Was macht eine Story gut?

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  • Was macht eine Story gut?

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    Die gesamte Frage lautet: Was macht eine Story aus? Wodurch wird sie gut? Was macht sie schlecht? Gerne mit Beispielen.
    Ich denke es ist weniger ne Diskussion als eher eine Meinungsumfrage. Diskutieren könnt ihr dennoch. ;)

    Und damit keiner sagen kann ich hätte keinen Anfang gemacht:
    Eine gute Story macht für mich aus, dass es verschiedene Charaktere, die auf unterschiedliche Situationen entsprechend ihres Charakterbildes handeln und man auch mitbekommt, wie im Hintergrund alles verstrickt ist, zusammenhängt und auch Auswirkungen auf die Geschehnisse haben. Als Spieler ist man dabei quasi mittendrin. Und diesen Punkt erfüllen meiner Meinung nach leider relativ wenige Spiele oder bringen es nicht angemessen rüber.
    Die Charaktere wirken auf mich meistens relativ platt oder geben zu wenig von dem Hintergrund preis oder das Spiel selbst wird später so übermäßig abgehoben (spielerisch durch zu viele Gegner, athmosphärisch durch immer weiter fortwährende Steigerung o.ä.), dass die gesamte Atmosphäre zerstört wird und somit die Geschichte nicht mehr rüber kommen kann. Die meisten schaffen später übrigens letzteres oder ersteres. So hat Borderlands zum Beispiel einfach nur platte Charaktere ohne wirkliche Beweggründe. Noch schlimmer ist Rage. Ein Positivbeispiel wäre für mich Darksiders. Die verschiedenen Charaktere haben verschiedene Ziele und versuchen sich gegeneinander auszuspielen.

    Hinweis: Ich möchte in keinem Fall die Qualität der genannten Spiele bewerten oder anzweifeln oder gar anmaßen, dass ein Spiel nur durch eine gute Story spielenswert wird. Mich interessiert nur (auch durch die USK-Diskussion ausgelöst), welche Stories aus welchem Grund besser sind als andere und wo sich der Begriff Story von anderen wie Atmosphäre abgrenzt.
  • Hm, gibt es einen unterschied zwischen einer Welt und einer Story? ich gehe mal davon aus, dass es den gibt.
    Eine gute Welt wäre für mich, wenn es indivduelle Charaktere gibt, verschiedene Orte, und alle auf alles immer reagieren. Dementsprechend muss das Spiel aber auch sehr flexibel sein, und man muss viele Möglichkeiten haben.

    Eine gute Story muss für mich quasi das beinhalten, was Julien geschrieben hat.
  • für mich kommt es drauf an was für ne gerne es ist und in welcher "situation" oder "zone" oder zeit sich das ganze abspielt.
    die charakäre sollten nicht alle so gleichtönig sein wie jetzt beispielsweiße bei so rollenspielen mit quests oder so. das sie sagen "ja, hallo mach des für mich und du bekommst das" ... BORING! da möcht ich schon ein bisschen mehr gefühl und mehr einzellne infos oder smalltalk haben.
    die charaktäre sollen ihre spezielle eigenschaft dann zum vorschein bringen oder ihre art gegenüber charaktären die angst oder jemanden fremd sind usw.
    und nicht gleich so her kommen und sagen "ich kenn dich nicht aber egal. ich hab ne aufgabe für dich. nimm diese 500€ und bringe sie zur bank oder sowas" also... jaaa ehmm...
    kommen wir mal eher zur storry.
    also ich finde sollche komplexen und "geheimen" storys gut.
    beispiel: du bist ein ganz normaler typ der zur arbeit geht doch dann puff ein gebäude fliegt ganz in deiner nähe in die luft und du wirst entführt und wirst wegen irgendetwas abgefragt wovon du keine ahnung hast. sie versuchen dir die informationen rrauszuprügel aber dann merkten sie du weißt nix und versuchen dich umzulegen und *pam* du bist "tot". doch lustiger weiße überlebst du und versuchst dich in deinem halbtoten zustand rauszukämpfen und failst schowieder weil es soviele sind doch dann kommen andere und so weiter...

    es soltle viel action, horror wo man auch wirklich angst bekommt, hummor, ausgefallene tiefsinnige dialoge kommen, damit man auch mehr details von der storry mitbekommt oder auch so informationen ergatert um mehr mit zu bekommen. die stimmung muss auch ausgewogen sein damit es nicht zu langweilig wird.
    die gegend sollte nicht so langweilig vorkommen kann aber auch mal eintönig sein kommt halt ganz drauf an wie was und wo.

