Unsere Gesellschaft

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  • Unsere Gesellschaft

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    Hallo liebe LPer.

    Ich möchte mir diesem Thread zu folgender Diskussion anregen: Wie findet ihr unsere Gesellschaft? Ist sie gut, so wie sie ist, oder stechen zu viele Kritikpunkte hervor.

    Meiner Meinung nach, sollte man vieles an unserer Gesellschaft ändern. Ich finde sie nicht gut, so wie sie ist. Bestimmt habt ihr alle schon den Begriff Wegschaugesellschaft gehört. Auch in unserer Gesellschaft wird überwiegend weggesehen. Tugenden und Courage werden zu Fremdbegriffen und unbekannt. Vollbringt jemand eine gute Tat, wird auf alle Fälle davon berichtet, vielleicht wird ja so viel darüber berichtet, um mal zu zeigen, dass man es gleichtun sollte.

    Was mich aber extrem stört, ist, dass es immer Leute gibt, die einem dem eigenen Willen aufdrängen wollen. Immer wieder erlebe ich es, dass Leute mit meinen persönlichen Entscheidungen nicht zufrieden sind und mich zu ihrem Vorteil manipulieren wollen. Auch sehe ich das bei den Wahlen, welche wir in der Schule abgeben mussten, da heißt es doch überall: "Ey, biste blöd, wie kannste denn das wählen, wähl doch lieber das, was ich hab, das ist viel cooler". Ich meine, es ist ja kein Ding, seine Meinung zu äußern, aber diese einem anderen aufzudrängen finde ich schlichtweg asozial. Und solche Dinge scheinen immer häufiger aufzutreten. Man kann einem Menschen nicht mehr sein eigenes Leben lassen und ihn seine eigenen Entscheidungen treffen lassen. Nein, es muss sich immer alles nach einem selbst richten.

    Dies sind nur 2 von vielen Aspekten, über die man diskutieren kann und sollte. Auch wenn ich erst 15 bin, fallen mir solche Sachen halt zunehmend auf und ich würd gerne mal hören, wie ihr dazu steht.

    PS: Falls dies der falsche Bereich sein sollte, dann entschuldige ich mich dafür. Ich für meinen Teil sehe aber durchaus Diskussionsansätze in diesem Thema.

    MfG
    Manuel
  • Das mit dem eigenem Willen aufdrängen ist ja kein Problem der heutigen Gesellschaft, sondern schon seit Generationen existent.

    Was ich heutzutage eher als Problem sehe ist der Materialismus.
    Jeder muss das beste/teuerste/schönste haben.

    Ich finde aber nicht das man was ändern sollte, vorallem denke ich das man nichts mehr ändern kann.
    ~just my 2 cent
  • Ändern kann man die Gesellschaft auf jeden Fall und genau das passiert auch ständig. In 10 Jahren wird unsere Gesellschaft anders aussehen, als sie es heute tut, genauso wie sie heute anders aussieht als vor 10 Jahren. Mich stören auch einige Sachen in der Gesellschaft, wie man sie so schön nennt, aber auf der anderen Seite bin ich auch sehr dankbar über Dinge, die wir haben, denn das sollte man auf jeden Fall auch betrachten.

    Außerdem sollte so viel gesagt sein: Wenn ihr mit der Gesellschaft nicht zufrieden seid, dann tut etwas dagegen. Ihr seid nicht so machtlos wie ihr glaubt, dass ihr es seid. Sämtliche Politiker oder Leute in Führungspositionen sind genauso Menschen wie du und ich es auch sind. Menschen mit Macht und Verbindungen, das ist klar, aber die Macht haben sie (zumindest in fast allen Fällen) nicht von Geburt an gehabt und die Verbindungen kann sich jeder selbst erarbeiten.


    EDIT:
    Wenn man Minderjährig ist, stehen einem selbtverständlich nur wenige Wege offen, wirklich etwas zu bewegen, aber das kommt dann, wenn man das 18. Lebensjahr erreicht, keine Sorge. Und wenn man das erstmal erreicht hat und ein wenig guckt, sieht man, dass es so viele Wege gibt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SuperFaex ()

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    Ich finde unsere Gesellschaft auch nicht gerade schön, aber die wird man erst in einem langen Prozess ändern können (und dank der Amerikanisierung/Globalisierung vielleicht gar nicht).

