Der Abgrund

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  • Literarische Diskussion "über Gott und die Welt", daher freigegeben.


    Auch aus Zarathustras Vorrede
    ""Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch - ein Seil über einem Abgrunde." - Zarathustras Vorrede (4)

    Es wird der Tag kommen, an dem das Gute über das Böse siegt, das Böse ist der Abgrund. Noch haben wir Zeit, uns für den richtigen Weg zu entscheiden und zu überleben. Sonst werden wir fallen. Meine Interpretation dazu
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    So viele ernste Themen um die Uhrzeit? Nun ja, warum nicht.

    Ich sehe es wie Sento. Es ist die Zeit. Wir werden sie niemals aufhalten können und sind oft unglücklich wegen ihr.
    Allerdings ist Unglück von den Menschen selbst herbeigerufen. Alles, was man doch so sehr hasst, macht man eig. freiwillig.

    Beispiel, weils komisch klingt:
    Viele hassen es zu Arbeiten und sind deswegen Unglücklich, allerdings müssten sie nicht arbeiten, natürlich müssten sie dann mit den Konsequenzen (weniger Geld) leben müssen, aber theoretisch müssten sie nicht arbeiten.

    Der Mensch bestimmt sein Unglück selbst.

    Huch, bin etwas vom Thema abgewichen.

    Bin Seto's Meinung..
    mfg Tammy
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  • Eine RICHTIGE Antwort wird es wohl nur in dem Sinne geben, des Autors Sinn zu "treffen".
    Da es aber keine eindeutig richtige Antwort darauf geben kann, folgende, MEINE Meinung dazu:

    Der Mensch ist also ein Mittelding aus Tier und Uebermensch und bildet also den Übergang, die Evolution dahin..
    Da sicht die Frage auf den Abgrund bezieht, dazu folgendes:

    Ich denke der Abgrund ist der unausweichlische Weg den der Mensch zurücklegen wird.
    Wir haben keine andere Wahl.
    Der Mensch ist zwar intiligent genug um all' das erstaunliche Wissen zu haben das wir haben, allerdings ist er wiederum zu dumm dafür, damit vernünftig (Im Sinne der Vernunft nach Immanuel Kant) umzugehen. Ergo: Das Seil symbolisiert den (Selbst)Mord der Spezies.

    Nun, ich bin sehr müde und es ist spät, vielleicht sollte ich lieber ausgeschlafen und "darüber nachgedacht'" auf diese Frage antworten allerdings fand ich es sehr spannend und wollte ein ersten Kommentar dazu abgeben, gut möglich das ich ihn morgen, ausgeschlafen, wiederrufe und mir erstmal Gedanken dazu mache :D

    Gute Nacht! :D
  • Ich sehe das etwas anders.
    Ich habe diesen Satz jetzt zum ersten Mal gelesen, aber ich stelle mir das folgendermaßen vor:

    Das Seil, also der Mensch spannt sich vom Tier zum Übermenschen. Wobei hier das Seil zwei verschiedene Zustände haben kann (da zwei verschiedene Versionen des Satzes vorliegen nicht eindeutig): Erschlafft oder gespannt. Wäre es erschlafft, was ich nicht glaube, hieße das für mich, dass der Mensch die Brücke zwischen Tier und Übermensch bildet und dadurch einen recht harmonischen Zustand erreicht hat.
    Aber wie gesagt: Das bezweifle ich. Wenn das Seil nun aber gespannt ist, hieße das, dass der Mensch sich in einem angespannten Zustand zwischen diesen zwei Extremen befindet. Und hier kommt der Abgrund ins Spiel: Wenn nun der Mensch nicht eines der Ufer erreicht sondern sich weiter zwischen beiden Seiten nicht entscheiden kann und "zerreisst", fällt er hinab (Sinnbild klappt hier nicht hundertprozentig aber in etwa).
    ABER andererseits darf sich das Seil "Mensch" auch nicht von beiden Enden lösen, da es dann hilflos hinabsegelt, genauso ist es auch sehr gefährlich eines der Enden aufzugeben. Man sieht hier also, dass der Mensch an sich ein Balanceakt ist. Stets in der Gefahr hinabzustürzen.

