Verdient Religion besonderen Respekt?

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    • Verdient Religion besonderen Respekt?

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      Aus doch eher aktuellem Anlass.

      Warum überhaupt die Frage?
      Ich bin Atheist, daher ist es eine Frage, welche sich für mich sofort erübrigt. Die Frage ob Religion automatisch Respekt verdient [und damit eine sonderstellung] ist für mich genauso unverständlich wie die Aussage, dass grün gefärbtes haar automatisch besonderen estätischen Schutz benötigt. Mir geht es nciht um spezifische Religionen, wobei ich einige als schädlicher Betrachte als andere. Die wohl, um es mit Dawkins zu halten, "ein gutmütiger Virus" sind.

      Die Frage ist für mich, verdient die Religion einer anderen person Respekt? Und hat damit Religion eine Sonderstellung und sollte sie es haben? Wie ist das im allgemeinen im gegensatz zum persönlichen?

      Ein Denkanstoß dazu.

      zB habe ich kein Problem damit, wenn jemand gläubig ist, auch wenn ich dies absolut nicht gut finde. Dennoch, solange die Person Respekt von mir verdient hat solange Respektiere ich es als Teil der Person. Allerdings gibt es doch einige Gläubige, welche Kritik an Religion als persönlichen Angriff sehen. Dabei ist die Kritik am Konstruk was gänzlich anderes als die Kritik an einer Einzelperson.

      Ich klinge mich später ein, wenn ich was passendes habe zum Antworten.
    • Game8 schrieb:

      Alles andere ist doch egal, soll und darf doch jeder glauben was er will.
      Das ist ein Teil und nein es ist nciht egal.

      Auf der individuellen Ebene kansnt du glauben was du willst. Aber Religion ist mehr als nur Individuell. Alleine die Moralkonstrukte, welche sie mitbringen sind Problematisch. Es gibt Regeln dafür, dass du nbestimmte Dinge tun musst. Und wenn du die nicht tust ist das falsch. Für mich ist das alles Menschen gemacht, daher haben diese Regeln keinerlei fixierte Bindung. Außer am eigenen Weltbild oder moralkonstrukt [die Aufklärung Grüßt] - Glaubt man allerdings daran hat es eine ganz andere Bedeutung. Das sing göttliche Regeln und wie kann ich als Mensch, welcher fehlbar ist, das ganze kritisieren?

      Damit treffen wir auf zwei Probleme und das sind nciht mal alles:

      1) Wir hätten, wenn die Religion ein festes Moralkorset besitzt. Welches viele haben. Eine Skalvensituation. DH wir haben Freien Willen aber der bringt uns nichts, Denn selbst wenn wir Frei handeln werden wir dafür bestraft. Wir haben also nur die Scheinwahl das zu tun, was der/die/das Gott/Götter von uns verlangen. Da sie uns sonst bestrafen können.

      2) Es steckt etwas viel sinisteres dahinter, was ich als absolut schädlich ansehe. Gott oder Götter erklären Dinge und haben sie schon immer erklärt. Das bringt stagnation mit sich. Muss man nurmal zurückschauen, was wir zum Glück überwunden haben. Der Haken ist folgendes. Dieser gebräuchliche "God of the Gaps" schadet. Denn es ist der Ausdruck von Furcht. Die Furcht davor zu sagen "Ich weiß es [noch] nicht." Das dumme ist nur. Mit Gott ist Schicht im Schacht, weil wir diese Entität nicht verstehen können. Da schießt sich noch mehr an und es hat auch mit dem Absolutheitsanspruch eines Gottes zu tun. Es schränkt das Denken ein, weil es das Denken begrenzt. Es verschließt die Möglichkeit des nicht Wissens. Für viele mag das beruhigend sein. Ich finde es störend.

      Also ja, jeder darf glauben was er/sie will. Aber es ist alles andere als Egal.
    • Nacho die Eisenfaust schrieb:

      Das ist ein Teil und nein es ist nciht egal.
      Natürlich ist das egal. Du kannst niemandem vorschreiben was er glauben darf und was nicht. Du kannst deshalb auch niemanden weniger Respektieren weil er an Gott XYZ glaubt, das hat erstmal nichts mit dem Menschen an sich zu tun. Wenn du danach urteilst, wärst du ein meinen Augen ein sehr oberflächlicher Mensch.


