Glück - Gedankenexperiment

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  • Glück - Gedankenexperiment

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    Hallo meine Lieben,
    ich weiß, dass es durchaus nicht üblich ist, dass gerade ich einen Thread eröffne und schon gar nicht im Diskussionsbereich, doch Freunde und ich hatten letztlich eine anregende Diskussion über ein Thema. Ich werde es euch nun erklären :

    Es geht um ein Gedankenexperiment.. Ihr selbst habt nur 2 Möglichkeiten.
    1) Ihr lebt euer Leben ''normal'' und so, wie es ist.. So, wie es nun mal kommt, mit Höhen und Tiefen. Mit Freude, Glück, aber auch Trauer...
    oder
    2) Ihr werdet für den Rest eures Lebens an eine futuristische Maschine angeschlossen. Die Maschine versorgt euch durchgehend mit Glückshormonen und ihr werdet euch fortan so fühlen, als hättet ihr einen konstanten Orgasmus. Bedenkt aber, ihr seit in einer Art Dämmerzustand, der verhindert, dass ihr jemals wieder Kontakt zu anderen Menschen haben könnt. Die Menschen, die ihr seht, sind alle nicht real, aber davon werdet ihr nichts merken. Für euch wird das alles sich real anfühlen. Ihr werdet durchgehend nur Glück haben und auch nichts davon wissen, dass ihr in diese Maschine gestiegen seid.

    Es gibt durchaus Menschen, die zum Optimismus/Pessimismus neigen und genau deswegen frage ich euch;
    Wofür würdet ihr euch entscheiden? Würdet ihr euer derzeitiges Leben gegen ein lebenslanges Glücksgefühl tauschen?

    Was ich fast vergaß : Nach etwa 2 Jahren kommt ihr kurz aus der Maschine raus und dürft eure Ziele für die nächsten 2 Jahre innerhalb der Maschine festlegen. Ihr legt eure Ziele fest, die ihr dann, dank der Maschine, auch zu 100% schafft. Von dieser kurzen ''Pause'' außerhalb der Maschine wisst ihr in der Maschine allerdings nichts mehr.

    Ich hoffe, ihr werdet ein bisschen was diskutieren.
    Grüße Tammy

    Kleiner Edit:
    Gazu schrieb es so schön :
    Der Fall dass du Glück nicht mehr kennst wiel es kein Unglück gibt, wird niemals eintreten, darum geht es in dem Experiment.
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Tammy100131 ()

  • Diskussionsgrundlage gegeben.

    Ich persönlich würde mein Leben nicht tauschen wollen gegen ein lebenslanges Glücksgefühl...
    Leid, Trauer und das alles gehört für mich zum Leben mit dazu.
    Für mich sind das wichtige Sachen ohne welche auch etwas fehlt...


    They weren't bad people, they were just... insignificant. And I wanted to be different. Special. I wanted to change. A new name; a new life.
    -Sylar
  • Ich tendiere zu einer Antwort, dazu muss aber das Experiment noch etwas genauer beschrieben werden, bzw die funktionsweise der Maschine.
    Zuerst wird nur gesagt, sie pumpt einen durchgehend mit Glückshormonen voll.
    Dann heißt es, es gibt Menschen die wir sehen, die aber nicht real sind, und Ziele die man festlegen darf und erreichen wird durch die Maschine.
    Sprechen wir also von einer virtuellen Realität die uns durch die Maschine eingetrichtert wird?
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    Naja ich liebe mein Leben..ich fände es langweilig wenn man überhaupt keine Tiefen und Leiden hätte und nur Glück oder so. Wäre ein bisschen unnormal..dennoch würde ich sowas gerne ausprobieren - vorrausgesetzt meine Gesundheit wird nicht gefährdet dadurch. Gibts so eine Maschine wirklich? Wäre epic.dann könnt ich mir als Ziel setzen 100.000 Abonnenten zu holen und dann nach 2 Jahren bin ich pro & so. BAWSLIEK.
  • Einem solchen Experiment würde ich auch ohne jedweden Rückhalt zustimmen. Es hätte etwas so ... episches! Man wüsste nicht, dass man in dieser Maschine feststeckt und hätte den Eindruck alles wäre so real. Das ganze Leben voller Glück und Zuversicht, alles würde perfekt laufen. Keine Trauer und keinen Schmerz ... Könnte man sich dran gewöhnen. Außerdem würde man nicht ein Mal mitbekommen, dass es unnatürlich gut läuft, weil man ja, einmal in der Maschine drin, es gar nicht mehr anders kennt.
    Natürlich würde sich die Frage der Finanzierung stellen, aber so wie ich das sehe, kann das momentan ruhig außer Acht gelassen werden.
    Zu den Selbstmordgefährdeten: Ich empfinde es eher als einen Schrei nach Aufmerksamkeit. Von vielen Bekannten weiß ich ja, dass ihre Eltern kaum Zeit für sie haben.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von TheGuilvan ()