    Habe auch gerade viele Probleme mit meinen Mitschülern, aber nur, weil ich nicht über andere lästere. Kann sein, dass ich hier und da mal was Schlechtes über einen Menschen sage, aber ich versuche stets sachlich zu bleiben und will vor allem Belege für meine Beleidigungen haben (sinnloses Geflame ist einfach nur erbärmlich aus meiner Sicht). Viele der anderen aber ziehen Vorteile daraus, dass sie (unter anderem auch mich) und andere fertig machen und das kotzt mich an. Ich kann nicht verstehen, wie wir in einer Gesellschaft leben können, in der Rufmord sogar gefördert und gewünscht wird, denn was in der Schule anfängt, wird oftmals ins spätere Leben integriert.

    Was mich auch stark nervt ist die Tatsache, dass (zumindest in meinem Umfeld) niemand Mut zum Reden hat. Über andere reden ist O.K., aber wenn es ums vernünftige Diskutieren geht, dann ist das natürlich nicht in Ordnung (Ironie).
    Es ist mitunter fassungslos, wie schnell sich bei manchen das Gehirn verabschiedet, nur um mal für ein paar Minuten im Rampenlicht zu stehen auf Kosten von anderen. Und hinterher auch noch mundtot werden, sobald es um das Lösen des Problems geht...
  • Tja lieber Threadersteller. Ich hoffe, dass Du damit kein Fass aufmachst.

    Viele werden deinen Text als "richtig" bezeichnen und sagen "Genau solche Leute mag ich auch nicht", wobei sie im echten Leben genauso handeln.

    Wie man gesellschaftsfähig lebt darüber gibt es genug Handbücher, Ratschläge und und und. Jeder weiß eigentlich wie er sich zu verhalten hat. Predigt das auch immer wieder "Du musst tolerant sein.", "Greif ein wenn Du etwas ungerechtes siehst" und der ganze Moralapostelscheiß.

    Man kann sich schnell auf ein Podest stellen und runterbeten.

    Probleme gibt es zuhauf. Gerade die eigene Meinung. Man kann niemals alle unter einen Hut bringen, es gibt immer einen der anderer Meinung ist. Stichwort: Toleranz. Natürlich ist es nicht okay wenn ein anderer eine eigene Meinung hat, nein sie MUSS falsch sein. Dann beginnt diese Manipulation mit sinnlosen Argumenten aus einem 0815 "Psychologie für Dummies" Schmöker. Es sei denn jemand berühmtes oder beliebtes spricht deine Gedanken aus dann ist es etwas völlig anderes. Das ist ganz wichtig zu merken.

    Je beliebter ein Mensch ist desto mehr Gewicht fließt in die Meinung. Großes Manko in der Gesllschaft mMn.

    Anderes Problem. Der Nachruf. Ganz einfach. Machst Du etwas Böses bist Du für alle Zeit verhasst egal wieviel Gutes Du vorher getan hast.

    Augenblick das macht tierisch Spaß. Jemanden haben, der als Unschuldsengel galt und jetzt ist Knast sitzt... Los zerreißen wir uns das Maul über ihn, er ist bestimmt auch ein Mörder und Kinderschänder da bin ich mir sicher. Da kann man prima von seiner eigenen Boßhaftigkeit auf andere ablenken und selbst als gute Miene darstehen.

    Erlebtes Beispiel: Ich bin eines Nachts zwischen zwei Betrunkene gegangen, die einen Mann, der auf dem Boden lag, vermöbelt haben. Habe diese beiden Typen noch auf ein Bier in die nächste Kneipe genommen und zwischenzeitlich die Männer in blau gerufen. Leider sind sie vorher weggerannt. Darüber, dass der Mann einen dreifach gebrochenen Schädel hatte hätte tot sein können, wenn keiner eingegriffen hätte stand nichts in der Zeitung. Stattdessen stand da, dass ein Mann (ich) noch nachträglich ein Bier mit den Tätern getrunken hat und den Verletzten hat liegen lassen. Vor Gericht darf man sich anhören, wie man zu sowas fähig ist und zack wurde aus einem Wunsch etwas Gutes zu tun und Zivilcourage zu zeigen eine ganz böse Nummer.

    Ich werde jedoch in Zukunft immer wieder eingreifen, wenn ich sowas sehe. Scheiß auf den Ruf da kann es um Menschenleben gehen. Egal was die Zeitung schreibt. Finde es nur schade, dass es so kommen kann.

