesige Energiefeld hätte ein Bewusstsein und die anderen glauben, es existiert nur)... die Illusion der Seele ensteht durch die Interaktion von Körper und Geist und verschwindet wie alle Illusionen, sobald der sie erzeugende Effekt abklingt...

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von 26302812 ()

  • Der Wert eines Menschen.

    Wenn ich jetzt die "Einzig richte Antwort" geben müsste, die die Gesellschaft im allgemeinen akzeptiert, würde sie lauten: "Jeder Mensch ist vor Gott gleich, und auch gleich viel wert."

    Da gibt es jetzt aber einige Probleme.

    1. Ich glaube nicht an Gott, oder sonst irgendetwas, dass ein höheres Wesen sein könnte.
    2. Jeder Mensch, steckt andere in bestimmte Kisten und bildet sich seine eigene Meinung zu ihnen, wie ich auch.
    3. Ist ein Menschenleben in meinen Augen nicht viel mehr wert, als das Leben eines Tieres, denn nur weil wir offensichtlich, die klügste Rasse sind, die die Erde besiedeln, heißt dies nicht, dass dies gut sein muss. Tiere töten, weil sie es müssen, Menschen töten, weil sie es können, nicht weil wir es müssen, um unser Überleben zu sichern, nein, wir töten aus Lust und Freude an diesem Akt. Eigentlich müsste ich danach sagen, dass wir weniger wert sind als Tiere, doch auch dies bringt mich zu einer weiteren Eigenschaft der Menschen, wir sind eingebildet und halten uns für etwas besseres.

    Da wir uns selber, ja für etwas besseres halten, was man sogar aufs LP'n beziehn kann, ist es nur logisch, dass wir Leute, die wir nicht mögen, oder die wir wegen ihrer Taten, ihres Ruhmes, oder sonstigem Verachten, als weniger wert empfinden.
    Von daher könnte man sagen, ein Mensch ist soviel Wert, wie er von den anderen als wertvoll empfunden wird.
    Doch das ist auch wieder falsch.

    Für mich gibt es nur eine Lösung.

    Niemand hat einen Wert.
    Es mag sein, dass ich manche Menschen, wegen ihrer Taten verabscheue, doch haben sie keinen Wert, wie ich und ihr auch nicht, sie sind Lebewesen, und Lebewesen sollten einfach keinen Wert haben. Sonst wären wir ja Gegenstände, Werkzeuge. Wir wären Mittel zum Zweck. Doch von wem?

    Bei mir muss ein Mensch keinen Wert haben, ich kann ihn auch so nach seinen Taten beurteilen und für mich selber sagen, ob diese Person mir freundlich erscheint oder wiederrum nicht.
  • 26302812 schrieb:

    @Trollwut Nur... wo soll man dann die Grenze ziehen? Sollte die gesamte Menschheit für ein paar Staatsmänner geopfert werden mit dem Argument, die sind am ehesten geeignet, die Gesellschaft wieder aufzubauen?
    Befrage doch Gott. :)
    Die Antwort ist situationsabhängig. Das ist genauso wie das Spiel, bei dem du entscheiden musst, welche drei Sachen du mit auf eine Insel nehmen würdest.

    Um deinem Szenario zu folgen:
    Wenn ein Staatsmann in terroristischer Obhut ist (beispielsweise die Rosa Armee Fraktion) und zu Debatte steht, ob sie zur Verfolgung ihrer Ziele nun eine Gemeinde in die Luft sprengen oder dem Staatsmann eine Kugel in den Kopp hauen, dann ist die Entscheidung ethischer Natur.
    Der Staatsmann hat zwar Qualitäten, kann aber wahrscheinlich nach einem Volkstrauertag ersetzt werden, da durch die Tragik keine Anarchie entsteht.

    Nehmen wir als zweites Beispiel eines, das uns LPern am Herzen liegt: Das postnukleare Zeitalter - die Fallout-Serie. Wäre zu entscheiden, welche Personen in einen Bunker kommen, der das Überleben sichert, dann ist die Entscheidung rationaler Natur.
    Ich werde bestimmt keine schwangeren Frauen oder süße Kinder in meinen Bunker lassen, solange ich nicht noch an Personen mit Fähigkeiten komme. Hier finde ich wiederum einen 60-Jährigen Arzt wichtiger als eine Frau mit zwei Kindern.

    Es kommt also auf die Situation an, ob man nun ethisch oder rational korrekt entscheiden muss.

