Indie Games besser als Vollpreistitel?

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  • Indie Games besser als Vollpreistitel?

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    Hallo Leute,
    mir ist in letzter Zeit mal so aufgefallen, dass viele lang ersehnte Spiele ziemliche Flops waren. (F.3.A.R., Final Fantasy 13, Duke Nukem, Call of Duty Black Obs)
    Wobei Indie Games hingegen immer erfolgreicher werden. (Minecraft, Terraria, Audiosurf)
    Und ich hab so dass Gefühl, dass die großen Spiele-Entwickler einfach nur zeigen wollen: "Wir haben Geld, wir haben gute Grafik und gute Technik."
    Dass ein Spiel aber noch oder eigentlich nur Spaß machen muss vergessen sie meistens.
    Natürlich gibt es Ausnahmen (Portal 2), doch diese werden immer weniger.
    Ich denke, da die kleinen Entwickler nicht so viel Geld haben und sich daher nicht so eine gute Engine leisten können und deswegen nicht großartig an der Grafik arbeiten, haben sie einfach mehr Zeit sich auf das Gameplay zu konzentrieren.

    Sagt mir eure Meinung dazu, mich würde mal interesseriene, wie die Gamer-Gemeinde dazu steht.
  • Qvvert schrieb:

    Ich denke du bist nur an solche Spiele gewöhnt. Würdest du bspw nur Spiele wie Terraria, Minecraft und Audiosurf bekommen, was meinst du wie begeistert du dann von BO wärst :)

    Falls du mit "solchen Spielen" die Vollpreistitel meinst, hast du unrecht.
    Ich habe keinen der von mir gennanten Vollpreistitel gespielt (Außer Portal 2) ich hab nur von vielen Leuten gehört, dass die recht Scheisse sein sollen.
  • Deine Sichtweise kann man zwar nachvollziehen, aber du übersiehst einen entscheidenden Punkt:
    Es gibt millionen beschissene Indiegames. Die kennt nur keiner. Gut, 10 oder 20 Indiegames sind in den letzten Jahren richtig groß rausgekommen. Dem gegenüber stehen sicherlich tausende, die es nicht geschafft haben und z.T. auch grottenschlecht sind.
    Auf der anderen Seite gibt es viel Schrott bei AAA-Titeln. Duke Nukem hat schlechte Wertungen kassiert, FEAR 3 war eher mittelmäßig, Dragon Age 2 wurde von Fans verabscheut. Die Liste ist sicherlich sehr lang.
    Was ist aber mit Deus Ex 3, Portal 2, Harveys Neue Augen, Dead Space? Großartige, moderne Spiele.

    Was bei High-Budget-Titeln den Unterschied macht, ist die Erwartungshaltung:
    Niemand kannte Super Meat Boy groß vor der Veröffentlichung, man wurde quasi überrascht. Minecrafts Berühmtheit hat sich schleichend aufgebaut. Bestes Beispiel im anderen bereich ist Duke Nukem Forever. Da hat sich über Jahre der Berichterstattung eine vorgefestigte Meinung über das Spiel aufgebaut, die dann unmöglich gehalten werden konnte. Die geilen Trailer, die Musik, die Sprüche...vieles einfach nur cleveres Marketing.
    Ich wette: Wäre Duke Nukem Forever ein Indiegame gewesen und ohne vorhergehende Berichterstattung SO wie es jetzt ist, veröffentlicht worden, es wäre in den Himmel gelobt worden. Eben weil es dieses Leck-mich-am-Arsch-Gefühl vermittelt. Da wäre über hakelige Steuerung, mäßige Spielabschnitte und beschissene Grafik hinweggesehen worden. Als Vollpreisspiel muss es sich leider anderen Erwartungshaltungen stellen, auch von Zeitschriften.

