ACTA und SOPA -> Das Copyrightsystem in unserer Zeit

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  • ACTA und SOPA -> Das Copyrightsystem in unserer Zeit

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    Hallöle User des Let's Play Forums!

    Anlässlich des Gesetzesentwurfes SOPA und des Abkommens ACTA stellt sich doch so langsam die Frage, wie es denn mit den Copyrightgesetzen steht
    und ob sie genau so wie die Patentgesetze überhaupt in der (noch?) aktullen Form Anwendung finden können bzw. sollten oder ob die Gesetze nicht völlig
    überarbeitet werden sollten. Deshalb möchte ich eine Diskussion eröffnen, ob die Copyrightgesetze in ihrer Form weiter angewandt werden sollten, oder ob
    man sie an unsere Zeit anpassen sollte, vorallem auch in Bezug auf das Internet. Weiterhin wäre interessant wie man sie anpassen könnte, ohne die Freiheit
    für Künstler zu unterbinden, die das Internet bietet (Remixes copyrightgeschützter Musik sind ohne Lizenz illegal, trotzdem findet man dies sehr häufig auf Youtube).
    Da die Copyrightgesetze ja auch uns als Let's Player betreffen wäre eine Diskussion in dieser Richtung ja relativ interessant.
    Die Piratenpartei hat z.B. einige Vorschläge diesbezüglich gemacht. Aber das nennen von anderen Vorschlägen aus anderen Quellen wäre auch ganz gut, die könne
    dann im Startpost ergänzt werden.

    Quellen, Vorschläge etc:

    Ein interessanter Vorschlag von der Piratenparteit:
    piratenpartei.de/navigation/po…rzielle-vervielfaeltigung


    oder auch ein Artikel aus ihrem Wiki:
    wiki.piratenpartei.de/Urheberr…lle_Vervielf.C3.A4ltigung
  • Meiner bescheidenen Meinung ist die Contentindustrie selbst schuld. Hätten die sich damals mal eher ums Internet gekümmert, dann wären wir nicht an dieser Stelle wie heute, sondern die würden die Kohle über das Internet machen.
    Wer aber unfähig ist, sein Geschäftsmodell der Entwicklung anzupassen, hat eigentlich nur die Insolvenz verdient. Jetzt wollen die mit irgendwelchen Gesetzen ihre Kohle sichern, die denen durch ihr eigenes Versagen eigentlich nicht zu stehen.

    Dazu kommt, dass Kino.to und Megaupload beweisen, dass man sowas wie ACTA überhaupt nicht braucht, es geht auch ohne. Soweit ich weiß, konnten die letztes Jahr bzw. 2010 ein neues Umsatzplus einfahren, die haben also überhaupt keinen Grund, zu jammern.

    Der Jugend ist eben das Smartphone wichtiger, als Musik, und das schlägt sich auf die Musikverkäufe wieder. Ich kaufe mir auch ab und an noch Alben bzw. einzelne Titel als MP3, aber mir sind 16 € für ein Album einfach zu teuer, wenn man sieht, an wen 99% des Geldes geht...
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    Für Bands, die ich mag, bezahl ich wohl das Geld für die Alben. Das lohnt sich dann meiner Meinung nach auch. Aber ich hole mir kein Album bloß weil mir 1 Lied gefällt und ich die Band sonst nicht kenne.

    Aber zum Copyright..
    Leider muss ich sagen, dass ich nicht wirklich in der Lage bin zu sagen, wie man das Copyright wirklich gut verändern könnte.
    Aber ich kann sagen, dass ich die Strafen für das Copyright im Verlgleich zu anderen Strafen ziemlich.. eigen finde.
    Beispiel:
    Neulich wurde erneut ein Priester verurteilt, 218 Fälle von Kindesmisshandlung, die er auch alle gestanden hat. Seine Strafe: 3 Jahre
    Bei solchen Sachen geht es doch um das Leben von unschuldigen Kindern, die völlig zerstört worden sind. Diese Kinder sind doch ihr Leben lang traumatisiert.
    Ein Raubkopierer kriegt jedoch 5 Jahre, weil er (einen in sehr großen Fällen) nicht unbeträchtlichen Geldschaden verursacht.