      Nacho die Eisenfaust schrieb:

      Es gibt Regeln dafür, dass du nbestimmte Dinge tun musst. Und wenn du die nicht tust ist das falsch. Für mich ist das alles Menschen gemacht, daher haben diese Regeln keinerlei fixierte Bindung.
      Na siehst du, also sind wir wieder beim Punkt: Es ist egal. Wer gewisse Regeln befolgt, wie von mir aus regelmäßig beten, Gottesdienste besuchen, Fasten, etc. der ist doch deshalb kein schlechter oder andersdenkender Mensch was den Rest der Welt betrifft. Das Problem ist immer noch da: Stellst du Religion über Gesetzte, sprich radikalisierst du, dann ist jede Religion Gift. Wer aber einfach nur religiös lebt und mit sich dabei im Reinen ist, der wird wahrscheinlich ein glücklicher Mensch sein. Der eine ist so glücklich, der andere so. Respekt verdienen sie alle, und Verständnis sowieso. Meine Oma schleppt sich mit 92 Jahren 3x wöchentlich in die Kirche, vor jedem Mittagessen gibt es ein kurzes TIschgebet und freitags gibt es Fisch. In deinen Augen ist sie deshalb jetzt eine Art Sklavin oder verdient weniger Respekt? Da ist ja selbst sie weiter, die z. B. mich genau so respektiert und achtet wie ich sie, obwohl sie weiß, dass ich mit der Kirche nicht viel am Hut habe weil mir deren Ansichten Weltfremd vorkommen.
      Viele Grüße,

      Christian
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      Gute Frage.

      Prinzipiell sollte man die Einstellung eines Menschen immer Respektieren.
      du kannst die Frage zB auch auf eine Politische Gesinnung anwenden statt Religion - findest dort aber die gleichen ähnlichen Probleme und Argumentationen.

      Wen also jemand bekennender CDU/SPD/FTP/Grünen wähler ist und man selbst nichtwähler sollten sich beide gegenseitig respektieren.
      Der Nichtwähler möchte ja auch dass seine Einstellung und sein Recht nicht wählen zu gehen akzeptiert wird.

      Atheist sein ist also auch nur eine weitere Glaubensrichtung. Man glaub nämlich an nichts :) Und möchte man so respektiert werden dann sollte man es den Religionen über auch so tun.

      Zurück zur Politik. Hat man also die Einstellung nicht- und SPD/CDU etc wähler zu respektieren - sollte man es dann auch mit NPD Wählern tun?

      Warum tun wir es nicht?
      Weil die Gesellschaft bestimmt was okay ist und was nicht.

      Die Gesellschaft von 1938 in Deutschland hätte es absolut okay gefunden NSDAP...

      Unsere Gesellschaft verachtet ebenso die Heirat von minderjährigen, was in anderen Längern/Gesellschaften okay ist

      Ob mal also Respekt zeigen sollte hängt von verschiedenen Faktoren ab: Eigene Einstellung gegenüber Respekt, Gesellschaft usw.

      Wäre es alles so einfach würde es keine Konflikte auf der Welt geben.
    • Ich zunächst glaube an die Rechtschreibung. :D Manches hier ist fast nicht zu lesen, weil man gar nicht weiß, was gemeint sein könnte ;)

      Natürlich hat eine Religion Respekt verdient, mindestens aber Toleranz also Duldung (tolerieren = erdulden). Dies gilt aber nicht uneingeschränkt.

      Ich finde es genau so bedenklich wenn ein Atheist sein Nichtglauben zu einer Religion stilisiert. Schädlich ist nicht die Religion. In meinen Augen ist es eher der Anspruch auf die alleinige Wahrheit. Und dafür braucht es keine Religion im eigentlichen Sinn. ;)

      Bleibt eine Religion oder ein Gläubiger innerhalb seiner persönlichen Freiheit ohne die Freiheit eines anderen zu beschneiden, hat er in meinen Augen Anspruch auf Respekt seiner Person und also auch seiner Religion, die ein Teil von ihm ist.

      Ich finde das Religiosität oft beinahe mit Dummheit gleich gesetzt wird. Das ist nicht nur schade sondern auch noch falsch. Der Entdecker der Urknalltheorie beispielsweise war Priester. In einer Religion geht es nüchtern betrachtet oftmals vor allem um die Frage: Wie wollen wir zusammen leben. Wie kann das organisiert werden. Es geht um Werte und Moral. Und da kann sich mancher doch noch eine gewaltige Scheibe von abschneiden.

