Was haltet ihr denn von Studentenverbindungen?

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  • Was haltet ihr denn von Studentenverbindungen?

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    Ja, die Überschrift des Themas sagt eigentlich alles. Würde mich mal interessieren, weil ein Bekannter von mir in diesem Semester in einer schlagenden Verbindung aktiv geworden ist und er, als durchaus linksliberaler Mensch, eigentlich wenig Schlechtes davon zu berichten hat, während der AStA Hasspredigten verfasst und die restliche Studentenschaft sich in "Is geil / Is ungeil / Is egal" spaltet.
  • Bei uns hats nich soviele Studentenverbindungen. Die AStA und UStA machen bei uns auch recht gute Gemeinschaftsarbeit. Wenns Probleme gibt usw, sind die super ansprechpartner. Mal davon abgesehen das man über die, auch die ein oder andere Studenten oder Ersti Partys erst machen konnte.

    Verbindungen an sich kenne ich nur wenige, bzw sind mir nicht viele bekannt. Und wenn man sie nach jetzt gut 3 Semestern nie bemerkt hat, können sie auch nicht sooo wichtig sein :D
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    Zu meiner Studienzeit hatte ich zuwenig Zeit um mich um sowas zu kümmern. An sich eine interessante Sache für Leute die sonst wenig soziale Kontakte und Hobbys haben. Ich schieb allerdings soetwas gerne in die Ecke der Dinge an denen man teilhaben will nur um Teil von etwas größerem zu sein als man selbst ist, um dann darauf stolz zu sein wer man/sie ist. Andere Beispiele wären Fußballsfans, Zeugen Jehovas und dergleichen.
  • Man muss in keiner Verbindung sein um Partys zu schmeissen und Events zu Organisieren... villeicht habich aber auch nur ne gute Hochschule erwischt was das betrifft :D

    Mit Vorträgen sind auch Events wie unser Games Day gemeint wo auch mal leute von Capcom und so auftauchen. Hochinteressant.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von panade ()

  • Gerugon schrieb:

    Zu meiner Studienzeit hatte ich zuwenig Zeit um mich um sowas zu kümmern. An sich eine interessante Sache für Leute die sonst wenig soziale Kontakte und Hobbys haben. Ich schieb allerdings soetwas gerne in die Ecke der Dinge an denen man teilhaben will nur um Teil von etwas größerem zu sein als man selbst ist, um dann darauf stolz zu sein wer man/sie ist. Andere Beispiele wären Fußballsfans, Zeugen Jehovas und dergleichen.

    Hm, klingt ja sehr plausibe... not. Daraus könnte man auch ableiten, dass Leute die sich gemeinnützig engagieren keine Hobbys und soziale Kontakte haben.
    Und bei Zeugen Jehovas muss ich noch einhaken. Vollkommen unqualifizierte Kommentar und offensichtlich reines Vorurteil, anstatt sachlicher Argumentation.
    Bei Fußball weiß ich es nicht. Bin auch null daran interessiert :D

    Also unsere Studentenverbindung(en) machen das, was sie tun ganz gut. Bis jetzt gab es noch keine Probleme. Von daher bin ich eig. recht positiv von ihnen überzeugt.

    Grüße
    Domi
  • Grundsätzlich sind Studentenverbindungen meiner Meinung nach eine gute Sache: Da wird sich eingesetzt für diverse Ziele, die Leute stehen von ihren Furzsesseln auf und brennen für etwas, wovon sie (aktuell) überzeugt sind.
    Man darf aber auch nicht vergessen, dass Studenten noch junge Menschen sind, die sich noch in der Selbstfindungsphase befinden und sich in dieser Zeit vielleicht für ein Extrem entscheiden (und extrem sind viele Verbindungen leider, zumindest bei uns, was sich aber schon allein davon ableitet, dass sich aller Spriit und jegliches Engagement aller Mitglieder meist auf ein einziges Themengebiet fokussiert), über welches sie einige Jahre später nur noch müde lächeln können. "Ach ja damals, als ich davon überzeugt war, mit meinen niedlichen Plakaten, meiner alternativen Kleidung und der Besetzung der Hörsäle die Welt retten zu können.... Das waren noch Zeiten, DA war ich noch glücklich, da war was los, da hab ich die Welt noch nicht so nüchtern gesehen, wie heute.
    Ob die Ziele der Studentenverbindungen immer so sinnvoll sind oder Zukunft haben, sei mal dahin gestellt. Wichtig ist eigentlich eher, dass sie überhaupt existieren, weil sie die jungen Leute dazu bewegen, an etwas zu glauben und gemeinsam etwas aufzubauen. Es hilft den weniger Selbstbewussten, Anschluss zu finden und den Introvertierten und Emotionsarmen kann es zeigen, was es bedeutet, für etwas einzustehen, zu brennen und einfach Einsatz zu zeigen. Ob es nun nur ein jugendlicher Ausreißer ist oder nicht, ist ja egal. Der Selbstfindung hilft es enorm.
    Natürlich gibt es auch immer Nachteile. Es hat schon genug Negativbeispiele gegeben, wo sich etwas für die Gesellschaft Bedrohliches und Gefährliches in den Hinterräumen der Uni oder in irgendwelchen Kellergemäuern aufgebaut hat. Und als es dann ans Licht kam, wars meist schon zu spät. Aber da kann man nicht immer etwas tun. Wenn die Verbindung im Untergrund arbeitet und nicht an die Öffentlichkeit geht, hat man ja keine Chance, rechtzeitig zu reagieren und die Leute dort heraus zu holen. Vor allem weil die Studentenzeit meist die Zeit ist, in der viele so unabhängig wie möglich von anderen Menschen sein wollen. Da sieht es mit Kontrolle schwierig aus. Auch die Uni kann dann nicht eingreifen, da sie gar nicht erst informiert oder zu Rate gezogen wird.