    Ich denke dass hierbei das Problem jedoch eher am Rechtssystem als am Copyright liegt.
    Denn ein Rechtssystem, indem das Geld über dem Leben eines Menschen steht, ist definitiv nicht in Ordnung.
  • Also ich will auch m al was sagen. Und zwar ich finde das alles total sinnlos den allein in Schweden wurde es abgelehnt weil es gegen die Gesetzte dort verstoßen hat udn bei usn würde das auch passieren ich sag mal nur Datenschutz und zwar werden die alles kontrollieren udn wenn man dann auf eine seite geht wo bilder sind ist ein vertoß schon weil die dein PC überwachen bzw. die Hilfscheriffs (provider) und wenn man 3 Verstöße hatte gibts kein internet für den jeningen mehr ich mein wie sinnlos ist das ?! Der deutsche Staat wird schon sehn was er davon hat wenn es anngenohmen wird ich mein wir Gamer haben es bei RTL auch bewiesen zwar gibts die noch aber wir haben es wenigstens geschafft das die nicht mehr auf die Gamescon gehen dann werden wir das auch in griff bekommen!
  • Nutella619 schrieb:

    Also ich will auch m al was sagen. Und zwar ich finde das alles total sinnlos den allein in Schweden wurde es abgelehnt weil es gegen die Gesetzte dort verstoßen hat udn bei usn würde das auch passieren ich sag mal nur Datenschutz und zwar werden die alles kontrollieren udn wenn man dann auf eine seite geht wo bilder sind ist ein vertoß schon weil die dein PC überwachen bzw. die Hilfscheriffs (provider) und wenn man 3 Verstöße hatte gibts kein internet für den jeningen mehr ich mein wie sinnlos ist das ?! Der deutsche Staat wird schon sehn was er davon hat wenn es anngenohmen wird ich mein wir Gamer haben es bei RTL auch bewiesen zwar gibts die noch aber wir haben es wenigstens geschafft das die nicht mehr auf die Gamescon gehen dann werden wir das auch in griff bekommen!


    nur ist RTL nicht der Staat :)
    Und die Frage bleibt offen: Will der Staat uns Glücklich machen ? oder wollen sie sich Glücklich machen :)
    Man muss unterscheiden und dazu kommt das ich der Meinung das die Regierung sich ein Feuchten Furtz um uns Schärt wenn ich das so sagen darf..
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  • Genau so lächerlich finde ich es, dass die FIA, FIFA,Sky oder wer auch immer, Sportvideos von YT löschen lässt. Beispiel Formel 1 oder irgendwelche Fußballspiele: Sorry, ich frage mich, was das für einen Sinn macht. Ein Formel 1-Rennen ist einmalig und kommt auch nie wieder im TV, höchstens kurze Ausschnitte im Saisonrückblick am Ende, aber ansonsten laufen Rennen oder Fußballspiele doch nie als Wiederholung im TV, da ist das doch egal, ob es da einen Ausschnitt bei Youtube gibt oder nicht...

    Ich hoffe, ihr versteht, worauf ich hinaus will.

    Es müsste einfach eine Regelung geben, von z. B. einer Sportübertragung darf man 10% des Materials ungestraft benutzen oder so. Vom Dynamo-Dresden-Aufstiegsspiel in Osnabrück gibt es noch das Video der MDR-Übertragung, aber vom DFB-Pokal gegen Leverkusen, das hat SKY alles löschen lassen, obwohl das in meinen Augen einfach Sportgeschichte ist, die FÜR ALLE zugänglich sein muss...
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  • Ich finde es recht amüsant, dass dieses Thema eigentlich über den Sinn des Copyrights sein soll, aber niemand etwas über darüber schreibt wie es ist, sondern nur die ACTA Diskussion hier wieder im Vordergrund steht.


    Das Copyright ist 1710 in Großbritannien entstanden und war dazu gedacht, dass Autoren weiterhin auf ihren Werken aufbauen konnten und ihre Gedanken so weiter vorantreiben konnten, ohne dass sie Angst haben mussten, dass irgendwer einfach ihre Werke klaut und damit das große Geld macht und sie leer ausgehen, es hatte also durchaus seinen Sinn. 1776 wurde es dann in Amerika in die Verfassung mitaufgenommen. Das Copyright galt damals für 28 Jahre. In 1831 wurde es auf 42 Jahre erhöht. In 1909 wurde es auf 56 Jahre erhöht. In 1976 wurde es auf die Lebenszeit des Autoren plus 50 Jahre erhöht. In 1998 wurde es auf die Lebenszeit des Autors plus 70 Jahre erhöht.

