"Daseinsberechtigung"

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  • "Daseinsberechtigung"

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    Hallo liebe LPF Community, ich habe wieder Stoff für eine Diskussion.



    Ich hatte heute im Religions[/color] Unterricht das Thema "Daseinsberechtigung" ich finde dieses Wort Ekelhaft bezogen auf das Leben! Wieso brauchen wir zum Leben eine "Daseinsberechtigung" ?
    Wir hatten an der Tafel folgende Sätze stehen:


    -Wir können unser Dasein nicht "verdienen" , wir können noch so gut sein und bleiben doch ersetzbar
    -Den Zwingenden Grund für unser Dasein gibt es aus uns selbst nicht
    -Weil wir aber von unseren Eltern gewollt und geliebt sind (auch von Gott), ist uns eine "Berechtigung" zum leben "geschenkt"
    -Weil wir gewollt und geliebt sind, ist jedes von uns einmalig und einzigartig
    ✒ Unser ganzes Leben, unsere Existenz ist ein Geschenk kein Verdienst


    So ich stimme ein paar Punkten zu aber bitte warum müssen wir gewollt sein um Leben zu dürfen ?
    Ich fand diesen Ausdruck so Ekelhaft das ich sagte: "Was ist mit Kindern die von ihren Eltern nicht gewollt sind? Dürfen die etwa nicht Leben?"
    Darauf hin sagte meine Lehrerin das sie ja wie Kinder von den Erziehern geliebt werden. Doch dachte ich das Laut Punkt 1 immer ersetzbar sind! Somit wär der Erzieher immer ersetzbar, abgesehen davon wird der Erzieher seine Kinder immer vorziehen oder nicht?
    Wenn die eine Bezugsperson geht soll die Nächste es richten ? Wie soll da ein Kind sich wohl füllen ? Aber Laut der These hat das Kind doch eh keine "Daseinsberechtigung" ,da es nicht Geliebt bzw Gewollt wurde bzw. ist!
    Punkt 2 gebe ich vollen recht aber bei der 4 heißt es dann auch das ungewollte Kinder nichts besonderes sind. Ich finde diese Sätze grausam, sie kommen mir nicht durchdacht vor sondern einfach egoistisch runter geschrieben. Das Unser Leben kein Verdienst ist kann man ja nicht wirklich sagen aber das es ein Geschenk ist stimmt schon. Nur warum sollen wir alle egal wie Gut wir sind ersetzbar sein? Abgesehen davon das wir nur weil wir gewollt und geliebt werden Leben dürfen ist meiner Meinung nach Komplett falsch

    Nun frage ich euch was denkt ihr über diese Theorie bzw Sätze aus der Religion ? Seht ihr das so Zwiespaltig wie ich oder seit ihr komplett der Meinung wie sie dort steht?
    PS: Mir persönlich Liegt viel am Thema also bitte nicht Spotten!


    Bitte Nicht beleidigend werden!
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von MrGreenIron ()

  • Also zunächst einmal nimm bitte das Blau raus, dass war eine Qual.


    Eine Daseinsberechtigung ist auf keinen Fall falsch zu verstehen - davon abgesehen, dass die Religionslehrer sowieso alle anscheinend Idioten sind, die einem die eigene Meinung auf die Augen drücken (Nana, sowas dürfen lehrer nicht ;).) Ich hab auch so eine (von wegen Tiere haben keine Gefühle)

    Es ist also keinesfalls davon auszugehen dass etwas eine Lebensberechtigung hat, wenn wir soweit gehen hat die keiner von uns, da wir nur Parasiten auf der Erde sind - immerhin sind die einzelnen Arten die uns in der Hinsicht von Entwicklung entsprechen, Parasitzen.
    'Gewollt sein um Leben zu dürfen' ist ein recht extremer Ausdruck - Ich sags so, wenn meine Freundin jemals schwanger werden sollte und ich dem Kind KEIN gutes Leben garantieren kann, werde ich sie dazu bewegen es abzutreiben - ich weiß, dass könnten viele nicht - allerdings würde ich es nicht aushalten wenn mein Kind so aufwächst wie ich - dass war nicht schön, auch wenn ich die besten Eltern der Welt habe .