  • Wenn ich in dieser Glücksmaschiene feststecken würde, könnte ich das Glück gar nicht spüren. Der Grund ist simpel: Ich würde nicht mehr wissen, was Glück ist. Für mich wäre das ja dann alltäglich. Aus der Sicht des realen Lebens hätte ich es zwar super, aber da ich mich ja selber in diesem Zustand befinde und nur noch Glück verspüre, verliere ich den Sinn dafür, was Unglück ist.

    Angenommen ihr fahrt mit dem Auto auf der Autobahn und konntet nur knapp einen schweren Unfall verhindern. Das erste, was ihr euch denkt ist "Glück gehabt". Weil ihr wisst, dass es hätte anders sein können. Und dieses Wissen verliert man in der virtuellen Welt der Maschiene.

    Eine Medaille hat immer zwei Seiten. Es gibt kein Licht, ohne Schatten und es gibt keinen Schatten ohne Licht.

    MfG
    Manuel
  • Kann "DieAldiBrüder" nur zusttimmen!
    Wie soll man Glück erkennen, wenn man die gegenseite nicht (mehr) kennt?!

    Solch ein Experiment wäre für mich undenkbar!Nur der wechsel zwischen guten Tagen und schlechten Tagen macht für mich lust weiterzuleben. Eine ständige Konstante , wie in diesem falle Glück, würde mir doch den Lebenswillen rauben.
    MfG
  • Ich würde so ein Experiment nicht mal testen. Weil man davon auch sowas wie eine Suchtgefahr hätte. Z.b. nach dem Experiment wenn mans nur versucht hat denkt man sich, das es im richtigen Leben ja richtig scheisse ist. Also zieht man sich somit noch tiefer runter gen Selbstmordgedanken. ^^ Also kurz ich stimm auch DieAldiBrüder zu. Und würde so ein Experiment nie versuchen. ^^
    mfg hortor
  • So eine Maschine hat für mich durchaus einen Reiz. Es gibt schon genug Momente, wo ich mir gedacht habe, dass es hätte anders laufen können/sollen und wie viel schöner es doch wäre, wenn einem alles leicht von der Hand gehen würde.

    Es erinnert mich aber vor allem an Platons Höhlengleichnis. In der Ma0schine wäre man ja ähnlich gefesselt, und die Schatten an der Wand sind auch nicht die Wirklichkeit - allerdings weiß man das nicht, solange man nicht losgelöst wird. Man hält alles für wahr, was einem vorgesetzt wird.
    Und wenn man dann doch hinaus in die Wirklichkeit geworfen wird, dann will man nirgendwo anders hin als wieder zurück in die Maschine/Höhle, weil man mit der wahren Welt gar nicht umgehen kann.

    Ich persönlich führe aber auch lieber ein Leben mit Herausforderungen.
  • Ich habe das Gefühl, das ganze wurde hier von einigen ein wenig Missverstanden.
    Das Experiment ist NICHT das Anschließen von Menschen an die Maschine für einen festgelegten Zeitraum bzw, wie auch im Eröffnungspost beschrieben, für das ganze Leben.
    Das Gedankenexperiment handelt von der Überlegung, ob man sich selbst dazu entscheiden würde, sich an diese Maschine zu binden.
    Insofern ist es total hinfällig zu sagen, man würde so einem Experiment zustimmen oder es testen (oder eben nicht).
    So viel dazu.

