Was macht eine Spiele-Serie aus?

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  • Was macht eine Spiele-Serie aus?

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    Was macht eine Spiele-Serie aus? Was kann/darf man an einer Serie verädern, ohne das die Fans meckern "Hey, das ist kein [Spieltitel einfgügen]!"

    Mein erster Gedanke dazu war: eine Spiel-Serie definiert sich seine Charaktere/seine Spielwelt und sein Gameplay. Das war auch die Antwort von Freunden, die ich dazu befrgt habe. Aber kann man das wirklich so pauschal sagen? Nein... Nicht, wenn man sich ansieht, wie sich ein paar Serien in letzter Zeit verändert haben.

    Wenn eine Spiele-Reihe sich durch sein Gameplay definiert...was ist dann zB. mit Resident Evi? Die Serie wurde durch ihren tollen Survival-Horror berühmt. RE hat seinem guten Namen dem Horror zu verdanken.... Und trotzdem hat man das Spiel von einem Teil zum anderen Radikal auf nen Thrid-Person-Shooter umgestellt. RE4 hatte wenigstens stellenweise noch eine gewisse Atmosphäre, aber in Teil 5 fehlt von Horror jede Spur. Und auch der nächste erscheinende Ableger "Operation Raccoon City" wird von Capcom als reiner Team-Shooter beworben. Was ist also noch Resident Evil an Resident Evil?

    Okay, dann definiert sich eine Spiele-Serie halt durch Charaktere und Spielwelt, könnt man jetzt sagen. Aber auch das kann man nicht wirklch sagen. Dafür muss man sich nur Dante im kommenden Devil May Cry 5 ansehen. Und auch mit den Spielwelten ist es wohl nicht ganz so gut bestellt, wenn zB. bei Final Fanttasy schon Onilne-RPGs zur Hauptreihe gezählt werden (FFXI und FFXIV) oder gar nicht mehr auf Kontinuität geachtet wird. (Siehe zB. FF Crisis Core Ending: Cloud zu Zack: "Das werde ich nie vergessen" - aber das er es vergisst ist ein wichtiges Kernelement der FFVII-Storyline. RE5 widerpspricht stellenweise auch den Vorgängern. )

    Tja, was genau macht nun eurer Meinung eine Spiele-Serie aus?
    Mal angenommen Nintendo bringt ein neues Legend of Zelda raus, in dem Link ala God of War oder Devil May Cry sich stylisch durch Gegnerhorden mezelt. Vielleicht noch ein paar Schlauchlevels und pompöse Sequenzen in Bullet-Time/Matrix-Stryle dazu. Würdet ihr sowas noch als ein richtiges Zelda-Spiel ansehen? Wenn nein, warum nicht?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von TheSlayer ()

  • :D interessante Frage, ich sag das gleiche, das du schon genannt hattest.
    Gutes Gameplay, überragende Story/Charakter/etc. ... und natürlich geniale Musik ;)
    Aber eigentlich bezieht sich das eher auf die einzelnen Spiele, was macht eine gute Spieleserie aus? ... hmm, eine gewisse Kontinuität und logische Verknüpfung der Spiele (ja klar, FF ist das beste Antibeispiel ... allerdings sind die FF Teile ja wohl auch eher als getrennte Spiele zu betrachten. Zwar sinds alle Fantasy Spiele und haben auch ähnliche Kampfsysteme und andere Elemente, aber im Ernst ...man will ja nicht 10 Spiele besitzen die alle völlig gleich sind ;) )
    ... Aber man sollte sich bei einer Spielereihe eigentlich, wenn man Vorgänger gespielt hat, bei den neuen Spielen sofort wie zu Hause fühlen :D Das ist bei FF gegeben, bei Anno, bei Gothic ... gibts tausend gute Beispiele, es muss eig nur das Feeling wieder aufkommen, dass man beim Spielen davor hatte, dann hat eine Serie auch einen Charakter. Wodurch der definiert ist kann ja variieren, mal sinds eben Charaktere, mal Story, mal einfach nur das Gameplay.