    Um genau zu sein sind die kompletten Freizitate von dir Quatsch - Wir sind kein Spielball von 'höheren Mächten' dass beweisen uns immer wieder solche Idiotischen Geschichten wie die Arche Noah. - Somit gibt es keine Götter. Ich behelf mir dabei immer mit dem Satz, gäbe es einen Himmel würden euch die ganzen alten Säcke die das geschrieben haben, auslachen.

    [IHR DÜRFT ÜBRIGENS ALLES GLAUBEN WAS IHR WOLLT - nur zwingt es mir nicht auf - dann werd ich genervt :P]

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von LPMirai ()

  • Wir haben keine Berechtigung zu leben, wer sollte sie uns erteilen?
    Wir können es einfach, daher tun wir es.
    Unser Leben ist kein Geschenk, sondern einfach da -.-'
    Wer sollte uns Leben schenken?
    Wir sind selbst Götter, wer sollte über uns stehen?
    Niemand, jedenfalls nicht hier.
    Wir alle sind ersetzbar, zumindest was das nicht-emotionale angeht.

    So ist das halt, man muss zwar nicht gewollt und geliebt werden um zu existieren, aber wahrscheinlich um zu Leben.
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    An dem Begriff "Daseinsberechtigung" stört mich schon der Begriff selber, das Wort Berechtigung impliziert das es ein Recht gibt da zu sein und das nicht, das wiederum impliziert eine Entität bzw. Institution die sich anmaßt darüber zu entscheiden. Allein für diese Anmassung verliert diese Institution die gar nicht existente Berechtigung da zu sein und wird somit inexistent. Daraus folgert wiederum das es so etwas wie eine Daseinsberechtigung nicht gibt, die Dinge sind nun einmal da, werden da sein und waren da. Es ist also völlig unerheblich ob irgendjemand meint darüber entscheiden zu wollen, er gibt keine Grundlage auf dem diese Person auch nur den Ansatz des Rechts hätte darüber zu entscheide. Man könnte also sagen ich drücke aus das alle Dinge egal wie grausam, monströs oder abstoßend sind sie eine uneingeschränkte Berechtigung des Daseins haben (eine Berechtigung die es gar nicht gibt).

    Ein solcher Begriff tritt dann erst auf wenn Menschen auftauchen, meistens diejenigen die meinen ihr imaginärer Freund wäre cooler als der der anderen. Insofern ist es mehr als nur verachtenswert überhaupt Dingen eine Daseinsberechtigung zu bzw. ab zusprechen.

    So und jetzt brechen wir das auf deinen Fall runter.

    1. Jedes Objekt in welcher Form auch immer ist absolut einzigartig, unersatzbar und in dieser Form unwiederherstellbar
    2. Der zwingende Grund für den Daseins von Allem ist das es da ist
    3. Wir und auch alles andere sind das Produkt eines Zufalls oder irgendetwas unerklärlichen. Liebe ist ein abstrakter Begriff der Existenz nicht bedingt
    4. Auch gehasste Dinge sind einzigartig, sieha Punkt 1
    5. Unsere Existenz ist Tatsache, darin etwas reinzuinterpretieren wollen ist zwar eine nette Möglichkeit den Geist zu beschäftigen, aber nicht zielführend und ohne weitere Fakten ein Kreis

    Übrigens finde ich blau UND rot sehr störend:

    Kängurus sind allgemein für ihre Freundlichkeit bekannt...nicht

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BurnoutDV ()

  • Nun ... mal abgesehen davon, was ich vom Religionsuntericht halte, bin ganz deiner Meinung und finde, dass nicht mal die Frage existieren dürfte ...