      Ich finde leider schon die Frage sehr merkwürdig. Es fragt ja auch (fast) keiner mehr, ob Homos respektiert werden sollten. Oder Trans. Oder Frauen. Das ist Chauvinismus in Reinkultur. Respekt ist doch wohl die niedrigste Form der Anerkennung. Sind Menschen merkwürdig weil sie glauben?

      So. Das werfe ich erst einmal in den Ring.

      Lieben Gruß
      Vincent
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    • Game8 schrieb:

      Na siehst du, also sind wir wieder beim Punkt: Es ist egal.
      Nein sind wir nicht :) Ich lehne das Konstrukt als ganzes komplett ab. Ich finde es unnötig und störend. Im privaten ist es was anderes, als im öffentlichen. Und genau hier, im öffentlichen, stört es mich massiv.

      Schauerland schrieb:

      Atheist sein ist also auch nur eine weitere Glaubensrichtung.
      Nein, es ist das Gegenteil. Ein Atheist glaubt an nichts Göttliches. Und das war es schon. Es gibt keine Regel oder Moralkonstrukte.

      Schauerland schrieb:

      Zurück zur Politik. Hat man also die Einstellung nicht- und SPD/CDU etc wähler zu respektieren - sollte man es dann auch mit NPD Wählern tun?
      Vergleichtbar ja, aber ein massiver Unterschied. Denn hier ist die Grundprämisse unterschiedlich. Politik ist menschlich, daher wandelbar. Glaube ist göttlich, daher [zumindest sehr oft] absolut wahr. Der vergleich hinkt im Detail massiv.

      VincentLP schrieb:

      In meinen Augen ist es eher der Anspruch auf die alleinige Wahrheit. Und dafür braucht es keine Religion im eigentlichen Sinn.
      Monotheistische Religionen haben diesen aber, jede einzelne. Sie wissen einfach, was zB moralisch Richtig ist. Und damit schließt es folgendes aus: Das die anderen Recht haben. Doof nur, dass sie sich wiedersprechen. Mir geht es explizit um religöses Denken und nicht um ähnliches. Es mag quervergleiche geben im Denken aber der kern ist massiv unterschiedlich. Glaube weiß es, weil es von irgendeinem Gott kommt. Und das ist genau mein Problem mit der ganzen Geschichte.


      VincentLP schrieb:

      ob Homos respektiert werden sollten.
      Laut einem Haufen Religionen eben nicht. Weil das "unnatürlich" ist. Muss man nur nach Amerika rüberschauen oder Russland. Das fundiert im Glauben. Außerdem ist Homosexualität [zumindest bin ich davon mittlerweile büerzeugt] veranlagt. Zu sagen Glaube wäre veranlagt in dem Sinne halte ich für Falsch. Richtig wräe eher zu sagen. Wir neigen zum Glauben, da wir überall Msuter suchen.


      VincentLP schrieb:

      Respekt ist doch wohl die niedrigste Form der Anerkennung. Sind Menschen merkwürdig weil sie glauben?
      Genau das, was cih schon vorgemerkt hatte. Warum wird Glaube denn direkt auf die Person bezogen? Ja ich finde gläubige Menschen merkwürdig, wobei es da abstufungen gibt. Dennoch: Warum beziehst du da direkt auf die Person. Bedeutet das nicht, dass ich die Person angreife sobald ich die Religion angreife?
    • Nacho die Eisenfaust schrieb:

      Nein sind wir nicht Ich lehne das Konstrukt als ganzes komplett ab. Ich finde es unnötig und störend. Im privaten ist es was anderes, als im öffentlichen. Und genau hier, im öffentlichen, stört es mich massiv.
      Welche Nachteile entstehen dir im öffentlichen denn, durch die (=welche?) Religion? Werd doch bitte mal konkret. Gehst du an religiösen Feiertagen aus protest Arbeiten, oder nimmst du die mit? Wie stehst du zur Arbeit an Sonntagen? Wenn du dir Morgens beim Bäcker deine Brötchen kaufst, fühlst du dich unwohl wenn da ein Kreuz, ein Bild von Moses, ein Bild von einem Prohpeten oder einer Gottheit hängt? Bring doch mal was verwertbares, das vermisse ich gerade noch. Du kritisierst allgemein etwas, ohne konkret zu werden - so kann man schlecht diskutieren ;)
      Viele Grüße,

      Christian
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    • Game8 schrieb:

      Du kritisierst allgemein etwas, ohne konkret zu werden - so kann man schlecht diskutieren
      Mir gehts auch mehr um das Allgemeine Konstrukt. Nicht um spezifische. Aber da wären klassiker.

