Tipps zum Moderieren und Sprechen

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  • Tipps zum Moderieren und Sprechen

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    Hallo, ich habe das Forum mal durchsucht, konnte aber nichts zu dem Thema finden. Nach 2 Seiten-Suche jedes Suchanfragenversuchs hoffe ich, ihr verzeiht mir wenn es das schon gab.

    Nach meinen ersten Let's Play Episoden habe ich manchmal festgestellt, dass ich beim Sprechen stolpere, mir die Themen ausgehen oder das, dass was ich sagen möchte nicht so rüberkommt, wie ich es gerne hätte.
    Auch dieses durchaus freundliche Angebot der Feedback auf Anfrage (danke nocheinmal dafür :-)) machte mir klar das man an der Redekunst/Moderation viel drehen und arbeiten kann.
    Ob jetzt CEO einer Firma oder Moderation beim Let's Play, dieses Thema ist kein kleines.

    Auch beim Rumsurfen in diesem Forum habe ich festgestellt, das ich nicht der Einzige bin, der ein paar Rethorik-Tipps gebrauchen könnte.
    Daher mal meine Frage ob es ein paar "Verhältnissmäsig" einfache Kniffe oder Tipps gibt, an denen man Ansetzen kann.

    Dabei spielt sowohl die Redetechnik als auch die Audiotechnik (aufnahme) eine Rolle. Wenn ihr also irgendwelche Tipps, Links, Tutorials oder Ähnliches kennt währe ich froh darüber.
    Es ist mir klar das es letzlich immer noch viel Arbeit bedeutet gut zu Sprechen, aber mit dem richtigen Know-How ist es eventuell besser anzusetzen.
  • panade schrieb:


    Auch dieses durchaus freundliche Angebot der Feedback auf Anfrage (danke nocheinmal dafür :-))

    Kein Problem. Gerne doch, dafür bieten wir das an!

    Meine Erfahrungen;
    Übung macht den Meister.
    Damals habe ich auch versucht krampfhaft Themen zu finden und ständig irgendwas zu sagen.. Habe mir teilweise ''Scripte'' geschrieben...
    Heute macht es keinen Unterschied, ob ich spiele UND aufnehme, oder just spiele.
    Ich rede nämlich auch beim ''privaten'' Spielen viel zu viel....
    Feedback von mir für euch 2.0 | erneute Feedbackfee!
  • Ich hab selbst immer das Gefühl, dass ich zu wenig erzähle, aber dann wurde mir gesagt, ich würde wie Gronkh klingen. :rolleyes:
    Naja, ich denke man sollte da sowieso seinen eigenen Weg finden. Wenn man zu sehr versucht, jemand anderes zu sein, dann wirkt das einfach nicht mehr natürlich, und der versierte Zuschauer bemerkt sowas natürlich. Ich persönlich finde auch eigentlich die Momente, in denen der Let's-Player überrascht wird und seine unverfälschte Emotion zum Besten gibt, am sympathischsten. :) Deswegen bin ich einfach so, wie ich immer bin - und wie Tammy schon sagte, Übung macht den Meister.
  • Naja ich bin von mir aus der Meinung wenn ich etwas wie jetzt, Super Meat Boy Let's Playe und ich teilweise Minutenlang in einem Level hänge, dann lebt das Let's Play ja eigentlich nur durch Reden. In diesem Punkt muss man Gronkh glaub nicht immitieren, wenn man sagt das Spiele in denen ab und zu wenig passiert, man eben etwas mehr Reden sollte/könnte.

    EDIT: Klar muss man auch so seinen Stil finden, aber es gibt mir ein wenig zu denken wenn ich nicht motiviert wirke obwohl es mir doch auch Spass macht. Auch wenn ich das nicht unmittelbar sage.
    Beispielweise rede ich in Super Meat Boy davon "wieso ich das überhaupt spiele", weis aber ganz genau das diese Selbstironier dahinter, das ich es dennoch tue auch mich selbst zum Lachen bringt. Das Spiel ist ja trotzdem saugut :D

    Wenn man sagt, jemand klingt Monoton was bedeuted das? Muss man mehr Schwung reinbringen, oder aktiver werden. Villeicht auch an und an etwas Brüllen, auch auf die gefahr hin das meine Nachbarn mich für noch kaputter halten als ich eh schon bin? :D

    Ich habe auch eine Testaufnahme zu einem Spiel gemacht in dem ich viel Lesen muss/kann. Ist es da klüger sich vorher die Dialoge zu Notieren oder kommt es von Selbst dan man Stolpler minimiert?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von panade ()

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    Das von dir angesprochene kommt am ehsten bei neueren Leuten vor, welche Spiele spielen die Storytechnisch nicht so viel anbieten.