    Ich persönlich habe für die Gesellschaft nichts mehr übrig. Ich bezahle einfach nur brav meine Steuern und gehe arbeiten damit ich über die Runden komme. Ich muss mich auf keiner Dinnerparty sehen lassen oder öffentlich Arbeit vollrichten um meinen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Es reicht, wenn ich als unbescholtener Bürger mein Dasein friste und ruhig, unauffällig lebe. Ich weiß mich durchaus glücklich zu machen mit einfachen Dingen ohne eine Meute hintermir zu haben, die mir predigt, wie ich leben soll.

    Das sind die Erfahrungen die ich mit der Gesellschaft gemacht habe. Einige haben andere Erfahrungen und werden mir widersprechen aber wenn es Menschen gibt, die sich in dieser Gesellschaft wohlfühlen dann gönne ich ihnen das. Ich fühle mich in diesen Kreisen nicht wohl, habe dafür meine eigene kleine Gesellschaft namens Freundeskreis die auf sowas scheißen und auch noch für einen da sind wenn er im Knast sitzt.

    MfG.
  • der Threadersteller sagte, das man immer die Meinungen der andern befolgen muss und deswegen keine eigene Meinung vertreten darf.
    Nur wo nimmst du deine eigene Meinung und deine Entscheidungen her, wenn du sie nicht von anderen erfährst ?
    Unsere Kultur ist in soweit frei, das wir die Meinungen anderer anhören können und sollten, um unsere eigene Meinung bilden zu können.
    Und erst dann sollte man lernen die Meinung anderer zu ignorieren, denn erst dann hat man sich doch eine eigene Meinung gebildet auf die man bauen kann.
    Ohne die Meinung anderer ist das gar nicht möglich, denn diese haben den Grundstein gelegt, für Wissenschaft, Kunst, Mathematik, Politik, eben fast alles und das nennt man dann Lernen
    Jedoch gibt es immer wieder störende Elemente wie Politiker und Wirtschaft und Freunde, die gezielt versuchen (und oft auch schaffen) die Meinung der Leute zu beeinflussen, da beginnt dann der Prozesses des ausfilterns (welche Meinung stimmt wirklich ? je mehr man erfährt um so dichter wird das Dickicht des Wissens, also braucht man eine unabhängige neutrale Basis auf die man aufbauen kann zB das Internet)
    Politik und Wirtschaft haben das Internet verschlafen und versuchen jetzt alles zu Retten was geht, das merkt man leider immer wieder (von Leyen und Internet-Stoppschild, Gema usw)
    Das Weltbild wird sich noch rasanter ändern, wenn der Nachwuchs gelernt hat, das Internet so auszunutzen, das es weiterhin komplett frei bleibt und alle Informationen komplett erreichbar bleiben.
    Denn dann müssen die Störenden Elemente wieder zurück zu den Wurzeln, da wo sie schon immer hingehört haben, nämlich als Volksvertreter und Händler (zumindest in unserer Gesellschaft)
    Wenn man jung ist, dann hat man nur wenige Meinungen gehört, deswegen ist man so oft so unsicher und weiß nicht wem oder was was man glauben soll, wenn man älter wird hört und liest man mehr Meinungen und irgendwann ist man so gefestigt, das es sogar schwer wird, seine Meinung wieder zu ändern (selbst wenn sie falsch ist, und man es weiß).

    Und das ist meine Meinung die ich euch jetzt aufzwinge :P

    mfg Maestrocool

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von maestrocool ()

  • Was ist überhaupt eine Meinung? Wie entsteht die Meinung?

    Die meisten Leute bekommen ihre Meinung gemacht, weil sie sich an irgendeiner Fraktion festmachen. Der neue Begriff "Meinungsmache" wird hier sehr gern und häufig verwendet. Im Prinzip findet Meinungsmache immer und überall statt. Sogar in den paar Worten, die ich gerade schreibe. Eigentlich ist man, meiner Meinung (da haben wir dieses schöne Wort schon wieder) nach, nur selten in der Lage sich eine völlig eigene Meinung zu bilden. Oft orientieren wir uns nur an den Aussagen und Denken von anderen Leuten, die uns sympathisch und deren Meinungen und als richtig erscheinen. Das beginnt schon mit der Herkunft der Informationen, die man zu einer späteren Meinung verarbeitet. Je nach Ansicht und Informationsdarstellung wird die "eigene" Meinung schon beeinflusst.