    es sollte wendungen und dreher haben aber richtige. wo man denk kake nein warum!?

    naja für so ne storry wärs den entwicklern zu viel arbeit weil sie ja eher auf grafik aus sind als sich auf das ganze feeling der story und die geschehnissen und orte zu konzentrieren...
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    Mich sollte in einer guten Story vorallem die Charakter fesseln. Ich muss mich richtig in die Gefühle und Emotionen der Personen des Spiels hineinversetzen. Ich sollte mitfühlen können. Ansonsten ist für mich eine Story nicht gut gelungen. :)
  • Also ich beziehe mich jetzt mal speziell auf Open-World-RPGs.

    Für mich ist eine Story dann gut, wenn die Nebenmissionen gut mit der Hauptmission harmonieren. Bei vielen RPGs hat man das Gefühl, daß die Nebenmissionen das Game nur künstlich in die Länge ziehen sollen. Vor allem sollten auch die Nebenmissionen möglicht oft eine neue Herausforderung sein und nicht nur die 20. Höhle mit immer den gleichen Monstern. Da erwarte ich bei einer Nebenmission mehr Kreativität.

    Als gute Story sehe ich da z.B. das Rollenspiel Risen. Am Anfang mal hier und da eine Nebenmission, die sozusagen Stand alone war und später fast immer irgendwie gut mit der Hauptmission verknüpft. Auch die kleine, in Risen eigebaute Flirtgeschichte, fand ich recht nett.

    Was ich in letzter Zeit gar nicht mehr mag sind diese sogenannten überraschenden Wendungen, wie zum Beispiel, daß einer der ehemals Guten plötzlich böse wird und zu einem Gegner. Das ist mittlerweile zu abgedroschen und nervt nur noch, find ich. Selbst bei Risen war es wieder so.

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    ◆ Meine Empfehlung: FarCry ◆ Laufendes Projekt: World of Tanks

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    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von SheratanLP ()

  • Ich bin ein totaler Story-Fanatiker, der auch selbst Fantasy-Stories schreibt (im asiatischem stil), obendrein bin ich von Japanischen Konsolen-RPGs begeistert.
    Zu meinen totalen lieblingsspielen zählen Final Fantasy, Tales of Vesperia, Star Ocean, Secret of Mana, Dragon Quest usw.

    was für mich eine Story atemberaubend macht, ist Dramatik, Emotionen, Tiefgründigkeit, eine Moral dahinter und epische Charaktere. Eine zusammengewürfelte Truppe, die nicht unterschiedlicher sein könnte: wie zB in vielen Final Fantasies, aber auch in Herr Der Ringe, dem Urvater des Fantasy.

    was für mich eine story zerstört sind stumpfe emotionen, unklare erzählung, langweilig gestaltete charaktere, und natürlich das komplette gegenteil von dem, was eine story ausmacht.
    Eine Story fesselt mich nur dann, wenn ich mitfühlen kann.
  • Wenn ich mich auf speziell ersteinmal auf Bücher beschränke ist es, dass man für den Charakter einen guten Hintergrund braucht und der auch entsprechend rüberkommt. Selbst wenn sich der Hintergrund des Charakters erst gegen Ende richtig klar wird. Ähnlich sehe ich das auch bei Spielen. Wenn man einen Charakter hat der sich nach und nach an seine Vergangenheit erinnern muss oder dessen Hintergrund erst im Verlauf des Spiel richtig klar wird, finde ich bindet das sehr stark an das Spiel. Genau so etwas bzw eine Storyline die sich entsprechend so aufbaut fesselt mich stark an ein Spiel.
  • Eine gute Story ist für mich unterschiedlich zu betrachten.

    Einmal kann es die Story an sich sein, zum Beispiel wird sie durch (unvorhersehbaren) Wendungen geleitet, sie ist abwechslungsreich und reißt einen durch das Telling mit.
    Eine Story steht auch immer im engen Kontakt zu der Spielwelt, so zum Beispiel atmosphärische Orte wo man durch die Stoty hinkommt [Orkfriedhof - Gothic 1 :) ] und die Veränderungen der Welt durch die Story.

    Und andererseits sind die Charaktere der Story wichtig, fragt euch mal, von welchem Spiel ihr "emotional" berührt worden seid.
    Und welche Charaktere habt ihr noch im Kopf?

