Burka: Religiöses Zeichen oder Symbol der Unterdrückung?

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  • Burka: Religiöses Zeichen oder Symbol der Unterdrückung?

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    Definition: Burka ist das Kleidungsstück, dass die meisten Islamistischen Frauen als Kopfbedeckung tragen um ihr Gesicht zu verdecken.

    In Frankreich sind sie ja jetzt verboten und auch in Deutschland läuft die Diskussion über dieses Thema.
    Ich persönlich finde ja, dass wir es den Franzosen gleich tun sollten. Warum? Es hat einfach mit der Integration zu tun. Wenn man in einem anderen Land leben will, sollte man sich auch den Lebensstil angewöhnen (Rein aus Höflichkeit).

    Was haltet ihr davon?? (Aber bitte nicht rassistisch werden)
  • Soviel ich weiß bezeichnet der Bund der Moslems (keine Ahnung wie der richtig heißt xD) in Deutschland selbst die Burka als reines traditionelles Relikt, das im Koran keinerlei Verankerung finden würde. Sie wäre somit nur noch ein reines Symbol der Unterdrückung der Frauen durch die Männer.
    Dieser Position stimme ich, auch wenn ich faktisch nichts über den Koran weiß, aus vollster Überzeugung zu.
  • AlucardCanidae schrieb:

    Definition: Burka ist das Kleidungsstück, dass die meisten
    In Frankreich sind sie ja jetzt verboten und auch in Deutschland läuft die Diskussion über dieses Thema.
    Ich persönlich finde ja, dass wir es den Franzosen gleich tun sollten. Warum? Es hat einfach mit der Integration zu tun. Wenn man in einem anderen Land leben will, sollte man sich auch den Lebensstil angewöhnen (Rein aus Höflichkeit).


    Genau derselben Meinung bin ich eigentlich auch.
    Man hat sich in einem (fremden) Land anzupassen & von daher auch auf sowas zu verzichten.
    Ich kann leider nicht genauer sagen warum ich dieser Ansicht bin, aber es ist eine Art der Förmlichkeit, oder wie AlucardCanidae schon sagt, Höflichkeit. Es gehört sich einfach so.
    Wenn ich jemanden besuche nehme ich auch meine Mütze ab.
    Und was anderes machen die doch nicht. Sie sind Gast in diesem Land. Sie sind keine Gastgeber, sondern Gäste.


    Ich bin außerdem der Ansicht dass der Threadtitel ein wenig irreführend ist.
    Es geht hier ja eher darum, ob es erlaubt sein sollte diese "Burka" in Deutschland zu tragen oder nicht. Und warum.
    Und nicht ob das religiös ist oder Unterdrückung darstellt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Ikaruz ()

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    Ein komplettes Verbot macht nach unserem Rechtssystem keinen Sinn, das wäre gegen das Grundrecht. Denn dann dürften es nicht einmal Leute tragen, die es als reines Modeobjekt ansehen. Und eine Regelung a la "Die Burka darf nicht als Symbol zum Ausdruck einer Religion getragen werden." hätte eine Lücke. Man(n) behauptet einfach, dass Frau es nur als Mode trägt und schon kann einem keiner mehr was. Sollen sie die Dinger doch tragen. Haben wir dadurch denn einen Nachteil? Schränkt es uns ein? Denkt ihr, Einwanderer werden integrationswilliger, wenn man ihnen ihren Kopfschmuck verbietet?

    Aber wenn ihr schon so ein Verbot wollt, dann stellt es nicht über den Rechtsweg, sondern über die Psychologie an. Was war der Tod jeder "Andersartigkeit"? Ja, genau: der Mainstream. Wenn wir alle, ob Männer oder Frauen, anfangen, diese Dinger nur zu tragen, "weil sie cool aussehen", geht das denen, die so sehr daran festhalten, irgendwann auf den Sack. :D
    Ich meine, grob gesehen ist es NUR Kleidung. Damit muss man nicht gleich Religion verbinden, wenn man nicht will.