    Des weiteren denke ich auch, dass es hier nicht darum geht, ob einem ein einseitiges Leben vorgegaukelt wird, in dem einem immer alles gelingt und man nichts anderes kennt, wodurch auch das Glücksgefühl verschwindet, da man ja sowieso nichts anderes kennt.
    Das hätte eben zur Folge, dass die Ausschüttung von Glückshormonen nicht mehr stattfindet.
    Aber genau dieser Fall wird ja auch von der Maschine abgefangen, sprich, trotz der Illusion eines einseitig positiven Lebens bleibt das Glücksgefühl erhalten.
    Und genau das ist der Knackpunkt, man soll sich entscheiden, ob man dieses wirklich reine Glück, Tag für Tag, gegen sein aktuelles Leben tauschen würde, auch wenn es nur eine Illusion wäre, wovon man ja aber wiederum nichts mitbekommt sobald man an der Maschine angeschlossen ist.
    Oder anders ausgedrückt, ihr erfahrt Glück weiterhin genauso intensiv wie Leute, die sich auch täglich mit all den negativen dingen des Lebens herumschlagen müssen. Nur dass ihr eben die negativen Dinge nicht mehr erfahren werdet.
    Ansonsten wäre dieses ganze Gedankenexperiment einfach nur sinnlos.

    Angesichts des von mir dargelegten Verständnisses des Experiments vertrete ich 2 Einstellungen dazu:

    1.) Hätte ich denselben "Glückslevel" wie in meinem aktuellen Leben(welcher wie ich denke relativ gut ist im großen und ganzen, verglichen zu anderen Leuten die ich kenne), ohne dass ich irgendwelche zwischenmenschlichen Bindungen hätte, die mir sehr viel bedeuten, und von denen ich weiß, dass das auf Gegenseitigkeit beruht, dann würde ich mich darauf einlassen.
    Denn meiner Meinung nach besteht das Fundament des Lebens aus dem Streben nach Glück.
    Mit dieser Maschine wäre das Glück permanent gegeben, und damit meine ich permanent.
    Ich will hier nochmal betonen, dass es nicht dazu kommen wird, dass ich das Glück irgendwann nicht mehr wahrnehmen werde, die Maschine verhindert das.
    Ich hätte ein von Sorgen befreites, perfektes Leben.
    Dagegen ist für mich, als egozentrisches Indidivuum, welches nichts anderes als sich selbst hat, nichts einzuwänden.

    2.)Fakt ist, dass es eine Menge von Menschen gibt, denen ich mindestens genauso wichtig bin, wie sie mir.
    Das anschließen an dieser Maschine käme für all jene Menschen meiner Beerdigung gleich.
    Wenn ich mir vorstelle, dass sich einer dieser von mir geliebten Menschen dafür entscheiden würde, sich für so eine Maschine aus meinem Leben zu verabschieden, dann kann ich es nicht mit mir vereinbaren, eben jedem dieser Menschen genau das gleiche anzutun.

    Mein Fazit lautet also: Nein, so eine Maschine käme für mich nicht in Frage.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gazu ()

  • Die ganze Idee ist "unterschwellig" geklaut. Ähnliches Prinzip steckt auch im Film "Inception". Sprich das Ende des Films.

    Man kann nun ne Menge rumphilosophieren über diese Maschine --> Sprich Wert von Freunden für dich selbst und für sie, Verantwortungen gegenüber dich und anderen etc etc. Allerdings ist diese ganze Diskussion viel zu weitreichend, als dass man sie nun abhandeln könnte.

