Stabilität oder Individualität; Solidarität oder Freiheit des einzelnen (Kapitalismuss oder Sozailismuss)

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  • Stabilität oder Individualität; Solidarität oder Freiheit des einzelnen (Kapitalismuss oder Sozailismuss)

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    So.... in diesem Thread würde ich gerne eure Gedanken in Bezug auf Wirtschaftssysteme (Liberalismus, Sozialismus (evtl. auch Keynes), Kapitalismus etc) hören.(bzw. lesen xD)

    Ich tendiere ja mehr in Richtung Sozialismus, obwohl ich an diesem Konzept einiges zu bemängeln habe.
    Meiner Ansicht nach, gäbe es im "perfekten Staat" zwar weitgehend (bis auf Banken, Großindustrie etc) eine Privatwirtschaft, die aber vom Staat finanziell begrenzt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass keine Monopole entstehen und die Betriebe lokaler begrenzt bleiben. Dieses Konzept würde ich auch auf Privatpersonen anwenden. Will heißen, dass das Einkommen Person ab einer gewissen Summe an Geld zu 100% dem Staat zugute kommen. Manche Leute werden sich nun fragen, wie man sich anmaßen kann, zu entscheiden wie viel ein einzelner Mensch besitzen kann. Dazu sei gesagt, dass Geld ein Tauschwert ist, der von der Gesellschaft erfunden wurde, und diese denselben somit auch nach Belieben begrenzen dürfen.
    Aber wozu das Ganze?
    Meine Grundidee dahinter ist, dass das Geld welches dadurch mehr in die Staatskassen kommt, in Sozialbereiche (Kinder-,Jugend-Hilfe , Behindertenbetreuung etc.), Infrastruktur und Förderung von Kleinstbetrieben gesteckt werden kann.

    Bedenken an diesem System ,die mir einfallen würden, wären das Zurückfallen im internationalen Vergleich und das Fehlen des Antriebes, wenn man so oder so nicht mehr verdienen kann.
    Zum ersten Punkt wäre zu sagen, dass man das Konzept bestimmt auch EU Weite durchsetzten müsste(Utopie ich weiß, aber ist bis jz. nur ein Gedankenkonstrukt) und versuchen müsste weitreichende Autarkie zu erreichen. Zusätzlich müssten die Begrenzungen jährlich dem internationalen Wirtschaftswachstum angeglichen werden.

    Zum zweiten Punkt habe ich zu sagen, dass ein Mensch mit 2,5Mio Vermögen und sagen wir 1Mio. Einkommen den gleichen Lebensstandard haben, wie ein Milliardär, weil er sobald er konsumiert und Geld ausgegeben wird wieder Geld verdienen kann. Die Begrenzung soll ja nur vor "arbeitendem Geld" schützen, welches der Gesellschaft über Jahr hinweg fehlt, weil es nur am Konto eines Superreichen liegt und nicht in die Wirtschaft gepumpt wird.

    Ich habe diesen post jz. innerhalb von 10mins. geschrieben, also plz macht mich auf Unstimmigkeiten und unbeantwortete Fragen aufmerksam.

    Ich freue mich schon auf eine angeregte Diskussion.
    Mfg ThePatridiot
  • Serra schrieb:

    Problem, wir sind nicht Weltweit konkurrenzfähig.
    des weiteren würden die Meisten Reichen samt Unternehmen und Geld einfach Abhauen.

    Gaaaanz schlechte Idee.



    Deswegen die Anmerkung, dass wir weitgehende Autarkie erreichen und die Großindustrie und die Banken verstaatlichen müssen.
    Will heißen die großen Privatfirmen brauchen wir nicht, weil wir ja selbst staatliche haben.....
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    ThePatridiot schrieb:

    die Großindustrie und die Banken verstaatlichen müssen.


    Wie will man das Gesetzlich rechtfertigen, ohne Diktatur. Das käme einer Enteignung gleich.