    Am eimfachsten wäre es natürlich ein Spiel zu wählen, bei dem man auf quasi alles eingehen kann. Mit Minecraft als Extrembeispiel müsste man viel eigenes einbringen, da das Spiel einfach wenig hergibt über das geredet werden kann. ("Oh schau mal Dreck und Erde und Steine oooh :D Der Stein hat sich gesetzt und nochmal")

    Wenn du selbst noch nicht so frei reden kannst/dir die Themen ausgehen, dann überleg dir davor (wie bei einer Präsentation) worüber du reden willst. Überleg dir grob wie du das ganze einleitest und welche themen du anscheiden willst.
    Wenn ich z.B. Assassins creed spiele und mir überlege dass es doch ganz interessant wäre ein wenig über da vinci zu erzählen, dann informiere ich mich ein wenig und vergleiche dann z.B. die Figur im Spiel noch mir der Realität und schon hast du wenn du zwischendrin ein wenig Story hast bestimmt 20 Minuten LP.

    Ein ganz anderer Punkt ist wie du deinen Inhalt nach außen darstellst. Ständig übermäßig Euphorisch zu reden ist natürlich nicht das Richtige. Monotone Ausdrucksweise jedoch auch nicht. Ansprechend Reden kann man natürlich auch üben :D wüsste aber keine spezifischen Tipps^^

  • Wenn du selbst noch nicht so frei reden kannst/dir die Themen ausgehen, dann überleg dir davor (wie bei einer Präsentation) worüber du reden willst. Überleg dir grob wie du das ganze einleitest und welche themen du anscheiden willst.
    Wenn ich z.B. Assassins creed spiele und mir überlege dass es doch ganz interessant wäre ein wenig über da vinci zu erzählen, dann informiere ich mich ein wenig und vergleiche dann z.B. die Figur im Spiel noch mir der Realität und schon hast du wenn du zwischendrin ein wenig Story hast bestimmt 20 Minuten LP.


    Naja, da wir eh schon bei Gronkh sind. Er brachte mal diesen lustigen Spruch, dass er ja nur seinen Kiefer bewegen würde und ihm die Worte so aus dem Mund fallen.
    Ohne ihn jetzt zu immitieren (ich möchte meinen eigenen weg finden) ist mir das aber auch schon aufgefallen und Passiert. Da Rede ich dann über, vorsichtig gesagt "blödsinn, wie die Gebrüder grimm weil ich irgendwie drauf gekommen bin. Oder die Killerspiel Diskussion und dass Super Meat Boy ja viel agressiver macht. :D Also Thematisch denke ich ist das oft auch Unterhaltsamer nonsens. ^^
  • Und daran ist auch absolut nichts auszusetzen^^ Ein dummer Versprecher kann für den zuschauer ganz lustig sein und Themen bei denen du denkst dass sie nicht so gut waren kann ein anderer Top finden. Jeder hat so seinen eigenen Stil, was gut so ist. Hijuga z.B. Plappert manchmal in Cutszenen was nicht so jedermanns Geschmack ist und viele meckern teilweise (einmal wars aber wirklich schlimm :D) aber andere finden es dadurch lustig auch wenn es ein wenig die Atmosphäre raubt.
    LP-Themen sind eben so individuell wie die Stimme oder die Spielweise ^^

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lunnaris ()

  • Es schaut total blöd aus, aber es sieht ja (normalerweise) niemand: Stell dich einfach mal vor den Spiegel und erzähl dir selber was! Schauspieler, Theaterdarsteller, Radiomoderatoren, alle machen das.. In diesem Fall hat es wirklich wenig mit Talent zutun, du musst es einfach nur oft genug machen, ruhig auch mit viel Mimik dabei - das wirkt sich auch positiv auf die Stimmsicherheit aus. Morgens wenn du dir die Haare machst, wenn du dich rasierst, einfach mal mit dem Spiegel quatschen, ruhig total übertrieben und über alles mögliche. Auch beim Duschen und Klogang.. :D Beim Kochen, reden, reden, reden. :thumbup:
    Wenn sich das Gehirn erstmal darauf eingestellt hat, auf Kommando irgendeinen Mist von sich geben zu müssen, wird dir das in Zukunft viel leichter fallen. Wie oben schon jemand erwähnt hat, Übung macht den Meister.