      Kreuz in öffentlichen Schule - Finde ich falsch, da es öffentlich ist und nciht Religionsgebunden. Ich lehne es aber prinzipiell ab, dass Beamte [Lehrer, Bürohengste, Politiker] offen Glaubsensymbole tragen. Das gilt für Kreuze als auch für kopftücher. Hier muss die Regel gelten, alles oder nichts. Und da ist mir ncihts einfach lieber.

      Ich komme aus Norddeutschland, da haben wir eh weniger von den. Weiterhin hängt auch Geschichte an den Tagen oder Traditionen. Der Witz hier ist zB Weihnachten. Ich verbinde damit nichts mit Glauben, ich spiele zwar immer wieder in der Kirche aber nur weil man mich fragt. Das ist ja der Punkt, den ich versuche rüber zu bringen. Das Konstruk stört mich, aber es hindert mich auch nicht anderen eine Freude zu machen. Wenn ich das will. weiterhin der Aspekt, dass es eine Zeit ist wo man seine Famillie trifft. Das ist Traditionsgebunden, zwar aus dem Glauben gekommen aber mittlerweile unwichtig für mich.

      Kopftuch - Wenn du das tragen willst, absolut ok, ist genauso wie die Nonnentracht für mich. Aber dahinter steckt was Sinistres. Die herabwürdigung der Frau, weil Skydaddy das sagt. Das lehne ich ab.

      Glaube als Instrument. Egal von wem. Es wird genutzt um Leuten irgendwas vorzuschreiben oder sie zu lenken. Das ist einfach nicht gut. Seit der Glaube zurückgeht verbessern wir uns auch im moralischen Bereich. Wenn ich dann sowas höre vom Sittenverfall, weil der Glaube fehlt. Wird mir schlecht.

      Ich hole natürlich die extrembeispiele raus, aber die darf man nciht ausklammern. Den die Grundlegenden Denkmuster sind auch sosnt vorhanden. Und auch diese eine Sache, die irgendwie nicht ganz klar wird. Ich greife Glauben an, ja. Aber ich greife nicht die Person an die Glaubt, solang sie das nicht misbraucht oder ähnliches. Dass dennoch die Kritik auf Personen runtergemünzt wird, zeigt mir, dass massiv was falsch ist. Glaube wird irgendweshalb als direkter Teil des Menschen angesehen. Warum? Wenn ich glaube ich wäre Manuel Neuer, man hielte mich für verrückt. Glaube ich aber an Skydaddy wie andere, bin ich nicht verrückt sondern Gläubig - Und Gläubig belegen doch einige immernoch mit was positiven.

      Natürlich gibt es gutes. zB Der Gute Samariter. Eine schönes Geschichte. Aber dennoch nicht mehr als eine Geschichte. Sie als Beispiel dafür zu nehmen, dass wir als Menschen [Zeitgeist der Geschichte beachten] über Grenzen hinweg uns Helfen können, ist wunderschön. Aber wenn das nur gemacht wird, weil Gott, schmälert es die Handlung im Kern. Das Ergebnis mag gleich sein, aber die Intention ist anders. Sie unterliegt nicht der Idee zu helfen, sondern zu helfen, weil Skydaddy das will. Würde ich also nicht Helfen, wenn Skydaddy das wollen würde? Damit wird die Handlung nur zu einem Akt, der nicht aus sich selbst heraus motiviert wird. Und so werden Optionen für andere Dinge geöffnet. Hilf anderen. Tolle aussage, steh ich hinter - aber dann kommen die Aussnahmen. Und die sind das Problem.


      Game8 schrieb:

      Wenn du dir Morgens beim Bäcker deine Brötchen kaufst, fühlst du dich unwohl wenn da ein Kreuz, ein Bild von Moses, ein Bild von einem Prohpeten oder einer Gottheit hängt?
      Ich schaue rauf, finde es unnötig und mehr nicht. Ich bin da um Brötchen zu kaufen und nicht wegen was anderem. Auch wieder so ein Ding :) ich kritisiere es harsch, weil das sein muss, aber des bedeutet nicht das was du damit andeutest.