    aber gut... Was ist also unsere Daseinsberechtigung?
    hm ... eine Antwort lässt sich für mich nicht finden, da ich den "Sinn des Lebens" nicht kenne ... Ich gehe einfach mal davon aus, dass der Sinn des Lebens darin besteht, ein möglichst nützliches Mitglied der Gesamtheit zu sein, ok, das kann man jetzt interpretieren, wie man will ... aber ich hab mal ne "lustige" Finanzdoku gesehen, in der der Referent einen eindrucksvollen Satz gesagt hat ... Ich bekomm ihn aber nur noch Sinngemäß zusammen:

    "Stellen sie sich mal vor, dass von heute auf morgen entweder alle Krankenpfleger, Altenpfleger, Ärzte, Feuerwehrleute, Polizisten, Ärzte usw. verschwinden, oder auf der anderen Seite, alle Finanzexperten, Unternehmenberater, Aktienhändler, Brooker, Immobilienhändler etc. weg sind ... Wen würden sie mehr vermissen?" Quelle: youtube.com/watch?v=aI7Ja0FLmY8 (Ich weiß leider nichtmehr wo genau)

    Dass die 2. genannte Gruppe damit keine Daseinsberechtigung hat hab ich nicht gesagt ... aber sagen wir eine kleinere ... immerhin sind sie zu sehr großen Teilen einfach nur Schmarotzer der Gesellschaft (meine Meinung), aber das ist Offtopic

    Jetzt könnte man sagen, dass Flora und Fauna keine Daseinsberechtigung haben, weil sie ja "unnützlich" sind ... naja mag sein, aber sie sind auch nicht kontraproduktiv, wir Menschen stellen in der Gesamtheit schon ziemlich viel scheiße an auf gutdeutsch ...


    Das einfachste was man machen kann, ist einfach "nützlich" und "gut gesinnt" zu sein, und es sich damit zu verdienen ... Und ich finde schon, dass man sich das Recht "verdienen" kann ... Denn alles was man verlieren kann kann man auch verdienen ... übrigens verliert jeder einmal seine Daseinsberechtigung ... nämlich wenn er stirbt, klingt logisch oder?

    Ich glaube ich hätte deine Lehrerin pwnt mit irgend nem der Situation angepassten Satz ... das hat zu Schulzeiten am meisten Spaß gemacht ^^ Lehrer vor unmögliche Aufgaben stellen :D

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zetter ()

  • Die Daseinsbereichtigung.... Genausogut könnte man nach dem Sinn des Lebens fragen...

    Okay, nun...
    Das Recht da sein zu...gibt uns Gott. Er gibt uns Geist und Körper mit dem wir leben. Nun könnte man sagen, das Gott uns dies schenkt, ja.... Doch wer sagt, das die Daseinsberechtigung zwigend bei uns liegen muss? Es ist Gottes Will, das wir Leben - also haben wir durch ihn unsere Daseinsberechtigung.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von TheSlayer ()

  • Jetzt könnte man sagen, dass Flora und Fauna keine Daseinsberechtigung haben, weil sie ja "unnützlich" sind ... naja mag sein, aber sie sind auch nicht kontraproduktiv, wir Menschen stellen in der Gesamtheit schon ziemlich viel scheiße an auf gutdeutsch ...


    Das ist nach Utilarismus (oder so), das habe ich absichtlich vermieden zu sagen, da sich Nützlichkeit nach dem Betrachter richtet, ein zerstörtes Gebäude mag aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn machen und daher unnützlich sein, ist aber auf der anderen Seite eventuell ein Mahnmal für die Jugend, ein Spielplatz auch für die Jugend (Paintball!) usw. Dinge sind nicht per se unnützlich, nur weil ein eingeschränkter Geist nicht fähig ist einen Sinn in einen beliebigen Objekt zu sehen muss dies nicht bedeutet das das Objekt keinen Sinn hat.

    Wenn man die ganze Welt nach Sinnhaftigkeit beurteilt wird es recht kalt ums Herz, mal davon abgesehen das dies immer mehr der Fall zu sein scheint. Welchen Sinn haben den Gefühle? Wie nützlich ist Liebe? Wie zielführend ist Freude? Und so weiter.
    Kängurus sind allgemein für ihre Freundlichkeit bekannt...nicht
  • Solche Fragen, werden im Religionsunterricht nur diskutiert, damit wir uns Gedanken über uns Leben machen und ein guter Mensch bleiben oder ein besserer Mensch werden.

