Sterbehilfe

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    Mich würde mal eure Meinung zu Sterbehilfe interessieren. Wie steht ihr dazu, unter welchen Umständen und was für eine Art der Sterbehilfe würdet ihr zulassen/ nicht zulasse und was euch sonst noch zum Thema interessiert.

    Kurz zur Aufklärung die Arten der Sterbehilfe:

    Aktive Sterbehilfe: Selbsterklärend: Auf mutmaßlichen und tatsächlichen Wunsch des Patienten wird z.B. eine Überdosis Schmerzmittel verabreicht, die mit Sicherheit zum Tod führt.

    Passive Sterbehilfe: Ist nur das Unterlassen lebenserhaltender Maßnahmen. Man lässt jemanden sterben ohne etwas dagegen zu tun.

    Indirekte Sterbehilfe (Pain Management): Schmerzpatienten wird eine hohe Dosis eines Schmerzmittels gegeben (oft Morphium), bei der das beschleunigte eintreten des Todes vorherzusehen/ wahrscheinlich ist, dies jedoch zum mindern der Schmerzen nötig ist.

    Beihilfe zum Suizid: Das Bereitstellen eines Gegenstands, Medikaments etc., mit dem Wissen, dass die Person damit Suizid begehen will. Z.B Arzt verschreibt dem Patienten ein Medikament, dass bei einer Überdosis zum Tod führt und stellt es dem Patienten zur Verfügung.


    Ich weiß, dass es ein sehr heikles und emotionales Thema ist, ich bitte aber um vernünftiges Benehmen. Jeder hat zu diesem Thema eine eigene Meinung. Und bitte die rechtlichen Argumente auf ein Minimum reduzieren.

    Grüße
    Domi
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    "Alles, was auf der Welt ist, hat die Tendenz zu einem Ziel zu streben."
    -Aristoteles

    Ich meine das Ziel der Menschheit ist nun mal der Tod. Aber bevor man sich das Thema Sterbehilfe zur Brust nimmt, sollte man doch mal die Todesstrafe in betracht ziehen.
    Wer hat das Recht einen Menschen zum Tode zu verurteilen? (Hassprediger werden jetzt sagen, wenn er Massenmörder ist etc. ist es eine angebrachte Strafe usw., aber davon mal abgesehen)
    Aber wenn der Mensch selbst will (auf angenehme Weiße, wie ich hinzufügen will) dann wird ihm das verwehrt?

    Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wenn es nicht auf rechtlichen Wege geht, muss man es eben selbst in die Hand nehmen. Selbstjustiz, dennoch kann und wird Selbstmord nicht mehr bestraft. (Abgesehen von etlichen Religionen)

    Die Angst vor der Sterbehilfe ist es, dass man die notwendigen Dokumente fälschen kann. Demnach müsste Sie/Er sich vor eine Kommission stellen und unter Eid die Hilfe in Anspruch nehmen (Zeugen).
    Daraus resultiert wieder ein finanzieller Aufwand, der nicht von den einigen Betroffenen getragen werden können.

    So, aus Schluss das reitet mich nur in Hass hinein.


    Edit: Doppelte Zeilenschaltung entfernt.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Demigod ()

  • Wenn sich jemand krank genug fühlt und auch keine Chance auf Besserung besteht, find ich es ziemlich banane, ihm den Wunsch auf Erlösung zu verweigern. Patienten, die in jeder wachen Minute nur Schmerzen haben und mit Schmerzmitteln nur noch komatös rumliegen, wünschen sich doch manchmal nichts sehnlicher als dass es endlich aufhört. :S
  • wenn jemand Todkrank ist und schmerzen hat soll dieser für sich selbst entscheiden ob es ein würdiges leben zum leben ist oder nicht
    Wenn du unter Schmerzen leidest, machst du so einige dumme Dinge. Man ist ein anderer Mensch und eigentlich nicht mehr zurechnungsfähig, dass die Sache schwierig macht.
  • Spätestens wenn ich nicht mehr alleinr Auf klo gehen kann, und nicht mehr alleine essen kann, will ich sterben, und da wäre mir ein angenehmer Tod natürlich am liebsten.
    Alles andere ist künstliche streckung des Lebens, quasi Leben durch andere und ich würde nicht nur Leben können wollen nur weil mir jemand beim entleeren meines Darms hilft.
    Imho sollte jeder Sterbehilfe beantragen können, der einen kritischen zustand erreicht hat.
    Sonst könnte ja jeder suizidgeile Jugendliche zum Arzt gehen, um sich da die arbeit abnehmen zu lassen, und ich denke, das der Tod eines jungen, kraftvollen Menschen einen Arzt mehr mitnimmt, als der Tod eines alten Menschen, dessen Leben nur künstlich gestreckt wurde.
  • Demigod schrieb:

    @Julien

    Und wenn die betroffene Person dies aber gar nicht will (ist aber nicht mehr zurechnungsfähig), und die zurechnungsfähige Person sich für den Tod entscheidet?
    Grauzone.