    Das Copyright hat heute also nicht mehr den Sinn, den es mal hatte, dass der Autor seine Werke voranbringen und damit Geld verdienen kann. Denn wie sollte der Autor damit Geld verdienen, wenn er bereits tot ist? Das Copyright bleibt trotzdem nach dem Tod des Autors bestehen. Es ist also dafür gut, dass die Rechteinhaber damit sehr lange Zeit alleine Geld verdienen können, verhindert aber, dass man einfach Neuinterpretationen des geschützten Materials erschaffen kann, ohne dass der Rechteinhaber davon profitiert.

    Aus diesem Grund hat das Copyright meiner Ansicht nach schon lange Überholfbedarf, damit es wieder zum ursprünglichen Sinn zurückkehrt. Das ist vor allem in Zeiten der globalen Vernetzung und des Internets wichtig, damit keine kulturelle Stagnation entsteht.


    Kleiner Nachtrag zu ACTA: Selbst wenn Deutschland den Vertrag unterzeichnen würde, müssten in Deutschland keine Gesetze geändert werden, denn das was im ACTA gefordert wird, ist in Deutschland bereits gesetzlich geregelt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von SuperFaex ()

  • Davon profitieren in den meisten Fällen keine Nachkommen sondern die Rechteinhaber, welches Firmen wie Warner Brothers, Walt Disney oder Lucas Arts sind. Auch ein Copyright das bis fünf bis zehn Jahre nach dem Tod des Autoren geht ist meiner Ansicht nach sinnlos, denn der Autor ist dann tot und kann nichts neues mehr erschaffen. Warum soll man es also nicht allen ermöglichen das entsprechende Material zu nehmen und etwas Neues damit zu erschaffen?
  • SuperFaex schrieb:

    Das Copyright hat heute also nicht mehr den Sinn, den es mal hatte, dass der Autor seine Werke voranbringen und damit Geld verdienen kann. Denn wie sollte der Autor damit Geld verdienen, wenn er bereits tot ist? Das Copyright bleibt trotzdem nach dem Tod des Autors bestehen. Es ist also dafür gut, dass die Rechteinhaber damit sehr lange Zeit alleine Geld verdienen können, verhindert aber, dass man einfach Neuinterpretationen des geschützten Materials erschaffen kann, ohne dass der Rechteinhaber davon profitiert.

    SuperFaex schrieb:

    Aus diesem Grund hat das Copyright meiner Ansicht nach schon lange Überholfbedarf, damit es wieder zum ursprünglichen Sinn zurückkehrt. Das ist vor allem in Zeiten der globalen Vernetzung und des Internets wichtig, damit keine kulturelle Stagnation entsteht.


    Das sehe ich absolut genauso. Im Grunde profitieren vom heutigen Urheberrecht nur noch die Rechteinhaber, die meistens irgendwelche Firmen sind und nicht der Erschaffer des "Produkts". Man sollte das Urheberrecht also dahingehend ändern, dass die Künstler mehr davon haben und nicht irgendwelche Typen die im großen und ganzen nichts damit zu tun haben!

    SuperFaex schrieb:

    Kleiner Nachtrag zu ACTA: Selbst wenn Deutschland den Vertrag unterzeichnen würde, müssten in Deutschland keine Gesetze geändert werden, denn das was im ACTA gefordert wird, ist in Deutschland bereits gesetzlich geregelt.