    Kann sicher für einige sehr hilfreich sein, sich mal zu Fragen, ob das eingene Leben einen Sinn hat.

    Und das mit den Kinder und den Eltern ist eher umgekehrt. Ich habe beine ''Daseinsberechtigung'' durch meinen Sohn. Nicht er durch mich.
  • TheSlayer schrieb:

    Die Daseinsbereichtigung.... Genausogut könnte man nach dem Sinn des Lebens fragen...

    Okay, nun...
    Das Recht da sein zu...gibt uns Gott. Er gibt uns Geist und Körper mit dem wir leben. Nun könnte man sagen, das Gott uns dies schenkt, ja.... Doch wer sagt, das die Daseinsberechtigung zwigend bei uns liegen muss? Es ist Gottes Will, das wir Leben - also haben wir durch ihn unsere Daseinsberechtigung.
    Interesannte Überlegung. Funktioniert aber nur, wenn man an einen Gott glaubt.
    Stink frech gefragt: Was wenn es keinen Gott gibt?
    Das ist dann darauf bezogen eine "Grundsatzdebatte" und das lasse ich einfach aus, da die Sätze im ersten Post wohl auf der strikten Annahme eines Schöpfergottes basieren.

    Gedankengang ohne Gott:

    Wir scheinen aus keinem anderen Grund zu sein ausser dem Sein selbst.
    Daraus folgt, dass es keine Notwendigkeit unseres Seins gibt.


    Sprich an sich, keine "Daseinsberechtigung".
    Das gibt uns auf der anderen Seite die Freiheit mit unserem Sein zu tun und zu lassen was wir wollen weil wir nicht aus einem bestimmten Grund hier sind :D

    An einem Gedankengang mit Gott muss ich noch arbeiten^^

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von The_Mip ()

  • Wenn man streng sein will (und unfair) ist das Modell eines Gottes nichts anderes als geteilter Wahnsinn zur Vereinfachung des allgemeinen Wahnsinns. Ich glaube an einen imaginären Freund der mir alles erklärt was ich mir nicht erklären kann und der mir Hoffnung und Zuversicht spendet, dafür hinterfrage ich nicht warum die Dinge so sind wie sie sind.

    Es gewittert -> Gott muss sauer sein
    Ich habe nur Pech -> Gott will es
    Ich töten Zwanzigtausend Unschuldige weil ich ihr Land will -> Gott hat es so gewollt, sonst hätte er mich ja aufgehalten oder Alternativ: dieses Land war mir von Gott vorbestimmt, ich hab gottgefällig gehandelt in dem ich mein mir rechtmäßig zustehendes Land genommen habe, das legitimiert Völkermord, völlig klar.


    Das letzte Beispiel ist das krasseste zeigt aber wie einfach das Modell Gott als moralische Instanz missbraucht werden kann und wie einfach man besonders Leute die bedingungslos und fundamental glauben manipulieren kann. Natürlich ist der Glaube an ein höheres Wesen das schützend und wohlwollend auf mich schaut beruhigt und nimmt mir ein wenig die Ungewissheit was nach dem Tod sein wird. ABER es macht auch Blind, warum es gewittert wird nicht hintergefragt, Forschungen gelten als ketzerisch, Fortschritt als Unglaube und freiheitliches Verhalten als nicht gottgefällig.

    Mir ist bewusst das ich Extreme wähle, die Polarisieren und sind einfacher zu verstehen als das Leben in all seinen Millionen Graustufen, Vereinfachung

    Glaube macht also auch blind und lässt einen selbst Fragen stellen die für die moralische Denkweise eventuell nicht schlecht sind, aber offensichtlich falsche Grundvorraussetzungen setzen, das ist faktenorientieres Denken, ich habe keine evidenten Beweise für eine Etentität namens "Gott", wohin gegen ich genau weiß das ich da bin, meine Sinnesorgane senden mir recht klare Messwerte, offensichtlich bin ich da. Zumindest behaupten das meine Sinne, sicher wissen kann man es nicht.

