Volkszählung aka. Zensus 2011

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  • Volkszählung aka. Zensus 2011

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    Was haltet ihr eigentlich von diesem ominösen Zensus 2011?

    Auf der HP Zensus2011.de wird das ganze lapidar mit einer Inventur von einem beliebigen Unternehmen oder Geschäft verglichen. Angeblich geht es darum, wo wieviele Menschen wohnen und was sie verdienen und son Kram, um Bedarf an Uni-, Schul-, Kindergartenplätzen etc usw usf besser planen und berücksichtigen zu können, ausserdem um Statistiken bzgl des Bruttoinlandprodukts, die von Einwohnerzahlen abhängigen Wahlkreisgrößen usw usf anzupassen.

    Die Frage die ich mir stelle sind:

    Warum wollen die Angaben zu meiner "Weltanschauung"?
    Warum wollen die wissen, warum ich in in der Befragungswoche nicht arbeiten war?
    Wofür brauchen die eine genaue Tätigkeitsbeschreibung meines Jobs?


    and so on...

    Meiner Meinung nach sind für Statistiken relevante Daten, wie zB wieviele Leute wohnen wo, sind wie alt, wann und wie lange wo zur Schule gegangen und Arbeiten seit wann wo und haben wieviele Kinder, alle schon vorhanden. Beim Einwohnermeldeamt, beim Finanzamt, bei der Polizei, beim Oberschulamt etc.
    Dass diese Datenbanken nicht einfach zusammengeworfen werden dürfen, aus datenschutzrechtlichen Gründen hat einen gewissen Sinn.
    Um das zu umgehen einfach ein neues Gesetz zu entwerfen (ja es gibt ein Zensus2011 Gesetz, abgekürzt ZensG2011) find ich ne dreiste Nummer. Jede Auskunftsverweigerung mit Bussgeldern zu belegen ebenfalls.
    WO is eigentlich das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ? Und warum ist das immer noch nicht im GG verankert?
    Und wo ist der empörte Aufschrei in der Bevölkerung? Im Jahr 1987 gab es noch einen breiten Widerstand dagegen, heute scheint das ausser die Piraten-Partei , die Rote Hilfe und einige vereinzelte Gruppen niemanden mehr zu interessieren?
    Ist das auch hier im Forum so?

    Bin mal auf eure Statements gespannt! =)
  • Da liegst du leider etwas daneben mit deiner Vermutung, dass diese Daten schon vorhanden sind.

    Die Daten sind veraltet, weißt du wann die letzte Volkszählung war? In den 80gern.

    Genau deswegen werden neue Daten erhoben und ERGÄNZENDE. Es geht darum, die alten Datenzu verifizieren, neu aufzuarbeiten, zu ergänzen und vor allem zu korrigieren. Diese sind oftmals Grundlage für Reformen und Gesetze.

    Beim Einwohnermeldeamt gibst du zB nicht an als was du arbeitest, welchen Schulabschluss du hast, wo deine Eltern evlt. herkamen (ausland etc.) usw. Diese Daten fehlen oder sind unvollständig.

    Desweiteren werden nur round about 10% der Gesamtbevölkerung in Deutschland interviewt (Aussagepflicht).

    Der Zensus 2011 ist übrigens kein Hirngespinnst der Regierung...die EU verpflichtet uns ihn durchzuführen.

    Es werden keinerlei Daten erhoben bzgl. deines Einkommens, Kontonr. etc.
  • Nur 10% o_O
    Ich dachte echt da werden mehr befragt.
    Aber interessant zu wissen das ich bei den 10% dabei war.^^

    Zumal die Datenerhebung die dort stattfindet dem deutschen Datenschutzgesetz unterliegt, habe ich damit eigentlich keine Probleme gehabt.
    Außerdem wurden von mir zwar personenbezogene jedoch nicht ich würde es mal "private Daten" nennen erhoben (Gehalt, Sexpraktiken, Hobbies, whatever)
    Ich sag mal so, es sind nich erfheblich mehr Fragen als die du beim z.B. Aufüllen eines Gewinnspiels beantworten musst
  • Ja, nur 10%^^

    Wirst halt per mathematisches Auswahlverfahren errechnet.

