[Kaufberatung] Mikrofon für Streaming/LetsPlay

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    Okay, dann erklärt sich das – Hyperniere bedeutet, dass das Mikrofon noch weniger empfindlich für Geräusche ist, die drumherum passieren, sondern fast nur das aufnimmt, was eben von vorne in die Kapsel kommt. Bei Niere ist der Bereich halt ein bisschen offener, also etwas anfälliger für Umgebungsgeräusche, dafür muss man nicht so peinlich genau darauf achten, wohin man spricht. ;)
  • Die Richtcharakteristik beschreibt, wie empfindlich das Mikrofon um im dreidimensionalen Raum um die Kapsel herum aufnimmt. Niere ist für Gesang und Sprache so zu sagen der Standard, wobei vereinfacht gesagt die Vorderseite, welche auf deinen Mund zeigt, am empfindlichsten ist. Empfindlich, im Sinne von "am lautesten". Was sich auf der Hinterseite befindet, ist vergleichsweise einfach dumpfer bzw. leiser.
    Solch eine Nierencharakteristik kann eher breit oder schmal gefechert sein. Hyper- oder Supernieren sind die extremeren Varianten, die einen nach vorne hin stärker eingeengten Aufnahmebreich besitzen.
    Hier das Ganze einmal veranschaulicht:
    esbsolutions.de/cms/wp-content…6/richtcharakteristik.jpg

    Da es auf beiden Seiten jedoch nicht mal technische Dokumentationen gibt (wer hätte es gedacht), würde ich diese Angaben erst mal mit Vorsicht genießen und mich aufs Wesentliche konzentrieren.

    Wenn du meine Meinung bescheidene hören möchtest:
    Beides sind Billigmikrofone. Egal, was irgendwelche vermeintlich seriösen Rezensionen auf Amazon oder Reviewer auf YouTube dir auch weiß machen wollen; in beiden Fällen handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um umgelabelte OEM-Ware. Das ist allein anhand der Gehäuse und des Zubehörs zu erkennen, welche in dieser Preisklasse bei so ziemlich allen Anbietern zu verzeichnen sind.

    Wenn du nicht unnötig viel ausgeben, aber dennoch ein grundsolides Einsteigerpaket haben möchtest, dann nimm einfach das günstigste Gesamtpaket. Zur Zeit kommt dieses wie gesagt von Neewer:
    smile.amazon.de/Neewer-Profess…onaufnahmen/dp/B06XJ2DZ64

    Mehr für den Euro kriegst du erst, wenn du in einschlägige Marken investierst, welche auch im professionellen Recording vertreten sind. Da liegt man dann bei etwa 120 Euro aufwärts.

    Die Optionen zwischen 50-100 Euro sind meist weder Fisch noch Fleisch.
    Wenn die mehr zu bieten hätten, dann würden sie dies auch in Form von technischen Dokumentationen oder zumindest netten Bildchen zur verbauten Elektronik kund tun. Bei Pronomic gibt es jedoch nichtmal eine eigene Homepage. Von daher...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Dr. Strangelove ()

  • @Julien - Also das wäre für mich schon eine große Aufwertung und solange mein Mikrofon-Arm das Ding halten kann, könnte ich es wirklich gut positionieren um genau reinzusprechen. Und ein Popfilter wäre auch schon dabei. Und egal ob ich nun dann irgendwann nacharbeiten müsste... Besser als JETZT würde es eh klingen. :D

    @Dr. Strangelove - Irgendwie habe ich schon befürchtet das es für den Preisbereich maximal umgelabelte Naja-Ware gibt... Die Vielfalt in dem Bereich ist echt schwer zu überschauen. Ich glaube ich werfe ne Münze.

    MfG

    Danke für die Infos.
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Phuindrad ()

  • Ohne frequenzabhängige Messungen (die Richtcharakteristik ist stark frequenzabhängig!) in Form von Polardiagrammen kannst du auf solche Angaben wirklich nichts geben. Und selbst dann verharrt man immernoch in der Theorie.
    Nur weil auf Amazon irgendwo "Hyperniere" steht, heißt das leider noch lange nicht, dass das Mikro weniger empfindlich für Nebengeräusche ist. Solche Eigenschaften haben schließlich nicht nur technisch komplexere Bedingungen, sondern hängen auch stark davon ab, wo und wie du das Mikrofon benutzt. Am entscheidensten ist zum Beispiel der Umstand, wie nah du am Mikrofon dran hängst. Je näher du dich an der Membran befindest, desto lauter wird deine Stimme im Verhältnis zur Umgebung...

    Und wie gesagt, wenn du wirklich sparen willst, dann wäre der vernüftigste Weg der des Neewer.
    Schau dir zum Beispiel das Review von Bandrew auf Podcastage an. Der testet viele Mikrofone unter (fast) gleichen Bedingungen und hat bereits eine Menge Erfahrung mit der Beurteilung günstiger Einsteiger-Mikros.
    Die knapp 40 Euro sind wirklich ein Spottpreis.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Dr. Strangelove ()

  • Nach langer und zum Teil verwirrender Suche nach einem guten Anfangsmikrofon die ich nicht endlos strecken wollte, habe ich mir ein NEEWER NW 7000 XLR Mikrofon geholt für 18 € sowie ein Behringer UMC 202 HD U-Phoria 2x2 USB Interface mit ordentlicher Phantomspeisung für 63 € geholt. Egal wie es wird, es kann nur besser werden als der Ton den ich jetzt habe.

    MfG
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