    Ich persönlich halte mich aus diesen Verbindungen heraus, weil ich was Überzeugungen angeht eher einzelgängerisch bin. Ich muss mich nicht einer Gruppe Gleichgesinnter anschließen, weil ich es viel interessanter finde, auf anders Denkende zu stoßen. Das erweitert meinen Horizont und öffnet mir die Augen für neue Sichtweisen.
    Meine Spielwiese: youtube.com/c/mattata90
  • Naja, Studentenverbindungen ne gute Sache?

    N Kumpel ist in einer und ich seh die immer nur am Saufen oder ihre komischen Traditionrituale durchführen, wobei diese meistens auch mit Saufen zu tun haben. Oder sie fechten einen auf einmal was vor. Mir kommen die vor (jedenfalls diese eine hütte, die ich da kenne im Grunewald) wie ein merkwürdiger Haufen, die irgendwie in ner Gemeinschaft sein wollen und es damit ein wenig übertreiben.
  • @TheOriginalDog
    Naja... ich habe jetzt auch eher von den engagierteren Verbindungen gesprochen, die sich auch wirklich für etwas gezielt einsetzen. Natürlich habe ich jetzt die Verbindungen, die nur da sind, um da zu sein außen vor gelassen. Bei uns verteilen viele Verbindungen Flyer und halten Vorträge oder organisieren Parties, Veranstaltungen und rufen zu Spenden auf. Wenn das bei euch nicht so ist, dann kannst du meinen Beitrag darauf natürlich nicht übertragen ;)
    Meine Spielwiese: youtube.com/c/mattata90
  • Meist stehe ich persönlich den Burschenschaften oft kritisch gegenüber, wie ich es bei fast jedem tue was eine für mich teilweise nationalistische bzw teilweise rechtspolitische Einstellung hat. Die Leute/Burschenschaften die ich kenne sind alle unter dem Dachverband DB zusammengestellt und daher zwingend schlagend (korrigiert mich wenn ich mich Irre). Oftmals habe ich die Mitglieder so erlebt, dass wenn man sich gegen Ihre Grundstellung, egal welcher Art, ob politisch, kirchlich oder rechtlich stellt sie teilweise sehr Aggressiv wurden und ich immer gleich beschimpft wurde. Da ich weiterhin nichts von dem Prinzip des Fechtens oder des Hintergedankens halte kann ich recht wenig mit solchen Burschaften verbinden. Gebe aber ehrlich zu auch einige Feiern mit ihnen abgehalten zu haben, da man ja erstmal nichts vorverurteilen soll.

    Ich weiß aber auch, dass es nicht nur solche Burschenschaften gibt und gerade das Prinzip hinter den Burschenschaften ähnlich dem der Gewerkschaften ist. Alte Burschen zahlen Beiträge um jungnen Burschen z.B. günstigere wohnen zu ermöglichen oder ähnlichem. Allerdings gibt es dafür auch andere durchaus bessere Institutionen wie Studentenwerke oder ähnlichem.

    Zu den organisierten Vorträgen: Persönlich halte ich von den Vorträgen nicht viel, da diese oft nur eintönig sind und oft nationalistisches Gedankengut rüberkommt. (Hier auch nur meine Erfahrungen).


    Meiner Meinung nach ist es sinnvoller während des Studiums eher den politischen Organisationen der entsprechenden Uni beizutreten, da diese keine komischen Aufnahmerituale besitzen und man sich dort gezielt für das wohlergehen an der Universität einsetzen kann.
  • @redw0lf
    Die Deutsche Burschenschaft ist, soweit ich mich erinnere, lediglich fakultativ-schlagend.