    (PS: Mag zwar alles radikal klingen, aber das steigert alles die Dramatik. :) )

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  • @Trollwut: 1. Beispiel: Klar, solange die Gesellschaft noch funktioniert, ist alles egal. Wir haben keine Messiahs - Figuren, nach deren Tod unsere Gesellschaft zusammenbricht. Deswegen bin ich absichtlich davon ausgegangen, dass die Regeln der Gesellschaft eigentlich nicht mehr gelten (um die Gesellschaft wieder aufzubauen).

    2. Beispiel: Und wenn der Arzt nun ein Kinderschänder wäre, würdest du ihn dann mitnehmen aufgrund der technischen Nützlichkeit seiner Fähigkeiten?
  • 26302812 schrieb:

    @Trollwut: 1. Beispiel: Klar, solange die Gesellschaft noch funktioniert, ist alles egal. Wir haben keine Messiahs - Figuren, nach deren Tod unsere Gesellschaft zusammenbricht. Deswegen bin ich absichtlich davon ausgegangen, dass die Regeln der Gesellschaft eigentlich nicht mehr gelten (um die Gesellschaft wieder aufzubauen).

    2. Beispiel: Und wenn der Arzt nun ein Kinderschänder wäre, würdest du ihn dann mitnehmen aufgrund der technischen Nützlichkeit seiner Fähigkeiten?
    Zu 1.: Zur Kenntnis genommen.
    Zu 2.: Ja.


    Hat deine Benutzerzahl eigentlich was zu bedeuten? Wenn ich danach google, lande ich nur bei Hobbynutten in einem PLZ-Bereich. :D

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  • (Auf die Gefahr hin, dass das nun ein Hin und Her zwischen mir und Trollwut wird... :) )

    Also haben Kinder in diesem Szenario keinen Nutzen? Was ist mit dem psychologischen Vorteil, der sich durch die Anwesenheit der Kinder ergeben würde? (Erwachsene versuchen dann eher, eine nach ihren Maßstäben funktionierende Gesellschaft aufzubauen, anstatt ins Fressen und Gefressen werden zu verfallen)



    Edit: Hab meinen Benutzernamen in meinem Vorstellungsthread erklärt. :D

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 26302812 ()

  • In einem postapokalyptischen Szenario schau ich nun wirklich nicht auf einen psychologischen Vorteil durch Kindern - da hat eh jeder ein Trauma.
    Ich schau einfach, dass das Überleben gesichert ist. Daher find ich einen Arzt wichtiger als Kind. Letzteres frisst mir nur die Haare vom Kopf.

    Oh man, den muss ich nun suchen...

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  • Ikaruz schrieb:

    Kurz & Knapp:
    Kein Mensch ist mehr/weniger "wert" als ein anderer.


    Dem schließe ich mich an.
    Mir widerstrebt der Gedanke, Menschen (und anderen Lebewesen) einen Wert zuzuschreiben.
    Einen objektiven Wert kann es sowieso nicht geben, da dies immer von der Situation abhängt von der ausgegangen werden muss.
    Auf subjektive Werte kann also mal ganz grob geschissen werden, weil sie von Person zu Person, bzw. von System zu System unterschiedlich sind.

    Trollwut schrieb:

    [...] - da hat eh jeder ein Trauma.


    Gefährliche Verallgemeinerung. Sicher ist eine postnukleare Ausnahmesituation in gewisser Weise extrem (ja, doch - eher sehr extrem), dennoch gibt es etwas, das sich "Resilienz" schimpft, d.h. eine dem Kind zugeschriebene psychische Widerstandskraft.
    Von daher kannst du nicht davon ausgehen, dass Kinder, die ein Trauma erlebt haben, sich generell von diesem nicht wieder erholen.
    Zudem sind Kinder zum Neuaufbau einer Gesellschaft durchaus sinnvoll, denn du als 21-jähriger Mann kannst mit einem 60-jährigen Arzt keine Nachkommen zeugen - da helfen auch all seine Fähigkeiten nichts.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tapetenmetzger ()

  • Trollwut schrieb:

    In einem postapokalyptischen Szenario schau ich nun wirklich nicht auf einen psychologischen Vorteil durch Kindern - da hat eh jeder ein Trauma.
    Ich schau einfach, dass das Überleben gesichert ist. Daher find ich einen Arzt wichtiger als Kind. Letzteres frisst mir nur die Haare vom Kopf.

    Oh man, den muss ich nun suchen...