    Und hier hakt Gott ein, Gott liefert absolute Messwerte, die letzte Wahrheit, und das macht Religion so verlockend, statt sich durch meterdicke Stapel Fakten zu beissen um das Falsche vom nicht ganz so Falschen zu trennen braucht es Geduld und Überlegung, geistige Stärke alleine in der Welt zu stehen. An einen Gott zu glauben ist einfach, einfach blind vertrauen und die letzte "Wahrheit" akzeptieren, nicht hinterfragen, einfach hinnehmen, "In diesen Buch stehen alle Antworten"


    Wohin das führen kann ist wunderschön überspitzt hier dargestellt
    youtube.com/watch?v=bpiw53ig79s
    oder man guckt nach Amiland, wo irgendwelche lustigen Kirchentypen alles und jeden unchristlich finden.

    So das war jetzt weit ab vom Thema, aber mein Zusatz warum Daseinsberechtigung ein Unwort ist.
    Kängurus sind allgemein für ihre Freundlichkeit bekannt...nicht
  • Zetter schrieb:

    Kann sicher für einige sehr hilfreich sein, sich mal zu Fragen, ob das eingene Leben einen Sinn hat.


    Genausogut kann es aber auch für viele böße enden ... über manche dinge sollte man sich einfach keine gedanken machen und frei heraus leben.

    Sagte ja: für einige.

    Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass es nicht schlecht ist über sein Leben und seine Taten nachzudenken. Aber ich weiss auch, dass es Menschen gibt, die zuviel und in die falsche Richtung grübeln.

    Ein Mittelmass wäre sicher das Beste. Aber das kann man sich nicht wirklich selbst aussuchen :( man denk halt einfach oder eben nicht.
  • Ursprünglich hatte ich vor, als ich den Startpost las, hier rege an der Diskussion teilzunehmen. Dann kam BurnoutDV mir einfach zuvor. Ich würde dir gerne so etwas wie 9001 Daumen hoch für all deine Posts in diesem Thread geben, sowie für deine Existenz im Allgemeinen! Ich kann dir zu dem in diesem Thread gesagten nur zu 100% beipflichten :thumbsup: Teilweise habe ich diese Sachverhalte in RL-Diskussionen fast wörtlich so erläutert, wie du sie hier ebenfalls erklärt hast.

    Ich selbst sehe mich als Non-Theist an. Dieses ganze Konzept von höherer Macht und Grund oder Sinn in so ziemlich allem zu suchen, widerstrebt sich mir. "Dinge passieren einfach und damit hat's sich.", wie Terry Pratchett in einem Scheibenweltroman einmal schrieb. Ich finde es erstaunlich, wie extrem vorbelastet durch bestimmte grundlegende Weltvorstellungen die im Startpost gegebenen Punkte alle sind. Da bin ich direkt froh, dass ich nicht Religionsunterricht sondern Philiosophie belegen konnte. Man sollte an so ein Thema deutlich unvoreingenommener herangehen, wenn man die Absicht hat ihren Kern zu ergründen.

    Davon mal abgesehen ist es für meine täglichen Eindrücke, Wahrnehmungen und Empfindungen nicht vollkommen unerheblich ob ich oder diese Eindrücke tatsächlich existieren? Es würde für mich nichts ändern, würde ich erfahren, dass dem nicht so sei, oder?
  • Interessantes Thema, strotzt nur so vor Ansätzen.

    Meine herangehensweise wäre allerdings sogar eher in die Richtung: Warum leben wir/dürfen wir leben?

    Egal, ob jemand religiös ist oder nicht, existent ist jeder von uns. Persönliche Meinungen zum Thema Religion lasse ich daher aussen vor.

    Die Grundfrage, die sich mir stellt lautet - und das ist, wie TheSlayer schon sagte, Grundlage der Frage nach einer Daseinsberechtigung -: Welchen Sinn erfüllt das Leben? Eine Frage, über die sich nicht nur die Religion, sondern auch die Philosophie seit Beginn ihrer dokumentierten Geschichte Gedanken macht.