    Das Verbot in Frankreich war auch nur eine Machtdemonstration und keine Notwendigkeit. Oder kann mir jemand Zahlen nennen, die beweisen, dass sich dadurch großartig was zum Positiven verändert hat?
  • Ihr missversteht den Unterschied zwischen Integration und Assimilation.
    Integration ist die Sprache zu beherrschen, mit den Leuten auszukommen, tolerant zu sein usw.
    Assimilation wäre ein komplettes Verbot der Traditionen anderer Völker. Diese müssen wir aber ebenso akzeptieren. Wieso sollten unsere Minderheiten wie die Sorben oder die Friesen mehr Rechte haben, als Einwanderervölker?

    Eine Burka ist übrigens nicht nur die Kopfbedeckung, das wäre nur das Kopftuch. Die Burka ist die KOMPLETTE Verhüllung der Frau. Ich erinnere nur an das Bild von Ahmedinedschad und seiner Frau
    1.bp.blogspot.com/_t6skkwajfvM…dinedschad+frau+nackt.jpg
    Es geht darum, dass bei der Burka auch das Gesicht komplett verdeckt ist. In sehr krassen Fällen ist sogar ein Netz vor den Augen.

    Rein vom Koran her (der in großen teilen mit der Bibel übereinstimmt ;) ) geht es nur um die Bedeckung des Kopfes, bzw des Körpers. Sowohl beim Mann, als auch bei der Frau. Fahrt ml in die muslimischen Regionen (also die arabische Welt+Türkei) und sucht mal Männer die mit kurzer Hose rumlaufen. So viele werdet ihr nicht finden.
    Allerdings gibt es auch viele die meinen der Kopf ist ja schon durch die Haare bedeckt.

    Was auch auffällt: Ausländer in Deutschland sin, was so etwas angeht, meistens viel krasser drauf als ihre Landsleute in den eigenen Ländern. Afghanistan in den 70ern z.B. war extrem westlich und es gibt Bilder von Frauen in Miniröcken. Heutzutage für die Region unvorstellbar.

    Es hat eben alles zwei Seiten.
    Wenn eine Frau sich diesem Zwang freiwillig unterwirft, dann ok.
    Was ich allerdings nicht verstehe: Ich sehe immer öfter Deutsche Frauen auf der Straße die Kopftuch tragen und sich verhüllen, weil sie einen Muslim geheiratet haben.
  • Ikaruz schrieb:

    Sie sind Gast in diesem Land. Sie sind keine Gastgeber, sondern Gäste.


    Totaler Bullshit, sorry für die Wortwahl, aber nur weil eine Frau ein kopftuch trägt, ist sie noch lange kein "Gast" in dieser Region. Man kann auch ein Kopftuch tragen, wenn man hier geboren ist oder hier hingezogen ist. Gast bedeutet, dass die Person irgendwann wieder in ihre Heimat zurückkehrt. Außer Acht gelassen wird dabei, dass auch hier ihre Heimat sein kann.
    Ebenfalls wurde schon treffend gesagt, dass viele hier nicht verstehen, was Integration bedeutet. Es gibt nämlich die Maßgabe der freien Entfaltung der Individualität sowie der Religionsfreiheit. Wenn also eine Person den Islam traditionell ausleben will, ist dass ihr gutes Recht und hat NICHTS mit misslungener Integration zu tun. Wenn die Person nicht die Landessprache spricht, sich abschottet und mit den "Einheimischen" keinerlei Kontakt aufnehmen kann, DANN ist die Integration fehlgeschlagen. Das hat aber nichts mit dem Ausleben der Religion zu tun.
    Hier wirkt das ganze so, als wären manche der Meinung, eine Person sei nur dann integriert, wenn sie sich die Haare blond färbt, blaue Kontaktlinsen einsetzt und die deutsche Sprache besser beherrscht als 90% der Menschen ohne Migrationshintergrund.