    Und wenn man sowas umkrempelt, dann fühl ich mich als Fan einer Serie verarscht, ganz ehrlich :D Diese ganzen überflüssigen Neuerungen bspw. in Arcania und diese totale Abweichung von den vorherigen Gothic Teilen, ey, was soll das? Keiner wollte das, wenn wir ein anderes Spiel spielen wollen als Gothic, dann kaufen wir uns auch ein anderes! Das was eben Gothic ausgemacht hatte, hätte auch in Arcania wiederzufinden sein sollen ;)


    Hm ... also irgendwie könnte ich jetzt ewig weiterschreiben, x überflüssige Beispiele geben und so weiter, am Ende sage ich dann, im Grunde kommt es auch darauf an, dass die Spiele auch unabhängig voneinander Spaß machen müssen aber auch zusammen, ich werd mir x mal widersprechen und deswegen lass ichs jetzt :D

    Aber jede Reihe hat einen Kern, der die Reihe fortträgt. Und wenn man den kaputtmacht, dann ist die Reihe tot und trägt einen falschen Namen, ganz einfach ;) So wie bei Arcania ... (und auch bspw. bei den Craig-Bond-Filmen so btw xD)
  • Jede Spieleserie definiert sich durch jeweils andere grundlegende Elemente die verschieden gewichtet sind.
    Aufgrund der gigantischen Anzahl an Spieleserien lässt sich also schwer ausmachen, was eine Serie definiert. Man kann es einfach nicht pauschalisieren.
    Man müsste also jeder Serie einzeln betrachten und suchen wo die immer wiederkehrenden Elemente sind und was sich im Laufe der Zeit geändert hat.

    Jedoch kann man bei jeder Serie, bei jeder guten Serie sagen, dass sie zwei Dinge vereint:
    Tradition und Innovation.

    Ich vergleiche dies immer wieder gerne mit Zelda und Mario, wo viele derer, die keinen Schimmer haben immer anprangern, sie hätten keine Innovation.
    Doch sehen wir es mal so. Super Mario Bros. hat Standards gesetzt, das 2er (Doki Doki Panic) oder Lost Levels haben einen anderen Ansatz versucht, der 3er hat alles größer und besser gemacht und eine Weltkarte eingeführt. World hatte Yoshi und die Star Road und all die genialen Secrets.
    64 zeiget, wie ein Spiel mit 2D Konzept in eine 3D Welt zu implementieren war, Sunshine hatte ein tolles Setting und die Idee mit dem Dreckweg war ne tolle Abwechslung. Galaxy? Hell yeah, muss ich dazu etwas sagen?
    Jedes Main-Mario hatte irgendetwas voran gebracht oder demonstriert und dabei immer seinen Charme behalten. Viele bekannte Charaktere, gameplaytechnische Ähnlichkeiten, Flashbacks und das immer wieder geniale Gameplay was Mario einfach ausmacht. Sicher der Prolog in Galaxy 1 war bombastisch aber was Mario ausmacht ist nicht das Ziel, also die Prinzessin retten, sondern der Weg dahin. Das Erlebnis, einfach das Spiel an sich, dieses ausgeklügelte und perfekte Gameplay. Story? Wayne!?

    Und Zelda? Bei Zelda geht es ums Erkunden einer Welt um das Reisen um die Rätsel in den Dungeons und das Gefühl zu haben, dass all die Personen, die in Hyrule oder sonst wo leben wirklich seit Jahren dort leben würden. Das Adventure-Genre mitgebildet und ständig verbessert und immer neue Innovationen eingeführt besticht Zelda, ebenso wie Mario mit Tradition und Innovation. Tradition durch immer wiederkehrende Elemente, Bosse, Items die einen Gamer direkt heimisch fühlen und Innovationen wie Segeln, Lock On, Verwandlungen, Zeitreisen die jedes Zelda einzigartig machen.

    Zwei schlecht Beispiele hätte ich auch noch:
    Castlevania und Sonic. Während die 2D Castlevania jedes mal genial waren aber seit dem PSone Klassiker mehr Metroidvania wurden waren die meisten 3D Titel einfach meh... Durch diese offenere Welt und der nicht wirklich vorhandenen Action und Möglichkeiten seinen Skill zu zeigen (auch oft der falschen Kamera) waren diese Spiele für die Tonne.
    Sonic macht während der letzten zwei Ära viel durch mit vielen Verschlimmbesserungen die Sonics Speed herausnahmen unnötige Elemente einbauten. Erst Colors und Sonic 4 zeigen endlich wieder, wie ein Sonic zu sein haben muss. Linear, Actionreich und schnell und die Grundkonzepte einfach verbessert.

    Gute Serien leben halt von dem was sie schon Jahre ausmachten mit einem Mix an Innovation ohne das ganze Grundgerüst der Serie aus dem Loder zu bringen.