    Es ist also die Berichterstattung, die dir so ein Bild vermittelt, wie du es vorstellst: Gute Indietitel werden vorgestellt, während schlechte total ignoriert werden. Und Vollpreisspiele werden von Magazinen zwangsläufig getestet, da sind logischerweise auch beschissene Titel dabei. Verzerrtes Bild also.
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  • Gut, klar gibt es tausende von schlechten IndieGames.
    Aber trotzdem sollte eine Firma, die es schon vorher geschafft hat einen endlos geilen Titel zu zaubern doch auch nochmal schaffen.
    Dass ist aber oftmals nicht der Fall, weil die einfach noch mehr Geld aus einer Reihe schlagen wollen, statt eine neue zu machen.
    Ja, es gibt auch noch mehr geile, neue Vollpreistitel, mir sind vorhin nur nicht mehr eingefallen.
    Und was ich eigentlich sagen wollte, ist folgendes:
    Die Entwickler von Spielen sollten erstmal den Spielspaß optimieren und danach an der Grafik feilen.
    Denn wenn Duke Nukem eine super Steuerung, Besseres Level-Design, mehr Abwechslung und noch mehr "Duke-Nukem"-Feeling, dafür aber eine nur halb so gut Garfik, wär es trotzdem noch ein super Game gewesen.
    Das gleiche bei F.3.A.R. oder Dragon Age 2.
    Natürlich ist es oft so, dass irgendein Typ sagt: "Ich mach jetzt ein Spiel!", sich hinsetzt und irgendwas hinklatscht, sich sagt "Hey! Das sieht ja gar nicht mal so gut aus! Ich sollte es verkaufen!" und es sich niemand kauft, weils scheisse ist.
    An eine große Firma hat man natürlich hohe Erwartungen aber diesen Erwartungen muss diese Firma eigentlich gerecht werden, weil sie es ja, wie gesagt, schonmal geschafft hat.
    Wenn Mojang jetzt ein neues Spiel rausbringen würde und dieses wär nicht gut, dann wären auch tausende von Minecraft-Fans enttäuscht.
    Und letztendlich hat jede Firma mal als Indie-Game-Developer angefangen, weil man sie halt noch nicht kannte.
    Die Anforderung wachsen mit einem und man sollte diesen Anforderungen auch gerecht werden.
    Die Vollpreistitel kosten ja auch mehr.
    Und für mehr Geld kann man auch mehr Leistung erwarten.
    Über Duke Nukem als Indiegame hätte man nur nicht gemeckert, weils dann vielleicht nur 20€ gekostet hätte und nicht 50€.
  • TheCharlieGray schrieb:

    Und für mehr Geld kann man auch mehr Leistung erwarten.
    Über Duke Nukem als Indiegame hätte man nur nicht gemeckert, weils dann vielleicht nur 20€ gekostet hätte und nicht 50€.

    Nein! Ein Spiel ist ein Spiel. Mir ist egal, wie viel es kostet. Wenn es Spaß macht, ist es Geld wert. ^^
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  • CobraVerde schrieb:

    Nein! Ein Spiel ist ein Spiel. Mir ist egal, wie viel es kostet. Wenn es Spaß macht, ist es Geld wert. ^^
    Das ist richtig, aber in der Presse ist das anders.
    Guck dir mal die Vorschau von 4Players zu Minecraft an.
    Die haben hauptsächlich kritisiert, dass Notch dafür Geld haben will.
    Wäre Minecraft kostenlos gewesen, wäre es sicherlich besser beurteilt worden.
    Es wäre nicht auf jeden einzelnen Bug eingegangen worden und man hätte die Grafik nicht bemängelt.
    Wovon ich bei Meinem Duke-Nukem Beispiel rede, ist die Reaktion der Presse und dem Großteil der Gaming-Community.

    Noch zu "Harveys Neue Augen" dieses Spiel versprüht ja auch den Indie-Game Charm, auch wenn es keins ist.
    Aber es hat keine High-End Grafik und ich glaube besonders episch (wie in call of Duty) ist die Story auch nicht.
    Es hat einen eigenen Charme und spricht dadurch viele Leute an und viele auch wieder nicht.
    Nicht anders ist es bei Indie-Games.
  • TheCharlieGray schrieb:

    Die haben hauptsächlich kritisiert, dass Notch dafür Geld haben will.