    Kontodaten,hobbies usw sind ja auch nicht Sinn und Zweck einer Volkszählung^^

    Zu dem ganzen Datenschutzkram, ich wette die Leute, die sich am meisten drüber aufregen, haben Telefonnummer,Emailaddy,Adresse und Name bei Facebook oder ähnliches (auch gewinnspiele) schon angegeben . Ich weiß nicht, warum sich soviele dadrüber aufregen.
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    Ich war einer der Glücklichen...

    Hatte auch erst große Bedenken, aber die Fragen waren nicht sehr spezifisch.
    Es ging wirklich nur um Migrationshintergrund, Schulabschluss und Ausbildung/Beruf.

    Je nachdem welche Antwort zutrifft überspringt man auch gerne mal 10-20 Fragen und die Informationen werden nur allgemein aufgeschrieben.
    Selbst wenn jemand die Daten in die Finger bekommt, viel kann er damit nicht anstellen.

    Also keine Angst wenn der Zensus-Brief im Kasten liegt, es sind doch nicht die Dämonen für die wir sie gehalten haben :D

    mfg
    Dimortii
  • Ich war von Anfang an bereit, diese paar Daten dem Staat offenzulegen. Meiner Meinung nach ist der Staat der einzige, der vieles über mich wissen darf (Name, Vorname, Adresse, Telefonnummer, Bild, Bildung, Beschäftigung usw.). Ich nehme meine Privatsphäre an sich sehr ernst, doch wenn man bedenkt, dass der Staat so oder so fast alles über einen herausfinden könnte, wenn er es denn nur wollte... Desweiteren gehe ich davon aus, dass der Staat sehr vertraulich mit den Daten umgeht, was man im Internet oder bei Gewinnspielen nicht sagen kann.
  • Lustigerweise war das Studentenwohnheim in dem ich derzeit noch wohne auch ausgewählt.
    Das find ich zwar ein wenig seltsam da ich dadurch rein technisch 2 mal in der Zählung auftauchen müsste da meine Eltern, bei denen ich noch immer meinen Hauptwohnsitz gemeldet hab, auch am drannsten waren.
    Für mich war die Befragung sher kurz aber ich glaube einige Angaben wurden da schon frei Haus von der Wohnhaus Tante geliefert ö.ö
    Weil so Sachen wie Miete und co wollte die Frau nicht mehr wissen.
    Aber es kamen auch keine, ich nenns ma Personenbezogenen fragen wie zu Religion (sowas gabs ja so wie ich hörte auch).
  • Ihr solltet euch aber for Fakern in Acht nehmen.

    Wenn jemand zueuch kommt und befragen will:

    -ihr müsst ne ankündigung im briefkasten haben (braunerbriefumschlag mit stempelaufdruck der einzugsbehörde, Anschreiben, Terminankündigung+name+Telefonnummer des Erhebungsbeauftragten und ein Flyer über den Zensus 20011)

    - bei Ankunft: Erhebungsbeauftragenausweis zeigen lassen+ Personalausweis/Reispass, der ist nur in Verbindung mit eben diesem gültig

    -Ihr müsst gesagt bekommen, dass ihr den auch per Onlineformular oder Post machen könnt. Bei Post, bekommt ihr den Umschlag gestellt, aber Porto müsst ihr selber tragen, der Unterschied besteht nur darin, dass der Erhebungsbeauftragter für sekbstausgefüllten Fragebogen mehr geld bekommt( Aufwandsentschädigung)


    zum Poster über mir:

    -Fragen zur Miethöhe etc. werden NICHT gestellt
    -Ob Hauptwohnsitz oder nicht, du wirst befragt. Deine Eltern werden gefragt wo du denn bist, die müssen Auskunft geben das du einen Nebenbwohnsitz hast, somit fällst du aus deren Befragung raus, solltest du (wie in deinem Falle) selber ausgewählt worden sein.
    - der Typ hätte dich fragen müssen, ob das dein Hauptwohnsitz ist oder nicht

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MyTHoX ()