    Edit: sry wenn ich mich so auf ein Thema fest beiße. Aber ich will gerade nicht über 2-3-zeiler als Antworten hinaus

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Serra ()

  • Serra schrieb:

    ThePatridiot schrieb:

    die Großindustrie und die Banken verstaatlichen müssen.


    Wie will man das Gesetzlich rechtfertigen, ohne Diktatur. Das käme einer Enteignung gleich.

    Edit: sry wenn ich mich so auf ein Thema fest beiße. Aber ich will gerade nicht über 2-3-zeiler als Antworten hinaus



    Jup das mag durchaus stimmen, aber ich wäre durchaus bereit eine Generation Reicher zu enteignen, wenn ich damit (in der Theorie natürlcih) dann zig. Generationen wirtschaftliche Stablilität ermöglichen kann...
  • Zu aller erst wäre gesagt: Geht man zuweit in die jeweilige Richtung (liberal,sozialistisch...) ist es nur schädlich für den Staat.

    Würde Deutschland einzig allein nur von den Grünen regiert werden, wären sicherlich nur noch Sandalen in den Schuhläden. Also wie kann man es verhindern, das eine Partei zuviel Aufmerksamkeit/Macht bekommt ? Ganz einfach, was wir jetzt schon haben. Ein bunter haufen im Parlament, jeder darf was quaken, und dann wird mal die Hand gehoben. Dieses System ist im Prinziep das beste und schlüssigste, doch gucken wir aufs Beispiel Deutschland, sehen wir das auch dieses System schattenseiten hat.

    Gewisse forderungen oder Ideen können einfach nicht umgesetzt werden, da sich evt andere Parteien gegen streuben (siehe: Regenerative Energien, AKW's,....). Wir als Bürger können nur jeweils die grobe Richtung bestimmen, quasi die Prioritäten, ob der staat mehr sozialistisch denken soll, oder mehr liberal...oder seit neustem piratisch.

    Wie sich nun die Staatsform auf die Wirtschaft ausübt, ist immer die frage wie auch die Wirtschft gehandelt wird. Gegebenenfalls auch, welche Lebenstandarts im Staat vorliegen um die gewisse Wirtschaft anzukorbeln. Selbst mit einem konservativen System wird man wohl kaum in Gebieten wie Sybieren oder mittelafrika große Sprünge in der Wirtschaft machen können, jedoch könnte eine liberale hand, die wirtschaft sinken lassen. Je nach dem wie es verläuft.
  • Ich stimme meinem Vorposter zu, ausgenommen den letzten Absatz. Hierzu enthalte ich mich jeglichen Kommentares.

    Interessant ist deine Idee der "verstaatlichung des privaten Einkommens". Nette Geste, alles über einem bestimmten Wert zu beschlagnahmen und für z.B. soziale Projekte auszugeben. Aber werfen wir doch mal einen Blick auf die menschliche Mentalität. Wenn ich einen Berg hinaufsteige, um Beeren zu sammeln und immer mehr sammeln kann, je höher ich steige, werde ich natürlich so hoch wie nur möglich gehen. Wenn ich allerdings ab der Hälfte des Berges keine neuen Beeren finde (also keinen Vorteil mehr erlange) warum sollte ICH PERSÖNLICH dann bis zum Gipfel steigen? Es mag vereinzelt Menschen geben, die an das Gemeinwohl denken, doch auch bei diesen ist irgendwann einmal eine Grenze erreicht.

    Dies hast du bereits bemängelt, aber dieser Verfall geht noch weiter: wenn der Mensch merkt, dass er die selben oder ähnliche Leistungen auch durch so gut wie keinen Aufwand erhalten kann (Unterstützung durch Staat<--- verstaatlichtes Einkomen) so wird er nicht mehr leisten als er unbedingt muss. Zurückfallen im Vergleich international? noch untertrieben... Da dies nur als autarker Staat durchsetzbar währe, würde dieser alleine sämtlichen Anforderungen Schultern müssen und seine Autarkie auf "Ex und Hopp" wieder verlieren... Es gab diverse Anläufe in der Vergangenheit, die dies zum Teil umgesetzt hatten (Däderä [DDR], o.ä.) und sind alle gescheitert. Interessant ist ein Ansatz in einem kleinen südafrikanischen Land (weiß leider nicht mehr genau welches, müsste ich bisschen forschen) die eine Lithiummine "verstaatlicht" haben, jeder dem Stamm zugehörige erhält Anteile aus dem Gewinn der Mine, nicht viel, aber es sichert doch das Überleben. Funktioniert aber leider auch nur im Kleinen...

    nice idea, but this is reality....