      TL;DR - Mir geht es um Dinge die sie gemeinsam haben, nicht um Einzelheiten.
    • Nacho die Eisenfaust schrieb:

      Ich schaue rauf, finde es unnötig und mehr nicht. Ich bin da um Brötchen zu kaufen und nicht wegen was anderem.
      Meine Meinung.
      Ich bin auch kein Fan von Religion, habe aber gegen keinen was, der an Gott oder wen auch immer glaubt.
      So lange man mich nicht davon überzeugen will, interessiert es mich nicht, ob die Person an was glaubt oder nicht.

      Ich habe keine Abneigung gegen Menschen die religiös sind, sondern gegen Religion im Allgemeinen.
    • Nacho die Eisenfaust schrieb:

      Glaube als Instrument. Egal von wem. Es wird genutzt um Leuten irgendwas vorzuschreiben oder sie zu lenken. Das ist einfach nicht gut. Seit der Glaube zurückgeht verbessern wir uns auch im moralischen Bereich. Wenn ich dann sowas höre vom Sittenverfall, weil der Glaube fehlt. Wird mir schlecht.
      Nun könnte man aber auch Sinn und Unsinn von Gesetzestexten debattieren. Ist menschgemacht und schreibt dir vor was du zu tun und zu lassen hast ;)

      Und klar sind es Menschen die glauben und der Glaube ist dann nun mal mit ihnen als Person verbunden, weil sie ja vermutlich danach Leben werden. Es beeinflusst sie also persönlich.

      Und es ist eben nicht so, dass jede Religion Homosexualität als unnatürlich deklariert. Auch die Kirche in Deutschland propagiert da mittlerweile was ganz anderes - was mich dazu führt, dass Religionen genau wie Gesellschaften im Wandel sind. Vielleicht ziehen Religionen sehr viel später nach. Das mag man jetzt sehen wie man will.

      Die Fragestellung war ja im Ursprung auch eine andere. Du hast gefragt, ob Religionen Respekt verdienen. Nun stellst du aber das gesamte Existenzrecht von Religionen in Frage.

      Und das nicht aus einem philosophischen Gedanken heraus, sondern weil es dich persönlich stört. Es ist aber nicht möglich (willkommen in der pluralistischen Gesellschaft) auf andere zu schließen. Und da bin ich wieder bei meinem ersten Post. Die Freiheit des Einen endet da, wo die des anderen anfängt. Was du hier schreibst ist in meinen Augen zumindest demokratisch Fragwürdig. Ich bin nicht besonders religiös und dennoch schlackern mir hier und da bei dem, was ich lese die Ohren.

      Religionen müssen sich reformieren. Da gebe ich dir recht. Auch, was die Stellung der Frau an geht. Dennoch triffst du mich mit einem Teil deiner Aussagen auf dem falschen Fuß.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von VincentLP ()

    • Nacho die Eisenfaust schrieb:

      Kopftuch - Wenn du das tragen willst, absolut ok, ist genauso wie die Nonnentracht für mich. Aber dahinter steckt was Sinistres. Die herabwürdigung der Frau, weil Skydaddy das sagt. Das lehne ich ab.
      Ich greife das mal symbolisch auf. Wenn sich jemand aus freiem Willen dazu entscheidet, nehmen wir mal die Nonne, warum lehnst du das ab? Die Frage zielt auf folgendes ab: Woher weißt du, ohne jemanden zu kennen, ob er sich der Religion oder dem "Brauch" freiwillig und aus eigenem Willen unterzieht, oder eben nicht? Deinen Aussagen nach verurteilst du alle gleich, und da kommt dann sowas hier mit Recht auf:


      VincentLP schrieb:

      Respekt ist doch wohl die niedrigste Form der Anerkennung. Sind Menschen merkwürdig weil sie glauben?
      Viele Grüße,

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    • Nacho die Eisenfaust schrieb:

      Schauerland schrieb:

      Atheist sein ist also auch nur eine weitere Glaubensrichtung.
      Nein, es ist das Gegenteil. Ein Atheist glaubt an nichts Göttliches. Und das war es schon. Es gibt keine Regel oder Moralkonstrukte.
      Der Schauerland hat da schon recht. Gerade mit deinen Erklärungen von Wissen bei Religion lässt sich das gut erklären.