    @MissMatta
    Vielen Dank für den umfangreichen Beitrag, den muss ich erstmal auf mich wirken lassen^^'

    @ThePatridiot
    Da würde ich gern wissen, was an Gemeinschaftsgefühl/Kameradschaft durch ein gemeinsames Ziel jetzt so unglaublich falsch ist Oo Obwohl ich auch von vielen Leuten gehört habe, dass in Österreich die Uhren sowieso anders ticken.
  • Die Sache ist die, dass da zuviel politische macht auf dem Spiel steht obwohl eigentlich keine werte aktiv vertreten werden. Die Läufen halt in Uniform herum, weil ein verwandter das zuvorgenannten gleich gemacht hat und beginnen so ihre machtnetzwerke zu stricken...
    Edit: sry von wegen Fehlern ( Scheiß Autocorect am iPhone)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von ThePatridiot ()

  • Solche Vereinigungen übertreiben es gerne mal und sofern man anderweitig soziale Kontakte hat, beispielsweise einen ausreichend großen Freundeskreis und sich da auch zu beschäftigen weiß, braucht man diese Vereinigungen nicht. Dient der Belustigung in meinen Augen ;)
  • Ich finde eigentlich, das Studentenverbindungen, Burschenschaften, Corps, oder was auch sonst immer nichts schlimmes wären, wenn da nicht die politische Ausrichtung und natürlich das schlagen wären. Ich hab sogar überlegt in ein Corps einzutreten, aber sich Mensuren schlagen zu lassen ist mir echt zuwider. Es gibt da ja genügend die politisch nicht speziell ausgerichtet sind, meistens mit einer konservativen Grundeinstellung. Positiv sind da im Grunde die Kontakte zu nennen, die man so nicht nur bekommen kann, sondern fast schon aufgezwungen bekommt und natürlich, dass man einen schnellen Freundeskreis bekommt und damit einen verleichterten Einstieg ins Studium. Aber sich dafür Narben ins Gesicht schlagen zu lassen, nee danke. Oder sich politisch für irgendwas festzulegen. Ich bleibe frei. :)
  • TheOriginalDog schrieb:

    Naja, Studentenverbindungen ne gute Sache?

    N Kumpel ist in einer und ich seh die immer nur am Saufen oder ihre komischen Traditionrituale durchführen, wobei diese meistens auch mit Saufen zu tun haben. Oder sie fechten einen auf einmal was vor. Mir kommen die vor (jedenfalls diese eine hütte, die ich da kenne im Grunewald) wie ein merkwürdiger Haufen, die irgendwie in ner Gemeinschaft sein wollen und es damit ein wenig übertreiben.
    Die in der Taubertstraße? Wie hießen die nochmal?, es liegt mir auf der Zunge. Borussen?
    Naja, obwohl ich momentan noch mit meinem Abi beschäftigt bin, steh ich schon mit halben Fuss durch familiäre Freunde in einem Corps, im Prinzip das Gleiche, nur noch n bisschen älter und nicht unter einer einheitlichen politischen Gesinnung. War da auch schon ein paar Mal mit den Menschen saufen, war lustig, sie haben mir erfolgreich die 3 Schluck Technik beigebracht.
    Und das akademische Fechten find ich eigentlich auch ganz geil, ich mag es einen Gegner zu haben, den man die Niederlage in Formen eines Schmiss o.Ä. ansieht :D

    Edit:
    Ich finde eigentlich, das Studentenverbindungen, Burschenschaften, Corps, oder was auch sonst immer nichts schlimmes wären, wenn da nicht die politische Ausrichtung und natürlich das schlagen wären. Ich hab sogar überlegt in ein Corps einzutreten, aber sich Mensuren schlagen zu lassen ist mir echt zuwider. Es gibt da ja genügend die politisch nicht speziell ausgerichtet sind, meistens mit einer konservativen Grundeinstellung. Positiv sind da im Grunde die Kontakte zu nennen, die man so nicht nur bekommen kann, sondern fast schon aufgezwungen bekommt und natürlich, dass man einen schnellen Freundeskreis bekommt und damit einen verleichterten Einstieg ins Studium. Aber sich dafür Narben ins Gesicht schlagen zu lassen, nee danke. Oder sich politisch für irgendwas festzulegen. Ich bleibe frei. :)
    Mensuren haste ja nur, wenn du kein guter Fechter bist. Also schön üben ;)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ark ()

  • Ark schrieb:

    Mensuren haste ja nur, wenn du kein guter Fechter bist. Also schön üben ;)

    Zumindest da wo ich mich erkundigt habe, gig es wirklich ums "Mensuren schlagen lassen". Corps Wasweißich. In seiner Studienzeit musste man sich Mensuren schlagen lassen, auf den Kopf, oder ins Gesicht. Man setzt sich da hin und bekommt die Augen vernünftig geschützt und ein Kollege haut einem dann eine Mensur 8| . Und das habe ich nicht falsch verstanden.

    EDIT: Hui, glatt geirrt :P

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von PermafrostLP ()

  • PermafrostLP schrieb:

    Ark schrieb:

    Mensuren haste ja nur, wenn du kein guter Fechter bist. Also schön üben ;)

    Zumindest da wo ich mich erkundigt habe, gig es wirklich ums "Mensuren schlagen lassen". Corps Wasweißich. In seiner Studienzeit musste man sich Mensuren schlagen lassen, auf den Kopf, oder ins Gesicht. Man setzt sich da hin und bekommt die Augen vernünftig geschützt und ein Kollege haut einem dann eine Mensur 8| . Und das habe ich nicht falsch verstanden.
    Das wäre auf keinen Fall der Sinn eines tatsächlichen Duells, man ist ja kein Hardcore Emo :D
    Les dir mal diesen Artikel zum akademischen Fechten durch, das sollte Klarheit schaffen :)