    Irritierend. oO
    Die PCGames wertet Spiele immer vollkommen unabhängig vom Verkaufspreis. Grund?
    Ein Budgetspiel, das zum Verkaufsstart 15€ kostet, muss sich trotzdem mit preisreduzierten Toptiteln messen.
    Tatsächlich den Verkaufspreis in die direkte Bewertung miteinfließen zu lassen, ist also wenig sinnvoll und ich würde solch einer Wertung auch nicht vertrauen.
    Klar, wenn eine Zeitschrift behauptet, 55€ für ein Call of Duty mit 4 Stunden Spielzeit ist zu wenig, ist das vollkommen legitim. Es aber deswegen tatsächlich abzuwerten ist eine Frechheit.
    Vor allem: Seit es LPs gibt, sieht man, wie viel Scheiße über die Spielzeit in Zeitschriften steht. Da werden haltlose Behauptungen aufgestellt, die bar jeder Begrüdung liegen. Aber ich schweife ab. :)
    Jedenfalls, wenn jemand etwas schlechter Bewertet aufgrund des Verkaufspreises, so ist da irgendwie der Wurm drin.
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  • Naja, die haben Minecraft ja noch keine direkte Bewertung gegeben, weils ja offiziell noch net released wurde.
    Aber trotzdem klang der gesamte Bericht nach "Es ist eine Unverschämtheit für ein derart verbuggtes und sinnloses Spiel geld zu verlangen!"

    Und zu:

    flowned109 schrieb:

    Es gibt einige spiele, die Minecraft&Co sicherlich übertrifft (CoJ:TC) Aber mit Portal 2 und anderen können sie doch nicht mithalten.
    Klar sind die meisten Spiele grafisch und technisch besser als Minecraft. Aber wenn sie keinen Spaß machen sind sie gesamt gesehen trotzdem schlechter.
    Denn das einzige, was ein Spiel muss ist: Spaß machen.
  • Der Titel sagt die Wahrheit. Zumindest zu meiner Meinung.

    Mich hat schon seit langer Zeit kein Spiel so richtig überzeugt.
    Naja Portal 2 war ja echt gut aber ansonsten fällt mir da grade echt nix ein.

    Wieso kommen nichtmal ENtwickler her und sagen "entwickeln jetzt ein spiel bis es fertig und gut ist. wir bringen eine beta irgendwann heraus. wir kündigen an
    wann diese dann bereit ist und ihr könnt euer feedback uns zusenden das wir uns ansehen". Das habe ich wirklich von keinen Entwickler je gehört.

    Bestimmte Spiele sollten auch Mod-fähig sein und auch weiterentwickelt werden.
    Ich habe auch noch nie von einem so guten Open Source Spiel gehört das immernoch weiterentwickelt wird.


    Viele Spiele versauen es auch oft mit Nachfolgern oder bringen zwingend jedes Jahr ein Spiel raus dann dann leider auch schlecht ist (wie bei CoD wie ich finde obwohl sich da ja die Entwicklerteams "abwechseln").
    Enttäuschender Nachfolger (bisher nur wegen dem Ingame-Trailer und Setting) ist/war für mich Max Payne 3, viele Need For Speed Teile, Arcania (ich nenn es mal nicht Gothic 4 ...) usw.

    Ich finde es immer so schade das so wenig aus Spiele(konzepte) rausgeholt wird. Zum Beispiel Deus Ex 3. Ich habe zwar wenig Fanatsie, allerdings fällt mir zu Deus Ex 3 echt viel ein was man noch machen könnte.
    Wenn ich an Deus Ex denke, denke ich an diese machinelle Verbesserungen. Da könnte man doch soviel machen und auch sich ganz beliebig mit hunderten von solchen Erweiterungen ausrüsten.
    Das wäre auch Online bestimmt intressant.
    Außerdem finde ich wären Nachfolger bei guten Spielen super. Auch bei Indie-Spielen. Limbo zum Beispiel (ich kenn das Ende nicht aber das wäre dochmal was) oder auch Mirrors Edge (ist ja irgendwas grade in Planung aber doch irgendwie nicht),
    Crash Bandicoot (hab ich als Kind oft auf der PS 1 gespielt).