      Ein Atheist lehnt alles göttliche ab und verweigert die Möglichkeit das so etwas existieren könnte, obwohl er es nicht weiß. Man glaubt an NICHTS ist eben auch ein Glaube, denn er glaubt das nichts davon existiert (man klingt das verwirrend xD).
      Das wirkliche Gegenteil wäre wohl der Agnostiker, der sagt einfach "ich weiß es nicht, könnte alles möglich sein". Man glaubt weder an nichts noch an etwas.
    • Nacho die Eisenfaust schrieb:

      Die Frage ist für mich, verdient die Religion einer anderen person Respekt?
      Ja.

      Nacho die Eisenfaust schrieb:

      Und hat damit Religion eine Sonderstellung und sollte sie es haben?
      Nein.

      Was respektiert werden muss, ist die freie Entfaltung eines anderen, solange er damit niemanden stört.
      Religion ist ein Teil davon. Nicht mehr, nicht weniger. Einfach Privatsache halt und in Privatsachen darf man nicht reinreden.
      Dementsprechend finde ich auch, dass man statt der Religionsfreiheit ein Recht auf freie Entfaltung im Grundgesetz verankern sollte. Wir brauchen das Recht darauf, wir selbst sein zu dürfen. Und Relgionsfreiheit ist davon dann halt ein Teilbereich.

      Leider gehts aber im Moment in die andere Richtung, es wird immer mehr reglementiert, hauptsache, alle Menschen werden gleich. Das ist traurig.

      Nacho die Eisenfaust schrieb:

      Wie ist das im allgemeinen im gegensatz zum persönlichen?
      Religion ist ein Teil davon.
      MMn sollte sie als Privatsache nicht staatlich reglementiert werden. Ich will sie nicht in Schulen sehen (außer in Ethik als Abspaltung des Geschichtsunterrichts), ich will keine Steuern dafür zahlen und ich will auch nicht, dass sie mir erzählt, ob Schwule heiraten dürfen oder nicht. Und Diskussionen, ob der ach so wichtige Bundespräsident Muslim sein darf oder nicht, will ich auch nicht haben.

      Ich will, dass jeder religiös sein kann, so viel er es halt will, solange er die anderen damit in Ruhe lässt. Das hat er dafür dann auch zu dürfen, da er ein freier Mensch ist und tun und lassen darf, was er will, solange er nicht gegen Gesetze verstößt oder anderen Schaden zufügt.
      You like music? I like pissing.
      ~Corey Taylor
    • 1. Der Mensch muss glauben, Gott hat es ihm eingegeben.
      2. Die Gebote sind dazu da, um uns zu schützen.
      3. es gibt studien darüber, dass in Amerika, seitdem man das Schulgebet weggelassen hat, die Verbrechensrate enorm gestiegen ist.
      4. Wenn der Mensch nicht mehr an Gott glaubt, ist es nicht so, dass er an gar nichts mehr glaubt, sondern so, dass er an alles glaubt.
      5. Wer Gott ehrlich sucht, von dem wird sich Gott auch finden lassen. Bevor man gegen etwas ist, sollte man ehrlich genug sein und es auch überprüfen.
      6. Fragt mal eure Großeltern, damals gab es soviel schlechtes wie heute nicht. Soviele psychisch Kranke etc. Die Zeitungen sind jeden Tag voll mit schlimmen Dingen. Und da will einer behaupten, der Mensch sei besser geworden?
      Das Jahr kennt seinen letzten Tag, der Mensch nicht.
      Martin Luther
    • BlueSky schrieb:

      1. Der Mensch muss glauben, Gott hat es ihm eingegeben.
      Warum glaube ich dann nicht? Bin ich jetzt kein Mensch mehr, weil ich an nichts glaube?

      BlueSky schrieb:

      2. Die Gebote sind dazu da, um uns zu schützen.
      War sicher mal ein Ziel mit den Geboten. Nur blöd, dass sie so gut wie keiner einhält, oder gar kennt.

      BlueSky schrieb:

      3. es gibt studien darüber, dass in Amerika, seitdem man das Schulgebet weggelassen hat, die Verbrechensrate enorm gestiegen ist.
      Dachten sich die Schüler "Also wenn ich in der Schule nicht mehr beten darf, geh ich jetzt einen Supermarkt ausrauben"?