    Man muss das Experiment ändern. Sprich man IST einfach in diesem Experiment schon drin. Denn selbst würde man sich nun nie dazu entscheiden seine Persönlichkeit zu ändern, da wir alle Egoisten sind (kommt mir nun nicht mit "jaja aber ich hab meine Freunde Familie so lieb und bla -- dadürch fühlt ihr euch auch besser, sprich es herrscht eine art tauschhandel zwischen gesellschaft und glück/geborgenheit ) .

    Weiterhin muss man in der glücksWelt ein Jahr verbringen (und zwar zuerst in der Welt) und danach 1 Jahr in der realen Welt (Einsteigen in die Maschine löscht das Gedächtnis der realen Welt. Dann würden 97% einen Scheiß auf jetzt geben und wieder in die Maschine wollen. Denn alles was man hier hätte hätte man dort in schön.



    Allerdings würde ich selbst nicht in die Maschine steigen wollen (Nach geltendem Experiment), da ich ebenso Egoist bin ;)



    Edit:
    Wenn es wie in meinem Experiment stattfinden würde, würden wir so ziemlich alle dort bleiben wollen... ich erinnere noch einmal an "inception" auch er blieb da.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Sollevitum ()

  • Sollevitum schrieb:

    Die ganze Idee ist "unterschwellig" geklaut. Ähnliches Prinzip steckt auch im Film "Inception". Sprich das Ende des Films.

    Habe Inception nicht gesehen, aber wenn es stimmt was du sagst, glaubst du dass Inception der absolute Vorreiter dieser Idee war?
    Der philosophische Grundgedanke kursiert gewiss nicht erst seit wenigen Jahren durch unsere Welt.
    Des weiteren ist eine Idee nicht automatisch geklaut, nur weil mehrere Personen sie hatten, und eine davon zufällig die erste war ;D

    Sollevitum schrieb:

    Man kann nun ne Menge rumphilosophieren über diese Maschine --> Sprich Wert von Freunden für dich selbst und für sie, Verantwortungen gegenüber dich und anderen etc etc

    Verstehe ich nicht.
    Ich finde nicht, dass man hier über die Maschine rumphilosophieren kann, was sie tut und wozu sie da ist wurde meiner Meinung nach (nach einer kleinen Nachfrage) klar beschrieben, auch wenn einige hier das trotzdem missverstanden haben, ein Rumphilosophieren über sie kommt mir im Rahmen dieses Experiments trotzdem nicht in den Sinn.
    Den Wert von Freunden für einen selbst und für "sie", ist damit die Maschine gemeint?
    Nunja, es ist eine Maschine...welche von diesen Werten könnte sie schon annehmen?
    Also ich weiß einfach nicht was genau du jetzt mit dem ganzen Satz aussagen wolltest.

    Sollevitum schrieb:

    Man muss das Experiment ändern.

    Nein muss man nicht ?(
    Das Experiment ist gut so wie es ist, es ist ein Gedankenexperiment mit klar definiertem Hintergrund, der den Teilnehmern abverlangt sich mit ihrer Psyche auseinanderzusetzen, und das auch noch eben so objektiv wie möglich.
    Und das hier...

    Sollevitum schrieb:


    Weiterhin muss man in der glücksWelt ein Jahr verbringen (und zwar zuerst in der Welt) und danach 1 Jahr in der realen Welt (Einsteigen in die Maschine löscht das Gedächtnis der realen Welt.

    ...beschreibt etwas ganz anderes, und zwar ein konkretes Experiment, bei dem es erst nach der Ausführung des Inhalts zu einem Ergebnis kommt.
    Und da du ja offenbar ganz genau weißt wie das ausfallen würde...

    Sollevitum schrieb:

    Dann würden 97% einen Scheiß auf jetzt geben und wieder in die Maschine wollen.

    ...könnte man sich dein Experiment schenken, nicht aber das hier vorliegende Gedankenexperiment, dessen Problematik vorwiegend ethischer/moralischer Natur ist (zB "Kann ich es mit mir vereinbaren nicht mehr selbst für mein Glück verantwortlich zu sein?" etc) und keiner Ausführung Bedarf, sondern nur etwas Überlegung und den jeweiligen Statements die daraus hervorgehen.