    So wie ich die Sache sehe, kann man die Antwort auf diese Frage über zwei Wege suchen:

    Weg 1 - der Kausale: Alles, das geschieht, hat einen Grund, genannt Ursache. Verfolgt man diesen Gedankengang konsequent durch alle seine Formen, landet man irgendwann bei dem Punkt, an dem unser Universum entstanden ist. Hier scheiden sich auch gleich die Geister: Gott oder Naturereignis? JHWE oder Urknall? Ganz gleich, welchen Favoriten man wählt, eines bleibt bestehen: Die Ursache ist für uns unerklärbar. Daher wirft sich sogleich die nächste Frage auf: Zufall oder Planung? Ist alles vorherbestimmt oder haben wir so etwas wie freien Willen? Aber auch diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten.

    Weg 2 - der Variable: Wir existieren, Punkt. Die Ursache schert uns nicht, wir können uns ganz auf die Frage nach dem Warum konzentrieren. Eingeschlossen ist die Abschlussfrage des ersten Weges: Schicksal oder Freier Wille? Egal, welche Antwort man favorisiert: Erfüllen wir einen Zweck, oder existieren wir um unser selbst willen? Hat der Mensch eine höhere Aufgabe? Oder sind wir nur Tiere, die Selbstbewusstsein gelernt haben? Trieb oder Antrieb? Auch wenn dieser Weg dem ersten ähneln mag und auch ähnliche/gleiche Fragen stellt, so sucht er doch auf andere Art und Weise nach dem Grund unseres Daseins. Aber auch er muss von jedem selbst gegangen, die Fragen vom Individuum beantwortet werden.

    Ich habe mich bewusst dafür entschieden, bis jetzt keine klare Antwort auf die Frage des Threaderstellers zu geben, da es sich mMn um existentielle Fragen handelt, die jeder nach eigener Manier und Vorstellung beantworten muss.

    Meine persönliche Meinung zum Thema Daseinsberechtigung lässt sich - obwohl ich normal andere Musik höre - mit einem Zitat aus Kool Savas' "Der beste Tag deines Lebens" erklären: "Der Sinn des Lebens ist es, deinem Leben einen Sinn zu geben." Ich glaube (durchaus im Religiösen Sinne) an einen freien Willen, die Möglichkeit zur freien Entfaltung. Jeder ist seines Schicksals Schmied. Eine "Daseinsberechtigung" heißt für mich, jemand hat den Willen zum Leben. Jeder Mensch der Leben will, sucht, seinem Leben einen Sinn zu verleihen und hat sich alleine dadurch ein "Recht" auf Leben verdient. Da jeder Mensch leben will, hat also auch jeder Mensch das Recht zu Leben.

    MfG,
    Freddy

    PS: inb4 pseudointellektuell ;)
  • @Yoji: Das Witzige ist jetzt das ich damals in der Schule Religion belegt habe, einfach weil es total einfach war, super Noten gebracht hat UND man somit mehre Perspektiven kennt, gut ich hatte auch eine Religionslehrerin die mal eben eine "non-theistische" Collage anerkannt hat wenn es darum ging eine Collage über Religion zu machen, einfach weil ich diese gut verkaufen konnte.

    [/OffTopic]
    Kängurus sind allgemein für ihre Freundlichkeit bekannt...nicht
  • Yubacca schrieb:

    Solche Fragen, werden im Religionsunterricht nur diskutiert, damit wir uns Gedanken über uns Leben machen und ein guter Mensch bleiben oder ein besserer Mensch werden.

    Kann sicher für einige sehr hilfreich sein, sich mal zu Fragen, ob das eingene Leben einen Sinn hat.

    Und das mit den Kinder und den Eltern ist eher umgekehrt. Ich habe beine ''Daseinsberechtigung'' durch meinen Sohn. Nicht er durch mich.