    Vorallem finde ich es auch immer schade das es Exclusivtitel gibt bzw nur für die Konsolen. Ein gutes Beispiel wäre wohl Red Dead Redemption und L.A. Noire. Das ist nur für die Xbox 360 und PS3.
    Vorallem bei L.A. Noire was für die neue "Technologie" für Gesichterkennung bekannt ist wäre doch viel besser mit dem Pc rübergekommen weil PCs bessere Grafik liefern können (allgemein sind die Gesichter eigentlich in dem Spiel nicht so schön ziemlich flach wenn man sichs genau anschaut).

    Die Entwickler sollen sich endlich mal was trauen.

    Leider werden auch oft kleinere Indie-Spiele (jetzt wirds ja langsam "besser") oder unbekanntere Spiele nicht so hochgepusht wie die Vollpreisspiele.
    CoD wird immer voll hochgepusht, obwohl ich finde es nicht immer "besser" wird sondern es bleibt immer einigermaßen gleich. Vorallem im Multiplayer hat sich kaum was getan
    (Black Ops kann man bei mir im Multiplayer wegschmeißen, der Support für den Pc ist echt lächerlich).

    Achja wenn wir schon beim Preis sind.
    Fast alle bekannten Titel kommen immer zu 50€ + raus.
    Naja wer kann sich dann denn jeden Monat zwei Spiele leisten? Denke wohl kaum einer.
    Vorallem bei Spielen auf die man richtig gespannt gewartet hat und das auch "gute" sind.

    Zum Beispiel Valve/Steam hats gut gemacht gleich ein paar Monaten nachdem Portal 2 erschienen ist kostet es jetzt nurnoch 30 €.
    Außerdem macht Steam das ziemlich gut, die machen jedes Wochenende nen Riesenrabatt und bieten jetzt auch Portal 1 für ein
    paar Wochen kostenlos an oO Vorallem bei neuerscheinen/vorbestellungen gibt es oft ca 10 % Rabatt

    Oder das neue Serious Sam 3 kostet auch nur um die 30 €. Oder das "neue" (da wurden zwar "nur" zwei Spiele sozusagen zusammengefasst) Worms Ultimate Mayhem auch nur um die 30 €.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von OverDev ()

  • Ich finde allein die Definition von Indie Games gut :D. Schon mal bedacht das Portal 2 selbst eine Indie Entwicklung ist? Denn Valve ist seit dem Zerfall von Sierra/Vivendi nämlich ebenfalls ein unabhängiger Entwickler der Steam vor allem deswegen entwickelt hat um die Spiele selbst zu vermarkten um nicht mehr auf einen Publisher abhängig zu sein. Sicherlich vertreibt Valve seine Retail Versionen noch per Electronic Arts, aber wirklich benötigen tun sie das nicht mehr.

    Unabhängige Entwickler gibt es schon seitdem es Videospiele gibt. Nur kamen die in den letzten Jahren mehr ins Bewusstsein der allgemeinen Spielerschaft weil es eben auch erst seit ein paar Jahren Plattformen für diese Entwickler gibt wo sie sich ohne Publisher vermarkten können. Valve hat mit Steam damals diesen Entwicklern viele Steine aus dem Weg geräumt. Erst nach Steam kamen ja auch noch andere Plattformen wie Desura oder allgemein die IndieDataBase dazu. Vorher war es nahezu unmöglich ein Spiel ohne entsprechenden Publisher an den Mann zu bringen, weil eben niemand von diesen Spielen wusse oder eben nur eine kleine Gruppe. Zwar gibt es auch schon seit jeher die Entwicklerwebseite wo man sich das Spiel kaufen konnte, aber in der Vergangenheit war es eben ein großes Problem über die Leute von der Existenz dieser Seite in Kenntnis zu setzen. Bei PC Titeln ist das mittlerweile auch dank des Internets und entsprechenden Plattformen nicht mehr ganz das Problem, aber wer weiß zum Beispiel, dass selbst heute im Jahr 2011 noch Spiele für Sega Dreamcast oder gar dem Commodore 64 entwickelt und verkauft werden? Das weiß sogut wie niemand, trotz des Internetzeitalters. Die meiste Aufmerksamkeit für solche Spiele erhalten die Entwickler nicht durchs Internet sondern primär durch Retro-Messen wo sie die Spiele entsprechend vorstellen, da kann man immernoch sehen wie schwer es bis vor wenigen Jahren war entsprechende Kundschaft für solche Projekte zu finden. Ohne größere Publisher waren solche Spiele eben nur für Kenner und für niemand anderen.