      BlueSky schrieb:

      4. Wenn der Mensch nicht mehr an Gott glaubt, ist es nicht so, dass er an gar nichts mehr glaubt, sondern so, dass er an alles glaubt.
      Also glaubt man dann automatisch ja auch wieder an Gott. Also wenn ich nicht an Gott glaube, glaube ich doch an Gott?

      BlueSky schrieb:

      5. Wer Gott ehrlich sucht, von dem wird sich Gott auch finden lassen. Bevor man gegen etwas ist, sollte man ehrlich genug sein und es auch überprüfen.
      Dann erzähl mir mal wie man das überprüfen soll.

      BlueSky schrieb:

      6. Fragt mal eure Großeltern, damals gab es soviel schlechtes wie heute nicht. Soviele psychisch Kranke etc. Die Zeitungen sind jeden Tag voll mit schlimmen Dingen. Und da will einer behaupten, der Mensch sei besser geworden?
      Wer behauptet das?
      Muss ja ein ziemlich verblendeter Typ sein.
    • Auch du glaubst, woran weiß ich nicht, aber vll an dich selbst?

      Wer nicht an Gott glaubt, glaubt alles mögliche, sei es auch noch so absurd.

      Wo das Licht weg ist, gibt es nur noch Finsternis.

      Wie man das überprüfen kann? Ganz einfach: Gott gibt in der Bibel sehr viele Zusagen, die belastbar sind. Eine davon ist ja, dass wer Gott ehrlich sucht, Gott sich ihm zu erkennen gibt. Also kurz und knapp: Nehmt Gott beim Wort und wenn ihr es ehrlich meint, erfahrt ihr die Wahrheit dieser Zusagen.
      Das Jahr kennt seinen letzten Tag, der Mensch nicht.
      Martin Luther
    • BlueSky schrieb:

      1. Der Mensch muss glauben, Gott hat es ihm eingegeben.
      Jaein, der Mensch braucht gerade in schlechten zeiten etwas, dass ihn nach vorne gucken lässt. Das kann durchaus und legitim eine Religion sein, aber es gibt auch andere Möglichkeiten. Wenn man an einen Gott glaubt, kann es einem in solchen Situationen Kraft geben, so macht es eher Sinn.


      BlueSky schrieb:

      2. Die Gebote sind dazu da, um uns zu schützen.
      Recht weit hergeholt, sie dienen in erster Linie dazu eine Grundordnung einzuhalten, die sich mal jemand überlegt und für sinnvoll befunden hat.


      BlueSky schrieb:

      4. Wenn der Mensch nicht mehr an Gott glaubt, ist es nicht so, dass er an gar nichts mehr glaubt, sondern so, dass er an alles glaubt.
      Das ist Quatsch. Wenn jemand nicht an Gott glaubt, kann er an genug andere Dinge glauben, aber nicht an "alles", alles würde ja auch Gott wieder einschließen.


      BlueSky schrieb:

      5. Wer Gott ehrlich sucht, von dem wird sich Gott auch finden lassen. Bevor man gegen etwas ist, sollte man ehrlich genug sein und es auch überprüfen.
      Du kannst es nicht überprüfen. Du wirst es herausfinden, sofern du so gewillt bist, ob da jemand ist der dich empfängt wenn du nach einem hoffentlich langen und gutem Leben die Augen schließt.


      BlueSky schrieb:

      6. Fragt mal eure Großeltern, damals gab es soviel schlechtes wie heute nicht. Soviele psychisch Kranke etc. Die Zeitungen sind jeden Tag voll mit schlimmen Dingen. Und da will einer behaupten, der Mensch sei besser geworden?
      Die gab es früher auch schon, nur heute sind die Übertragungswege für solche Nachrichten nur noch wenige Sekunden lang, weshalb der Eindruck entsteht es wäre mehr. Dazu kommt, dass noch vor 30 Jahren viele psychische Krankheiten gar nicht bekannt waren. Aus heutiger Sicht und mit dem heutigen wissen waren wir alle schon früher sehr krank. Ich empfehle dazu beide Teile dieser Doku:
      zdf.de/dokumentation/zdfzeit/z…-jahrhunderthaus-100.html
      Dort wird das sehr gut zusammengefasst. Vergleicht man die Welt heute mit früher, so geht es uns heute prächtig. Gegen die meisten Krankheiten haben wir bereits Mittel gefunden, wir wissen viel mehr über den menschlichen Körper etc. - nur leider ist der Wohlstand nicht gleichmäßiger verteilt.
      Viele Grüße,

      Christian
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