    Hättet ihr spontan gewusst, dass der Held in Far Cry 1 Jack Carver heißt? Und der Held in Crysis Nomad?
    Nicht unbedingt, hier ist meiner Meinung nach eher schwaches Storytelling am Werk.

    Wenn ihr die Gothic-Serie gespielt habt, Charaktere wie Xardas, Diego, Gorn, Milten und Lester bleiben einfach in Erinnerung. Selbst "unwichtigere" Charaktere wie Lee und Lares, Cavalorn und ähnliche bleiben hängen. Weil sie einfach toll mit der Welt und der Story verknüft sind.

    Das ist für mich immer extrem wichtig. :)
  • Yo.

    Es gibt ganz viele Faktoren, die eine Story für mich gut machen können.

    Ich mag es z.B, wenn eine Geschichte überraschende Wendungen nimmt, die aber trotzdem Sinn machen und bei denen man im Nachhinein denkt: "Ey, aber eigentlich hätte man das ja doch sehen können." Ein gutes Beispiel hierfür ist die 4. Staffel von Breaking Bad. Erzählerisch ist die Serie sowieso auf einem sehr hohen Niveau (aber auch auf allen anderen Gebieten) und nicht umsonst hat vorallem die 4. Staffel von Kritikern sehr viel Credits bekommen.

    Als Gegenbeispiel kann man wohl Heavy Rain nennen. Dort gibt es auch mehrere überraschende Wendungen, welche zunächst auch Sinn machen -> wenn man dann aber das Spiel ein 2. spielt, merkt man ziemlich schnell, dass es doch mehr als eine große Lücke gibt und dieses ""Ok, das macht Sinn"- Feeling kommt garnicht auf. Trotzdem aber macht die Geschichte einfach Spaß, weil sie dafür andere Faktoren bietet. Die Hintergründe der Charaktere werden teilweise ziemlich gut beleuchtet und man kann sich ziemlich einfach an die Charaktere "binden", was allerdings, gerade durch das Gameplay noch sehr stark unterstützt wird. Auch ein Fight Club, bei welchem man die Andeutungen auf ein fernes Ereignis erst beim 3. anschauen erahnt, kann mich für Wochen in seinen Bann ziehen.

    Auch finde ich es Prima, wenn man im Nachhinein trotzdem nochmal seine eigenen Ideen und Theorien mit in die Geschichte packen kann. Als "Extrembeispiel" fällt mir hier spontan AC:B ein, welches am Ende (überraschende Wendung! Wenn auch platt.) nochmal extrem viel Spielraum für Interpretationen lässt. Gerade hier muss ich sagen, dass ich mich am Ende wirklich sehr hart aufgeregt habe, aber auch extrem viel Spielraum für Interpretationen hatte (auch im Internet konnte man sich einige Interessante Theorien durchlesen). Leider war das wohl auch mehr ein "Verkaufstrick" von Ubisoft...

    Die Geschichte soll einen einfach packen und mit auf eine Reise nehmen. Seien es Emotionen, überraschende Wendungen oder Interpretationsfreiraum - das Gesamtpaket muss einfach stimmen. Da gibts halt keine ToDo-Liste, die man abarbeiten kann.

    ...
  • Nette Frage.

    Für mich macht ein guter Zusammenhang der Geschenisse bzw. der Handlungen der Figuren im Hintergrund einiges aus. Wenn sich der Plot vl. ein, zwei Mal wendet und ein "Oh, das hätt' ich nich' gedacht!" -Moment entsteht, toll. Wenn dann noch die Figuren gut durchdacht und umgesetzt sind, klasse. (:

    Allerdings sieht das imo jeder anders, wann eine Figur / Ein "Aha" -Moment gut ist und wann nicht.
  • Chu schrieb:

    Nette Frage.

    Für mich macht ein guter Zusammenhang der Geschenisse bzw. der Handlungen der Figuren im Hintergrund einiges aus. Wenn sich der Plot vl. ein, zwei Mal wendet und ein "Oh, das hätt' ich nich' gedacht!" -Moment entsteht, toll. Wenn dann noch die Figuren gut durchdacht und umgesetzt sind, klasse. :)

    Allerdings sieht das imo jeder anders, wann eine Figur / Ein "Aha" -Moment gut ist und wann nicht.
    Im groben und Ganzen sieht es bei mir genau so aus.