    Man muss sich immer trotzdem immer vor Augen führen, warum sind Spiele von abhängigen Entwicklern so wie sie sind? Weil zum einen Millionen an Euro in die Entwicklung eines Spiels gehen und der finanzielle Druck da ist, dieses Spiel entsprechend gewinnbringend zu verkaufen. EA, Activision-Blizzard, THQ, Ubisoft etc. vertreiben dich ja auch nicht nur einfach so kostenlos, sie wollen auch entsprechend Geld einnehmen um allein die Marketingkosten wieder drin zu haben. Um also Gewinnbringend zu verkaufen muss man sich entsprechend auch an große Käufergruppen richten und kann es sich gar nicht erlauben irgendwelche Randgruppen mit Spielen zu versorgen. Bei den Entwicklern die für EA etc. arbeiten geht es nicht nur darum ein Videospiel zu entwickeln, es ist deren Job und damit auch dessen Existenz. Wird das Spiel ein Flop macht der Publisher den Laden dicht und man sitzt auf der Straße. Flops vernichten Existenzen. So ist in der heutigen Zeit das Geschäft.

    Bei den kleineren Entwicklerteams ist das aber ein ganz anderer Ansatz. Dort fängt das in vielen Fällen sogar gar als einfaches Hobbyprojekt ohne ernsthafte finanzielle Interessen an. Ein Notch hätte Minecraft auch weiter- und fertig entwickelt wenn es nur 1000 anstatt 10.000.000 Leute gekauft hätten. Er hatte nie damit gerechnet von Minecraft irgendwann leben zu können oder durch Minecraft ein eigenes Entwicklerstudio und bisweilen sogar ein Publisher gründen zu können. Es geht bei solchen Spielen nicht um finanzielle Interessen und das erlaubt es eben auch vollkommen fern des finanziellen Drucks zu arbeiten, man kann ein Spiel für seine ganz individuelle Randgruppe entwickeln und wenn man Glück hat, wird es ein Bestseller und kann davon leben, wenn es nicht so gut läuft ist es immerhin ein netter Nebenverdienst geworden und wenn es ganz schlecht läuft dann verdient man daran nichts, gibt es als Freeware frei und erfreut so trotzdem noch ein paar Leute.

    Ich bin der Meinung, man kann über Call of Duty ja schimpfen wie man will, diese Grafik-, Musik- und Soundkulisse bekommt kein Team mit einem minimalen Budget hin. Ein Call of Duty Black Ops kostete ja nicht umsonst mehrere Millionen Euro in der Entwicklung, das Budget merkt man solchen Spielen einfach an, auf der einen oder auf der anderen Weise. Entweder eben durch den bombastischen Sound, dem hochklassigen Soundtrack, der zahlreichen Sprechrollen, der Grafikengine oder ganz schlicht einfach in der Spielmechanik wie Balancing (vorallem bei RTS) oder Netcode.
    Technisch sind Big-Budget Produktionen auf einem vollkommen anderen Level als die Spiele mit der sich der 0815 Entwickler beschäftigt.
    Ich will nicht behaupten, dass entsprechende Spiele schlecht sind, es gibt ja auch genügend Gegenbeispiele, ein Baphomets Fluch 2.5 kostet nicht einmal Geld, hat aber neben einem exklusiven Soundtrack direkt vom Interpreten der Baphomets Fluch Reihe sogar die originalen Synchronsprecher und ist für mich so zweifellos eines der besten Indie-Games die es überhaupt gibt, da es dem größeren Original technisch in keiner Faser nachsteht. Aber solche Fälle sind eben auch die Ausnahme wo teilweise der Entwickler oder an der Entwicklung beteiligte Personen freiwillig an so einem Projekt mitarbeiten und das ist natürlich alles andere als selbstverständlich.