    Damit würden wir uns auf eine Stufe mit den Tieren stellen... lohnt sich da ein Überleben überhaupt noch? Bloßes Überleben, ist das nicht unserer Entwicklung unwürdig? Haben wir uns von Einzellern zu der dominanten Spezies auf diesem Planeten entwickelt, nur um wieder Einzeller zu werden?

    Fängt es dann wieder von vorne an?



    @Tapetenmetzger : Mir widerstrebt der Gedanke auch, aber tust du es nicht trotzdem unterbewusst? Mir ist das schon oft an mir aufgefallen, dass ich Menschen bewertet habe, obwohl ich mir oft genug gedacht habem, dass das eigentlich Quatsch ist.
  • @26302812:

    Mir müssen nicht alle Menschen passen, ich muss nicht jeden mögen, aber ich versuche, alle gleich zu behandeln.
    Eine unbewusste Wertzuschreibung ist da durchaus möglich, aber solang es auf mein Handeln und Denken keinen merklichen Einfluss nimmt, nehme ich das in Kauf.
  • 26302812 schrieb:

    Trollwut schrieb:

    In einem postapokalyptischen Szenario schau ich nun wirklich nicht auf einen psychologischen Vorteil durch Kindern - da hat eh jeder ein Trauma.
    Ich schau einfach, dass das Überleben gesichert ist. Daher find ich einen Arzt wichtiger als Kind. Letzteres frisst mir nur die Haare vom Kopf.

    Oh man, den muss ich nun suchen...


    Damit würden wir uns auf eine Stufe mit den Tieren stellen... lohnt sich da ein Überleben überhaupt noch? Bloßes Überleben, ist das nicht unserer Entwicklung unwürdig? Haben wir uns von Einzellern zu der dominanten Spezies auf diesem Planeten entwickelt, nur um wieder Einzeller zu werden?

    Fängt es dann wieder von vorne an?
    Ich find deinen Gedanken gerade bizarr. Wieso sollten wir dann Einzeller werden? Und wieso sollte ich mich nicht mit einem Tier vergleichen?
    Lebst du wirklich wegen eines höheren Ziels? Ich schätze nur, dass es der Überlebensinstinkt ist. Oder siehst du dich als Mensch in einer Mission?
    Von dem her sollte sich auch nicht die Frage stellen, ob sich Überleben lohnt. Der Mensch, als Tier, denkt an sein eigenes Überleben, das ist hier gerade wichtig.
    Ansonsten würde das nun in eine Sinnfrage über das Leben ausarten und dann klink ich mich aus. Kommt ja nichts bei raus, wie man weiß.

    Ich sehe mich also nicht verkehrt darin, dass ich mein Überleben sichere.

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  • Die Frage ist, wie weit würdest du gehen, um dir dein Überleben zu sichern? Wir würden uns auf jeden Fall zivilisatorisch zurückentwickeln, das ist klar; ich halte es darüber hinaus auch für möglich, dass wir uns biologisch/evolutionär weiter/zurückentwickeln. Ist es eine Weiterentwicklung, wenn wir nach einem nuklearen Fallout (happy :D ) mutieren, wodurch uns die Strahlung nichts mehr anhaben kann, unsere höheren Gehirnfunktionen aber zum Teufen gehen?

    Letzten Endes hast du wohl recht - egal wie weit die Entwicklung zurückgehen muss, um zu überleben: Solange wir leben, können wir uns wieder weiterentwickeln.


    (Jetzt muss ich was essen und 180 gb rendern, also bis heute Abend. ;) )
  • Also, dieses Thema ist so abstoßend, dass es wiederrum schon wieder als eine gute DIskussionsgrundlage herhalten kann.
    Ok, mal von Anfang an. Shandal, in dienem Post sticht mir eines hervor:

    Trotz allem bin ich der Meinung, dass es Menschen gibt die mehr Wert sind als andere. Es gibt in meiner Welt Menschen, welche eher eine Daseinsberechtigung haben als andere. Es gibt Menschen die eher das Leben verdienen. Es gibt allerdings im Rückschluss auch Menschen, welche minderwertig sind.


    Es tur mir leid, aber sowas ist einfach nur... widerlich. Minderwertig?
    Vorallemdingen sagst du ja auch:
    Auf der anderen Seite sage ich auch ganz klar, dass Menschen die minderbemittelt sind, wobei ich mich auf ihren Charakter, die Intelligenz und ihre Fähigkeiten beziehe, einen geringeren Wert haben.