    Ich versteh nicht, wie mensch so engstirnig und verblendet sein kann (nicht speziell auf den zitierten bezogen), dass man ernsthaft eine unglaublich große Problematik in Kopftücher und Religionen reininterpretiert. Wenn der Islam nichts mit Integration zu tun hat, müssen die Personen ja wohl der Meinung sein, dass nur das Christentum als Religion in Deutschland zählt. Was aber ist mit Atheisten, asiatischen Religionen oder ähnlichem? Die sind dann auch wieder in ordnung? Es wird also einfach nur der Islam als "Übel" herausgehoben? Super, willkommen im Neofaschismus :)
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  • Mir ist eigentlich egal, wie manche Leute hier in Deutschland rumlaufen, solange sie nicht auf den Straßen rumrennen, andere Leute anpöbeln (so wie es bei uns sehr viele jugendliche Ausländer tun), und sowas halt.
    Die Burka selbst finde ich ziemlich extrem, weil ich finde dass sowas nicht sein muss (kommt vieleicht daher, dass ich unreligiös bin), aber wenn die Leute denken sie müssten das tragen, aus welchen Gründen auch immer... dann ist mir das egal! Liegt ja bei denen wie die sich bekleiden. Und solange sie sich wenigstens in die Umgangsformen Deutschlands integrieren, ist für mich auch beim Thema Integration alles ok. Aber in einem deutschen Café türkisch sprechen, sollte man meiner Meinung nach nicht, weil ich finde dass jeder verstehen sollte was die anderen sagen.

    Und diese Leute, die hier Kopftuch tragen, oder sonstwas, die sind meistens einfach darauf aus, zu zeigen dass sie eine andere Religion vertreten, um einfach zu zeigen: Wir sind da, und wir glauben an etwas!
    Zudem sind die meisten die in Burka rumlaufen, ja eher die strengeren Muslime.

    Also ein Verbot solcher Sachen würde ich ablehnen, aber gegen extreme durchsetzungsversuche (wie z.B. zu einer deutschen Frau zu gehen, und sie anzuschreien weil sie kein Kopftuch trägt) bin ich definitiv.
    Es herrscht in Deutschland ja Meinungs- und Religionsfreiheit, und warum sollten diese Leute das nicht Leben dürfen?
  • Lolli schrieb:


    ...
    Es herrscht in Deutschland ja Meinungs- und Religionsfreiheit, und warum sollten diese Leute das nicht Leben dürfen?


    Das schon. Jedoch gilt in Deutschland auch ein Gesetz, dass die Vermummung des Gesichtes verbietet, solange es keinen Religiösen Ursprung hat. Die Burka an sich, wird im Koran jedoch nie erwähnt. Deshalb ist es genaugenommen sogar strafbar eine zu tragen.
  • Das Vermummungsgesetz bezieht sich nur auf Demonstrationen, das heißt im normalen Leben darf ich mich schon vermummen. Ironischweise müssten Muslima, die für das Recht eine Burka zu tragen demonstrieren würden, die Burka dazu abnehmen ;)

    Ehrlich gesagt finde ich dass Religion sowie Tradition eigentlich Quatsch sind und nur von Leuten befolgt werden die ihren Verstand zu wenig einsetzen. Aber dennoch bin ich gegen ein Verbot. Meiner Meinung nach sollte das Gesetz nicht vorschreiben was man tragen darf und was nicht.
  • AlucardCanidae schrieb:

    [

    Das schon. Jedoch gilt in Deutschland auch ein Gesetz, dass die Vermummung des Gesichtes verbietet, solange es keinen Religiösen Ursprung hat. Die Burka an sich, wird im Koran jedoch nie erwähnt. Deshalb ist es genaugenommen sogar strafbar eine zu tragen.


    Es gibt ja verschiedene Arten von Kopftuch, über Kopftuch und Schleier bis hin zur Burka mit Gitternetz vor den Augen. An einem Kopftuch sehe ich nichts schlimmes, solange die Frauen es freiwillig tragen.

    Rapid schrieb:

    Ich mag das i-wie auch nicht
    Wie soll man sich intigrieren wenn man das Gesicht von jemanden sieht ,das hat auch im Liebes Leben keinen Sinn...


    Weil du Integration mit Assimilation verwechselt und ernsthaft glaubst, dass die Frauen ihren Kopf auch innerhalb einer Wohnung bedecken.
  • Razerlikes schrieb:


    Hallo? Wozu denn eine Diskussion über den mist?

    Im Deutschen Gesetz steht das eine Vermummung des Gesichts verboten ist.

    d.H. das man sein Gesicht nicht verdecken darf also warum die Diskussion?

