Fahrenheit / Indigo Prophecy

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    • Fahrenheit / Indigo Prophecy

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      Wer sich jetzt denkt, das Spiel ist eine Anlehnung an den Duft „Fahrenheit“, der irrt sich gewaltig. Fahrenheit ist nur im übertragenden Sinne ein interessanter Duft für die Gamerszene. 2005 brachte Atari dieses Spiel auf dem Markt. Der „Psychological Thriller“ ist auf seine eigene Art und Weise besonders. Die Geschichte spielt in New York im eisigen Winter. Das kleine Diner sieht sehr ruhig und friedlich aus, das ist wohl eher Schein als Sein, denn auf der Herrentoilette passiert ein grausames Szenario. Der Gast Lucas Kane tötet einen Stammgast. Er bewegt sich wie in Trance. Nach dem Mord kommt er wieder zur Besinnung und realisiert sein Vergehen. Er flüchtet. Im gesamten Spielgeschehen wird der Mord aufgeklärt. Natürlich nicht nur aus einer Sicht, was das Storytelling so besonders macht. Man kann mehr als nur eine Person spielen und somit bekommt man einen tieferen Einblick in mehrere Bereiche. Man spielt sowohl den Mörder, Lucas Kane, als auch die ermittelnden Polizisten, Carla Valenti und Tyler Miles. Die Story wird durch diese Art des Erzählens sehr sprunghaft und auch subjektiv. Subjektivität wollte von Quantic Dreams erreicht werden, denn der Spieler kann selbst entscheiden, wie sich die Story weiterentwickelt. Schon die kleinsten Dinge können entscheidend sein, wie zum Beispiel das Wegwischen des Blutes nach dem Verbrechen Bei einem Spiel mit Ermittlungselementen dürfen Dialoge nicht fehlen. Hier hat man mehrere Entscheidungsmöglichkeiten, welche man abarbeiten kann. Die Entscheidungen müssen jedoch schnell gefällt werden, da ein Zeitlimit mitläuft. Wenn man es in diesem Zeitlimit nicht schafft, sich zu entscheiden, wählt das Spiel die Antwort selbst aus, womit auch einige Umstände nicht geklärt werden, da die Fragen bzw die Antworten dann verschwinden. Das macht auch wieder Sinn, da man nicht einfach in einer Konversation das Thema abbricht und eine neue Frage stellen. Dort haben die Entwickler mitgedacht.
      Das Gameplay ist auch allgemein anders als andere Actionspiele, was nicht unbedingt gut heißen soll. Die meisten Interaktionen macht ihr über die Maus außer dem Laufen. Man kann wie im Bild zu sehen immer nur zwischen 4 Aktionen aussuchen. Durch das Drücken der linken Maustaste seid ihr im „Interaktionsmenü“. Um eine Handlung auszuführen, muss man nur noch die Maus richtig bewegen. Leider ist die schwammige Steuerung sehr unvorteilhaft. Neben den Untersuchungen des Mordfalles gibt es auch Actionszenen, welche die Reaktion eines Menschen testet. Auch wenn man etwas verpasst, ist das auch nicht so schlimm, obwohl man nicht genau sagen kann, wann man ein Leben verliert. Das Spiel basiert auf Dialogen und hat deswegen kaum noch andere Steuerungselemente . Laufen, sprechen, untersuchen und Quicktimeevents sind die einzigen Aktionen. Diese Aktionen sind zu dem noch sehr schwammig, weswegen man leichte Frustmomente haben kann. Im Spiel muss man auch den Status aufpassen, d.h. wie der betroffene Charakter sich nach einer bestimmten Handlung fühlt. Wenn man ihn nämlich nicht aufmuntert, bringt er sich um und er wird aus den weiteren Verlauf ausgeschlossen. Da Lucas der Mörder und auch gleichzeitig die Hauptperson ist, endet das Spiel nach seinem Tod.
      Eine wichtige weitere Komponente des Spieles ist die Musik. In diesem Bereich kann Fahrenheit glänzen. Durch die meist dramatische und/oder getragene Musik kommt ein bestimmtes Feeling im Spiel. Man merkt, dass es eine traurige und dramatische Szenerie ist, in der Lucas langsam verzweifelt. Wer sich selbst überzeugen möchte, der klicke hier.
      Was mich zum Teil überzeugt hat, ist die deutsche Version des Spieles. Die Syncronisation war überzeugend. Die Stimmen sind Passend und spiegeln die einzelnen Charakter gut wieder. Das einzige, was ich an der deutschen Version zu meckern habe, ist der Titel. Im Orginal heißt das Spiel „Indigo Prophecy“. Bei dem deutschen Titel „Fahrenheit“ denkt man an den Duft oder an die Temperatur. Mit der Temperatur hat es aber nur indirekt zu tun. Der Orginal Titel ist passender. Die Begründung will ich euch nicht verraten, weil ich euch sonst Spoilern würde.
    • Ich hab gedacht das Spiel heißt im Orginal Fahrenheit und nur in den USA Indigo Prophecy damit man es nicht mit Fahrenheit 9/11 in Verbindung bringt oder so?
      Ich versteh aber auch nicht warum das Game Fahrenheit heißt..der Begriff kommt im Spiel nichtmal vor, und die Temparaturen waren auch in Celsius angegeben. Und Indigo Prophecy klingt außerdem viel cooler 8|

      Ich fand das Spiel sehr cool, die 9€ die ich dafür hingeblättert habe war es auf jeden Fall wert.
      Die Installation kann aber ziemlich frustrierend sein, wenn man die PC Version und das falsche OS hat. (musste ja hier um Hilfe fragen :D)

      Ich fand es sogar von der Story her besser als Heavy Rain
      Nur die quicktime Events waren blöd...
      Am Anfang des Spiels wusste ich nicht was ich zu tun hab und hab alles verbockt, und wenig später war es so einfach und langweilig dass ich keinen mehr verfehlt habe selbst als ich den Schwierigkeitsgrad hochgestellt hab. :huh:
    • Ich finde Heavy Rain um Längen besser. Fahrenheit wurde mir am Ende viel zu abgedreht, Heavy Rain bleibt da sehr viel mehr auf dem Boden und von den Charakteren her ist mir Heavy Rain auch sympathischer. Aber für damalige Verhältnisse war das schon innovativ und cool gemacht mit der Mischung aus Spiel und Film.