Umfrage zur Bundestagswahl 2017

    • Ich bin irgendwie mit meiner Meinung und meinen Einstellungen im politischen Niemandsland. Hab zum einen mal den "musik-o-mat" getestet (von Deezer, wohl eher nicht ernst zunehmen) mit einem Ergebnis von 22,22% sowohl für Grüne, der Linken, der Union und der SPD. 11,11% für die FDP. Und beim Wahl-o-mat wars dann 65% für Grüne, 65% für die Partei, 63,8% für SPD, die Linke und Piraten. 62,5% für die CDU/CSU. AFD weit abgeschlagen, nicht mehr auf meinen Screenshot mit drauf.

      Als unentschlossener Wähler ist das alles nicht sonderlich hilfreich. Ich möchte eigentlich das Merkel im Amt bleibt, kann aber auch viele Minister aus der CSU/CSU verzichten. SPD hat sich bei mir sehr unbeliebt gemacht, also wenn ich Grün wählen würde (was ich eigentlich am liebsten tun würd') unterstütze ich damit auch automatische 'ne rot-rot-grüne Regierung, was ich wiederum eigentlich nicht will. Aus Mangel an Alternativen bin ich daher fast gewillt, die Partei zu wählen. Was aber eigentlich auch irgendwie sub-optimal ist. Mhmmmm. Input anyone?
    • Pixaster schrieb:

      Input anyone?
      Der Fall ist klar:
      Wähle die Partei!

      Input ist insofern schwierig, als dass das bei dir eine reine Sache der Gewichtung ist.

      Ich kann dir ja mal sagen, wie ich das einschätze:
      Ich denke aktuell nicht, dass eine rot-rot-grüne Regierung wirklich zusammenkommt, da ich die SPD aktuell zu weit von den Linken entfernt sehe, als dass das wirklich funktionieren könnte. Von daher denke ich, dass es eher auf eine große Koalition herauslaufen wird. Wenn es so weit kommt, wird jedoch Merkel eher Kanzlerin, da ich davon ausgehe, dass die CDU/CSU mehr Stimmen bekommen wird, als die SPD und entsprechend eine bessere Verhandlungsposition hat.

      So gesehen denke ich nicht, dass eine Nicht-Wahl der Grünen sinnvoll ist. Wenn du die wirklich unterstützen willst, dann wähle sie.

      Zumindest würde ich das anhand deiner gegebenen Informationen so sehen, wenn ich du wäre.
      Wenn ich ich wäre, würde ich an deiner Stelle einfach die Partei wählen. Wir brauchen die im Bundestag! Unbedingt!
      You like music? I like pissing.
      ~Corey Taylor
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      Eine kurze Erklärung, wie die Wahl funktioniert:
      Wer an der Bundestagswahl teilnimmt, wird sehen, dass er zwei Stimmen abgeben kann – eine Erst- und eine Zweitstimme. Vielen Wählern ist trotz kurzer Erklärung auf dem Wahlzettel nicht klar, wofür die Stimmen gelten und wie sie ins Ergebnis der Wahl einfließen.

      Die Erststimme – für den Kandidaten
      Auf dem Wahlzettel ist zu lesen: „Sie haben hier eine Stimme für die Wahl einer/eines Wahlkreisabgeordneten“. Das bedeutet, Sie können mit dieser Stimme den von Ihnen favorisierten Kandidaten aus Ihrem Wahlkreis in den Bundestag wählen. Köln ist beispielsweise in vier Wahlkreise eingeteilt, insgesamt gibt es in Deutschland 299 Wahlkreise.

      Auf den Stimmzetteln in Ihrem Wahllokal sind daher auch nur die Bundestagskandidaten aus Ihrem Wahlkreis abgedruckt. Jede Partei darf einen solchen Kandidaten aufstellen, es sind darüber hinaus jedoch auch unabhängige Kandidaten möglich.

      Der Kandidat eines jeden Wahlkreises, der die meisten Stimmen erhält, zieht in den Bundestag ein; er erhält ein Direktmandat. Die Plätze im Bundestag werden also zuerst an die Direktkandidaten einer Partei vergeben. Damit ziehen also 299 Abgeordnete in den Bundestag ein. Zudem ist sicher gestellt, dass jede Region (durch den Wahlkreis) im Bundestag vertreten ist.

      Die Zweitstimme – für die Partei
      Bei der Zweitstimme steht auf dem Wahlzettel: „Sie haben hier eine Stimme für die Wahl einer Landesliste (Partei)“. Diese Stimme geben sie also – im Gegensatz zur Erststimme – keiner Person, sondern einer Partei. Die Partei schickt dann „ihren“ Kandidaten in den Bundestag.

      So nehmen Sie Einfluss darauf, wie stark die Parteien im Bundestag vertreten sind und bestimmen über die Mehrheitsverhältnisse – also wie viele der insgesamt 598 Sitze im Bundestag eine Partei gewinnt.

      Der Anteil der Sitze der Parteien im Parlament ist also abhängig von der Zahl der Zweitstimmen: Holt eine Partei 33 Prozent der Zweitstimmen, bekommt sie demnach 33 Prozent der Plätze im Bundestag.

      Bei der Sitzverteilung gilt: Zuerst werden die Plätze an die Direktkandidaten vergeben (Erststimme), dann an die Kandidaten der Landesliste (Zweitstimme).

      Überhangmandate
      Im Zusammenhang mit Wahlen und Stimmzetteln ist auch immer von Überhangmandaten die Rede. Damit ist gemeint, dass eine Partei im Parlament mehr Sitze bekommt, als ihr aufgrund der Zweitstimme – der Stimme, mit der die Parteien gewählt wird – eigentlich zusteht.