    LG Sinan
    Findet das neue Forum eigentlich ganz schick. :love:
  • Falls du weniger spontan bist, schreib dir doch auf einen Zettel auf, was du in diesem Part sagen willst, am besten nicht ganze Sätze, das kommt komisch rüber, am besten 1-2 Stichworte.

    Und GANZ wichtig, lass dich durch einen Versprecher niemals(!) aus der Fassung bringen. Nimm es lustig und lach drüber, anstelle zu sagen "oh ehm .. ich meinte natürlich [...] und nicht [...]"

    Jump & Runs sind meistens schwer zu kommentieren, vor allem Super Meat Boy, bei anderen J&R kann man über den Hintergrund, die Gegner reden. Ansonsten informiere dich vor dem aufnehmen ein wenig über das Spiel, und bringe ein paar "Fun Facts" die nicht jeder kennt. :)
  • Also mein Tipp, mache ich selber so, ich habe in einem Ü-Ei sone figur gehabt, beim lets playen lege ich die immer vor mein bildschirm und rede mit ihr, erzähl ihr irgendwas, oder noch geiler, weil die figur den bildschirm nciht sieht erklär ich ihr was ich mache, usw. probiers aus, funkioniert bei vielen gut, die ich kenne
  • Vielen dank für die vielen Tipps und Kniffe. :D (super Community hier, ich kenn andere Boards wo nur Trollantworten kommen)

    Also am Anfang die ersten paar Folgen war es ein wenig seltsam mit dem PC zu sprechen. Mittlerweile ist das für mich aber nichtmehr das problem, ich rede sozusagen ja für denjenigen der das Video schaut. Vergleichbar mit einer Mischung aus Teamspeak gespräche und jemanden eine Nachricht hinterlassen. Nur das ich eben unmittelbar, also vom hier und jetzt rede.

    Bei manchen versprechern, kann man es ja auch zum Gegenstand des Gesprächs machen. Wie gesagt hatte Gronkh mit seiner "Wörter fallen nur so aus dem Mund" nicht unrecht. :D

    Aber wie sieht es mit Elan aus? Ein Let's Play soll ja ein Stückweit auch das miteinander Spielen simulieren. Also als Beispiel: Ich spiele mit meinem Bruder XBox, er besiegt mich und ich rege mich auf. Dadurch kommen ja Emotionen zum vorschein. Wenn man alleine Spielt sind diese Emotionen jedoch oft auch gediegener, was glaube ich auch ein Grund für Monotones wirken ist.
    Ist es daher villeicht besser ein bisschen aus sich herauszukommen und, ohne es künstlich zu machen, die Reaktionen ein wenig zu Übertreiben.

    Bei Super Meat Boy rege ich mich ab und zu schon auf, dann haue ich beispielweise auf den Tisch oder mache ähniches. Auch wenn der Zuschauer manches nicht sieht oder höhrt merkt er ja eine höhere oder kleinere Anspannung. Das kann ja auch durchaus Unterhaltsam sein. Stichwort "Schadenfreude" :D

    Ist es aber villeicht auch soetwas das schlechte Stimmung erzeugt. Den Let's Player also wirken lässt als hätte er keinen Spass?
    Mir fällt es immernoch ein wenig schwer einzuschätzen was monoton und was übertrieben wirkt.
    Um jetzt mal 2 Berühmte beispiele aufzuführen wie sie auf mich wirken:

    Gronkh:
    - Gronkh spricht mit viel elan und eben gezielten Übertreibungen. Das weis der Zuschauer und mag er meistens auch. Dieses "Schauspielern" vermischt sich oft, bzw wechselt oft zwischen echten Emotionen und gekünstelten Emotionen.
    Hijuga:
    - Hijuga spricht eher rhuiger und bedachter. Bei ihm klingen Sätze eher geplant und kontrolliert. Das macht das Let's Play von ihm etwas entspannter aber manchmal auch weniger actionreich.