    Sollevitum schrieb:

    Allerdings würde ich selbst nicht in die Maschine steigen wollen (Nach geltendem Experiment), da ich ebenso Egoist bin ;)

    Erklärung?
    Alles weist bisher darauf hin, dass ein Egoist die Maschine nutzen würde.
  • Also wenn man mich heute fragt würde ich dem Experiment definitiv nicht zustimmen. Hätte man mich allerdings Donnerstag oder Freitag gefragt hätte ich wahrscheinlich sofort ja gesagt. Warum dieser Sinneswandel fragt ihr euch? Kennt ihr das wenn ihr auf einmal eine Person kennen lernt die an sich für euch in diesem Zeitpunkt der wunderbarste Mensch der Welt ist? Wenn ja das wisst ihr warum dieser Sinneswandel. Ich kann leider behaupten das ich einer von diesen, wie Tammy schon oben erwähnte Teenager (höhö bald nicht mehr :3) bin der unter Depressionen leidet, sogar unter ziemlich starken. Nehmen wir mal an es ist Donnerstag letzte Woche und man würde mich fragen ob ich bei diesem Experiment mit machen möchte. Wie schon gesagt würde ich sofort zustimmen weil ich zu dem Zeitpunkt sehr egoistisch veranlagt war und mal wirklich nur an mich gedacht hab, also im Prinzip sch*** auf Familie und Freunde, vermissen würde dich sowieso kein Ar***. Genau das war mein Standpunkt bis Samstagabend/Sonntag. Ich muss dazu sagen das ich der Meinung bin das jeder Mensch das vollkommene Glück verdient hat. Naja gut vielleicht auch nicht jeder, aber immerhin fast jeder. Und würde man mich in diese Maschine stecken würde sich für mich auch nicht sooo dermaßen viel ändern, nur das ich meine Familie nicht mehr habe und ich mal glücklich bin. Also mal ganz ehrlich.. Warum erfindet man nicht eine Maschine mit der man alle Emotionen vollkommen steuern kann und sie (die Maschine) auch ausschalten kann? Wären wir dann nicht alle im Prinzip zu frieden? Jeder der das vollkommene Glück verspüren möchte kann es sich einfach auf ''Knopfdruck'' holen und trotzdem normal und in der Realität weiter leben. Ich bin zwar eigentlich weder Opti- noch Pessimist ich bin eigentlich ein Realist der versucht alles neutral zusehen bzw. das was glücklich machen kann auch als dieses anzusehen und umgekehrt, und das obwohl ich sehr depressiv veranlagt bin und auch wenn ich oftmals sehr ins pessimistische rein rutsche versuche ich trotzdem auch mal optimistisch zudenken und zu handeln.

    Naja back to topic.
    Wie gesagt heute würde ich nein sagen. Vor nicht einmal einer Woche hätte ich sofort zugestimmt. Ich denke das sagt alles zu diesem Thema.
  • So hab mal nur die ersten Posts durchgelesen, aber es sind folgende Dinge zu beachten:

    1. Glück ist relativ. Wenn man permanent Glück hat, dann ist das normal. man ist also nicht mehr glücklich sondern fühlt sich wahrscheinlich total hohl an. Wenn das Maximum an Glückshormonen erreicht ist, dann ändert sich nichts mehr. Es gibt keine Empfindungen.

    Wenn man dann aus der Maschine raus kommt oder die Maschine defekt ist, wird man wahrscheinlich sofort an den Entzugserscheinungen sterben oder zumindest in ein unglaubliches Depriloch fallen in dem man nurnoch Schmerz empfindet.

    Einen Gedanken zu fassen über die Zukunft wäre hier nicht möglich, außer vielleicht sich selbst umzubringen.

    Die ganze Sache erinnert mich an Matrix. Der Mensch kann nicht in reinem Glück leben. Das wusste auch der Regisseur.

    Ich denke nicht, dass ein Egoist die Maschine benutzt sondern viel eher Menschen die keinen klaren Blick auf die Zukunft haben bzw. die Folgen nicht erfassen können.