      Denn mit der Erststimme kann eine Partei für ihre Kandidaten mehr Direktmandate und damit mehr Sitze holen als dieser Partei aufgrund der Mehrheitsverhältnisse durch die Zweitstimme angerechnet werden. Werden also mehr Kandidaten mit der Erststimme direkt gewählt, als der jeweiligen Partei dank der Zweitstimme Sitze zustehen, haben diese Kandidaten Überhangmandate.
      Quelle: rundschau-online.de/politik/bu…und-zweitstimme--26877100
    • Pixaster schrieb:

      Ich bin irgendwie mit meiner Meinung und meinen Einstellungen im politischen Niemandsland. Hab zum einen mal den "musik-o-mat" getestet (von Deezer, wohl eher nicht ernst zunehmen) mit einem Ergebnis von 22,22% sowohl für Grüne, der Linken, der Union und der SPD. 11,11% für die FDP. Und beim Wahl-o-mat wars dann 65% für Grüne, 65% für die Partei, 63,8% für SPD, die Linke und Piraten. 62,5% für die CDU/CSU. AFD weit abgeschlagen, nicht mehr auf meinen Screenshot mit drauf.

      Als unentschlossener Wähler ist das alles nicht sonderlich hilfreich. Ich möchte eigentlich das Merkel im Amt bleibt, kann aber auch viele Minister aus der CSU/CSU verzichten. SPD hat sich bei mir sehr unbeliebt gemacht, also wenn ich Grün wählen würde (was ich eigentlich am liebsten tun würd') unterstütze ich damit auch automatische 'ne rot-rot-grüne Regierung, was ich wiederum eigentlich nicht will. Aus Mangel an Alternativen bin ich daher fast gewillt, die Partei zu wählen. Was aber eigentlich auch irgendwie sub-optimal ist. Mhmmmm. Input anyone?

      RRG steht doch eh nicht zur Debatte. Also rein aus deiner Warte aus - wähl' die Grünen. Wobei das ehrlich gesagt die einzige Partei wäre, die ich nichtmal für viel Geld wählen würde.
    • Die Nacht vor der Wahl, also tobe ich mich ein bisschen aus.

      Wer sich immer noch nicht genügen informiert fühlt, der investiert 4 Minuten und liest die Wahlprogramme in einfacher Sprache aufs Wesentliche zusammen gefasst: brandeins.de/archiv/2017/lerne…ne-linke-cdu-spd-afd-fdp/
      Rainbow Six Siege News | ARMA III
      Ich grusel mir einen ab bei F.E.A.R. 1 [Blind+Facecam]
    • Meduselchen schrieb:

      Wer sich immer noch nicht genügen informiert fühlt, der investiert 4 Minuten und liest die Wahlprogramme in einfacher Sprache aufs Wesentliche zusammen gefasst
      Das ist ja cool. :D

      Fast schon schade, dass ich mich bereits auf eine Auswahl von zwei Parteien festgelegt habe.
      Bei mir wirds entweder die Piratenpartei oder die PARTEI.
      Aktuell tendiere ich sogar eher zu letzteren.
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      ~Corey Taylor
    • Meduselchen schrieb:

      Die Nacht vor der Wahl, also tobe ich mich ein bisschen aus.

      Wer sich immer noch nicht genügen informiert fühlt, der investiert 4 Minuten und liest die Wahlprogramme in einfacher Sprache aufs Wesentliche zusammen gefasst: brandeins.de/archiv/2017/lerne…ne-linke-cdu-spd-afd-fdp/

      Eine ausführlichere Übersicht gibt es bei heise: Grünen, Linken, CDU/CSU, SPD, FDP, AfD.
      Daraus habe ich eine Übersichtstabelle gemacht (kann man das lesen? Als pdf auch auf meinem Blog):
      Ansonsten, falls man sich nicht entscheiden kann, geht es heute hauptsächlich auch drum wer die Drittstärkste Partei wird und aktuell sieht es folgendermaße aus:

      Es kämpfen also AfD, FDP, Linke und die Grünen um den dritten Platz. Ihr wisst was ihr heute gegen Rassismus im Bundestag tun könnt. 8)
      Und nun, geht wählen!
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      Beitrag von Game8 ()

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    • Ich bin auch meiner Pflicht nachgekommen, hätte mich aber darüber gefreut, wenn ich nicht 2 türkische Familien gesehen hätte, in denen der Mann die Wahlhelfer zur Sau gemacht hat, weil er seiner Frau doch sagen muss, was sie tun soll, aber davon abgehalten wurde zu ihr hinter den Schirm zu kommen.

      Selbstverständlich bin ich auch gegen Rassismus im Bundestag, aber denen hätte ich dennoch gerne in den Arsch getreten.

      Genervte Grüße
      Shandal
    • Alresu schrieb:

      Etwas in der Art habe ich bei der letzten Wahl auch gesehen. Da waren das aber keine Türken.

      Gibt's immer wieder. Zwei während eines Wahlbüroaufenthalts sind dennoch recht viel. Wurde denen das Prinzip der eigenen, freien und geheimen Wahl nicht vorher erklärt?^^
      Sie wurden, wie jeder andere, direkt vor der Übergabe des Wahlzettels informiert, es gab Aushänge und sie wurden mehrfach ermahnt. Das Schlimme daran ist, dass insgesamt weniger als 10 Wähler dort waren, ein älteres Paar, ich, ein anderer Mann und die 4 türkischen Mitbürger. Ich war insgesamt 4 Minuten dort.

      Ich wohne allerdings auch in einem Stadtteil mit einer sehr hohen "Ausländerquote", ich mag den Begriff nicht, aber es trifft es sehr genau. Ich habe Mitleid mit den Wahlhelfern, weil ich bezweifle, dass das eine Ausnahmesituation für sie war.

      Immer noch genervte Grüße
      Shandal