    Das man an der Gesellschaft etwas ändern müsste liegt wohl auf der Hand, das Thema ist ja auch nicht gerade neu. Nur was will man ändern? Willst du nun allen Menschen deinen Willen aufdrängen? Das ist nämlich das Kernproblem in diesem Thema. Wie verändert/bessert man die Welt und schafft das Kunststück es allen Recht zu machen?

    Als erste Antwort geht einem nun der Standard-Satz "Man kann es nicht allen Recht machen" durch den Kopf. Aber wird es damit nicht immer wieder jemanden geben, der mit der "Gesellschaft" nicht zufrieden ist?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Hijuga ()

  • Ohne jetzt die anderen Beiträge gelesen zu haben:

    Ich finde unsere derzeitige Gesellschaft ziemlich verkümmert. Es fängt mit relativ banalen Sachen an, dass wenigen noch ihre Nachbarn kennen und geht weiter mit etwas, wie über die "angeblich" besten Freunde zu lästern.

    Auch ist die Egoschiene derzeit wohl sehr angesagt. So fand ich die Raucherregelung doch ziemlich seltsam. So wurde seither immer in Kneipen geraucht. Es war allgemein bekannt und geduldet. Dann kommt n Gesetz und will das verbieten. Wenn man Nichtraucher ist, dann sollte man sich halt überlegen, ob man in eine Kneipe will. Auch habe ich schon eine Diskussion geführt, weswegen manche ein komplettes Verbot vom Rauchen wollen. Dort wurden so Argumente angeführt wie: "Weil es schädlich ist". Ich selber rauche Zigarre und Shisha und weiß um die Gefahren und Schädigungen. Sicherlich zwinge ich auch keinen Nichtraucher dazu sich neben mich zu setzen, während ich rauche. Jetzt wüsste ich gern, wem ich damit schade, außer mir selbst.

    Ebenso verstehe ich nicht, warum der Mensch Macht über die ganze Welt haben will. Warum wird Krieg geführt? Um zu beweisen, wer toller ist? Unsere Gesellschaft ist mMn wie ein Kindergarten, in dem jeder nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, auch wenn es die Rechte anderer einschränkt. Ebenso verhält es sich in der Politik, die teilweise nicht für, sondern sogar gegen das Volk arbeitet. Wenn ich derzeit wählen müsste, wüsste ich nichtmal wen ich wählen sollte, da immer das selbe rauskommt. Es würde niemand für das eintreten, wofür ich bin.
  • Hijuga schrieb:

    Die meisten Leute bekommen ihre Meinung gemacht, weil sie sich an irgendeiner Fraktion festmachen. Der neue Begriff "Meinungsmache" wird hier sehr gern und häufig verwendet. Im Prinzip findet Meinungsmache immer und überall statt. Sogar in den paar Worten, die ich gerade schreibe. Eigentlich ist man, meiner Meinung (da haben wir dieses schöne Wort schon wieder) nach, nur selten in der Lage sich eine völlig eigene Meinung zu bilden. Oft orientieren wir uns nur an den Aussagen und Denken von anderen Leuten, die uns sympathisch und deren Meinungen und als richtig erscheinen. Das beginnt schon mit der Herkunft der Informationen, die man zu einer späteren Meinung verarbeitet. Je nach Ansicht und Informationsdarstellung wird die "eigene" Meinung schon beeinflusst.
    Hierbei sei auch zu beachten, dass viele denken "Ich mache meine Meinung aber gar nicht an anderen fest", da sie gegen deren Meinung sind. Genau das ist aber in den meisten Fällen ein festmachen an der Meinung anderer. Man stimmt ihnen zwar nicht zu, definiert sich aber dennoch über das, was andere sagen, nur ist man halt einfach dagegen ohne sich differenziert Gedanken zu machen.

    Blacki schrieb:

    Ebenso verstehe ich nicht, warum der Mensch Macht über die ganze Welt haben will. Warum wird Krieg geführt? Um zu beweisen, wer toller ist?
    Es gibt so viele unzählige Gründe dafür, dass Kriege gestartet werden. Man reagiert auf eine Bedrohung, man will das überleben seines Volkes sichern, man will Rechte einfordern, usw.