    Wenn man sich jetzt die Menschheit ansieht, dann stellt man doch fest, dass eine Bewegung stattfindet: Es gibt immer mehr Fortschritt -> Bewegung zum Übermenschen. Wenn man nun aber Zeitung liest und/oder einige Nachrichten sieht fällt doch auch der immer noch starke Trieb des Menschen auf, der tierische Instinkt, der noch da ist und nicht nachgibt (bricht sich in mehreren Beispielen Bahn, die man hier nicht breittreten muss).

    Nun also mache ich aus dieser Grundsituation Aussagen bezüglich dem Abgrund:
    1. Er ist das, was den Menschen bevorsteht, wenn sie nicht entweder den tierischen oder den übermenschlichen Zustand erreichen.
    2. Wenn der Mensch diesen Abgrund hinabstürzt wars das für ihn. Aus und vorbei.
    Das heißt der Abgrund ist das Ende der Menschheit. So oder so.

    Die Lösung?
    Ansätze wären mehrere da:
    1. Sehr schnell in den Zustand eines Tieres zurückfallen (keine technischen Errungenschaften etc mehr -> keine Zerstörung)
    2. Sehr schnell zu einem Übermenschen werden, der keine Fehler macht, alles kann und alles so schafft, dass Friede, Freude usw herrschen.
    3. Den Balanceakt fortsetzen (was an sich keine Lösung ist, wird aber mangels echter Alternative von den Menschen so gehandhabt - an dieser Stelle verweise ich auf die ersten beiden Varianten, die wegen losknüpfen des Seils an einem Ende schwierig wären)

    Das fällt mir so auf den ersten Blick dazu ein. Erschien mir sinnvoll. So sehe ich diesen Satz zumindest.
  • Es war Spät, der Abgrund ist nicht die Zeit.

    Das Seil ist die Möglichkeit zur Entwicklung in drei mögliche Richtungen. Der Fortschritt, der Rückschritt, und der Tod.

    Je länger wir Straucheln, uns nicht in eine bestimmte Richtung entwickeln, desto unsicherer wird das Seil, und uns droht der Fall in den Abgrund. Der Abgrund ist übrigens nicht generell der Tod.. es ist die Dunkelheit, das ungewisse. Wir gehen davon aus das es das Ende ist, weil wir Menschen sind und generell angst vor Dingen haben die wir nicht sehen.

    Wenn die Zeit eine Rolle spielt, dann in einem größeren Maßstab, möglicher weise die Bäume an dem das Seil festgemacht ist. Wenn wir zu lange brauchen uns zu entscheiden, und den weg zu gehen, werden wir in den Abgrund fallen und uns erst einmal damit auseinander setzen müssen.

    Was ich sagen will ist.. du hast recht und ich bin ein Idiot... :D

    Edit: Mit jedem Satz den ich schreibe produziere ich mehr Abfall..

    Das Ding ist halt, wenn die Menschheit ein Seil ist das über einen Abgrund gespannt ist.. dann sind wir beides. Wir entwickeln uns nicht. Wir sind beides Übermensch und Tier. Und wenn wir es nicht schaffen das Seil an der richtigen Seite Zu kappen wird... im ernst ich bin zu blöd für den Mist.. ich bin raus.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SentoX ()

  • Ich seh' das ein wenig psychologischer. Wäre ja im Traum nicht auf die Zeit gekommen.
    Der Abgrund ist der Absturz. Wir müssen balancieren auf dem Seil zwischen Instinkt und Verstand, zwischen Tier und Übermensch.
    Einerseits dürfen/sollten wir nie auf einer Seite ankommen, denn ein Extrem auszuleben, hat noch niemandem gutgetan. Andererseits tragen wir beide Seiten bereits in uns, also müssen wir auf jeden Fall auf dem Seil bleiben, da wir uns sonst selbst verleugnen.
    Der Abgrund ist Die Verleugnung und letztendliche Selbstzerstörung. Wenn wir BEIDE Seiten unseres Ich's nicht akzeptieren und/oder verstehen können, sind wir verloren.