    Deswegen sollte man auch rechtzeitig vorsorgen und sich in noch zurechnungsfähigem Zustand um eine vertrauenswürdige Person kümmern, die die Patientenverfügung übernimmt. Im Idealfall weiß die verfügende Person dann auch ohne Kommunikation und trotz des nicht mehr zurechnungsfähigen Patienten, was er wünscht.
    (Das liest sich gerade so hochgestochen...)
  • Demigod schrieb:

    @Julien

    Und wenn die betroffene Person dies aber gar nicht will (ist aber nicht mehr zurechnungsfähig), und die zurechnungsfähige Person sich für den Tod entscheidet?
    Grauzone.

    In einer Patientenverfügung muss nicht unbedingt jemandem eine Vollmacht übertragen werden, es können auch Zustände erwähnt werden unter denen z.B. das Abschalten von Lebenserhaltenden Maßnahmen gefordert wird. (z.B Dauerkoma, Krebs im Endstadium etc.)

    Grüße
    Domi
  • das interessante dabei ist eig., dass viele die Sterbehilfe bei Tieren befürworten, weil sie sich ja nur noch quälen (einschläfern), aber die Sterbehilfe bei Menschen komplett ablehnen ... ich hatte Zivildienst im Altenpflegeheim ... tja da sieht man so einiges, auch Menschen die 99% des Tages ins nichts starren und ohne 24/7 Betreuung ziemlich fix Tot wären ... traurig aber war
    ähnlich ist es mit Komapatienten, die 10 Jahre ++ Im Koma liegen ... Ich glaube ich würde es nicht so prickelnd finden dann aufzuwachen ... Ich mein 10 Jahre des Lebens verpasst ... Das ist nicht schön!

    Naja man muss es immer aus der Sicht der Angehörigen sehen ... und ich weiß nicht, ob ich meiner Mutter Sterbehilfe leisten/genehmigen würde... vermutlich eher net
  • Für so was soll man Meiner Meinung nach Vorsorgen.

    Wer nicht vorsorgt, hat Pech gehabt. Ich denke es ist
    Unverantwortlich, diese Entscheidung jemand anderem Aufzubürden.

    Ich denke schon das wir das ganze unter bestimmten Umständen Legalisieren sollten.
    Die Person, soll Psychologisch und Medizinisch untersucht werden, und wenn,
    der Behandelnde Arzt meint, es besteht guten Grund diese Person zu töten, soll ihm dieses Recht
    gewährt werden.

    Falls das halbwegs Objektiv festzustellen ist...
  • Schwieriges Thema, für mich aber eine klare Sache. Ich bin zu 99% für die Sterbehilfe. Bevor man ein Familienmitglied jahrelang leiden sehen muss, wodurch man selbst auch leidet.. Die 1% Bedenken habe ich auch nur wegen möglicher Missbrauchsfälle (Erbfrage, pipapo..).
    Ich finde es zwar schön, dass man heutzutage viele Krankheiten heilen kann, die früher unweigerlich zum Tod geführt haben, aber in manchen Situationen sollte man allen Beteiligten zuliebe der Natur ihren freien Lauf lassen (bzw. in manchen Fällen, wo es notwendig ist, "nachhelfen" (blödes Wort), damit die Person nicht weiter leiden oder Schmerzen ertragen muss..).
    Dennoch ist es denke ich etwas schwieriger, wenn man selbst in der Situation ist, entscheiden zu müssen, wie es nun weitergeht.

    LG Sinan
    Findet das neue Forum eigentlich ganz schick. :love:
  • Serra schrieb:

    Ich denke schon das wir das ganze unter bestimmten Umständen Legalisieren sollten.
    Die Person, soll Psychologisch und Medizinisch untersucht werden, und wenn,
    der Behandelnde Arzt meint, es besteht guten Grund diese Person zu töten, soll ihm dieses Recht
    gewährt werden.

    Falls das halbwegs Objektiv festzustellen ist...


    Wäre mit den heutigen Medizinischen Möglichkeiten soviel des guten ... Oft genug geschehen noch "wunder" ... solange sowas nicht zu 100% erforscht ist kannste deine Idee vergessen ^^
    Außerdem ... welcher Arzt soll das bitte machen? ... So eine Entscheidung liegt endgültig IMMER bei den Angehörigen (vorrausgesetzt der Betroffen kann sich nicht äußern, bzw hat es nicht getan), alles andere wäre unmenschlich