    ACHTUNG: Dieser Beitrag spiegelt lediglich meine PERSÖNLICHE MEINUNG wieder und ist nicht als allgemeingültiges Konzept zu verstehen. Sollte ich falsch liegen oder zu einem meiner Punkte Klärungsbedarf bestehen, bin ich offen für eine ORDENTLICHE und FUNDIERTE Diskussion. Derjenige weiß, wer hier gemeint ist.

    LG Golofar

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Golofar ()

  • Golofar schrieb:

    Ich stimme meinem Vorposter zu, ausgenommen den letzten Absatz. Hierzu enthalte ich mich jeglichen Kommentares.

    Interessant ist deine Idee der "verstaatlichung des privaten Einkommens". Nette Geste, alles über einem bestimmten Wert zu beschlagnahmen und für z.B. soziale Projekte auszugeben. Aber werfen wir doch mal einen Blick auf die menschliche Mentalität. Wenn ich einen Berg hinaufsteige, um Beeren zu sammeln und immer mehr sammeln kann, je höher ich steige, werde ich natürlich so hoch wie nur möglich gehen. Wenn ich allerdings ab der Hälfte des Berges keine neuen Beeren finde (also keinen Vorteil mehr erlange) warum sollte ICH PERSÖNLICH dann bis zum Gipfel steigen? Es mag vereinzelt Menschen geben, die an das Gemeinwohl denken, doch auch bei diesen ist irgendwann einmal eine Grenze erreicht.



    Wie gesagt, es ist ja nicht so, dass es keinen weg gibt über sagen wir mal 2,5Mio€ zu konsumieren.
    Man muss nur etwas von seinem Geld ausgeben, um selbiges wieder verdienen zu können.
    Will heißen wenn jemand eine Firma oder ein Patent (was in jener Staatstheorie Anteile am Gewinn den jemand mit der Idee macht bedeuten würde) innehat, welche/s ihm auch 2,5Mio pro Tag bringen würde, könnte er einfach über die Maßen konsumieren, was auch wieder der Wirtschaft zugute kommen würde.
  • ThePatridiot schrieb:

    Wie gesagt, es ist ja nicht so, dass es keinen weg gibt über sagen wir mal 2,5Mio€ zu konsumieren.
    Man muss nur etwas von seinem Geld ausgeben, um selbiges wieder verdienen zu können.
    Will heißen wenn jemand eine Firma oder ein Patent (was in jener Staatstheorie Anteile am Gewinn den jemand mit der Idee macht bedeuten würde) innehat, welche/s ihm auch 2,5Mio pro Tag bringen würde, könnte er einfach über die Maßen konsumieren, was auch wieder der Wirtschaft zugute kommen würde.



    Nur zur Klärung: du willst also nicht eine standartisierte Tabelle anlegen, wer bei so-und-soviel Einkommen einen gewissen Betrag zahlen muss (gemeinhin Steuer genannt), sondern dies dann bei jeder Person/Firma individuell festsetzen? Dann währe der soziale Status direkt von der Regierung festgelegt? Eine Grenze, bei der (individuell festgelegt) direkt alles zusätzliche Einkommen einkassiert wird, ist nicht durchsetztbar (soziale Ungerechtigkeit), einzige Möglichkeit, sozial Aufzusteigen, bestünde dann nur in einer staatlichen Bewilligung, bzw. durch Kauf eines "Reichtumscheines"? Nicht wirklich angenehme Vorstellung...