    Beide sind Top Let's Player, ist also monotones Wirken oft auch von der Bewertung her von der Person abhängig? Wie hier schon jemand sagte sollte man ja den gesunden Mittelweg finden, aber die definition fällt mir eher schwer.
    Villeicht habt ihr ja auch mal ein Paradebeispiel (eventuell aus dem eigenen Arsenal) welches dafür gute Beispiele gibt.

    Ein weiterer Fragepunkt für mich währe auch, ist das wirken des Let's Players auch von der Lautstärke der aufnahme abhängig?
    Meine ersten 7 Folgen sind sehr leise, aufgrund eines Einstellungsfehlers der bei mir so nicht auftrat. (komische geschichte)
    Wenn meine Aufnahme also sehr leise ist, ich aber trotzdem mit Elan rede, könnte der Effekt dadurch ja auch sehr abgeschwächt werden oder?
  • Beim Vorlesen zu stolpern ist keine Schande. Und allgemein mal ins Stottern zu kommen, oder nochmal neu ansetzen zu müssen, sollte auch verständlich sein. Das kann man aber glaube ich verhindern, indem man sich mehr auf das Spielen als auf das Reden konzentriert. Der Nachteil ist nur, dass man dann manchmal nicht mehr weiß, was man eigentlich gerade sagt bzw. gesagt hat. Ich hatte schon öfters erst beim Schneiden bemerkt, dass ich total den Schwachsinn erzählt habe xD
    ich überlege mir auch vorher nicht, was ich sagen will oder zu wem ich das sagen will. Ich rede quasi mit mir selber, denke laut nach. Wobei man dann immer aufpassen muss nicht zu nuscheln, was leicht passieren kann.
    Irgendwann, wenn ich genug gespielt habe, konzentriere ich mich automatisch nicht mehr aufs Spielen, weil langweilig, und konzentriere mich aufs Sprechen. Das ist dann der Punkt an dem ich denke "hm, was sage ich jetzt nur..." und mir klar wird, dass ich die Aufnahme zum Ende bringen sollte. Manchmal tut mir auch einfach der Hals vom Sprechen weh, und ich merke, dass ich langsam mal aufhören sollte.
    Erst einmal habe ich mir schon vorher Gedanken darüber gemacht, was als nächstes im Spiel passieren würde und was ich darüber sagen könnte. Das war dann ungefähr 2 Minuten lang eine Erklärung, warum die Hydra wohl neue Köpfe bekommen könnte, wenn man die alten abschlägt. Dabei musste ich ab und zu kurz aufhören zu sprechen, weil ich mich aufs Spielen konzentrieren musste und deshalb nicht aufs Sprechen konzentrieren konnte. Quasi, wenn ich nicht darüber nachdenken muss, was ich sage, dann muss ich auch nicht aufhören zu sprechen.
  • Also ich hab mir das Video jetzt angeschaut, wurde doch öfters ma via Teamspeak unterbrochen. ;-D
    Ehm vielen Dank für den Link, das Video war klasse, der Vortrag war aufschlussreich und Unterhaltsam. :)
    Das Thema Selbstbewusstsein oder Emotionen übertreiben ist wohl eines der Knackpunkte die ich für mich rausfiltern und nutzen kann. Selbstbewusst reden, und Emotionen unterstreichen und ein wenig übertreiben. Das ist es eigentlich was ich auch für mich als Zuschauer und seit kurzem Let's Play Anfänger für wichtig erachte.

    Wenn ich ein Let's Play sehe, dann klicke ich in der Regel blind Videos an von Spielen die ich mag. Das ist der Aufhänger und ... ja der Catcher halt. Was mich aber als Zuschauer bindet ist der Let's Player selbst. Hat er Interessantes zu erzählen oder unterhält er mich schlicht nur. Darauf ob der User das gezeigte Spiel mag oder nicht, kann man als Let's Player nicht steuern, genausowenig ob er den Content des Kommentars mag oder nicht. Wichtig ist aber auch bzw. vor allem eine Zielgruppe zu finden. Dann mache ich das ja nicht für Kritiker X oder Hater Y, sondern für die... die durch mich Unterhalten werden. :D Um mal die Schlussfolgerungen bisher für mich zu ziehen.