    Aber allgemein kann man festhalten, Spiele von kleineren Entwicklern sind zweifellos innovativer und haben mehr Neuerungen oder richten sich eben an ein kleineres Zielpublikum, da sie sich nicht dem Markt unterordnen müssen, technisch sind aber "Vollpreistitel" deutlich fortschrittlicher und ausgereifter. Was da für jemanden das "bessere" Spiel ist bleibt also Geschmackssache.

    Ein Kriegsspiel kann noch die genialen Features haben, wenn es aber eine Soundkulisse hat die sich anhört als wäre man auf einem Schießplatz und die Sprecher so reden als wäre man gerade im Wohnzimmer, dann ist es für mich auf jedenfall ein schlechteres Spiel als wenn es spielerisch nichts neues bietet aber mir die Granaten realistisch um die Ohren fliegen und die Leute auch so klingen als wäre man im Krieg.
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  • Sagt mal, vergesst ihr da nicht eine Kleinigkeit bei Minekcaft ?
    gerade hat wer geschrieben das 4Player Minecraft getestet hat, aber das ist gar nicht möglich,
    denn wir haben dafür bezahlt das wir alpha und beta spielen dürfen und das Spiel ist noch gar nicht Releast worden, also noch gar nicht fertig, also was hat dann 4Players getestet...? die Betabugs ?

    Leute den Ball flach halten, die meisten Vollpreistitel halten was sie versprechen, sie werden teuer Entwickelt und haben durch ihre Komplexität natürlich den einen oder anderen Bug aber die meisten Bugs werden gepatcht wenn sie bekannt werden.
    Bei Indie-Games sieht es anders aus, die meisten verschwinden in der versenkung weil sie nichts taugen, aber Steam hat sich ein paar Indie-Game Entwickler gesichert, die relativ gute Games Produzieren, wie zB Meat-Boy oder Minekraft oder Magika, aber diese Leute sind eigentlich schon Profis, also kein Wunder das die Spiele auch ein gutes Design und interressante Spielkonzepte haben.

    Das Problem bei den Vollpreistiteln ist immer noch das Geld... die kosten einfach viel zu viel in der Entwicklung und sollen in der kürzesten Zeit fertig sein, was so eigentlich gar nicht so einfach zu machen ist, dann wird bei den Betatests gespart oder bei der Bugfindung und dann müssen das die normalen Spieler übernehmen.
    Wie war das bei Dragonage 2 ?
    In kurzer Zeit musste es Entwickelt werden, die Grafiken sind eher weniger das Problem gewesen, aber die Story und die Spieltiefe bzw die kleinen Details nebenbei, dafür hat es nicht mehr gereicht... also lieblos hingeklatscht wegen des Zeitmangels.
    Aber bei Dragonage Origins, da kann man sehen das der Entwickler Zeit hatte und es wurde ein großartiges Detailverliebtes und Grafisch wunderschönes Spiel mit super Storry und einer Menge DLCs (Ok die DLCs haben wenig mit dem Originalspiel zu tun,und man braucht sie nicht wirklich,aber es ist schön das sie da sind)
    Es ist eine Frage der Zeit und des Entwicklungsbudges, die Publisher wollen die Spiele immer so schnell wie möglich haben und setzen die Entwickler immer unter Druck, was bei den Indiegames eher nicht passiert (its done when it's done), beim Duke: war klar, die hatten auch kaum Zeit, es wurde ja über die Jahre mehrfach neu Entwickelt, die Grafiken waren größtenteils schon da (wenn auch in niedriger Auflösung, trotzdem haben sie diese benutzt, Die Engine war auch zum großen Teil fertig aber die Levels waren nicht fertig also wurde das nach einem Modernen (würg) Schlauchkonzept zusammen gezimmert, damit der Duke endlich Releast werden konnte.