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Golofar ()

  • Golofar schrieb:

    ThePatridiot schrieb:

    Wie gesagt, es ist ja nicht so, dass es keinen weg gibt über sagen wir mal 2,5Mio€ zu konsumieren.
    Man muss nur etwas von seinem Geld ausgeben, um selbiges wieder verdienen zu können.
    Will heißen wenn jemand eine Firma oder ein Patent (was in jener Staatstheorie Anteile am Gewinn den jemand mit der Idee macht bedeuten würde) innehat, welche/s ihm auch 2,5Mio pro Tag bringen würde, könnte er einfach über die Maßen konsumieren, was auch wieder der Wirtschaft zugute kommen würde.



    Nur zur Klärung: du willst also nicht eine standartisierte Tabelle anlegen, wer bei so-und-soviel Einkommen einen gewissen Betrag zahlen muss (gemeinhin Steuer genannt), sondern dies dann bei jeder Person/Firma individuell festsetzen? Dann währe der soziale Status direkt von der Regierung festgelegt? Eine Grenze, bei der direkt alles zusätzliche Einkommen einkassiert wird, ist nicht durchsetztbar (soziale Ungerechtigkeit), einzige Möglichkeit, sozial aufzusteigen, bestünde dann nur in einer staatlichen Bewilligung, bzw. durch Kauf eines "Reichtumscheines"? Nicht wirklich gerecht...




    was? nein....
    Ich denke mir, dass die Steuern je nach einkommen in einer potenziell ansteigenden Kurve eingehoben werden.
    Will heißen, wenn jemand zB. 2,4Mio hat werden 99% seines Einkommens abgezogen.
    Wenn diese Person sich aber nun eine Yacht um 2Mio€ kauft, hat sie ja nur mehr 0,4 wodurch das Einkommen wieder weniger besteuert wird.
    Dadurch würde das Konsumverhalten der Reichen extrem angeregt werden, was in erster Linie (wie im Anfangspost erwähnt) präventiv verhindern soll, dass Geld zu lange aus dem Umlauf bleibt. (wie zB bei Milliardären, deren Geld der Gesellschaft genau nix bringt)
  • ThePatridiot schrieb:

    Zitat von »Golofar«

    Zitat von »ThePatridiot«
    Wie gesagt, es ist ja nicht so, dass es keinen weg gibt über sagen wir mal 2,5Mio€ zu konsumieren.
    Man muss nur etwas von seinem Geld ausgeben, um selbiges wieder verdienen zu können.
    Will heißen wenn jemand eine Firma oder ein Patent (was in jener Staatstheorie Anteile am Gewinn den jemand mit der Idee macht bedeuten würde) innehat, welche/s ihm auch 2,5Mio pro Tag bringen würde, könnte er einfach über die Maßen konsumieren, was auch wieder der Wirtschaft zugute kommen würde.




    Nur zur Klärung: du willst also nicht eine standartisierte Tabelle anlegen, wer bei so-und-soviel Einkommen einen gewissen Betrag zahlen muss (gemeinhin Steuer genannt), sondern dies dann bei jeder Person/Firma individuell festsetzen? Dann währe der soziale Status direkt von der Regierung festgelegt? Eine Grenze, bei der direkt alles zusätzliche Einkommen einkassiert wird, ist nicht durchsetztbar (soziale Ungerechtigkeit), einzige Möglichkeit, sozial aufzusteigen, bestünde dann nur in einer staatlichen Bewilligung, bzw. durch Kauf eines "Reichtumscheines"? Nicht wirklich gerecht...





    was? nein....
    Ich denke mir, dass die Steuern je nach einkommen in einer potenziell ansteigenden Kurve eingehoben werden.
    Will heißen, wenn jemand zB. 2,4Mio hat werden 99% seines Einkommens abgezogen.
    Wenn diese Person sich aber nun eine Yacht um 2Mio€ kauft, hat sie ja nur mehr 0,4 wodurch das Einkommen wieder weniger besteuert wird.
    Dadurch würde das Konsumverhalten der Reichen extrem angeregt werden, was in erster Linie (wie im Anfangspost erwähnt) präventiv verhindern soll, dass Geld zu lange aus dem Umlauf bleibt. (wie zB bei Milliardären, deren Geld der Gesellschaft genau nix bringt)


    Ok, danke, das hatte ich missverstanden.