    Natürlich werden auch Kriege über verschiedene Ideologien geführt, wo wir quasi wieder bei der Meinung wären. Das liegt nuneinmal in der Natur des Menschen. Wahre Selbstlosigkeit gibt es auch nicht wirklich. Wenn du jemandem hilfst oder etwas Gutes tust, dann erwartest du ja auch, dass man dir zumindest dankt und wenn derjenige dies nicht tut, dann bist du beleidigt.
  • maestrocool schrieb:

    Nur wo nimmst du deine eigene Meinung und deine Entscheidungen her, wenn du sie nicht von anderen erfährst ?

    Ich stimme durchaus zu, dass man in der Meinungsbildung durchaus beeinflusst wird. Das geht auch garnicht anders, man wird schließlich schon von kleinauf von seinen Eltern beeinflusst. Auch das Internet ist hierbei nicht immer neutral. Wer sich z.B. über Atomkraft und die entsprechenden Risiken informieren möchte (dies ist kein Aufruf, über Atomkraft zu diskutieren!), der wird zwar an die Infos kommen, jedoch fließt die eigene Meinung, wie bereits erwähnt wurde, in diese Infos mit hinein.
    Ich finde es auch gar nicht schlimm, mir andere Meinungen anzuhören und über diese nachzudenken und somit meine eigene Meinung eventuell nochmal zu überdenken. Schlimmer hingegen finde ich es, dass andere einem seine eigene, bereits gebildete Meinung fanatisch ausreden müssen. Gruppenzwang wäre hier ein weiteres Stichwort. Wollte ich nur nochmal klarstellen, das Thema ist ja eigentlich nicht die Meinungsbildung/Manipulation, sondern unsere Gesellschaft. ;)

    MfG
    Manuel
  • Blacki schrieb:

    @SuperFaex:

    Also führen Menschen Kriege gegen andere Menschen, weil sie überleben wollen? Warum müssen sie auf diese Art ihr Überleben sichern. Die anderen Menschen wollen ja auch nur überleben.

    Manchmal bleibt den Menschen nuneinmal nichts anderes übrig. Oder lebst du etwa so, dass du dir das kaufst, was du brauchst und den Rest deines Geldes oder deiner Güter an andere Menschen abtrittst, denen es schlechter geht, damit sie ein besseres leben führen können? Ich denke nicht. So lebt niemand. (Außnahmen bestätigen wie immer die Regel)

    Kriege werden aber nicht nur aus diesem Grunde geführt. Ich führe da in meinem Post weiter oben ein paar weitere Möglichkeiten auf.

    EDIT:
    Kriege werden immer aus mindestens einem von drei Gründen geführt: Verzweiflung, Angst oder Neid.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SuperFaex ()

  • Ich mag die Gesellschaft ohnehin nicht und umgebe mich daher lieber mit einer Gesellschaft, in der ich mich wohlfühle.

    Jemand in diesem Thread sprach vom Materialismus, der heutigen Konsumgesellschaft. Dem stimme ich zu. Mir persönlich war es noch nie wichtig, ein Auto oder gar ein Haus zu besitzen. Meine gesunden Füße und ein preiswertes Apartment reichen mir genauso. Wenn ich eines Tages das Geld habe, kaufe ich mir natürlich auch gern ein Fahrrad oder ziehe in eine größere Wohnung um. Es muss aber nicht das beste Irgendetwas sein, mit dem ich vor anderen prahlen kann. Einige brauchen das aber anscheinend, um sich selbst aufzuwerten. Schade eigentlich.

    Das mit der fehlenden Zivilcourage und schwindenden Tugenden sehe ich jedoch als weniger schlimm an. Ich habe jedenfalls keine Lust, für irgendjemanden ein paar Zähne zu verlieren oder mir Knochenbrüche zuzuziehen. Wenn jemand auf die Fresse bekommt, hat das meistens einen Grund. Und meistens lassen sich solche Schlägereien auch im Vorfeld verhindern. Wem das nicht gelingt, hat in meinen Augen Pech gehabt. Dass jemand eingreift, ist eher unwahrscheinlich - also fange ich gewiss nicht damit an. Bin selbst viel zu schmächtig, als dass überhaupt die Chance bestünde, ich könnte Erfolg haben.