    Wir sollten in keinem Punkt über unser Leben nachdenken..
    Wir sollten gründe Finden warum wir Leben dürfen, unser vorleben sollten wir ausenvor lassen und unsere Lehrer meinte halt das das was wir geschrieben haben auf jeden zutrifft und somit kein für die "Daseinsberechtigung".
    Z.B hatt jemand geschrieben das er Individuell ist und sein eigener Mensch und den es nur einmal gibt. Das wär zu allgemein. Was soll man für ein Grund finden der nicht allgemein ist um Exestieren zu dürfen ? Ich will bezweifeln das ich sage ich darf Leben weil ich ein Besserer Mensch bin als der!
    PS:
    Nagut über mein Leben denk ich oft genug nach. Ich habe Religion gewählt um mein Standpunkt zu verdeutlichen =D Also meine Meinung zur Religion ist nicht die beste .. :)
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  • MrGreenIron schrieb:

    Wir sollten in keinem Punkt über unser Leben nachdenken..
    Wir sollten gründe Finden warum wir Leben dürfen, unser vorleben sollten wir ausenvor lassen und unsere Lehrer meinte halt das das was wir geschrieben haben auf jeden zutrifft und somit kein für die "Daseinsberechtigung".
    Z.B hatt jemand geschrieben das er Individuell ist und sein eigener Mensch und den es nur einmal gibt. Das wär zu allgemein. Was soll man für ein Grund finden der nicht allgemein ist um Exestieren zu dürfen ? Ich will bezweifeln das ich sage ich darf Leben weil ich ein Besserer Mensch bin als der!

    Ich verstehe es nicht ganz :S

    Ihr sollt Gründe finden, die nicht allgemein sind, dürft aber nicht über euer Leben nachdenken. Wie soll das gehen???

    Sorry stehe grade voll auf dem Schlauch ?(
  • Bin ich denn der Einzige, der im Jenseits hart für seine Daseinsberechtigung geschuftet hat óÒ?

    Nee, jetzt mal im Ernst: Ich glaube nicht, dass es so etwas wie eine Legitimierung der eigenen (oder einer fremden) Daseinsberechtigung gibt, oder geben darf. Ich glaube, dass eine Daseinsberechtigung so etwas wie ein natürliches Grundrecht ist. Jeder Mensch existiert und hat daher genau wie jeder andere Mensch das recht auf ein Dasein, ob er jetzt geliebt, oder gemocht wird, oder nicht. Die Frage ist also nicht, warum wir leben dürfen, sondern warum wir nicht leben dürfen sollten. Ein Sinn des Lebens würde voraussetzen, dass das Leben selbst, oder die Daseinsberechtigung nicht hinterfragt wird.
    Ich bin jetzt nicht wirklich religiös, glaube also nicht, dass Gott uns das Leben gibt und nimmt, aber wenn wir eine Berechtigung zu leben hätten, setzt das den Fall voraus, dass man keine Berechtigung zum Leben hat, wenn etwas bestimmtes nicht vorhanden ist. In den meisten Ländern haben selbst Mörder das Recht zu leben, wenn auch ohne Freiheit. Die Zahl der Menschen, die sich anmaßt zu glauben Menschen ihr Recht zu leben nehmen zu dürfen, ist zum Glück gering genug.

    Falls das nicht hilft, oder jemand sich dadurch angegriffen fühlt, tut es mir Leid. Ich bilde meine Gedanken immer erst beim Schreiben, da kann es passieren, dass man etwas außer Acht lässt :) .
  • Ich glaube, dass eine Daseinsberechtigung so etwas wie ein natürliches Grundrecht ist. Jeder Mensch existiert und hat daher genau wie jeder andere Mensch das recht auf ein Dasein, ob er jetzt geliebt, oder gemocht wird, oder nicht.
    Das ist... sehr interesannt. Ausgehend auf dieser Aussage sind wir Massenmörder, welche Tiere ihrer Grundrechte berauben. Denn warum soll ein natürliches Grundrecht nur für den Menschen gelten? Warum nicht für Tiere, Pflanzen, Steine...?