    @TheFirgg Ich schalte auch mal abwechselnd jede Gehirnhälfte ab, ist ja ganz normal. Der Mensch ist nicht (ja nichtmal Frauen) Multitasking fähig. Mir passiert es dabei auch sehr häufig das ich den Faden verliere oder mich 10 mal wiederhole bis ich zum Punkt komme. Das wird auch dadurch bestärkt das ich allgemein ein sehr zerstreuter Mensch bin. (student halt :-D)
    Dann fange ich auch manchmal 5 Themen gleichzeitig an, das dies nieeee gut geht ist sollte ja logisch sein. ^^ Wenn mir das aber passiert bzw wenn ich es bemerke, versuche ich so gut es geht Thema für Thema zu einem Punkt zu bringen.
  • Jaaa, das mit dem gleichzeitig interessante Dinge erzählen und keinen Blödsinn im Spiel fabrizieren ist die höchste Kunst des LPlers. Manchmal habe ich das Gefühl, dass selbst die ganz alten Profis das nicht zu 100% schaffen.
    Ich bin gerade bei Folge 23 meines ersten Minecraft LPs und merke ständig, dass ich es überhaupt nicht hinbekomme, zeitgleich sinnvoll weiter zu bauen und etwas mit Inhalt (!) zu erzählen. Das gilt natürlich nur für kompliziertere Bauwerke und Mechanismen. Und da ist meiner Meinung nach (zumindest in Minecraft, aber das kann man sicher auch auf andere Spiele übertragen) der Knackpunkt.
    Ich behaupte, es ist einfach nicht möglich, beides gleichzeitig gut zu machen. Es geht einfach nicht. Das hängt bestimmt mit der Arbeitsweise des menschlichen Hirns zusammen. Vielleicht ist das Sprachzentrum, das komplexe Sätze formuliert und Zusammenhänge sucht einfach nicht kompatibel mit dem Logik-Zentrum, das das sinnvollste Verfahren zum Vorankommen im Spiel errechnet. Ist so meine Laien-Theorie zu dem Thema :D

    Ich bin zwar noch nicht lange dabei, aber glaube, dass der Schlüssel zum Erfolg das Gespür für die richtige Situation ist, um Themen anzuschneiden, die nicht das widerspiegeln, was man gerade tut. Wenn ich zum Beispiel gerade meine erste Mobfalle baue und mir was zum Wasserlauf überlegen muss (was man im Idealfall ganz nebenbei natürlich schon vor der Aufnahme hätte tun sollen), dann kann ich nicht zeitgleich einen vom Pferd erzählen, wie zB. meine letzte Fahrt mit der deutschen Bahn war. Wichtig ist jetzt, nicht alles gleichzeitig zu wollen. Wenn ich mal ein paar Minuten ins Grübeln komme, verzeihen mir das meine Zuschauer. Wenn es aber zu lange wird, sollte man sich schon überlegen, ob man nicht erstmal woanders weiter macht. Andersherum sollte man die Arbeit nicht unnötig in die Länge ziehen, indem man sich überhaupt nicht mehr auf das konzentriert, was man grad macht, weil man nur am Erzählen ist. Beispiel von mir: Ich wollte lediglich ein paar kleine Bewässerungsgraben für mein Weizenfeld mit Wasser füllen und habe fast die ganze Folge (ca. 15 min (!)) nur mit Wasser schöpfen mit EINEM Eimer verbracht, weil ich grad was gaaaanz Interessantes erzählt habe und zwischendurch keinen Arbeitsspeicher mehr frei hatte für die Idee, mir einfach mal 3-4 weitere Eimer zu craften. Kein Witz, war wirklich so. Daraus habe ich auf jeden Fall gelernt und ich hoffe, es passiert mir nicht noch mal.

    Gegenteilig ist es natürlich auch schlecht, seinen Redefluss immer wieder unterbrechen zu müssen, weil gerade was Wichtiges im Spiel passiert. Hinterher ist es dann schwierig, den Faden wieder zu finden und nicht 5 mal neu anzusetzen.