    Neid ist in unserer Gesellschaft auch sehr stark ausgeprägt. Aber das kümmert mich nicht sonderlich. Ich mag es, wenn andere - warum auch immer - neidisch auf mich sind. Das bestätigt mich nur darin, dass ich scheinbar alles richtig mache und es bereitet mir ein wahnsinniges Vergnügen, diese Personen noch zusätzlich zu triezen.
  • Die Gesellschaft?
    Sie stinkt. Mir zumindest.
    Also umgebe ich mich mit Leuten denen das genauso geht. Und versuch Perspektiven für ne Alternative zu entwickeln. Und wie man da hinkommen könnte.

    Anfangs dachte ich, wooah, n gesellschaftskritischer Thread, abgefahrn, ma gespannt, was hier so geschrieben wird. Aber nach dem Durchlesen der Posts war mir klar, dass ein Grossteil der Leute die hier ihre Meinung zum besten geben Teil des Problems und nicht Teil der Lösung sind. Und ich heilfroh bin, dass mich mit diesen Menschen nicht mehr verbindet, als ein gemeinsames Hobby. Mehr nicht. Phew!

    Und ich finde sehr wohl, dass man was ändern sollte, denn der Status Quo ist für die meisten lebenden Menschen beschissen und vor allem denke ich auch, dass man was ändern kann. Nur das "wie" ist noch fraglich...

    just my 2 cents
  • Natürlich sind die meisten hier im Thread Teil des Problems. Sie gehören schließlich genauso der Gesellschaft an - ausklammern gilt nicht.

    Dass man was ändern kann, wage ich zu bezweifeln. An der Gesellschaft hatte schon immer jeder was zu kritisieren, das war schon im alten Rom so. Warum sollte sich was ändern? Wir schlachten uns ja auch immer noch gegenseitig ab, völlig grundlos.
  • Lenti42 schrieb:

    Natürlich sind die meisten hier im Thread Teil des Problems. Sie gehören schließlich genauso der Gesellschaft an - ausklammern gilt nicht.

    Dass man was ändern kann, wage ich zu bezweifeln. An der Gesellschaft hatte schon immer jeder was zu kritisieren, das war schon im alten Rom so. Warum sollte sich was ändern? Wir schlachten uns ja auch immer noch gegenseitig ab, völlig grundlos.


    Danke, Lenti! Ich wollts grad schon sagen: Dieses Jammern und Zweifeln an der "heutigen" Gesellschaft existiert schon seitdem die Menschen in der Lage sind darüber nachzudenken. Es gibt doch immer irgendwas was uns nicht passt. Ich will nicht der RosaroteBrillenmensch sein, aber ich denke die Grundhaltung ist einfach zu negativ. Sie ist "Es ist Scheiße, wir müssens ändern", anstatt "Es ist toll, wir müssens noch besser machen".

    Und dann immer DIE Gesellschaft. Unfassbar wie viele Sachen in diesem Thread schon in einen Topf geschmissen worden sind ohne groß nachzudenken.

    Was halt bloß wirklich ein Phänomenen der Neuzeit ist und mir Sorgen bereitet ist die Konsumgesellschaft und damit der Kapitalismus. Das gibts einfach erst seit den letzen Augenblicken der Menschheitsgeschichte und bereitet mir noch am größten Sorgen. In Kriegen geht es schon lange nicht mehr um Selbstschutz oder Ideologien es geht um Geld. Die Waffenlobbyisten öffnen sich jedes Jahr n neuen Sekt, weil wieder ein gewinnträchtiger Krieg angezettelt worden ist, alle leben nur noch in irgendwelchen Schuldenblasen völlig über ihren Verhältnissen, die Zivilisierten im Westen lassen sich füttern wie blöde Schafe durch die Massenmedien... Da krieg ich latente Depressionen. Und es ist erwiesen: Umso mehr der Mensch hat, umso unglücklicher ist er. Soviel wird hier gejammert und geschluchzt über die Gesellschaft, über Zivilcourage, blablabla UNS GEHT ES DOCH GÖTTLICH. Wie in gigantischen goldenen Käfigen. Zivilcourage, Leute, früher (oder auch woanders heutzutage) wird man einfach erstochen und in die Gasse gezogen und das wars. Heute kriegt man was auf die Fresse und jammert weil kein anderer hat sich die Zähne für dich einschlagen lassen. Die Menschen zeigen sich von ihrer natürlichsten Seite und sind entsetzt über ihre eigenen Instinkte, weil sie aus der Theorie ja wissen, wie die Utopie eigentlich sein sollte. Keiner hungert, alle tanzen und helfen einander.