    Es sieht alles ein wenig anders aus, wenn man es mal von der Seite der Entwickler und der Publisher betrachtet, der Entwickler braucht Zeit und Geld zum Entwickeln (er will ja ein gutes Spiel abliefern mit dem man verdient, der Publisher will das Geld nicht geben und das "spitzen" Spiel in kürzester Zeit haben um zu verdienen (was oftmals schief geht wenn er zu viel Druck macht)... ein Teufelskreis der nie Aufhört

    bestes Beispiel für gute Entwickler und Publisher ist CD Projekt mit the Witcher und the Witcher 2, die lassen sich Zeit und liefern hervorragende Spiele ab, und es wird kostenlos zusätzlicher Content geliefert
    auch bei Blizzard und Valve macht man sich die Mühe und Zeit um ein gutes Spiel abzuliefern, was man zuletzt bei Portal 2 und Starcraft sehen konnte, viele Jahre der Entwicklung, die auch viel Geld verschlungen haben.
    Aber allgemein kann man sagen, alle Spielehersteller/Publisher wollen Geld verdienen, und das geht nur wenn die Entwicklungskosten niedriger als die Verkäufe sind, etwas anderes würde auch keinen Sinn machen.

    mehr gibts nicht zu sagen...

    mfg Maestrocool

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von maestrocool ()

  • OverDev schrieb:

    Wieso kommen nichtmal ENtwickler her und sagen "entwickeln jetzt ein spiel bis es fertig und gut ist. wir bringen eine beta irgendwann heraus. wir kündigen an
    wann diese dann bereit ist und ihr könnt euer feedback uns zusenden das wir uns ansehen". Das habe ich wirklich von keinen Entwickler je gehört.
    Blizzard macht das seit Jahr und Tag genau so. Ist übrigens sowohl ein Kosten- also auch ein Zeitfaktor. Irgendwann geht dem Publisher hier auch das Geld aus. Siehe Tempel des elementaren Bösen, Vampire: Bloodlines und unzähligen anderen.

    OverDev schrieb:

    Wenn ich an Deus Ex denke, denke ich an diese machinelle Verbesserungen. Da könnte man doch soviel machen und auch sich ganz beliebig mit hunderten von solchen Erweiterungen ausrüsten.
    Dazu will ich dir ein Zitat zeigen: "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzu zu fügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann." - Antoine de Saint-Exupéry, Terre des Hommes, III: L'Avion, p. 60 (1939)
    CobraVerde. Spieleklassiker und untergegangene Juwelen schamlos beworben.
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  • CobraVerde schrieb:

    Blizzard macht das seit Jahr und Tag genau so. Ist übrigens sowohl ein Kosten- also auch ein Zeitfaktor. Irgendwann geht dem Publisher hier auch das Geld aus. Siehe Tempel des elementaren Bösen, Vampire: Bloodlines und unzähligen anderen.

    Jap, Blizzard und Valve sind die 2 Vorzeigeentwickler die nach genau diesem Prinzip vorgehen.

    CobraVerde schrieb:

    Dazu will ich dir ein Zitat zeigen: "Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzu zu fügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann." - Antoine de Saint-Exupéry, Terre des Hommes, III: L'Avion, p. 60 (1939)

    Nur das viele Hersteller eben wichtige Dinge, die man nicht weglassen kann, erst gar nicht eingebaut haben in ihre Spiele, somit ist man manchmal aufgeschmissen und/oder man muss auf einen guten Modder hoffen, der es in Ordnung bringt wie bei Gothic3 (aber das ist eigentlich eine andere Geschichte, die Engine war ja relativ gut, was man von Gothic 4 nicht behaupten kann (ein Namenloser Held als Schönling... brrrr schüttel ))