    Wenn es zum Beispiel noch ein paar stumpfe Arbeiten gibt, wie etwas abbauen o.Ä., dann ist das dann der richtige Moment, wieder einen Monolog zu beginnen. Beides sollte sich die Waage halten. NUR rumquatschen und gar keinen Bezug mehr aufs Spiel nehmen ist mindestens genauso schlecht, wie nur das Spiel kommentieren und gar nichts mehr nebenbei zu erzählen (beide Beispiele kenne ich gut). Das gilt natürlich nur für inhaltsschwache Spiele! Wenn das Spiel so ausfüllend ist, dass man sich selbst sehr zurückhalten kann, dann umso besser. Aber eigentlich gibt es fast immer mal Leerlauf-Situationen.

    Abschließend und zusammenfassend ist zu sagen, dass es einfach wichtig ist, die richtigen Situationen für seinen eigenen Senf zu erkennen. Wenn man nur eine kurze Anekdote erzählen will, muss man nicht so viel im voraus planen, aber wenns was Längeres werden soll, sollte man auf den richtigen Augenblick warten und seinen Monolog nicht dadurch zerstören, dass man ständig den Gedankengang unterbrechen muss.
    Umgekehrt sollte man keine wichtigen Spielmomente kaputt quatschen und einfach mal Hand anlegen. Streckenweise mal nur seine Gedanken zum Vorgehen zu äußern, ist durchaus angemessen und erwünscht.
    Meine Spielwiese: youtube.com/c/mattata90
  • MissMatta schrieb:

    Jaaa, das mit dem gleichzeitig interessante Dinge erzählen und keinen Blödsinn im Spiel fabrizieren ist die höchste Kunst des LPlers. Manchmal habe ich das Gefühl, dass selbst die ganz alten Profis das nicht zu 100% schaffen.

    Seitdem ich selbst Let's Plays mache, merke ich erst, wie oft Gronkh (oder andere) tatsächlich so richtig derben Quatsch erzählen, weil ich es bei mir selbst auch sehr deutlich merke. :D
  • Ich finde gerade den Verbalen nonsens in vielen Let's Plays sehr unterhaltsam :D
    Wieso soll ich mich 15 minuten mit Informationen bombardieren lassen wenn ich den Tag mit nem LP auskingen lassen will. ^^

    In Minecraft hat man es da auf der einen Seite gut, man schafft sich den Stoff selbst. Man hat eine Idee, die man dann umsetzt und dazu erzählen könnte plus den üblichen Nonsens. XD
    Bei Super Meat Boy mache ich es derzeit so, ich suche mir random Themen über Zeug was mich beschäftigt oder was mir einfällt wenn ich wo hänge. Immerhin Zeige ich ja ein Let's Play und offscreen is doof. :D
    Nur wenn du ne Stunde lang aufnimmst und sogar schon über die Brutalen Märchen von den gebrüdern Grimm geredet hast und du willst den Bundestag Super Meat Boy spielen sehen damit die wissen was wirklich AGRESSIIIIV macht, dann ist das Pulver halt irgendwann auch verschossen. ^^

    EDIT: Aber das währe mal ein cooles Thema für den Diskussionsthread ---> "Wenn der mentale Böller verschossen ist - Welche Themen sprecht ihr beim Let's Play an?"

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von panade ()

  • Julien schrieb:

    MissMatta schrieb:

    Jaaa, das mit dem gleichzeitig interessante Dinge erzählen und keinen Blödsinn im Spiel fabrizieren ist die höchste Kunst des LPlers. Manchmal habe ich das Gefühl, dass selbst die ganz alten Profis das nicht zu 100% schaffen.

    Seitdem ich selbst Let's Plays mache, merke ich erst, wie oft Gronkh (oder andere) tatsächlich so richtig derben Quatsch erzählen, weil ich es bei mir selbst auch sehr deutlich merke. :D



    Kenn ich das Gefühl :D Bei mir ist es manchmal sogar so, dass ich beim Reden einfach irgendetwas sinnfreies daherlaber, woran ich mich aber später nicht einmal mehr erinnern kann :D
    Ich guck dann nochmal über meine LPs drüber und denke mir "WTF, das hab ich gesagt?" :D