    Belehrt mich einfach eines besseren wenn ich mich irre


    Ich hab das schon mal geschrieben, das Vermumungsgesetzt betrift nur Demonstrationen. Das hat den Sinn dass man bei Demos wenn alle vermummt sind eventuelle Straftaten nicht mehr einzelnen Personen zuordnen kann. Sonst darf man sich vermummen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Phrankhy ()

  • @TCM Emanzipation und alte Traditionen sind verschiedene Sachen. Es gibt auch Frauen in hohen Berufen und Managerposten die Kopftuch tragen. Schau dich doch z.B. mal in der Türkei um. Wieso sollten sie hier dann ihre Verhaltensweisen ändern?
    Bei der Emanzipation geht es vor allem um die gleichen Rechte. Studieren zu dürfen, wählen zu dürfen, nicht den Mann fragen zu müssen ob man einen Beruf ausüben darf, nicht die ganze Zeit nur hinterm Herd zu stehen etc.
    Ich weiß das klingt heutzutage alles so lapidar, aber das sind die Anfänge der Emanzipation, weil Frauen früher keine Rechte hatte. Dafür haben unsere Vorfahrinnen ihre BH's verbrannt!

    @Razer Aber ein Kopftuch z.B. ist keine Vermummung. :P

    Und noch einmal zur Zusammenfassung:

    Im Koran steht der Kopf muss bedeckt sein, bzw der Körper. Wie und mit was ist Auslegungssache. Es sind nicht nur die fundamentalisten die sich verdecken.

    Integration heißt NICHT Assimilation. Lest euch doch endlich mal die Definitionen der Begriffe durch.
  • Gizmo schrieb:

    Zitat von »Ikaruz«



    Sie sind Gast in diesem Land. Sie sind keine Gastgeber, sondern Gäste.

    Gizmo schrieb:

    Totaler Bullshit, sorry für die Wortwahl, aber nur weil eine Frau ein kopftuch trägt, ist sie noch lange kein "Gast" in dieser Region. Man kann auch ein Kopftuch tragen, wenn man hier geboren ist oder hier hingezogen ist. Gast bedeutet, dass die Person irgendwann wieder in ihre Heimat zurückkehrt. Außer Acht gelassen wird dabei, dass auch hier ihre Heimat sein kann.

    Thanks a million, you made my day! Wenigstens ein Mensch in dieser Diskussion, der diese Problematik erkennt... Ich stimme dir voll und ganz zu!
    Zum Thema:
    Ich bin ebenfalls der Meinung, dass eine Burka ein Unterdrückungssymbol einer krass patriachalen Weltanschauung ist und das widerspricht Art 3 Abs 2 GG
    Inwieweit das was in den Köpfen der Menschen ändert, dieses Symbol zu verbieten, halte ich für fraglich, denn wenn ich mir mein Umfeld so anseh, ist die Gleichstellung von Mann und Frau noch längst nicht abgeschlossen...

    Und zum mehrfach angesprochene Kopftuch: Halte ich ebenfalls für einen ähnlichen Unterdrückungsmechanismus, wenn auch nicht so krass. Dennoch hat es in einem säkularen Staat nichts in staatlichen Einrichtungen zu suchen, ebensowenig wie Kruzifixe, Nonnentrachten und/oder Priester_innen

    Zu guter Letzt zum Thema Vermummung: In Deutschland selbstverständlich erlaubt, ausser auf öffentlichen Versammlungen. Ausnahme: Karnevalsveranstaltungen. Problem bei dem Burka-Verbot in Frankreich ist nur: Das ist eigentlich kein Burka-Verbot, sondern ein allgemeingültiges Vermummungs-Verbot, unter das halt auch die Burka fällt. Vermummung war in Frankreich bis dato nämlich generell nicht verboten, auch nicht auf Demos, was natürlich bei Protesten ein gewisser Schutz für Protestierende und Aufständische war, weil sie nicht so leicht mit Repressionen belegt werden konnten. Das ist jetzt passé und die wenigsten merken das, weil sich alle nur auf den Burka-Aspekt konzentrieren...