    Edit: gerade fällt mir ein, was mir wichtig ist an Spielen, nämlich AA (Antialiasing). Mich stören die Treppenstufen an Poligonkannten sehr, aber mit Direktx11, Konsolen und den neuen Spielen ist das den Herstellern wohl nicht mehr wichtig und vergewaltigen unsere Augen, wieder ein fail der Hersteller aber wenigstens hatten die Grafikkartenhersteller eine alternative...Postprozessing per MLAA oder FXAA und wie sie alle heißen.
    nur das das nicht wirklich zum Thema des Threads gehört

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von maestrocool ()

  • Ich liebe Indie-Spiele, gar keine Frage. Wie viel Liebe und Kreativität da in einige Titel gesteckt wird, das ist echt lobenswert. Und ein Spiel wie Minecraft wäre in der jetzigen Form wohl niemals von einem "großen" Entwickler produziert worden (das meine ich im positiven Sinne). Allerdings heißt das nicht, dass ich Indie-Spiele besser finde als Vollpreistitel. So könnte ich beispielsweise NIEMALS auf meine geliebten Mario-Spiele verzichten und sie z.B. durch Spiele wie Super Meat Boy ersetzen (auch wenn ich dieses Spiel ebenfalls mag). Man sieht da teilweise doch einen Hauch mehr Professionalität im Leveldesign und der generellen Aufmachung durchsickern.
    Meine Meinung: Ein Mix aus beidem, man muss sich nur das beste aus beiden Welten suchen! :D
  • maestrocool schrieb:

    Sagt mal, vergesst ihr da nicht eine Kleinigkeit bei Minekcaft ?
    gerade hat wer geschrieben das 4Player Minecraft getestet hat, aber das ist gar nicht möglich,
    denn wir haben dafür bezahlt das wir alpha und beta spielen dürfen und das Spiel ist noch gar nicht Releast worden, also noch gar nicht fertig, also was hat dann 4Players getestet...? die Betabugs ?
    Ich hatte mich ja berichtigt...
    4Players hat keinen Test zu Minecraft geschrieben, sondern eine Vorschau.

    TheCharlieGray schrieb:

    Naja, die haben Minecraft ja noch keine direkte Bewertung gegeben, weils ja offiziell noch net released wurde.

    Aber trotzdem klang der gesamte Bericht nach "Es ist eine Unverschämtheit für ein derart verbuggtes und sinnloses Spiel geld zu verlangen!"
  • Ich denke nicht das man wirklich sagen kann, das Vollpreistitel wirklich von Indiespielen abgelöst werden. Zumindest ich spiele zwischendurch ganz gerne Indie-Spiele, und dafür sind sie auch glaube ich gedacht, aber die "großen" Spiele können sie an Fülle und Tiefgang nunmal nicht ersetzen. WObei mir auch auffällt das viele groß angekündigte Spiele sich im Nachhinein als Flop herausstellten, aber ich glaube das ist eher Zufall.
  • Naja Blizzard bringt grade nicht soviele Spiele raus. Naja das spricht aber auch mal wieder gegen das was ich egsagt habe das viele Firmen nur ca zwei Jahre entwickleln ich weiß.

    Die haben "gerademal" drei Spieluniversen. Starcraft, Diablo und Warcraft.

    Starcraft kam ja erst raus und wird auch fortgeführt. Finde es toll dass das weiterentwickelt wird.
    Naja Warcraft kamen ja in den letzten Jahren ziemlich viele WoW Erweiterungen raus. Das
    grundlegene Game wurde aber sehr stark verändert und selbst ich hab dann nach langen ertragenen Qualen
    gesagt "Nein es macht keinen Spaß mehr, es ist nichtmehr daselbe und es gibt keine Herausforderungen mehr".

    Und naja Diablo mal sehen was das wird darauf bin ich echt gespannt, allerdings sagte irgendein Entwickler
    das es nicht Mod-Fähig sei weil es angeblich weitere zwei Jahre zum entwickleln bräuchte.

    Naja das finde ich ne große Lüge. Eingie Monate okay, aber zwie Jahre? Ich denke die haben solche Programme
    mitdem sie Models, Texturen etc ins Spiel bringen. Davon ne eher eingeschränkte Version davon (ich weiß Custom Models sind nicth alles an Mods).