Die Dekadenz unserer Gesellschaft - nach Wein jetzt Wasser?

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  • Die Dekadenz unserer Gesellschaft - nach Wein jetzt Wasser?

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    Hallo Forum.
    Ich komme gleich zum Punkt: tagesschau.de/schlusslicht/wassersommelier100.html

    Netter artikel und alles. Schon okay.
    Was mich aber wundert: Welcher Mensch mit gesundem Menschenverstand vertrödelt - ja, ich meine vertrödelt - seine Zeit damit, Wasser an Geschmacksnoten zu Werten?
    War das mit Wein insoweit nachvollziehbar, als dass es schon immer eher ein Genuss- denn Lebensmittel war, schlägt die hier gezeigte Dekadenz dem Fass den Boden aus.

    Die übliche Argumentation bezieht sich ja immer auf hungernde und durstende Kinder in Afrika, die um jeden Tropfen Wasser dankbar sind, egal welcher Qualität er entspricht.
    Doch so weit muss ich hier garnicht gehen. Ich stelle diese Arroganz, über Wasserqualität auf diese Weise zu entscheiden, bereits in der Bundesrepublik in Frage.
    Für jeden Menschen ist Wasser ein überlebenswichtiger Stoff. In Deutschland gibt es bereits 1,5-Liter-Flaschen für 19Cent, die wirklich jeder noch so bedürftige ohne Probleme kaufen kann.
    Hier verstehe ich, wenn Leute lieber ein Gerolsteiner kaufen, weil es ihnen besser schmeckt. Doch nach wie vor wird Wasser als überlebenswichtiges Produkt angesehen bei solchen Ansichten.

    Doch dass die, ich nenne sie mal so, "Oberschicht" jetzt das ganze so weit pervertiert, ist für mich absolut unverständlich. Regenwasser aus Tasmanien? Ich (!) halte das nicht nur für unnötig zu importieren, sondern sogar unverantwortlich. Wasserreserven der Erde werden ohnehin ausgeschöpft durch fortschreitende Überpopulation, und Kleinstmengen "edlen" Wassers aus Ländern zu importieren, die es vielleicht nötiger hätten, naja...

    Würde mich mal interessieren, was das Forum so davon hält. Tut mir leid, wenn meine Argumentation dieses mal sehr flach ist. Leider konnte ich meine Gedanken dazu nicht so übersichtlich fassen wie üblich.
    Aber schreibt doch eure Gedankengänge. Ich lasse mich ja auch umstimmen, wenn ich die Logik rauslesen kann :)
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  • Ich sehe keine wirklichen Unterschied zu den Leuten die das selbe mit Wein machen.
    Für mich ist es einfach das selbe in einer anderen Preisklasse.

    Ich verstehe es nicht, und ich denke das es eine ziemliche Verschwendung von Zeit und Geld ist, aber wie Chu schon gesagt hat: Jeder brauch ein Hobby.

    Den "andere brauchen es mehr" Aspekt, kann ich nicht beurteilen.
    Gibt es Katastrophen Länder denen es an Wasser mangelt, die aber eine derbe Uber Mega Imba 50 Euro/ml Quelle direkt um die ecke haben?
    Dann wäre es definitiv unverantwortlich und grausam dieses Wasser lieber zu exportieren, aber der Punkt ist, denen ist es egal was sie Trinken, und für all die Kohle der Super Quelle kann man auch ein Paar Kästen Billig Wasser dahin stellen, ich kann mir nicht vorstellen, dass das niemand macht.
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    Ich sehe nicht, was daran pervers sein soll. So ein Wasser trinkt man doch auch nur ab und zu wie Wein.
    Das Einzige was mich stört, wäre der Import von großen Mengen Wasser zum täglichen Verzehr, wenn jetzt die ganze Welt Volvic trinken würde, wäre diese Quellen bestimmt schnell ausgeschöpft. Aber bei ein paar Liter überteuertes Gourmet-Wasser aus Tasmanien, wo die eh zuviel regnet, macht man sich eher Sorgen über die Kraftstoffverschwendung.
    Wasser wird außerdem auch nicht nur von Sommeliers geschmacklich beschrieben, sondern auch in Labors der Lebensmitteluntersuchung. Und letztes bezahlt man auch noch mit den Steuern. :^^:
  • Exsikkator schrieb:

    Wasser wird außerdem auch nicht nur von Sommeliers geschmacklich beschrieben, sondern auch in Labors der Lebensmitteluntersuchung. Und letztes bezahlt man auch noch mit den Steuern. :^^:

    Japp. Hätte ich in meinen Post noch einbauen sollen, das stimmt. Ich sehe halt einen großen Unterschied zwischen einer solchen Prüfung auf Wasserqualität, die dem Wohl der Verbraucher zugute kommt, ums mal hochgestochen zu formulieren, und dieser Wein-test-artigen zelebrierung von Wassertrinken.
    Vielleicht bin ich auch einfach zu ländlich für sowas.. ^^
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  • Mh, ich finds ein wenig übertrieben.
    Ich trinke gerne reines Wasser, aber ich kann es bei uns aus der Leitung nicht trinken: Kalkig ohne Ende. Wer hier noch meint, dass es kenien Unterschied macht, der ist wirklich befreit von jeglichen Geschmacksnerven.

    Ich finde es gut, dass Wasser verkostet wird. Und gegen der Meinung von Colatrinkern und Ketchupfressern hat es auch Geschmack.
    Verkostungen fände ich noch in Ordnung - macht doch wirklich keinen Unterschied, ob man nun zwei Weine vergleicht oder zwei Biere mit Kumpels. (Wenn man es gleich so liest: Bier ist besser als Kumpels! :D)
    Nur dann ach so edle Tropfen Wasser für Mordsgeld verkaufen, das passt nicht mehr in mein Verständnis.

    Ausbeuterzeug und so weiter ist mir wirklich egal. Aber ich versteh nicht, wie man für das beste Wasser soviel Geld aufwenden kann. Klar: Wer Geld hat, dem ists egal. Aber einen so großen Unterschied kanns dann doch nicht machen.
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  • Naja,wirklich nachvollziehen kann ich diese Wasserschwenkerei nicht.
    Ob es dekadent ist,die Wässer der Erde nach Geschmack zu beurteilen,sei mal,genauso wie die gesamte Dekadenz des Menschen,dahin gestellt.
    Aber wie der Lars Henchel ja selbst sagt:'Die Wassernote ist nur ein Kriterium des Kaufes.Ausschlaggebend ist mehr die Geschichte um das Wasser und die Aufmachung der Flasche'.

    Wer sich Wasser aus Land 123 importieren wil,schön und gut,aber daraus einen nobel verpackten Pseudo-'Wein'-Handel zu machen,finde ich etwas kapitalistisch.

    @ Trollwut:
    Mir schmeckt unser Leitungswasser eigentlich nur wegen des vielen Kalkes darin.Dadurch schmeckt es irgendwie stärker.
    Normales Leitungswasser ausem Filter mag ich daher gar nicht mehr so trinken.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Trash_Monkey ()

  • Das schlimme dabei ist die Rumprotzerei.

    Das Ganze erinnert mich an den Bericht von der Autowaschanlage der Reichen in der Schweiz. Pro Autowäsche 1100 - 1500 Euro.

    Und dann dazu noch die Bemerkungen soeiner reichen Schnepfe.

    Zitat: "Wenn man hier mit einer Jacht auftaucht, die unter einer Million gekostet hat, dann ist der Besitzer in unseren Augen nur ein Sozialfall"

    Nunja. So wirklich will ich lieber nicht darüber nachsinnen, was ich wohl in deren Augen bin.

    ...
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