    Bezieht sich die beispielhafte Marke auf reinen Konsum, oder wird auch Eigentums- und anderweitige Vermögenswerte eingerechnet?

    Bedenke auch, dass gewisse wirtschaftliche (Trans-)Aktionen gewaltige Summen beinhalten (Firmenübernahmen, Abfindungen, was weiß ich) um diese Prozesse weiterhin zu ermöglichen müssten die Grenzen so weit angehoben werden, dass dein gewünschter Effekt fast schon wieder nichtig ist.

    2. Hauptproblem: Bedenke die Vermögensverteilung innerhalb des Staates. Es sind nur wenige Millionäre oder gar Milliardäre in Deutschland vorhanden, der Rest (ich schätze jetz mal aus der Luft 70-80%) sind solche Gelbeträge höchstens aus der Klatschpresse gewohnt. Wie willst du so dein System am laufen erhalten, wenn du kein regelmäßiges Einkommen besitzt, das auch nur ansatzweise im richtigen Verhältnis Zahlender - Empfangender besteht

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Golofar ()

  • Nein ich habe nicht gemeint, dass der Konsum besteuertz wird. Im Gegenteil. Das Einkommen wird besteuert, wodurch Leute nur durch Konsum wieder GEld bekommen konnen, da sie dann ja wieder Geld verdienen können....

    btw. die Zahlen sind nur Platzhalter. Das müsste schon einer ausrechnen, wieviel Prozent man bei wieviel Einkommen/Vermögen einkassieren müsste.
    Und von wegen riesige Firmen-Transaktionen: Die riesigen Firmen wären in diesem System verstaatlich und Privatunternehmen würden nie in so eine Monopolsutuation wie zB. Nestle und Konsorten kommen.

    PS:Ich würde auch gerne über eure Ansichten etwas lesen UND über meine Utopie lesen, anstatt nur letzteres zu tun. xD

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ThePatridiot ()

  • StayAwayLP schrieb:

    Geht man zuweit in die jeweilige Richtung (liberal,sozialistisch...) ist es nur schädlich für den Staat.


    Da würde ich dir aber nicht zustimmen. Hinter jedem System steckt auch irgendwo das Ideal und das sollte funktionieren. Sonst würde es warscheinlich kaum einer vertreten. Auch ein Sozialismus, oder ein Kommunismus würde nach den Idealvorstellung von Marx funktionieren und wäre meiner Meinung nach auch ein System, das gerecht wäre. Jedoch kann jedes System nur bestehen, wenn auch genug Menschen diesem folgen. Auch der Staat muss sich komplett danach ausrichten! In der DDR zum Beispiel gab es ein Staatssystem, das nicht wirklich vollendeter Sozialismus war. Wen das mehr interressiert, der sollte sich da mal schlau machen und zwar nicht bei den Standard-Schulbüchern, die einem, aufgrund des "Sieges" der BRD, verklickern, dass die DDR total schlecht war und sich alle Einwohner dieser total freuen und dankbar sein sollten das die BRD sie "gerettet" hat.

    Meiner Meinung nach sollte man sich mal neue Systeme einfallen lassen und nicht auf ewig einstudiertem rumhocken. Wir haben in Deutschland eine Demokratie, doch hat das Volk weniger Mitspracherecht als in anderen Länder (Bsp. Schweiz: Volksentscheide, die alles kippen können.) Bsp.: Wir haben Leute im Bundestag zu sitzen, die dort schon ewig sind. Sie haben warscheinlich noch einen Fahrer, verkehren nur unter gleichgestellten und sollen am Ende darüber entscheiden, wie es im ÖPNV weitergeht. HAALLLOO!? Der Typ hat seit 20 Jahren die Bahn nur mal auf einem Foto gesehen und soll mir dann sagen was los ist!? Natürlich hat er Berater, die ihm das alles schildern, doch nur wenn man es selber macht, hat man zu dem Ganzen doch die nötige Tiefe um es auch ordnungsgemäß zu bearbeiten!
    Einen Sozialismus hat es auch noch nie gegeben. Warum? Der Sozialismus baut darauf auf, das die Proletarier den Kapitalisten die Produktionsmittel (Fabriken, etc.) wegnehmen und diese selbst verwalten. Die Regierung ist nur dafür da die Kapitalisten klein zu halten, bis sie sich eingliedern. Wenn das passiert ist, dann kann sich die Regierung auflösen oder sie koordiniert nur noch die Wirtschaft. Die Staatsform danach nennt man Kommunismus. Doch welcher Fabrikbesitzer will sich gerne seiner Fabrik entledigen?