    Wie Midas, der alles zu Gold verwandelt oder der König, der all das Salz in seinem Land in Gold verwandeln lies. Es scheint was ganz tolles zu sein, aber nach der ersten Euphorie merkt man, dass es die beschissenste Idee des Lebens war.
  • Sollevitum schrieb:

    Die ganze Idee ist "unterschwellig" geklaut. Ähnliches Prinzip steckt auch im Film "Inception". Sprich das Ende des Films.

    Leider kenne ich den Film nicht, sondern habe mich nur auf den letzten Ethikunterricht bezogen.. Allerdings; Selbst, wenn es im Prinzip der Film ist, warum darf ich nicht nach eurer Meinung fragen?
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  • Ein sehr schöner wenn auch wirklich nicht gerade neuer Gedanke. Und dabei rede ich nicht von Inception der dieses Thema meiner Meinung nach so gut wie gar nicht streift (und dessen ende viel mehr offen ist als offensichtlich) sondern...naja, von verschiedenstes Gedanken Experimenten.

    Mein Vorposten hat ja schon Matrix in den Raum geworfen, was ich ja eigentlich tun wollte, hätte sich aber vielleicht mal die Posts von Gazu lesen sollen.
    Es stellt sich nicht die Frage o die Maschine defekt sein könnte o.ä.
    Bei dieser Entscheidung geht es nicht darum, wie es einem in dieser Maschine gehen würde. Gazu hat vollkommen recht: Der Pegel des Glücks kann nicht absinken, da der Körper nun mal selbst keine Glückshormone ausstößt sondern von der Maschine Voll gepumpt wird.
    Case solved.

    Die Frage die sich stellt ist die, ob man lieber in einer (vermutlich) realen Welt leben möchte in der es Probleme, Schmerzen und neben bei immer wieder mal Glück gibt. Oder aber ob man lieber in einer Virtuellen/Irrealen Welt lebt die dafür absolut Perfekt ist.

    Matrix hat dieses Thema eben auch, nur in eine andere Richtung. Wollen wir in einer Welt leben die so ist wie unsere, aber nicht echt? Oder lieber in einer die echt ist dafür aber einer Hölle ähnelt?

    Nun, was die Frage mit dem Egoisten angeht... naja... das ist schwer.
    Letztlich ist eigentlich jeder Mensch ein Egoist. Niemand macht auch nur eine Sache ohne dabei nicht an sich zu denken. Natürlich bekommt man oft nichts für nette Sachen die man tut, nicht einmal Dank, aber man hat immer noch das Gefühl, gerade das Richtige getan zu haben. Würde man wissen weder dieses Gefühl noch Dank noch sonst irgendeinen positiven Effekt davon zu tragen würde man es nicht tun. Punkt.

    Leider ist das Ganze ein Gedankenexperiment bei dem man selbst nicht wirklich sagen kann ob man mit machen würde oder nicht.
    Jetzt werden die meisten (die die Frage richtig verstanden haben und sich dann die Frage des Egos stellen) sagen "Nein, ich würde nicht hinein gehen. Ich Habe Menschen die mich lieben und die möchte ich nicht verletzen."
    Dieser Gedankengang rührt schätze ich mal daher, dass diese andere Möglichkeit des ewigen Glücks schlicht und ergreifend nicht Existiert. Man kann sich also Gefahrlos den positiven Gedanken gönnen: "Mir geht mein Umfeld über mich selber. Ich bin kein Egoist."
    Gefahrlos deshalb, da es ja nichts gibt was man dafür verlieren würde.
    Gäbe es die andere Möglichkeit nun aber wirklich frage ich mich was ein Mensch haben müsste oder sich von der Entscheidung gegen die Virtuelle Realität verspricht, dass er ein paar Stunden/Tage schlechtes gewissen und dafür danach ein Leben voller Glück nicht ertragen möchte.
    Falls ihr versteht was ich meine.

    Es ist auf alle Fälle sehr interessant und ich werde den Thread mal noch ein wenig im Auge behalten ;)