    Wenn die Charaktere Super sind und Sympatisch rüberkommen und es Wendungen gibt die man nicht erwartet hätte, dann find ich es Storytechnisch schon super. Derzeit ist es aber das Problem, dass die meisten Mögichkeiten schon jeder kennt und man sich es schon denken kann, was dazu führt das es einfach keine Überraschung mehr ist.
  • Für mich ist es wichtig, das die Story die (Haupt)Charaktere sehr gut zeigt und erklärt. Weswegen ich von Golden Sun Die dunkle Dämmerung enttäuscht war..
    Weiterhin sollte es nicht darum gehen, das i-ein Spinner die Welt an sich reissen will. Was ich bei Spielen wie den ersten 2 Golden Sun Spielen liebte.

    Aber was das WICHTIGSTE für mich ist, die Story sollte nicht zu lang gezogen werden, soll heissen, nicht das ich 4 Minuten spiele und dann 20 Minuten Textboxen lese (oder Untertitel lese).
  • Eine Geschichte muss von Anfang bis Ende fesseln können, besonders beim Storytelling. Unvorhergesehene Handlungen und Plots lösen bei mir auch immer einen Wow-Effekt aus, was ich an Storys auch mag. Die Story kann aber auch so durchgeknallt sein und an Ende so ablaufen, dass man überhaupt nicht verstanden hat, worum es geht (ich persönlich hab so ein Game schon gezockt). Die Charaktere müssen auch glaubwürdig rüberkommen, damit sie einem nicht egal werden. Letztendlich sollte eine Story auch nicht in die Länge gezogen werden, denn dann verliert man das Interesse an der Story.

    Um es kurz zu machen: Unvorhersehbare Plots, Kreativität, intensives Storytelling, glaubwürdige Charaktere, und nicht zu sehr in die Länge gezogen.
  • Ich hab für mich persönlich eine verdammt einfach Definition:
    Ein Story ist dann gut wenn man sie nicht vorhersehen kann.


    Das klingt zwar ein wenig platt und es beschreibt wie immer nicht alle Seiten aber wenn ich ein Spiel spiele und schon mal vorhersagen kann was die nächsten 3 Kapital passiert und das dann auch eintritt bin ich irgendwie ein wenig enttäuscht. Wenn dann am besten noch Lücken entstehen, Substorys einfach abgeschnitten werden oder vorher eingeführte Charaktere auf einmal weg sind hört es dann echt auf.

    Auf der anderen Seite, wenn ich ein Spiel durchgespielt habe und mich zurücklehne wenn die Credits auftauchen und ich noch mal nachdenke was alles passiert ist und ich NICHT mehr weiß was es alles war dann war die Story zumindest schon mal umfangreich. Auch gut ist wenn man nach dem Spielen sich noch Gedanken macht was wäre wenn gewesen, wenn jetzt der Dings nicht...oder Dingsda sich umgedreht hätte. Daran erkenne ich für mich persönlich ob eine Story gut ist, das Gleiche gilt übrigens für Filme und Bücher, sollte schon aus dem Klapptext ersichtlich sein worum es geht kann ich mir das spielen/anschauen/lesen auch schenken, es ist einfach und schneller mich 3 Stunden ins Bett zu legen und die Story schnell durchzuträumen ;).

    Alles was der eigenen Fantasy die Grenzen aufzeigt und weiter führt, aber das könnte zuviel verlangt sein, manche Leute können sich extrem viel vorstellen.
    Kängurus sind allgemein für ihre Freundlichkeit bekannt...nicht
  • Ich seh das ganz anders: Eine Story kann ruhig vorhersehbar und ohne große Mindfucks sein, solange sie, und das ist mir wichtig, gut erzählt ist und glaubwürdig ist. Portal 2 z.B. ist eigentlich ne sehr simple Geschichte, aber so charmant erzählt, dass es einfach genial ist. Max Payne, ebenfalls sehr einfach, aber sehr bewegend. Für mich brauchts gar nicht diese tausenden "unvorhersehbaren" Twists etc.

    Und was ich in Videospielen meistens vermisse: Emotionen. Also echte Emotionen. Meistens ist das höchste der Gefühle Wut oder Rachegelüste, richtig trauernde charaktere z.B. seh ich viel zu selten und da reichts nicht, wenn der charakter mal ne Träne rausdrückt. Oder Liebe. Also echte glaubwürdige Liebe, keine Märchen-Anime-Fantasy-Liebe... Kann mich grad an kein gutes Beispiel erinnern aus der Videospielgeschichte.

    Und dann muss ich Cyrus mit seinen Gothicbeispielen noch ganz dolle Recht geben :)