    Genau aus diesem Gründen sollte man sich was neues überlegen, denn keiner hat Bock darauf in einer Revolution mitzumischen, geliebte Mitmenschen zu verlieren (Bsp.: Sozialismus) und am Ende dann doch nichts zu bewirken.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von WalkDownAgain ()

  • Ich möchte behaupten, wir leben nicht im Kapitalismus. Denn würden wir das, dann würde sich der Markt eigentständig regeln und Angebot und Nachfrage würden den Preis bestimmen. Würden wir im Kapitalismus leben gäbe es eine Vielzahl verschiedener Marken und Läden, dennoch beobachten wir das exakte Gegenteil: Statt des alten Tante Emma Ladens nebenan, hat ein Supermarkt aufgemacht, der selbst Teil einer riesigen Kette ist. Kleine Trödelläden für Elektronik und Co.? Nicht da, stattdessen haben wir überall Saturn und Media Markt anner Ecke stehen.

    Nun, wenn wir keinen Kapitalismus haben, was haben wir dann? Offensichtlich keinen Kommunismus. Ich denke, das sieht jeder. Tatsächlich nennt sich unser sich als Kapitalismus tarnendes Wirtschaftssystem Korporatismus, bzw. Neokorporatismus, ein System, das ähnlich einer Oligarchie funktioniert. So gibt es eine "Konzernelite", die auf der Welt 80% der Einnahmen für sich beansprucht und aufgrund dessen eine Art Monopolstellung besitzt, die sie ausnutzt, um aus der Menschheit eine Knechtschaft zu schaffen.



    Gibt einen ganz interessanten Artikel in einem Blog, den verlink ich euch mal hier .


    Aber zurück zum eigentlichen Thema: Ich bin überzeugter Liberalist. Sozialliberal, um genauer zu sein, sprich meiner Meinung nach sollten alle Menschen die gleiche Chance haben, etwas aus ihren Leben zu machen. Wenn sie dies nicht schaffen, sind sie selbst schuld. Dementsprechend finde ich auch das Wirtschaftssystem Kapitalismus attraktiver als das des Kommunismus.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Ark ()

  • Das ideale Weltbild? Die gesamte Weltbevölkerung sitzt bei Kaffee und Kuchen zusammen, keiner hasst den anderen und sämtliche Entscheidungen werden per direkter Demokratie getroffen.
    Soviel zur Utopie. Bei Fragestellungen wie dieser muss vorher immer festgelegt werden, inwieweit die Antwort realistisch sein soll - denn diese Komponente ist indirekt proportional zur Entscheidungsvielfalt, ergo zur Summe der sinnvollen Antworten.

    Bleiben wir also mal knallhart realistisch und klappern die möglichen Illusionen dezidiert ab.