    Wenn dass alles schon so geregelt ist braucht man doch eigentlich nicht noch einen extra-Vertrag in dem alles nochmal drinsteht, oder? Im großen und ganzen ist dieser Vertrag also nicht nur schädlich, sondern auch gänzlich unnötig!
  • Der ACTA Vertrag ist für die EU gedacht, die danach neue Richtlinien verabschieden muss, wenn der Vertrag von allen Mitgliedsstaaten unterzeichnet wird. Nach diesen Richtlinien müssen die Beitragsländer dann entsprechende Gesetze verabschieden, aber Deutschland ist eben auch ohne solche Richtlinien gesetzlich bereits so weit. Der Vertrag ist sohingehend also nicht "unnötig", da in vielen anderen Ländern der EU solche Gesetze nicht existieren. Es ist nur einfach so, dass die Reaktion auf ACTA in Deutschland eigentlich viel zu spät ist, da schon lange vorher Dinge schief gelaufen sind.
  • Ich möchte nochmal daran erinnern, dass ich diese Diskussion eröffnet habe, damit wir über das Copyright, wie es aktuell ist, diskutieren können,
    ob man es ändern sollte, so lassen sollte oder gar ganz abschaffen sollte und wenn man es ändern sollte wie man es ändern sollte. Auch über den
    Sinn des Copyrights wie es jetzt ist können wir hier diskutieren.
    Ich bitte zu beachten dass ACTA und SOPA nur ein Anstoß zu der Diskussion sein sollen, da sie ja versuchen das Copyrightsystem zu zementieren.
    Deshalb möchte ich hier über das Copyright bzw. in Deutschland Urheberrecht genannt diskutieren.

    OT: Ich denke, dass Copyright hat sein Ursprüngliches Ziel nicht mehr in Augen. Von Ursprünglichen wenigen geschützten Jahren bevor das Werk der allgemeinheit
    übergeben wird, haben wir jetzt Lebenszeit des Urhebers + 70 Jahre nach seinem Tod, unabhängig davon ob er noch die Rechte hat oder sie an einen größeren Verlag
    verkauft hat. Diese Dimension finde ich maßlos übertrieben. Irgendwo ist die Grenze überschritten, wo das Werk geschützt wird, damit der Urheber etwas verdienen kann,
    zu dem Bereich wo es nur noch den großen Medienverlägen nützt. Besonders in unserer Digitalen Welt, wo viele Materialien wiederverwendet und neu genutzt werden,
    bedarf das System größerer Anpassungen. Auch das Amerikanische "Fair Use" wäre in Deutschland eine gute Idee. Vorallem in Let's Plays spiegelt sich das Problem ja wieder,
    da wir ja das geschütze Material der Spiele nutzen um es Leuten auf Youtube zu präsentieren und sie zu unterhalten.
    Auch viele Werke wären durch eine Strenge durchsetzung des Urheberrechts nicht möglich. Etwa das Minecraft Musikvideo "Revenge", da es ja eine Parodie von einem
    Usher Song ist, der wiederum geschützt ist. Defacto wäre es illegal, wobei man sich hier wiederum auf "Fair Use" berufen könnte (glaube ich), da ja nur die Hintergrund
    Musik benutzt wird mit eigenem Text. Das Minecraft Material ist ja sowieso von Notch zur Verwendung in Videos freigegeben.

    Deshalb denke ich, dass das Urheberrecht in seiner jetzigen Form nicht bleiben kann, sondern geändert werden sollte, da sein Ursprünglicher Sinn verloren gegangen ist.
  • Naja, so einfach mal ein neues Copyrightsystem aus dem Ärmel schütteln kann denke ich hier keiner, das ist einfach zu kompliziert und schwer verständlich. Im Grunde denke ich dass die ganzen Verleger viel zu viele Rechte haben, sogar teilweise mehr als der Künstler selbst und da sollte man bei einem neuen System ansetzen. Die Rechte der eigentlichen Künstler müssten gestärkt werden und die der Verleger wirklich mal abgeschwächt, weil die nunmal nichts mit dem jeweiligen Werk zu tun haben. Das einzige was sie tun ist Marketing und Verkaufsstrategie, natürlich kommt das auch dem Künstler sehr zugute, aber doch nicht in dem Maße dass dann absofort die Verleger bestimmen können was mit dem Werk zu tun ist.

    Wenn man allerdings deren Rechte anpassen will, schwingen die Konzerne gleich wieder ihre "Arbeitsplatz-Keule". Sie würden ja dann weniger verdienen und könnten weniger Leute beschäftigen. Das übliche eben... Logisch ist das nicht von der Hand zu weisen, aber ich finde Fortschritt sollte über etwaige Sicherheit oder Interessen irgendwelcher Verleger oder Firmen stehen. Wenn alle so argumentieren würden kämen wir nicht voran, das ist dank dem ach so tollen Urheberrecht ja jetzt schon beeinträchtigt.

    Ich weiss zwar nicht wirklich wie man das Urheberrecht nun ans hier und jetzt anpassen kann, aber dass man es anpassen MUSS sollte allen klar geworden sein!