    Ja toll. Die Leute, die nichts für ihren Zustand können, also Behinderte etc., sind also in deinen Augen minderwertig. Also, das ist widerlich.
    Und vorallemdingen: Menschen einen Wert zuzuordnen ist unfassbar. Ich denke mal an das Kastensystem. Es funktioniert, aber glaubst du, das alle damit glücklich und zufrieden sind? Bestimmt nicht.

    Mal ein Beispiel: Meine Mutter (Leukemie, 2 Bannscheibenvorfälle, Hohlkreuz/Rundrücken, schiefe Hüfte, Senk- und Spreizfüße, Hauptschulabschluss) soll weniger wert sein, als ich es bin (Hohlkreuz/Rundrücken, Senk- und Spreizfüße, Abitur)? Schon alleine vor deinen Messstäben muss ich den Kopf schütteln.

    Der Begriff "Euthanasie", der hier fiel, passt irgendwie schon rein. Menschen als "minderwertig" abzustempeln geschah ja auch in Deutschland. (Gut, du willst sie ja nicht allesamt zusammpferchen und töten). Ich hasse es, Deutschlands Vergangenheit als Beispiel für sowas zu nehmen, es passt aber.

    Ich komme jetzt auch nicht mit dieser "Vor Gott sind alle gleich"-Sache; ich bin evangelisch, glaube aber nicht an sowas wie Gott.
    Wir sind trotzdem alle gleich, weil wir Menschen sind. Der Eine leistet mehr als der Andere; trotzdem sind sie gleichwertig.

    Und sorry, aber so wie du sagst - du kommst mir wirklich mit solch einem Denken wie ein Arschloch rüber. Tut mir leid (damit wirst du leben müssen), aber es ist so.
  • Mittlerweile habe ich mir sämtliche Antworten durchgelesen und ich werde hauptsächlich auf die Dinge eingehen, welche nicht mit Religion und solchen Dingen zu tun haben.

    Zunächst möchte ich eine Sache richtig stellen: Ich meine mit minderbemittelt nicht, dass die Person unter einer Behinderung leidet. Für mich ist minderbemittelt ein Begriff, den man auf viele Dinge anwenden kann, auch auf vollkommen gesunde Menschen. Wenn ein Mensch zum Beispiel dumm ist, unsportlich oder was auch immer euch einfallen mag, dann ist er minderbemittelt.
    Das wollte ich nur gerne klar stellen, denn bei Menschen die unter einer Behinderung leiden verstehe ich weniger Spaß.

    Des Weiteren möchte ich klar stellen, dass ich niemals irgendwelche Konsequenzen daraus ziehen würde, wenn ich eine Person als wertvoller betrachte. Das sollte eigentlich mein Eingangspost verständlich gemacht haben. Daher würde ich auch gerne die deutsche Geschichte in den Hintergrund rücken. Ich könnte den Spieß nun herum drehen und sagen, dass jeder der nun daran gedacht hat, dass man durch eine Bewertung eines Menschen auch direkt zu Dingen übergeht, wie zum Beispiel die Rassenlehre und solchen Dingen, ein größeres Arschloch ist, da mir solche Gedanken niemals gekommen waren.

    Menschen die für ihre Umstände nichts können lasse ich in meinen Gedanken außen vor. Ein kleines Beispiel, damit man das Ganze besser versteht: Eine Person die ein unglaubliches Talent darin hat, ein Musikinstrument zu spielen, dieses Talent aber nicht wahrnimmt, weil dieser Mensch keine Lust hat und sich lieber das ganze Leben lang durchfüttern lässt, ist in meinen Augen minderwertig. Warum? Weil diese Person zwar ein Talent hat, dieses allerdings nicht wahrnimmt und gleichzeitig anderen schadet, ist er weniger Wert als eine Person, die vielleicht kein Talent für das Instrument hat, es sich aber hart erarbeitet.
    Des Weiteren möchte ich noch einmal anführen, dass der Wert von dem ich spreche fiktiv ist. Wie bereits gesagt gibt es keine Möglichkeit ein Individuum mit Dingen aufzuwiegen, weil egal wie minderbemittelt dieser Mensch sein mag, er ist noch immer etwas besonderes. Das Ganze schließt aber nicht aus, dass andere Menschen wertvoller sind.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Shandal27

    ps: Die Person, die hier Hartz4 Empfänger angeführt hat, sollte bitte über die Vorurteile hinweg kommen. Es gibt Menschen, die nicht freiwillig Hartz4 beziehen und nicht in die Kategorie "Arbeitsloser Schmarotzer" eingegliedert werden sollten, daher möchte ich eine Verallgemeinerung gerne vermeiden.