    Direkte Demokratie - In der Theorie das Optimum, da hier kein Bürger auf die Idee kommt, es werde über seinen Kopf hinweg entschieden. Zudem verlangt diese Form der Demokratie deutlich mehr Transparenz; blicke ich nämlich nach Berlin und in die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten, so fühle ich mich nach Strich und Faden fehlinformiert, um nicht zu sagen, verarscht.
    Ich glaube auch, dass eine direkte Demokratie prinzipiell in einem 80 Millionen-Staat wie Deutschland funktionieren würde, würde man die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nur optimal ausnutzen. Sprich, Abstimmungen per Internet, dann auch mit einem tatsächlich sicheren Personalausweis als Identitätsnachweis. Das Problem liegt viel eher darin, diese Praxis in der Gesellschaft zu etablieren. Hier besteht ein ständiger Generationenkonflikt, denn die momentane Hauptwählerschaft, die älteren Bevölkerungsgruppen, würden bei schlagartiger Einführung eines innovativen Systems welcher Natur auch immer mehrheitlich auf der Strecke bleiben.

    Kommunismus - Klingt es nicht toll, dass alle glücklich und zufrieden sind mit der Tatsache, dass alle gleich viel bekommen? Toll vielleicht, aber nicht menschlich. Wir sind noch immer Jäger und Sammler, wollen unsere Trophäen erjagen und anpreisen, wollen uns abgrenzen vom drögen Rest, wollen Individualität. Wir sind gierig. All das verbietet der Kommunismus. Hier erfolgt eine Gleichschaltung, nichts anderes, aber das widerspricht der menschlichen Natur.
    Doch auch hier liegt das Problem eher in der Übergangsphase. Wie macht man solchen Menschen ein eigentlich sinnvolles System schmackhaft? Diejenigen Kinder, die mit dieser Ideologie aufwachsen, sind nicht die Frage, denn diese glauben an den Sinn. Das Problem sind die Skeptiker, die beide Seiten der Medallie kennen.
    Weiterhin krankt der Kommunismus an einer elementaren Sache: Quis custodiet ipsos custodes? - Wer überwacht die Wächter? Es muss irgendeine Instanz geben, die das Gleichheitsniveau festlegt, die die Güter verteilt, ergo eine andere Stufe einnimmt als das gemeine Volk. Dies widerspricht erstens dem Gleichheitsgrundsatz und zweitens birgt es Missbrauchspotential. Diejenigen Menschen, die mit dieser Aufgabe betraut sind, könnten und werden schlussendlich ihre Befugnisse pervertieren um sich zu bereichern.
    Sicherlich, man könnte das ganze einen riesigen Computer machen lassen - aber auch hier frage ich, würdet ihr dem trauen?


    An dieser Stelle noch ein Wort zu ThePatridiot:
    Was du da ansprichst ist mir keinesfalls fremd. Die Idee, das Horten von Geld zu verunmöglichen, habe ich in irgendeinem Artikel eines Ökonomen mal gelesen (ich meine es war Hans-Werner Sinn, beschwören würd ichs aber nicht). Wenn ich ihn finde, poste ich ihn hier.
    Da wurde nämlich unter anderem die interessante Idee angerissen, befristetes Geld auszugeben. In der Praxis also €-Scheine, die nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gültig sind, ab dann verlieren sie linear an Wert. Eine, in meinen Augen, rein plakative Idee, das Prinzip dahinter und hinter deinen Aussagen allerdings halte ich für sinnvoll. Das System krankt nämlich tatsächlich daran, dass zu viel Geld aus dem Kreislauf verschwindet. Die Billionen, die an der Börse "verbrannt" werden, um nur ein Beispiel zu nennen, lösen sich ja nicht in Luft auf. Geld verschwindet nicht, Geld wandert.

    Und hier kommt die Aussage von ark ins Spiel. Endlich, ENDLICH jemand, der mich für dieses Postulat nicht auslacht. Ich würde allerdings insoweit spezifizieren, denn das ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, dass hier nicht nur von Konzernen wie Bosch, die tatsächlich Güter produzieren, die Rede ist, sondern größtenteils von Finanzkonzernen. Barclays, Goldman Sachs, HSBC und Konsorten. Die Verbindung von Plutokratie und Oligarchie ist es, die so gefährlich ist.
    Und ebendiese Finanzkonzerne sind es auch, in deren Taschen das Geld fließt. Im 19ten Jahrhundert hat die Wirtschaftselite den Arbeiter per Leistung ausgebeutet. Heute beutet sie ihn per Kapital aus.