    Entschuldigung, bei diesen Themen kommen mir einfach alle, auch ich, vor wie dämliche Schafe, die im Kreis umherlaufen und miteinander zusammenstoßen.
  • TheOriginalDog schrieb:

    In Kriegen geht es schon lange nicht mehr um Selbstschutz oder Ideologien es geht um Geld. Die Waffenlobbyisten öffnen sich jedes Jahr n neuen Sekt, weil wieder ein gewinnträchtiger Krieg angezettelt worden ist
    Das stimmt so auch nicht ganz. Natürlich freut sich die Waffenlobby, wenn ihr Absatz durch einen neuen Krieg steigt, aber die Waffenlobby ist sicher nicht der Grund für sämtliche Kriege. Sie bereichern sich nur daran.

    Einen Krieg, in dem es um verschiedene Ideologien geht, der momentan noch läuft, kann ich dir sogar nenen: Der Krieg zwischen Nord- und Südkorea. Das ist ein klassischer Stellvertreterkrieg, der zur Zeit des kalten Krieges gestartet wurde und offiziell noch bis heute anhält. Zwar sind die Kriegshandlungen nicht mehr so wie zu Beginn des Krieges, sprich Amerika stellt Südkorea Truppen und China stellt Nordkorea Truppen und dann gibt es Schießereien, aber es ist noch immer ein Krieg.
    Zudem wandelt sich das Bild des Krieges. Der Krieg wird nicht mehr nur auf dem Schlachtfeld ausgeführt mit großen Armeen und "epischen" Schlachten. Er ist vielmehr delokalisiert und man muss genau aufpassen, was zum Krieg gehört. Terroranschläge können nämlich sehr wohl zu einem Krieg gehören und diese sind dann nicht mehr in dem Land, in dem der Krieg geführt wird, sondern quasi hinter den eigenen Linien. Auch von der Seite der USA gibt es dann so Aktionen wie der Einsatz der Navy Seals um Osama bin Laden zu töten, was eigentlich im Grunde auch keiner klassischen Kriegsführung entspricht.

    Aber ich denke, die Kriegssache geht ein wenig Richtung offtopic, deswegen mal noch ein wenig zur Gesellschaft an sich:

    Viele meckern über den Kapitalismus und die Konsumgesellschaft, welche Folgen der Globalisierung sind, aber hier werden meiner Meinung nach nur die negativen Effekte hervorgehoben. Natürlich wird dadurch viele unpersönlicher und man fühlt sich das ein oder andere Mal nicht wahrgenommen, aber das ist nunmal nur eine Seite der Medallie.

    Ohne die Globalisierung und der ständige Wettbewerb im Kapitalismus, würde der technische Fortschritt um ein vielfaches langsamer vorran gehen. Die technischen Geräte, die wir heute benutzen (Smartphones, schnelle Laptops, Spielkonsolen der neusten Generation, etc. um mal ein paar Geräte zu nennen, die der Otto Normal Mensch so benutzt) wären ohne Globalisierung und Kapitalismus gar nicht erfunden worden. Außerdem kann man sich durch das Internet, welches stark zur Globalisierung beigetragen hat, sehr schnell mit anderen Menschen austauschen und so vorhandene Ideen weiterentwickelt werden können, von denen man sonst nie erfahren hätte. Es ist nicht ohne Grund so, dass die Menschheit in den letzten 150 Jahren einen unglaublichen technologischen "Boost" erfährt.
  • @SuperFaex:

    Und da stellt sich wieder die Frage, Fortschritt zu welchem Preis? Mir wärs lieber, wenn der technische Fortschritt langsamer voranschreiten würde und wir dafür nicht unsere Welt in den Abgrund reiten. Gut, das ist übertrieben, aber für mich sieht es so aus, dass die Globalisierung und der Kapitalismus zu diesen Molochmonstern namens Aktiengesellschaften geführt haben, die in den ärmeren Ländern die Arbeitskräfte nutzen, dort auch alles dran legen, dass es billig bleibt, dort alles verpesten, uns wie betäubtes Vieh behandeln und uns ausnehmen.

    Hat jetzt natürlich nicht so viel mit der Gesellschaft an sich zu tun...